WR322 Frau Diener verreist schon wieder nach China

 

wrint_2014_zumthema_200Andrea Diener reist, schreibt gelegentlich in der FAZ über ihre Reisen und ist so freundlich, mir von ihren Reisen zu erzählen. Sie hat mal wieder China besucht (ist ja auch groß genug).

Falls ihr Andrea etwas spenden wollt, bitte hier entlang…

 

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17 Gedanken zu „WR322 Frau Diener verreist schon wieder nach China

  1. David

    Wieder eine sehr schöne Folge – macht immer Spaß, den Reisen zu folgen.

    Viel Spaß auch in Hongkong, ich war da im Oktober 2013. Wenn dir die Natur gefallen hat – und du nicht völlig vom Guide verplant worden bist, solltest du auch in den Geopark Hongkong gucken – das ist in den NewTerretories. Da gibts auch schicke fast menschenleere Strände, eben weil man quasi nicht hinkommt. (Bus bis SaiKung, dann Taxi zum HighIslandReservoir zb)
    Ein netter Park, der auch irgendwie nie im Reiseführer steht, ist der Nam Lian Garden, bzw das Kloster. Da gibt es auch sehr imposante Bonsai (>1m, die müssen 50+ Jahre alt sein). Da kommt man aber mit der U-Bahn (Diamond Hill) hin.

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    1. Moss

      Warum werfen die Leute, die Kina sagen, den Leuten die China sagen vor, sie würden Schina sagen?

      Vermutlich, weil keiner von ihnen die korrekte Aussprache kennt. Hält man sich an die Herkunft vom Ersten erhabenen Gottkaiser von Qin, dann wäre das ähnlich wie in «Mädchen», aber stark behaucht (IPA: tɕʰ), sollte sich also etwa wie «Tchina» mit holländischem (oder klingonischem) Akzent anhören.

      Ich sag’ weiter «China».

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  2. David

    Erstmal vielen Dank für diese tolle Rubrik, die ich als geiziger, finanziell nicht sonderlich gut ausgestatteter Zuhörer sehr genieße, um etwas von der weiten Welt mitzubekommen.
    Kleine Spitze: Hat Frau Diener die Folge mitten im Wald aufgenommen? 😀 Ich hatte hier und da sehr interessante Hintergrundgeräusche

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    1. Andrea Diener

      David, ich habe eine Dachwohnung mitten in der Stadt. Und dieses Dach wird von einer ziemlich lebhaften Taubenschar bevölkert. Ab und zu hört man die flattern und gurren. Aber so sind sie eben. (Und nix, garnix gegen die Möwen in Brighton!)

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  3. Michel

    Die Unterstellung, die Chinesen würden so ein europäisches Musical über Sissi peinlich finden ist absolut falsch. „Elisabeth“ (von Michael Kunze und Sylvester Levay) ist (häufig sogar auf deutsch mit deutscher Cast) sehr erfolgreich in Japan und Korea, jetzt kommt es nach China und es gibt fast keine Tickets mehr. Das Stück ist verhältnismäßig wenig kitschig inszeniert von Harry Kupfer.

    http://www.culture.sh.cn/product.asp?id=14742
    http://v.youku.com/v_show/id_XNzI0NDgwNDQ0.html

    Ein chinesischer Produzent hat sogar von einem österreichischen Komponisten für mehrere große Tourneen durch China „Sissi“ schreiben lassen, um von dem „Elisabeth“-Erfolg zu profitieren (war sehr erfolgreich). Das Stück kam dann auch nach Deutschland und hat auch hier versucht sich an die „Elisabeth“-Tour dran zu hängen (war nicht erfolgreich)

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  4. Sebastian

    Was habt ihr denn gegen Rüdesheim? Ich finds da total gemütlich und die touristischen Kitschläden da nehme ich mit Humor. Ich finds sogar ganz interessant mal die eigenen Stereotype zu sehen die den ausländischen Touristen verkauft werden. Aber, Touristen hin oder her, vor allem gibts da einfach tollen Wein.

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  5. mitsandgebaut

    Die frage nach dem Nachtleben in einer kleineren 4 Millionen Stadt der Provinz kann man noch anders beantworten : es gibt meistens ein oder zwei Großraum diskos, extrem groß, extrem blinky, schwer zu finden und nichtmal jedem Taxifahrer bekannt. Wenn überhaupt ist die Tanzfläche 5×5 Meter groß, die Musik ist laut bis zum Anschlag und um diese Tanzfläche herum sind Tische die man den Rest des Abends besetzt und körbeweise mischgetränke ungemischt (Schnaps in Flaschen plus energy oder Saft) und obstplatten vernichtet. Unterhalten geht nicht, wegen der Lautstärke. Tanzen geht eigentlich auch nicht bzw. muss man das als Westerner anstoßen und sich daneben benehmen. Man hat ja auch nur 5×5 Meter. Die Folge ist dass man an den Tischen der neureichen mittrinken muss und das ganze wie die von Frau Diener beschriebene hoteleskalation endet. So geschehen in tianjin. Aber es ist erstaunlich dass das dann für eine 4 Millionen Stadt ausreicht.

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  6. Dr. ISO

    Da ich gestern erst von nem Festival zurückkam bin ich da wohl vorbelastet, aber ich find’s witzig, wie’s bei dem Gespräch gleich zu Beginn um die gepflegte Selbstentleerung geht 😉
    Es ist halt immer eine Frage der Ansprüche die man hat. Auf dem Festival war es gar kein Problem zu viert an einer überlaufenden Pisstonne zu stehen und „Überkreuzt nie die Strahlen!“ zu rufen 🙂

    Natürlich würde mich das ganze nach einer Woche mit Menschen die ich nicht verstehe und ohne gute Musik auch ankotzen 😉

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  7. Sascha

    Um die erwähnte Plautzelüftung zu geniessen, muss man nicht nach China fahren. Dafür reicht auch eine kleine Rundreise durchs Brandenburger Land. Gerade jetzt bei der sommerlichen Ernte, ist das eine schöne Möglichkeit, um sich Abkühlung zu schaffen. Klimatisierte Traktoren haben allerdings stark zur Abnahme dieser Art der Abkühlung geführt. Bilder aus meiner Kindheit entstehen vor meinem Auge.
    Mein Papa hält dieses Bild allerdings stark am Leben – habe Dank Papa :))

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  8. vanveeteren

    du musst unbedingt mal einen Chinesen einladen und ihn über Deutschland ausfragen.
    Wobei man daraus auch eine neue Rubrik machen könnte. „Wie sieht der Deutschland“

    Ich habe vor langer Zeit einmal von einer Fremdenführerin gehört das es Amerikaner total toll finden eine 500 Jahre alte Stadtmauer anzufassen und sich dabei Fotografieren zu lassen, die haben so was halt nicht.

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    1. Georg

      Kann ich aus umgekehrter Reiseerfahrung sehr gut verstehen. Als ich in Neuseeland war hat mich das extrem irritiert, dass es da so wenig ältere Gebäude gab und besonders außerhalb der wenigen großen Städte alles so vereinzelt rumstehende Leichtholzplattenbauten waren. Da sehen ganze Städte aus, wie bei uns so Neubauwohngebiete. Da fühlt man sich als Mitteleuropäer, der viel Stein und dicke Wände gewohnt ist, einfach nicht sicher.

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  9. Berlitz

    Großen Dank an Frau Diener, es macht wirklich Spaß den Reiseberichten zu folgen.
    Aber es amüsiert mich schon, wie hier der ständig genervte und gestresste deutsche Spießbürger zum Maß der Welt wird.
    Erich Fromm schreibt, dass der Widerspruch eine Kategorie des menschlichen Geistes, aber nicht Bestandteil der Realität ist. Nur weil wir denken, es sei komisch oder widersprüchlich einen Eisstand in einen Tempel zu stellen oder neben traditionelle Gebäude riesige Betonblöcke zu setzen, ist das noch lange nicht allgemeingültig.
    Ich persönlich habe nur Erfahrungen in Japan gesammelt. In Tokyo ist es zum Beispiel sehr einfach allein und für sich zu sein, trotz der enormen Menschenmengen. Reisen, Karaoke, Feiern usw. finden jedoch wie in China kaum alleine Stadt oder in kleinen Gruppen statt.

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