WR1112 Der Boxer von Auschwitz

 

In Auschwitz kämpfte der polnische Jude Harry Haft um sein Leben. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 27. Juli 2020 auf DLFnova.

3 Gedanken zu „WR1112 Der Boxer von Auschwitz

  1. Fuchsi

    Furchtbare Folge sorry, komplett am Thema vorbei. Oder komplett irreführende Überschrifft.
    Fast 30 Minuten (natürlich berechtigtes) fassungslose Betroffenheit wie schlimm das alles mit Lagern und der Judenverfolgung war.
    Um den Boxer geht es dann leider nur hastig die letzten 3 Minuten.

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    1. David

      Irgendwie hatte die Folge was von den amerikanischen Produktionen, die auf Discovery oder so laufen. Gleich nach der Werbung erfahren Sie…. und das ein Dutzend Mal. Und dann wartet und wartet man drauf und am Ende ist es eine 30 Sekunden-Luftnummer, und der Teaser hatte schon fast alles enthalten. 😉
      Nagut, nicht jede Folge kann prima sein, alles ok. Macht weiter. 😉

      Der Link zu den 10.000 “Lagern” fehlt auch noch.

  2. Tarifkenner

    Man konnte an verschiedenen Stellen der Sendung den Eindruck gewinnen, als hätten die Nazis in Auschwitz vor allem _deutsche_ Juden ermordet: Der 2. Weltkrieg als Voraussetzung für den Holocaust wurde vor allem unter dem Gesichtspunkt diskutiert, dass die Nazis im Generalgouvernement ihre Vernichtungslager erbauen konnte, denn “in Nürnberg, Regensburg oder Bremen” hätten sie es nicht gekonnt. Die Opfer seien “aus dem ganzen Reich” nach Auschwitz gekarrt worden. Die Deportation hätte auch deshalb so reibungslos funktioniert, weil die Juden schon seit vielen Jahren staatlicherseits diskriminiert wurden.
    Dieser Eindruck, dass vor allem deutsche Juden Opfer des Holocausts waren, ist falsch. Unter den 5,6 bis 6,3 Millionen von den Nazis ermordeten Juden waren “nur” 135.000-165.000 deutsche Juden, also ungefähr jeder Vierzigste. Diese Zahlen beziehen sich auf den Holocaust insgesamt, sie liegen speziell für Auschwitz nicht viel anders: Aus Deutschland und Österreich wurden insgesamt 38.000 Juden nach Auschwitz deportiert, aus Ungarn 438.000, aus Polen 300.000, selbst aus den Niederlanden 60.000. Der zweite Weltkrieg war also vor allem insofern Voraussetzung für den Holocaust, als die Mörder die allermeisten ihrer Opfer erst durch den Krieg in ihre Gewalt bekommen haben.
    Man könnte bezweifeln, ob dieser Punkt wichtig ist, schließlich ändert sich nichts an der Schrecklichkeit des Verbrechens, welche Staatsangehörigkeit die Opfer haben. Es ist aber schon charakteristisch für einzigartigen Genozid der Nazis an den Juden, dass sich dieser – im Unterschied etwa zu dem Genozid an den Armeniern – eben in keiner Weise darauf beschränkte, die Minderheit im Land der Täter zu vernichten.

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