Patreon/Steady vs. SEPA

Unter anderem lebe ich von der Produktion dieser Podcasts hier. Meine Podcastfrittenbude funktioniert so, dass ich meine Produktionen verschenke und die Hörerschaft dazu einlade, mir eine „Spende“ (juristisch ist das eine normale Einnahme) in die Kasse zu werfen, damit das Angebot am Leben bleibt. Neben SEPA oder Paypal gibt es zwei weitere mögliche Wege, das zu tun: die Dienste Patreon und Steady.

Ich sehe zwei Argumente, die aus Produzentensicht für diese Dienste sprechen können. Einerseits stellen Sie eine Paywall zur Verfügung, hinter der zahlende Kunden exklusive Inhalte finden – das gibt es bei mir aber nicht, alle bekommen immer alles. Andererseits bieten sie möglicherweise Netzwerkeffekte, stellen also eine Art Schaufenster dar, in dem Wrint von Menschen entdeckt werden kann, die eigentlich nach etwas anderem gesucht haben, und zu Spendern werden – ich habe aber keine Möglichkeit, nachzuvollziehen ob dieser Effekt tatsächlich eintritt. Außer „Geld einsammeln“ – was natürlich super ist – tun diese Dienste also nichts für mich, sondern schaden mir möglicherweise sogar, weil sie unnötige Kosten erzeugen.

Betrachte ich das Ganze aus Spendersicht und rechne aus (Danke, Tim!), wie viel von dem Geld, das ich in den jeweiligen Hut werfe, auch tatsächlich beim Produzenten ankommt, sehe ich kein einziges Argument mehr für Patreon oder Steady, denn von jedem Euro bekommt der Produzent gerade mal 70ct. Egoistisch formuliert: trotz einer Spendenbereitschaft von 100% erziele ich nur 70% Einkommen.

Was übersehe ich? Warum benutzt ihr lieber Steady oder Patreon anstelle von SEPA?

90 Gedanken zu „Patreon/Steady vs. SEPA

  1. Arno Schmidt

    Ich unterstütze 10 Podcaster aus aller Welt über Patreon. V.a. bei den Ausländischen würden mir Daueraufträge nichts nützen. Zudem erlaubt mir das einen guten Überblick über alle meine Ausgabe.

    Ich gebe zu bedenken: Wenn Du Umsatzsteuer aus den Spenden bezahlst, kannst Du aus allen Betriebsausgaben auch die Vorsteuer ziehen, also im Prinzip aus allen Anschaffungen, die Du in Deinen Shows erwähnst.

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    1. dura

      Also, wenn wir hier behaupten, dass Patreon 30% behält, weil das bei 1 Euro der Fall ist, dann behält die Post in diesem Beispiel 70%! Okay, die muss der Versender zahlen und spürt das daher, aber trotzdem lohnt sich das dann erst bei hohen Beträgen.
      Aber das ganze ist leider dann für Podcaster, die davon leben, kaum planbar und für die Hörer auch null transparent.
      Außerdem ist die Warscheinlichkeit, dass so mal ein oder mehr Briefe verloren geht, ohne das irgendjemand es merkt gar nicht so niedrig, wenn jemand mitbekommt, dass da regelmäßig Geld hingeht. Auch aus dem Ausland ist das schwieriger und teurer.
      Für mich also eher nicht so doll.

  2. bediko

    Bei Patreon hab ich als Spender den Vorteil dass man da X Euro pro Folge automatisch zahlen könnte, mehr seh ich aber auch nicht

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  3. Tilman Baumann

    Die Einstiegshürde für Partreon ist geringer. Und ich kann mein Sponsorenbudget an einer Stelle verwalten.
    Ein Klick und alles passt.

    Ich will eigentlich nicht für jeden Produzenten einen eigenen Sonderweg nehmen.

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    1. Hans

      Ist das nicht bei Daueraufträgen genauso? Alle an zentraler Stelle, im Online-Banking meines Girokontos.

    2. floppi

      Ja Hans, nur ist Patreon der quasi-Standard für Medienschaffende geworden und nicht jeder lässt eine Banküberweisung zu, vor allem keine Amerikaner.

  4. FH

    Ich nutze Patreon, weil ich es für einen sehr komfortablen Weg halte, meine Dankbarkeit für die von Dir „erbrachten Leistungen“ zu zeigen. Ich kann ja manchen Künstlern zB nicht nur pro Monat, sondern auch pro Titel spenden. Das Angebot von Patreon darf dabei gern auch Geld kosten – mir war jedoch, so wird es bestimmt vielen gehen, bisher der Anteil nicht klar.

    Aber fragt doch mal an, ob es nicht auch eine Option dort geben könnte: 1 Euro an Holgi spenden plus 30ct für Patreon macht – konkret – 1,30 EUR von meinem Konto. Es ist vielleicht nicht in Patreons Interesse, weil dann die ja doch signifikante Höhe der „Verwaltungsgebühr“ klarer wäre, aber bei Dir würde genau die Summe ankommen, die ich ursprünglich spenden wollte.

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  5. Felix

    Ich bevorzuge SEPA, man weiß, dass es beim Schaffenden ankommt. Eine Anmeldung bei den Portalen dauert länger als einen Dauerauftrag einzurichten. So hab ich einen leichten Überblick über meine Ausgaben, kann sie stornieren wann ich will und zahle nicht für einen Dienst, der nichts leistet.

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    1. Peter

      Für mich als Spender ist der Mehrwert wirklich gering, wenn man Patreon nutzt. Für den Empfänger ist es natürlich toll ein Paywall zu haben und andere Boni zu verwalten. Ich finde aber gerade bei Podcasts exklusive Episoden oder verlängerte Folgen wenig attraktiv, da ich mehr Podcasts abonniert habe als ich hören kann und dann in der Regel verzichte.

    2. Michael Lamertz

      @Peter, die Projekte/Personen die ich bei Patreon unterstuetze generieren nur in ganz wenigen Ausnahmen exklusiven Content. Der Content wird z.B. auf Patreon eine Woche vorher veroeffentlicht. Ausnahme ist Amanda Palmer, die eine umfangreiche Kommunikation mit ihren Patrons pflegt. Aber die „Things“ die sie dann tatsaechlich fuer Kohle generiert, die gehen eigentlich nach einer Weile alle in die Oeffentlichkeit.
      Ich finde es gut, wenn die Kuenstler/Schaffenden das auch genau so handhaben. Ich unterstuetze nicht, um Mitglied in „elitaerem Club X“ zu sein, sondern wegen der Arbeit, die die Person bereits geleistet hat, und die ich gut und/oder wichtig finde.

  6. Kai

    Eigentlich habe ich keinen vernünftigen Grund und habe diese Nachricht jetzt auch als Anlass genommen meine Patreon Spende auf SEPA umzustellen. Der Grund warum ich ursprünglich Patreon verwendet hab ist, dass andere gerade solche, die nicht in Deutschland leben, kein SEPA anbieten und manche einige Erzeugnisse hinter eine Patreon Paywall stecken. Dann war es einfach einfacher alles an einem Ort zu haben, im Endeffekt also schlicht Faulheit, die aber keine 30% rechtfertigt.

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  7. Thomas

    Ich hab die Diskussion bei Tim schon mitverfolgt und ja auch einen Blogeintrag dazu geschrieben. Im Nachgang der Unterhaltung mit dir, Toby und Kadda auf Facebook, habe ich beschlossen allen deutschen Podcasts nur noch SEPA Überweisungen zu schicken. Jetzt habe ich die Gewissheit, dass du das bekommst, was ich dir geben kann. Die Überweisungen sind auch weitaus einfacher planbar, weil feste Summen, was Patreon nicht ist, weil das in Dollar abrechnet.

    Ich vertraue der Entdeckungsmöglichkeit durch diese Plattformen nicht und habe da bisher auch nie drauf gesucht. Meine Entdeckungsplattform heißt twitter.

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  8. Uwe

    Ich unterstütze auch YTer aus dem Ausland. So ist es recht einfach einen Dienst für alle zu nutzen. Früher mit Flattr war es ebenso einfach. Ein Dienst für alle. Egal ob von Nah oder Fern….

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  9. Bartosz Schneider

    Neben der Möglichkeit, viele Produzenten einfach auf einer Platform unterstützen zu können (und meine Unterstützung dort auch leicht wieder kündigen zu können), hat Patreon eine schöne Feedbackfunktion: du kannst dort Ziele definieren, sodass Unterstützer direkt mitbekommen, was du mit dem Geld machen möchtest. Das ist psychologisch ziemlich clever. Natürlich kriegst du auch von mir gerne einen Groschen, weil du geilen Content machst. Aber angenommen, du schreibst da hin: „ab 2000 Euro im Monat mache ich eine Folge NSFW pro Woche“ oder „ab 3000 Euro kann ich mir neues Equipment kaufen“… dabei musst du ja keinen exklusiven Content nur für Backer anbieten. Diese Ziele machen, zumindest bei mir, den Geldbeutel ein Stückchen weiter auf. Guck dir vielleicht mal die Patreonkampagne von Stay forever an. Die haben zwar auch exklusiven Content, aber machen das insgesamt ganz gut und sind bei fast 10k im Monat…

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  10. Christian Berger

    Also was auch noch gegen Patreon spricht ist, dass die eine Website haben die (zumindest als ich das noch nutzte) nicht funktioniert hat, und dass die die E-Mailadressen der Nutzer an Spammer weitergegeben haben. (Stichwort Patreon Leak)

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  11. Florian Halt

    Gleiche Prinzip wie bei iTunes und Co. – Ich habe es an einer Stelle und muss nicht mehrere Plattformen verwalten und habe eine Abrechnung pro Monat.

    Darüber hinaus merkt man bei den unterstützten Podcasts eine zusätzliche Bemühung Inhalte interessanter zu gestalten (Auch wenn dies nicht nötig, zeigt es doch dass Konkurrenz das Geschäft belebt). Es ist eine schöne Euphorie die man beobachten kann und es macht Spaß daran teilzunehmen.

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  12. Goukaruma

    Ich bin faul und Patreon ist einfach zu managen. So gut wie jeder hat es und es kostet mich einen klick jemanden zu unterstützen oder zu kündigen. Sicher wenn ich nur eine Person unterstürzen würde dann wäre es mir egal aber es ist gut für mich alles auf einen Blick zu haben. Ich möchte keinen „tropfenden Wasserhahn“ haben bei den ich für etwas zahle das mich vor 5 Jahren mal interessiert hat.

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  13. Thomas

    Ich verwende Patreon, weil ich nicht in Europa (Kanada) wohne, und es schwierig ist irgendetwas zu benutzen, was nicht über Kreditkarte abgebucht wird.

    Wenn es etwas gibt das über Kreditkarte funktioniert und du mehr abbekommst als bei Patreon, währe ich sofort dabei.

    Aber SEPA ist leider außerhalb von Europa leider schwierig.

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  14. Tobi

    Für meinen Geschmack ist das Patreon- und Steady-Geschäftsmodell fast parasitär, da sie mit Deinem (und dem von anderen) Content Geld machen. 30% Gebühr ohne erwiesenen, handfesten Nutzen? Das würde sich kaum jemand im echten Leben trauen… SEPA funktioniert doch, ist einfach, kostenfrei (innerhalb Europas zumindest). Ob Dauerauftrag oder mal einzeln einen grösseren Betrag – Hauptsache es kommt vollständig bei Dir an.

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  15. Daniel

    Hi Holger,

    aus meiner Sicht ist es simple Gewohnheit. Aber so eine wirklich grundsätzliche, die für alle möglichen Medien-Bezahlsituationen gilt, die man schon lange verinnerlicht hat.

    Ich bin es gewohnt, beispielsweise Netflix per Lastschrift zu bezahlen. Mein Podcatcher, in welchem du in der Netflix-Analogie eine meiner Lieblings-Serien symbolisierst, ist nun eine Art Audio-Netflix: Ein bunter Strauß an bestimmten Medieninhalten, die ich on demand konsumieren und dafür auf einmal zantral bezahlen kann. Analog gilt das für alles mögliche: Rundfunkbeitrag für TV und Radio, Spotify für kommerzielle Musik, Soundcloud Pro für Mixes etc. etc. Somit fühlt es sich logisch und richtig an, seine Podcasts auch „zentralisiert“ zu bezahlen, Patreon ist sozusagen meine Podcast-GEZ.

    Was also aus meiner Sicht „für“ Patreon spricht ist, dass es sozusagen den Mechanismus einer kulturellen Praxis ausnutzt. Sich die Nutzung also für uns Mediensuchtis logisch anfühlt. Dass ich diesen Mechanismus vermute und trotzdem bisher nicht widerstehen kann ihm nachzugeben, spricht nicht gerade für mich 😉

    Gruß
    Daniel

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  16. DasBilligeAlien

    Patreon bietet nur Bazahlstufen basierte Infratruktur an. Keine Möglichkeit nach Künstlern zu „browsen“ es gibt zwar hier und da Promoaktionen aber die sind eher irrelevant.

    Patreon nimmt einen Anteil. Paypal nimmt einen Anteil. Direkte „Spende“ wäre immer besser. Aber das ist in meiner Erfahrung der Knackpunkt. Es spendet keiner. Ein simpler Paypal Button funktioniert nicht. Nutzt kaum jemand.
    Patreon wird dagegen gut akzeptiert. Auch weil es eher „Abos “ erzeugt als einmal Zahlungen. Die meisten Künstler/Produzenten haben schlicht nicht den Willen eine ordentliche Bezahlinfrastruktur aufzuziehen.
    Und jetzt da Patreon akzeptiert ist, ist es natürlich einfach mitzumachen.

    Steady kenn ich nicht.

    SEPA funktioniert nicht wenn man starkes Internationales Publikum hat. Sobald 30-40% deiner Leser/Fans/Hörer aus den USA stammt musst du zweigleisig fahren. Das für dich jetzt irrelevant. Aber für englisch sprachige Online Comics zum Beispiel ziemlich essentiell.

    Soweit meine Gedanken.

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  17. Simon

    Mir waren die 30% Gebühr nicht bekannt.
    Ich nutze Patreon nur weil ich es mal testen wollte.
    Umstellen auf SEPA ist kein Problem.

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  18. Ben

    Für mich war bisher die Einfachheit der Bezahlmöglichkeit der Grund Patreon zu nutzen. Exklusive Angebote von anderen Podcastern könnte ich zwar nutzen, mache es aber nicht. Jetzt wo ich weiß, wie viel Patreon einstreicht, werde ich zum Dauerauftrag wechseln. Sollst schon das erhalten, was ich Dir geben will.

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  19. joba

    Hallo Holger,
    für mich ist es ganz einfach eine Frage der Bequemlichkeit. *schäm*

    Es gibt wenige Dinge, die mich mehr nerven, als die Pflege von Überweisungen bei meiner Bank.
    Patreon, Steady, Paypal – ein paar Klicks und die Sache läuft. Dazu gibts regelmäßig eine Info, so dass man das Gesamtbudget im Auge behalten kann.

    Früher habe ich gerne Flattr genutzt und dort auch über die Jahre viele hundert Euro verteilt. Später kamen künstliche Hürden ins Spiel: das nervige Aufladen des Flattr-Kontos über wenige, zum Teil exotische Payment-Dienstleister; der Unsinn, dass man das Budget zeitweise nur in 5€-Schritten modifizieren konnte; Blockade durch Apple usw.

    Ich habe mich in der Zeit danach immer wieder dabei ertappt, dass ich die Schwelle zur Einrichtung der Unterstützung für Podcaster/ Blogger als „so hoch“ empfunden habe, dass ich es dann ganz gelassen habe.

    In der Spitze habe ich vielleicht zwei, drei Dutzend Empfänger mit Trinkgeld beworfen.
    Sowas per Banküberweisung leisten zu sollen, ist eine kleine Horrorvorstellung für mich.

    Das ist mir persönlich „nur“ peinlich. Für euch als Kreative in der letzten Konsequenz jedoch eine Katastrophe, wenn alle so handeln, wie ich. Patron & Co. sind ein „schmutziger“ Kompromiss.

    Ich bin aber gerne bereit, auf eine für beide Seiten bessere Alternative zu wechseln.

    LG,
    Jochen

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  20. Clemens

    Bei mir ist der Hauptgrund, dass ich Transaktionen in Fremdwährungen minimieren möchte. Ich habe nur Norwegische Kronen zu verspenden, und unterstütze auch nicht nur Leute im SEPA/Euroraum. Eine gesammelte Transaktion pro Monat ist da für mich deutlich günstiger als viele kleine.

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  21. Christoph

    Die Einrichtung einer Sepalastschrift kostet mittlerweile auch oft Geld. Patreon ist achon einfacher, aber ich werde auch umstellen. Die 30% kann ich dann lieber einmal in die Einrichtung stecken und bei Dir kommt im Endeffekt mehr an.

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  22. Florian

    Aus meiner Sicht als „Spender“ bieten Patreon oder Steady einfach ein Großes Plus an Komfort. Wenn ich auf diesem Weg jemanden unterstützen will, muss ich nur einen Namen eintippen und zwei Klicks später ist alles eingerichtet. Für einen SEPA-Auftrag muss ich mich bei meiner Bank einloggen, IBAN suchen und kopieren, einen neuen Dauerauftrag anlegen und Datum und sonstiges Gedöns ausfüllen, eine TAN generieren usw. Das Onlineportal meiner Bank ist jetzt auch nicht gerade das UX-Paradies. Den Aufwand würde ich für WRINT sicher gern treiben, für viele andere kleinere, einzelne Podcasts aber nicht unbedingt. Natürlich muss ich mir da eigentlich an die eigene Nase fassen und meine Bequemlichkeit überwinden, aber wir wissen ja alle dass die meisten Menschen eben bequem sind, und so ist die Frage ob ein Dienst wie Patreon oder Steady insgesamt nicht so viel mehr Leute zum Spenden bringt dass die 30% zwar bei einigen fehlen die sonst per SEPA spenden würden, man insgesamt aber trotzdem mehr Geld zusammen bekommt.

    Bei der Unterstützung via Patreon oder Steady habe ich zudem eine gute Gesamtübersicht, welches Angebot ich mit wieviel Geld unterstütze, wann die letzte Folge erschienen ist usw. Das stelle ich mir umgekehrt auch als Produzent als nützlich vor, wenn ich jederzeit abrufen kann, wie viele Leute mich mit wie viel Geld unterstützen – das ist beim Dauerautrag nicht gegeben.

    Zudem bieten die Dienste einen Rückkanal. Der könnte natürlich auch über eine Podcastfolge oder eine Twitternachricht abgebildet werden, trotzdem ist er nicht so direkt.

    Die Entdeckunsmöglichkeiten hingegen spielen für mich persönlich bisher keine Rolle, ich kann mir aber sehr vorstellen dass das nützlich ist.

    Für mich ist Patreon einfach das, was am ehesten an das frühere Flattr rangekommen ist, nachdem Flattr selbst leider nicht mehr benutzbar gewesen war.

    Zu bedenken geben möchte ich, dass Patreon und Steady damit durchaus eine Dienstleistung erbringen, Apps und Infrastruktur insbesondere für Payment bereitstellen usw. Man kann sicher diskutieren ob das 30% wert ist, aber die Services als parasitär zu bezeichnen finde ich deutlich über das Ziel hinausgeschossen.

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  23. Stefan (Loqui)

    Gut das Du es noch mal angesprochen hast, wollte eh schon längst auf SEPA umstellen, ist zwar einmalig mehr Aufwand, ein kleiner, aber man muß halt was extra tun. Jedenfalls ist bei mir jetzt Patreon weg, dafür SEPA da.

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  24. dura

    Patreon (u.ä.) sind in erster Linie einfacher. Oftmals für beide Seiten, man kann schneller unterstützen, aber auch schneller wieder wegnehmen. Ich höre aktuell kaum einen deiner Podcasts, ist bei mir oft ein Phasending, aber trotzdem hab ich dich bei Patreon zufällig gesehen und wollte dir für alles was du bisher gemacht hast etwas zurückgeben, die Überweisung hätte ich daher bei dir zu dem Zeitpunkt eher nicht eingerichtet.
    Der Produzent hat (denke ich mal) eine Übersicht, wer einen unterstützt und kann, wie in diesem Fall per E-Mail von dir, direkt mit den Nutzern in Kontakt treten. Auch die ganze Umsatzsteuer erschien mir inzwischen einfacher (da korrekt vom EU-Herkunftsland versteuert), dass will man als Einzelperson vielleicht nicht alles nachprüfen müssen.
    Auch schaue ich gerne, wie viele einzelne Künstler über Patreon einnehmen und gebe dann ggf. sogar ein wenig mehr, wenn der Betrag mir viel zu wenig erscheint.
    Andererseits gewöhnt einen Patreon (leider!) sehr an Zusatzinhalte, die man sonst nicht bekommt, wobei ich generell lieber Leute unterstütze, die das nicht machen (wie dich).
    Zusätzlich können beim Überweisen auch kosten enstehen und vielleicht möchten Leute auch ihre IBAN zu wenig wie möglich verbreiten.

    Generell finde ich aber SEPA sehr unterstützenswert um eben die Kosten zu senken.

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  25. Simone

    Ich möchte am liebsten eine Möglichkeit haben, die klar und übersichtlich ist, um Podcasts zu unterstützen. Leider haben viel zu wenig Podcast die Möglichkeit der SEPA-Überweisung.
    Was ich noch ganz nett finde bei Patreon, dass es verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung gibt. Bei SEPA wäre ein Modell a la 1€ pro Podcast ja nur manuell möglich und damit keine Option für mich. Sowas bietet Patreon.

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  26. Stefan Schmidt

    Mir gehts da wie vielen, es ist bequemer alles, auch international, zentral zu managen. 30% mag viel sein, aber im Gegensatz zu Flattr Scheit das ein tragfähiges Geschäftsmodell zu sein.

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  27. André

    Wenn ich per SEPA überweise, möchte meine Bank auch 10 Cent für die Transaktion. Bei einem Euro wären das auch 10%. Dreimal soviel ist natürlich wirklich ziemlich frech. Aber aus Nutzersicht schätze ich die einfache Handhabung. Und ich sage mal so: die Hürde, eine Überweisung einzurichten, war für mich bislang schlicht zu hoch. Da kämen nicht 70% sondern gar nichts bei Dir an.

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  28. Michael

    PayPal hat den klaren Usability-Vorteil und deutlich weniger Gebühren. Sie bieten übrigens auch die Möglichkeit einen Knopf für regelmäßige Zahlungen einzurichten.

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  29. Sabrina

    Ich unterstütze 12 Podcasts, die ich schon „jahrelang“ höre, regelmäßig per Banküberweisung. Darüber hinaus unterstütze ich aber auch einige Formate mit Patreon und Steady, die ich eher „für den Moment“ höre und mit denen ich eher ungern meine Bankdaten teile. Ich schätze die Flexibilität (Zahlung per Episode/fester Zeitraum, mehrere Zahlungsmöglichkeiten, über Deutschland hinweg, Zahlung nicht an eine einzelne Person, sondern Format) und zahle deswegen gerne (mehr) für den Service. An der ankommenden Geldmenge ändert es nichts, weil ich per Überweisung dementsprechend auch weniger überweise.

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  30. Sabrina

    Ach und ich schätze die Transparenz bei Patreon und Steady. Ich finde es fair zu sehen, wie viele Spenden jemand schon bekommt und mache davon unter anderem auch meine Spendenhöhe abhängig.

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  31. mithrandir

    Ich spende einmal im Jahr via SEPA. So habe ich in den Weihnachtsferien an einem Tag ein bisschen was zu tun und sammle Karmapunkte beim durchführen der Überweisungen an meine einzelnen Podcaster.
    Die Nutzung der einzelnen Dienste kann ich nicht nachvollziehen.

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  32. j0hn

    „Egoistisch formuliert: trotz einer Spendenbereitschaft von 100% erziele ich nur 70% Einkommen.“

    Ja stimmt schon, aber du musst ja dahin wo die user sind. Und viele user haben auf SEPA „Stress“ keine Lust. Sicherlich gibt es viele Argumente für SEPA aber Du die wirst die Hörer nicht erziehen können. Wenn z.B. ein online Shop meine gewünschte Zahlungsart nicht anbietet, dann kauf ich woanders. Wenn ein podcaster nur exotische oder beschränkte Unterstützungsmöglichkeiten anbieten, dann lass ich es. (Es sei denn ich bin wirklich ein mega Fan). Also lieber 70% Einnahmen der Spendenbereitschaft also 0%.

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  33. Andreas

    In erster Linie nutze ich Patreon, weil es einfach ist. Durch die App habe ich simplen Zugriff auf die exklusiven Inhalte. Podcasts kann man zudem mit speziellen RSS-Feeds abonnieren. Ich unterstütze vor allem Formate, die exklusive Inhalte für Unterstützer anbieten.

    Die Anbieter, die ich unterstützen möchte, sind schon dort. Die Platform ist also für meinen Medienkonsum eine zentrale Anlaufstelle. Mit Patreon kann ich auch viele interessante ausländische Anbieter unterstützen.

    Ich kann Umfang und Ziel der Unterstützung schnell anpassen. Es gibt die Möglichkeite Inhalte auch pro Ausgabe und nicht pro Zeitraum zu unterstützen. Es gibt eine eingebaute Transparenz, da das Funding und die Ziele gut wiederspiegelt.

    Ich möchte nicht noch mehr Transaktionen auf meinem Girokonto. Wegen der Vielzahl und vergleichsweise schlechten Übersichtlichkeit im Banking ist eine zentrale Abbuchung einfacher.

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  34. Stan

    Auch ich favorisiere einen zentralen Ort um alle Anbieter, darunter viele ausländische, zu unterstützen. Eine zentrale monatliche Übersicht erlaubt es mir schneller einen Überblick und eventuellen Anpassungsbedarf zu ermitteln.
    Ich nutze Patreon nur als Zahlungsplattform. Die Zusatzleistungen interessieren mich nicht.
    Auch finde ich die Abrechnung pro Folge praktisch. Entscheidet sich ein Anbieter eine längere Sommerpause zu machen oder ganz aufzuhören, passt sich mein Spendenvolumen automatisch an. Bei SEPA müsste ich mich darum kümmern.

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  35. Lennart

    Hallo Holger,

    ich bin den umgekehrten Weg gegangen und habe von SEPA auf Patreon gewechselt, aus folgenden Gründen:

    1. So ziemlich alle kreativen Projekte, die ich neben deiner selbst unterstütze, sind da. SEPA mag billig sein, ist aber anstrengender zu verwalten als Patreon. UX Technisch kannst du SEPA voll haken (Siehe ende)

    2. Die Umsatzsteuer zahle ich bei Patreon als Konsument. Wenn ich dir $1 spenden würde, würden mir $1.19 berechnet werden. Bei SEPA hast du effektiv den Hut auf von deinen Spenden die 19% abzuziehen. Ich würde wetten, die wenigsten deiner Nutzer wissen dass die SEPA spende auf deiner Seite trotzdem steuerpflichtig ist und bedenken das.

    3. Patreon ist transparent. Man kann sehen, wie viel du ungefähr im Monat über diesen Kanal bekommst. Transparenz ist für mich als Spender nicht unwichtig. SEPA ist eine Blackbox.

    Zur SEPA UX: Folgendes muss ich machen um dir bei SEPA was zukommen zu lassen:
    1. Ewig lange IBAN kopieren oder aufschreiben
    2. Auf die Webseite meiner Bank mich einloggen
    3. Und nun frage ich mich: Überweisung? Oder lieber Dauerauftrag? Oder lieber doch nix spenden?
    4. Ich muss die Überweisung ausfüllen. Bei meiner Bank ist das ein 3 Stufiger Assistent. Onlinebankingseiten an sich sind UX technisch schlimm.
    5. Ich muss meinen TAN generator suchen und danach meine Bankkarte um eine TAN zu generieren.

    Legen wir nun mal Patreon dagegen:

    1. Ich logge mich ein
    2. Ich klicke auf „Ich möchte Holgi unterstützen“
    3. Das war’s.

    Wenn wir nun mal aus der Sicht eines UXlers draufgucken, würde ich vermuten, dass die Absprungrate bei Spenden via SEPA extrem viel höher ist. Ja Patreon ist nicht optimal. Aber es kostet dich nichts, es bringt dir, wenn du es richtig managest, wesentlich mehr. Guck‘ dir z.B. mal den Stay Forever Podcast an, was die machen. Da ist richtig potential drinnen, was du ausschöpfen könntest. Es liegt jedoch an dir, das zu tun.

    Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Lennart

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    1. Das-pearl

      Auf künstlerische leistung liegen 7% umsatzsteuer…
      Einkommensteuer wird anhand des zu versteuerten einkommens fest gesetzt. Das sind vermutlich in den wenigsten fällen 19%…
      Zuwendungen sind umsatzsteuerfrei, weil um eine umsatzsteuer zu erheben brauch ich ne rechnung für eine dienstleistung. Der hut ist lediglich einkommen aus schenkung in dem sinne…

  36. Jan

    Ich unterstütze dich via Patreon, aber eigentlich nur aus Sammelgründen. Patreon hat eine bessere Übersicht als mein Onlinebanking, wenn ich wissen will, wie viel ich mtl. an Künstlergroschen verteile.

    Hätte ich 20x Kleinvieh auf dem Kontoauszug hätte ich schneller Angst, dass es Überhand nimmt. Eine einzelne Patreon-Lastschrift ist okay.

    Aber 70% ist schon krass. Eventuell sollte ich da mal über meinen Schatten springen..

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  37. Dentaku

    Wie schon auf Twitter geschrieben: der Grund ist nur Prokrastination. Ich hätte das schon lange umgestellt gehabt haben wollen.

    (kritzelt auf seiner ToDo-Liste rum)

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  38. Peter

    Pure Gewohnheit. Wenn ich eh schon Podcaster, Youtuber oder Musiker aus dem Ausland via Patreon unterstütze, ist die Hürde auch noch den Holgi dazuzuklicken tatsächlich kleiner als einen Dauerauftrag zu basteln.
    Für Tim habe ich interessanterweise (wie z.B. auch für netzpolitik.org) einen Dauerauftrag. Weil mir diese Projekte wichtig genug sind, den (gefühlten) extra Aufwand zu gehen.

    Ich stelle Dich auch auf SEPA um.

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  39. Michael Lamertz

    tl;dr: Die 30% gelten nicht fuer groessere Patrons; Der Mehrwert den mir Patreon bringt, ist mir die tatsaechliche Gebuehr wert.

    Hmm, ist die Info mit den 30% tatsaechlich korrekt?

    Das hier liest sich anders:
    https://patreon.zendesk.com/hc/en-us/articles/204606125-How-do-you-calculate-fees-

    Demnach behaelt Patreon fuer sich 5% ein. (#1 hinter dem Link)
    PayPal haelt fuer Europa die Hand mit 1% auf, mit einer Mindestgebuehr von 25ct und Maximal $20. (#3 hinter dem Link)

    Bei einer $1-Patronage entsprechen die 5% fuer Patreon und die 25ct Mindestgebuehr damit 30%. Aber nur fuer diese, und nur, wenn man nur dieses eine Projekt unterstuetzt.

    Da aber Patreon am Monatsende eine Gesamtrechnung stellt, sieht die Rechnung ganz anders aus, wenn man mehrere Projekte foerdert. (siehe #2 unter dem Link oben)

    Meine Patreon-Rechnung betraegt irgendwas zwischen EUR 35 und EUR 50. Der Mindestbetrag von 30ct spielt dabei keine Rolle, und somit betragen die Gebuehren bei mir 5% fuer Patreon plus 1% fuer PayPal. Davon ab geht noch der Betrag aus #2 (aus dem Link), aber mich wuerde sehr wundern, wenn der bei 24% laege.

    Die 5% gebe ich Patreon gerne, denn die Plattform hat fuer mich auch echte Vorteile.

    Primaer sind das fuer mich:

    * Einige KuenstlerInnen nutzen die Moeglichkeit zum direkten Dialog mit den Patrons ausgiebig. Das ist spannend, gibt einem die Illusion(?) ein kleiner Teil der ganzen Sache zu sein. Aber es bringt auch ehrliche Einblicke in Schaffensprozesse, und sogar reale Kontakte. Amanda Palmer hat einige meiner Fotos als Print, von einem weiss ich, dass es ihr eine Menge bedeutet, weil es ein besonderer Moment war. Ich selber habe von ihr Signierte Prints meiner Fotos hier an der Wand – vielleicht reiche ich mal eines davon bei WRINT Fotografie ein 😉 Einen solchen Zugang zu einer Kuenstlerin zu bekommen, ist ansonsten extrem schwierig (allerdings schon moeglich).

    * Kein „exclusiver Club“. Ich will gar keinen exklusiven Content, den nur „zahlende Gaeste“ sehen. Ich will einfach, dass die Kuenstler/Schaffenden davon leben koennen was auch immer sie machen. Bei den meisten bekommt man als Patreon einen zeitlichen Vorsprung, aber das Werk geht danach trotzdem (meistens) an die Allgemeinheit.

    * Einfaches Management meiner Unterstuetzungen.
    „Oh, Kuenstler ist bei Patreon?“ -> Kuenstler suchen, Betrag anklicken, fertig.
    „Oh, Kuenstler hat sich als NAZI-Kinderfresser geoutet und trennt seinen Muell nicht?“ -> Your Pledges -> Edit -> Delete.
    Es hat seinen Grund, dass Amazon mit „1-Click-Shopping“ so erfolgreich ist.

    * Zentrale Verwaltung und Ueberblick ueber meine Ausgaben.

    Soviel zu meinen Gruenden.

    Wenn Du und Katrin und Fr. Lila dabei bleiben, sehe ich fuer mich keinen Grund, umzustellen. Ich finde es wichtig, dass eine solche Plattform existiert.

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  40. sternburg

    Es folgt eine sehr persönliche Betrachtung. Vielleicht interessiert Dich das, Holgi – sonst sicher niemanden (hier muss niemand sonst weiter lesen).

    Ich betrachte aus Schmarotzer- Hörer-Sicht schon länger interessiert die Fragestellung: Wie können die Leute, die mir ihren geilen Scheiß erstmal schenken, u.U. vielleicht sogar davon leben? Ich will jetzt nicht zu weit ausholen. Verkürzt stellt sich die Historie im deutschsprachigen Raum aus meiner Sicht in etwa wie folgt dar: Meta-Ebene -> WRINT -> GL Geisterbahn -> Radio Nukular -> Rasenfunk. Alles Projekte, die bemerkenswerte Geldmengen einsammeln (was außerhalb meines Interesses passiert, weiß ich nicht).

    [irgendwo dort muss man aus meiner persönlichen Sicht auch noch Jens Weinreich einordnen, aber er podcastet ja nicht]

    Ich werfe wirklich gerne hier und dort mal etwas Kohle in den Hut (btw: Starke Metapher, bleib dabei). Auch außerhalb der genannten Angebote. Ich habe dazu bisher folgende Übertragungswege genutzt: a) Bargeld in einem Briefumschlag per Post, b) Überweisung.

    Ich habe dabei in Bezug auf b) jedes vorformulierte Angebot ignoriert und überwiesen, was mir persönlich – im Vergleich z.B. zu einem Spiegel-Abo – maximal egozentrisch als angemessener Betrag erschien. Wenn ich damit keinen Zugriff auf Extra-Inhalte erlange, ist mir dies egal.

    In all den Jahren hat mir noch niemand erklären können, warum ich statt der direkten Überweisung irgendeinen wie auch immer ausgestalteten Dienstleister nutzen sollte. Vielleicht bin ich für diese Welt einfach zu geizig. Aber ich sehe schlicht nicht ein, warum von den z.B. 20 Öcken, die ich da rüber schiebe, nur 17 Öcken ankommen sollen. Ganz ehrlich: Ich würde selbst bei 19,20 fuchsig. Wenn ich Dir Geld geben will, dann will ich Dir Geld geben. Und nicht irgendeinem Dienstleister.

    Um jetzt mal den Bogen zurück zu meiner Einleitung zu schlagen: Für Radio Nukular funktioniert dies anscheinend hervorragend. Weil sie es schaffen, Ihr Publikum auf diesen Kram zu schaufeln. Wo sie große Bonus-Beiträge bieten in einer Umgebung, die sie wahrscheinlich ihrem Publikum auf ihrer eigenen Website so nicht mit dem dafür notwendigen Distinktionsgewinn und Komfort bieten könnten. Versteh mich nicht falsch: Ich bin großer Fan von Radio Nukular und deren Publikum. Aber Geld über Patreon dahin schieben? Niemals (und ich habe 2 x Eintritt für deren Live-Shows bezahlt und bereue keinen Cent).

    tl;dr: Hast Du ein Angebot neu am Start, das viele Leute nutzen werden, dann schiebe sie meinetwegen auf Patreon. Bist Du aber z.B. Holgi, dann lass sie doch einfach überweisen.

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    1. Mr. Toast

      Aber wenn du für ein Tourticket bezahlst, geht doch auch Geld an verschiedene Diensleister, die du vielleicht gar nicht unterstützen willst. Wieso bereust du das nicht, aber Patreon schon? Weil das ist für mich schon vergleichbar. Sie stellen eine Umgebung zur Verfügung (die evtl. für den einen nützlicher ist, als für den anderen) und nehmen dafür ihren Anteil.

  41. Konrad

    Ich hatte Patreon bevor ich angefangen habe, WRINT zu unterstützen; hauptsächlich für Podcaster aus Übersee.

    Damit war es dann ein Klick vs. bei Bank einloggen, suchen, wie das geht, Bankverbindung suchen, EC-Karte holen, TAN-Generator holen…

    Die 30% waren mir bewusst. SEPA steht für deutsche Künstler schon länger auf der TODO-Liste, aber ist halt eben Aufwand…

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  42. Prinzessin

    Ja, Holgi, mir geht es wie den meisten hier. Patreon macht es mir leicht, viele verschiedene Podcaster zu unterstützen. Da Deine Podcasts wirklich auffällig gut sind, wäre ich für Dich auch bereit zukünftig zu überweisen…

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  43. Dennis

    In Amerika sind die Buchhaltungskosten meist auf Basis der Anzahl der Ankommenden Transaktionen, daher ist es bei vielen kleinen Beträgen vielleicht sogar günstiger dort Steady/Patreon zu nutzen. Kann ein Grund sein oder nicht, ich kanns leider nicht genau sagen.

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  44. Jonas Jahnke

    SEPA bedeutet ich muss mich bei meiner Sparkasse einloggen, Daten rein fummeln und dann die TAN nachschmeißen. Ist natürlich kein Marathon aber im Gegensatz zu Klick-Klick-Go halt doch etwas unkomfortabler.
    Gibt es nicht die Möglichkeit ein PayPal-Button mit Variablen Wert auf der Seite hier einzubinden? So wie es humblebundle macht.

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  45. FadingSun32

    Eine spannende Frage, vorallem aus einer für mich eher überraschenden Perspektive.
    Patreon ist mir persönlich durchaus suspekt, allerdings weil es dazu verführt meine Ausgaben für Unterstützung wesentlich zu erhöhen. Früher hab ich halt 1-2 mal im Jahr bei Leuten die mir zusagen für jeweils 50-60EUR Dinge (meist Bilder, da ich hauptsächlich bei Zeichnern/Fotografen reinsehe) im Jahr gekauft .. mit Patreon kommen jetzt 20-30 Leute und sagen mir „gib doch nur 1-2 EUR pro monat, is doch nicht viel, das kannst du doch machen“ ..
    Der 2. Punkt der mich an Patreon stört ist der Druck den es auf viele Produzenten aufbaut, wenn man viel Geld haben will richtet es man so ein, daß die Zahlung pro Produziertem wasauchimmer erfolgt, also wird viel produziert. Was dann im Nachgang dazu führt, daß ich teilweise mit mehr content zugespammt wurde als ich verarbeiten kann.
    Was mich an Patreon am wenigsten stört .. sind die Gebühren. Das Ding ist eine amerikanische Hipster Bude und die sind alle von der ober Hipsterbude Apple in ihrem Denken versaut. Apple hat 30% Plattformkosten hoffähig gemacht und seitdem nimmt jeder diese 30% .. man stelle sich mal vor Ebay wäre damals mit 30% Plattformkosten gekommen ..
    Also wer Patreon nutzt hat halt die Hipstersteuer zu zahlen ..
    Mal zurück zur Ausgangsfrage, warum Patreon .. du bist da nur Kollateralschaden. Ich habe keine Lust dutzende Dauerüberweisungen zu schalten, schon gar nicht für Kleinstbeträge und da ich eh schon auf Patreon bin machen es 2-3 EUR mehr auch nimmer, ob die jetzt alle bei dir ankommen oder nur ein Teil .. so what, bei dem Betrag ist es eh mehr so „der Gedanke zählt“
    Ursprünglich genutzt hab ich es vorallem um Leuten was zu geben die sonst keine Möglichkeit angeboten haben .. bzw. ein konkretes, nachvollziehbares Ziel ausgegeben hatten „Wenn ich 3k pro Monat bekomme, kann ich das Vollzeit machen und muss nicht bei Aldi kassieren gehen“ ..

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  46. Peter

    Die meisten Argumente für Dienste wie Patreon wurden ja schon genannt.
    Sie sind eine Abstraktionsschicht für die Zahlung an viele unterschiedliche Künstler auf der ganzen Welt. Der Nutzer kann seine Ausgaben an einer einzigen Stelle planen und ggf. für unterschiedliche Formate unterschiedliche Methoden wählen (Zahlung pro Folge z.B.). Für die Künstler gibt es die Möglichkeit Sonderinhalte ein zu stellen. Das kann man machen, muss man aber nicht. Dazu kommt der von Holzig erwähnte Schaufenster Effekt.
    Daher kann ich nicht nachvollziehen, wieso Dienste wie Patreon parasitär sein sollen. Sie erbringen eine Leistung die man nutzen kann – aber nicht muss. Ob 30% dafür gerechtfertigt sind, darüber kann man triftig streiten. Aber die 10% die Flattr genommen hat, waren wohl nicht genug um ihren Dienst nachhaltig auf- und aus zu bauen.
    Was mich angeht, so nutze ich Patreon genau aus dem Grund, dass ich Ausgaben verschiedener Künstler bündeln kann und ein „Zahlungsinterface“ habe. Nicht jeder bietet SEPA an. Aber ich kann auch sehen, wieso Holgi wollen würde, dass mehr Menschen Überweisungen nutzen… ergo werde ich umstellen 🙂

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  47. Magnus

    Nur ca. die hälfte meiner unterstützten Projekte ist europäisch und es sind auch einige nicht Podcasts dabei. Außerdem finde ich das System mit Spende pro Episode mit monatlichem Limit pro Creator gut. Die Untergrenze von einem Dollar nervt leider etwas.

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  48. Matthias

    Ich kann mich grundsätzlich meinen Vorschreibern anschließen: Es ist für mich aus Spendersicht sehr bequem und übersichtlich, eine Vielzahl deutscher und ausländischer Künstler und Projekte via Patreon zu unterstützen. Ich kann deinen Frust als Empfänger über die hohen Gebühren verstehen, aber andererseits würde ich mir vermutlich den Verwaltungsaufwand über Daueraufträge und SEPA nicht machen. Der Alltag ist schon kompliziert genug und letztendlich sind 70 Prozent einer Spende immer noch besser als die Wertschätzung für das Angebot gar nicht finanziell zu würdigen.. 🙂

    Vor Patreon hat Flattr für mich diesen Zweck erfüllt, bis aus unbekanntem Grunde meine gültige Kreditkarte zum Auffüllen meines Kontos nicht mehr akzeptiert wurde (als einziger Dienst!). Damit hat sich Flattr selbst aus dem Rennen katapultiert..

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  49. Wulf

    Dir lieber Holger lasse ich einmal im Monat per Dauerauftrag seit längerer Zeit was zukommen – bewusst unabhängig von deinem Output – weil es einen kleinen Beitrag zu deiner Sorglosigkeit leisten soll. Dauerauftrag darum, weil das Geld vollständig ankommt. Ein Dauerauftrag einzurichten – insbesondere bei einer Direktbank – dauert sicher weniger Zeit als das Gewese mit diesen Dienstleistern, die sich dann noch was davon bedienen.

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  50. ajuvo

    Die Plattformen bieten etwas, das den Podcastern, und anderen freien Medienschaffenden, sowie Ihren Hörern fehlt: Bedarfsgerechte technische Lösungen bei niedrigstem technischen Aufwand für den Konsumenten. Und (!): Die Schaffung von Verbindlichkeit, Stetigkeit, Regelmäßigkeit. Alles das lässt sich auch mit SEPA erreichen, nur eben weit schwieriger und weniger effizient. Die hohen 30% Provision kommen auch daher, dass eben die Beträge klein sind.

    Ebenso wichtig: Verträge mit Finanzdienstleistern, abgeschlossen von der Vertretung einer Vielzahl von Produzenten und Hörer.

    Die Lösung? Nun ja, ich vermeide mal das abgegriffene „ganzheitlich“. Das Grundproblem gab es schon zu Kaisers Zeiten, und Lösungen. Genossenschaften, Konsumvereine, Einkaufsgemeinschaften etc.

    Das muss man jetzt in die „Neue Zeit“ (Neuland, hach) holen.

    Ich denke seit längerem darüber nach, es ist kompliziert; jedenfall in der Vorbereitung, dann nicht mehr. Einen Lösungsvorschlag wollte ich in den nächsten Monaten auf passenden Veranstaltungen vorstellen und daran weiterlernen. Es dauert noch ein wenig. Arbeitstitel Hacker eG.

    Mehr zu gegebener Zeit auf den einschlägigen Kanälen.

    ajuvo

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  51. Michael

    Daß so wenig bei Dir ankommt, war mir nicht bewusst. Ich habe meine Spende gerade von Patreon auf einen Dauerauftrag umgestellt.

    Danke für Deine Podcasts, die mir den Arbeitsweg verschönern und vor allem für die Flaschen-Sendungen, die uns regelmäßig die Abende verschönern. 😉

    Antworten
  52. Marko

    Ich nutze für die Podcast Unterstützung immer noch flattr … geht noch und in letzter Zeit passiert sogar wieder was. Das hat für mich den Vorteil, dass ich da mein festes monatliches Budget habe und das auf die einzelnen flattrs verteilt wird. Es gibt die subscribe funktion für wiederkehrende Spenden. Gegenüber Patreon und Steady bleibt weniger beim Anbieter hängen (noch).

    SEPA nutze ich nur für Daueraufträge an gemeinnützige Organisationen damit ich gegenüber dem Finanzamt die Spende belegen und keine Spendenquittungen brauche.

    Für eine besonders persönliche Form der Anerkennung versende ich auch mal einen Brief.

    Sollte flattr komplett dicht gemacht werden, dann werde ich wohl eher auf SEPA umstellen. Es gibt da Software/Apps, die aus einem QR Code einen Überweisungsträger vorbefüllt und man muss nur noch ein Intervall einstellen (ggf. Ende Datum) und eine Tan eingeben. So einen QR Code könntest du dir z. B. einbinden. Dann muss man das nur noch mit der entsprechenden Banking App abfotografieren (z. B. Postbank App kann das – es gibt aber noch mehr die das können).

    Patreon funktioniert erst so richtig gut, wenn Content exklusiv für Patreons angeboten wird. Das ist legitim und steht jedem offen. Mir gefällt das nicht, weil ich auf Folgen verzichten müsste, weil der Zugang zu teuer ist oder ich ärgerts, weil ich vom bezahlten Content enttäuscht werde, weil ich höhere Erwartungen daran stelle, die dann nicht erfüllt werden (können).

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  53. jd

    Die einfachste Erklärung warum ich Patreon nutze: Weil ich faul bin. Bei Patreon muss ich mich einmal anmelden und meine Zahldaten eingeben. Um jemanden zu unterstützen reicht es dann einen Knopf klicken. An Patreon finde ich schön, dass ich es über die Plattform die Möglichkeit gibt andere Podcasts oder auch ganz andere Projekte zu entdecken. Eher nebensächlich finde ich die Möglichkeit, dass ich auch pro Episode spenden kann.

    Und wenn ich mich aufraffe, dann richte ich dir jetzt einen Dauerauftrag ein 🙂

    Antworten
  54. Matthias Liebich

    Ich halte Flattr auf Hörerseite immer noch für die beste Lösung. Ich höre sehr viele Podcasts und möchte gern alle Macher monatlich unterstützen. Bei SEPA wird das schnell unübersichtlich. Und Manche wollen bei Patreon 5€, was mir auf die Dauer und in der Menge zu teuer wird. Ich habe daher bei Flattr eine für mich machbare Summe eingestellt. Über Flattr-Subscriptions bekommen dann alle Podcasts monatlich gleich viel. Manche, wie dich oder Tim, habe ich mehrfach in der Liste. Einmal Holgi, einmal WRINT, einmal die Metaebene, einmal die Freakshow, einmal NSFW. Alle paar Monate fülle ich mein Guthaben per Überweisung auf. Das geht schnell und einfach. Die anderen Dienste habe ich mir noch nicht weiter angesehen. Wenn Flattr irgendwann nicht mehr ist, ist SEPA die einzige Alternative. Ich verzichte dann eher auf exklusive Inhalte (sorry Spieleveteranen).

    Antworten
  55. Thorsten

    Wie die meisten anderen auch schreiben…es ist komfortabler und einfacher. Ohne Patreon würden die Podcast produzenten von mir wesentlichweniger bekommen, weil ich zu faul wäre/nicht dran denke. Und ich finde es auch völlig angebracht, wenn Patreon, die eine funktionierende, gut benutzbare Platform bereitstellen auch etwas bekommen. Als jemand der sich „ein wenig“ mit Softwareentwicklung auskennt kann ich dir nämlich sicher sagen, das ein funktionierendes Softwareportal nicht in 5 Minuten entwickelt ist und ständig gewartet werden muss.

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  56. Leo

    Da ich seit vielen Jahren im nicht-europäischen Ausland lebe und arbeite, ist SEPA (leider) keine Option. Allerdings kann ich mit Patreon sehr einfach eine ganze Reihe von internationalen Podcasters, Youtubern, Autoren etc. unterstützen. Die 5% Gebühr bei Patreon ist dabei außerdem geringer als bei anderen vergleichbaren Diensten, wie z.B. Flattr.

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  57. Peter

    Hallo Holger,

    ich nutze Patreon etc. nicht, da es da um ein „Business“ geht und ich gar keine Produkt kaufen will, sondern etwas spenden möchte. Dazu kommt, daß ich es komisch finde, warum ich ein US-Unternehmen nutzen sollte, um für einen europäischen Podcast zu spenden?! Deshalb nutze ich meistens SEPA, allerdings sporadisch. Genau für dein Modell/deine Vorgehensweise ist Liberapay (https://liberapay.com/) gedacht! Wiederkehrende Spenden, Open-Spource-Plattform, Sitz in der EU (Frankreich). Seit dem ich dort bin, spende ich in der Summe mehr und vor allem regelmäßiger. Ein Peak kurz vor Weihnachten hilft den meisten Projekten bei der Planung, dann nicht so sehr. Schau mal rein, vielleicht ist es was für dich (oder dir anderen Leser hier).

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  58. David Müller

    Ich benutze SEPA, weil es für mich einfach praktischer ist (und ich nur Podcaster aus dem EURO-Raum unterstütze). Meine Finanzen laufen letztendlich über mein Girokonto, dort habe ich den Überblick. Und falls mal Not am Mann ist könnte ich auch zwischendurch mal die Spenden aussetzen.

    Bei Patreon und Konsorten müsste ich mich erst mal anmelden.

    P.S. Du hattest irgendwann mal in einem Podcast gesagt, dass du positiv überrascht bist, dass die Community dich trägt. In gewisser Weise gilt das auch für die Hörer: Als ich Student war, und mein Bafög auslief, hatte ich kaum Geld, und es hat nur für das absolut notwendige gereicht. So hatte ich nicht wirklich Geld für meine Freizeit, und kostenlose Podcasts waren in der Zeit etwas wirklich schönes. Jetzt habe ich einen Job und kann mich entsprechend beteiligen, und sowohl Podcaster als auch finanziell nicht so gut gestellte Hörer mit unterstützen

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  59. floppi

    Exakt das trifft auf ich auch zu. Bequemlichkeit und alles an einem Ort.

    Zusätzlich: Die Umsatzsteuer führt Patreon bereits ab, wer bei Patreon 5$ gibt, zahlt 5,95$.
    Desweiteren weiß ich nicht so recht, wo die 30% herkommen, das kann eigentlich nicht sein und muss eine Fehlinformation sein. Patreon erhält 5%, dazu kommen noch Gebühren für die Zahlungsdienstleister, das sind aber keine 25%.

    Hier die entsprechende Website: https://patreon.zendesk.com/hc/en-us/articles/204606125-How-do-you-calculate-fees-

    Antworten
    1. Michael Lamertz

      @flopy: Doch, die Gebuehr fuer den Zahlungsdienstleister betraegt 1%, aber mindestens 25ct. D.h., wenn Du nur 1 EUR spendest, und es nur 1 Spender gibt (Ueberweisungen werden ja gebundled), dann bist Du mit 25ct = 25% von 1 EUR plus den 5% von Patreon genau bei den 30%. Das ist aber die worstest-worst-case-Rechnung. 😀

  60. floppi

    Zusatz zur Umsatzsteuer bei Patreon: Patreon nutzt das Land, aus dem der Pledge stammt. Offenbar wird die IP-Adresse ausgewertet. Wer also über ein VPN scheinbar aus einem anderen Land stammt, dem wird die USt dieses Landes aufgerechnet.

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  61. peter

    Flattr war mir vom Modell her am liebsten. Einfach eine bestimmte Summe festlegen, die man im Monat für das Thema „Schönes im Netz“ ausgeben möchte und die Verteilung übernahm dann Flattr. Das war für mich ein Mehrwert. Patreons und Steadys Geschäftsmodell war mir von Anfang an nicht schlüssig oder sympathisch und eigentlich hab ich das erste nur aus Bequemlichkeit genutzt.
    Hab ich somit geändert. SEPA-Dauerauftrag eingerichtet und Patreon-Konto wird wieder gelöscht.

    Vielleicht als Denkanstoß: Auf Wrint.de eine eigene „Spenden“-Seite einrichten bzw die vorhandene Seite ausbauen, analog z.B. zur https://metaebene.me/spenden
    Und dann dort auch das aktuelle Aufkommen an eingehenden SEPA-Überweisungen eintragen. https://www.kuketz-blog.de/unterstuetzen/ macht z.B. sowas in der Art.

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  62. Stephan Ajuvo

    Nochmal mein Geheimtipp als selbst podcastender an alle Hörer, die ihren Podcastern was gutes tun wollen: Grußkarte, Umschlag und 70centmarke besorgen, Gruß schreiben, Schein beilegen, und ab an die Adresse des Podcasters (zur Not im Impressum, wenn keine angegeben). Das ist imho legal und steuerfrei (wenn es ein Geschenk an den Podcaster aus reiner Sympathie ist, und max. 200€ p.a.) und kostet 70ct extra. Und es freut den Podcaster ungemein. Man kann sich das ja im Kalender auf den Geburtstag des Podcasters oder sonst einen festen Termin legen, einmal im Jahr, oder max. zweimal. Nen Zwanni im Jahr für den Lieblingspodcast ist doch fair für alle Beteiligten. Ich beglücke auf die Art so 5-6 Podcaster jedes Jahr, auch mal andere als im Vorjahr, und komme so auf durchschnittlich nen 10er im Monat an Kosten, plus Porto. Muss man halt nur machen. Statt Blumen sozusagen.

    Ansonsten braucht man eben Podcastorganisationen und ne Podcaster-GEZ. Ab 1000 Mitgliedern auch machbar. Aber das ist eine andere Sache.

    ajuvo

    Antworten
  63. Niels K.

    Weil ich in Patreon diverse Podcaster, Comiczeichner etc, auch aus anderen Ländern in einer Übersicht habe. Das ist halt schön einfach und benutzerfreundlich für mich

    Antworten
  64. Dennis

    Hatte es anfangs auch aus bequemlichkeit fuer vieles benutzt, aber ich nutze es mittlerweile eigentlich nur da wo kein SEPA moeglich ist. Sehe da auch ausser der Bequemlichkeit keinen grossen Nutzen fuer einen frei verfuegbaren Podcast. Netzwerk-Effekt war bei mir bisher gleich null, die Empfehlungen bei Patreon sind schwer zu finden und wenn ich mal welche gesehen habe waren sie kaum relevant.

    Antworten
  65. Timo

    zu beginn hat es sich bequem angefühlt. Da bin ich wohl in die Marketing-Fall getappt. Mittlerweile hab ich mir Gedanken gemacht, ob es in meinem Sinn ist, dass ein Unternehmen davon lebt, dass ich etwas spende. Der Post kam gelegen. Jetzt gibt es einen Dauerauftrag per SEPA.

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  66. Sacha

    Lieber Holgi

    Wenn man mehrere Podcasts unterstützt, ist es einfach super, wenn man das Ganze zentral und einfach managen kann – so wie bei Patreon. Vor allem, wenn die Unterstützungsempfänger auch noch im Ausland (ich bin in der Schweiz) ihr Konto haben. Ich habe nun meine Patreon-Unterstützung für Dich verdoppelt, damit dennoch „genug“ bei Dir ankommt. Die Einfachheit und Uebersichtlichkeit bei Patreon ist mir auch die vergeudeten Euros Wert. Danke für Deine tolle Arbeit. Liebe Grüsse aus der Schweiz.

    Sacha.

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  67. Auge

    Bis jetzt hatte ich Flattr zur Verteilung von Geld an Projekte und Personen (Medienschaffende, Software, etc.) benutzt. Seit September 2017 kann man dort Geld nur noch mit Kreditkarte bewegen. Hab‘ ich aber nicht, also ist der Dienst damit für mich endgültig gestorben. Patreon habe ich nie benutzt und will damit auch nicht beginnen. Die 30% Gebühr wirkt da nur noch *zusätzlich* abschreckend.

    Deutsche/europäische potentielle Empfänger könnte ich zwar mit SEPA-Überweisungen erreichen, aber das bedeutet bei mehr als ein paar Empfängern erheblichen Aufwand, zumal sich bei den Banken die Unsitte einstellt, bei mehr alsa X Kontobewegungen/Monat zusätzliche Gebühren pro Überweisung haben zu wollen.

    Auf Liberapay [1], das ich seit ein paar Monaten für ein paar Dienste benutze, fallen nur für Ein- und Auszahlungen Bankgebühren an. Der Dienst ist in Frankreich ansässig, unterliegt also auch der EU-Jurisdiktion. Geld wird, wie bei Patreon per Abo ausgegeben, es hin oder fort zu bewegen ist dort auch per Überweisungen möglich. Liberapay selbst finanziert sich über Spenden aus dem eigenen Dienst. Der Dienst wurde 2015 gegründet und ist bisher *sehr klein* geblieben [2].

    [1] https://liberapay.com/
    [2] https://liberapay.com/about/stats

    Antworten
  68. Dan

    tl;dr SEPA ist zu aufwendig, Dienste wie Patreon bieten mir als Nutzer einen Mehrwert.

    Ich nutze diese wie Patreon, da sie für ein Themengebiet das Starten, Verwalten und Beenden von Zahlungen erheblich vereinfachen. Es reicht im Zweifelsfall ein Buttonklick. Gut finde ich auch, dass ich die Ausgaben thematisch sortiert habe. Also mein digitaler Kulturbeitrag eben über ehemals Flattr, nun Patreon, einmal pro Monat x Euro als eine Zahlung abgebucht wird, egal an wieviele Empfänger weltweit die Zahlung dann vom Dienstleister aufgeteilt wird. Weltweit bedeutet auch, dass die Empfänger überhaupt SEPA anbieten müssten, was bei ausländischen Podcasts in der Regel nicht der Fall ist.

    Ich würde die selben Leistungen sehr gern via SEPA und meiner Bank abwickeln, das ist aber noch viel zu umständlich. Die meisten Bank-GUIs sind schlimm. Das Einrichten der Zahlung pro Podcast, pausieren und beenden ist aufwendiger, als bei einem Dienst wie Patreon. Auch hab ich dort kein optische Sortierung oder Gruppierung, ich seh im Zweifelsfall „Max Müller, 3 €, Spende“ und muss mir daraus ableiten, dass das Podcast X oder Künstler Y ist. Wenn die Banken mal sexy Budgetsysteme bereitstellen würden, dann könnten viele reine Zahlungsdienstleister wie PayPal, Patreon etc. davon abgelöst werden.

    Antworten
  69. Guido

    Bei patreon ist die Schwelle echt viel geringer. Ich mache selbst keine Überweisungen am Handy aber patreon ist mit ein paar Klicks schnell eingerichtet. Ich hör dir ja schon seit 15+ Jahren zu aber zum spenden konnte ich mich erst jetzt mit patreon aufraffen.

    Gruß, Guido

    Antworten
  70. blubb

    [sorry, falls dies ein quasi-duplikat ist, ich bin mir nicht sicher, habe aber unten noch etwas ergänzt …]

    Also, ich bin einigermassen überrascht, dass hier so viele Patreon toll finden, weil es „alles an einem Ort“ ist.

    Erstmal ist doch das genaue Gegenteil der Fall: Ich wickle alle meine (nicht Bar-)Zahlungen über mein Bankkonto ab. Patreon ist jetzt ein zusätzlicher Anbieter, bei dem ich zusätzlich ein Konto anlegen müsste, mit dem ich aber ja meine Bank nicht ersetzen kann–Vermieter, Stromversorger, … wollen immernoch per Überweisung bezahlt werden. Also hätte ich mit einem Mal zwei Zahlungsdienste an der Backe statt wie bisher einem.

    Und zum anderen: Ja, Leute, was glaubt ihr denn, warum Patreon solche exorbitanten Preise verlangt? Das ist doch nicht einfach nur zufällig so, sondern ist in dem Geschäftskonzept angelegt: Das ganze ist absichtlich als geschlossenes System mit Netzwerkeffekt ausgelegt, weil das zu einer selbstverstärkenden Quasi-Monopolstellung des Anbieters führt.

    SEPA ist ein interoperables System, bei dem viele Anbieter von Zahlungsdiensten zueinander in Konkurrenz stehen. Man kann von jedem Konto bei jeder beliebigen Bank, die an SEPA teilnimmt, an jedes andere Konto bei jeder anderen Bank zahlen. Wenn Holgis Bank morgen auf den Trichter käme, 30% aller eingehenden Zahlungen als Gebühren zu kassieren, könnte er einfach zu einer anderen Bank wechseln, die Spender müssten deswegen nicht mit zur gleichen Bank wechseln, sondern einfach nur den Dauerauftrag anpassen. Und weil die Bank das weiss, wird sie es natürlich gar nicht erst ausprobieren.

    Wenn hier jemand schreibt, dass er 10 ct für eie Überweisung zahlt: Ja, kann sein, das liegt aber nicht an SEPA, sondern daran, dass du dir eine teure Bank ausgesucht hast. Es liegt alleine an dir, die Bank zu wechseln, wenn du nichts mehr für Überweisungen bezahlen möchtest. So manche Bank würde dir sogar noch 100 EUR schenken, wenn du bei ihr in Zukunft nichts für Überweisungen bezahlen möchtest.

    Und für die, die meinen, dass zwei statt einem Zahlungsdienst bequemer ist: Rechnet mal den Stundensatz aus, den ihr durch ein wenig Unbequemlichkeit verdienen könntet! Mal der Einfachheit halber angenommen, ihr wolltet hier 7 EUR im Monat an Holgi spenden. Jetzt könntet ihr dafür ganz bequem Patreon benutzen, dafür müsstet ihr dann 36 EUR im Jahr an Patreon bezahlen (also insgesamt 120 EUR, damit die gewünschten 84 EUR bei Holgi ankommen). Oder ihr könntet im Online-Banking einen Dauerauftrag über 7 EUR anlegen – das dauert, wenn es eine wirklich miese Bank ist, vielleicht 15 Minuten? Wenn wir mal annehmen, dass ein durchschnittlicher „Abonnent“ es sich nach drei Jahren anders überlegt und die Unterstützung storniert, kämen nach drei Jahren dann nochmal 15 Minuten für das Löschen des Dauerauftrags dazu. Ihr könntet also 30 Minuten investieren, um 108 EUR zu verdienen – oder einen Stundensatz von schlappen 216 EUR. Ganz schön teure Bequemlichkeit, wenn ihr micht fragt.

    Solche Geschäftskonzepte wie das von Patreon kann man doch nicht auch noch freiwillig unterstützen!

    Übrigens: Ich würde anregen, bei den „Spenden-Infos“ deine Kosten mit aufzuführen. Ich für meinen Teil will ja, wenn ich „Spende“, nicht Zahlungsdienstleister reich machen, deshalb ist es immer hilfreich, wenn man leicht sehen kann, was bei welcher Option tatsächlich ankommt. Und damit meine ich nicht nur die verschiedenen Zahlungsdienste, sondern auch, ob man z.B. lieber in größeren Beträgen auf einmal spenden sollte, oder ob auch von regelmässigen kleinen Beträgen etwas ankommt.

    Antworten
  71. Daniel

    Hi Holgi,
    Ich bin Patron und ich supporte Dich via Patreon, weil ich da bereis einen Account hatte um diverse andere Podcasts dort zu unterstützen, die um die Unterstützung auf Patreon explizit geworben haben. Nachdem ich dort nun schon den Account hatte, war die Schwelle mit 1-2 Klicks noch den einen oder anderen weiteren Podcast zu unterstützen angenehm gering.
    Ich muss ehrlicherweise sagen, dass einige der Podcasts, die ich jetzt auf Patreon mit 2-5$/€ unterstütze wahrscheinlich nichts bekommen würden müsste ich für jeden davon mir Kontodaten organisieren, Dauerauftrag einrichten yadda yadda yadda.

    So….it’s a good thing?

    Antworten
  72. Jonas

    Ich habe eine andere Theorie, die ich bisher noch nicht gelesen habe. Aus meiner Sicht gibt einem eine Plattform wie Patreon ein Gefühl der Gemeinschaft, mit den anderen Unterstützern zusammen dich als Produzenten zu unterstützen.
    Wenn jeder nur für sich seinen Dauerauftrag einrichtet kriegt das niemand außer dem Produzenten mit, wohingegen ich bei Patreon sehen kann wie viel schon bei dir ankommt und gleichzeitig durch meinen Beitrag Teil des Gemeinschaft sein kann. Daraus resultiert dann ein gutes Gefühl und somit ein Feedback welches ich bei einer Überweisung so in der Form nicht bekomme.
    Die Begründung ist zugegebenermaßen nicht wirklich rational sondern stark gefühlsbasiert, aber so kommt es mir zumindest vor.
    Ich weiß noch wie zu den Anfangszeiten von Flattr Stefan Niggemeier auf seinem Blog mal einen Kassensturz gemacht hat über alle Einnahmen, die er in den ersten Monaten zu verzeichnen hatte. Beim Lesen des Artikels hatte ich sofort ein gutes Gefühl, weil ich wusste, dass ich einen Teil zu dieser Summe beigetragen hatte.

    Antworten
  73. Michael Lamertz

    Mir ist noch ein Gedanke gekommen, jetzt wo Ihr die Wochendaemmerung bei Steady geparkt habt.

    So lange nicht fixe Kosten dafuer entstehen, waere es doch eigentlich sinnvoll, dass ein Content-Creator jedes Projekt bei moeglichst vielen Plattformen anbietet, genau wie z.B. Amazon alle Kreditkarten akzeptiert.

    Ich zoegere gerade, mich bei Steady zu registrieren, weil das dann wieder meine Ausgaben fuer den Support von Content in mehrere Toepfe aufsplittet.

    Gibt es andere Gruende, die gegen das Angebot von mehreren Dienstleistern spricht? Haben die z.B. Exklusivitaetsklauseln in ihren AGBs?

    Antworten
    1. Matthias

      Hallo Holger,

      mir war gar nicht bewusst, dass die Wochendämmerung inzwischen als normaler Podcast zur Verfügung steht und nicht mehr nur über diese unsägliche Audible-App. Vielleicht solltest du auf deinen anderen Kanälen etwas mehr Eigenwerbung betreiben.

  74. Anne

    Argumente für Patreon:

    – Es gibt eine ordentlich gestaltete Übersicht, was ich wo bzw. wem spende.
    – Die Kreativen können unterschiedliche Level von Belohnungen einstellen, sowohl auf individueller Ebene als auch auf kollektiver. So kann einfach kommuniziert werden, wie viel jemand benötigt, um welche kreativen Ziele zu verwirklichen. Ich kenne z. B. einen amerikanischen Literaturpodcast, bei dem die Spender ab einem gewissen Beitrag Bücher bekommen, die die Podcaster zugeschickt bekommen. Aus Konsumentensicht bekommt man also eher Feedback, auch wenn sicherlich nichts davon verbindlich ist.
    – Dazu kommt das Gemeinschaftsgefühl, das man zusammen mit anderen etwas unterstützt.
    – Transparenzfaktor: Ich kann sehen, wie viel jemand schon bekommt. Das ist vielleicht nicht für jeden Produzenten gut, denn ich würde dann im Zweifelsfall vielleicht eher jemanden unterstützen, der noch nicht so viel bekommt. Aus Konsumentensicht hilft es aber bei der Entscheidung, wem und wie viel ich etwas gebe.
    – Bequemlichkeit/Faulheit: Ja, es ist nicht besonders schwierig, einen Dauerauftrag einzurichten. Das macht man ein- oder vielleicht zwei Mal, dann wird es aber unübersichtlich. Ich habe schon kaum eine Übersicht über die Daueraufträge, die ich auf meinem Konto einrichten MUSS, da möchte ich mir weiter, die ich nicht zwingend brauche, eigentlich sparen. Bei Patreon/Steady muss ich maximal einmal im Jahr die Kreditkartendaten ändern, ansonsten kann ich alles per Klick erledigen und es bleibt (erster Vorteil, s.o.) trotzdem übersichtlich. Hängt ggf. auch von der Bank bzw. der Darstellung im Online Banking ab.

    Man kann auch nicht sagen, dass Patreon nichts tut und trotzdem Geld abkassiert. Selbstverständlich stellen sie Soft- und Hardware zur Verfügung und ermöglichen es gerade kleineren Produzenten, eine ordentlich aussehende Plattform für (potentielle) Unterstützer zu präsentieren und etwas offensiver damit zu werben. Auch das mag nicht für jeden Kreativen ein Argument sein, gerade für Leute, die schon eine recht ordentliche Fangemeinde beisammen haben und die Gelegenheit haben, regelmäßig auf alternative Wege hinzuweisen – wie du es ja zum Beispiel tust.

    Antworten
  75. Deus Figendi

    Ich habe jetzt nicht **alle** Kommentare durchgelesen, aber wie ich schon im Sendegate schrieb: Ich halte es für sinnvoll als Anbieter einfach möglichst viele Wege zum „Spenden“ anzubieten, so dass potentielle Spender sich das aussuchen können und nicht auf einen Anbieter oder eine Methode gezwungen werden.
    Ich jedenfalls lasse mich nicht zwingen und wenn jemand keinen mir genehmen Weg anbietet, dann spende ich einfach nicht, Pech!

    Ich bin dabei mit dir auf einer Linie und bevorzuge SEPA, aber wenn ich moneybookers bevorzugen WÜRDE und du bietest es nicht an, dann kriegste kein Geld, so einfach.

    Es ist dabei naheliegend einfach eine Wunsch-Reihenfolge anzugeben, du kannst ja schreiben, dass dir Überweisungen recht wären und am zweitliebsten ist dir liberapay und danach steady und patreon und dann paypal. Oder so. Aber wenn jemand partout kein SEPA benutzen will kann er oder sie halt Patreon nehmen und 70% sind eben mehr als 0%.

    Antworten

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