WR1264 Hochwasser-Risikomanagement

 

Im Juli 2021 haben verheerende Überschwemmungen unter anderem diejenigen Orte in Nordrhein-Westfalen heimgesucht, in denen ich wesentliche Teile meiner Jugend verbracht habe.

Das hatte zur Folge, dass Wirtschaftskunde-Rüdiger mir Kontakt zu seinem Bruder Daniel Bachmann vermittelt hatte, und der wiederum ist Professor für Hydromechanik, hydrodynamische Modellierung und Hochwasserrisikomanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

9 Gedanken zu „WR1264 Hochwasser-Risikomanagement

  1. buur

    Zum Thema Gefahrenkarte und die Leute informieren:
    Ich denke das einfachste wäre es die Hausbesitzer dazu zu verpflichten das Haus mit einem Schild zu markieren auf dem die Gefahrenklasse ausgezeichnet wird. Das kostet den Hausbesitzer wenig, hält Jahrzehnte und jeder wir daran erinnert in welcher Gefahr er schwebt.

    Antworten
    1. Sebastian

      das ist eine sehr lustige idee
      vielleicht kann man den besitzer auch zum tragen einer schwimmweste und eines helmes 24/7 verpflichten

  2. Aio

    Mmh, toll!
    Und gleich einen hinterher mit ner MoterologIn.
    Diese Gewitterforschung istvdoch bestimmt auch spqnnend, wieso kann man das so schwer vorhersagen?

    Antworten
  3. Christine

    Da ich auch am Niederrhein wohne, muss ich an einer Stelle einschreiten: Das Thema war unter anderem die “Rur”. Denn das ist durchaus ein internationaler Fluß. Denn sie mündet in Roermond (!) in die Maas.
    Es gab beim Hochwasser eine Streit darüber, wann die Schleusen geöffnet würden. Der Kreis Heinsbeger wollte, dass die Schleusengeöffnet werden, damit die das Hochwasser in NRW entlang der Rur endlich zurückginge bzw nicht schlimmer wird. Die Niederländer wollten aber die Städte Roermond und Venlo schützen und haben deshalb das Wasser aus der Rur zurückhalten wollen. Ich denke, dass es an anderer Stelle ähnliche Auseinandersetzungen geben wird.
    Womit auch wieder klar ist, dass Deiche zwar das danebenliegende Land schützen, aber weiter unten führen sie zur Katastrophe, weil das Wasser dann noch mehr Raum einnimmt.

    Im Nachbarkaff ist in den letzten Jahren ein neues Wohngebiet erschlossen worden. Das direkt an der Niers liegt. Das heißt dann auch “An der Niersaue”. Und die Leute, die dort wohnen, sind wahrscheinlich mit dem Klammerbeutel gepudert… Aber die Gier nach bebaubaren Flächen ist hier im Dunstkreis um Düsseldorf herum wahrscheinlich so groß, dass das in Kauf genommen wird.
    An anderen Stellen an der Niers versucht der Niersverband gerade sehr erfolgreich Überschwemmungsflächen zu schaffen: Hier gibt es verschiedene Überflutungsflächen und es werden Mäander geschaffen. (Was in erster Konsequenz dieses Jahr eine Mückenplage nach sich zog – aber was ist schon perfekt in dieser Welt?)

    Eigentlich bin ich ja Geoinformatikerin von Beruf (Einwurf: Und es heißt GI-System. GIS-System ist doppelt gemoppelt.). Kurz nach der Jahrtausendwende habe ich an einem Projekt mit Hochwasserkarten für die Weiße Elster mitgearbeitet. Daher weiß ich, dass das HQ100 zwar von einem Hochwasser ausgeht, das alle 100 Jahre stattfinden sollte. Aber die Pegelstände haben sich in den letzten 50 Jahren so sehr verändert, dass ein HQ100 schon heute viel häufiger stattfindet.
    Auch habe ich mal in der NÄhe von Kassel direkt an der Bauna gewohnt: Normalerweise ist das ein Bächlein, über das man mit ein bißchen Anlauf hüpfen kann. Wenn es aber regnete, dann schwoll die Bauna innerhalb weniger Stunden auf 3m Breite an. Zum Glück würde im Zuge eines Expo2000-Projektes dort ein Polder aufgebaut. Das war schon beeindruckend, als er voll lief.

    Antworten
  4. Lars

    Hi

    Danke wieder für den Podcast!!

    Ein Interview mit Markus Wipperfürth zum Thema Hochwasser und “Hilfe danach” ist mit Sicherheit auch Interessant. Dadurch, das er bei der Ahr seit Tag 1 dabei ist und die Hilfen mit koordiniert, kann er so einiges zu dem Thema Auswirkungen auf Natur, Mensch, etc erzählen. Außerdem kann er gut aufzeigen was alles falsch läuft.

    Antworten
  5. Frank

    Danke für diese interessante Folge.

    Eine kleine Korinthenkackerei:
    Metrologie ungleich Meteorologie

    Du, Holgi, hattest es auch korrekt gesagt. Bei Herrn Bachmann vermute ich, dass es auch nur eine sprachliche Eigenart ist, dass er die Silbe also nur verschluckt hat.

    Viele Grüße
    Frank

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.