WR495 Masturbationsputten

 

wrint_heit_2014_200Diesmal mit Menschen, Pizza, Fernsehwerbung, Kassenzettel, Behinderte, Desktops, Onlineshopping, Esoterik, Übergriffen, Alu- und Frischhaltefolie, Fernsehserien, Gelbem, Beton, Käse, Literatur, die Queen, Fußball, Geschlechtern, Klingeln, Hobbies und der obligatorischen Höflichkeitsfrage von esureL.

Ohne Alexandra ginge es nicht. Unterstützt sie hier.

109 Gedanken zu „WR495 Masturbationsputten

  1. gustl

    Zum Egoismus:
    Ja, es stimmt, Menschen handeln sozial und oft nicht egoistisch, aber nur, wenn sie sonst Nachteile hätten.

    Ich meine wenn jemand egoistisch handelt und dabei beobachtet wird und auch bekannt ist in der Gruppe in der er egoistisch handelt, dann erwachsen daraus soziale Nachteile. Das ist auch gut so. Es gibt aber auch Situationen, in denen handelt man weitestgehend anonym. Z. B. auf der Autobahn, wenn ich da egoistisch fahre und jemanden anders nötige, dann habe ich davon nur Vorteile. Der Andere kennt mich nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass ich dem nochmal begegne ist sehr gering. Noch geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich dem nochmals begegne und der sich an mich und mein Verhalten erinnert.
    Der einzige Nachteil könnte eine Anzeige sein, aber das ist extrem selten und für nur leicht asozial-egoistisches-verhalten noch seltener.

    Ich glaube das ist der Grund für den Fahrstil vieler Menschen, also dafür, dass sich Menschen auf der Straße so anders verhalten wie wenn sie sich in einer nicht anonymen Gruppe verhalten.

    Danke für die Sendung und weiter so!

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  2. gustl

    So, weitergehört, … und zur Loudness:
    Klar wird das lauter! Nur eben nicht die Maximallautstärke sondern die Durchschnittslautstärke. Das kann ein Sender dann auch nicht wegläugnen. Festlegen sollte man also auch Beides, Maximallautstärke sowieso, aber auch Durchschnittslautstärke über eine bestimmte Zeitspanne wie z. B. 5 Minuten.

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    1. Heiko

      Zur Loudness gab es doch mal zur IFA 2012 eine Vereinbarung der deutschen Sender, die zumindest im TV den Loudness-War unterdrücken soll:

      Nie mehr zu laute Werbung – Lautstärke-Angleichung im TV – DIGITALFERNSEHEN.de
      http://www.digitalfernsehen.de/Nie-mehr-zu-laute-Werbung-Lautstaerke-Angleichung-im-TV.90837.0.html

      Die Tonaussteuerung soll dabei gemäß der Empfehlung R 128 der Europäischen Rundfunkunion erfolgen (EBU-R128) : https://de.wikipedia.org/wiki/EBU-Empfehlung_R_128
      EBU-R128

      Da ich kaum noch Fernsehen schaue, kann ich zur Umsetzung nichts sagen, allerdings besteht das Problem m.M.n. auf jeden Fall bei Youtube und sonstigen Videokanälen fort, die automatisch vor die Filme noch Werbeclips setzen …

    2. Fnord

      Wegen Loudness: Genau wegen der Problematik hat die EBU vor einigen Jahren die R128 Norm eingeführt. Dabei wird mit einem festgelegten Verfahren die Durchschnittliche “empfundene” Lautheit eines Programms bestimmt. Die Einheit dafür lautet LU oder LUfs. Bei Interesse kannst ja mal die Techniker beim rbb nach fragen. Wikipedia hat auch einen netten Artikel dazu:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/EBU-Empfehlung_R_128

      Im Studium hat man uns erzählt, dass ARD/ZDF mittlerweile bei allen neuen Produktionen zwingend eine Tonmischung nach R128 voraussetzen und bei Überschreiten der Toleranzen rigoros zurückweisen.
      Das galt allerdings für TV Produktionen. Kann sein, dass sie beim Radio noch warten mit der Umsetzung. Jedenfalls klingen alte, auf 0 dBfs angetackerte, totkomprimierte Produktionen, wie z.B. Wetbung nach Skalierung auf die üblichen -23 LUfs witzigerweise angenehm unaufdringlich leise, weil sie ja keinerlei Dynamik mehr haben.

      Wenn das in den ARD Radios eingeführt wird, Sind die Dauerschreier die Verlierer und fürs Publikum gibts endlich eine gleichbleibende Lautheit über alle Sendungen und Sender hinweg. Win-win 🙂

  3. Timo

    Auch wenn man hört, dass bei mehreren Wonungen gleichzeitig geklingelt wird, kann es durchaus sinnvoll sein, zu schauen, wer da ist. Es könnte nämlich die Feuerwehr bzw. der Rettungsdienst sein. Es kommt öfters vor, dass vor allem ältere allein stehende Menschen in ihrer Wohnung stürzen, den Notruf noch absetzen können, aber eben nicht mehr die Tür öffnen können. Ist halt doof, wenn man erstmal die Haustür gewaltsam öffnen muss bevor man überhaupt eine Wohnungstür gewaltsam öffnen kann.

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  4. hirnsushi

    In den Grundsätzen der GLS steht weiterhin “anthroposophische Medizin, Homöopathie, Pflanzen- und Naturheilkunde” werden unterstützt https://www.gls.de/privatkunden/ueber-die-gls-bank/arbeitsweisen/anlage-und-finanzierungsgrundsaetze/ .
    Allerdings kann man sich bei der Kontoeröffnung explizit entscheiden in welchem Bereich das eigene Geld verwendet wird und solang es noch keine anthroposophische Windkraft gibt wäre das zumindest eine Option.

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    1. holgi Beitragsautor

      Nichts. Jedenfalls dann nicht, wenn man einer dieser pseudointellektuellen Honks ist, die den Begriff verwenden, wo sie eigentlich sagen wollen, dass alle Realität ja sowieso bloß konstruiert sei (was genauso albern ist, wenn man nicht gerade in einem Philosophieseminar sitzt).

    2. Ali

      Also den gesamten sozialwissenschaftlichen Mainstream als Honks zu bezeichnen halte ich auch für überzogen. Allein das wir zwei an dieser Stelle in zwei völlig verschiedenen Realitäten zu leben scheinen ist ja nun schon ein guter Hinweis darauf, dass es sich bei der Herstellung dieser Realitäten um eine Konstruktionsleistung handelt. Bist du ernsthaft der Meinung, dass es EINE Realität gibt in der wir alle Leben ? Wenn ja dann kann es diese nur physisch geben, denn die Deutung dieser unterscheidet sich massiv, mit allen nur denklichen Konsequenzen für unser Handeln. Deshalb ist es auch unsinnig davon auszugehen, dass man “rationaler” oder “logischer” denken könnte als andere, da jedem sein eigenes Handeln und Denken rational erscheint und es im Kontext seiner eigenen Realitätskonstruktion auch ist.

    1. Anne

      Ich bin Jahrgang 1980, aus Westdeutschland und bedingt bzw. durchschnittlich politisch interessiert. Für mich hatte Helmut Schmidt eigentlich auch nie Relevanz, bis auf die Masche mit dem Rauchen weiß ich kaum etwas über ihn und dementsprechend war sein Tod für mich auch von relativ geringer Bedeutung.

    2. Romconstruct

      Was Anne sagt. Jahrgang ’81 und bis auf das Rauchen absolut keinen Bezug zu Schmidt. Aber allen schon die Tatsache das er sich scheinbar immer und überall über Rauchverbote hinweggesetzt hat, hat ihn für mich sehr unsympathisch gemacht und mich auch zweifeln lassen ob die Bewunderung und Wertschätzung die ihm entgegengebracht wurden gerechtfertigt waren. Ich habe die politische Geschichte hier aber auch nicht nachverfolgt.

    3. Rikibu

      Was Schmidt angeht, so kann ich den Abgesangshype des einstigen “Überpolitikers” auch nicht nachvollziehen. Er mag früher eine große Nummer mit Charakter und Format gewesen sein (so sagt man), also Politiker mit Rückgrat wie man sie adaptiert aufs hier und jetzt wohl kaum noch findet. Wenn da nicht die Dauerdisqualifikation wäre, sich überall und nirgends als rauchender Schlot zu präsentieren. Da frag ich mich was als nächstes kommt? Das Rauchen ist gesellschaftlich immer mehr verpöhnt… drückt sich bald jemand nen Schuss bei Anne Will? oder baut sich ne Bong zusammen und zieht entspannt einen durch bevor er auf die distanzgeminderten Fragen der weichspüligen Journalisten antwortet??? wäre ja nur konsequent.

      Selbst wenns ein Ex-Kanzler ist, muss so einem doch seine Vorbildrolle für verschiedene Altersschichten bewusst sein? Auch ich bin jenseits der gebrauchten Bundesländer aufgewachsen und Schmidt hatte für uns DDR Bürger keinerlei Relevanz… da würde ich eher noch Strauß und den Miliardenkredit nennen als das politische Treiben des rauchenden Schornsteins 🙂

      Ich finde es irgendwie seltsam dass einerseits Reglementierungen für jeglichen Scheiß hierzulande aufgestellt werden an die sich gefälligst jeder halten soll – insbesondere all jene die Vorbildfunktion haben und in den Medien warum auch immer präsent sind.
      Dann scheint es aber einen status zu geben mit welchem gewisse gesellschaftliche Regeln nicht gelten und man darf sich ruhig mal fragen, wieso Redaktionen nicht die Eier hatten den Räucherofen Schmidt einfach auszuladen? Gut, Mut und TV Redaktionen geht sicher nur im Ausnahmefall zusammen weil der alte Herr sicher noch Quoten sicherstellt die die Generation Kriegskind beschert.

      Das was Schmidt seinerzeit verkörpert haben soll – also einer mit Format – fehlt heute um eben jenen einstigen Vorreiter in die Schranken weisen zu können.

      Was das Behinderten-Thema angeht, da habe ich sehr gespannt zugehört.
      Ich bin selbst hochgradig sehbehindert, darf daher keinerlei Auto fahren und kann vielleicht 5 Meter in dei Ferne sehen – Mobilität, Orientierung daher extremst eingeschränkt gegenüber “Normalos”, wobei ich sehr gut klarkomme, einen eigenen Haushalt führe ohne fremde Hilfe usw.
      ich selbst bin auf eine Schule gegangen, auf der ausschließlich Kinder mit diversen Sehbehinderungen, einschl. Blindheit, zu Besuch waren.
      Und ich fand es gut so. Hier waren die Lehrer in der Lage auf die Gegebenheiten die eine Sehbehinderung mit sich bringt zu reagieren, was ich mir bei Klassenstärken jenseits der 20++ absolut nicht vorstellen kann.
      Wir durften jederzeit zur Tafel vorgehen, es gab Bildschirmlesegeräte, größer gedruckte Schulbücher, nur Schulhefte mit besser sichtbaren Linien und kariert war zur DDR Zeit massiv problematisch – hier mussten die Eltern am Wochenende die Linien mit dem Lineal und einem Stift nachziehen… ja so war das damals…
      Auf Grund der kleinen Klassenstärke war das lernen auch persönlicher und keiner ist hinten runtergefallen, so wie es heute der Fall ist weil der Stoff nur noch durchgepeitscht wird.
      (Die seinerzeit herrschenden Ideologieprobleme, dass zb. der Lehrer auf den Sack bekam wenn die Schüler nicht das Klassenziel erreichten, lasse ich mal außen vor)

      Natürlich wäre ein dt. Schulsystem wünschenswert indem ein blinder, ein tauber, ein gehbehinderter, einer ohne hände usw. in einer Klasse sitzen können und gemeinsam – vor allem mit Spaß und Freude – das Lernen lernen anstatt den Stoff nach bundeslandspezifischem Lehrplan stur zu pauken, ohne das Wissen fachübergreifend anwenden zu können.
      Da dieser ideale Grundgedanke sehr viel Geld kostet, Deutschland aber im Moment alles tut dass unsere Kinder dumm bleiben (sorry, das Gefühl hab ich) und das ganze Geld des Bildungswesens in die Unis gepumpt wird anstatt dorthin wo Kinder eingetopft und zu charakterstarken Menschen gemacht werden, wird sowas hierzulande nie funktionieren.
      Die “Normalos” wissen halt nicht wie es ist mit einer körperlichen Einschränkung zu leben, aus der Schwäche eine Stärke zu machen weil zb. beim Verschlechterung bzw. Ausfall eines Sinnesorgans sich die restlichen Sinnesorgane deutlich mehr ausprägen als bei einem “Normalo”, welcher alle Sinne in gleichguter Qualität nutzen kann. Wir hatten zb. einen Schreibmaschinenlehrer in der Schule, der war vollkommen blind, konnte sich in seinem Schreibmaschinenkabinett ohne Taststock orientieren und hat sogar am Schlüsselklappern auf dem Schulgang vorm lehrerzimmer erkannt, welcher Kollege sich dort gerade aufhielt. Er hat auch in einer Klasse von 12 Kindern gehört, wer sich an der mechanischen Maschine beim schreiben gerade vertippt hat… unfassbar, oder?

      Ich bin heute noch froh, dass ich auf eine in der DDR renommierte Schule für Blinde und Sehbehinderte gegangen bin. Hier hatte ich im Rahmen des Unterrichts festgeschriebenen Schreibmaschinenunterricht mit Zensuren. Ich hab auf ner Erika 3000 – einer mechanischen Schreibmaschine – gelernt, die anfangs gar nicht so wollte wie meine Finger. Hat man aber das Gerät im Griff, hat man auch das blinde 10 Fingerschreiben verstanden, was mir heute in jeder Lebenslage hilft, wann immer ich an einer Tastatur sitze. Ich kann blind schreiben, nebenher TV gucken oder sonst was, der Blick auf die Tastatur ist nicht nötig.

      Die sog. Inklusion ist zwar ansich ein guter Gedanke, funktioniert aber hierzulande solange nicht wie man nicht in der Lage ist von anderen Ländern zu lernen.
      In zeiten wo die Pisa Studie medial durchs Dorf geprügelt wurde, geierte man nach den Studienergebnissen der skandinavischen Länder, wollte diese nachamen, ohne jedoch am dt. Bildungssystem was zu verändern.
      Und das kann natürlich nicht funktionieren. Die Schulklassen sind hierzulande zu groß, es gibt dafür zu wenig Schulen, weil schon viel zu viele Schulen zugemacht wurden, der Lehrernachwuchs fehlt weil der Beruf des Lehrers, des Pädagogen, des Erziehers hierzulande sowieso ein Beruf ist der wenig bis nicht angesehen ist und schlecht bezahlt obendrein – außer man ist Dozent an einer Uni… aber die Dozenten, Professoren usw. sind eben nicht jene, die die Grundlagenbildung vermitteln… eben das was bei so vielen Kindern heutzutage fehlt. Was “gemeinsam” heißt, wissen doch viele gar nicht mehr – da würde ein vermeintlich schwacher – nehmen wir einen Blinden oder einen gehbehinderten Schüler – doch nur zur Zielscheibe werden und nur Prügel kassieren…
      Lehrer schauen weg, sind auf Grund des Verhaltens einiger weniger Schüler desillosioniert weil sie keinerlei Handhabe gegen die Störenfriede haben und die dummen kinder von heute sind leider auch die Lehrer von morgen… Ich habe da irgendwie wenig Hoffnung wenn die gesetzl. Ausrichtung die gleiche bleibt und keinerlei Geld für Bildung da ist und es stattdessen lieber in Rüstung gesteckt wird.

      Wieso behinderte Menschen es an Normaloschulen auch schwer haben ist, weil normalos im Nachteil sind wenn es darum geht die medizinischen Defizite mit Nachteilsausgleichen auszugleichen – und dies bekommen die behinderten ständig von den normalos aufgetischt, und sei es nur um die eigene Dummheit der Normalokinder mit hanebüchenen Argumenten zu rechtfertigen…
      Nachteilsausgleiche wie z. B. mehr Zeit für Prüfungen weil ein sehbehinderter mit Lesehilfsmittel ja tendentiell langsamer liest als ein Normalo ohne Hilfsmittel, der Gang zur Tafel, Zeit genug um das von der Tafel gelesene aufzuschreiben usw. usw.
      In einen normalen Unterrichtsablauf würde das doch ständig bremsen und der Behinderte bekäme von den normalos ständig auf den Sack… da geht der sicher immer wieder gern zur Schule…

      glaubt jemand wirklich daran dass das im jetzigen Deutschland bei der derzeitigen Bildungsmisere gutgehen würde? Ich würde es jedem wünschen der sich trotz einschneidender Behinderung dazu entschließt die normale Schullaufbahn einzuschlagen, aber ich würde diesen Druck glaube ich nicht aushalten wollen und genau deshalb auf eine Schule gehen wollen, die auf meine behinderungsbedingten Bedürfnisse eingestellt ist, mit Pädagogen die auch etwas von der Materie der Behinderungen verstehen.

      Und ja, der Umstieg von der Schule (10. Klasse mit Abschluss) und der Sprung zur Berufsausbildung in einer mir fremden Stadt, inkl. Zugfahrt dorthin und all solche Dinge war schwer am Anfang. Das sich bewusst machen jetzt quasi erwachsen zu sein und Dinge zu regeln die einem früher die Eltern oder Erzieher im Internat abgenommen haben, waren so Dinge die mich trotz behinderung massiv gefestigt haben. Wenn ich mir aber die Kinder von heute angucke die mir so begegnen, dann kann ich im direkten Vergleich sagen dass selbst die lernbehinderten in meiner Schule (es gab auch lernbehinderte sehbehinderte Kinder dort) damals weiter waren als so mancher nicht behinderte heutzutage… und das spricht ja wohl eher für behinderte als für normalos in gewisser weise… diese Erkenntnis erschreckt mich immer wieder wenn die Jugend von heute eigentlich diejenigen sein soll die mal meine Rente erwirtschaften soll, aber an der Kasse im Edeka nicht mal in der Lage ist zu entscheiden ob das eigene Geld auch für das Produkt reicht was gekauft werden will. Das macht mich immer so fassungslos wie unselbständig die Jugend von heute ist. Und ja – natürlich gibt es ausnahmen – aber die sind mir in letzter Zeit leider nicht aufgefallen…

  5. Dolphin

    Ich kann die angesprochene Sache mit Behinderten in der Popkultur nicht vollständig teilen. Bei Dr. House, um beim Beispiel zu bleiben, wird die Behinderung in meiner Wahrnehmung kaum mit seinem kaputten Bein in Verbindung gebracht – allenfalls werden die Schmerzen als Erklärung für den Zynismus und das Verbittertsein herangezogen. Damit bekommt er schon fast eher die Stellung eines Soldaten oder Kriegs-Veterans, der mit seiner Verletzung irgendwie zurecht kommen muss – wie gesagt, unbeachtet der etwaigen kognitiven Fähigkeiten.

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    1. Bigdaddyjohn

      Das Wort, was Holgi gesucht hat ist Stigma.

      Ein solches kann auch eine positive Konnotation haben , wo ein ursprünglich negatives Merkmal positiv aufgeladen wird (beispielsweise eben die Wunden von Jesus). Weitere Stigmata wären da Schäuble oder Hawking (womit ich nicht beide auf eine Ebene stellen will 😀 )

      Kann das sein, dass das eine Generationsfrage ist? Ich hab nie mitbekommen, wie körperlich behinderte als dümmer eingeschätzt werden. Ich kenne viele behinderte und die Frage hat sich mir nie gestellt.

  6. Bigdaddyjohn

    Soso… Homo oeconomicus nur eine “Verschwörungstheorie” ( da es sich um eine modellhafte Simplifizierung handelt, die zugegebenermaßen nicht überstrapaziert werden sollte ist der Vergleich denkbar kurz gedacht. )

    … und ein paar Minuten später sinnhaft: “Ich benutz Adblocker, ist mir doch egal. Ist halt deren Geschäftsmodell das falsche” 😀

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    1. Emalaith

      Das Snipping-Tool ist ziemlich cool für Screenshots, da man dort auch gleich Teile markieren oder in das Bild reinmalen kann und den Bildbereich festlegen geht dort auch sehr schön. Das Tool ist aber erst seit Windows Vista dabei. Was schon länger funktioniert, ist die “Druck”-Taste (manchmal steh auch “PrntScrn” o. ä. drauf), welche den aktuellen Bildschirminhalt in die Zwischenablage befördert, von wo man ihn dann in einem Grafikprogramm (z.B. “Paint”) oder in Word weiterverarbeiten kann. Protipp: mit gedrückter “Alt”-Taste landet nur das aktuelle Fenster in der Zwischenablage.

  7. Jan

    Bin mein Leben lang bei einer Genossenschaftsbank. Ich finde die Idee einer Genossenschaft für eine Bank eigentlich ganz schön, es gibt jedoch keine wirklich deutschlandweite präsente Bank.

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  8. Lars

    Zum Thema Beton (v.a. für Alexandra):

    Da kann ich guten Gewissens „Beton: Stein der Weisen“ von Christoph Hackelsberger empfehlen, auf 120 Seiten ist das ein schöner Rundumschlag zum Thema. Allerdings ist es von 1988 und seitdem wurden Betone (aus technischer Sicht) sehr, sehr weiterentwickelt und es ist ja auch viel gebaut worden seitdem. Etwas neuer, aber auch weitaus technischer (aber mit schönen auch architektonischen Einleitungen und Querverweisen) wären da noch der „Atlas Moderner Betonbau: Konstruktion, Material, Nachhaltigkeit“ von Martin Peck (2013) und „Ingenieur – Betonbau: Gesellschaft für Ingenieurbaukunst – Hintergrund – Stahlbeton – Betontragwerke“ von Peter Marti et al (2005). Ansonsten stehe ich da auch gerne noch für technische Rückfragen bereit, bin selber Bauingenieur und beschäftige mich daher auch viel Beton. Sowohl im (Hoch-)Bau, als auch mit der Betontechnologie selbst.

    Antworten
    1. Alexandra

      Hallo Lars, das hört sich alles sehr technisch an. Was mich interessiert, ist vor allem eine kulturwissenschaftliche Betrachtung, so wie das Buch über Neonlicht, das ich in den “Trockenen Büchern” zuletzt besprochen habe. Was ist Beton, wie wird Beton eingesetzt usw. sind zwar wichtige Fragen die beantworteten werden müssten, aber ich würde auch gerne wissen: Warum begeisterten sich Architekten einst für Beton? Welche ästhetischen Qualitäten und Probleme hat er? Welchen Ruf hatte Beton in verschiedenen Jahrzehnten und warum? Ist Beton auch in der Literatur von Bedeutung und steht für irgendwas wie Urbanität, Kälte, Modernität, usw? Sowas suche ich! 😀

    2. Anne

      Meine Berufsschule (Georg-Simon-Ohm-Schule in Köln) war auch so ein Sichtbetonbauwerk, entworfen von einem Architekten, der wohl auch schon Gefängnisse geplant hatte. Ungefähr 99 Prozent aller Schüler fanden den Bau hässlich und gefängnishaft, ich fand’s total super. Meine Mutter, die einige Semester Architektur studiert hat, kannte das Gebäude glaube ich auch, weil es eben architektonisch ganz interessant ist.

      Link zur Schulseite (da sieht man auch ein ganz gutes Bild): http://www.gso-koeln.de/
      Im Wikipediaartikel steht auch was über den Bau: https://de.wikipedia.org/wiki/Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg

  9. Aniong

    Zum Thema Podcast-Benennung: Du hattest dir ja damals bitfunk.de geklickt (die Domain ist mittlerweile wohl wieder frei) und wolltest Wrint nach wenigen Folgen entsprechende umbenennen. Aber als du Tim davon in NSFW erzählt hast und er den Namen nicht so schön fand, war das Thema irgendwie sofort vom Tisch. Was ist persönlich sehr schade fand, denn mir gefiel Bitfunk viel besser als Wrint als Podcast-Name.

    Antworten
  10. Tobias

    Zum Thema Geschichte im Studium: Ja, das Thema “Metageschichte”, also das Nachdenken über das Schreiben oder Konstruieren von Geschichte(n) ist durchaus Teil der Studiums. Wie (glaub ich) Alexandra sagte, ist der allgemeine Konsens im Fach inzwischen, dass keine objektive Rekonstruktion der Vergangenheit möglich ist und alle Darstellungen von Geschichte auch von der subjektiven Welt des Historikers geprägt ist, der diese Darstellung schreibt.

    Allerdings ist das eine Erkenntnis, die sich erst in den letzten 40-50 Jahren entstand und sich erst seit 2 Jahrzehnten so wirklich durchgesetzt hat. Davor haben die meisten Historiker noch wie Leopold von Ranke gedacht und versucht zu beschreiben, “wie es tatsächlich gewesen ist”.

    Zum Abschluss, um Holgis kleinen Einwurf zu beantworten: Ja, Historiker zu sein macht total Spaß! 🙂

    Antworten
    1. Anne

      Wir hatten das Thema damals in Musikwissenschaft, denn Musikgeschichte ist ja auch Geschichte und da ging es eben auch darum, wie Geschichte erst im Nachhinein konstruiert wird, damit sie irgendwie schlüssig und für uns Menschen verarbeitbar wird.

      Ich weiß, dass wir damals Auszüge aus dem Buch “Auch Klio dichtet oder die Fiktion des Faktischen” von Hayden White gelesen haben, ob das Buch etwas taugt, kann ich aber nicht mehr sagen, ist schon sehr lange her und ich habe es auch nicht ganz gelesen. Leider im Moment wohl auch vergriffen, aber vielleicht kann man es irgendwo noch auftreiben (dies vor allem als Buchtipp für Alex).

    2. Anne

      Weil eben vergessen: Namentlich unterschied man in dem Fall zwischen “Musikgeschichte” und “Musikgeschichtsschreibung”, wobei es eben bei Zweiterem um die Konstruktion von Geschichte ging.

    3. Tobias

      Hayden White ist, was dieses Thema angeht, natürlich der Klassiker. Seine Grundidee ist dabei übrigens, dass die grundlegenden Erzählmittel fiktionaler Geschichten (Komödie, Tragödie) so einflussreich sind, dass auch ‘objektive’ Geschichte in der Darstellung oftmals ungewollt nach diesen Grundmustern gestrickt wird.

      Diese Idee war und wurde in der Fachwelt ebenso kritisch betrachtet wie teilweise abgefeiert; davon abgesehen glaube auf jeden Fall, dass Alexandra das Buch interessant finden wird. Es taugt auf jeden Fall was, denn es regt sehr zum Nachdenken an und bringt Historiker dazu, ihre Art der Geschichtsschreibung grundlegend mal in Frage zu stellen.

      Was auch ein sehr schönes Buch ist: “How to Write History that People Want to Read”, von zwei australischen Historikerinnen.

    4. Ali

      Für alle die sich für dieses Thema interessieren kann ich nur empfehlen sich mal mit der Akteur-Netzwerk-Theorie auseinanderzusetzen. Hat mir einen komplett neuen Blickwinkel auf Geschichtsschreibung gegeben.

    5. Patrick

      Interessanterweise wird Ranke ja oft etwas missverstanden, wenn es um seine Ambition ging zu beschreiben „wie es tatsächlich gewesen“ ist. Aber darauf will ich gar nicht weiter eingehen 😉

      Etwas plakativ aber eine wunderbare Sicht auf die Welt der Geschichte:

      Man lernt im Studium sehr schnell zu verstehen, dass Geschichte immer etwas konstruiertes ist. Als Beispiel hierfür dient oft das Mittelalter. Versuchen drei Personen die Epoche einzuordnen, wird man unweigerlich zwischen vier Optionen wählen können. Und ganz gleich, wann es begann … hat es ein Ende? Ja? Nein? Vielleicht!

      Das zum Ersten. Wesentlich spannender aber ist Aspekt zwei: Wir können nur das Beschreiben, was wir durch Quellen belegen können. Doch was, wenn wir mit einer fehlerhaften Quellenlage arbeiten? Auch hier ein Beispiel: Wir wissen zum christlichen Mittelalter deshalb so viel, weil wir aus kirchlichen Überlieferungen schöpfen können. Zum Leben der Bürger hingegen weiß man relativ wenig. Das hat den Grund, dass Unterlagen der Kirche in Bibliotheken gelagert wurden, die durch festes Mauerwerk gegen äußere Einflüsse weitestgehend geschützt waren. Unterlagen zu Personenregistern und Bauernprozessen standen zudem in den Regalen oft in den unteren Reihen, wodurch ihnen Feuchtigkeit etc. so zugesetzt hat, dass nur wenig “überlebte”. Dokumente die nicht in der Kirche aufbewahrt wurden, verschwanden durch die Zeit weitestgehend. Was den Historiker immer wieder zu der Frage führt: Was weiß ich? Was weiß ich über Wissen, dass ich nicht habe?

      Insofern kann ich nur eine Empfehlung für die Geschichtswissenschaft aussprechen. Es macht unheimlich viel Spaß und lässt einen immer wieder erstaunen, wie stark man doch durch seine Ansichten geprägt und die Meinung damit schon determiniert ist. Denn letztlich verläuft die Geschichtswissenschaft immer entlang der Fragen, die man an sie stellt.

      Beste Grüße
      Patrick

  11. Fabian

    Für Holgi und alle anderen die eine Bank suchen, lasse ich hier mal ganz uneigennützig diesen Affiliate-Link meiner Bank fallen:
    http://www.comdirect.de/pbl/a.do?rd=/cms/lp/kwk-comdirect.html&ci=201012740000000EM000090000000&wc=96MWV

    Generell gilt aber, dass man sich gut informieren sollte, ob diese Bank wirklich was für euch ist.
    Ich bin mit dieser zwar sehr zu frieden, aber ich führe ja auch nicht das Leben von Holgi.

    Das ist eine Internetbank, so wie sie sich selber nennt, und hat somit gar keine Filialen.
    Alles kann man aber über einen 24h-Service klären oder online bzw. mit deren App.
    Man kann die Bankautomaten der Deutschen Bank, der Postbank, der Commerzbank, Berliner Bank usw. nutzen.
    Generell alle Banken der Cashgroup: http://www.cash-group.de/
    Das ist für mich schon der größte Malus. Jedes dieser Banken ist bei weitem nicht so häufig vertreten wie die Filialen und Automaten der Sparkassen und VR-Banken (wo man kein Geld kostenfrei abheben kann), zusammen haben sie aber mehr. Leider stehen die gern, da sie untereinander Konkurrenten sind, auf einen Haufen. Man hat oft Straßenzüge lang keine Bank und dann die ersten drei genannten auf einen Haufen.
    Hier kann man aber schon mal anschauen, wie die Automatenverteilung in der Nähe der Wohnung oder der Arbeit ist:
    https://geldautomaten.comdirect.de/Presentation/Comdirect/Home/Index

    Ansonsten kostenlose Kontoführung, Überweisung, Kreditkarte, Tagesgeldkonto usw.
    https://kunde.comdirect.de/cms/girokonto.html

    Aber wo es eine dieser Banken gibt, gibt es sicher auch mehrere. 😉

    Viel Spaß beim Suchen
    Gruß
    Fabian

    Antworten
    1. Thomas

      Und gestern kam die Info, dass ab 15.02.16 keine kostenlosen Visa-Card-Abhebungen in Deutschland mehr möglich sind (Abhebung teurer als Sparkassen-Kreditkarten), nur noch mit der GiroCard. Im Ausland dann aber nur kostenlos mit der VisaCard.

      Versteckte Kosten hat man leider überall.
      Tolle Funktionen bei der Comdirect wie online die Karten-Pin ändern. Einmal kostenlos, danach 5,90€ pro Vorgang -.-

    2. Fabian

      @Thomas
      Ist das nur bei VISA so, oder bei allen Creditkarten?

      Die Pin für die Geldkarte, kann man sich in jeder Commerzbank ändern lassen, wurde mir gesagt.
      Ich selber habe es noch nicht ausprobiert.
      Da war aber nicht die Rede davon, dass das konstenpflichtig oder nur einmal kostenfrei sei.

      Generell aber ein Feature, was ich für schwierig halte.
      Wenn das Mode wird, brauche ich nur noch alle Geburtstagskombinationen ausprobieren. 😉

      Gruß
      Fabian

  12. Fabian

    Kann man sich eigentlich für ein Studium Generale einschreiben, egal ob als Freizeit-Student oder Fernstudent?

    Oder kann man sich irgendwie oder irgendwo in irgend ein Fach einschreiben um dann irgendwas zu studieren?
    Meinetwegen ich schreibe mich in Physik ein und belege dann Kurse in Literatur und Philosophie.

    Ich würde ganz gerne sämtliche Einführungs- und Grundlagenkurse einer Universität belegen, selbstverständlich um meinen Dunning-Kruger-Effekt zu pflegen. 😉

    Antworten
    1. Abkueko

      Ja, kann man.
      Wobei du überlegen musst was du unter Studium Generale verstehst. An vielen Universitäten ist das ein festes Programm, was zu großen Teilen auch aus Gastvorlesungen besteht. Meist sind diese Angebote frei. Gelegentlich gibt es Beschränkung (oft Medizin) oder Gebühren.

      Wenn du irgendwelche Kurse belegen willst, kannst du eine Gasthörerschaft an Universitäten buchen. Die kostet in aller Regel etwas. Bei der bist du ziemlich frei was die Belegungen angeht. Vorlesungen sind kein Problem (Ausnahme ist fast immer bei allem Medizin). Kontrolliert wird das allerdings nicht.
      Bist du eingeschriebener Student, stehen dir alle Vorlesungen kostenfrei zur Verfügung. Belegung von Fachfremden Seminaren oder Ablegen von Prüfungen muss allerdings immer gesondert beantragt werden. Je nach Fach und Uni ist man da sehr unterschiedlich entspannt. Grundsätzlich ist es möglich Physik zu studieren und zusätzlich Leistungen in der Philosophie zu erbringen.

      Mein Hinweis zu den Grundlagenkursen: Die bringen dir in den meisten Fällen nichts, da sie meist keinen Überblick über das Fach liefern. Wenn du einen Überblick haben willst, schau in die Veranstaltungen die speziell für Studenten als Nebenfach angeboten werden.

  13. Abkueko

    Zum Studium möchte ich auch etwas beitragen.
    Die angemerkte “Geradlinigkeit” unterschiedet sich zwischen Hagen und einem Studium an einer lokalen Uni nicht. Beide sind dank Bologna inhaltlich recht fix.
    Die Empfehlung die Holgi gab war offen für andere Dinge zu sein. Dem stimme ich uneingeschränkt zu – nur ist das keineswegs an die Fernuni gebunden.
    Ich habe Hagen und zwei Präsenzunis erleben dürfen. Die Unterschiede liegen jeweils in der Einstellung der einzelnen Studenten. Wer nicht über sein Heimatdorf hinaus denkt studiert überall nur streng nach Leistungspunkten. Der Rest informiert sich darüber hinaus. Das geht bei jeder Studienform ohne Probleme. Ist eben eine Frage der Einstellung ob man die Ausbildung schnell hinter sich bringen will oder man auch gerne mal mehr lernt als man vielleicht später im Job unbedingt braucht.

    Was die Geschwindigkeit angeht muss ich das aber stark einschränken. Wer an das Diplom denkt, denkt eher an eine andere Zeit als an eine andere Prüfungsordnung. Ich habe praktisch keine Möglichkeit länger zu studieren. Bafög endet normalerweise mit Ende der Regelstudienzeit. Kindergeld wird auch nicht ewig gezahlt. Gerne hätte ich noch mehr Dinge erlebt im Studium, nur kann ich es mir nicht leisten länger zu studieren. Teilzueit einschreiben, ewig studieren und zwischendrin mal andere Länder sehen oder andere Vorlesungen an einer Präsenzuni zu besuchen muss leider irgendwie finanziert werden.

    Antworten
    1. Romconstruct

      Bei den Ausführungen von Holgi habe ich auch festgestellt das ich scheinbar in einer etwas anderen Welt lebe.

      Einerseits der Finanzierungsaspekt der mich auch immer zu der Frage bringt “wie machst du es eigentlich das du schon seit 16 Semestern Studierst und dir zwischen immer mal 3 Monate Ausland hier, 4 Monate dort usw. gönnen kannst” (was dann bei meinen bisherigen Erfahrungen immer darauf zurückzuführen war das Eltern oder Großeltern da sehr sehr viel unterstützt haben und mitnichten auf eine eigene Berufstätigkeit zurückzuführen waren.

      Womit ich absolut nicht ausschließen will das es nicht auch Leute gibt die das alles irgendwie gestemmt kriegen, nur habe ich noch niemanden kennengelernt bei dem es so war.

      Und dann scheint es auch große Differenzen bei den Arbeitgebern zu geben. So habe ich schon so einige Personalplanungen mitbekommen und da wurde in den entsprechenden Fällen nie gesagt “Oh toll der hat sich noch nebenher weitergebildet” sondern es stand immer nur die Frage im Raum warum das Studium nicht zumindest halbwegs in der Regelstudienzeit abgeschlossen wurde.

      Vielleicht ist das in Geisteswissenschaften anders weil da ein entsprechender breiter, kultureller Horizont nicht verkehrt ist. Aber in Naturwissenschaften, Medizin, Rechtswissenschaften und oft auch Ingenieursstudiengängen kann man sich viel nebenbei meiner Erfahrungen nach eher nicht erlauben. Da kann man mich gerne eines besseren Belehren, ich habe es nur nie anders kennengelernt.

    2. Leonard

      So ist es. Von wenigen Fächern abgesehen haben sich die Studienordnungen eigentlich nicht so sehr verändert. Es ist auch unsinnig den Bachelorabschluss mi dem Diplom oder Magister zu vergleichen, das wurde zwar von den Befürwortern damals so dargestellt, es hat sich aber inzwischen herausgestellt, dass in Deutschland für akademische Berufe ein Masterabschluss verlangt wird. Bachelorabsolventen konkurrieren eher mit Absolventen der dualen Berufsausbildung.

      Auch im Bolognasystem kann man seinen Abschluss noch hinauszögern, wenn man es möchte und es sich die Eltern leisten können. Raten würde ich dazu aber nicht. Das Studium ist für die wenigsten eine geile Zeit, das war es auch schon zu Zeiten meiner Eltern nicht wirklich. Die Uni saugt einem schon so genug Energie ab, da braucht man nicht noch mutwillig was hinterher zu schmeißen.

  14. Martin

    Ich nehme Flattr auch als sterbend war. Eigentlich kenne ich nur noch Euch und Tim Pritlove auf Flattr, «alle» anderen haben zu Patreon gewechselt …

    Antworten
    1. s.m.langer

      Ich habe bisher in der Podcastszene niemanden gesehen der auf Patreon “gewechselt” hat. Viele nutzen jetzt Patreon ber bei keinem habe ich gesehn, dass die Flattrbuttons entfernt wurden.
      Holgi hatte neulich schonmal gesagt, dass seine Flattreinnahmen zurückgegangen sind. Damals hatte schon jemand anderes in den Kommentaren angemerkt, dass die Einnahmen bei Flattr natürlich stark von der Anzahl der monatlich dazukommenden Things/Buttons abhängt. Holgi hat seine Schlagzahl bei WRINT verringert und dementsprechend bräuchte er auch mehr neue Hörer die auf Buttons klicken oder wenn die Hörerzahl in etwa gleich bleibt müssten diese Hörer mehr alte Buttons nochmal drücken.

    2. Jens

      Bei mir liefert Antennapod regelmäßig Fehlermeldungen:
      “Nicht geflattrt: WR495 Masturbationsputten – could not read response”
      Manchmal auch etwas darüber, dass ein Objekt nicht gefunden wurde. Leider denke ich nicht jedes Mal zuhause daran, dann nachzuflattrn.

    1. Fabian

      @Emalaith
      Danke! 😉

      Ich kann ja nicht jeden kenne, nur weil ich ein Ossi bin. 😉
      Bei den Schwarzen ist das was andres. Die kennen sich alle untereinander. 😛

  15. Fabian

    Zum Thema Homo Oeconomicus, Homo Generosus und so weiter hatte ich Alexandra mal das Buch
    “Über die Entstehung von Sex durch generöses Verhalten: Warum wir Schönes lieben und Gutes tun”
    http://www.amazon.de/%C3%9Cber-Entstehung-durch-gener%C3%B6ses-Verhalten/dp/3499616629/ref=pd_sim_14_1?ie=UTF8&dpID=51Ag6%2BFojjL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR105%2C160_&refRID=1A1FR5AY2E85WDX3QHCP
    von Tor Nørretranders zukommen lassen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_N%C3%B8rretranders
    Ich hoffe, sie hat es auch erhalten.

    Für alle anderen ist dieses Buch eine Empfehlung, wenn sie sich mit diesem Thema beschäftigen wollen.
    Für mich war es eine Offenbarung und es ist das einzige Buch, welches ich bisher zwei mal gelesen habe.

    Der Titel ist etwas unglücklich gewählt.
    Wenn, dann müsste er genau umgekehrt lauten:
    “Über die Entstehung von generösem Verhalten durch Sex.”

    Das hier schein im wesentlichen das Gleiche zu sein.
    http://www.amazon.de/Homo-generosus-Tor-Noerretranders/dp/3498046845/ref=pd_sim_14_1?ie=UTF8&dpID=51S56ZWK2WL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR104%2C160_&refRID=08J0DV30MF82C3W2VXXC

    Gruß
    Fabian

    Antworten
  16. Romconstruct

    Bei Alexandras Wunsch nach intellektuellem/kulturellen Austausch habe ich auch sofort gedacht: “Warum nicht ein Podcast?” was dann in meinem Kopf weitergesponnen wurde zu “Warum ist so etwas in Nord Amerika, und womöglich auch in anderen Teilen der Welt die ich nicht so wahrnehme, schon vollkommen normal un in Deutschland muss man erst mal drauf kommen?” Daraus muss ich dann gleich mal eine längere Geschichte machen..

    Zur Erläuterung:
    Ich frage mich warum du @Alexandra nicht schon viel früher darauf gekommen bist? Du bist bereits Podcasterin, der fehlt der entsprechende Austausch, du hast vielleicht im unmittelbaren Bekanntenkreis nicht die Möglichkeit dich mit jemandem in ein Cafe zu setzen und 3 Stunden über ein Thema zu quatschen, warum dann nicht mit jemandem der räumlich von dir getrennt ist das ganze per Skpe/Hangouts etc. angehen wo die Grundlagen doch eh schon vorhanden sind?

    Ich beobachte es halt schon länger dass es in den USA z.B. vollkommen normal ist (Video-)Podcasts zu allen möglichen Themen zu machen und da auch durchaus Diskussionsrunden zu intellektuellen Themen zu führen. Bei uns gibt es auf dem Level scheinbar noch immer nur Tech-Podcasts oder die Bestrebungen etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen sind leider oft eher ziemlich mau im Vergleich.

    In einem anderen Bereich merke ich es auch ganz deutlich: Pen&Paper Rollenspiele. Es gibt mittlerweile einige sehr gute “Sendungen” auf Youtube wo Leute einige Stunden zusammen spielen, ähnlich den Let’s Plays zu Computerspielen. Es ist schlichtweg normal. Da ich in meinem direkten Umfeld auch keine passende Rollenspielgruppe habe, habe ich mal im über Deutschland verstreuten Bekanntenkreis nachgefragt ob wir es auch mal “über das Internet” angehen sollen. Alleine die Idee stößt schon auf totale Ablehnung.

    Dafür gibt es für mich zur Zeit nur 3 Ansatzpunkte für mögliche Erklärungen die dazu beitragen könnten:
    1. Wir trauen der Technik noch immer nicht so ganz über den Weg und sind insgesamt auch mehr auf Privatsphäre bedacht. Es muss ja nicht darum gehen alles gleich öffentlich ins Netz zu stellen. Aber selbst wenn es eine private Runde über irgendwelche Kanäle ist will man das nur sehr ungern.
    2. Wir sind große Distanzen nicht gewöhnt und kennen an sich immer nur unsere “peer group” die direkt um uns herum ist. So bin ich z.B. gerade in Vancouver und eine Fahrt nach Seattle von 2-3 Stunden ist normal, wohingegen für “den Deutschen” schon 1 Stunde Fahrt einen recht hohen Aufwand bedeutet. So ist es hier auch normal sich über weitaus größere Strecken und Zeitzonen hinweg mit Leuten regelmäßig “zu treffen” und es quasi Alltag ist. Ja selbst die meisten Podcasts scheinen hier ja, abgesehen von Wrint, auch eher das Konzept zu haben das man sich zusammen vor ein Mikro setzt und nicht jeder in seinem Wohnzimmer hockt.
    3. Dann scheint es mir noch eine Frage der Mentalität zu sein das “der Amerikaner” eher zum geborenen Entertainer neigt und wohl an sich schon ein offenerer Mensch ist.

    Ist meine Wahrnehmung hier falsch? Warum brauchen wir da noch immer eine ordentliche Nachhilfe bis wir mal selbst drauf kommen das uns die Technik, sprich das Internet, auch auf Ebenen das Leben erleichtern kann die vorher für uns nur über ein direktes Treffen möglich waren?

    Antworten
  17. Rolf

    Eine ethische und ökologische Bank ohne den Herrn Steiner im Keller ist die Triodos Bank https://www.triodos.de/ . Alles nur Online, Geld gibt es aus dem Automaten per VISA-Karte.

    Gehört zur niederländischen Triaz-Gruppe. Die investieren in allerhand nachhaltigen Kram.

    Ich bin von der GLS dahin gewechselt, weil mich der antroposophische Kram, der überall aus den Ritzen kommt, doch arg gestört hat.

    Antworten
  18. Anne

    Das Architekturbuch von Alex konnte ich mir nicht merken, ich glaube, das Sachbuch von Holgi war “Israel ist an allem schuld” von Georg M. Hafner und Esther Shapiro (bitte korrigieren, falls falsch), außerdem “Deutschland Schwarz Weiss” von Noah Sow. Die Romane waren “Der Marsianer” von Andy Weir und “Das Sanatorium zur Sanduhr” von Bruno Schulz (glaube ich).

    Oder meintest du noch andere Bücher?

    Antworten
  19. gustl

    Zu dem Musikerziehung für Kinder:

    Wieso wollt ihr Kinder dazu zwingen (Fernsehverbot wenn es nicht spielt ist auch ein Zwang) Musik zu machen und nicht z. B. kreativ mit Holz zu basteln, zu zeichnen, zu programmieren, … ?

    Ich würde ein Kind nicht zu sowas zwingen, ich würde ihm/ihr eine möglichst breite Palette an Möglichkeiten präsentieren und vorleben und auch vorleben, dass man manchmal etwas Durchhaltevermögen braucht um etwas zu erreichen. Sprich auch mal Frust aushalten können muss.

    Sport finde ich auch wichtig, also nicht im Sinne von “regelmäßig als Pflicht in einem Verein”, aber eben dass das Kinde freude daran entwickelt sich zu bewegen. Auch das würde ich natürlich vorleben. Spazierengehen, kurze Distanzen laufen und nicht das Auto nehmen, … ich bin sehr froh, dass ich als Kind nicht überall hingefahren und von dort abgeholt wurde sondern eben gerne zu Fuß unterwegs bin.

    Ob ein Kind das dann auch macht hängt hauptsächlich davon ab wie die Vorbilder dazu stehen, genau daher ist es wichtig erwünschtes Verhalten vorzuleben. Jedoch sind leider nicht nur die Eltern oder man selber Vorbilder sonder vielleicht auch irgendwelche Andere die etwas komplett gegenläufiges vorleben. Auch in der eigenen Familie ist das oft so, da erziehen die Eltern ihr Kind so, dass es keine Videospiele spielt und dann bekommt es von der Tante zu Weihnachten eine Spielekonsole. Was macht man da? Verbietet man das, so ist man selber böse und die Tante super. Das ist leider alles echt nicht einfach.

    Was wurde eigentlich euch als Kinder vorgelebt? Holgers Vater war Schreiner glaube ich, wollte er Dir Holzarbeit/Heimwerken (keine zwei linken Hände) beibringen? Wie hätte er Dich dazu motivieren können?

    Antworten
    1. Anne

      Man muss es vielleicht nicht gleich “zwingen” nennen. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob ich mein Kind zum Üben nötigen würde, dafür aber müsste es dann zum Klavierunterricht (als Beispiel) und selber dafür gerade stehen, nicht geübt zu haben. Ich hatte ja auch Phasen, wo ich unter der Woche keinen Bock hatte und dann quasi mit genau dem gleichen Stand wie eine Woche vorher zum Unterricht gegangen bin und dann ist es halt auch ein bisschen peinlich. Irgendwann rafft man sich dann meistens eben wieder auf. (Bei mir war es aber auch so, dass ich es selber trotz genügend fauler Phasen immer weitermachen wollte, insofern stellte sich die Frage nie, mit dem Unterricht aufzuhören.)

      Der Grund meiner Frage war eben auch der, dass ich eigentlich den eher liberalen Erziehungsansatz meiner Eltern durchaus weiterpflegen wollen würde, aber eben bei dieser einen Sache merke, dass es mir zu wichtig ist, um es nur optional zu verhandeln. Daran habe ich dann in der Tat zu knacken, weil mir der Widerspruch sehr wohl bewusst ist.

      Wenn du sagst, man müsste “[…] auch vorleben, dass man manchmal etwas Durchhaltevermögen braucht um etwas zu erreichen. Sprich auch mal Frust aushalten können muss.” Wie macht man das aber, ohne das Kind zumindest in der konkreten Situation zu etwas zu zwingen? Zwingen ist vielleicht das falsche Wort, aber, wenn ich es doch mit einem ungeduldigen Kind zu tun habe, wie kann ich Durchhaltevermögen vermitteln, ohne meine Machtposition als bestimmendes Elternteil hier zu nutzen? Mal kurz aufhören und wieder anfangen, geht auch nicht immer aus rein praktischen Gründen, denn Musikschulen sind oft ausgebucht und mal eben einen neuen Lehrer finden, ist nicht so einfach.

      Dazu kommen ein paar weiter Punkte (unsortiert):
      – Ich kenne sehr, sehr viele Menschen, die bereuen, kein Musikinstrument gelernt zu haben oder alternativ mit dem Lernen aufgehört zu haben. Tatsächlich scheint mir das so Punkt 1 auf der Liste zu sein, was Menschen gerne könnten, aber wo sie glauben, dass es zu spät ist.

      – Ich würde zwar auch bei einem Erwachsenen, der sagt, er möchte noch ein Instrument lernen, sagen: “Mach einfach!”, ich glaube aber schon, dass das Erlernen eines Instruments umso schwieriger wird, je älter man wird, weil eben viel mehr intellektuell erfasst werden muss, was bei Kindern noch sehr intuitiv passiert. Ähnlich wie bei Sprachen ist es darum hier tatsächlich nicht irrelevant, ob man mit 6 Jahren anfängt oder mit 18 Jahren. Das heißt nicht, dass es nicht auch Ausnahmen in beide Richtungen gibt, also Leute, die auch spät noch sehr gut ein Instrument lernen oder anders Leute, die einfach nicht besonders musikalisch oder musikalisch interessiert sind. Aber ein Instrument zu lernen gehört halt zu den Dingen, die man, je früher man damit anfängt, nachher umso besser beherrscht. (Die Frage, ob es überhaupt wichtig ist, wie gut man ein Instrument beherrscht, ist dann noch mal eine andere.)

      – Mir hat die Musik immer sehr geholfen. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber dass ich die Möglichkeit habe, mich nach einem Scheißtag ans Klavier zu setzen und den Frust da einfach rauszulassen, hilft mir auch als Erwachsene. (Übrigens auch im Teenageralter.) Das kann man natürlich bei anderen Hobbys auch haben, da ist es eher wichtig, dass das Kind irgendwas hat, mit dem es Emotionen aufarbeiten kann.

      – Ein Instrument spielen zu können ist nach wie vor eine der Fähigkeiten, die einen Menschen (Vorsicht, es folgt ein schlimmes Wort) ganzheitlich fordern. Was ich damit meine: Zum Instrumentespielen gehört eine körperliche Leistung (Feinmotorik der Finger, aber auch bei Blasinstrumenten zum Beispiel richtiges Atmen), eine intellektuelle Leistung (z.B. beim Umsetzen der Noten in Musik oder beim Improvisieren), und eine emotionale Leistung und zwar alles gleichzeitig. Es werden immerhin drei Sinne gleichzeitig angesprochen (Tasten, Hören, Sehen, letzteres muss aber nicht immer). In der Hinsicht ist Musizieren sicherlich auch für die Entwicklung eines Kindes sehr hilfreich. (Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch andere Hobbys gibt, die für die Entwicklung hilfreich sind.)

      Der Hauptgrund, warum ich beim Erlernen eines Instruments strengere Regeln vorhalten würde als bei anderen Hobbys, ist sicherlich auch meine eigene Geschichte, die man vermutlich immer irgendwie auf andere projiziert.

    2. Emanuel

      Hallo Alexandra, Hallo Holger, Hallo Gustl,

      ich kann Gustl im groben und ganzen zustimmen.

      Einen weiteren Punkt, zu dem ich mich äußern möchte ist das Thema Ungeduld.

      Als Vater einer einjährigen Tochter fällt mir auf: Kinder sind nicht ungeduldig.

      Ungeduld wird von Erwachsenen vorgelebt und so entwickeln die Kinder eine Ungeduld. Ein Beispiel: Beim “Sporteln am Wochenende” bauen Turnvereine an Sonntagen für Kinder von 1-6 verschiedenste Bewegungsstationen auf. Dort bin ich mehrfach gewesen und ich habe nicht ein einziges mal gesehen, dass anstehende Kinder ungeduldig waren. Machmal haben Kinder keine Lust zu warten und machen dann etwas anderes. Was ich hingegen ständig sehe ist, dass Kinder von ihren Eltern gedrängelt werden. Da hat ein kleines Kind gerade einen Turm erklommen und wird prompt von der Mutter ermahnt: “Rutsch jetzt schnell! Hinter dir sind noch mehr Kinder.” Das sieht man dort an jeder Ecke, obwohl alle Kinder geduldig warten.

      Wenn Kinder Lust darauf haben, sich mit etwas zu beschäftigen und ihnen der Freiraum gegeben wird, sich dieser Sache, ob Musik, Malerei, Bewegung, Sprache, Basteln… hinzugeben und es auf ihre Weise zu entdecken, ist die Geduld grenzenlos. Wenn man gezwungen wird, etwas zu tun, worauf man keine Lust hat, wird man ungeduldig sein und der Lernerfolg sich nicht einstellen. Ist bei Erwachsenen übrigens genauso =)

  20. David

    Bezüglich Ossis und Helmut Schmidt. Oder auch “Österreich weiß sehr viel von Deutschland, Deutschland aber viel weniger über Österreich”, das ist ein Ähnliches Prinzip.
    Was kennt ihr denn aus der Kultur der DDR? Olsenbande kennt Holgi ja glaub ich (und Tim nicht), auch wenn das eine dänische Produktion ist, aber hier alle paar Monate irgendein Teil auf MDR läuft, weil jeder Ossi die Filme kennt, woanders aber kaum.

    Kennt ihr Hannes Hegens “Digedags” als Comic in der Zeitschrift Mosaik?
    Oder Fix und Fax? Nein, nicht Fix und Foxi, Fix und Fax waren Mäuse. Atze hieß die Zeitschrift, die im Restteil (Fix und Fax waren nur die letzten 3 Seiten) wirklich gruselig propagandahaltig waren.

    Das ist jetzt eher auf Jugendkultur bezogen, auch in anderen Bereichen gab es einiges. Auch gab es andere Wortkreationen. Konsum (Konnsumm betont, nicht Konsuuhm) kennt jeder, aber wer weiß, was ein Fallsbeutel ist? Oder den Unterschied eines “Jägerschnitzels” zum BRD-Pendant?
    Nicht alles war schlecht 😉

    Antworten
  21. Florian Freistetter

    Betonbücher! Das wird zwar auch nicht unbedingt das Buch sein, das Alexandra sich vorgestellt hat. Aber “Stuff Matters” ist wirklich interessant und bei weitem nicht nur rein technisch: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/01/17/stuff-matters-die-bestandteile-unserer-zivilisation-die-komplette-rezension/

    Es handelt aber nur ein Kapitel von Beton: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/01/08/stuff-matters-die-bestandteile-unserer-zivilisation-3-der-fundamentale-beton/?all=1 – da gehts aber auch viel um Design, Ästhetik, etc – wenn du das Buch irgendwo findest, lohnt sich vielleicht ein Blick in das Kapitel

    Antworten
  22. Marcel

    Hehe, jaja die Sparkassen. Unsere (Rhein-Nahe) hat vor etlichen Jahren auch den Beitragssatz um 100% erhöht. Der Aufschrei im lokalen Zeitungsblatt war groß, als Stellungsnahme hat der damalige Sparkassen Vize gesagt: “Die Leute geben jeden Tag soviel aus, da werden doch die 2€ mehr pro Monat nicht ins Gewicht fallen, das müsse einem ein gutes Giro Konto eben Wert sein”.

    War dann auch der Tag wo ich dort gekündigt habe.

    Antworten
  23. Thomas

    Ah, direkt zum Beginn der Folge werden Sparkassen fertig gemacht.

    Tut mir bitte den Gefallen und Generalisiert nicht!

    Gibt genug Idioten, die einen scheiße bedienen und gibt genug Gründe, einzelne Aspekte schlecht zu finden.
    Aber nicht gleich sagen, dass ALLE Sparkassen Mist sind!

    Jede steht für sich, die haben auch alle verschiedene Konditionen und teils verschiedene Handelsweisen.

    Ja, oft altertümlich
    ja, oft nicht so internetaffin. Liegt aber an der großen Organisationsstruktur und dem öffentlichen Charakter.
    Daher dauern Entscheidungen auch länger. Und Risiko, wie bei Investmentbanken, wird eben x-mal kritisch gesehen.

    Dass die Preise, die meist schon teuer sind, sich erhöhen, ist leider vollkommen logisch.
    Wie soll man in der heutigen Zeit Geld verdienen und so viele Filialen und Mitarbeiter finanzieren?

    Holgi, Geld auf Girokonten bringt nahezu nix. Girokonten KOSTEN nur.

    Andere Banken mit merkwürdigen Geschäftsmodellen nutzen ist vollkommen in Ordnung.
    Aber gerade den regionalen Charakter und die Erfahrung zu schätzen, ist durchaus wichtig.

    Nutze selbst auch z.B. number26, Fidor und Co., aber als Hauptbankverbindung / Gehaltskonto würde ich stets Sparkasse (oder eventuell noch Volksbank) nehmen!

    Schöne Adventszeit!

    Antworten
    1. LVO

      Moin!

      Man darf auch nicht vergessen, dass es Sparkassenfilialen wie Sand am Meer gibt. Praktisch an jeder Ecke, während du bei anderen Banken teilweise erstmal 10 km in den nächsten Ort fahren muss, um eine Filiale zu finden. Für den Luxus bezahle ich gerne ein paar Euro.
      Bei der Spk am Niederrhein kostet das Onlinekonto mit allem Zip und Zap übrigens 2,50€.^^
      Und als ich mal den Chatsupport in Anspruch genommen habe wurde mir da sehr schnell und freundlich geholfen. Kommt wohl drauf an, bei welcher Spk man ist…

      Tolle Sendung übrigens. Weiter so! 😉

      LG
      LVO

  24. Onkel Michael

    @Alexandra:
    Einige Buchtipps zum Thema Beton, eher von der kulturellen Seite her:
    Jodidio, Philip: 100 Contemporary Concrete Buildings, ISBN 978-3836547673
    Betonbau im Wandel der Zeiten, ISBN 978-3764002206
    Bertoni, Franco: Minimalistische Architektur, ISBN 978-3764366513
    Bilek-Czerny, Edith: Beton (Behördenpublikation ohne ISBN)
    Rübel, Dietmar: Materialästhetik, ISBN 3-496-01335-4
    Hasse, Jürgen: Übersehene Räume, ISBN 978-3-89942-775-2
    Erb, Hans F.: Geformter Stein, 1965

    Ansonsten kann ich Deinen Wunsch nach kulturellen Austausch nachvollziehen. Mir geht es hier in der tiefsten Provinz ebenso. Entweder besteht kein Interesse (dann lieber Fußball) oder es sind die typischen Krawehl-Bildungsbürger, die dir den Schädel einschlagen, wenn man gesteht, dass man weder Thomas Mann noch Günther Grass oder Martin Walser mag und lieber z. B. Philip Roth liest. Und außerdem, man müsste sich ja vorbereiten und RTL hat da noch keine Sendung drüber gebracht. Naja, so fristet man sein Dasein in der intellektuellen Diaspora.
    Aber sie hat schon recht, gute Gespräche mit Inhalt fehlen.

    Antworten
  25. gustl

    Leider kann man hier auf eine Antwort zu einem Kommentar nicht wieder antworten (warum ist das so?), also dann eben so:

    @Anne:
    Ich verstehe Deine Argumentation und sehe auch die Probleme das ohne Zwang zu versuchen. Meist wird das nicht funktionieren. Ich verstehe aber nicht wieso umbedingt musizieren so wichtig ist. Jede Tätigkeit zu erlernen fällt mit dem Alter schwieriger, genauso auch Sportarten oder Zeichnen, …
    Ich würde eben einen anderen Anstz wählen und mein Kind zur Neugierde erziehen. Das sind Kinder von sich aus eigentlich immer, aber oft wird es ihnen aberzogen.
    Ich kenne da eine Familie, da wollte die Tochter immer Fußball spielen, wirde aber zum Balettunterricht geschickt eil das eben was für Frauen ist, genauso wie oft der Sohn dem Vater bei Heimwerkerarbeiten helfen oder zugucken soll, die Tochter aber der Mutter beim Kochen.
    Neugierige Kinder müssen zu nichts gedrängt werden, die suchen sich selber ihre Hobbys die zu ihnen passen, aber, man sollte den Kindern die Möglichkeiten auch zeigen.
    Mir wurde für sehr lange Zeit der PC nur als Spielemaschine präsentiert, meine Freunde haben darauf gezockt und auch meine Eltern, wenn sie mich mal an den PC ließen, haben mir darauf Spiele präsentiert. Mittlerweile spiele ich nicht mehr sondern verwende den Rechner als Werkzeug, aber das hat lange gedauert und hätte schneller gehen können.
    Ich bin im lokalen Badmintonverein für das Kindertrainig zuständig. Da können Kinder auch ein paar mal mitspielen ohne gleich in den Verein einzutreten. Was man immer merkt ist, ob ein Kind da gerne hingeht oder von den Eltern hingeschickt wird. Auch wenn ein Kind da mehrere Jahre hingeschickt wird und dann auch ganz ordentlich spielt ist es trotzdem etwas ganz anderes wie wenn es da mit voller Begeisterung dabei ist.
    Ich vermute, dass es beim Erlernen eines Instruments ähnlich ist. Wir haben ein Klavier und darauf habe ich früher geklimpert. Dann wurde ich zum Unterricht angemeldet, war da ca. ein Jahr und dann habe ich aufgehört weil ich zu faul war und auch zuviele andere Interessen hatte. Jetzt steht das Klavier in meinem Zimmer und ich spiele nicht mehr. Das mag zwar traurig sein, aber ich habe andere Hobbys. Man hat nicht genug Zeit um alles zu machen. Das ist furchtbar schade weil es so viele tolle Sachen auf dieser Welt zu entdecken gibt, soviele Bücher zu lesen, soviele Podcasts zu hören, soviele Sportarten/Fähigkeiten/Instrumente zu erlernen. Man muss irgendwann eine Auswahl treffen. Bei mir ist es ein Mix geworden aus zwei Sportarten (Badminton/Rennrad), ein bisschen Kunst (Zeichnen/Photographie), Weiterbildung (Podcasts und Lesen), Kreativer Umgang mit Technik und dann noch das Studium und Zeit für Freunde. Leider hat der Tag nur 24 Stunden.

    Antworten
    1. Anne

      Ich denke, warum ich einen Fokus auf Musik setze, habe ich oben ganz gut und sehr ausführlich beschrieben, u.a. natürlich aus meiner eigenen Erfahrung und meinem Interesse heraus. Ansonsten habe ich aber oben ausreichend viele Argumente aufgeführt, warum es zumindest bei mir, das Musizieren wäre. Dem wäre nichts hinzuzufügen.

      Tatsächlich nehme ich aber vor allem immer wahr, wie viele Menschen es offenbar bereuen, kein Instrument gelernt zu haben oder zu früh damit aufgehört zu haben. Möglicherweise ist das Filterwahrnehmung, oder es liegt daran, dass wir halt, wenn wir Besuch haben, oft irgendwann am Klavier sitzen und dann genau solche Bemerkungen fallen. Das zeigt mir zumindest, dass es vielleicht angebracht ist, ein Kind gezielt an ein Instrument heranzuführen und nicht zu warten, bis es sich vielleicht von selbst dafür interessiert. Später entscheiden, dass es doch nichts ist, kann es immer noch (und genau da stellt sich bei mir die Frage, was für mich ein ausreichender Grund wäre, zuzustimmen), aber das wäre mir lieber als wenn es später entscheidet, dass es gerne früher mal ein Instrument gelernt hätte.

      Es ist übrigens bezeichnend, dass sowohl Holgi als auch Alex beide genau den Bereich “Instrument lernen” genannt haben. Natürlich habe ich das auch in der Frage benannt, aber ich halte beide für ausreichend selbstständig, dass ich davon ausgehe, dass sie das nicht so gesagt hätten, wenn sie es nicht auch so meinen.

  26. Elo Naj

    Bei mir hat musikalische Früherziehung und Kindergartenbasteln dafür gesorgt das ich damit nichts mehr damit zu tun haben wollte. Ich bin der Meinung man sollte schauen wie das Kind darauf reagiert und entsprechend fördern.

    Antworten
    1. Anne

      Zu musikalischer Früherziehung kann ich mich nicht äußern, weil ich das nie gemacht habe. Dafür habe ich mich in den Blockflötenunterricht in der Grundschule geschmuggelt, bei dem zwei Freundinnen mitgemacht haben. Bis heute weiß ich nicht, ob das eigentlich was gekostet hätte und man mich da nur geduldet hat, weil sich keiner getraut hat, mir das zu sagen. (Eventuell war’s aber auch umsonst. Unterrichtet hat der Organist der Gemeinde, der hatte vielleicht einfach Spaß dran.)

  27. gustl

    @Anne:
    Tatsächlich habe ich auch schon oft Menschen gehört die gerne ein Instrument spielen könnten. Ich bin auch oft neidisch wenn Freunde richtig gut Gitarre spielen. Musik ist, und vielleicht auch Kunst, etwas das von Anderen Anerkennung bekommt. So eine richtige Nutzenabwägung ist da glaube ich unmöglich.
    Wenn jemand prima Autos reparieren kann z. B. dann bekommt der von der Bekanntschaft alle möglichen Arbeiten zu erledigen, klar das wird auch honoriert, ist aber etwas ganz anderes wie wenn jemand ein Instument beherrscht. Da sitzt dann die Familie und klatscht, das passiert dem Heimwerker nicht wenn er/sie den Siphon des Waschbeckens gereinigt und wieder zusammengeschraubt hat. Warum eigentlich nicht?
    Ich würde auch gerne besser klavierspielen, lerne das aber nicht, weil es für mich zu wenig Nutzen bringt. Damit meine ich, dass es außer Lob von Anderen für mich keinen Mehrwert im Alltag hätte. Ja es ist eine meditative Tätigkeit die entspannt, aber das geht auch anders ohne den hohen Zeitaufwand. Vielleicht werde ich das später auch bereuen. Zwischenzeitlich habe ich nicht nur gefühlt mehr davon nicht wegen jeder Kleinigkeit den Elektriker rufen zu müssen sondern vieles im Haus selber erledigen zu können.

    Antworten
    1. Anne

      Kunst hat so gut wie nie Mehrwert im Alltag, darum macht man das nicht. Ich würde aber auch nicht sagen, dass man künstlerisch tätig ist, weil das Anerkennung bringt, sondern, weil es einem selber etwas bringt. Das passiert aber auch nur dann, wenn man erstmal nichts davon erwartet. Es ist auch in erster Linie keine meditative Tätigkeit, sondern etwas, das intellektuell sehr fordernd ist. Das merke ich gerade wieder, weil ich seit anderthalb Jahren Jazz-Improvisationsunterricht habe, bei dem mir regelmäßig der Kopf schwirrt.

      Bein meinem Onkel war es übrigens lustigerweise so: Er hat jahrelang sehr gut Gitarre gespielt (autodidaktisch). Seit er in Rente ist, spielt er nach eigenen Angabe kaum noch, anscheinend brauchte er die Musik zum Ausgleich nach der Arbeit. Jetzt ist er sowieso entspannt und stressfrei und malt lieber Bilder.

  28. gustl

    “Ich würde aber auch nicht sagen, dass man künstlerisch tätig ist, weil das Anerkennung bringt,[…]”
    Genau, ich unterstelle aber vielen die nicht künstlerisch tätig sind und es jetzt bereuen nie ein Instrument erlernt zu haben, dass sie jetzt gerne auch die Anerkennung hätten. Sie wissen ja nicht ob ihnen ein Instrument tatsächlich guttuen würde/sie die Muße hätten das regelmäßig zu üben.

    Vermutlich sind wir alle sehr unterschiedlich. Ich kann mich beim Zeichnen immer super entspannen und sehe das als Stressabbau, aber auch andere Tätigkeiten arbeiten mit Holz und sogar gleichmäßiger Sport wie Radfahren sind für mich teilweise meditativ. Vielleicht ist es auch nur meditativ, wenn man etwas schon kann, also ein neues Stück auf dem Klavier einüben ist nicht meditativ, aber eine bekannte Melodie so vor sich hinspielen finde ich schon. Beim Zeichnen ist die erste Phase in der man noch plant und viel überlegt und radiert auch eher “intensiv”, danach das Schattieren was deutlich länger dauert kann man quasi nebenbei erledigen, wie Autofahren oder Spazierengehen vielleicht, da kann man auch prima nachdenken.

    Antworten
  29. Ina

    Aber der Pizzateig, probiert den keiner den Pizzateig? ?!!? eins!! elf
    Ich hab nämlich den super einfachen Teig der immer gelingt geschafft zu verka***. Jemand irgendeinen Link mit der kompletten Anleitung? 😮

    Antworten
    1. Patrick

      Mache den so mit 375g Mehl, 225ml Wasser, 1TL Salz, 2EL Olivenöl, ggf. Häufchen Oregano für Optik und B-Note und nur 1/2 Tütchen Trockenhefe – außer es muss sehr schnell gehen. Reicht genau für ein Blech.

      Für absolute Back-Anfänger:
      Schüssel –> Mehl, Salz, Öl, Hefe hineingeben –> kurz Vermengen –> lauwarmes Wasser dazu –> kneten bis wunderschöner Klumpen (am besten mit dem Knethaken-Mixer) –> abdecken –> jetzt Schnellvariante: 30 min. gehen lassen bei warmer Zimmertemperatur oder Qualitätsvariante: 1 Tag im Kühlschrank gehen lassen –> danach Mehl auf dem Tisch ausbreiten, ausrollen und aufs leicht gefettete Blech bringen, belegen und backen bei min. 200 °C

      Wenn der Teig nicht geht:
      zuviel Salz, zuviel Öl, zu kaltes Wasser, zu kalter Kühlschrank, zu wenig Hefe, tote Frischhefe oder zu wenig Geduld –> dann mit ein wenig Zucker etwas anfüttern

      Tiefkühlpizza ist aber auch nicht schlecht.

    2. Romconstruct

      Leider gelingt auch der Teignicht immer so locker wie Sven&Holgi es beschrieben haben, was auch teils in den Kommentaren zu der entsprechenden Wrint&Folge etwas angesprochen wurde.

      Es hat dummerweise dich etwas mit dem Mehl und dem Wasser (Temperatur…lauwarm ist subjektiv ubd vielleicht auch Wasserhärte(?)) zu tun. Ich habe mich sklavisch an das Rezept gehalten und hatte nach 30min kneten noch immer eine dermaßen klebrige Masse dass ich meine Pfoten kaum vom Teig befreien konnte.

      Also mehr Mehl…und mehr Mehl…und…bis der Teig irgendwann vernünftig war.

  30. Karlt

    An Holger, Alexandra und Hörer, die sich für den Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs interessieren. Lukas Betzler; Manuel Glittenberg, Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs. Eine Analyse des Falls Jakob Augstein, Baden-Baden 2015.
    Zudem interessant ist dabei die Walser-Debatte aus dem Herbst 1998. Mit seiner Friedenspreisrede in der Frankfurter Paulskirche hat er damals, weil u.a. Ignatz Bubis sich öffentlich zur Wehr setzte, das “Sagbarkeitsfeld” in der Öffentlichkeit schlagartig und weitläufig vergrößert.

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  31. Gemianshum

    Holgi, falls Du bei der (einer) Sparkasse bleiben willst, die Stadtsparkasse München bietet ein kostenloses Online-Konto an. Mir waren die 4,95 Gebühr dort auch zu dumm, deshalb habe ich umstellen lassen. Die Kontoauszüge als PDF sind mir eh lieber als auf hässlichem Thermopapier und das Automatennetz ist doch recht dicht.

    2. Zum Thema GLS. Vor der “stand” ich auch mal, hab mich dann umentschieden zur Umweltbank.

    3. Ihr habt Euch heute (bis zu der Stelle zu der ich gehört habe) zweimal über Außenwerbung unterhalten. Erst diese Woche habe ich (zufälligerweise auch bei einem Podcast: “Zeitgenossen”) erfahren, dass Sao Paulo diese abgeschafft hat, siehe https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=sao%20paulo%20aussenwerbung

    Und dann noch Dank für die Wrintheit – schöner als Weihnachten!

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  32. Mullana

    Ich bin noch NIE auf die Idee gekommen, meine Nachbarn zu googeln. O_o
    Das ist ein interessanter Gedanke, auch wenn mir wohl meine Zeit zu schade ist, um das wirklich zu tun. Meine Nachbarn sind aber auch hauptsächlich alte Leute.

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    1. Anne

      Ich glaube, es ging eher darum, dass die Kulturgeschichte von Ostdeutschland keine Relevanz hat. Es wird zum Beispiel vorausgesetzt, dass man bestimmte (west)deutsche Künstler kennt, dass man ostdeutsche Künstler kennt, aber nicht. Ich kenne immerhin ein paar ostdeutsche Gruppen mit Namen, aber die Musik sagt mir nichts.

      Ebenso zum Beispiel bei Fernsehgeschichte (mal abgesehen vom Sandmännchen und DEFA-Märchenfilmen), da ist auch alles sehr westzentriert. Ist nur meine Wahrnehmung, weil ich eben auch immer merke, dass die Medien auch bei solchen Nostalgiethemen gefühlt immer vor allem Westgeschichte aufgreifen. Alternativ wird es eben explizit als “ostdeutsch” gekennzeichnet.

  33. Florian

    Der homo oeconomicus ist für die neoklassische Ökonomie noch das geringste Problem. Problematischer ist das DGSE (Equilibrium) das auf unhaltbaren Annahmen beruht. Steve Keen dröselt das schön auf youtube auf 🙂

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  34. Sebastian

    Ich finde es immer wieder großartig, wenn man nach 90 Minuten, nachdem man ihn im Podcatcher schon 100 mal gelesen hat, endlich erfährt wo der absolut bescheuerte Sendungstitel kommt. 😀

    Auch noch nach fast 500 Sendungen. Danke

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  35. Oliver

    Da hab ich das wohl in den falschen Thread gepostet, hier also nochmla um das Thema Bank weiterzubringen.

    Die 1822Direkt ist eine Tochter der Sparkasse Frankfurt. Die Kontoführung ist Kosentlos, die Kreditkarte kostet 25€ und man kann mit der EC-Karte die Sparkassen Automateninfrastruktur benutzen. +Guter Kundenservice

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  36. alex

    Hallo Holgi,

    ich möchte gern auf deine Idee, wrint umzubenennen, eingehen.
    Die Idee ist aus Vermarktungszwecken sicher effektiver, aber auch sprachlich sehe ich einen Vorteil.
    Wrint klingt ziemlich hart und erinnert – wenn man die Hintergrundinformation dieser Abkürzung nicht kennt – an wrong. Dafür sind das Format und deine Sendungen einfach zu gut. Vielleicht könntest du ja doch deine erwähnte Domaine verwenden.

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    1. Gemianshum

      Auf mich klingt der Name Wrint nicht hart, sondern als ich den Podcast entdeckt habe, ich erinnere mich noch gut, klang er geheimnisvoll, interessant, insiderisch. Dagegen klingt die Domain, die Holgi noch in der Hinterhand hätte – ich weiß nicht mal mehr den Namen – langweilig wie Allerweltsradio, sowas mit hohlem lustigen Gequatsche und so. Und da ist Wrint doch das genaue Gegenteil davon.
      Dass Wrint eine Marke ist, die man kennt und schon allein deshalb beizubehalten sei, schrieb hier ja schon jemand anderer, aber das ist auch meine Meinung.

    1. Der Freibeuter

      Viele (die allermeisten) Bürger/Bewohner Deutschlands sind in den Medien unsichtbar.
      Die in den Medien präsenten Menschen wohnen in Berlin/München/Frankfurt/Hamburg/Köln… und erfassen auch fast nur was dort passiert.
      Interessant z.B., daß Holgi nicht in den Sinn kam, dass Moritz von Uslar für sein Buch “Deutschboden” in Zehdenick gelebt hat – das ist nur ein paar Kilometer vom Ziegeleipark Mildenberg entfernt, wo 2015 “Das Camp” stattfand, bei dem Holgi ja anwesend war. Wäre vielleicht doch eine Maßnahme gewesen mal per Fahrrad anzureisen, um den Blick zu weiten 🙂 …
      Die nachträgliche Überhöhung von H.Schmidt in den Medien ist wirklich ein gutes Beispiel wie sehr die (meist Wessi-) Medienfuzzis in ihrer eigenen Blase leben und Dinge für allgemein relevant halten, die es nicht sind.

  37. Alter Bolschewik

    Pst, Holgi, ganz unter uns: Das mit dem Käsefondue ist wie mit dem Porridge. Du läßt Dir im Käseladen Deines Vertrauens 400 gr Greyerzer und 200 gr Emmentaler reiben, die wirfst Du in einen Topf und löst den Käse in 300 ml trockenem Weißwein auf. Das Ganze würzt Du mit Muskatnuß und weißem Pfeffer, wenn Du willst kannst Du auch noch etwas Zitronensaft und Knoblauch mit reingeben. Wenn’s blubbert, muß der Schlonz nur noch abgebunden werden: Einen gehäuften Teelöffel Stärke mit einem Gläschen Kirschwasser (oder einem anderen Obstbrand) verrühren, reinkippen und unter Rühren nochmal aufkochen: Schon ist das Fondue fertig.

    Und wenn wir schon beim Essen sind und weil ich weiß, daß Du Burger liebst: Kennst Du das Burgerzimmer, Boddinstraße 3 in Neukölln? Die besten Burger die ich je gegessen habe. Wirklich.

    Schöne Weihnachten und Dank für Deine Arbeit mit WRINT.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Joa, das mit dem Fondue weiß ich – aber ich bin faul, so dass ein Töpfchen Migros-Mikrowellen-Fondue für den Alltag super ist 😉

      Boddinstraße ist ja quasi um die Ecke. Da gehe ich meinen nächsten Burger essen. Danke 🙂

  38. Dne

    Hi, ja, die Sparkassen nerven mit ihren hohen Preisen, haben aber eben ein verdammt gutes Automaten-Netz. Wir sind deshalb zur Direktbank-Tochter der Frankfurter Sparkasse gegangen – 1822direkt. Kontoführung gratis, KK kosten aber, wenn du gewissen Umsatzziele nicht erreichst. Guten Rutsch!

    Antworten
  39. Tim

    Liebe Alex, lieber Holger,

    zu der Idee mit dem Format über Kulturwissenschaften:
    Es hat sich bereits jemand hingesetzt und das verwirklicht, ist mittlerweile bei Folge 82 und sehr hörenswert. Das Ganze nennt sich “Stimmen der Kulturwissenschaften”, hier der Link:
    http://stimmen.univie.ac.at/
    Das spricht natürlich nicht gegen ein eigenes Format eurerseits, ich wollte nur diesen Podcast anbringen, da ihr euch ja doch recht angeregt über das Potential dieser Idee ausgetauscht habt.

    Viele Grüße,
    Tim

    Antworten
  40. sternburg

    Aus Versehen habe ich diese Sendung erst heute gehört. Ich habe trotzdem zwei Nachfragen, über deren Beantwortung ich mich sehr freuen würde:

    a) Reste sind über. Bin ich denn wirklich der einzige Mensch, der den Topp einfach in’n Kühlschrank stellt (abgekühlt natürlich)?

    Und vereinzeltes Stückgut – wie die angesprochenen zwei Scheiben Grillfleisch – können doch einfach aufen Teller. Wozu denn bitte die Alufolie?

    Wenn ich unbedingt Angst habe, dass mir die Vögel das im Kühlschrank aufessen (oder das Essen “vertrocknet”), dann kommt halt noch ein zweiter Teller als Deckel oben druff. Aber nötig finde ich das nicht.

    b) Ein guter Italiener in drei Gehminuten von Deiner Wohnung, Holgi? Du meinst aber nicht etwa das Teil Hoeppner- / T-Damm? In diesen wenig Vertrauen erweckenden budenähnlichen Gebäuden am Bahnhof?

    Denn der von Dir öfter bereits empfohlene Italiener in Alt-Tempelhof ist ja nun doch etwas weiter weg.

    Ernsthaft, dass wäre gut zu wissen.

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