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alster
Vier Erste-Hilfe-Kurse, immer die Abfrage nach dem Abbinden, was auch bei Autounfällen wichtig sein kann.
Und dann immer genau die Aussage, die Thomas hier zitiert.
Besonders in den zweijährigen Folgekursen könnte man das doch spätestens mal machen.
Stattdessen eher, was sind Fragen von euch, hattet ihr Sachen, wo ihr nochmal üben möchtet? (Die kein Tourniquet beinhalten.)
Etwas spät, das Thema aus meiner Sicht als EH Ausbilder und Notfallhelfer/First Responder mit Einblick in den Rettungsdienst:
Die Richtlinien für EH Kurse sind international und orientieren sich am praktischen Bedarf und den Erfahrungen.
Ich bin seit etwa 4 Jahren als First Responder tätig. Wir haben in unserer Gemeinde durchschnittlich jeden Tag einen Einsatz. Auch wenn ich nicht jeden Einsatz gefahren bin, bin ich mir sicher, dass bei keinem das Abbinden ein Leben gerettet hätte.
Abbinden braucht man in wirklich nur in äußerst seltenen Fällen, normalerweise reicht ein ordentlicher Druckverband. Und den unerfahrenen Ersthelfer will ich sehen, der in der Situation gut abbindet.
Die meisten sind ja nicht mal in der Lage sich zu einer Seitenlage durchzuringen´, geschweige denn bei einem Atemstillstand eine Herzdruckmassage zu beginnen.
Ich bin froh, wenn die Leute nach meinen EH Kursen in einem Notfall hin- statt weglaufen. Die Situation sauber erfassen. Einen sauberen Notruf absetzen und dann den Mut haben mit den notwendigen Maßnahmen zu beginnen und ihr erwartet, dass ein unroutinierter Ersthelfer im Angesicht einer spritzend blutenden Wunde die Ruhe bewahrt und sauber abbindet.
Im Alltag sehen wir bei Notfalleinsätzen: Allgemeine Untätigkeit oder Panik, keine oder zu später Start der Herzdruckmassage, zu später Anruf bei einem Schlaganfall, fehlende Medikamentenpläne, Patientenverfügung, Arztbriefe…
Deswegen mache ich in meinen Kursen möglichst viele realitätsnahe Fallbeispiele, wenn möglich mit Darstellern und Kunstblut, damit die Teilnehmer auch mal merken, wie plötzlich der Stresslevel hochgeht wenn da einer liegt und schreit oder eben nichts mehr macht, aber die Ehefrau daneben hysterisch wird.
Abbinden hört sich geil und wichtig an, kommt aber ganz am Schluss als letztes Mittel. Und es muss ordentlich gemacht werden, da man ansonsten nur die oberen Gefäße blockiert und im unteren Bereich fleißig weiter Blut ins kaputte Gliedmaß reintransportiert wird.
Und wenn man es dann richtig macht, verursacht das unsagbare Schmerzen und Schreie. Das muss ein Ersthelfer erst mal abkönnen.
Wenn man das nicht regelmäßig übt, auch unter Stresssituationen, sind die Erfolgsaussichten sehr gering. Deshalb ist es nicht mehr auf dem Programm. Man tastet auch keinen Puls mehr, weil dazu die meisten Menschen in Stresssituationen nicht in der Lage sind.
Mal davon abgesehen, dass 40% (gefühlt) der Notrufe keine sind, sondern durch eine Fahrt mit dem privaten Fahrzeug zur nächsten Notaufnahme oder zum Arzt vermieden werden könnten.
Stichwort: „Der Patient hat seit drei Tagen Beschwerden, was ist denn heute anders dass sie den Notruf gewählt haben?“ „Öööhm, es hört halt nicht auf..“ „Waren Sie schon beim Arzt?“ „Öhm, nö, da muss man ja so lange warten…“ „OK, wir fahren Sie in die Notaufnahme, aber auch nur bis ins Wartezimmer..“
Euer Gespräch hat mich in folgendem Punkt in meiner Annahme bestärkt: In Deutschland haben wir ein Problem mit der Daseinsvorsorge und eine extreme Wohlstands Verwahrlosung. Zusammen mit dem System auf Kante das bei optimalen Bedingungen „funktioniert“ (akzeptiert wird, wenn man nicht drüber nachdenkt/ selbst betroffen ist) und einer breiten Missgunst in der Gesellschaft stellt uns vor große Herausforderungen die sehr schnell existenziell werden können. (1/x)
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@blog@holgi@twiegold Das Land des Ehrenamts, aber nur wenn man etwas davon hat. Meine Meinung ist sehr durch Erfahrung in Finnland geprägt. Die Daseinsvorsorge ist da eine andere. Aber jeder muss auch mehr für sich sorgen. Ich vermute der Rettungsdienst würde 36 bis 50 Minuten für die Anfahrt brauchen plus 57 min ins Krankenhaus (55 km).(2/3)
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@blog@holgi@twiegold Da behandelst du auch deine Nachbarn die du nicht leiden kannst gut weil du im Zweifelsfall auch auf die Angewiesen bist. Denn einen Teil der Lebensrealität teilt man und hier hab ich den Eindruck das in Deutschland das ignoriert wird. Nur das Schöne (Wetter) wird geplant/darauf ausgerichtet/gesehen. Das ist mal nur ein Rant, aber ich glaube viele dornige Chancen lassen sich darauf zusammenführen. (3/3)
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Deus Figendi
ihr habt darüber gesprochen, dass so „Kommandostrukturen“ wie sie die Nato hat nicht da hoc für eine mögliche europäische Armee aufgebaut werden könne.
jetzt ist mir klar, dass aufgrund wie Podcast funktionieren, man nicht Mal eben noch ne Nachfrage stellen kann, aber vielleicht weiß es ja zufällig jemand:
wie hat das denn bei der KFOR geklappt? soweit ich mich erinnere war das ja ausdrücklich kein NATO-Einsatz, aber einer an dem viele Streitkräfte beteiligt waren. hat da jeder für sich gemacht wie er meinte?
und selbst bei Nato-Einsätzen gibt es ja manchmal die Situation dass einzelne Nationen nicht mitmachen, weil sie zu nah dran sind oder gerade wichtigeres zu tun haben oder irgendwelche Bedenken… fehlen die dann nicht in dieser Struktur? Also kann die NATO fehlende Partner verkraften und ausgleichen?
und falls ja: kann man dann nicht eine europäische Armee auf Basis von Nato-Struktur begründen bei dene man sagt „ja also wir tun Mal so als sei das hier Nato, aber ein Einsatz bei dem USA, Türkei und Kanada fehlen“
ich bin naiv und ahnungslos, ich hab nochmal gedient, sorry wenn das Quatschüberlegungen sind.
Ich find den Wohlstandsmadenvorwurf etwas simpel. Natürlich gibt es die Leute, die im Wesentlichen an sich selbst denken und dann erstmal lange an nichts anderes. Dann wiederum wissen wir, dass über die Hälfte aller Jugendlichen ehrenamtlich aktiv sind.
Wenn man dann noch nach großen Klimaprotesten dabei zusehen darf, wie die Klimawende noch weiter hinausgezögert wird, und wie schwarz-rot uns stattdessen über Jahrzehnte in die Gasabhängigkeit von Russland manövriert hat, oder wie Angebote der Jugendhilfe und Demokratiebildung immer weiter gekürzt werden und gesetzlich vorgeschriebene Jugendbeteiligung immer noch viel zu wenig umgesetzt wird – da wundert es mich nicht, dass junge Menschen dann etwas zynisch werden können
Das heißt nicht, dass das eine hilfreiche Reaktion ist, aber nachvollziehbar find ich das schon. Die Jugend- und Schülervertretungen, die sich an Demos gegen eine Wehrpflicht beteiligen oder sie teils auch organisieren, machen es sich aber auch selten so einfach. Es geht vor allem um die Option auf Freiwilligkeit und die Möglichkeit, in der Gestaltung mitreden zu können.
Der Wohlstandsmadenvorwurf geht vor allem deswegen ins Leere weil einfach nur die Ernte eingefahren wird, die die Politik mit dem Neoliberalismus gesäht hat. Nicht nur dass der Sozialstaat von „Keiner wird zurück gelassen.“ auf „Wer nicht spurt landet unter der Brücke!“ umgebaut wurde, sondern weil alles – inklusive privater und privatester Lebensentscheidungen – irgend einer Form des Wettbewerb unterworfen worde. Und auch Staaten sind in den Wettbewerb eingetreten. Und das was DE bietet, bietet andere Länder auch, je nach persönlichem Geschmack sogar in schöner und für weniger Geld. Die nehmen Deutsche mit Handkuss, ohne mit Kriegs- oder Zivildienst zu drohen. Das muss sich die BRD fragen ob ihr Angebot auf dem Markt der Staaten das beste Angebot ist.
Als gebürtiger Luxemburger kann ich das verneinen und ich erwische mich seit einigen Monaten wie ich öfter als sonst daran denke meine Zelte hier abzubrechen.
Hi,
also ein kleines bisschen geschluckt habe ich schon, weil ich ziemlich genau 27 km südlich von Fulda geboren wurde im damals ja als eher unsicher eingeschätzten AD1957. Aber so richtig mulmig wird es mir eigentlich erst in den letzten Jahren (und ich lebe Singapur). Nur zustimmen kann ich bezüglich Erste Hilfe Ausbildung: Ich hatte vier Wochen am Stück Ausbildung zum Rettungssanitäter, in den späten 70ern, weil Verweigerer. Da wurde ziemlich „robuste“ Triage (ohne Rückgriff auf irgendwelchen Ethikkommissionsoutput), besprochen …
Zur Wiederaufrüstung: wenn sich die Lage ändert, ändert sich auch das Denken – war ja Keynes Diktum.
Also: Si vis pacem …
Zum ersten Hilfe Kurs:
Die Veränderungen haben gute Gründe. Am Ende fällt das unter „wissenschaftlicher Fortschritt“. Man hat früher vieles gelernt was auf Erkenntnissen aus dem 2.WK basiert hat. Mit der Zeit hat man andere Techniken bzw. auch Erkenntnisse was alles nicht funktioniert.
Natürlich ist der EH-Kurs auf den Alltag ausgelegt und nicht auf Katastrophen.
Bedeutet: Mit einem Druckverband kommt man sehr weit. Selbst in der professionellen Notfallmedizin ist Tourniquet eine Ausnahme. Falsch verwendet kann man damit eine Menge Schaden anrichten. Man gibt daher Leuten Maßnahmen an die Hand die sie bei Alltagsnotfällen (Fokus: Verkehrsunfall) verwenden können.
Es hat sich auch gezeigt, dass eine Vielzahl von spezielleren Techniken in der ersten Hilfe in der Praxis nichts bringen.
Nur was macht man auf das Thema bezogen? Die Bevölkerung in Sanitätshilfe schulen auf Basis eines komplett zerstörten Landes mit Massenhaft Kriegsverletzungen?
Ich halte davon wenig. Viele derartige Forderungen beruhen auf Sichtweisen der 50-70er Jahre, die wiederum auf Erkenntnissen aus dem 2. Weltkrieg beruhen. Ich glaube nicht, dass das immer gut investiertes Geld ist.
Mir fehlt bei der Bundeswehr aber erst Recht im Zivilschutz oft eine Berücksichtigung der modernen Kriegsführung.
Dazu nur ein Beispiel: Es wird kaum Flächenbombardements wie im 2.WK geben. Aber Raketen und Drohnen die weit hinter der Frontlinie angreifen können. Also plötzlich kreigsbetroffene Regionen ohne Militär am Boden. Da geht es für mich weniger um rudimentäre Feldlazarette sondern die Frage wie man schnell Patienten aus einem beschädigten Krankenhaus in eine andere Region verlegt und wie ich schnell das Stromnetz wieder in Betrieb nehmen kann. Damit nicht eine ganze Region nur mit 3 drohen komplett lahmgelegt werden kann.
@blog
Schönes Schlusswort von @twiegold 😩
Remote-Antwort
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Vier Erste-Hilfe-Kurse, immer die Abfrage nach dem Abbinden, was auch bei Autounfällen wichtig sein kann.
Und dann immer genau die Aussage, die Thomas hier zitiert.
Besonders in den zweijährigen Folgekursen könnte man das doch spätestens mal machen.
Stattdessen eher, was sind Fragen von euch, hattet ihr Sachen, wo ihr nochmal üben möchtet? (Die kein Tourniquet beinhalten.)
Der erste Kurs war vom ASB, danach von der DRK.
Da frage ich mich auch immer was das soll.
Etwas spät, das Thema aus meiner Sicht als EH Ausbilder und Notfallhelfer/First Responder mit Einblick in den Rettungsdienst:
Die Richtlinien für EH Kurse sind international und orientieren sich am praktischen Bedarf und den Erfahrungen.
Ich bin seit etwa 4 Jahren als First Responder tätig. Wir haben in unserer Gemeinde durchschnittlich jeden Tag einen Einsatz. Auch wenn ich nicht jeden Einsatz gefahren bin, bin ich mir sicher, dass bei keinem das Abbinden ein Leben gerettet hätte.
Abbinden braucht man in wirklich nur in äußerst seltenen Fällen, normalerweise reicht ein ordentlicher Druckverband. Und den unerfahrenen Ersthelfer will ich sehen, der in der Situation gut abbindet.
Die meisten sind ja nicht mal in der Lage sich zu einer Seitenlage durchzuringen´, geschweige denn bei einem Atemstillstand eine Herzdruckmassage zu beginnen.
Ich bin froh, wenn die Leute nach meinen EH Kursen in einem Notfall hin- statt weglaufen. Die Situation sauber erfassen. Einen sauberen Notruf absetzen und dann den Mut haben mit den notwendigen Maßnahmen zu beginnen und ihr erwartet, dass ein unroutinierter Ersthelfer im Angesicht einer spritzend blutenden Wunde die Ruhe bewahrt und sauber abbindet.
Im Alltag sehen wir bei Notfalleinsätzen: Allgemeine Untätigkeit oder Panik, keine oder zu später Start der Herzdruckmassage, zu später Anruf bei einem Schlaganfall, fehlende Medikamentenpläne, Patientenverfügung, Arztbriefe…
Deswegen mache ich in meinen Kursen möglichst viele realitätsnahe Fallbeispiele, wenn möglich mit Darstellern und Kunstblut, damit die Teilnehmer auch mal merken, wie plötzlich der Stresslevel hochgeht wenn da einer liegt und schreit oder eben nichts mehr macht, aber die Ehefrau daneben hysterisch wird.
Abbinden hört sich geil und wichtig an, kommt aber ganz am Schluss als letztes Mittel. Und es muss ordentlich gemacht werden, da man ansonsten nur die oberen Gefäße blockiert und im unteren Bereich fleißig weiter Blut ins kaputte Gliedmaß reintransportiert wird.
Und wenn man es dann richtig macht, verursacht das unsagbare Schmerzen und Schreie. Das muss ein Ersthelfer erst mal abkönnen.
Wenn man das nicht regelmäßig übt, auch unter Stresssituationen, sind die Erfolgsaussichten sehr gering. Deshalb ist es nicht mehr auf dem Programm. Man tastet auch keinen Puls mehr, weil dazu die meisten Menschen in Stresssituationen nicht in der Lage sind.
Mal davon abgesehen, dass 40% (gefühlt) der Notrufe keine sind, sondern durch eine Fahrt mit dem privaten Fahrzeug zur nächsten Notaufnahme oder zum Arzt vermieden werden könnten.
Stichwort: „Der Patient hat seit drei Tagen Beschwerden, was ist denn heute anders dass sie den Notruf gewählt haben?“ „Öööhm, es hört halt nicht auf..“ „Waren Sie schon beim Arzt?“ „Öhm, nö, da muss man ja so lange warten…“ „OK, wir fahren Sie in die Notaufnahme, aber auch nur bis ins Wartezimmer..“
@blog @holgi @twiegold
Euer Gespräch hat mich in folgendem Punkt in meiner Annahme bestärkt: In Deutschland haben wir ein Problem mit der Daseinsvorsorge und eine extreme Wohlstands Verwahrlosung. Zusammen mit dem System auf Kante das bei optimalen Bedingungen „funktioniert“ (akzeptiert wird, wenn man nicht drüber nachdenkt/ selbst betroffen ist) und einer breiten Missgunst in der Gesellschaft stellt uns vor große Herausforderungen die sehr schnell existenziell werden können. (1/x)
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Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
@blog @holgi @twiegold Das Land des Ehrenamts, aber nur wenn man etwas davon hat. Meine Meinung ist sehr durch Erfahrung in Finnland geprägt. Die Daseinsvorsorge ist da eine andere. Aber jeder muss auch mehr für sich sorgen. Ich vermute der Rettungsdienst würde 36 bis 50 Minuten für die Anfahrt brauchen plus 57 min ins Krankenhaus (55 km).(2/3)
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Diese Website ist Teil des ⁂ Open Social Web, einem Netzwerk miteinander verbundener sozialer Plattformen (wie beispielsweise Mastodon, Pixelfed, Friendica und andere). Im Gegensatz zu zentralisierten sozialen Medien befindet sich dein Profil auf einer Plattform deiner Wahl, und du kannst mit Menschen auf verschiedenen Plattformen interagieren.
Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
@blog @holgi @twiegold Da behandelst du auch deine Nachbarn die du nicht leiden kannst gut weil du im Zweifelsfall auch auf die Angewiesen bist. Denn einen Teil der Lebensrealität teilt man und hier hab ich den Eindruck das in Deutschland das ignoriert wird. Nur das Schöne (Wetter) wird geplant/darauf ausgerichtet/gesehen.
Das ist mal nur ein Rant, aber ich glaube viele dornige Chancen lassen sich darauf zusammenführen. (3/3)
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Wenn du dein Profil eingibst, können wir an dein Profil senden, wo du diese Aktion abschließen kannst.
ihr habt darüber gesprochen, dass so „Kommandostrukturen“ wie sie die Nato hat nicht da hoc für eine mögliche europäische Armee aufgebaut werden könne.
jetzt ist mir klar, dass aufgrund wie Podcast funktionieren, man nicht Mal eben noch ne Nachfrage stellen kann, aber vielleicht weiß es ja zufällig jemand:
wie hat das denn bei der KFOR geklappt? soweit ich mich erinnere war das ja ausdrücklich kein NATO-Einsatz, aber einer an dem viele Streitkräfte beteiligt waren. hat da jeder für sich gemacht wie er meinte?
und selbst bei Nato-Einsätzen gibt es ja manchmal die Situation dass einzelne Nationen nicht mitmachen, weil sie zu nah dran sind oder gerade wichtigeres zu tun haben oder irgendwelche Bedenken… fehlen die dann nicht in dieser Struktur? Also kann die NATO fehlende Partner verkraften und ausgleichen?
und falls ja: kann man dann nicht eine europäische Armee auf Basis von Nato-Struktur begründen bei dene man sagt „ja also wir tun Mal so als sei das hier Nato, aber ein Einsatz bei dem USA, Türkei und Kanada fehlen“
ich bin naiv und ahnungslos, ich hab nochmal gedient, sorry wenn das Quatschüberlegungen sind.
Ich find den Wohlstandsmadenvorwurf etwas simpel. Natürlich gibt es die Leute, die im Wesentlichen an sich selbst denken und dann erstmal lange an nichts anderes. Dann wiederum wissen wir, dass über die Hälfte aller Jugendlichen ehrenamtlich aktiv sind.
Wenn man dann noch nach großen Klimaprotesten dabei zusehen darf, wie die Klimawende noch weiter hinausgezögert wird, und wie schwarz-rot uns stattdessen über Jahrzehnte in die Gasabhängigkeit von Russland manövriert hat, oder wie Angebote der Jugendhilfe und Demokratiebildung immer weiter gekürzt werden und gesetzlich vorgeschriebene Jugendbeteiligung immer noch viel zu wenig umgesetzt wird – da wundert es mich nicht, dass junge Menschen dann etwas zynisch werden können
Das heißt nicht, dass das eine hilfreiche Reaktion ist, aber nachvollziehbar find ich das schon. Die Jugend- und Schülervertretungen, die sich an Demos gegen eine Wehrpflicht beteiligen oder sie teils auch organisieren, machen es sich aber auch selten so einfach. Es geht vor allem um die Option auf Freiwilligkeit und die Möglichkeit, in der Gestaltung mitreden zu können.
Der Wohlstandsmadenvorwurf geht vor allem deswegen ins Leere weil einfach nur die Ernte eingefahren wird, die die Politik mit dem Neoliberalismus gesäht hat. Nicht nur dass der Sozialstaat von „Keiner wird zurück gelassen.“ auf „Wer nicht spurt landet unter der Brücke!“ umgebaut wurde, sondern weil alles – inklusive privater und privatester Lebensentscheidungen – irgend einer Form des Wettbewerb unterworfen worde. Und auch Staaten sind in den Wettbewerb eingetreten. Und das was DE bietet, bietet andere Länder auch, je nach persönlichem Geschmack sogar in schöner und für weniger Geld. Die nehmen Deutsche mit Handkuss, ohne mit Kriegs- oder Zivildienst zu drohen. Das muss sich die BRD fragen ob ihr Angebot auf dem Markt der Staaten das beste Angebot ist.
Als gebürtiger Luxemburger kann ich das verneinen und ich erwische mich seit einigen Monaten wie ich öfter als sonst daran denke meine Zelte hier abzubrechen.
Hi,
also ein kleines bisschen geschluckt habe ich schon, weil ich ziemlich genau 27 km südlich von Fulda geboren wurde im damals ja als eher unsicher eingeschätzten AD1957. Aber so richtig mulmig wird es mir eigentlich erst in den letzten Jahren (und ich lebe Singapur). Nur zustimmen kann ich bezüglich Erste Hilfe Ausbildung: Ich hatte vier Wochen am Stück Ausbildung zum Rettungssanitäter, in den späten 70ern, weil Verweigerer. Da wurde ziemlich „robuste“ Triage (ohne Rückgriff auf irgendwelchen Ethikkommissionsoutput), besprochen …
Zur Wiederaufrüstung: wenn sich die Lage ändert, ändert sich auch das Denken – war ja Keynes Diktum.
Also: Si vis pacem …
Cheers,
Thomas
Zum ersten Hilfe Kurs:
Die Veränderungen haben gute Gründe. Am Ende fällt das unter „wissenschaftlicher Fortschritt“. Man hat früher vieles gelernt was auf Erkenntnissen aus dem 2.WK basiert hat. Mit der Zeit hat man andere Techniken bzw. auch Erkenntnisse was alles nicht funktioniert.
Natürlich ist der EH-Kurs auf den Alltag ausgelegt und nicht auf Katastrophen.
Bedeutet: Mit einem Druckverband kommt man sehr weit. Selbst in der professionellen Notfallmedizin ist Tourniquet eine Ausnahme. Falsch verwendet kann man damit eine Menge Schaden anrichten. Man gibt daher Leuten Maßnahmen an die Hand die sie bei Alltagsnotfällen (Fokus: Verkehrsunfall) verwenden können.
Es hat sich auch gezeigt, dass eine Vielzahl von spezielleren Techniken in der ersten Hilfe in der Praxis nichts bringen.
Nur was macht man auf das Thema bezogen? Die Bevölkerung in Sanitätshilfe schulen auf Basis eines komplett zerstörten Landes mit Massenhaft Kriegsverletzungen?
Ich halte davon wenig. Viele derartige Forderungen beruhen auf Sichtweisen der 50-70er Jahre, die wiederum auf Erkenntnissen aus dem 2. Weltkrieg beruhen. Ich glaube nicht, dass das immer gut investiertes Geld ist.
Mir fehlt bei der Bundeswehr aber erst Recht im Zivilschutz oft eine Berücksichtigung der modernen Kriegsführung.
Dazu nur ein Beispiel: Es wird kaum Flächenbombardements wie im 2.WK geben. Aber Raketen und Drohnen die weit hinter der Frontlinie angreifen können. Also plötzlich kreigsbetroffene Regionen ohne Militär am Boden. Da geht es für mich weniger um rudimentäre Feldlazarette sondern die Frage wie man schnell Patienten aus einem beschädigten Krankenhaus in eine andere Region verlegt und wie ich schnell das Stromnetz wieder in Betrieb nehmen kann. Damit nicht eine ganze Region nur mit 3 drohen komplett lahmgelegt werden kann.