WR1428 Die Wissenschaft der versöhnenden Zwangsmaßnahmen

Neues aus der Welt der Wissenschaft. Darin: Carnot-BatterienTabletten gegen AlternSpaltung der GesellschaftKiffende KüheMercator Carbon ClockErdnächstes schwarzes LochArtemis 1 (auch im Video bei den Sciencebusters) – Mini-AtomreaktormüllUranFreunde und VerdauungHPV für lauÖtziCO2-BudgetPlaneten und KlimaMastodon und Wisskomm

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14 Gedanken zu „WR1428 Die Wissenschaft der versöhnenden Zwangsmaßnahmen

  1. Michael

    Warum hast du nicht Dunkelflaute verlinkt? Dazu gibt es einen aufschlussreichen Wikipedia-Artikel.
    Dunkelflaute ist keine Erfindung von Gegnern der Energiewende. Dunkelflaute ist der Lackmuss-Test für alle Energiesysteme. Stromversorgung ist Kritische Infrastruktur und muss immer zu 100% liefern. Nach Wikipedia tritt eine Dunkelflaute von 14 Tagen alle 2 Jahre auf. Eine von 48 h in Europa alle 5 Jahre. Das kann man nicht aussitzen, da braucht man volle Speicher mit der elektrischen Leistung der Netzlast. (Für das Europa-Szenario benötigte man neben den Speichern noch einen massiven paneuropäischen Netzausbau.)

    Ein Zahlenbeispiel zu dem finanziellen Aufwand: 14 Tage Dunkelflaute. Dann braucht Holger einen Speicher von 1kWh je Tag x14 Tage zu 1000€/kWh = 14000€ (und er darf in der Zeit keine Wäsche waschen). Der Speicher hält 10a, das macht 1400€ je Jahr. Sein Stromverbrauch von rd. 1500kWh/a kostet bei 30cent/kWh 450€ je Jahr. Er muss daher um eine Dunkelflaute auszusitzen seine Stromkosten vervierfachen. Variiere die Zahlen ruhig, die Relationen bleiben und sind drastisch. Das muss man sich bewusst machen. Und selbst, wenn Geld keine Rolle spielt, müssen die Speicher erst mal her.

    Daher Vorsicht an der Bordsteinkante! Dunkelflaute ist ein griffiger Begriff für ein handfestes Problem.

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    1. Z

      Was meinst du mit vierzehn Tagen dunkel Flaute? Scheint solange tagsüber die Sonne nicht?
      Wir haben übrigens schon eine riesige Akku Kapazität in Deutschland, nur stehen die nachts in der Garage. und sind mit nur in einer Richtung mit den Stromnetz verbunden…..

    2. Mithrandir

      Wer das vielgelobte Buch vom Graslutscher, der zu Recht hier über allen Maßen gelobt wird, gelesen hat, der sollte wissen, dass wir mit Batteriespeichern nicht über die theoretisch möglichen zwei Wochen “Dunkelflaute” kommen. Weil die Energiedichte einfach zu niedrig ist. Es ist sicher höchst unwahrscheinlich, dass wir zwei Wochen keine EE erzeugen, aber liegt im Bereich des Möglichen, aber auch zwei bis drei Tage den kompletten Bedarf in DE zu überbrücken ist auf längere Frist utopisch.
      Das ist aber eigentlich nicht schlimm, weil wir in diesen seltenen Fällen ohne Gewissensbisse Gaskraftwerke nutzen können, womöglich sogar mit einem größeren Anteil Biogas oder -ACHTUNG TROLLTRIGGER – WASSERSTOFF.
      Wenn wir dann mal genug Solar und Wind haben, um zu normalen Zeiten den Energiebedarf zu decken, dann können wir den Überschuss gerne in Wasserstoff bzw. in daraus erzeugtes Methan speichern. Auch wenn die Verluste dabei hoch sind, aber das Zeug ist halt besser, was Energiedichte beim Speichern betrifft.
      Davon sind wir aber sehr weit entfernt.
      Dennoch sind Holgers Aussagen: “Das schaffen wir dann locker mit Batterien” mindestens genauso falsch und leichtfertig wie “Da haben wir ja den halben Winter keinen Strom, wenn die Sonne nicht scheint”
      Ich berichte mal aus der Praxis:
      PV-Anlage 10kWp seit nicht ganz zwei Jahren in Betrieb.
      10kWh Speicher im Keller
      Zweifamilienhaus. OG Familie zu viert, unten die Oma allein
      Ein E-Smart und eine Hybrid A-Klasse, die aber auch zu 80% elektrisch gefahren wird. Die Oma hat eine B-Klasse (Verbrenner).
      Von März bis September decken wir den Strombedarf komplett selbst. Aber nur, wenn man über alles rechnet.
      Konkret: Wenn in der Zeit genug Sonne da ist, wird der Speicher voll und der Strom reicht tagsüber auch für den Rest und je nach Tag speist man ein.
      Nachts kommt er Strom aus dem Speicher. Im März April reichen die 10kWh gerade so über Nacht. Im Hochsommer hat man morgens schon mal noch 30-40% drin. Da ist ja auch die Nacht kürzer.
      Wenn es aber in der Zeit mal ein paar Tage regnet oder bewölkt ist, muss man dann doch mal Strom aus dem Netz holen.
      Und im Winter, also ab Oktober ist man froh, wenn man tagsüber einigermaßen den Bedarf gedeckt bekommt. Die Sonne steht wesentlich schräger, scheint kürzer und das macht eben viel aus.
      In dieser Zeit (ich habe gerade mal nachgeschaut) ziehe ich etwa 2500 kWh aus dem Netz. Müsste mir also 250 Speicher in den Keller stellen. Platz- und kostenmäßig nicht zu machen.
      Und vom Mehrbedarf durch die Wärmepumpe, die ich vielleicht ab nächstem Jahr habe, reden wir da noch gar nicht.
      Selbst ein zweiter Speicher macht nur wenig Sinn. Wenn der im Sommer voll ist, steht der so lange voll und ungenutzt rum, bis mal bewölkt ist, oder ich beide Autos bis zum Abend leergefahren habe und am nächsten Tag wieder brauche, dann ist er aber auch leer. Und im Winter wird der gar nicht voll, weil ich den ersten schon gar nicht voll bekomme.
      Man sollte auch bedenken, dass eine Füllung bei aktuell 30ct/kWh gerade mal 3€ spart.
      Die Fahrzeuge helfen da auch nicht, weil ich die ja gerne benutzen möchte, wenn ich sie benötige.
      Klar steht das Auto, wenn ich ins Büro fahre, 8h rum, aber wenn ich heim will, vielleicht auch mal früher, will ich, dass das Teil genug Saft hat. Beim Smart natürlich noch extremer, weil der eh nur eineinhalb strecken reicht. Und Stationen, wo man die Dinger jederzeit ins Netz einklinken kann, gibt es auch noch laaaange nicht.
      Nicht falsch verstehen, ich bin ein Riesenfan der Energiewende. Ich habe 20k€ investiert, ohne auf Amortisation zu achten, weil es einfach geil ist im Sommer zu sehen, dass man quasi aus “Nix” seinen Strom und den Sprit bekommt. Aber man muss realistisch sein und denjenigen, die es eben noch nicht kapiert haben, mit vernünftigen Argumenten kommen.
      “Ja, nicht jeder kann sich Solar aufs Dach und einen Speicher in den Keller stellen.” “Ja, es geht auch ressourcentechnisch nicht sooo schnell” “Aber, wenn wir jetzt damit anfangen und uns nicht dagegen wehren und Lösungen, statt Problemen zu suchen, dann schaffen wir das in 20-30 Jahren ohne größere Einbußen beim Komfort” “Und nein, auch wenn die Erneuerbaren günstiger in der Herstellung sind, rechne ich nicht mit billigerem Netzstrom, weil das Management umständlicher wird. Macht aber nix, weil die Umwelt profitiert.”
      Und ja lieber Holger in 20-30 Jahren sind wir vielleicht in den sonnenreichen Gebieten so weit, dass die Wasserstoff produzieren, in Methan umwandeln, um damit die Dunkelflaute zu überbrücken (wenn es mal eine gäbe) und unsere Flugzeuge und Schiffe zu betanken.
      Abhängigkeit von den Golf- oder anderen Staaten finde ich auch nicht gut, aber wenn die am Ende verarmen, weil sie uns kein Öl oder Gas mehr verkaufen, haben wir dort auch wieder Leute, die uns den Wohlstand neiden.

  2. Christian Berger

    Also ich habe das mit der eigenen Instanz auch probiert, aber das war mir zu aufwändig. Es gibt aber auch Firmen die Dir so eine Instanz gegen Geld hinstellen und technisch betreuen.

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  3. Garfield

    Ein paar Gedanken zu SMNRs: (Bitte nicht schießen, es handelt sich weder um einen persönlichen auf Herrn Klein noch auf Herrn Freistetter, es ist nur Sicherheitspragmatismus auf Grund jetziger und vergangener geopolitischer Krisen. )

    1. Die Reaktortechnologie wird erst entwickelt und wird erst dann gebaut, Studien die sich nicht am realen Objekt orientieren haben einen explorativen Charakter und sind weder für Versicherungen, Betreiber, Forscher …. verbindlich, oder haben eine definitive Aussagekraft. Die im Podcast erwähnte Studie ist für die Energieversorgungsplanung und den Kraftwerksbau daher nicht relevant. Im Übrigen bekommt das Militär auch keine Versicherung für sein Gerät, ist allerdings kein Hindernis für Staaten Militär Gerätschaften zu verschaffen.

    2. Uran, Plutonium, Thorium gibt es genügend im Erdmantel und stellen kein Rohstoffproblem da. 50 Millionen Tonnen Uran, 100 Millionen Tonnen Plutonium, Thorium 150 Millionen Tonnen. Alles bekannte Reserven! Gas wird derzeit auch von den Grünen favorisiert hat aber die selben Geopolitischen Risiken (siehe Irak, Iran, Kuwait, Saudi Arabien, Israel, Türkei, Griechenland, Australien versus China, China nocheinmal Spratly Inseln “Five Dash Line” , und die Falklandinseln.

    3. Reaktorbau (Allgemein):
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Frankreich-plant-Bau-von-zwei-Atomkraftwerken-article23720687.html
    Frankreich baut neue AKWs und Reaktoren, 14 Stück.
    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/polen-usa-akw-ukraine-russland-100.html
    Polen bauet neues AKW
    Südkorea braucht für den Bau eines AKW nur sechs Jahre.
    Deutschland wird auch von diesen Kraftwerken Strom beziehen, was es jetzt bereits tut. SMNRs im Land sind ein geringeres Risiko durch Dezentralisierung als diese Großkraftwerke.

    4. SMNR haben ein Atommüllproblem?
    Reaktorhüllen sind leichter Atommüll, man kann sie für 100 Jahre einlagern. Also kein Problem.
    Generell ist es einfacher Atommüll unter die Erde zu bringen als CO2 (CO2 Speicherfantasien, Atommüllendlanger sind real, CO2 Speichertechnologien hingen nicht. ) .

    5. Herr Freistetter leidet unter dem selben Denk- und Strategiefehler wie die Deutsche Regierung. AKW sind nicht die alleinige Lösung für das Klimaproblem. Sie sind komplementär. Das bedeutet man hat Windkraftwerke, Wasserkraftwerke und Speicher (Batterie, Pumpspeicher) und alles was die nicht schaffen (Schwerindustrie zum Beispiel) wird mit SMNRs komplettiert. Besser als alle Fosilen. Anwendungsbeispiele: Ein Industriepark bekommt sein eigenen SMNR. Deutschlands Geographie ist nicht in der Lage mit Wind und Wasserkraft alleine die Energiewende zu schaffen, obendrein verliert man eine Menge Leistung beim versenden von Windkraft aus dem Norden Richtung Süden. Solarkraft hat sein eigenes Abhängigkeitsproblem, da China den Großteil der Solarmodule derzeit produziert, es hat auch ein Müllproblem da die gebrauchten Module als Elektroschrott enden, beispielsweise in Indien wo sie verbrannt werden! Deutschlandnetzausbau und ein Europastromnetz haben viele neuralgische Punkte die durch Sabotage (Russland) siehe Nordstream 1&2 zum kollabieren gebracht werden können. Nur durch ein dezentralisiertes und mit SMNRs komplementiertes Netz gibt weniger Risiko.

    6. Spaltbares Material für die SMNRs kann lange vor geopolitischen Spannungen leichter und problemloser eingelagert werden und ist weniger risikoreich. Beispiel: Bechtel A1B Reaktor (Ford Klasse Träger bereits genutzt und in Betrieb) kann 13 Jahre lang mit einer Ladung fahren und Strom liefern. Hat man drei Ladungen für den Reaktor auf Vorrat ist es möglich den Reaktor ohne Importe für 39 Jahre am Stück zu fahren und Strom zu produzieren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/A1B_(Kernreaktor)

    7. Solarmodule sind ineffzient, und genau wie fosile Brennstoffe sehr Rohstoffabhängig, man kann in Deutschland keine Module produzieren ohne seltene Erden zu importieren. Iridium Solarmodule sind effizient nur Iridium ist extrem selten. (Wird nur von der NASA, und dem US Militär genutzt. )

    8. Ohne SMNRs gibt es keine zuverlässige Versicherung gegen die Dunkelflaute, und Windkraftgegner bekommen eben durch das Dunkelflautenproblem Auftrieb. Es gibt keinen Königsweg aus der Klimakrise und verschiedene Technologien zu verwenden die CO2 frei sind bei der Produktion von Energie ist deshalb ratsam weil sie ihre Nachteile (Und jede Technologie hat Vor- und Nachteile. ) gegenseitig aufheben.

    9. Atommüllendlager, Deutschland hat Atommüll, das ist ein Fakt. Egal ob in Deutschland Reaktoren laufen oder nicht. Daher muss eines gebaut werden. Finnland macht es vor, dort sind die Grünen auch nicht gegen die Kernkraft. Mein Vorschlag wäre es zu Ehren von Gerd “Gasgerd” Schröder das Endlager in Hannover zu bauen.

    10. Fosile Rohstoffe, Gas- Öl- Wasserstofflager haben alle den Nachteil das sie durch Drohnenangriffe und internet Sabotage leichter vernichtet werden können als SMNRs. (Kleine und viele Anlagen weniger Mitarbeiter, weniger Verkehr. Tanklager müssen ständig befüllt werden, ständiges Kommen und Gehen bei Betrieb durch Betriebsfremde, daher leichter sabotierbar SMNR muss nur alle 13 Jahre Treibstoff beziehen.

    11. X muss importier werden um Y zu produzieren. Deutschland ist kein Land das autark ist, es gibt nur zwei Länder in Europa die alles was sie brauchen auch im Land produzieren können das sind Frankreich und Türkei. (Beide habe auch Uranvorkommen im Land)

    Danke fürs Lesen.
    Garfield

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    1. hilti

      Naja, ich halte SMNR für ziehmlichen Quatsch, wenn man die nicht auf einem Schiff oder sonstwie transportabel dahin hat wo grad Krise ist.

      Der Grund weswegen man die Atomkraftwerke so groß und teuer baut ist banal. Skaleneffekte. Nicht nur der Reaktor selbst ist effizienter, weil weniger Neutronen verloren gehen. Nein, man muss das Containment nur etwas größer machen. Die ganzen redundanten Sicherheitseinrichtungen braucht man nur ein Mal. Generatoren, Umspannwerk, etc. Während jeder SMNR das halt extra für sich braucht. Im Betrieb braucht jeder SNMR sein eigenes Bedienpersonal wo dann der Personalschlüssel pro Watt schlechter ausfällt als bei den großen Dingern. Der Strom aus SNMRs wird also noch teurer sein als aus den “normalen” Atomkraftwerken.

      10. Fosile Rohstoffe, Gas- Öl- Wasserstofflager haben alle den Nachteil das sie durch Drohnenangriffe und internet Sabotage leichter vernichtet werden können als SMNRs. (Kleine und viele Anlagen weniger Mitarbeiter, weniger Verkehr.

      Mehr Anlagen, die geschützt werden müssen. Mehr Wachpersonal.

  4. Z

    Was meinst du mit vierzehn Tagen dunkel Flaute? Scheint solange tagsüber die Sonne nicht?
    Wir haben übrigens schon eine riesige Akku Kapazität in Deutschland, nur stehen die nachts in der Garage. und sind mit nur in einer Richtung mit den Stromnetz verbunden…..

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    1. Michael Nowak

      schau dir zum Thema Dunkelflaute Wikipedia an, da steht auch was zu den 14 Tagen

      du hast recht, die Speicher der E-Autos sollte man auf jeden Fall einbinden, rechne es aus es ist allerdings kein Riesen- sondern nur ein mini Speicher

    2. Mithrandir

      Tatsächlich scheint dann so lange die Sonne zu wenig um im nennenswerten BEreich Solarenergie zu liefern. Und Wind weht dann auch nicht. Wie oben schon geschrieben, eher unwahrscheinlich, aber im Bereich des Möglichen.
      Und nein, wir haben noch nicht ausreichend Akkukapazität auch nicht mit den Fahrzeugen, die ich ja morgens auch dann nutzen will, wenn es stark bewölkt und windstill ist.
      Lest doch bitte das Greaslutscherbuch. Das geile an dem Buch ist, dass er sowohl die BEdenken der Energiewendegegner zerstreut, aber auch die Ökofantasten in die Realität holt.

    3. Devid

      >rechne es aus es ist allerdings kein Riesen- sondern nur ein mini Speicher

      Wieso? Die haben doch da 30-40 oder noch mehr kWh als Akku im Auto.
      Mein Strombedarf als Single liegt bei etwa 4kWh am Tag, dann sind 40 also schon viel.

      Natürlich kann ein Auto nicht die ganze Stadt versorgen, aber haben wir wirklich in D ein Zu-Wenige-Autos-Problem? 😉 (ja, nicht alle elektrisch, schon klar)

      Ansonsten danke für das schöne Wort Atömchenkraft. 😉

  5. hilti

    Laut Wikipedia wird die Energiebilanz von Atomkraft negativ, wenn die Urankonzentration im Erz niedriger als 0,01 Prozent liegt. Wenn wir kein neues Uran finden und gleich viel Uran brauchen wie bisher, dann wird der Punkt 2078 erreicht.

    Ein Zitat “Eine Studie des Zentrums für Integrated Sustainability Analysis von 2006[26] ermittelt einen Mittelwert von 18 Prozent in einer Bandbreite von 10 bis 30 Prozent.” Wie CO2-intensiv die Sache ist kommt natürlich drauf an aus welcher Energiequelle die 18% kommen.

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  6. Dirk

    Indirekt zu dem Thema in Apotheken impfen. Ich war vor 15 Jahren mal im Krankenhaus, im Zimmer lag ein andere Patient. Bei dem war der Tropf durchgelaufen und die “Nadel” muste jetzt gezogen werden. Krankenschwester meinte: “Macht gleich meine Kollegin, ich bin nur Kinderkrankenschwester deshalb darf ich das nur bei Kindern”.

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  7. Harald Kirsch

    Bitte, bitte Holger und Florian, bitte verwechselt nicht Leistung und Energie, Kilowatt und Kilowattstunde. Das ist ein Privileg des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und von fachlich orientierten Zeitschriften wie Technology Review von Heise. Die verbaseln das regelmäßig und die dürfen auch Sachen erfinden wie Kilowatt pro Stunde. :-/
    Deshalb braucht es nicht ein Kilowatt im Keller sonder Kilowattstunden. Und das SNR macht vermutlich auch nicht die 5-fache Sauerrei pro Leistung sondern pro Energie. Sonst wär es mir fast egal, fährt man halt mit sehr niedriger Leistung, nur länger.

    Was die Größenordnung des Speichers im Keller angeht. Ein Blick auf die Jahresstromrechnung wird mit ziemlich sicher einen Wert zeigen der 5 mal höher ist als 1kWh * 365, was heißt das man mit 1kWh nicht über einen ganzen Tag kommt. Eher so 2h bis 5h in der Nacht (kein Fernsehen, kein Rechner, keine Waschmaschine, kein Trockner, keine Spülmaschine, keine Mikrowelle, keine Kaffeemaschine, kein Herd, kein Licht im Keller, guter Kühlschrank). Schön wäre wenn die Stadtwerke verdonnert würden, Speicherkapazität aufzubauen, lokal. Dass jeder Selbstversorger ist hatten wir zuletzt in der Steinzeit. Ich will Strom aus der Steckdose, so wie ich Schuhe im Laden kaufe und nicht selber aus der Kuh nähe die ich im Keller geschlachtet habe.

    Besten Dank für den immer sehr unterhaltsamen und informativen Podcast.
    Harald

    Antworten
  8. Anna

    Da ich ja uA zur Alterungsforschung promviert habe hier nut 5 cent zur kalorischen Restriktion (CR). Fasten, ob nun durch CR oder durch Fastentage (intermittierendes Fasten) löst in Zellen einen Prozess namens Autophagie aus. Das bedeutet die Zelle “frist sich selbst”, was nichts anderes bedeutet als den ganzen angesammelten Dreck zusammenkehren und zu recyclen. Das gute: Schädliche oder beschädigte Stoffe die durch den Stoffwechsel entstehen, werden zu neuen, nichtschädlichen Zellbausteinen. Das schlechte: Die Zellen bekommen Überlebenssignale, egal ob sie sie brauchen oder nicht. Autophagie ist auch ein Prozess, der bei Krebs eine Rolle spielt und zwar nicht immer auf der guten Seite. Das ist extrem kontextabhängig.
    Es ist schon länger bestätigt, dass CR in Tieren den Alterungsprozess hemmt. Aber wir sprechen hier von langen, starken Reduktionen – beim Menschen IIRC deutlich unter 1800 kcal (Es ist also nicht unbedingt mit “einem Burger weniger” getan). Das ist so der Grundumsatz und wenn man das dauerhaft macht fehlt einem auch Energie irgenwas zu machen und das ganze längerfristig aufrecht zu erhalten ist ebenfalls anstrengend. Essen ist zudem was soziales, das sollte nicht unterschätzt werden. Eine pharmakologische Intervention wäre also angebracht, insb. für Menschen mit überstandenen Krebserkrankungen im Jugendalter, die nach der Therapie meistens körperlich älter sind als “Lebensdauer-Altersgenossen”.
    Rapamycin ist aber vermutlich nur ein proof of prinicple. Die Nebenwirkungen von Rapa (jetzt im Transplantationsbereich) sind nicht zu verachten – es kann bis zu Sepsis und Krebs führen. https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sirolimus_44607

    Wer seine Alterung vglw einfach und ohne große Einschnitte verringern will sollte nicht rauchen, nicht trinken. Sport machen und eine ausgewogene Ernährung verfolgen die er/sie dauerhaft verfolgen kann. Und Sonnencreme nutzen.

    Noch ein Spaßfakt zum Ende: “mTOR” steht für mammalian target of Rapamycin. Also das Zielmolekül für Rapamycin in Säugern. Waren wir Biolog*innen mal wieder sehr toll-like in der Benennung. 🙂

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