11 Gedanken zu „Zur Impfung bei Dr. Hanefeld

  1. luke

    Vielen Dank, die Sendung hat wirklich Spass gemacht.

    Ich hatte anfangs meiner Zwanziger eine Gürtelrose und habe in irgend einer Arztpraxis gesehen, dass es jetzt eine Impfung dagegen gibt. Ich war so neidisch, denn das war die schlimmste Erfahrung die ich jemals hatte. Ich glaubte eine Handgranate hätte meine Innereien zerfetzt.
    Der Arzt meinte, dass man da vieles abzuwägen gäbe, und wenn ich straigth durchs Leben gehe, dann sei dies sicherlich nicht nötig. Wobei ich diese vermutlich erhalten hätte.
    Einen Tag danach habe ich diesen Britrag des DLF gehört und dachte mir: OMG, vermutlich denkt der Arzt jetzt dass ich ÖRR-Konsument bin. 😅
    https://www.deutschlandfunk.de/impfen-gegen-guertelrose-panikmache-oder-sinnvolles-werben-dlf-c14e9fdb-100.html

    Naja, ich hatte auch meinen Impfausweis verloren und auf meinem neuen waren nur die Covidimpfungen eingetragen. Aber ich konnte einfach sagen, dass ich damals bei der Rekrutierung alles, wie vorgeschlagen geimpft wurde. Und so konnte der Arzt nach kurzer Recherche mich auf den aktuellen Stand bringen.

    Antworten
  2. 孔安达

    Hallo Holgi! Hatte das gleiche Problem bei meinem Hausarzt, der mich nicht gegen HPV impfen wollte. (Bei mir allerdings mit der Begründung: „Schon zu alt.“ 🥲) Bin dann nach Hamburg ins „Impfzentrum Hamburg City“ (Hoheluftchaussee 56) gefahren. Dort ist man geschäftsorientiert und fragt nicht lange nach. 😅💁‍♂️ Neue Covid-Impfstoffe haben sie dort auch immer früh verfügbar, während man mir hier in Bayern noch erzählt, dass man den erst im Winter bekäme und dann mit Grippe zusammen impft (was natürlich viel zu spät ist, weil dann die C-Welle bereits durch ist, wie unsere Abwasserdaten jedes Jahr deutlich zeigen). Ich verbinde jetzt Reisen nach HH nach Bedarf mit einer Impfung, plane sie am Ende meines Aufenthalts und setze mich frisch gechipt in den Zug nach Hause. 😉

    Antworten
  3. 0xfb

    @blog @holgi
    Gutes Gespräch. Leider habe ich ähnliche Erfahrungen wegen Impfungen gemacht.

    Covid und Grippe: Bei zwei Ärzten musste ich ewig diskutieren und habe dann bei einem einen Termin in 4 Wochen bekommen. Bei einer Apotheke im Ort gings innerhalb einer Woche.

    Dengue: Ich hatte den Bluttest, der die vorherige Infektion bestätigte. Ich war beim Tropeninstitut, wo festgestellt wurde, dass ich alle Bedingungen erfülle. Ich musste laaange diskutieren, bis ich die Impfung bekam.

  4. 0xfb

    @blog @holgi
    In Brasilien habe ich schon Impfungswerbung im Kinderfernsehen gesehen. Halte ich für sehr sinnvoll.

  5. Christine

    In der Tat habe ich in den letzten Wochen sehr häufig in den einschlägigen Postillen (konservative Tageszeitungen, Regenbogenpresse….) sehr häufig Werbung für Gürtelrosenimpfung gesehen. Die machen die offenbar Zielgruppengenau, damit da kein Impfneid aufkommt? Vor zwei Jahren hatte ich Gürtelrose im Mund(!), was echt unangenehm war und in einem Zahn sogar die Krone gesprengt hat.
    ~
    Hier in der Stadt ist ein Kinderarzt, der Impfungen sehr stark propagiert. Hier werden auch Jungs gegen HPV geimpft.
    Vor etwa 20 Jahren habe ich mich mit Anfang 30 noch auf eigene Kosten gegen HPV impfen lassen, weil ich damals stark wechselnde GV-Partner hatte. Ich werde nie erfahren, ob es genützt hat. Gekostet hat es etwa 600€.
    ~
    Bei mir bricht nie Fieber aus: Wenn ich krank bin, dann laufe ich zwei Wochen lang mit matschiger Birne rum und bin nie malad genug, um bettlägerig zu sein oder mich zu schonen, aber nie wirklich fitt.
    Meine Schwester hingegen hat einen Tag sehr hohes Fieber und ist am anderen Tag wieder fit und agil.
    ~

    Antworten
  6. Sven

    Ich hatte in den letzten Jahren sehr viele Berührungen mit dem Gesundheitssystem to tun und wie immer ist alles komplex, aber eingedampft ist der Hauptgrund bei der Frage „Wieso machen nicht alle Ärzte xy“ leider, dass es kaum Anreize für Weiterbildung gibt.

    Vergütet werden Diagnosen und Leistungen. Klar kann man sich jetzt für den Einzelfall damit beschäftigen, ob bei dir eine Gürtelroseimpfung vertretbar wäre, aber dann müsste man sich mit dem Risikoprofil beschäftigen, deinen Einzelfall dokumentieren usw. Stattdessen kann man die Denkarbeit auch einfach an Stiko und Leitlinien auslagern und einfach „nö“ sagen. Dann geht man kein Risiko ein, muss sich vor niemandem rechtfertigen und kann in der Zeit, in der man sich sonst dazu aufschlauen würde, auch einfach noch zwei, drei Patienten sehen. Gerade bei kassenärztlichen Hausärzten, die ja eh schon im Minutentakt Patienten durch ihre Praxis schleusen, ist das neben der monetären sicherlich auch eine ganz praktische Entscheidung. Dem Klein seine Impfung recherchieren oder lieber doch noch drei weitere Patienten sehen? Während eh schon immer täglich Leute anrufen, ob man nicht doch noch mehr Patienten aufnehmen kann und ob es wirklich zwei Monate bis zum nächstmöglichen Termin sein müssen.

    Am Ende des Tages ist der einzige Grund dann nur „persönlicher Anspruch“. Und wenn man den hat – und da sprechen wir in Diskussionen um das zweigliedrige Krankenversicherungssystem fast nie drüber –, dann wird man halt im Zweifel lieber Privatarzt. Oder geht an eine Uniklinik/Spezialambulanz.

    Man muss also echt dankbar sein, wenn man einen guten niedergelassenen KV-Arzt findet, der auch bereit ist, über Standardbehandlung hinaus zu denken. Denn das System, das wir gebaut haben, gibt das an sich nicht leider her.

    Antworten
  7. Oliver

    Nur eine kleine Anmerkung zum „Versprecher“, dass Jungen HPV bekommen könnten (19:20), worüber sich der Gesprächsgast dann auch einen kleinen Spaß gemacht hat:
    Ja, auch Männer können HPV z.B. durch Geschlechtsverkehr u.ä. bekommen. Der Krebs ist dann eben nicht am Gebärmutterhals, sondern an anderen Stellen (bei Oralverkehr kann er auch im Mund/Rachen auftreten). Die Chance ist allerdings wohl um einiges geringer als bei Frauen:
    https://www.entschiedengegenkrebs.de/erwachsene/

    Daher lohnt sich die Impfung auch aus ganz egoistischen Gründen für Männer. Ich habe mich auch mit Anfang 30 impfen lassen. Habe eine Weile mit meiner gesetzl. Krankenversicherung diskutiert, sie dann aber tatsächlich bezahlt bekommen (das wären sonst rund 600 € Kosten gewesen). Denn auch mit 30, 50 oder 80 kann man sich bei neuen Geschlechtspartnern mit einem Virenstamm anstecken, mit dem man bisher noch keinen Kontakt hatte und evtl. kann man auch die Immunitöt ggü. Stämmen verlieren, mit denen man schon lange keinen Kontakt mehr hatte.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert