WR1182 Mehlfluencer

 

Holgi hat Post-Covid-Syndrom – Toby hört später und ist gestresst von Clubhouse und Holgi weiß wenig damit anzufangen – Werbung mit Prominenten – Eiling hat den Shop zu – Quasi-Kleinanzeigen – Schlagzeilen & Wetter

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22 Gedanken zu „WR1182 Mehlfluencer

  1. Magnus

    Hallo Holgi,

    auch wenn es mich schmerzen würde lange auf WRINT zu verzichten: mein Dauerauftrag wäre auch noch da wenn du dir ein ganzes Jahr Auszeit nähmst.

    Liebe Grüße und weiterhin gutes Genesen!

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    1. Jost

      Ich sehe das ganz genau so (und habe das jetzt zum Anlass genommen, statt sehr unregelmäßigen Einzelspenden endlich mal einen Dauerauftrag einzurichten).

      Holgi, ich höre Dir jetzt seit mehr als 10 Jahren zu (WRINT von Anfang an, und davor schon einige Monate NSFW). Wenn du jetzt ein paar Wochen oder Monate Auszeit brauchst, werde ich Dich vermissen; aber ich werde Dich natürlich weiterhin unterstützen.

      Liebe Grüße und gute Besserung!

  2. Jannis

    Hallo Holgi, hallo Tobi!
    Zum Schluss redet ihr ja über die falschen “Kategorien” in denen einmal die Politik die Krise zu managen versucht ( Warum wird über Schulschließung diskutiert und nicht einfach alles lahm gelegt inklusive Fabriken, warum wollen wir unsere Lebensweise nicht ändern und machen so weiter wie wir es schon immer getan haben,…) und einmal wie wir selber in unseren alten Kategorien denken und uns nicht entwickeln.
    Ich bereite gerade ein Referat für die Uni vor. Über “Überwachungskapitalismus”. Egal, aber die Autorin erklärt den “Überwachungskapitalismus” (was ein geiles Wort!) anhand des Beispiellosen.

    “Das Beispiellose ist seinem Wesen nach nicht zu erkennen. Begegnet uns etwas Beispielloses, interpretieren wir es zwangsläufig durch die Optik vertrauter Kategorien, was es
    uns unmöglich macht, es tatsächlich zu sehen. […] So sperrt sich das Beispiellose zwangsläufig unserem Verständnis, denn bestehende Sichtweisen heben das Vertraute hervor, während sie
    den Blick auf das Neue dadurch trüben, dass sie das Beispiellose lediglich als
    Auswuchs der Vergangenheit sehen. Durch diese Normalisierung des Abnormen gestaltet sich die Kampfansage [also die Pandemieeindämmung] an das Beispiellose nur umso schwieriger.”

    Vielleicht hilft diese kleine Erklärung ja das ganze besser einzuordnen und nicht all zu sehr der Politiker*innenverdrossenheit zu verfallen.
    Wow, irgendwie stresst es mich nach der ganzen Arbeit überall den Überwachungskapitalismus wieder zu finden =D
    Liebe Grüße und danke für die Sendung!

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    1. Toby

      Das hab ich probiert zu argumentieren: die Pandemie ist ein Ausnahmezustand und damit wohl “beispiellos”. Dieser mit den eingefahrenen Mitteln der Verhandlung zu begegnen halte ich für fahrlässig.

  3. Sven

    Zu dem Großauftrag der momentan zu groß ist kam mir spontan der Gedanke für Teile der Produktion (Schnitt, Shownotes) jemanden zu engagieren. Da bleibt weniger Geld hängen, aber der Kunde kann gehalten werden.
    Ist das eine naive Vorstellung und lohnt nicht, oder schließt du es aus bestimmten Gründen aus, z.B. weil der Schnitt für dich Teil der Kreation ist oder so?

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  4. Daarin

    Hallo Holgi, nur weil es zur Sprache kam, sowas wie BlueMoon wäre wohl mit Discord deutlich leichter und besser möglich als mit dem Exklusivnetzwerk Clubhouse.

    Und ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass Clubhouse ihre aktuelle künstliche Verknappung und Reduzierung auf das iPhone mit Wucht auf die Füße fällt. Wenn nicht binnen einer Woche eine Android-Version kommt und es offener wird ist es einfach schon wieder vorbei.

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    1. sven

      Naja, Instagram gab es anderthalb Jahre auch nur auf iPhone.
      Und wie kommst du auf “binnen einer Woche”? Weil in Deutschland der Hypetrain seit einer Woche fährt? Oder in Bezug auf die USA, wo das Ding schon länger in den Hypekreisen unterwegs ist, warum dann eine Woche ab jetzt?

    2. Daarin

      Die Werbestrategie von Instagram war nicht einen Hype aus FOMO aufzubauen.
      Jetzt denken Android-Nutzer gleich mal darüber nach. Sie sehen sie kommen eh nicht dran und, so ist der Mensch meiner Meinung nach, versuchen Gründe zu finden warum sie diese App eh nicht brauchen. Und je länger sie etwas davon hören ohne teilhaben zu können desto fester wird ihr Glaube an diese Gründe sein.

      Des Weiteren ist es halt aktuell ein Hype und viele Hypes verfliegen halt auch schnell wieder.

  5. Clemens

    Ich sehe das Problem mit der Politikverdrossenheit in der repräsentativen Demokratie als ein Problem, welches die Großparteien mitsamt ihren ewigen Koalitionen selbst erschaffen haben. Für das Lobbyistentum mag es praktisch sein, kann man sich so doch leicht in die Gesetzgebung einklinken und hernach als Belohnung ein paar Aufsichtsratposten verteilen. Der normale Wähler kann sich neben dem Urnengang bestenfalls an meist sinnlosen Volksbegehren beteiligen und bekommt mit stetig steigender Tendenz das Gefühl, von der Politik nicht mehr vertreten bzw. nicht mehr ernst genommen bzw. vollkommen ignoriert zu werden.
    Echter politischer Diskurs ist im Wesentlichen erstarrt, wohin das letztlich führt, kann man in den USA nicht erst in diesen Tagen schön beobachten.
    Ich sehe die einzige Chance, die die repräsentative Demokratie noch hat, in der Abkehr von den Koalitionen, im Mut zu Minderheitsregierungen und im Bestreben, Kleinparteien nicht kategorisch auszuschließen bzw. abzuschließen. Ich finde, Dänemark macht da was richtiger, man sollte ein Auge auf Dänemark haben …

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    1. holgi Beitragsautor

      Es ist nicht Politikverdrossenheit, sondern Pilitikeri:innen-Verdrossenheit! Nicht die Institutionen sind das Problem, sondern die Personen darin.

    2. Clemens

      Die politische System ist aber so angelegt, dass es mittlerweile nur noch diese Sorte Politker*innen hochspült.
      Hier in Österreich sieht man das vielleicht nach deutlicher als in der BRD und das nicht nur, weil wir über Hintergrundinformationen im Videoformat verfügen.
      Mein Favorit wurde bei den letzten Wahlen jedenfalls aus der politischen Landschaft gewählt, was Herrn Kurz sehr gefreut hat – er hat sich explizit darüber geäußert, dass er den ewigen Störenfried Peter Pilz mit seinen zahlreichen Untersuchungsausschüssen nicht vermissen wird – und so geht es mir seit ich wählen geh, also seit Anfang der 90er.
      Allein wenn ich an die infantile Definition des Corona-Sicherheitsabstands denke, wo man uns seit März mit einem »Babyelefanten« traktiert, aus dem mittlerweile ein Kalb oder so geworden ist, dann fehlen mir die Worte dafür, für wir dämlich wir von den Politikern gehalten werden.
      Die Übergangsregierung, bestehend aus Beamten, nach dem Ibiza-Vorfall war vermutlich die beste Regierung, die Österreich seit Haider-Schüssel hatte …

    3. Eule

      In der “guten alten Zeit” bestand das Personal-Reservoire aufgrund der historischen Umstände notwendigerweise aus Leuten, die selber gebrochene Biographien mitbrachten oder im Elternhaus damit aufgewachsen sind. Inzwischen sind wir bei einer Generation (oder eher zwei) angelangt, die mit und in einem kontinuierlich laufenden Politikbetrieb groß geworden ist und ihre berufliche Karriere ganz nach dessen inneren Funktionsprinzipien ausrichten kann.

      Bislang hat die Gesellschaft auf diesen Effekt noch keine richtige Antwort gefunden, wohl auch, weil es den auch in der Vergangenheit so noch nicht gegeben hat. Die Gefahr ist, dass das System sich dahingehend schon stark immunisiert hat, weil es z.B. durch den nötigen Zeitbedarf für viele Teile der Bevölkerung faktisch verschlossen ist (nur wenige Pflegekräfte gehen wahrscheinlich nach der Schicht noch regelmäßig zur Sitzung des Ortsverbandes, in der Hoffnung dass man sie in zehn Jahren als Kandidat/in für den Landtag aufstellt).

    4. Clemens

      Man muss, um sich für Politik zu »interessieren«, nicht unbedingt das Amt im Landtag oder dergleichen anstreben.
      Mir sind hier im Umraum zahlreiche Menschen mit landwirtschaftlichen Familienhintergrund bekannt, die sich allein zum Zwecke der Grünlandumwidmung ein paar Jahre Gemeinderatssitzungen antun und somit ihre Erbschaft in erheblichen Maße aufwerten. Wirkliches Interesse an Politik bringen die nicht mit, eher werden dann Belanglosigkeiten behandelt, die keinerlei Mehrwert für die Bevölkerung bieten. Was soll in einem solchen Biotop dann noch heranreifen, wenn von Anfang an der Eigennutz im Fokus steht?

  6. Theresa

    Hallo,

    ihr redet über die Flüchtlinge, die wir nicht aufnehmen. Die Grünen beweisen in Österreich gerade, dass auch sie nicht den Mut haben, diese Menschen aufzunehmen. Die Zivilbevölkerung wird hier (Österreich) aber aktiv, eine tolle Initiative ist “Ein Wochenende für Moria”, jedes Wochenende campieren Menschen in österreichischen Städten, sie wollen das so lange machen, bis unsere rechtskonservative Regierung mit grünem Deckmantel endlich bereit ist, Flüchtlinge aus den schrecklichen Zuständen in Moria zu retten. Ja, wir haben Platz und ja, jeder von uns kann dazu beitragen.

    Schöne Grüsse aus Österreich und vielen Dank für all die wunderbaren Podcasts

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  7. Hendrik

    Joko und Paul haben durchaus was miteinander zu tun. Neben der ebay-Werbung machen sie auch den Podcast “Alle Wege führen nach Ruhm” zusammen. Hab ich früher gerne gehört (lustige Geschichten aus der Promi/Glamourwelt), irgendwann wurde es mir dann aber doch zu viel.

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  8. Sandra

    Ich finde Clubhouse als Konzept interessant und gleichzeitig sehr fragwürdig…

    Interessant ist halt dieser Social-Media-Effekt mit Vorschlägen – man kann sich abends einfach mal hinsetzen und schauen, wer gerade jetzt live worüber quatscht und da dann halt reingehen und möglicherweise sogar interagieren.
    Dieses Konzept kenne ich sonst in der Form nur von Twitch (auch wenn das ganze natürlich nicht 1:1 vergleichbar ist). Aber das ist IMO einer der Erfolgspunkte von Twitch und etwas, das allen anderen Plattformen so fehlt.

    Jetzt zu den Nachteilen, einige wurden ja schon genannt.
    Nur iOS, Anmeldung nur mit Telephonnummer nach Einladung, erhebliche Datenschutzbedenken…
    All das zielt IMO nicht primär darauf ab, den Hypetrain am Fahren zu halten, sondern soll das Publikum möglichst elitär halten – eine digitale Gated Community. Was auf der einen Ebene sogar ein bisschen verständlich ist; ich bin nämlich nicht sicher, ob eine Plattform in dieser Form noch funktioniert, sobald sie komplett offen ist…

    Und ich glaube, das ist auch der Punkt, warum wir sowas bisher noch nicht haben… solange es eine Gated Community mit de-facto Klarnamenpflicht ist, ist es uninteressant.
    Die große Mehrheit des potentiellen Publikums darf nicht zuhören, und auch viele interessante Stimmen werden nicht zugelassen – weil sie kein iPhone haben, nicht eingeladen worden sind, oder garantiert nicht unter Klarnamen auftreten möchten (weil sie bspw. einer Minderheit angehören oder sich gegen Rechts engagieren und Kinder haben).

    Deshalb fand ich das auch interessant, als Toby das mit dem MLK-Day verknüpft hat. Denn natürlich ist es absolut sinnvoll, an so einem Tag auch betroffene zu Wort kommen zu lassen, anstatt nur über sie zu reden. Aber die Leute, die man bei so einer Gelegenheit mal hören will – also z.B. schwarze Normalos ohne 3000 Follower – sind dort halt systematisch unerwünscht.
    Das ist ein bisschen so, wie wenn du das als Publikumsdiskussion in irgendeinem Londoner High-Society Club machen würdest: das Publikum, das etwas zu sagen hätte, wird doch gar nicht erst reingelassen.
    Und der Name “Clubhouse” ist halt Programm – da hilft es auch nichts, als Ausgleich einen schwarzen Musiker aufs App-Icon zu packen.

    Die App in ihrer jetzigen Form ist ein Paradebeispiel, wie subtil und wieso systematische Diskriminierung auch heute immer noch funktioniert. Siehe auch Sascha Lobo, der bei Clubhouse überhaupt kein Problembewusstsein hat, sondern stattdessen lieber zum “Gegenangriff” übergeht und sozialchauvinistische Kacke postet (z.B. https://twitter.com/saschalobo/status/1352271221740728321?s=21) – obwohl der Typ sonst eig. ziemlich vernünftig ist…

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  9. Lorenz

    Ich hätte gerne verstanden warum Telegram kein Social Network ist, sondern nur ein Messenger. Ich habe zumindest das Gefühl, dass Telegram heute als Social Network relevanter ist als Facebook.

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  10. Mario

    Hallo,

    einige Gedanken meinerseits:

    Radio adressiert alle – oder doch nur die Zielgruppe?
    Ich nehme letzteres an.

    Post-Covid: Ich kann eigentlich nicht, aber ich will nicht pausieren.
    Das erinnert mich an die Diskussionen um die Menschen, die sich krank auf Arbeit schleppen.

    Diese Pandemie wird noch ungeahnte wirtschaftliche Spätfolgen haben.
    Das Gesundheitswesen fahren wir gerade massiv auf Verschleiß – das wehrt sich ja nicht.
    Wen wird es als nächstes treffen?

    Die Schule?
    Ein Schuljahr haben wir irgendwie – nein, bloß nicht ausfallen lassen.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mir einige Dinge, die ich in den unteren Klassen nie ganz verstanden habe, heute noch Probleme machen.
    Das waren dann die Grundlagen…

    Wer sagt eigentlich ernsthaft, dass der Puls nicht unregelmäßig sein darf?
    Die 204 kann ich überbieten – bei 320 wird mir dann etwas anders – da sollte man spätestens aufhören 😉

    Was die Re(a)gierung angeht:
    Das Problem schleppen wir doch schon seit ewig mit…
    Hätte man gewisse Völker nicht unterdrückt, dann würden die heute nicht so “primitiv und ungebildet” sein.
    Bildung exportieren.
    Aber dann könnte man wohl kein Elektroauto und noch mehr Smartspielzeug und Internet bauen, weil dann die Rohstoffe teurer wären…
    Also warten wir, bis sich das Problem von allein löst.

    Die Uiguren in China – was habe ich verpasst? Ich dachte, das wäre eine Minderheit und der Umgang mit dieser sei aus unserer ethischer Sicht problematisch?

    Die Sache mit dem Trump in den Medien – ja, so kann man auch von eigenen Problemen ablenken.
    Und irgendwie spielen da die Medien gemeinsam siehe [url=https://www.nachdenkseiten.de/?p=68903]NDS – Journalisten: Und sie zensieren doch![/url]
    Schön, wenn sich alle über Herrn Trump unterhalten…

    Viele Grüße

    Mario

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  11. TatKor

    Hallo ihr beiden,

    wieder eine gute Folge!

    Es freut mich zu hören, dass es Mareile wieder besser geht. Als Kind waren die Aufgaben im Lungenfunktionstest entweder auf einem Monitor gefühlt hunderte Kerzen auszupusten oder auch einen imaginären Luftballon zum Platzen zu bringen. Das fand ich damals immer ziemlich witzig. Mittlerweile erwachsen und blind frage ich mich nur noch, wann es endlich vorbei ist 😀

    Ich wünsche sowohl Mareile als auch dir Holgi weiterhin alles Gute!

    Lieben Gruß

    Tatjana

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  12. Eric Späte

    Hi Tobi,

    Du warst überrascht, dass LinkedIn Dir einen Kontakt aus Deinem Adressbuch vorgeschlagen hat, obwohl Du LinkedIn die Adressbuchfreigabe nicht gegeben hast. Ich hatte vor einiger Zeit bei mir eine ähnliche Beobachtung. LinkedIn hatte ich die Freigabe nicht erteilt und ich habe Empfehlungen von Geschäftskontakten bekommen, die ich nur auf meinem Geschäftshandy hatte. Und dort hatte ich definitiv keine Adressbuchfreigabe erteilt. Ich habe damals intensiv nachgeforscht und habe zumindest für meinen Fall die Lösung gefunden (vielleicht trifft es bei Dir auch zu): Bei mir war es so, dass die andere Seite, also meine Geschäftskontakte ihrerseits ihr Adressbuch an LinkedIn freigegben hatten. Und als sie mich neu eingetragen hatten (kurz nachdem wir auf einer Veranstaltung Visitenkarten getauscht hatten), wurden Sie mir als LinkedIn Kontakt vorgeschlagen. Für mich sah das wie Zufall aus, weil ich zur gleichen Zeit die Personen in mein Adressbuch eingetragen hatte.

    LG Eric

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