WR981 Faschisten können nicht zählen (vielleicht aber bis vier)

 

Darin: Wünsche – Zeitmanagement – Disziplin – Harald Welzer in Folge 780 und 965 – Auswärtsspiel (Millernton-Podcast) – Faschismus – Zivilcourage – Verrückte Geschichte – Fehler – Bandgeschichten (Tobian) – Tobys Kamera ist kaputt – Happy Shooting Podcast – Banken – Surviving the Zombie Apocalypse – Das Wetter

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In dieser Sendung hat Holgi schonwieder in ein Sennheiser MK4 gesprochen*

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22 Gedanken zu „WR981 Faschisten können nicht zählen (vielleicht aber bis vier)

  1. Erwin

    Hallo zusammen,

    @Tobi,
    ich habe mich auch mit einem langjährigem Mannschaftskollegen beim Darten verstritten. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie sich das anfühlt. Wir haben div. Meisterschaften zusammen gewonnen und Aufstiege in den Ligen gefeiert. So eine Enttäuschung kann sich dann schon über mehrere Wochen hinweg ziehen.
    Aber des Leben geht weiter 😉 Mit der Dart-freien Zeit habe ich ein Fernstudium zum Maschinenbau Ingenieur begonnen. Das wird anstrengend genug und lengt von dem Entschäuschungsschmerz dann doch ein wenig ab 
    und zu den AFDlern… mich Nerven die auch wie die Sau. Vielleicht müssen die wirklich mal in son nem Bundesland mit ran an die Regierung. Sie werden dann hoffentlich genauso verkacken wie in Östereich und in Italien. Vielleicht braucht das die Partei, damit sie wieder unter die 5% rutscht und das dann der letzte schnallt, wie unsäglich diese Partei eigentlich ist.

    schöne Grüße aus dem Allgäu!

    Erwin

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    1. Eule

      Du meinst besser sowas wie “… zu enablen mit ihrem Message-target per Win-Win zu connecten”? 😉

  2. Tom

    Da muss ich Toby zustimmen. Harald Welzer ist sehr interessant, ein cooler Typ.Habe gerade Anleitung zum Widerstand gehört. Kann ich nur empfehlen um auf jede “Es ist zu spät für Veränderungen” Laberei argumentieren zu können. Gernemehr Interviews mit Ihm.

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  3. t.jay

    Viele Menschen, aus meiner brandenburgischen Perspektive, haben sich nie für Politik interessiert und durchblicken gesellschaftliche Prozesse auch nicht.

    Der große Satz an Nichtwählern spiegelt das wieder.
    Würden die wählen gehen, vermute ich, wären die Ergebnisse ähnliche und würden vielleicht denjenigen die die Gesellschaft positiv gestalten, auch nicht gefallen.

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  4. kkron

    Ich zietiere mal sinngemäß aus dem Gedächtnis:

    “Die Antifa ist einzige (Gruppierung), die es noch wagt, Kritik an der Afd zu üben.”

    Also was mir von der Antifa in Erinnerung ist: Demolieren von Parteibüros, Abfackeln von Autos, körperliche Angriffe, Führen von schwarzen Listen und Denunziation von Afd-Wählern/-Anhängern mit dem Ziel der sozialen Sigmatisierung bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.
    Hm, an was erinnert mich das nur?
    Man muss die Afd nicht mögen -durchaus nicht-, aber die Antifa als Verteidigerin der freien,
    demokratischen Grundordnung darzustellen, ist schon bizarr.
    Beste Grüße
    –kkron

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    1. holgi Beitragsautor

      Obach! Du gehst gerade der Rechtsaußen-Erzählung von “der Antifa” als geschlossener Organisation auf den Leim.

  5. Tim

    Zum Thema Depression: “[…]Für viele, die solche Probleme haben hilft unser Gelaber jetzt gar nicht[…]”. Mir schon, denn ihr redet drüber, ihr habt eine Meinung dazu, die ihr öffentlich macht. Und das Ganze nicht in einem speziellen “Erhobenen Zeigefinger Podcast”, sondern ihr stellt fest, das es das gibt, das es schwierig ist, darüber zu reden. Und macht es dennoch. Dafür meinen Dank!

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  6. Eule

    Ich fand es sehr erschütternd wie Holgi beim Thema “Kampf gegen Nazis” innerhalb von ein paar Minuten quasi im Vorbeigehen den Großteil der Politik (CDU, SPD und Grüne) für nutzlos erklärt hat. Holgi, komm mal bitte wieder runter, Du hast Dich da echt heftig verrannt! Das ist ja wie ein Fußballtrainer der sein ganzes Team nur in den Elfmeterraum stellt weil die Positionen weiter vorne doch eh umspielt werden. Ein politischer Kampf muss politisch geführt werden, und “kein Fussbreit” ist nur sinnvoll wenn der Kampf gegen Nazis mindestens in der CSU anfängt. Man muss diese Parteien leider mehr dazu drängen als andere, aber daran führt kein Weg vorbei wenn wir nicht in eine letztendlich rein physische Auseinandersetzung zurückfallen wollen. Das würde nämlich bedeuten, dass die Nazis gewonnen hätten, weil wir den modernen parlamentarischen Verfassungsstaat über Bord geworfen haben.

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    1. Christian

      @Eule

      Leider kann man sich die politischen Abschnitte von Holgi seit geraumer Zeit überhaupt nicht mehr geben. Stumpfes, linksextremes Abgerante, ohne jegliche Differenzierung.
      Schade, denn ansonsten höre ich seine Sachen sehr gerne.

    2. Donngal

      Also wenn du Holgi als linksextrem siehst, weiss ich nicht wo ich mich verorten soll. Ich stehe dann doch noch viel weiter links, was soll ich also sein? Ultralinksextrem? Vielleicht mal den eigenen Standpunkt überdenken, wenn einem das schon linksextrem vorkommt.

  7. Eule

    @ Christian:

    Ach, es ist doch völlig legitim sich von einer bestimmten politischen Richtung mehr für die Umsetzung der eigenen politischen Ziele zu versprechen als von anderen. Ich bin allerdings bestürzt darüber, dass Holgi hier augenscheinlich kurz davor ist die politische Auseinandersetzung als solche über Bord zu werfen, oder jedenfalls ohne Not wichtige Handlungsspielräume und Verbündete aufgibt.

    Mir ist aber auch aufgefallen, dass Holgi seit einiger Zeit im politischen Sinne stark desillusioniert zu sein scheint, oder vielleicht besser gesagt ungeduldiger geworden ist. Empfindest Du das selber auch so, Holgi?

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  8. Knut

    Es scheint doch Konsens zu sein, dass Extremismus, egal ob von rechts oder links, in jeder Gesellschaft latent vorhanden ist. Normalerweise handelt es sich dabei um vernachlässigbare Erscheinungen, die kaum bis garkeine politische Relevanz entfalten.
    Problematisch ist das Erstarken des Extremismus, ebenfalls egal ob von rechts oder links.

    Dieses Erstarken wiederum scheint direkt von den politisch/gesellschaftlichen Verhältnissen abhängig zu sein. Soziale Sicherheit, Zukunftsängste, etc pp.

    Gerade das Aufkommen und Erstarken der AfD ist doch so ein Paradebeispiel, welche Folgen die Politik der letzten Jahrzehnte und der gesellschaftliche Umgang mit dieser Politik hat.
    Und als Rezept zur Bekämpfung dieser Symptome wird ausgerechnet Ausgrenzung und Stigmatisierung gesehen?
    Doppelstandards und Diskursverweigerung? Selbstgefälliges Schulterklopfen der Guten, man ist ja “mehr”?

    Das ist naiv, infantil oder einfach nur strunzdumm, ein aktives Extremismus-Förderprogramm! Die werden davon mehr, nicht weniger!

    Lasst uns das Land besser machen, dann verschwinden die Spinner wieder in der Bedeutungslosigkeit. Bis dahin muss eine Demokratie auch solche Leute ertragen.

    Zufriedene Menschen in sicheren Verhältnissen wählen keine Extremisten!

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  9. David

    Danke an Toby für den Hinweis, dass (ab 01.November) Fidor Kontoführungsgebühren verlangt. Ich hatte vor einiger Zeit ein Fidorkonto wegen des einfachen Bitcoinhandels angelegt, es aber seit Anfang letzten Jahres nicht mehr benutzt (sowohl das Girokonto als auch Bitcoin). Das gibt mir jetzt den Anstoß, das Girokonto tatsächlich zu kündigen.

    Zur AfD und co: Ich komme selber aus Sachsen (sogar aus der Pegidastadt Dresden) und sowohl ich als auch meine Kollegen haben alle Verwandte und Bekannte, die mit der AfD sympathisieren. Oft driftet das bei diesen Menschen in Verschwörungstheorie, oder in ein “Ich möchte dagegen sein” ab. Und ich fürchte mich vor einiger AfD-Regierungsbeteiligung, die vermutlich früher oder später kommen wird. Deshalb werde ich, nachdem an der Uni mein Vertrag nächstes Jahr ausläuft, mich jobtechnisch in andere Bundesländer umschauen… Eigentlich ziemlich doof für den Freistaat Sachsen, dass er in meiner Ausbildung wirklich viel Geld hingepumpt hat, und am Ende dann ein anderes Bundesland dafür profitieren wird.

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  10. justme

    Moin moin,
    zu dem Thema, wie die Faschos sicher sein können, daß sie nicht die Nächsten auf $LISTE sind – ich glaube, sich so weit Gedanken zu machen übersteigt tatsächlich die Vorstellungskraft von Menschen, die der Meinung sind, mit ihrem eingebildeten Ariernachweis wären sie mehr Wert als $FLÜCHTLING aus irgendeinem anderen Land – die sind der Meinung, das wäre die natürliche Ordnung und qua Geburt wären sie auf ewig auf der Gewinnerseite eines solchen Systems.
    Und Menschen mit solchen Geisteshaltungen sind in meinen Augen zum Einen wirklich gefährlich, zum Anderen aber auch verloren – wie will man jemandem im Alter von 30-50 klarmachen, daß eben nicht einige Menschen mehr wert sind als andere, wenn das die Eltern und die sonstige Sozialisationsumgebung so dermaßen verkackt haben? Da muß ich dann immer an Jamel denken – was soll aus den Kindern der dortigen Nazis mit menschenverachtenden Einstellungen werden, außer Nazis mit menschenverachtenden Einstellungen? Und was könnte man dagegen tun (Jamel hier nur als Extrembeispiel – ich bin mir sicher, daß es gerade in Ostdeutschland mehr als genug solche Blasen gibt, in denen Bildungsangebote die Menschen nicht erreichen).

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  11. Johannes

    “Heißt Nichtwähler zu sein, dass ich gleichgültig daneben stehe, wenn die Nazis zusammenschlagen?”

    Für die Nichtwähler in meinem Bekanntenkreis kann ich definitiv sagen: Die stehen IMMER gleichgültig daneben, egal wer wen zusammenschlägt oder was sonst so passiert. Auch wenn es ganz klar gegen ihre eigenen Interessen geht.

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