WR1051 Erster Tschetschenienkrieg

 

1994 beginnt der erste Tschetschenienkrieg. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 9. März 2020 auf DLFnova.

4 Gedanken zu „WR1051 Erster Tschetschenienkrieg

  1. Theo T.

    Eine kleine Kritik: Ist ja wirklich schön, dass Ihr Beiden über die aktuelle Themenlage redet – mit klassischem Exkurs zu den Römern selbstverständlich –, aber das Thema ist sowas dann eher weniger dienlich. Ich habe dreimal auf mein Handy geschaut, was denn das Thema der Sendung überhaupt ist … Bitte mehr Contenance, sonst kann man es auch lassen, wenn von den 21 min. fast die Hälfte nicht das Thema behandeln. 🙁 Fand ich eher schade, da ich den Krieg damals sehr wahrgenommen habe: Russlanddeutsche Nachbarn und die stete Berichterstattung des Weltspiegels [über den Zweiten T.] sonntagabends.

    Daher mein Vorschlag: Vielleicht sollte Ihr ein „Holgi und Matthias: What Happened Last Week?“ oder besser: „What Happened Last Month?“ machen, damit man einen Abstand zu den Ereignissen hat und die Auswirkungen deutlicher werden – ich würde es definitiv anhören! 🙂

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  2. Norbert

    Mir hat der Hinweis gefehlt, dass die Tschetschenen zu den Völkern gehörten, die von Stalin deportiert wurden, und erst unter Gorbatschow zurückkehren durften. Das war für das Streben nach Eigenstaatlichkeit sicher prägender, als der Widerstand gegen die Zaren (ein gegenteiliges Argument hätte ich bei den Georgiern und Armeniern: Beide Völker blicken auf mindestens 2500 Jahre eigener Geschichte zurück. Da spielen die von Euch erwähnten 3 Jahre Unabhängigkeit zwischen Ende des Zarenreiches und der Integration in die Sowjetunion kaum eine Rolle).

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  3. Simon

    Hallo, immer schön euch zuzuhören. Ich möchte ergänzen, warum die rechtliche Lage sich aus russischer Sicht von der der baltischen Staaten, Armenien oder Georgien unterscheidet. Die gerade genannten Staaten waren, als sozialistische SowjetRepubliken Teil der UdSSR. Diese konnten sich daher auf das Recht auf Austritt nach der Verfassung der UdSSR berufen. Im Gegensatz dazu exsistierte und exsistiert Tschetschenien als Subjekt innerhalb der russischen SSR bzw. jetzt Föderation. Deren Verfassung sieht ein solches Recht nicht vor.
    Da ist die Argumentation auch ähnlich was die russische Position zur Auflösung Jugoslawiens betrifft. Slowenien, Kroatien, Bosnien, Nordmakedonien ist ok, weil eigenständige Subjekte der Föderation mit Recht auf Sezession. Kosovo autonome Provinz Serbiens, daher kein Recht auf Sezession.
    Die ganze Argumentation wird natürlich etwas kontakariert durch Regionen wie Südossetien, Abchasien oder Transnistrien auf die die Argumentation auch übertragbar wäre, um nur einige zu nennen.
    Nur so am Rande, Grosny ist wohl weitgehend wieder aufgebaut, aber auch der Charakter hat sich wohl deutlich verändert.

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  4. Axel

    Hallo Holger, Hallo Matthias,

    ich bin treuer und begeisterter Wrint-Hörer und damit auch dem Geschichtsunterricht nicht abgeneigt. Dennoch fühlte ich mich von der Sendung zum Tschetschenienkrieg etwas vor den Kopf gestoßen. Ehe diese so recht Fahrt aufnahm, war sie schon wieder vorüber und nahezu nix Wertvolles ist dabei rüber gekommen. Viele Hörer sind sicher schon gut mit Grundinformationen ausgestattet, erhoffen sich jedoch vom Historiker noch etwas mehr Tiefe. Das war bei er genannten Sendung nicht der Fall.
    Vielleicht sollte dann besser eine Thematik vertagt werden, wenn die Recherche zu schwierig oder noch nicht abgeschlossen ist. Bestimmt ist es auch eurer gutes Recht in der eigenen Sendung eurer Meinung Luft zu machen. Doch diese ist weitgehend schon bekannt (zumindest dem Stammhörerpublikum). Bleibt bitte bei der Sache. Die Schlussbemerkung, welche wohl noch unbedingt untergebracht werden musste (sinngemäß: Putin würde heutzutage jederzeit wieder in Tschetschenien eingreifen) fand ich unangebracht. Dazu gab es keinen Zusammenhang und sie wirkte als müsse diese Bemerkung unbedingt noch in die Sendung.

    Somit hoffe ich auf weitere aufschlussreiche Sendungen jeglicher Art. Wie es sicher oft so ist, meldet sich der Hörer nur, wenn ihm etwas auffällt, missfällt oder aufstößt. Daher an dieser Stelle auch ein großes DANKE für all die interessanten, unterhaltsamen und gut ins Ohr gehenden Wrint-Sendungen bisher.

    Danke Holger!

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