WR880 Wozu die EU da ist

 

Thomas Brandt ist Sozialkundelehrer und erteilt mir Politikunterricht. 27. Stunde lerne ich, wozu die Europäische Union da ist.

Ausführliche Shownotes und Unterstützungsmöglichkeiten gibt’s in Thomas’ Blog.

12 Gedanken zu „WR880 Wozu die EU da ist

  1. Christian1313

    Holger versuch male einen bayrischen Bundestagsabgeordneten zu wählen.
    Wenn dir das nicht gelingt haben wir nach deiner Argumentation kein Deutsches Parlament?

    Zu dem Kurzen Dialog:
    27:48
    Holger:
    „Dann brächten wir eine europäisches Parlament…. und nicht“
    Thomas:
    „Haben wir doch“
    Holger:
    “ … naja …. nicht wirklich… ich kann keine spanischen Europaabgeordneten wählen „

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    1. Stefan

      Ich denke, gemeint ist eher gewesen, das sich hier nicht ein Kandidat für die Liste seiner Partei zur Verfügung stellen kann, wenn es sonst noch keinen deutschen Kandidaten für die Partei gibt. Sonst gäbe es bestimmt einige, die hier z.B. En Marche wählen würden, aber mit dem Proxy FDP dazwischen lassen viele davon ab.

    2. Christian1313

      Das ist doch aber das selbe wie z.B. Mit der CSU außerhalb Bayerns.

      Mir ging es eher um die Art der Argumentation, Reichsbürger machen das auch so. (Holger ist natürlich kein Reichsbürger)

    3. holgi Beitragsautor

      Der bayerische Politiker macht aber auch keine Gesetze, die mich unmittelbar betreffen. Das EU-Parlament aber schon. Wenn ich das mit der Bundesrepublik vergleiche, besteht die EU ausschließlich aus einem Bundesrat und der Bundestag fehlt. Ich würde halt gerne europäische Partien wählen können und nicht bloß regionale (wobei die Region hier halt jeweils ein ganzer Staat ist).
      Und was Stefan sagt.

    4. Christian1313

      „Der bayerische Politiker macht aber auch keine Gesetze, die mich unmittelbar betreffen“

      Ich sprach von Bundestagsabgeordneten . Die machen schon Gesetze die dich betreffen.
      Die kannst du nicht wählen (Stichwort Landeslisten), war alles schon mal hier im Unterricht.

  2. Eule

    Bayerische Politiker die außerhalb Bayerns niemand wählen kann sind Teil der Koalition, also der Bundestagsmehrheit. (Sogar ein wichtiger Teil; anders als bei früheren „GroKo“s würde es ohne die CSU diesmal nicht reichen.) Überhaupt werden alle Bundestagsabgeordneten mehr oder weniger regional gewählt; die Direktkandidaten nach Wahlkreis und die Listenkandidaten nach Bundesland. Es fühlt sich weniger regional an weil die meisten Parteien bundesweit antreten und überall gleich heißen, aber technisch gesehen treten bei Bundestagswahlen auch z.B. 16 eigenständige regionale „SPDen“ an, die sich aus Marketing-Gründen auf eine/n gemeinsame/n Spitzenkandidat(e|i)n verständigt haben. Bei der Europawahl passiert auch nichts anderes.

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  3. Arne

    Das konnte man bis 2012 in HH gut sehen. Bis dahin sind die Grünen in Hamburg als GAL, Grün-Alternative Liste, aufgetreten. Erst seit kurzem heißen die Hamburger Grünen ebenfalls Bündnis 90/Die Grünen. Man hat also „seinen“ GAL-Kandidaten gewählt, auf Bundesebene wurde die Stimme aber für Bündnis 90/Die Grünen gezählt.

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  4. Andreas Decke

    Zum Thema „Relevanz Herstellen“, gezielt für Schüler und Schülerinnen (und allgemein junge Europäer), musste ich an das Projekt „Wohin mit Europa? Junge Europäer auf der Suche nach gemeinsamen Zielen“ denken. Hierbei handelt es sich um ein Buch, dessen Kernziel eben genau da ansetzt, Europa emotional zu erklären und die europäische Leidenschaft für junge Menschen zu wecken . Eine weitere sehr coole Sache ist, dass nicht nur aus deutscher Sicht geschrieben wird, sondern ein internationales Team junger Europäer als Co-autoren zusammenarbeitet. Da musste ich schon einmal dran denken, als ihr über einen gemeinsamen Europäischen Geschichtsunterricht geredet habt (ich glaube das war in der Wochendämmerung). Vielleicht lohnt es sich ja mal für den einen oder anderen auf der HP vorbei zu schauen =)
    http://www.wohin-mit-europa.de

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  5. Simon

    Die EU hat schon seit 2013 (Beitritt Kroatiens) 28 Mitgliedsstaaten, das war nicht gerade gestern. Aber ich war auch schon in allen und weiß das daher.

    Die Zwergstaaten werden außenpolitisch nicht durch die Großstaaten repräsentiert, keine Ahnung, woher die Aussage kommt. Es gibt nur ein buntes Sammelsurium aus Abkommen mit der EU und/oder den umliegenden Nationen. Der Vatikanstaat hat beispielsweise mit Italien eine offene Grenze und ein Zollabkommen, ist aber weder der EU noch dem Schengen-Abkommen noch der Europäischen Zollunion beigetreten. Er unterhält selbst keine diplomatischen Beziehungen zur EU (das macht der Heilige Stuhl) und lässt sich außenpolitisch nicht von Italien vertreten. Monaco ist dem Schengen-Abkommen nie beigetreten, der Hafen und der Flughafen sind aber absurderweise Teil des Schengen-Abkommens (!), weil Frankreich dort kontrolliert. Andorra hat nicht mal Zollabkommen mit Frankreich und Spanien und hat sich auch sonst viel Zeit mit den Beziehungen zur EU gelassen, hat aber andererseits auch schon vor dem Beitritt zur Eurozone 2012 fröhlich und illegalerweise den Euro als einzige Währung genutzt (so wie es Montenegro immer noch tut).

    Die stärkste Bindung an den umliegenden Großstaat besteht wahrscheinlich bei San Marino, aber das liegt halt an der Geschichte (Italien hat San Marino ordentlich unter der Knute) und nicht an der EU.

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