WR881 Das Sputnik-Verbot

 

Ende 1988 wurde die Zeitschrift „Sputnik“ in der DDR verboten. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe „Eine Stunde History“ läuft am 19. November 2018 auf DLFnova.

12 Gedanken zu „WR881 Das Sputnik-Verbot

  1. Kizuna AI

    ich höre dich seit 7 jahren und habe kein twitter, keine Ahnung was los ist aber ist die Wrintheit tot?

    ich danke dir!

    The Singularity is near!
    特異点は近くにある!

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  2. Fabian

    Matthias meinte zum Schluss, heute zeigten sich Parallelen zu einst, weil sich in Chemnitz wieder gegenseitig die Köppe eingeschlagen wird, wie einst zur Weimarer Zeit.

    Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
    Nur so viel: Wir haben uns nur dann die Köppe dort eingeschlagen, wenn auch eine Hinrichtung eine Schießerei ist.
    Wir wurden gejagt und verdroschen. Natürlich bedauere ich nur eingesteckt und nicht ausgeteilt zu haben, aber das macht man halt auch schwer, wenn man selber nur ein kleiner Fettsack und den anderen locker 1:5 unterlegen ist.
    Ich wünschte Du hättest Recht und die Parallele zur Weimarer Zeit bestünde, dem ist aber nicht so.
    Migranten, Geflüchtete, Gegendemonstranten und alle die man dafür hielt wurden gejagt und verdroschen.
    Wo da die Gegenseitigkeit herkommen soll, ist mir echt ein Rätsel.

    Gruß
    Fabian

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    1. knut

      Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein: „Bis jetzt haben wir nach wie vor keine Anhaltspunkte für sogenannte Hetzjagden gefunden“.

      Seither gibt es wohl mehr als 120 Ermittlungsverfahren, der überwiegende Teil davon wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Zeigen von verbotenen Kennzeichen. Eine im Vergleich sehr geringe Zahl an Körperverletzungen sowie versuchten Körperverletzungen sind da wohl auch dabei.
      (https://www.polizei.sachsen.de/de/medieninformationen_pdc.htm)

      Angesichts mehrerer zehntausend Teilnehmer auf den Demonstrationen seit der Ermordung des Daniel H. und insbesondere angesichts der sehr emotional aufgeladenen Situation bis dato ist das eine geringe Zahl an Straftaten.
      Das sind übrigens alle Ermittlungsverfahren, also inklusive der Gegendemos!
      Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: ich bin der Allerletzte, der Nazis in Schutz nehmen oder tatsächliche Straftaten relativieren will.
      Wer jedoch angesichts der bis heute bekannten und nachweisbaren Fakten immernoch von „Hetzjagden“ oder gar pogromähnlichen Zuständen spricht (und dein Beitrag erweckt diesen Eindruck), verbreitet Falschnachrichten und spielt damit den Rechten geradezu in die Hände, weil solche Behauptungen genau deren Rolle als Opfer rein ideologisch motivierter Beschuldigungen bedient. Wollt ihr gegen die Rechten sein oder ihnen noch Futter liefern?

      Wenn du schreibst, dass du es bedauerst, „nur eingesteckt und nicht ausgeteilt zu haben“, weil die anderen überlegen waren, bedeutet das ja im Umkehrschluss, wenn du und deine Kumpels in Überzahl gewesen wäret, hättet ihr die verdroschen?
      Was unterscheidet denn den linken Schläger vom rechten Schläger?
      Gesinnungsrecht hatten wir schon mal in Deutschland, soll nicht so toll gewesen sein ..

    2. Fabian

      @knut
      Ich verstehe jetzt nicht, in wiefern deine Textwand darauf eingeht, dass Matthias eine Gegenseitigkeit behauptet, wo keine vorliegt.
      Gut, das mag er aus dem Affekt im Gespräch so formuliert haben und möglicherweise hat er es auch so nicht gemeint, jedoch geht dein Kommentar kein Stück darauf ein.

      Natürlich möchte ich, wenn jemand meint mir eine reinhauen zu müssen, mich diesem Angriff schon erwähren können. Dies, das Zurückschlagen, wäre auch das Mindestmaß für eine Schlägerei. Warum das nicht nachvollziehbar ist und warum man versucht Notwehr als „Gesinnungsrecht“ (was auch immer das genau heißen mag) darzustellen, verstehe ich beim besten Willen nicht.

      Auf die Relativierung der Hetzjagden gehe ich mal nicht drauf ein.

    3. knut

      Lieber Fabian, dass dein Wunsch, mal auszuteilen eine Notwehrsituation beschreiben sollte, hatte ich nicht so verstanden. Es klang für mich so, als ob du nur lieber selbst mal auf der Seite der „Austeiler“ stehen wolltest.
      Falls ich das also tatsächlich mißinterpretiert habe, bitte ich um Entschuldigung.

      Auf MvH „Gegenseitigkeit“ bin ich nicht eingegangen, weil meiner subjektiven Meinung nach jedem klarsein sollte, dass sich die Gewaltphantasien gegenüber dem jeweils Anderen bei Linken und Rechten nicht grundlegend unterscheiden. Und daher verwende ich auch den Begriff „Gesinnungsrecht“, wenn man die Gewalt des anderen anprangert, die eigene aber mit vermeintlich edleren Motiven rechtfertigen will. Straftaten bleiben Straftaten, ganz egal in welchem Mäntelchen sie daherkommen, darauf wollte ich hinaus.

      Den Vorwurf der Relativierung der „Hetzjagden“ müsstest du allerdings an die Dresdner Staatsanwaltschaft oder die Chemnitzer Polizei richten, um nur diese zu nennen, deren bisher bekanntgewordenen Erkenntnisse mit deiner Schilderung nur schwer in Einklang zu bringen sind.

    4. Fabian

      @knut

      Das Austeilen, bzw. das Zurückschlagen bei einem Angriff, ist in diesem Kontext (nur einstecken) sowohl Teil einer Notwehrhandlung, wie auch Grundvoraussetzung für eine Gegenseitigkeit.

      Nicht nur Linke und Rechte haben mit Gewaltphantasien zu kämpfen, sondern alle. Natürlich ist es bei dem Einen stärker als bei dem Anderen ausgeprägt, bei dem einen eher latent, bei dem anderen eher offen, manifest. Die grenze aber zieht sich nicht entlang gesellschafts-politischer Orientierungen.
      Auch Holgi thematiserte das bei sich auch schon das eine oder andere mal. Er kloppt sich deshalb aber noch lange nicht mit Nazis auf der Straße. All das erklärt nicht die behauptete Gegenseitigkeit.

      „Straftaten bleiben Straftaten, ganz egal in welchem Mäntelchen sie daherkommen, darauf wollte ich hinaus.“
      Tja, dann lässt Du eben Straftaten geschehen und verurteilst jede Maßnahme zur Notwehr und Nothilfe, denn auch das sind Straftaten in einem bestimmten „Mäntelchen“.

      Ich brauche keine Staatsanwaltschaften, oder die Polizei, welche nicht vor Ort war, als man mir die Nase eindrosch.
      Wozu sollten wir Bewertungen aus dritter Hand wichtig sein, noch dazu politisch motivierte, wenn ich es aus erster Hand erlebte?

    5. knut

      Lieber Fabian, da hast du aber gründlich daneben geschossen, wenn du meinst, ich würde Straftaten geschehen lassen und jede Maßnahme zur Notwehr und Nothilfe verurteilen.

      Das in Chemnitz kein Kegelausflug stattgefunden hat, ist doch unbestritten.
      Aber Polizei und Staatsanwaltschaften erstmal niedere Motive zu unterstellen ist mir persönlich zu viel Aluhut, da bin ich raus.

    6. Fabian Hoemcke

      „Aber Polizei und Staatsanwaltschaften erstmal niedere Motive zu unterstellen ist mir persönlich zu viel Aluhut, da bin ich raus.“
      Du kannst dich gerne affektiert geben, @knut, was aber schert es der Realität?

  3. ein anderer Florian

    Komisch, „Angesichts mehrerer zehntausend Teilnehmer auf den Demonstrationen seit der Ermordung des Daniel H. und insbesondere angesichts der sehr emotional aufgeladenen Situation bis dato ist das eine geringe Zahl an Straftaten.“,

    Also viel Menschen auf einer Demonstration, die spontan ihre Emotionen zeigen, um ihr Mitgefühl für ein Opfer zu Ausdruck zu bringen?

    „Die Demonstrationen“ waren unter anderem eine von „Pro Chemnitz“, eine von einem rechtsextremen Anwalt angemeldet, der vom Verfassungsschutz Sachsen beobachtet wird. Sehr viele Teilnehmer waren aus dem organisierten rechten Spektrum, rechts(extermistische) Parteien und Neonazi-Parteien, rechte „Bürgergruppen“, Mitglieder und Führungspersonal von „Freie Kameradschaften“. Viele, die nicht dem organisierten rechten Spektrum angehörten, haben sich mit Rechtsextremen mental solidarisiert oder gar offen die gleichen Parolen ausgesprochen.

    Es waren Umzüge und Versammlungen von mehreren hundert/tausend Demonstration, die ihre Gefühle mit Sprüchen wie „Deutsch, national und sozial“, „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ zum Ausdruck brachten. Dabei den „Hitler-Gruß“ und Abwandlungen davon zeigten. Es wurde die Presse körperlich und verbal und aggressiv angegriffen, mit „Lügenpresse“, „System-Presse“, Flaschen und Knallkörpern. Kamerateams mussten von der Polizei geschützt werden. Polizeibeamte wurden beleidigt, als „System“-Unterstützer verbal bedrohen und körperlich angreifen.

    Eine „Gedenkfeier“ für ein Opfer einer Straftat, die rechtsextremistischen und gewalttätig geprägten Veranstaltung, der die „Demonstranten“ Mitgefühl für ein Opfer zu Ausdruck bringen wollen?

    „Eine Trauer-Veranstaltung für Opfer einer Straftat“ der als „Negi“ beschimpft wurde und mehrmals von Rechtsextremen oder Rechten verprügelt wurde, weil er einen schwarzen, aus Kuba stammenden Vater hatte? „Gedenkfeier“, in der organisiert rechtsextremistische Parolen gebrüllt und Menschen angegriffen wurden?

    Ein Trauer- oder Gedenk-Veranstaltung, von Rechtsextremsten organisiert und überzeugten Demonstranten, bei dem dann noch rein zufällig ein Chemnitzer niedergeschlagen wird, weil er jüdischer Restaurantbesitzer ist?

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  4. Nico P.

    Hi Holgi, …. versuch doch mal ne Sendung zu machen indem du nicht auf die da rechtsausen eingehst.

    Is ja schön und gut, dass du dich dem Dialog verweigerst, das reklamieren ja gefühlt fast 90% der Medienschaffenden .
    Aber du, genauso wle diese große Mehrheit der Medien, bieten ob gewollt oder ungewollt dann denen doch wieder ne erstaunlich grpße Plattform, indem.sie nicht müde werden zu betonen, was die da rechtsaußen ausen alles representieren bzw. Vielmehr was sie nicht verkörpern.
    Ich hör dich echt gerne, aber dieses rumgejammere in jeder Sendung ist echt kontraproductiv.
    Wenn du dich wenigstens einmal.mit dem thema diferenzierter beschäftigen würdest, anstatt einfach nur loszu bashen. Das bringt nix, im gegenteil die fühlen sich dann nur bestätigt. Setz dich doch mal.mit Frank und Fefe zusammen, ich glaube die können das ganz gut, dieses analytische differenziertw betrachten eines komplexen themas. Was rechtsaußen leider ist. Dann gehst du mal.in einer sendung ausführlich auf das ganze ein und kannst es auch mal phenomenologisvh zerpflücken ohne jedesmal.die Keule rauszuholen.
    Das schwaz weiß gemale hilft uns nicht! Die Welt ist nich binär … sie ist vielleicht in 8 und 16bit graustufen abzubilden 😉

    … Danke

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