Ich wundere mich schon lange nicht mehr, konsumiere die Sendung eigentlich nur noch, weil ich Holgi gerne labern höre, wobei ich die Veränderungen, die ich seit Längerem registiere, als ein gesamtgesellschaftliches Problem interpretieren möchte. Wir driften kontinuierlich auseinander und es schmerzt umso mehr, wenn eine ob ihrer Bildung vermeintlich als reflektiert wahrzunehmende Person derlei Gedankengänge auch noch öffentlich darlegt. Irgendwo fängt es an und das Ende ist bekannt. Scheinbar ist man nicht empfänglich, wenn man souverän auf der Welle reitet …
Och Holgi, ich weiß, ich muss es ja nicht hören, aber warum muss jetzt nach der monatlichen Dosis Rudi Bachmann auch noch Miriam Vollmer in den Podcast kommen?
Das sind wirklich zwei der anstrengendsten Personen, die ich kenne. Bei beiden, habe ich das Gefühl, dass wirklich gar kein Problembewusstsein für die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und andere soziale Problem herrscht. Daneben wird jeder der irgendeine andere Meinung hat, geblockt. (Rechte Shitstorms sind damit nicht gemeint, sondern normal vorgetragene andere Meinungen.)
Ich glaube Wrint ist für Holgi nur in zweiter Linie ein kommerzielles Projekt. Er macht hier das, was ihm Spaß macht und wo er selber etwas lernen kann.
Doch ich kann dein Kommentar hier sehr gut nachempfinden.
Wie wäre es, den „Politikunterrichit“ mit Thomas Brandt regelmäßiger aufzunehmen? Der Mann ist immer unterhaltsam, lehrrreich und vor allem sehr geerdert. Ihn vermisse ich hier als regelmäßigen Gast in Wrint.
Ich wundere mich, wie Tobi – offensichtlich privilegierter Arbeitnehmer und politisch offen als grün unterwegs (sic!) – ständig neue Autos und Konsum Konsum Konsum plötzlich die deutsche Automobilindustrie ohne Differenzierung als Staatsfeind betrachtet. Sorry, dass ist so drüber… Das ist genauso NUR SCHWARZ ODER WEISS wie sich unsere woken Linken (zu denen ich mich zähle) gerade selbst zerstören.
@blog@holgi hast Du erst mit dem „neuen“ webbasierten YNAB angefangen, oder hattest Du vorher mal das Desktop-YNAB4 mit dem Dropbox-Sync, und hattest Dir dafür per Einmalzahlung eine Lizenz besorgt? Falls ja, und falls Buckets für Dich eher ein Notnagel ist um aus den laufenden Kosten rauszukommen: das alte YNAB4 funktioniert weiterhin super!
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@holgi@blog gibt ne recht gute Reddit-Community, die das Ding am Leben halten. Ich hab’s u.a. auf die neuen Apple-Silicon-Macbooks portiert bekommen — und wenn man die iOS-App jemals hatte, ist sie such weiterhin unter „gekaufte Apps“ runterladbar.
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@janeckhoff@blog Das klingt leider so, als wäre mehr Aufwand hinter der Sache, als ich haben möchte. Auf MacOS startet die alte App jedenfalls nicht, und die Mobile will, dass man erstmal die lokale einrichtet.
@holgi@blog jau, es gibt vermutlich auch keinen Migrationspfad *zurück* von der webbasierten Variante, d.h. auch da würdest Du wohl oder übel alles neu anlegen müssen.
Der Vollständigkeit halber hier das Tool, mit dem man die YNAB-App auf den neuen Macs lauffähig bekäme ("auf Apple Silicon portiert"): https://gitlab.com/bradleymiller/Y64
Aber ja, es ist dauerhaft ein Spiel gegen den Verfall, und jede Änderung im Ökosystem könnte trotz toller Community dazu führen, dass man's nicht mehr machen kann.
@janeckhoff@holgi@blog Danke für den Link zu dem Git, das schaue ich mir gerne an. Ich experimentiere gerade mit Actual Budget (https://actualbudget.org/). Das kann lokal gehostet werden, was mich als Noob zurzeit ein wenig überfordert, aber auf einer Synology lauffähig bekommen habe. Vom Aufbau erinnert es aber extrem an YNAB 4
David
Ich glaube, man muss hier ein paar Dinge sauber auseinanderhalten.
1. Bestandsauto vs. Neuproduktion
Der „alte Verbrenner“, den die Tochter nicht kaufen soll, existiert ja bereits. Er ist produziert, sein CO₂-Rucksack ist längst angefallen. Ökologisch betrachtet ist ein vorhandenes Auto – selbst als Verbrenner – oft sinnvoller weiterzufahren, als ein zusätzliches neues Fahrzeug produzieren zu lassen. Neue Autos die auf den Markt geworfen werden wirken da grad so, als sei das eine nicht beeinflussbare Konstante.
Gerade bei E-Autos entsteht ein erheblicher Teil der CO₂-Bilanz bei der Herstellung (insbesondere Batterie). Je nach Studie liegen 30–50 % der Lebenszyklus-Emissionen in der Produktion. Diese Emissionen fallen beim Neuwagen sofort an – egal ob er geleast oder gekauft wird. Und zum Thema Recycling: Ja, Batterien werden zunehmend recycelt. Aber:
• Recycling braucht selbst Energie.
• Es ersetzt nur einen Teil des Primärrohstoffbedarfs.
• Es ändert nichts daran, dass bei der Erstproduktion der Batterie erhebliche Emissionen anfallen.
Wenn also ein funktionierender Verbrenner oder ein fünf Jahre alter Enyaq ersetzt wird, wird faktisch ein weiteres Auto „in die Welt gesetzt“. Das ist ökologisch kaum als Fortschritt darstellbar.
2. Lebensdauer statt Leasinglogik
Ein fünf Jahre altes E-Auto mit 100.000 km ist technisch kein Auslaufmodell. Moderne Fahrzeuge sind auf weit höhere Laufleistungen ausgelegt. Wenn man selbst sagt, bei E-Autos gehe „eh nichts kaputt“, spricht das eher für lange Nutzung – nicht für dreijähriges Durchtauschen.
3. Industriepolitik – bitte konsistent
Wenn man der deutschen Autoindustrie vorwirft, sie lasse sich von einer „Fossil-Lobby“ treiben, sollte man im selben Atemzug anerkennen, dass die chinesische E-Auto-Industrie massiv staatlich subventioniert wird – strategisch, industriepolitisch und mit klarer geopolitischer Zielsetzung.
Das eine als problematische Einflussnahme zu kritisieren und das andere als Marktlogik zu normalisieren, wirkt zumindest inkonsequent.
4. Transport und Lieferkette
Ein in China produziertes Fahrzeug kommt nicht emissionsfrei nach Europa. Produktion mit chinesischem Strommix (noch stark kohlelastig) plus interkontinentaler Transport per Schiff und Weitertransport schlagen ebenfalls zu Buche. Das macht das Auto nicht automatisch „schlecht“, relativiert aber das moralische Überlegenheitsnarrativ.
5. Menschenrechte und Konsum
Wenn man gleichzeitig die chinesische Regierung wegen Inhaftierung von Oppositionellen kritisiert, aber ein Produkt eines staatsnahen Konzerns als bewusste Kaufentscheidung trifft, darf man zumindest die Frage nach der Konsistenz stellen.
Ihr schwärmt im selben Gespräch von der Bretagne: gutes Essen, andere Alltagskultur – und davon, dass dort überwiegend kleine Autos unterwegs sind. Genau das ist ja interessant: Dort scheint Mobilität stärker funktional gedacht zu werden, weniger als Statusfrage.
Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, gehört auch dazu, den Zusammenhang zwischen Fahrzeuggröße, Leistung und tatsächlichem Bedarf zu reflektieren. Ein 600-PS-SUV – egal ob elektrisch oder fossil – ist kein Ausdruck von Ressourcenschonung.
Interessant ist dabei: Die viel zitierte „Reichweitenangst“ wird oft als Argument gegen kleinere Fahrzeuge oder gegen längere Nutzung bestehender Autos angeführt. Gleichzeitig wird aber durch häufiges Neuleasing genau die Konsumlogik befördert, die hohe Produktionsemissionen verursacht.
Am Ende kann natürlich jeder fahren, was er möchte. Aber ökologisch ist in der Regel das nachhaltigste Auto das, das bereits gebaut wurde und möglichst lange genutzt wird. Und politisch überzeugend wird eine Haltung erst, wenn sie unabhängig vom Herkunftsland konsistent bleibt.
Ich komm auch nicht mehr darauf klar, auf welchem Spektrum Toby mittlerweile unterwegs ist. Lebt wie der größte Boomer und versucht sein eigenes Gewissen mit Pseudo-Greenwashing zu beruhigen? Die Aussagen und Handlungen stehen in so krassem Gegensatz zu seiner angeblichen (politischen) Haltung.
Früher habe ich den Realitätsabgleich wegen Toby gehört und fand Holgi manchmal etwas anstrengend. Mittlerweile hat sich das vollständig gewandelt und ich finde Holgi ist die Stimme der Vernunft, Reflexion und vor allem Realität…Hätte mir das jemand früher mal erzählt, ich hätte laut gelacht.
Zu 1. ein Hinweis auf die Studie „Neukauf eines Elektro-Pkw oder Weiternutzung des alten Verbrenners?“ des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH aus 2025. Dort heißt es im Fazit:
„Viele Fahrzeugbesitzer*innen stellen sich jedoch die Frage, ob sie die Anschaffung eines
Elektroautos aus ökologischen Gründen dann nicht sogar vorziehen sollen oder ob es umge-
kehrt nicht besser ist, den alten Verbrenner weiterzufahren, um die Herstellungsemissionen
von Elektroautos zu vermeiden. Auch wenn die Bilanz je nach gezogener Bilanzgrenze und
individuellem Nutzungsmuster leicht unterschiedlich ausfällt, der Umstieg auf den neuen
Elektro-Pkw ist aus Klimasicht fast immer sinnvoller als den alten Verbrenner weiterzu-
fahren.“
Was das Bucket-Budget-Problem angeht: Falls es sich um ein strukturiertes Textformat handelt, würde ich nach einer Beispieldatei suchen, die zeigt, in welcher Form dir Buckets-App einen Import erwartet. Dann würde ich die zusammen mit deinem Export einem LLM wie Claude unter die Nase reiben und bitten, die Daten aus Datei B gemäss dem Beispiel von Datei A umzuformen. Kann funktionieren – muss aber nicht.
Ach, ein Nachtrag: Vielleicht möchtest du aus Datenschutzgründen nicht dein ganzes Budget bei Claude reinstellen. Dann kannst du eine anonymisierte Kurzvariante nehmen und Claude auftragen, er solle dir Regex-Anweisungen geben, um deine Datei lokal umzuschreiben. Dabei kann dir der Informatiker-Doktor sicher helfen.
Das ist mein erster Kommentar zum Realitätsabgleich und ich muss gestehen, dass ich bisher fast alle gehört habe und mich jedesmal auf die nächste Folge freue.
Bei dieser Folge ist meine Realität von Tobys aber komplett auseinander gedriftet.
Ich (mit elektrotechnischem Hintergrund) beschäftige mich auch mit der Elektromobilität und wir haben eines unserer beiden Autos durch eine E-Auto ausgewechselt (auf dem Land ist man als Familie leider zwingend auf 2 Autos angewiesen. Zum Glück haben wir eine Photovoltaik auf dem Haus). Ich habe mich aber dann doch gefragt, in welcher Realität Toby unterwegs sein mag, um ein Skoda Enyaq mit 100.000km als „nichts mehr wert“ zu bezeichnen. Ich würde mir wünschen, ich hätte die 20.000€, die so ein Fahrzeug aktuell auf dem Gebrauchtwagenmarkt wert ist, übrig um ein solches zu kaufen.
Ich freue mich für das Kind, wenn man so ein Fahrzeug geschenkt bekommt, hilft diesem aber auf lange Sicht sicherlich nicht, seine Lebensfinanzierung auf eigene Füße zu stellen. Seinerzeit durfte ich zu meinem 18ten Geburtstag den Familiengolf für 5000€ meinem Vater abkaufen und auch so etwas prägt im Leben.
Es soll nicht neidisch klingen und ich gönne dir @Toby auch deinen Verdienst bei Adobe total, nicht dass es falsch rüber kommt. Aber in meiner Realität sind die Probleme die, dass hier im Landkreis gerade vom Kreistag beschlossen wurde, dass Grundschüler ihre Busfahrkarte mit monatlich rund 40€ selber zu zahlen haben. Sind bei 2 Kindern im Jahr 1000€, die man als Familie stemmen muss (Bus ist alternativlos, Schule im Ort wurde geschlossen). Da kommt es, auch wenn es mit Sicherheit nicht so gemeint war, für den Zuhörer doch etwas snobby rüber, wenn man ein Fahrzeug mit solch einem Wert als wertlos bezeichnet.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich euch viele Stunden hören durfte und möchte euch beiden dafür nochmal herzlich Danke sagen:
Herzlichen Dank 🙂
@Holger: Es ist faszinierend zu hören, wie sich ein Mensch im Laufe der Jahre durch Interaktion mit anderen wandelt und davon profitieren kann. Gefällt mir sehr gut 🙂
Die meiste Kritik hier wurde schon geäußert. Ich finde es aber gut, im Sinne eines Realitätsabgleichs, dass diese in einem höflichen Ton gehalten hier auch kommentiert werden kann.
Dass Tobi in einer gewissen Privilegiertheit lebt, ist allen bekannt. Es wäre jedoch schön, wenn das nicht in jedem Podcast so offensiv präsentiert wird.
Eigentlich triggert es mich kaum. Ich lebe relativ bedürfnislos und kann mir meine Miete ohne weiteres leisten, etc. Doch andererseits wäre ein so konsumintensives Leben für mich auch überhaupt nicht möglich.
Du könntest doch mal eine No-Buy-Challenge versuchen, Tobi? Das in Wrint zu begleiten wäre auch interessant.
Ein chinesisches Auto zu kaufen (bzw. zu leasen) halte ich ebenso, wie andere hier, für verkehrt. Auf der einen Seite versuchen wir (Europa), Abhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig geraten unsere Säulen unter Druck, bei denen wir bisher noch Autonomie hatten.
Gegenwärtig unsere bestehende, träge Autoindustrie. Diese kann man und sollte man aber versuchen zu lenken, indem man das beste Angebot von hier wählt. (Den Blick aber auf alle europäischen Fabrikate geweitet)
Die alte Industrie als Feind zu framen ist dann doch schon etwas hanebüchen .. bzw. führt deren Boykott und Ablehnung zu was eigentlich am Ende?
Dass alte Verbrenner am klimaeffizientesten sind, da diese nicht immer wieder neu produziert werden müssen, wurde hier schon mehrfach genannt.
Holgers Suche nach einer neuen Budget Software kam mir wie gerufen, da ich auch zum Ende des Jahres gekündigt habe, weil mir der Preis zu viel wurde.
Leider scheint Bucket, keine Web App oder iOS App zu haben. Damit scheidet sie leider für mich aus, Da ich die Software auf meinem iPad nutzen möchte
Hat vielleicht jemand noch andere Tipps als Alternative?
Ich habe noch lamonee gefunden, Scheint von einem deutschen Entwickler zu sein. klingt erst mal gut vielleicht willst du das ja mal testen, Holger und darüber berichten bevor mein Abo bei YNAB endet 😁
Wollte gerade Lamonee erwähnen.
Ich kam tatsächlich durch Holgi damals, lang ists her 😉 auf das YNAB für das man einfach eine Lizenz kaufen konnte und gut war’s – und wirklich gut war’s! Endlich bekam ich meine Finanzen in den Griff, echt danke Holgi nochmals für DEN Tipp 😉
Aber ich bin nie zur Aboversion von YNAB gewechselt, das war mir einfach zu teuer.
Irgendwann ging YNAB aber leider nicht mehr bei mir, keine Ahnung warum, erst synchronisierte sich nichts mehr in die Handyandwendung und später ging es auch auf dem PC nicht mehr auf.
Also musste was Neues her.
Lamonee hat mir einfach vom Konzept am meisten zugesagt. Man zahlt zwar auch jährlich etwas, aber absolut human und man hat die Wahl nach eigenen Möglichkeiten die Höhe der Gebühr zu bestimmen, und es ist kein Abo, man entscheidet sich jedes Jahr neu dazu!
Ob man Daten importieren kann, weiss ich ehrlich gesagt nicht, bei sowas stell ich mich meist so deppert an, das ich mich lieber hingesetzt hab und es an einem Nachmittag mal selbst eingepflegt habe.
Ich bin weder verbandelt, noch kriege ich Provision, ich kenne den Herrn auch nicht persönlich, ich finds nur echt gut was er macht, darum mach ich hier mal Werbung 😉
Klar, es ist ein Mensch und wenn er es mal nicht mehr macht – dann ist das Programm vermutlich dahin, aber He, wo hat man heute noch irgendeine Sicherheit das etwas ewig weiterläuft.
Ich glaube, ich bin da durch diese Folge auf eine sehr gute YNAB-Alternative gestoßen. Meine YNAB4-Datei reicht bis 2012 zurück, als das damals durch die Podcasts ging. nYNAB war für mich nie interessant wegen fehlendem Import deutscher Banken, fremden Servern und dem Preis. YNAB4 daher immer mitgezogen, auch die 64-Bit-Konvertierung gemacht (pipieinfach, Holgi, das ist wirlich nicht das Problem, eher dass die nYNAB-Daten nicht so einfach zurück auf YNAB4 kommen dürften).
Hatte ab und zu verschiedene Projekte im Auge, die YNAB4 ersetzen wollten, aber da ist einiges auch wieder eingeschlafen. Dazu auch die Sorge, dass es sicher tausend neue kleine Probleme und Änderungen geben würde, lange ungefixte Bugs etc. Und da YNAB4 noch weiter läuft… klar, iOS-App und Drobpox-Sync sind irgendwann gestorben, aber der Import per MoneyMoney funktioniert bis heute… ich hatte jedenfalls keinen Wechseldruck.
Jetzt erzählte Holgi von dem vielversprechenden Buckets, aber gleichzeitig auch von Problemen und davon, dass das wohl nur lokal läuft… gut, wie meine funktionierende YNAB4-Lösung derzeit, warum sollte ich dann umsteigen?
Hab dann aber mal die KI gefragt, ob es zwischenzeitlich nicht doch noch was besseres gibt… und die hat ActualBudget erwähnt, https://actualbudget.org/ . Hat sich erstmal gut angehört. Aber was kann schon die KI… Hoffnungen machen und enttäuschen, das kann sie.
Hab‘ ich mir dann dennoch mal näher angesehen. Tatsächlich. Habe mich jetzt nicht in die Entwicklungsgeschichte eingelesen, wirkt aber sehr deutlich so, als ob es von (fähigen!) von zufriedenen YNAB4- / unzufriedenen nYNAB-Usern entwickelt wurde und wird. Scheint eine große, aktive Community zu sein.
Budgetsystem genau wie YNAB4, mit den Kategorien, dem Budgetieren, dem Zuordnen von Einkommen und Ausgaben etc. Alles da. Wie kopiert, was es eben wohl auch ist. (Irgendwo gibt es auch einen Button, mit dem man statt den „Envelopes“ (Buckets) auch auf reines „expense tracking“ umschalten kann – aber ich will ja YNAB, das auch mir geholfen hat, die Kontrolle über meine Finanzen zu übernehmen.)
Es ist also… das gute, alte YNAB4 – nur wohl sogar besser! Mit frei definierbaren verschiedenen Kategorien auch für Einkommen zbspw. (Gehalt / Privatentnahmen / Honorare / gefunden / Steuererstattungen / Sonstiges / Dividenden / Kursgewinne… was auch immer einem sinnvoll erscheint).
Und (vermutlich, heute ist mein erster Tag damit) auch besserer Automatisierung (Regeln zur automatischen Kategorisierung), und wenn man möchte, auch Forecasting (was der reinen YNAB-Lehre ja glaube ich etwas widerspricht, mir aber öfter mal ein bisschen gefehlt hat – ist aber alles optional, wer Purist ist, macht das halt nicht). Und ziemlich sicher auch besserer Payee-Verwaltung (meines Erachtens echter Schwachpunkt von YNAB4).
Der „Hauptbildschirm“ – hallo YNAB4. Fast exakt gleicher Aufbau, nur übersichtlicher scheint es mir auch zu sein – zwar noch etwas ungewohnt, aber auch modernere Optik (wobei sich YNAB4 gut gehalten hat, finde ich). Etwas andere Reports, aber so wie ich das sehe viel umfangreicher, wenn man will. Die Kontenverwaltung – kommt einem sehr bekannt vor. Matchen von Bankimportierten Transaktionen zu im Budget bereits eingetragenen? So automatisch wie in YNAB. Datum stimmt nicht genau genug überein (YNAB4: „Match Transactions“)? Klar. Gibt nen Menüpunkt, oder beide Transaktionen markieren und „G“ drücken. Reconciliation? Aber klar. Da war (ist) die YNAB4-Optik meines Erachtens etwas schöner – aber die Funktion ist exakt dieselbe.
Beeindruckend. Insbesondere, wenn man sein bisheriges Budget importiert, in meinem Fall YNAB4, was anderes hatte ich ja nicht. Das klappte Holgi, übrigens ganz problemlos. Wie gesagt 14 Jahre bei mir, und sofort alles da – jede Transaktion, jedes Budget jedes Monats, jeder gespeicherte Payee… nicht ein Konflikt oder so… versteckte Kategorien wurden wieder sichtbar, aber waren mit zwei Mausklicks wieder versteckt…
Wer es mit einer YNAB4-Datei probieren möchte: ich habe es gemacht, wie es einem die Software sagt: die [Budgetname].ynab4-Datei einfach gezippt, und in ActualBudget geworfen – es dauerte ein paar Sekunden, und alles (alles!) war da.
Kontoimport geht natürlich auch. Scheint auch „direkt“ per PSD2-Zugriff auf Konten zu gehen, über kostenpflichtige Drittanbieter. Da sind dann aber Computer von fremden Leuten involviert, über die meine Finanzdaten laufen. Muss nicht sein, wenn es nicht sein muss.
Habe es daher auch mit MoneyMoney probiert – es sind wenige Klicks mehr als bei YNAB4. Für das gibt es ja in MoneyMoney direkt einen Export im Kontextmenü eines Kontos , und dann öffnet sich in YNAB4 das Importfenster. Hier muss man halt z. B. mit zwei Klicks in eine OFX-Datei exportieren, und dann in ActualBudget mit zwei weiteren Klicks einen Import anstoßen. Wenn man das täglich macht, fallen die drei (OK, vielleicht sind es auch fünf zum Überschreiben der alten Datei) Klicks mehr pro Konto vielleicht auf, aber bei ein bis zweimal im Monat ist es nur ein geringer Komfortverlust.
Und wer weiß, mit den Scripting-Funktionen von MoneyMoney und der wohl existierenden API von ActualBudget geht da vielleicht auch noch was (habe mich heute am vibecoden versucht, kam aber nicht wirklich weiter – kenne mich aber mit AppleScript, LUA etc. auch Null aus.).
Was noch? Ah, ja, nicht ganz unwichtig: ist open source, komplett kostenlos.
Warum jetzt genau „flexibel“? Nun… wer will, kann auch andere Devices nutzen und syncen. Ist nämlich nicht nur eine Standalone-App, sondern bringt nen Server mit. Ist schon out of the box lokal auch per Browser aufrufbar. Sieht dann genau gleich aus wie in der „nativen“ App, hat halt nur kein Symbol im Dock.
Und da es eine „progressive web app“ ist, kann man sie nach „Zum Homebildschirm hinzufügen“ auch auf Mobilgeräten fast so nutzen, als wäre es eine echte App aus dem Store. Wobei… dazu muss natürlich der Rechner laufen, und von extern muss man natürlich auf diesen zugreifen können, VPN oder so. Oder halt doch nicht unbedingt, denn einmal geöffnet scheint da etwas auf dem Mobilgerät zwischengespeichert zu werden, und auch ohne Verbindung zum Server kann man Änderungen vornehmen. Nur den Sync muss man dann halt wieder triggern, wenn der „Hauptrechner“ läuft und erreichbar ist.
(Hier flunkere ich jetzt gerade ein wenig dazu, wie einfach es war, „die App“ auf dem Mobiltelefon zu öffnen. Ich hatte Probleme beim Zugriff vom iPhone auf den in der Mac-App enthaltenen Server, und musste hier ein ganz klein wenig fummeln. ActualBudget möchte gerne nur über HTTPS reden, was ja auch sehr vernünftig erscheint – man kann sich deshalb ein Zertifikat erstellen und einbinden, dann soll das gehen. Aber ich wollte vor allem sehen, wie die Mobilversion sich schlägt, und mir jetzt nicht auch noch ein Zertifikat erstellen, mir wieder irgendwelche Keys speichern und was weiß ich, nur um festzustellen, dass die Mobilversion nach Lulu riecht. Man kann sie aber mit ein paar Klicks (à la „Erweitert – Achtung, gefährlich, das solltest du nicht tun, willst du das wirklich tun? OK auf deine Gefahr!“ oder so, wissenschon) überreden, auch ohne Verschlüsselung eine Verbindung aufzubauen – im Heimnetz zum Testen vermutlich tolerabel. PWA hat so aber nicht funktioniert. Vielleicht auch besser so, denn dann würde ich vermutlich nie durch den Reifen springen mit dem Zertifikat…)
Ergebnis: nix Lulu, sieht gut aus! Man kann auf dem Mobilgerät natürlich direkt Ausgaben eingeben, wie es bei YNAB4 früher auch war. ABER: hier kann man jetzt mobil auch ALLES machen, auch das Budget ändern (ging glaube ich damals auf iPads, nicht aber auf iPhones). Es ist halt eine mobil etwas anders dargestellte Variante der vollen „App“ (die ja letztendlich wohl nur eine moderne Weboberfläche ist). Wahrscheinlich kann man auch Kontodaten importieren, wenn man ne OFX- (oder CSV- oder CAMT oder QFX- oder was-weiß-ich-) Datei hat, etwa aus dem Onlinebanking.
Man kann den Server aber auch ohne „den Client“ getrennt installieren (Zugriff dann eben nicht per nativer App, sondern nur per Browser, ist ja eh das Gleiche). Auf dem eigenen Rechner natürlich, oder irgendwo gehostet (die haben wohl eine Kooperation mit einem günstigen Hostingservice, wo man wohl so auf 3 € im Monat kommt, und sie werden von dem Service, der seine Server wohl zum Teil bei Hetzner stehen hat, gesponsert). Aber man kann auch überall sonst hosten, leider aber nicht mit reinem PHP-Webhosting, etwas mehr (node.js) muss vorhanden sein oder so, fragt mich nicht. Dokumentation sagt auch irgendwas von „Google Always Free Tier“ oder so, gibt also wohl auch Möglichkeiten, das kostenlos im Internet zu hosten. Wer das unvernünftigerweise tun will. Oder Gmail nutzt – dann weiß Google wahrscheinlich eh schon bestens Bescheid, dann ist es auch egal.
Ansonsten gibts für den Server auch ein Docker-Image und wohl weitere Möglichkeiten, bis zum selbst compilen. Ja klar, das führt jetzt schon wieder ein bisschen weit (auch für mich noch, das mit Docker habe ich zwar hinbekommen, aber keine Ahnung, was ich da genau getan habe), aber das geht wohl z. B. auch auf einem Synology NAS (oder einem Raspberry Pi – vielleicht wird das zu einem Projekt für mich).
Aber wie gesagt, de janze Driss braucht’s gar nicht, wenn man es nur lokal nutzen will. Da reicht die App. Und dann könnte man ja später noch immer zusätzlich nen Server installieren und das Budget mit wenigen Klicks umziehen. (Das meinte ich mit „flexibel“.)
Multi-User? Ja, klar, soll auch gehen. Irgendwas mit OpenID-Provider oder so. Braucht’s aber in ner kleinen Familie wohl gar nicht unbedingt. Denn: man kann natürlich mehrere Budget-Dateien anlegen und wechseln – wie in YNAB. Partnerin 1 hat ihre Datei, Partner 2 seine eigene. Wenn man sich vertraut also auch ohne großen Sicherheitsaufwand mehrpersonenfähig, einfach das andere Budget laden/öffnen.
Wer das bis hier gelesen hat, und nicht gemerkt hat, dass ich begeistert bin, muss zur Strafe nochmal von vorne anfangen. Ne, ehrlich sorry für diese Wall of Text. Aber da ich über Podcasts (WRINT war es aber damals nicht) von YNAB erfahren habe, und das mein Leben wirklich verbessert hat, und ich selbst ernüchtert über das Ende von YNAB4 und die jahrelang fehlenden Alternativen war, hoffe ich, hiermit auch anderen etwas helfen und zum Test dieser Alternative ermutigen zu können. Damit sich mein Ausprobier-Sonntagnachmittag heute noch etwas mehr gelohnt hat, vielleicht…
Ich kann also nur raten, es selbst mal zu probieren, insbesondere mit bestehendem YNAB4-Budget. App laden, installieren, starten, importieren und staunen. Ich hoffe, mit nYNAB klappt es ebenso gut, probieren geht über studieren. Wer von nYNAB weg geht, macht gleich auch noch was für seine digital indipendence.
Danke jedenfalls für den Anstoß, mal wieder zu schauen, ob es würdige YNAB4-Nachfolger gibt. Ich glaube, ich habe meinen gefunden (wir sprechen dann in zwei Monaten oder so nochmal, ob meine Begeisterung angehalten hat…)
Far tl;dr: ActualBudget scheint ein modernes und besseres, aktiv entwickeltes Open-Source-YNAB4 zu sein, mit mehr und besseren Funktionen als das Original und fast keinen Ein-/Umstiegshürden. Von rein lokaler Datenhaltung auf einem Rechner (einfach, runterladen, starten, läuft) über günstiges Cloud-Hosting-Abo (wohl auch nicht schwierig) bis zum self-hosted-Docker-Container in der Cloud oder auf RasPi und Konsorten (Vorkenntnisse oder Lust und Zeit nötig).
Hallo Christian, https://actualbudget.org/ ist wie YNAB nur ohne Schnickschnack.
Es kann für ein paar Euros auch bei PikaPods im Jahr gehostet werden, falls man das nicht selbst aufsetzen möchte. (einfach auf der actualbudget Startseite auf „Set up on pikapods in 2 minutes“ drücken). Die ersten 4-5 Wochen sind sogar gratis. Ich nutze das seit ca. einem Jahr nach YNAB und ich vermisse nichts.
Banksynchronisation geht auch. Das war mir wichtig.
Probiere es mal aus. YNAB Import ging soweit ich weiß auch.
Danke auch an @holgi für den Tipp vor 10 Jahren. Seit dem geht es bergauf mit den Finanzen. 🙂
Zu den Autos:
Ich warne immer vor der Pauschalisierung bei den Elektroautos. Die schlechte Ladeleistung bei der ZOE ist korrekt aber halt uralt. Die hier angesprochene Version ist zwar die neueste – aber bereits damals eins der am langsamsten ladenden Autos am Markt gewesen. Der Enyaq lädt übrigens nicht ein bisschen schneller sondern mehr als doppelt so schnell.
Was den Ankaufpreis beim Händler angeht: Entweder das Autos ist schon ziemlich hinüber oder der Händler zieht dich über den Tisch. Die ZOE sind gebraucht zwar eher wenig beliebt, aber geschenkt gibt es die nun nicht.
Was den „alten“ Enyaq angeht: Das Auto wird noch gebaut! Klar hatte Facelifts, lädt ein bisschen schneller aber nicht viel. Das Auto ist noch immer relativ aktuell.
Kaufen vs. Leasing:
Da bin ich weitgehend bei Holgi. Im Normalfall hat er da absolut Recht. Es ist ein Preisaufschlag weil der Hersteller das Restwertrisiko trägt. Ansonsten hat man fast nur Nachteile. Man muss jede Beule bezahlen und ich habe keine Flexibilität beim Fahrzeugwechsel. Mal eben das Auto ein bisschen später wechseln weil man auf ein neues Modell wartet ist nicht drin. Noch dazu ist Leasing meist nur für die Musterkunden günstig. Wer 10.000km im Jahr fährt, bekommt oft sehr attraktive Angebote. Fährt man mehr, wird es teuer.
Chinesische Autos würde ich generell nicht nehmen. Wenn es sein muss, aber nur leasen. Da kommen jede Menge Hersteller mit wenig Engagement nach Europa. Bieten die Autos eher schlecht organisiert an. Kaum Händler, kaum Verpflichtungen. Es ist wahrscheinlich, dass der ein oder andere wenig erfolgreiche Anbieter sich spontan wieder vom Markt verabschiedet. Dann hat man ein nahezu unverkäufliches Auto. Denn wer will einen jungen Gebrauchen der keinen Support mehr vom Hersteller bekommt und man sich Ersatzteile aus China bestellen muss. Das geht dann nur zu Schleuderpreisen.
@holgi zu deinem Buckets Migration Problem ein kleiner gedanke so aus der Programmierer Perspektive ohne beide Apps wirklich zu kennen. Oft Mals haben solche Migrationstools Probleme mit Sonderzeichen also Umlaute. Du könntest probieren bevor du deine Daten Exportierst sicherzustellen das du in deinen Budget Namen keine Sonderzeichen hast. Evtl hilft das
Gruß Philipp
Grundsätzlich bin ich beim Thema Kauf vs. Leasing auch voll bei Kaufen und dann 10+x Jahre betreiben. Oder, wie es ein Kollege mal ausdrückte: „Wäre Leasing für den Kunden vorteilhaft, würden es die Unternehmen nicht anbieten.“ In letzte Zeit und vor allem bei den E-Fahrzeugen bin ich aber dabei etwas zum Umdenken gekommen. Die technische Entwicklung ist im Moment noch deutlich sprübar und da ist ggf. das Halten eines Fahrzeuges über 10 Jahre aus technologischer SIcht doch riskant. Zudem schreckt mich tatsächlich die zunehmende Unart der Softwaresteuerung und der online-Updates ab. Wie will ich denn beim Kauf ausschließen, dass mir nicht in 5 Jahren irgendwelche Funktionen aus dem Auto rausprogrmmiert werden. Und selbst wenn ich das beim Kauf in den Vertragsunterlagen nicht sehe, ein online-Updaten mit „Bestätigen Sie hier bitte kurz unsere neuen AGB.“ und der Hersteller hat gewonnen. Das Leasing ist offensichtlich die bevorzugte Vertriebsmethode, weil es wie Holgi meinte die Kunden bindet und damit einen planbaren und konstanten Cashflow ermöglicht. Das kann man mMn auch an der Preisgestaltung absehen.Ich habe über die Firma auch einen Eyaq mit Listenpreis 60.000 EUR und wir zahlen ca. 600 EUR monatlich. In 3 Jahren hat Skoda/VW also 21.600 EUR Einnahmen und damit noch rd. 40.000 EUR offen für ein gebrauchtes E-Fahrzeug mkt vorraussichtlich 100.000 km auf der Uhr. Auf welchem Gerbauchtwagenmarkt will Skoda denn diese Differenz reinholen? Wie auch Tobi sagte, mehr als 20.000 ist die Karre dann nicht mehr wert. Damit muss ich als Käufer doch davon ausgehen, dass da 20.000 EUR Aufschlag drauf sind um die Käufer zu bestrafen und verglichen mit Preisen „von früher“ darf so ein Auto auch nicht mehr als 40.000 Kosten.
Diese Argumente höre ich oft. Stehen in genug Zeitungen. Werden überall wiederholt. Nur besonders „wahr“ sind sie nicht. Kein Vorwurf an dich – ich habe das anfangs auch geglaubt.
– „Der Wertverlust ist so hoch“. Da dachte ich mir, schau ich nach einem billigen gebrauchten Elektroauto. Seltsamerweise existieren die so kaum. Die enormen Wertverluste betreffen die ganz frühen Elektroautos und ansonsten einzelne Modelle. VW id.3 und Porsche Taycan beispielsweise. Ersterer ist gebraucht viel billiger als gleichwertige Modelle. VW hat den massiv ins Leasing gedrückt und der Gebrauchtkunde will den nicht. Und Porsche Taycan: Luxuslimousinen haben immer einen enormen Wertverlust, da es keine Zielgruppe gibt die sehr viel Geld für ein gebrauchtes Alltagsauto ausgibt. Und hier ist es den Kunden wirklich wichtig „das beste“ zu bekommen. Da veraltet ein Auto schnell. Woanders nicht.
– Differenz beim Leasing: Deine Rechnung beinhaltet ein paar Probleme. Du vermischst Privat mit Gewerbekonditionen. Und du rechnest mit dem Listenpreis. Ich rechne dir mal Privatkonditionen:
Da bekommst du online Angebote um 700€ Monat und du darfst nach 3 Jahren und 90tkm zurückgeben. Macht 25.200€.
Wenn ich einen Enyaq kaufe muss ich natürlich keinen Listenpreis zahlen. Bekomme aktuell 19% und lande bei 48.600€. Ich lande also bei 23.400€ die ich als Restwert überschreiten muss, um mit dem Kauf billiger zu fahren. Wenn ich schaue bekommst du gebrauchte Enyaq in der Leistungsklasse gerade um 25-28k€.
In diesem Fall: Ist ziemlich egal. Der Händerankaufspreis ist vermutlich etwas unterhalb des errechneten Restwerts. Verkaufst du privat, bist du ein paar Euro im Plus.
Du siehst… so eindeutig ist das nicht. Gibt manchmal sehr gute Leasingangebote und oft auch sehr schlechte. Mein Auto habe ich gerade mit Rabatten für 30k€ gekauft. Die Händlerin wollte mir ein Leasing über 4 Jahre für insgesamt 26k€ verkaufen.
Und was Updates etc angeht. Solang man nicht Tesla nimmt, sehe ich da nur ein geringes Risiko. Wenn ich kaufe, muss ich das Auto auch nicht bis in alle Ewigkeit fahren. Steht mir doch frei es zu einem für mich sinnvollen Zeitpunkt zu veräußern.
Zum Thema Schau-Pang und die Aussprache des Namens:
Kurz nach dem Hören der Folge habe ich auf Spotify Schau-Pang-Werbung eingespielt bekommen (natürlich deutschsprachig) und dort wurde er auch x-peng ausgesprochen, nicht schau-pang.
Holgi, du solltest dich mal von diesen ewig gestrigen Argumenten gegen die E-Mobilität verabschieden. Heutzutage hat fast jedes Auto eine Reichweite, die der Tochter von Toby ausreichen würde. Worauf man schauen sollte, ist die Fähigkeit schnell zu laden. Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, dann ist i. d. R. die Kapazität meiner Blase das Maß der Dinge. Im letzten Jahr bin ich 2mal Saarland -Barcelona u. z. gefahren und hatte nicht einmal das Problem, dass ich weiterfahren wollte, aber nur wg. Laden pausieren musste.
Zu Tobys Bockbier Erfahrung habe ich folgende Anmerkung:
im Norden Deutschlands werden traditionell Biere mit höherer Hopfenbittere gebraut, was die Leute müde macht. Im Süden hat das untergärige weniger Hopfen und damit bleiben die Trinker munterer.
Tobi mal wieder stark, findet die deutsche Autoindustrie böser als ein Land, dass Minderheiten in KZs steckt.
Manchmal muss man sich schon wundern
Ich wundere mich schon lange nicht mehr, konsumiere die Sendung eigentlich nur noch, weil ich Holgi gerne labern höre, wobei ich die Veränderungen, die ich seit Längerem registiere, als ein gesamtgesellschaftliches Problem interpretieren möchte. Wir driften kontinuierlich auseinander und es schmerzt umso mehr, wenn eine ob ihrer Bildung vermeintlich als reflektiert wahrzunehmende Person derlei Gedankengänge auch noch öffentlich darlegt. Irgendwo fängt es an und das Ende ist bekannt. Scheinbar ist man nicht empfänglich, wenn man souverän auf der Welle reitet …
Och Holgi, ich weiß, ich muss es ja nicht hören, aber warum muss jetzt nach der monatlichen Dosis Rudi Bachmann auch noch Miriam Vollmer in den Podcast kommen?
Das sind wirklich zwei der anstrengendsten Personen, die ich kenne. Bei beiden, habe ich das Gefühl, dass wirklich gar kein Problembewusstsein für die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und andere soziale Problem herrscht. Daneben wird jeder der irgendeine andere Meinung hat, geblockt. (Rechte Shitstorms sind damit nicht gemeint, sondern normal vorgetragene andere Meinungen.)
Ich glaube Wrint ist für Holgi nur in zweiter Linie ein kommerzielles Projekt. Er macht hier das, was ihm Spaß macht und wo er selber etwas lernen kann.
Doch ich kann dein Kommentar hier sehr gut nachempfinden.
Wie wäre es, den „Politikunterrichit“ mit Thomas Brandt regelmäßiger aufzunehmen? Der Mann ist immer unterhaltsam, lehrrreich und vor allem sehr geerdert. Ihn vermisse ich hier als regelmäßigen Gast in Wrint.
Ich wundere mich, wie Tobi – offensichtlich privilegierter Arbeitnehmer und politisch offen als grün unterwegs (sic!) – ständig neue Autos und Konsum Konsum Konsum plötzlich die deutsche Automobilindustrie ohne Differenzierung als Staatsfeind betrachtet. Sorry, dass ist so drüber… Das ist genauso NUR SCHWARZ ODER WEISS wie sich unsere woken Linken (zu denen ich mich zähle) gerade selbst zerstören.
@blog @holgi hast Du erst mit dem „neuen“ webbasierten YNAB angefangen, oder hattest Du vorher mal das Desktop-YNAB4 mit dem Dropbox-Sync, und hattest Dir dafür per Einmalzahlung eine Lizenz besorgt? Falls ja, und falls Buckets für Dich eher ein Notnagel ist um aus den laufenden Kosten rauszukommen: das alte YNAB4 funktioniert weiterhin super!
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@janeckhoff @blog Hmm… ich hatte damals tatsächlich ne Lizenz für 4. Das versuche ich doch mal…
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@holgi @blog gibt ne recht gute Reddit-Community, die das Ding am Leben halten. Ich hab’s u.a. auf die neuen Apple-Silicon-Macbooks portiert bekommen — und wenn man die iOS-App jemals hatte, ist sie such weiterhin unter „gekaufte Apps“ runterladbar.
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@janeckhoff @blog Das klingt leider so, als wäre mehr Aufwand hinter der Sache, als ich haben möchte. Auf MacOS startet die alte App jedenfalls nicht, und die Mobile will, dass man erstmal die lokale einrichtet.
@holgi @blog jau, es gibt vermutlich auch keinen Migrationspfad *zurück* von der webbasierten Variante, d.h. auch da würdest Du wohl oder übel alles neu anlegen müssen.
Der Vollständigkeit halber hier das Tool, mit dem man die YNAB-App auf den neuen Macs lauffähig bekäme ("auf Apple Silicon portiert"): https://gitlab.com/bradleymiller/Y64
Aber ja, es ist dauerhaft ein Spiel gegen den Verfall, und jede Änderung im Ökosystem könnte trotz toller Community dazu führen, dass man's nicht mehr machen kann.
@janeckhoff @holgi @blog Danke für den Link zu dem Git, das schaue ich mir gerne an. Ich experimentiere gerade mit Actual Budget (https://actualbudget.org/). Das kann lokal gehostet werden, was mich als Noob zurzeit ein wenig überfordert, aber auf einer Synology lauffähig bekommen habe. Vom Aufbau erinnert es aber extrem an YNAB 4
Ich glaube, man muss hier ein paar Dinge sauber auseinanderhalten.
1. Bestandsauto vs. Neuproduktion
Der „alte Verbrenner“, den die Tochter nicht kaufen soll, existiert ja bereits. Er ist produziert, sein CO₂-Rucksack ist längst angefallen. Ökologisch betrachtet ist ein vorhandenes Auto – selbst als Verbrenner – oft sinnvoller weiterzufahren, als ein zusätzliches neues Fahrzeug produzieren zu lassen. Neue Autos die auf den Markt geworfen werden wirken da grad so, als sei das eine nicht beeinflussbare Konstante.
Gerade bei E-Autos entsteht ein erheblicher Teil der CO₂-Bilanz bei der Herstellung (insbesondere Batterie). Je nach Studie liegen 30–50 % der Lebenszyklus-Emissionen in der Produktion. Diese Emissionen fallen beim Neuwagen sofort an – egal ob er geleast oder gekauft wird. Und zum Thema Recycling: Ja, Batterien werden zunehmend recycelt. Aber:
• Recycling braucht selbst Energie.
• Es ersetzt nur einen Teil des Primärrohstoffbedarfs.
• Es ändert nichts daran, dass bei der Erstproduktion der Batterie erhebliche Emissionen anfallen.
Wenn also ein funktionierender Verbrenner oder ein fünf Jahre alter Enyaq ersetzt wird, wird faktisch ein weiteres Auto „in die Welt gesetzt“. Das ist ökologisch kaum als Fortschritt darstellbar.
2. Lebensdauer statt Leasinglogik
Ein fünf Jahre altes E-Auto mit 100.000 km ist technisch kein Auslaufmodell. Moderne Fahrzeuge sind auf weit höhere Laufleistungen ausgelegt. Wenn man selbst sagt, bei E-Autos gehe „eh nichts kaputt“, spricht das eher für lange Nutzung – nicht für dreijähriges Durchtauschen.
3. Industriepolitik – bitte konsistent
Wenn man der deutschen Autoindustrie vorwirft, sie lasse sich von einer „Fossil-Lobby“ treiben, sollte man im selben Atemzug anerkennen, dass die chinesische E-Auto-Industrie massiv staatlich subventioniert wird – strategisch, industriepolitisch und mit klarer geopolitischer Zielsetzung.
Das eine als problematische Einflussnahme zu kritisieren und das andere als Marktlogik zu normalisieren, wirkt zumindest inkonsequent.
4. Transport und Lieferkette
Ein in China produziertes Fahrzeug kommt nicht emissionsfrei nach Europa. Produktion mit chinesischem Strommix (noch stark kohlelastig) plus interkontinentaler Transport per Schiff und Weitertransport schlagen ebenfalls zu Buche. Das macht das Auto nicht automatisch „schlecht“, relativiert aber das moralische Überlegenheitsnarrativ.
5. Menschenrechte und Konsum
Wenn man gleichzeitig die chinesische Regierung wegen Inhaftierung von Oppositionellen kritisiert, aber ein Produkt eines staatsnahen Konzerns als bewusste Kaufentscheidung trifft, darf man zumindest die Frage nach der Konsistenz stellen.
Ihr schwärmt im selben Gespräch von der Bretagne: gutes Essen, andere Alltagskultur – und davon, dass dort überwiegend kleine Autos unterwegs sind. Genau das ist ja interessant: Dort scheint Mobilität stärker funktional gedacht zu werden, weniger als Statusfrage.
Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, gehört auch dazu, den Zusammenhang zwischen Fahrzeuggröße, Leistung und tatsächlichem Bedarf zu reflektieren. Ein 600-PS-SUV – egal ob elektrisch oder fossil – ist kein Ausdruck von Ressourcenschonung.
Interessant ist dabei: Die viel zitierte „Reichweitenangst“ wird oft als Argument gegen kleinere Fahrzeuge oder gegen längere Nutzung bestehender Autos angeführt. Gleichzeitig wird aber durch häufiges Neuleasing genau die Konsumlogik befördert, die hohe Produktionsemissionen verursacht.
Am Ende kann natürlich jeder fahren, was er möchte. Aber ökologisch ist in der Regel das nachhaltigste Auto das, das bereits gebaut wurde und möglichst lange genutzt wird. Und politisch überzeugend wird eine Haltung erst, wenn sie unabhängig vom Herkunftsland konsistent bleibt.
Ich komm auch nicht mehr darauf klar, auf welchem Spektrum Toby mittlerweile unterwegs ist. Lebt wie der größte Boomer und versucht sein eigenes Gewissen mit Pseudo-Greenwashing zu beruhigen? Die Aussagen und Handlungen stehen in so krassem Gegensatz zu seiner angeblichen (politischen) Haltung.
Früher habe ich den Realitätsabgleich wegen Toby gehört und fand Holgi manchmal etwas anstrengend. Mittlerweile hat sich das vollständig gewandelt und ich finde Holgi ist die Stimme der Vernunft, Reflexion und vor allem Realität…Hätte mir das jemand früher mal erzählt, ich hätte laut gelacht.
Zu 1. ein Hinweis auf die Studie „Neukauf eines Elektro-Pkw oder Weiternutzung des alten Verbrenners?“ des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH aus 2025. Dort heißt es im Fazit:
„Viele Fahrzeugbesitzer*innen stellen sich jedoch die Frage, ob sie die Anschaffung eines
Elektroautos aus ökologischen Gründen dann nicht sogar vorziehen sollen oder ob es umge-
kehrt nicht besser ist, den alten Verbrenner weiterzufahren, um die Herstellungsemissionen
von Elektroautos zu vermeiden. Auch wenn die Bilanz je nach gezogener Bilanzgrenze und
individuellem Nutzungsmuster leicht unterschiedlich ausfällt, der Umstieg auf den neuen
Elektro-Pkw ist aus Klimasicht fast immer sinnvoller als den alten Verbrenner weiterzu-
fahren.“
Quelle: https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/ifeu_paper/ifeu_paper_02-2023_-_Umstieg_auf_Elektro-Pkw_rev03-2025.pdf
Was das Bucket-Budget-Problem angeht: Falls es sich um ein strukturiertes Textformat handelt, würde ich nach einer Beispieldatei suchen, die zeigt, in welcher Form dir Buckets-App einen Import erwartet. Dann würde ich die zusammen mit deinem Export einem LLM wie Claude unter die Nase reiben und bitten, die Daten aus Datei B gemäss dem Beispiel von Datei A umzuformen. Kann funktionieren – muss aber nicht.
Ach, ein Nachtrag: Vielleicht möchtest du aus Datenschutzgründen nicht dein ganzes Budget bei Claude reinstellen. Dann kannst du eine anonymisierte Kurzvariante nehmen und Claude auftragen, er solle dir Regex-Anweisungen geben, um deine Datei lokal umzuschreiben. Dabei kann dir der Informatiker-Doktor sicher helfen.
Wobei das alles schon so klingt als sei es leichter und schneller, einfach die 2h ins manuelle übertragen zu investieren…
Ich fürchte, das stimmt 😆
Es scheint dafür bereits eine Lösung zu geben, die kann ich aber mangels Software nicht selber testen: https://www.reddit.com/r/budgetwithbuckets/comments/qlvh5v/want_to_try_importing_from_nnyab/
Das ist mein erster Kommentar zum Realitätsabgleich und ich muss gestehen, dass ich bisher fast alle gehört habe und mich jedesmal auf die nächste Folge freue.
Bei dieser Folge ist meine Realität von Tobys aber komplett auseinander gedriftet.
Ich (mit elektrotechnischem Hintergrund) beschäftige mich auch mit der Elektromobilität und wir haben eines unserer beiden Autos durch eine E-Auto ausgewechselt (auf dem Land ist man als Familie leider zwingend auf 2 Autos angewiesen. Zum Glück haben wir eine Photovoltaik auf dem Haus). Ich habe mich aber dann doch gefragt, in welcher Realität Toby unterwegs sein mag, um ein Skoda Enyaq mit 100.000km als „nichts mehr wert“ zu bezeichnen. Ich würde mir wünschen, ich hätte die 20.000€, die so ein Fahrzeug aktuell auf dem Gebrauchtwagenmarkt wert ist, übrig um ein solches zu kaufen.
Ich freue mich für das Kind, wenn man so ein Fahrzeug geschenkt bekommt, hilft diesem aber auf lange Sicht sicherlich nicht, seine Lebensfinanzierung auf eigene Füße zu stellen. Seinerzeit durfte ich zu meinem 18ten Geburtstag den Familiengolf für 5000€ meinem Vater abkaufen und auch so etwas prägt im Leben.
Es soll nicht neidisch klingen und ich gönne dir @Toby auch deinen Verdienst bei Adobe total, nicht dass es falsch rüber kommt. Aber in meiner Realität sind die Probleme die, dass hier im Landkreis gerade vom Kreistag beschlossen wurde, dass Grundschüler ihre Busfahrkarte mit monatlich rund 40€ selber zu zahlen haben. Sind bei 2 Kindern im Jahr 1000€, die man als Familie stemmen muss (Bus ist alternativlos, Schule im Ort wurde geschlossen). Da kommt es, auch wenn es mit Sicherheit nicht so gemeint war, für den Zuhörer doch etwas snobby rüber, wenn man ein Fahrzeug mit solch einem Wert als wertlos bezeichnet.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich euch viele Stunden hören durfte und möchte euch beiden dafür nochmal herzlich Danke sagen:
Herzlichen Dank 🙂
@Holger: Es ist faszinierend zu hören, wie sich ein Mensch im Laufe der Jahre durch Interaktion mit anderen wandelt und davon profitieren kann. Gefällt mir sehr gut 🙂
Die meiste Kritik hier wurde schon geäußert. Ich finde es aber gut, im Sinne eines Realitätsabgleichs, dass diese in einem höflichen Ton gehalten hier auch kommentiert werden kann.
Dass Tobi in einer gewissen Privilegiertheit lebt, ist allen bekannt. Es wäre jedoch schön, wenn das nicht in jedem Podcast so offensiv präsentiert wird.
Eigentlich triggert es mich kaum. Ich lebe relativ bedürfnislos und kann mir meine Miete ohne weiteres leisten, etc. Doch andererseits wäre ein so konsumintensives Leben für mich auch überhaupt nicht möglich.
Du könntest doch mal eine No-Buy-Challenge versuchen, Tobi? Das in Wrint zu begleiten wäre auch interessant.
Ein chinesisches Auto zu kaufen (bzw. zu leasen) halte ich ebenso, wie andere hier, für verkehrt. Auf der einen Seite versuchen wir (Europa), Abhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig geraten unsere Säulen unter Druck, bei denen wir bisher noch Autonomie hatten.
Gegenwärtig unsere bestehende, träge Autoindustrie. Diese kann man und sollte man aber versuchen zu lenken, indem man das beste Angebot von hier wählt. (Den Blick aber auf alle europäischen Fabrikate geweitet)
Die alte Industrie als Feind zu framen ist dann doch schon etwas hanebüchen .. bzw. führt deren Boykott und Ablehnung zu was eigentlich am Ende?
Dass alte Verbrenner am klimaeffizientesten sind, da diese nicht immer wieder neu produziert werden müssen, wurde hier schon mehrfach genannt.
Holgers Suche nach einer neuen Budget Software kam mir wie gerufen, da ich auch zum Ende des Jahres gekündigt habe, weil mir der Preis zu viel wurde.
Leider scheint Bucket, keine Web App oder iOS App zu haben. Damit scheidet sie leider für mich aus, Da ich die Software auf meinem iPad nutzen möchte
Hat vielleicht jemand noch andere Tipps als Alternative?
Ich habe noch lamonee gefunden, Scheint von einem deutschen Entwickler zu sein. klingt erst mal gut vielleicht willst du das ja mal testen, Holger und darüber berichten bevor mein Abo bei YNAB endet 😁
Wollte gerade Lamonee erwähnen.
Ich kam tatsächlich durch Holgi damals, lang ists her 😉 auf das YNAB für das man einfach eine Lizenz kaufen konnte und gut war’s – und wirklich gut war’s! Endlich bekam ich meine Finanzen in den Griff, echt danke Holgi nochmals für DEN Tipp 😉
Aber ich bin nie zur Aboversion von YNAB gewechselt, das war mir einfach zu teuer.
Irgendwann ging YNAB aber leider nicht mehr bei mir, keine Ahnung warum, erst synchronisierte sich nichts mehr in die Handyandwendung und später ging es auch auf dem PC nicht mehr auf.
Also musste was Neues her.
Lamonee hat mir einfach vom Konzept am meisten zugesagt. Man zahlt zwar auch jährlich etwas, aber absolut human und man hat die Wahl nach eigenen Möglichkeiten die Höhe der Gebühr zu bestimmen, und es ist kein Abo, man entscheidet sich jedes Jahr neu dazu!
Ob man Daten importieren kann, weiss ich ehrlich gesagt nicht, bei sowas stell ich mich meist so deppert an, das ich mich lieber hingesetzt hab und es an einem Nachmittag mal selbst eingepflegt habe.
Ich bin weder verbandelt, noch kriege ich Provision, ich kenne den Herrn auch nicht persönlich, ich finds nur echt gut was er macht, darum mach ich hier mal Werbung 😉
Klar, es ist ein Mensch und wenn er es mal nicht mehr macht – dann ist das Programm vermutlich dahin, aber He, wo hat man heute noch irgendeine Sicherheit das etwas ewig weiterläuft.
Danke für die Antwort und deine Erfahrungsbericht hat mich bestärkt In meiner Meinung und werde das mal testen
Ich hoffe allerdings sehr, dass es eine Importmöglichkeit gibt. Wäre schade um die Historie der letzten Jahre.
Ich glaube, ich bin da durch diese Folge auf eine sehr gute YNAB-Alternative gestoßen. Meine YNAB4-Datei reicht bis 2012 zurück, als das damals durch die Podcasts ging. nYNAB war für mich nie interessant wegen fehlendem Import deutscher Banken, fremden Servern und dem Preis. YNAB4 daher immer mitgezogen, auch die 64-Bit-Konvertierung gemacht (pipieinfach, Holgi, das ist wirlich nicht das Problem, eher dass die nYNAB-Daten nicht so einfach zurück auf YNAB4 kommen dürften).
Hatte ab und zu verschiedene Projekte im Auge, die YNAB4 ersetzen wollten, aber da ist einiges auch wieder eingeschlafen. Dazu auch die Sorge, dass es sicher tausend neue kleine Probleme und Änderungen geben würde, lange ungefixte Bugs etc. Und da YNAB4 noch weiter läuft… klar, iOS-App und Drobpox-Sync sind irgendwann gestorben, aber der Import per MoneyMoney funktioniert bis heute… ich hatte jedenfalls keinen Wechseldruck.
Jetzt erzählte Holgi von dem vielversprechenden Buckets, aber gleichzeitig auch von Problemen und davon, dass das wohl nur lokal läuft… gut, wie meine funktionierende YNAB4-Lösung derzeit, warum sollte ich dann umsteigen?
Hab dann aber mal die KI gefragt, ob es zwischenzeitlich nicht doch noch was besseres gibt… und die hat ActualBudget erwähnt, https://actualbudget.org/ . Hat sich erstmal gut angehört. Aber was kann schon die KI… Hoffnungen machen und enttäuschen, das kann sie.
Hab‘ ich mir dann dennoch mal näher angesehen. Tatsächlich. Habe mich jetzt nicht in die Entwicklungsgeschichte eingelesen, wirkt aber sehr deutlich so, als ob es von (fähigen!) von zufriedenen YNAB4- / unzufriedenen nYNAB-Usern entwickelt wurde und wird. Scheint eine große, aktive Community zu sein.
Budgetsystem genau wie YNAB4, mit den Kategorien, dem Budgetieren, dem Zuordnen von Einkommen und Ausgaben etc. Alles da. Wie kopiert, was es eben wohl auch ist. (Irgendwo gibt es auch einen Button, mit dem man statt den „Envelopes“ (Buckets) auch auf reines „expense tracking“ umschalten kann – aber ich will ja YNAB, das auch mir geholfen hat, die Kontrolle über meine Finanzen zu übernehmen.)
Es ist also… das gute, alte YNAB4 – nur wohl sogar besser! Mit frei definierbaren verschiedenen Kategorien auch für Einkommen zbspw. (Gehalt / Privatentnahmen / Honorare / gefunden / Steuererstattungen / Sonstiges / Dividenden / Kursgewinne… was auch immer einem sinnvoll erscheint).
Und (vermutlich, heute ist mein erster Tag damit) auch besserer Automatisierung (Regeln zur automatischen Kategorisierung), und wenn man möchte, auch Forecasting (was der reinen YNAB-Lehre ja glaube ich etwas widerspricht, mir aber öfter mal ein bisschen gefehlt hat – ist aber alles optional, wer Purist ist, macht das halt nicht). Und ziemlich sicher auch besserer Payee-Verwaltung (meines Erachtens echter Schwachpunkt von YNAB4).
Der „Hauptbildschirm“ – hallo YNAB4. Fast exakt gleicher Aufbau, nur übersichtlicher scheint es mir auch zu sein – zwar noch etwas ungewohnt, aber auch modernere Optik (wobei sich YNAB4 gut gehalten hat, finde ich). Etwas andere Reports, aber so wie ich das sehe viel umfangreicher, wenn man will. Die Kontenverwaltung – kommt einem sehr bekannt vor. Matchen von Bankimportierten Transaktionen zu im Budget bereits eingetragenen? So automatisch wie in YNAB. Datum stimmt nicht genau genug überein (YNAB4: „Match Transactions“)? Klar. Gibt nen Menüpunkt, oder beide Transaktionen markieren und „G“ drücken. Reconciliation? Aber klar. Da war (ist) die YNAB4-Optik meines Erachtens etwas schöner – aber die Funktion ist exakt dieselbe.
Beeindruckend. Insbesondere, wenn man sein bisheriges Budget importiert, in meinem Fall YNAB4, was anderes hatte ich ja nicht. Das klappte Holgi, übrigens ganz problemlos. Wie gesagt 14 Jahre bei mir, und sofort alles da – jede Transaktion, jedes Budget jedes Monats, jeder gespeicherte Payee… nicht ein Konflikt oder so… versteckte Kategorien wurden wieder sichtbar, aber waren mit zwei Mausklicks wieder versteckt…
Wer es mit einer YNAB4-Datei probieren möchte: ich habe es gemacht, wie es einem die Software sagt: die [Budgetname].ynab4-Datei einfach gezippt, und in ActualBudget geworfen – es dauerte ein paar Sekunden, und alles (alles!) war da.
Kontoimport geht natürlich auch. Scheint auch „direkt“ per PSD2-Zugriff auf Konten zu gehen, über kostenpflichtige Drittanbieter. Da sind dann aber Computer von fremden Leuten involviert, über die meine Finanzdaten laufen. Muss nicht sein, wenn es nicht sein muss.
Habe es daher auch mit MoneyMoney probiert – es sind wenige Klicks mehr als bei YNAB4. Für das gibt es ja in MoneyMoney direkt einen Export im Kontextmenü eines Kontos , und dann öffnet sich in YNAB4 das Importfenster. Hier muss man halt z. B. mit zwei Klicks in eine OFX-Datei exportieren, und dann in ActualBudget mit zwei weiteren Klicks einen Import anstoßen. Wenn man das täglich macht, fallen die drei (OK, vielleicht sind es auch fünf zum Überschreiben der alten Datei) Klicks mehr pro Konto vielleicht auf, aber bei ein bis zweimal im Monat ist es nur ein geringer Komfortverlust.
Und wer weiß, mit den Scripting-Funktionen von MoneyMoney und der wohl existierenden API von ActualBudget geht da vielleicht auch noch was (habe mich heute am vibecoden versucht, kam aber nicht wirklich weiter – kenne mich aber mit AppleScript, LUA etc. auch Null aus.).
Was noch? Ah, ja, nicht ganz unwichtig: ist open source, komplett kostenlos.
Und: flexibel. Eine macOS-App runterladen, starten, Passwort vergeben (und notieren!), importieren, fertig.
Warum jetzt genau „flexibel“? Nun… wer will, kann auch andere Devices nutzen und syncen. Ist nämlich nicht nur eine Standalone-App, sondern bringt nen Server mit. Ist schon out of the box lokal auch per Browser aufrufbar. Sieht dann genau gleich aus wie in der „nativen“ App, hat halt nur kein Symbol im Dock.
Und da es eine „progressive web app“ ist, kann man sie nach „Zum Homebildschirm hinzufügen“ auch auf Mobilgeräten fast so nutzen, als wäre es eine echte App aus dem Store. Wobei… dazu muss natürlich der Rechner laufen, und von extern muss man natürlich auf diesen zugreifen können, VPN oder so. Oder halt doch nicht unbedingt, denn einmal geöffnet scheint da etwas auf dem Mobilgerät zwischengespeichert zu werden, und auch ohne Verbindung zum Server kann man Änderungen vornehmen. Nur den Sync muss man dann halt wieder triggern, wenn der „Hauptrechner“ läuft und erreichbar ist.
(Hier flunkere ich jetzt gerade ein wenig dazu, wie einfach es war, „die App“ auf dem Mobiltelefon zu öffnen. Ich hatte Probleme beim Zugriff vom iPhone auf den in der Mac-App enthaltenen Server, und musste hier ein ganz klein wenig fummeln. ActualBudget möchte gerne nur über HTTPS reden, was ja auch sehr vernünftig erscheint – man kann sich deshalb ein Zertifikat erstellen und einbinden, dann soll das gehen. Aber ich wollte vor allem sehen, wie die Mobilversion sich schlägt, und mir jetzt nicht auch noch ein Zertifikat erstellen, mir wieder irgendwelche Keys speichern und was weiß ich, nur um festzustellen, dass die Mobilversion nach Lulu riecht. Man kann sie aber mit ein paar Klicks (à la „Erweitert – Achtung, gefährlich, das solltest du nicht tun, willst du das wirklich tun? OK auf deine Gefahr!“ oder so, wissenschon) überreden, auch ohne Verschlüsselung eine Verbindung aufzubauen – im Heimnetz zum Testen vermutlich tolerabel. PWA hat so aber nicht funktioniert. Vielleicht auch besser so, denn dann würde ich vermutlich nie durch den Reifen springen mit dem Zertifikat…)
Ergebnis: nix Lulu, sieht gut aus! Man kann auf dem Mobilgerät natürlich direkt Ausgaben eingeben, wie es bei YNAB4 früher auch war. ABER: hier kann man jetzt mobil auch ALLES machen, auch das Budget ändern (ging glaube ich damals auf iPads, nicht aber auf iPhones). Es ist halt eine mobil etwas anders dargestellte Variante der vollen „App“ (die ja letztendlich wohl nur eine moderne Weboberfläche ist). Wahrscheinlich kann man auch Kontodaten importieren, wenn man ne OFX- (oder CSV- oder CAMT oder QFX- oder was-weiß-ich-) Datei hat, etwa aus dem Onlinebanking.
Man kann den Server aber auch ohne „den Client“ getrennt installieren (Zugriff dann eben nicht per nativer App, sondern nur per Browser, ist ja eh das Gleiche). Auf dem eigenen Rechner natürlich, oder irgendwo gehostet (die haben wohl eine Kooperation mit einem günstigen Hostingservice, wo man wohl so auf 3 € im Monat kommt, und sie werden von dem Service, der seine Server wohl zum Teil bei Hetzner stehen hat, gesponsert). Aber man kann auch überall sonst hosten, leider aber nicht mit reinem PHP-Webhosting, etwas mehr (node.js) muss vorhanden sein oder so, fragt mich nicht. Dokumentation sagt auch irgendwas von „Google Always Free Tier“ oder so, gibt also wohl auch Möglichkeiten, das kostenlos im Internet zu hosten. Wer das unvernünftigerweise tun will. Oder Gmail nutzt – dann weiß Google wahrscheinlich eh schon bestens Bescheid, dann ist es auch egal.
Ansonsten gibts für den Server auch ein Docker-Image und wohl weitere Möglichkeiten, bis zum selbst compilen. Ja klar, das führt jetzt schon wieder ein bisschen weit (auch für mich noch, das mit Docker habe ich zwar hinbekommen, aber keine Ahnung, was ich da genau getan habe), aber das geht wohl z. B. auch auf einem Synology NAS (oder einem Raspberry Pi – vielleicht wird das zu einem Projekt für mich).
Aber wie gesagt, de janze Driss braucht’s gar nicht, wenn man es nur lokal nutzen will. Da reicht die App. Und dann könnte man ja später noch immer zusätzlich nen Server installieren und das Budget mit wenigen Klicks umziehen. (Das meinte ich mit „flexibel“.)
Multi-User? Ja, klar, soll auch gehen. Irgendwas mit OpenID-Provider oder so. Braucht’s aber in ner kleinen Familie wohl gar nicht unbedingt. Denn: man kann natürlich mehrere Budget-Dateien anlegen und wechseln – wie in YNAB. Partnerin 1 hat ihre Datei, Partner 2 seine eigene. Wenn man sich vertraut also auch ohne großen Sicherheitsaufwand mehrpersonenfähig, einfach das andere Budget laden/öffnen.
Wer das bis hier gelesen hat, und nicht gemerkt hat, dass ich begeistert bin, muss zur Strafe nochmal von vorne anfangen. Ne, ehrlich sorry für diese Wall of Text. Aber da ich über Podcasts (WRINT war es aber damals nicht) von YNAB erfahren habe, und das mein Leben wirklich verbessert hat, und ich selbst ernüchtert über das Ende von YNAB4 und die jahrelang fehlenden Alternativen war, hoffe ich, hiermit auch anderen etwas helfen und zum Test dieser Alternative ermutigen zu können. Damit sich mein Ausprobier-Sonntagnachmittag heute noch etwas mehr gelohnt hat, vielleicht…
Ich kann also nur raten, es selbst mal zu probieren, insbesondere mit bestehendem YNAB4-Budget. App laden, installieren, starten, importieren und staunen. Ich hoffe, mit nYNAB klappt es ebenso gut, probieren geht über studieren. Wer von nYNAB weg geht, macht gleich auch noch was für seine digital indipendence.
Danke jedenfalls für den Anstoß, mal wieder zu schauen, ob es würdige YNAB4-Nachfolger gibt. Ich glaube, ich habe meinen gefunden (wir sprechen dann in zwei Monaten oder so nochmal, ob meine Begeisterung angehalten hat…)
Far tl;dr: ActualBudget scheint ein modernes und besseres, aktiv entwickeltes Open-Source-YNAB4 zu sein, mit mehr und besseren Funktionen als das Original und fast keinen Ein-/Umstiegshürden. Von rein lokaler Datenhaltung auf einem Rechner (einfach, runterladen, starten, läuft) über günstiges Cloud-Hosting-Abo (wohl auch nicht schwierig) bis zum self-hosted-Docker-Container in der Cloud oder auf RasPi und Konsorten (Vorkenntnisse oder Lust und Zeit nötig).
Hallo Christian,
https://actualbudget.org/ ist wie YNAB nur ohne Schnickschnack.
Es kann für ein paar Euros auch bei PikaPods im Jahr gehostet werden, falls man das nicht selbst aufsetzen möchte. (einfach auf der actualbudget Startseite auf „Set up on pikapods in 2 minutes“ drücken). Die ersten 4-5 Wochen sind sogar gratis. Ich nutze das seit ca. einem Jahr nach YNAB und ich vermisse nichts.
Banksynchronisation geht auch. Das war mir wichtig.
Probiere es mal aus. YNAB Import ging soweit ich weiß auch.
Danke auch an @holgi für den Tipp vor 10 Jahren. Seit dem geht es bergauf mit den Finanzen. 🙂
Ich kann immer gar nicht glauben, dass das schon so lange her sein soll 🤔
Zu den Autos:
Ich warne immer vor der Pauschalisierung bei den Elektroautos. Die schlechte Ladeleistung bei der ZOE ist korrekt aber halt uralt. Die hier angesprochene Version ist zwar die neueste – aber bereits damals eins der am langsamsten ladenden Autos am Markt gewesen. Der Enyaq lädt übrigens nicht ein bisschen schneller sondern mehr als doppelt so schnell.
Was den Ankaufpreis beim Händler angeht: Entweder das Autos ist schon ziemlich hinüber oder der Händler zieht dich über den Tisch. Die ZOE sind gebraucht zwar eher wenig beliebt, aber geschenkt gibt es die nun nicht.
Was den „alten“ Enyaq angeht: Das Auto wird noch gebaut! Klar hatte Facelifts, lädt ein bisschen schneller aber nicht viel. Das Auto ist noch immer relativ aktuell.
Kaufen vs. Leasing:
Da bin ich weitgehend bei Holgi. Im Normalfall hat er da absolut Recht. Es ist ein Preisaufschlag weil der Hersteller das Restwertrisiko trägt. Ansonsten hat man fast nur Nachteile. Man muss jede Beule bezahlen und ich habe keine Flexibilität beim Fahrzeugwechsel. Mal eben das Auto ein bisschen später wechseln weil man auf ein neues Modell wartet ist nicht drin. Noch dazu ist Leasing meist nur für die Musterkunden günstig. Wer 10.000km im Jahr fährt, bekommt oft sehr attraktive Angebote. Fährt man mehr, wird es teuer.
Chinesische Autos würde ich generell nicht nehmen. Wenn es sein muss, aber nur leasen. Da kommen jede Menge Hersteller mit wenig Engagement nach Europa. Bieten die Autos eher schlecht organisiert an. Kaum Händler, kaum Verpflichtungen. Es ist wahrscheinlich, dass der ein oder andere wenig erfolgreiche Anbieter sich spontan wieder vom Markt verabschiedet. Dann hat man ein nahezu unverkäufliches Auto. Denn wer will einen jungen Gebrauchen der keinen Support mehr vom Hersteller bekommt und man sich Ersatzteile aus China bestellen muss. Das geht dann nur zu Schleuderpreisen.
@holgi zu deinem Buckets Migration Problem ein kleiner gedanke so aus der Programmierer Perspektive ohne beide Apps wirklich zu kennen. Oft Mals haben solche Migrationstools Probleme mit Sonderzeichen also Umlaute. Du könntest probieren bevor du deine Daten Exportierst sicherzustellen das du in deinen Budget Namen keine Sonderzeichen hast. Evtl hilft das
Gruß Philipp
Janee, ich war immerhin fähig das Protokoll zu lesen, und da stand, dass er „plan“ erwartet aber „budget“ bekommt (oder so).
Grundsätzlich bin ich beim Thema Kauf vs. Leasing auch voll bei Kaufen und dann 10+x Jahre betreiben. Oder, wie es ein Kollege mal ausdrückte: „Wäre Leasing für den Kunden vorteilhaft, würden es die Unternehmen nicht anbieten.“ In letzte Zeit und vor allem bei den E-Fahrzeugen bin ich aber dabei etwas zum Umdenken gekommen. Die technische Entwicklung ist im Moment noch deutlich sprübar und da ist ggf. das Halten eines Fahrzeuges über 10 Jahre aus technologischer SIcht doch riskant. Zudem schreckt mich tatsächlich die zunehmende Unart der Softwaresteuerung und der online-Updates ab. Wie will ich denn beim Kauf ausschließen, dass mir nicht in 5 Jahren irgendwelche Funktionen aus dem Auto rausprogrmmiert werden. Und selbst wenn ich das beim Kauf in den Vertragsunterlagen nicht sehe, ein online-Updaten mit „Bestätigen Sie hier bitte kurz unsere neuen AGB.“ und der Hersteller hat gewonnen. Das Leasing ist offensichtlich die bevorzugte Vertriebsmethode, weil es wie Holgi meinte die Kunden bindet und damit einen planbaren und konstanten Cashflow ermöglicht. Das kann man mMn auch an der Preisgestaltung absehen.Ich habe über die Firma auch einen Eyaq mit Listenpreis 60.000 EUR und wir zahlen ca. 600 EUR monatlich. In 3 Jahren hat Skoda/VW also 21.600 EUR Einnahmen und damit noch rd. 40.000 EUR offen für ein gebrauchtes E-Fahrzeug mkt vorraussichtlich 100.000 km auf der Uhr. Auf welchem Gerbauchtwagenmarkt will Skoda denn diese Differenz reinholen? Wie auch Tobi sagte, mehr als 20.000 ist die Karre dann nicht mehr wert. Damit muss ich als Käufer doch davon ausgehen, dass da 20.000 EUR Aufschlag drauf sind um die Käufer zu bestrafen und verglichen mit Preisen „von früher“ darf so ein Auto auch nicht mehr als 40.000 Kosten.
Diese Argumente höre ich oft. Stehen in genug Zeitungen. Werden überall wiederholt. Nur besonders „wahr“ sind sie nicht. Kein Vorwurf an dich – ich habe das anfangs auch geglaubt.
– „Der Wertverlust ist so hoch“. Da dachte ich mir, schau ich nach einem billigen gebrauchten Elektroauto. Seltsamerweise existieren die so kaum. Die enormen Wertverluste betreffen die ganz frühen Elektroautos und ansonsten einzelne Modelle. VW id.3 und Porsche Taycan beispielsweise. Ersterer ist gebraucht viel billiger als gleichwertige Modelle. VW hat den massiv ins Leasing gedrückt und der Gebrauchtkunde will den nicht. Und Porsche Taycan: Luxuslimousinen haben immer einen enormen Wertverlust, da es keine Zielgruppe gibt die sehr viel Geld für ein gebrauchtes Alltagsauto ausgibt. Und hier ist es den Kunden wirklich wichtig „das beste“ zu bekommen. Da veraltet ein Auto schnell. Woanders nicht.
– Differenz beim Leasing: Deine Rechnung beinhaltet ein paar Probleme. Du vermischst Privat mit Gewerbekonditionen. Und du rechnest mit dem Listenpreis. Ich rechne dir mal Privatkonditionen:
Da bekommst du online Angebote um 700€ Monat und du darfst nach 3 Jahren und 90tkm zurückgeben. Macht 25.200€.
Wenn ich einen Enyaq kaufe muss ich natürlich keinen Listenpreis zahlen. Bekomme aktuell 19% und lande bei 48.600€. Ich lande also bei 23.400€ die ich als Restwert überschreiten muss, um mit dem Kauf billiger zu fahren. Wenn ich schaue bekommst du gebrauchte Enyaq in der Leistungsklasse gerade um 25-28k€.
In diesem Fall: Ist ziemlich egal. Der Händerankaufspreis ist vermutlich etwas unterhalb des errechneten Restwerts. Verkaufst du privat, bist du ein paar Euro im Plus.
Du siehst… so eindeutig ist das nicht. Gibt manchmal sehr gute Leasingangebote und oft auch sehr schlechte. Mein Auto habe ich gerade mit Rabatten für 30k€ gekauft. Die Händlerin wollte mir ein Leasing über 4 Jahre für insgesamt 26k€ verkaufen.
Und was Updates etc angeht. Solang man nicht Tesla nimmt, sehe ich da nur ein geringes Risiko. Wenn ich kaufe, muss ich das Auto auch nicht bis in alle Ewigkeit fahren. Steht mir doch frei es zu einem für mich sinnvollen Zeitpunkt zu veräußern.
@holgi: Hattest du eigentlich schon erzählt warum du umziehst? Hast du die Wohnung in der du jetzt wohnst nicht gekauft?
Weil ich kann 😉
Ich wohne ja nicht wirklich gerne hier, und jetzt hat sich halt eine günstige Gelegenheit ergeben (auf die ich aber auch zehn Jahre warten musste).
Zum Thema Schau-Pang und die Aussprache des Namens:
Kurz nach dem Hören der Folge habe ich auf Spotify Schau-Pang-Werbung eingespielt bekommen (natürlich deutschsprachig) und dort wurde er auch x-peng ausgesprochen, nicht schau-pang.
Holgi, du solltest dich mal von diesen ewig gestrigen Argumenten gegen die E-Mobilität verabschieden. Heutzutage hat fast jedes Auto eine Reichweite, die der Tochter von Toby ausreichen würde. Worauf man schauen sollte, ist die Fähigkeit schnell zu laden. Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, dann ist i. d. R. die Kapazität meiner Blase das Maß der Dinge. Im letzten Jahr bin ich 2mal Saarland -Barcelona u. z. gefahren und hatte nicht einmal das Problem, dass ich weiterfahren wollte, aber nur wg. Laden pausieren musste.
Zu Tobys Bockbier Erfahrung habe ich folgende Anmerkung:
im Norden Deutschlands werden traditionell Biere mit höherer Hopfenbittere gebraut, was die Leute müde macht. Im Süden hat das untergärige weniger Hopfen und damit bleiben die Trinker munterer.
Schön für dich. Gestatte mir bitte, meine eigenen Ansprüche an ein Fahrzeug zu haben.