WR1088 Die Tonnes

 

Darin: Herr und Frau Tonne – Tracing App – Toby hat ne Drohne* – Verstauchungen – Zeitgewinne – Artenvielfalt – Backwerk – Schlagzeilen und Wetter

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53 Gedanken zu „WR1088 Die Tonnes

  1. ja, hab ich

    Also falls die App irgendwie irgendwo verpflichtend wird dann nehm ich die Sourcen und baue sie so um, daß sie gleich aussieht aber ansonsten keine Funktion hat.
    Funktionieren wird sie auf meinem googlelosem Lineage wahrscheinlich eh nicht.

    Antworten
    1. David

      Auf meinem 2. Telefon hab ich ein altes LineageOS (A7.1.2), allerdings mit pico GApps, also nur PlayStore und PlayDienste.
      Da ist die unten beschriebene Option bei Einstellungen > Google nicht zu finden.

      Es ist also doch kein Teil der PlayDienste, die unabhängig einfach so aktualisiert werden können, ob man will oder nicht – sondern woanders reingebaut. In einer größeren Variante der GApps vielleicht schon…

  2. Hans-Georg

    Lieber Holgi,

    kleiner Denkanstoß:

    Schwul, lesbisch, trans, bi, queer … früher verpöhnt bis illegal, heute global auf dem Weg zum Mainstream. Jeder darf sein Sexualität so ausleben, wie er/sie/es will – und wer kein Lust auf Partnersuche hat, findet da heutzutage (zumindest in Deutschland) auch das passende legale Angebot im Rotlichbezirk.

    Wirklich jeder? Natürlich nicht. Wer sich zu Kindern hingezogen fühlt, für den gibt es keinen legalen Weg, seine Sexualität auszuleben – und den wird es auch nie geben. Das ist sehr gut für die Kinder, aber stellt für den oder die Betroffene natürlich ein große Herausforderung in Sachen Selbstbeherrschung dar.

    Sexuelle Übergriffe sind in jedem Fall schrecklich und auf keinen Fall zu dulden, aber unter obigen Aspekten kann man doch noch eher Verstehen, was den/die Pädophile(n) zu seiner Tat bewegt hat – im Gegensatz zu jemandem, der/die sich dieselbe Form von Sex von einer anderen Person auch hätte legal kaufen können.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Die Pädophilen, mit denen ich in Kontakt gekommen bin, würden sich allerdings niemals an einem Kind vergreifen (ich habe über die Jahre aber auch nur mit sehr wenigen selbst reden können). Wär mal interessant, ob Pädophilie der wesentliche Auslöser für Kindesmissbrauch ist, oder ob das anders motiviert ist. “Normale” Vergewaltiger wollen in erster Linie ja auch nicht vögeln, sondern Macht ausüben – bloß habe ich die über Kinder ja längst schon dadurch, dass ich erwachsen bin. Ich krieg meinen Kopf da nicht rum…

    2. Dnns01

      follow me.reports hatte mal einen Beitrag zum Thema Pädophilie, den ich recht gut fand (https://youtu.be/cpsHQKXIz0Q). Ichnfinde in erster Linie ist es ja mal wichtig damit aufzuräumen, dass jeder Pädophile sich an Kindern vergeht. Und man sollte sich bewusst werden, dass es da auch ein gewisses Leid gibt.

      Ich glaube ein großes Problem ist die Stigmatisierung. Ich sehe hier eine Zwickmühle. Auf der einen Seite sollten diese Menschen die Chance haben, sich zu öffnen und Offen nach Hilfe zu suchen. Auf der anderen Seite kann ich mich dem aber auch nicht verwehren, dass man der Offenen Äußerung skeptisch gegenüber steht.

  3. David

    Einstellungen > Google > Dienste “Benachrichtigungen zu möglichem Kontakt mit COVID-19-Infizierten” – bei meinem Android jetzt schon vorhanden. Die Basis ist da, die Aufsatz-App kann also kommen.

    Antworten
  4. Thorsten

    Danke für die Sendung, hat wieder mal Spass gemacht 🙂

    Zur Frage, wie viele Leute bei der Arbeit kein Handy für eine Tracing-App in der Tasche haben können: zehntausende, bzw ja eher viele hunderttausende. Du betrittst kaum ein großes Warenlager eines Versandhändlers, quasi keine große Fertigungshalle mit einem Gerät, das gleichzeitig ein Peilsender ist und Fotos machen kann. Das lässt keine Konzern-Sicherheit zu. Industriespionage existiert. Du wirst auch kaum eine Supermarktkasse finden, an der ein Handy erlaubt wäre. Und es gibt noch ne Menge andere Jobs, bei denen, das so ist. Immer im Auge behalten, dass unsere lässigen Bürojobs nicht der Normalfall sind!

    Haltet die Ohren steif und kommt gesund durchs Jahr 🙂

    Antworten
    1. DasStef

      Nicht nur das. Ich denke dabei auch an meine Mutter, die gar kein Smartphone hat und auch gar keins will, weil sie es nicht bedienen kann (und auch nicht lernen will).
      Aufgrund einer psychischen Erkrankung kann man sie aber auch nicht überall “aussperren” weil dann die Arbeit von 2 Jahren pfutsch ist und sie wieder von vorne anfangen muss sich unter Menschen zu bewegen.

    2. holgi Beitragsautor

      Das ist bei meinen Eltern nicht anders. So lange nur solche Leute keine solche App habe, kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es ein Problem ist. Zumindest in meinem Orbit haben ausschließlich Menschen kein Smartphone, die durchaus eins haben könnten, sich aber weigern (aus unterschiedlichen Gründen, die ich in diesem Fall aber alle lässlich finde).

  5. PP

    Holgi, ich hatte eigentlich immer den Eindruck dass du, obwohl du natürlich auch in deiner ‘Bubble’ lebst, trotzdem den Blick über den Tellerrand hast und auch Menschen bedenkst die eher am Rand der Gesellschafft (über)leben.
    Ich verstehe nicht wie du davon ausgehen kannst dass sich jeder ein Handy leisten kann. Ich kann es gerade nicht (ALGII, Schulden. Das erste was ich mir kaufen würde wenn ich mal Geld übrig hätte wäre ein Kühlschrank, denn momentan habe ich keinen und die, die auf ebay kleinanzeigen verschenkt werden sind dreckige laute Schrottteile und lassen meine Stromrechnung in die Höhe schnellen). Aber was jammer ich rum…ich hab wenigstens ein Dach überm Kopf, sauberes Wasser und sogar einen DualCore PC mit Internet. Das haben die Leute vom Park gegenüber nicht.
    Trotzdem Handy ist bei mir und anderen gerade nicht drin. Wie stellst du dir das vor mit der App-Pflicht in Supermärkten?
    Ich finde deine Argumentation ziemlich widersprüchlich.
    Erst hört es sich für mich so an als ob du hinter den Punkten des CCC für die App stehst, dann gehst du auf die für mich befremdliche Schiene von PflichtApp und am Ende willst du Steine schmeissen wenn ein Immunitätsausweis kommen würde.
    Zum einen ist einer der Punkte des CCC die Freiwilligkeit, zum anderen wo ist der Unterschied zwischen Zugangskontrolle per PflichtApp oder eines Immunitätsausweises?

    Ich habe weder etwas gegen Handys noch gegen Masken noch gegen eine freiwillige App. Du übersiehst meiner Meinung nach das die Leute die sich kein Handy leisten können (oder auch nicht wollen) nicht alle in deine Schublade ‘Ewig gestrige Betonköpfe’ passen. Zudem hab ich durch die ‘radikale’ Forderung nach PflichtApp den Eindruck dass du die Wirkung der App überhöhst.
    Die App ist EINE!!! Massnahme. Sie wird höchstwarscheinlich helfen wichtige Informationen zu bekommen/verteilen, ist aber keine eierlegende WollMilchSau. (nicht nur meine Ansicht. Auch Drosten und Constanze äusserten sich dementsprechend. Constanze bei Jung und live wenn ich mich recht entsinne)

    Bin echt enttäuscht von deiner Aussage und mich hat es gerade viel Kraft gekostet nicht einfach emotional zu reagieren und hier Fäkalsprache auszupacken.

    Zum Insektenschlag kommt mir die Idee dass die Aufschlagsgeschwindigkeit bei höherer Fahrzeuggschwindigkeit so hoch ist dass das Opfer an der Scheibe abprallt statt kleben zu bleiben.

    Zum Thema Kindesmissbrauch und Vergewaltigung. Ich kann Vergewaltigung überhaupt nicht verstehen da ich den Bezug Gewalt, Macht und Lust nicht kenne. Klar, in Rollenspielen aber da ist ja trotzdem klar das beide Beteiligten es wollen. Bei einer realen Abneigung des Sexpartners kann ich einen Lustgewinn nicht nachvollziehen. Genauso bei Kindesmissbrauch.

    Antworten
    1. Michael

      Guten Morgen,
      daran sieht man sehr deutlich, wie schnell sich für Menschen die Werte ändern.
      “Ich will meine Bewegungsfreiheit wieder” und jeder hat sich ein Smartphone zu kaufen und die App zu installieren. Und dass sich dass nicht jeder leisten kann ist ja letztendlich egal oder ich glaube das einfach nicht.
      Kostet ja teilweise unter 100 Euro.
      Ja Holger, es gibt Menschen in Deutschland, die haben halt nicht gerade 100 Euro übrig für ein Smartphone. Und monatlich kostet es ja auch noch was.
      Auch wen Dir es schwer fällt das zu glauben.
      Vor der Korona- Krise noch Robin Hood der Schwachen, jetzt bist Du dir der Nächste.
      Weil meine Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt.
      Hätte ich so nicht erwartet und enttäuscht mich auch ein Stück weit, wobei ich weiß, Klappern gehört zum Handwerk…..
      Ich für meinen Teil werde mir bestimmt keine App installieren.

      Ich bin in der glücklichen Lage, kinderfrei zu sein und habe auch bis jetzt noch keine finanziellen Einbußen hinnehmen müssen.
      Trotzdem tun mir die Eltern leid die nicht wissen, wie es weiter geht.

      Selber Schuld könnte man sagen, aber so einfach darf man es sich nicht machen.
      Wir müssen alle an einem Strang ziehen und unsere Gesellschaft foch nicht noch mehr spalten.

      Vielleicht denkst du mal daran, wenn du dein IPhone in der Hand hast.

      Für den Geld-Wert dieses Teils muss ein Hartz 4 Empfänger drei Monate sein Leben finanzieren…..

      Gruß Michael

    2. holgi Beitragsautor

      Ich stehe da nur pars pro toto, denn es geht ja um die Bewegungsfreiheit all jener Menschen, die auf andere Rücksicht nehmen wollen oder müssen. Die werden sich eine solche App vermutlich auch freiwillig installieren.

    3. holgi Beitragsautor

      Danke, dass Du die Fäkalsprache weggelassen hast, so kann ich dich ernst nehmen.

      Am Rand der Gesellschaft scheine ich tatsächlich einen blinden Fleck zu haben. Alle Menschen, die ich dort kenne, haben zwar teilweise keinen Kühlschrank (oder andere “normale” Haushaltsgeräte), aber ohne Smartphone habe ich tatsächlich noch niemanden kennengelernt. Danke für die Einordnung!

      Ich bezweifle, dass die App auch nur irgendwas bringt, wenn sie ausschließlich freiwillig ist. Dazu sind viel zu viele Leute unterwegs, die sich zu wenig um andere Menschen kümmern. Die tragen heute in der Bahn keine Maske, geben morgen im Restaurant einen falschen Namen an und installieren sich übermorgen keine App.
      Ich will sowas auch nicht in einer Art verpflichtend, dass man nur noch raus darf, wenn man die App installiert hat, hätte aber kein Problem damit, wenn man bestimmte Räume (Bahn, Einzelhandel, Kneipe…) nicht mehr ohne so ein Ding betreten dürfte – bis irgendein “Gefahr vorbei”-Schwellwert erreicht ist. Und hier geht es ja nichtmal um Bewegungsdaten, also würde auch das “Spitzel”-Argument nicht bei mit verfangen.
      Ein Immunitätsausweis halte ich für einen wesentlich tieferen Eingriff in die Privatsphäre, weil er unmittelbar Auskunft gibt über den Gesundheitszustand und er leichter auch aus der Ferne verlangt werden kann, wenn man einen Vertrag abschließen will (und ich mir nicht vorstellen kann, wie man ein solches Ding ohne zentrale Datenbank organisieren könnte).

      Vergewaltigung verstehen kann ich auch nicht, aber ich kann mir vorstellen, wie es dazu kommen kann: Da eskaliert irgendwas und der Tüp übt Gewalt aus, die in diesem Moment halt sexualisiert ist; in einem anderen schlägt er halt zu. Das ist sicher auch nur sehr kurz gedacht, aber ich kann es mir wenigstens erklären. Aber Kinder… das kriege ich nicht klar im Kopf. Da hat man doch eine Hemmschwelle, wenn jemand dermaßen wehrlos ist. Sowas käme nichtmal in meinen schlimmsten Gewaltphantasien vor.

    4. Daniela Laatz

      Ich war ebenso enttäuscht von den Pflichtapp Kommentaren. Ob die APP auf meinem Handy läuft wird sich zeigen, wenn ja nehme ich sie. Läuft sie nicht keine Chance. Ein neues Handy kann ich gerade werden Covid 19 auf keinen Fall kaufen. 2 Personen Haushalt, einer bekommt nichts! Pech gehabt. Ich KUG auf knapp über Mindestlohn (wenigstens Vollzeit) das KUG für März wurde übrigens am 18 Mai! ausgezahlt. Wer wenig hat ist gesellschaftlich eh marginalisiert, jetzt auch noch “Du kannst Dir kein neues Handy leisten, dann ist Einkaufen und essen gehen für Dich bis auf weiteres verboten”. Gerade von jemandem der sonst immer darauf hinweist das es viele weniger gut gestellte Menschen in unserer Gesellschaft gibt war dies bitter enttäuschend!
      Zur APP im Dienst: Bei der Arbeit gibt es die Handy in der Umkleide-Vorschrift aus Gründen der Hygiene, aber wir sind klein und man kann mit unserem Chef reden. Wie das anderswo ist…
      Abgesehen davon habe ich auch keine Lust am Eingang zu kontrollieren ob jeder Gast bei uns die APP hat. Und dann einen Stammgast rauswerfen weil der Akku leer ist? Super Idee, die Gastro läuft ja gerade so toll dass wir uns das sicher leisten können.

    5. Ines

      Muss dem sehr Zustimmen, dass dieses “mein Gott dann sollen sich alle mal ein Handy kaufen” finanziell für sehr viele Menschen nicht so einfach ist. Ich kenne viele für die die Anschaffung eines Smartphones nicht so einfach möglich ist, Geflüchtete und Illegalisierte Menschen an erster Stelle.

  6. Tarifkenner

    zur Bekanntheit von Politikern:
    Angeblich kennt nur jeder zweite Deutsche die/den MinisterpräsidentIn seines EIGENEN Bundeslandes. Die bestimmt noch viel größere Unbekanntheit der Landesminister liegt mE daran, dass diese im Wesentlichen nur durch ihre exekutiven Funktionen auffallen können, während Bundesminister auch und gerade durch Gesetzgebungsinitiativen auffallen.
    *
    Erna Solberg ist übrigens MINISTERpräsidentin Norwegens. EineN PräsidentIn hat Norwegen nicht, weil es ein Königreich ist.
    *
    Ein gutes Beispiel für ein Land ohne prominente Politiker ist die Schweiz. Da muss es auch unter politisch Interessierten durchaus üblich sein, nicht alle Mitglieder der Bundesregierung zu kennen, was natürlich auch mit dem starken Föderalismus und dem politischen Gewicht von Plebisziten zusammenhängt.

    Antworten
  7. Oliver

    Hallo Jungs

    Menschen die in der Chemie arbeiten haben oft mit brennbaren Lösemitteln zu tun und dürfen daher bei der Arbeit kein Handy tragen . Zündquellen vermeiden.

    Wir haben rund 500000 Arbeiter in Deutschland lassen wir großzügig 250000 mit brennbaren Sachen arbeiten …..

    Gruß Oliver

    Antworten
    1. Michael

      Raffinerie Miro in Karlsruhe z.B. hat komplettes Mobiltelefonverbot.

      Daimler-Werke in Rastatt und Sindelfingen haben auch Smartphone-verbote.

      Ich denke diejenigen, die eines am Arbeitsplatz nutzen dürfen, sind in der Minderheit.

  8. Rob

    Die Geschichte mit der Covid-App kommt meiner Meinung aus der gleichen Denke wie Videoüberwachung:

    Eine Kamera verhindert kein Verbrechen. Eventuell erleichtert sie die Aufklärung nachher.

    Eine Covid-App verhindert keine Ansteckung. Eventuell hilft sie herauszufinden wo sich jemand angesteckt hat.

    Antworten
    1. Malte

      Ist einfach Quatsch. Eine Covid-App verhindert Ansteckung. Wenn du Kontakt hattest, gewarnt wirst und eine Woche oder bis zum negativen Testergebnis in Quarantäne gehst, steckst du niemanden an. Das verhindert die Ansteckungen, die du gemacht hättest, wenn du draußen geblieben wärst.

    2. Knut

      @Malte

      “Eine Covid-App verhindert Ansteckung.”

      Sorry, das ist ausgemachter Unfug. Die App könnte ihren Zweck ja erst NACH einer möglichen Infektion erfüllen.

      Wenn du Kontakt mit einem Ausscheider hattest, bist du wahrscheinlich infiziert, völlig egal, welche Software du mit dir rumträgst. Die App könnte dann lediglich Kontaktketten nachverfolgen. Das ist auch der einzige Zweck dieser App.

      Und nichtmal den kann sie erfüllen, weil schon die Zahl der Fehlalarme einen Maßnahmenaufwand nach sich zieht, der einfach nicht zu händeln wäre. Kannst ja mal testen, wie weit dein Bluetooth reicht. Die App ist technisch nicht in der Lage, zu unterscheiden, ob der Infizierte durch 20 cm Betonwand von dir getrennt war oder ob du ihm die Zunge in den Hals gesteckt hast. Für eine mögliche Infektion ist das aber entscheidend!

      Weiter gehts:
      Die Verdachtsfälle dürfen nicht raus, sondern müssen warten, bis die Mitarbeiter des Gesundheitsamts (oder sonstwer) bei dir zuhause aufschlagen, um den Abstrich zu nehmen.
      Das dauert bisher schon gern mal ein paar Tage, weil es einfach nicht genug Leute gibt, die den Verdachtsfällen nachgehen können.
      Und nun stellen wir uns mal vor, dass nur 10% der Bevölkerung diese App verwenden und die App nur 2% Fehlalarme auswirft.
      Dann haben wir täglich(!) fast soviel falsch-positive Testkandidaten, wie Gesamtinfektionen der bisherigen 3 Monate.
      Die App klingt nur solange gut, bis man mal das Nachdenken anfängt. Scheint aber immer mehr aus der Mode zu kommen ..

  9. Christian

    Die Masken-Faulheit in Berlin kann ich nicht bestätigen. Ich fahre momentan ein- bis zweimal wöchentlich mit den Öffentlichen, und die allermeisten tragen Maske. Gestern in der Straßenbahn war so ungefähr ein Fahrgast pro Zug ohne Maske. Und leider gern mal Schüler. So im Flegelalter um die 14 rum, wahrscheinlich zu cool für Maske. Was mich mehr stört, sind die Leute, die die Maske nur über dem Mund tragen, wobei auch das ziemlich selten ist.

    Zu Contact-Tracing-Apps ist aus technischer Sicht nicht viel zu sagen: https://www.schneier.com/blog/archives/2020/05/me_on_covad-19_.html. Zusammengefasst: zu ungenau, bringt nicht viel. Auch interessant, dass selbst in Singapur die Verbreitung nur 20% erreicht hat. Ich würde noch ergänzen, dass es natürlich schon ein bisschen funktioniert, aber die App würde halt auch anschlagen, wenn zwei Leute auf gegenüberliegenden Straßenseiten ein paar Minuten rumgestanden haben, oder wenn zwei Nachbarn mit Smartphones auf ihren Balkonen sitzen. Und über das Thema Smartphone-Besitz haben sich ja andere schon oben geäußert. Ich gehöre auch dazu, ich habe momentan Null Einkommen, auch keinerlei ALG, Hartz-irgendwas oder Sozialhilfe. Da werde ich mich hüten, größere Anschaffungen zu machen (mein Smartphone ist über 12 Jahre alt und fährt PalmOS 5.2). Auch wenn Restaurants mir egal sind, eine Pflicht für Lebensmittelgeschäfte geht halt nicht. Ich finde zwar, so als Feel-Good-Gimmick darf das jeder gern machen, aber als IT-Techie bin ich dagegen, irgend etwas davon abhängig zu machen.

    Und zu guter Letzt, auch wenn Toby die Kommentare hier nicht mitliest: Es ist ja schön, wenn ihr über manuelle Bestäubung witzelt, aber habt ihr mal diese gruseligen Berichte aus China gesehen, wo sie tatsächlich auf riesigen Obstplantagen die Bäume von Arbeitern per Hand bestäuben lassen müssen? Hab auf die Schnelle nur diesen Link gefunden: http://www.bee-careful.com/de/initiative/menschliche-bienen-china/
    Und auch lesenswert dazu der Wikipedia-Artikel zur “Ausrottung der vier Plagen”: https://de.wikipedia.org/wiki/Ausrottung_der_vier_Plagen

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Scheiß Internet… immer muss ich meine Meinungen korrigieren 😆

  10. Stefan

    Lieber Holgi, lieber Toby,
    bin schon lange im “Drohnenfieber” und als ich angefangen habe war es noch relativ easy zu fliegen wo man wollte. Im Oktober 2017 trat dann die Bundesweite “Drohnenverordnung” in Kraft, die einiges geregelt hat. Unter den Hobbyisten wurde dies sehr geschätzt, wussten wir also jetzt wo und wie wir fliegen durften, und wo eben nicht. Auch für nörgelnde Renter am Strassenrand (“Filmen Sie mich mit Ihrer Drohne?”) hatte man etwas vorzuweisen und war somit auf der sicheren Seite. Leider gibt es in Zeiten von DJI und co. in der jeder im MediaMarkt sich ne Drohne kaufen kann und einfach losstartet gibt es mittlerweile viele “Schwarze Schafe” die unser geliebtes Hobby immer wieder mit negativen Schlagzeilen in die Medien bringen (z.B. Sperrung des FH Gatwick für 2 Tage wegen “Drohnensichtungen” oder der Vorfall vor ein paar Wochen mit den Blue Angels in Detroit). Das trägt natürlich nicht zu einer positiven Reputation des Hobbys bei. Aktuell wird übrigens eine neue Drohnenverordnung ausgearbeitet, die ggf. noch mehr Beschränkungen vorsieht. In Amerika wurde übrigens vor kurzem erlassen, dass Drohnen nur noch per Remote ID starten dürfen. D.h. ich kann jede Drohne in der Luft genau identifizieren und nachvollziehen woher sie kommt. Das geht übrigens auch heute schon in Deutschland bei DJI Geräten. Die Polizei in München setzt das System regelmäßig auf dem Oktoberfest ein und zieht so jeden Tag mehrere Drohnen aus dem Verkehr.
    Lieber Toby, bitte propagiere nicht, dass man mit der MavicAir aus 500m Höhe tolle Luftaufaufnahmen machen kann. Klar hast du recht aber mit eurer Reichweite so etwas zu sagen ist unverantwortlich und noch dazu ist es lt. Drohnenverordnung klar verboten. Auch die laxe Einstellung zum Thema Versicherung ist nicht gut. Grundsätzlich gibt es eine Versicherungspflicht für Drohnen. Eine Drohnenhaftpflicht beim DMFV (soll keine Werbung sein – gibt X beliebige Versicherungen zu ähnlichen Konditionen) kostet 80€ / Jahr. Das sind 10% des Anschaffungswertes Deiner MavicAir 2.
    Ich will nichts schwarzreden oder meckern. Ich kann eure Begeisterung fürs Drohnenfliegen absolut teilen. Noch besser als “Videoschweben” ist übrigens FPV fliegen. Also mit Brille und Bildübertragung aus “Cockpit sicht”. Ich würde mir nur wünschen, dass ihr mit eurer Reichweite verantwortungsvoll umgeht, da aktuell eine extreme Reglementierung ins Haus steht und jeder Fall in dem eine Drohne negativ in den Medien steht ist ein Argument mehr für noch härtere Vorschriften. Und da hat aus dem Hobby keiner Bock drauf.
    Macht weiter so, Toby fiel Spaß weiterhin beim Fliegen und Holgi, wenn Du mal Lust hast beim FPV fliegen dabei zu sein kann ich gerne den Kontakt zu Piloten in Berlin herstellen.
    Liebe Grüße aus dem Süden der Republik
    Stefan

    Antworten
    1. Titus von Unhold

      Dein Kommentar hat einen entscheidenden Haken: Wenn wegen Piloten die 500 Meter hoch fliegen härtere Gesetze kommen, wird es diese Piloten nicht treffen. Denn die halten sich einfach nicht daran. Und wer Remote-ID nicht abschaltet und mit Plakette fliegt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.

  11. Thomas

    Hallo,

    ich habe den Podcast gestern zum Einschlafen gehört und musste mich echt beherrschen nicht direkt aus dem Bett zu springen und einen Kommentar zu hinterlassen. Das will ich jetzt nachholen.

    Ich gehöre auch zu den “ewig gestrigen”, die kein Smartphone haben. Wenn es wirklich Pflicht wäre diese App zu benutzen um in ein Lebensmittelgeschäft zu kommen, dann heißt das automatisch, dass man gezwungen wird, entweder den Nutzungsbedingungen von Apple oder denen von Google zuzustimmen um überleben zu können. Ich hoffe, ich muss nicht weiter ausführen warum das keine gute Idee ist.

    Antworten
  12. Sebastian

    hinsichtlich Partei Verbot denke ich nicht dass das wirkt.
    es müssen die Spielregeln geschärft werden und nicht die Mitspieler ausgeschlossen.
    Schärfere Spielregeln die für alle gleich gültig sind und dann durchgesetzt werden ist aus meiner Sicht der bessere Ansatz.
    Dazu müssen die Regeln dann aber auch durchgesetzt werden.

    Antworten
  13. hilti

    Bei den Kindervergewaltigern hab ich mal gelesen, dass die meisten (also grob irgendwo 70-90%, genauere Zahlen hab ich vergessen ) nicht pädophil sind sondern “einfach” zur Triebabfuhr leichte, verfügbare Opfer suchen, wenn die eigene Frau sie nicht (oft genug) ranlässt. Die Erklärung scheint mir unterkomplex aber was weiß ich schon. Wobei 10% der Täter Täterinnen sein sollen.

    Bei den Insekten auf der Windschutzscheibe hatte ich letztes Jahr schon beim selben Aufo und den gleichen Geschwindigkeiten, dass es mehr geworden ist. Hat mich erstaunt, weil ja grad letztes Jahr das Insektensterben durch die Medien ging.

    Die ARD (wie die anderen Sender auch) hatte das Geld an die Bundesliga noch nicht komplett überwiesen. Für die letzte Rate der Fernsehgelder dieser Saison fehlte noch ein Spieltag. Deswegen war die Bundesliga ja so hinterher wieder zu spielen. Sponsorengelder sind teilweise auch an die absolvierten Spiele gekoppelt.

    Bei der 3. Liga ist übrigens auch das Problem, dass die Fernsehgelder weniger als die Häfte der Einnahmen ausmachen. Ohne Zuschauer im Stadtion sind die Clubs teilweise in ziehmlichen finanziellen Problemen

    Eine gleichmäßigere Verteilung der Fernsehgelder wäre mir auch lieber, aber die Zentralvermarktung steht kartellrechtlich auf wackligen Füßen wenn ich mich richtig erinnere und die restlichen Clubs können die Bayern nicht zwingen da mitzumachen. Was eben dazu führt, dass die Bayern eine Einzelvermarktung ihrer Spiele als Drohkulisse bei den Verhandlungen über die Verteilung der Fernsehgelder in der Hinterhand haben.

    Antworten
  14. Quax

    Toby, du solltest dir die Regeln fürs Drohnenfliegen vielleicht doch noch mal zu Gemüte führen.

    Oder vielleicht deine ganzen Verstöße wenigstens nicht in der Öffentlichkeit ausführen.

    PS: Schließe bitte wenigstens ne Versicherung ab…

    Antworten
  15. Arfst

    Hallo Ihr Zwei!
    Apropos Corona App: Vor einer Verpflichtung möchte ich gerne, dass Apple liefert: Wir haben 3 iPhone 6 in der Familie, d.h. Ende bei iOS 12, d.h. keine Aussicht auf die App (nach jetzigem Stand). Würde bedeuten 3 neue Smartphones, jetzt…
    LG

    Antworten
  16. Mithrandir

    Hui, hier geht es rund.
    Tja, die App.
    Ich würde sie erst mal nutzen um zu sehen, ob es klappt. Einfach mal offen rangehen und nicht immer Probleme suchen, bevor das Teil da ist. Ist wie bei Mc Dionald’s. Wenn da was im Argen ist, steht es gleich in der Zeitung, deswegen haben die mit die höchsten Qualitätsstandrads. (Ob es schmeckt darf jeder für sich selbst entscheiden).
    Dass die Pflicht funktioniert, glaube ich auch nicht. Nicht, weil nicht jeder ein Smartphone hat, sondern weil es zu viele Möglichkeiten gibt diese Pflicht zu umgehen.
    Mehrere Handys, verpacken in eine Metallhülle, wenn ich Bock drauf habe usw.
    Das ist echt ein Thema für die Solidargemeinschaft. Lasst uns mal ausprobieren, wie viel wir vertrauen und wie viel Vertrauen man uns zumuten kann, darf, soll.
    Führt die App ein, macht Werbung dafür, holt die CCC Experten und befolgt ihre Ratschläge.
    Perfekt ist sie danach sicher immer noch nicht, aber gut genug.
    Und die, die kein Handy haben oder wollen sind eine Minderheit, die die Statistik nicht zu sehr verfälscht.
    Wenn dann das ein oder andere Restaurant sagt “Ohne App mit aktueller und vertrauenswürdiger Timeline kommst du nicht rein”. So what? Es wird sich herausstellen, ob sie damit Gäste gewinnen oder verlieren.
    Es gibt auch Restaurants mit Dresscode. Wer reinwill kleidet sich entsprechend, wer nicht rein will, dem kann es egal sein.

    Antworten
  17. Marcel

    Hi Toby

    Aus eigener Erfahrung würde ich dir Raten beschädigte Rotorblätter zu tauschen. Durch Beschädigungen entstehen starke Vibrationen die die Lageerkennung beeinflussen und auf Dauer die Motorlager beschädigen. Ersatzblätter sind günstig , ein neuer Motor kostet zwischen 20-50€
    PS: Du solltest dich auch genau Informieren wann, wo und wie (höhe/entfernung) du damit fliegen darfst.

    Antworten
  18. Knut

    Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.

    Kleines Beispiel:

    Du stehst an der Ampel, neben dir wartet ein Auto, in dem Auto sitzt ein Infizierter.

    Die Viren haben keinerlei Chance, das Auto zu verlassen und dich anzustecken, Funkwellen gehen glatt durch.

    Für die App habt ihr also Kontakt und du gehst für 2 Wochen in Quarantäne.

    Die Zeit in Quarantäne kann man dann vielleicht mal dafür nutzen, sich ZUERST über technische Fragen und DANACH über Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen Gedanken zu machen.

    Antworten
    1. Tarifkenner

      Das halte ich für kein realistisches Szenario. Die App registriert erst einen Kontakt bei 15 Minuten Dauer. Ich stehe ausgesprochen selten 15 Minuten an der Ampel und sehe auch selten Autos, die das 15 Minuten lang tun.

    2. Knut

      “Das halte ich für kein realistisches Szenario. Die App registriert erst einen Kontakt bei 15 Minuten Dauer. Ich stehe ausgesprochen selten 15 Minuten an der Ampel und sehe auch selten Autos, die das 15 Minuten lang tun.”

      Wenn dir das Ampelszenario nicht zusagt, kannst du alternativ gern mal das Verhalten durchschnittlicher Autos auf einer Autobahn oder in der Innenstadt bei zähfliessendem, stockendem oder stauendem Verkehr beobachten. Da kann man deutlich länger als 15 Minuten innerhalb der Bluetoothreichweite einer erklecklichen Anzahl Menschen zubringen, die physisch voneinander getrennt sind und daher keinerlei Ansteckungsgefahr begründen.
      Selbiges gilt für Mehrfamilienhäuser und dergleichen, dir fallen mit kurzem Nachdenken sicher noch weitere Szenarien ein ..

    3. der Ralf

      15 Minuten ununterbrochen in Bluetooth LE Reichweite auf der Autobahn (oder sonstwo) bedeutet nicht zähfließender oder stockender Verkehr sondern ein Vollstau. Keine Bewegung, alles steht. Für min. 15 Minuten. Da tut sich lang genug nichts das vermutlich auch schon der letzte den Motor aus hat. Innerorts kaum vorstellbar. 15 Minuten ist im Verkehr eine sehr lange Zeit. Die meisten Autofahrer werden schon nervös wenn sie länger als 30 Sekunden an einer roten Ampel stehen!

      Rollt der Verkehr mag es zwar sein das man immer wieder die gleichen Fahrzeug vor, hinter, links und rechts von sich sieht, aber nicht durchgehend ausreichend lang (und nah genug) über 15 Minuten.

      Auch in Mehrfamilienhäusern dürfte die Reichweite nicht wesentlich über das Stockwerk unter bzw. drüber weit gehen. Klar, gerade über Nacht dürfte die Zeit ausreichen einen Kontakt in der Nachbarwohnung zu erkennen. Aber in einem Mehrfamilienhaus dürfte im Fall der Fälle die Ansteckungsgefahr auch über die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten (Treppenhaus, Fahrstuhl, Waschküche, Türen etc.) vorhanden sein.

      “dir fallen mit kurzem Nachdenken sicher noch weitere Szenarien ein ..”
      Nicht wirklich. Dir?

      Davon abgesehen schickt nicht die App dich in Quarantäne sondern ein entsprechend durchgeführter positiver Test. Die App gibt nur den Hinweis das eine Ansteckungsgefahr bestand und ein Test durchgeführt werden sollte.

    4. Knut

      “Nicht wirklich. Dir?”

      Natürlich. Nämlich jede Situation, wo sich Menschen innerhalb der Bluetoothreichweite befinden und dabei physisch voneinander getrennt sind.
      Um bei den Mehrfamilienhäusern zu bleiben: da kann sich die Bluetoothreichweite je nach baulichen Gegebenheiten gern mal über mehrere Hauseingänge erstrecken, da ist nix mit gemeinsam genutzten Räumlichkeiten. Sicher ein Extrembeispiel, aber in manchen Plattenbausiedlungen ganz reales Ärgernis beim Anschluss einer Soundbar an den heimischen Fernseher ;).
      Das Grundproblem dürfte jedenfalls mittlerweile erkennbar sein.

      Ich habe den Eindruck, dass die offensichtlichen Unterschiede zwischen der Ausbreitung von Funkwellen und Viren nicht jedem so offensichtlich sind.
      Das ist bedauerlich.

      “Davon abgesehen schickt nicht die App dich in Quarantäne sondern ein entsprechend durchgeführter positiver Test.”

      Unter der Annahme, dass diese Tests zu 100% zuverlässig wären, könnte ich deiner Bemerkung zustimmen. Leider ist dem nicht so, was übrigens auch eines der Hauptargumente gegen Massentests darstellt.
      Falsch-positiv bzw falsch-negative Tests würden entweder unnötige Quarantäneanordnungen nach sich ziehen oder im schlimmeren Fall eine falsche Sicherheit vorgaukeln, wenn tatsächlich Infizierte nicht als solche erkannt werden.
      Ein gravierendes Problem besteht darin, dass die Hersteller der Covid-19-Tests nach meinem Kenntnisstand noch bis 2022 selbst zertifizieren können.
      Aussagen über Sensitivität und Spezifität wären also unter Vorbehalt zu stellen.

      An anderer Stelle wurde zudem schon darauf hingewiesen, dass ausgerechnet in der Altersgruppe, die nach bisherigen Erkenntnissen am ehesten durch Covid-19 gefährdet wäre, die Möglichkeit zur Verwendung der App am wenigsten gegeben zu sein scheint. (Kein Gerät, Gerät zu alt, wasauchimmer)
      Verbreitung der App ist das nächste Thema, die vorstehend genannten Hindernisse treffen ja auch auf andere Teile der Bevölkerung zu. Die reinen Downloadzahlen sind kein Indiz für die tatsächliche Nutzung.

      In der Gesamtschau ist die App ein Gimmik für technikaffine Helmchenträger, sicherlich geeignet, das eigene Ego zu streicheln, aber von bestenfalls überschaubarem praktischen Nutzen. Vergleichbar mit den Leuten, die abends auf dem Balkon für Pflegekräfte und Krankenschwestern klatschen oder ähnliche Symbolik toll finden.

      Nach meinem Dafürhalten ein weiteres Indiz, dass wir in einer Gesellschaft leben, die zunehmend Emotionen zum Maßstab erhebt. Täusche ich mich da, oder falls nein, wie könnte man aus der Nummer rauskommen und es besser machen?

    5. der Ralf

      “Nicht wirklich. Dir?”
      “Natürlich. Nämlich jede Situation, wo sich Menschen innerhalb der Bluetoothreichweite befinden und dabei physisch voneinander getrennt sind.”

      Es beruhigt mich das du auch keine weiteren konkreten Szenarien benennen kannst. Ich hatte sehr kurz an mir gezweifelt ob mir die Fantasie fehlt mir da welche auszudenken.

      Die Zahl der Falschalarme in Plattenbauten sollten überschaubar bleiben. Und selbst wenn, die App ist nur ein Hinweis auf eine Gefährdung.

      “Das Grundproblem dürfte jedenfalls mittlerweile erkennbar sein.”
      Ja, dir gehen die Beispiele aus. Sind immer die gleichen zwei. Ich nehm mir trotzdem noch kurz die Zeit und antworte auf deinen letzten Beitrag:

      Die Tests sind nicht zu 100% zuverlässig. Das ist richtig. Unter anderem deswegen machen Massentests auch keinen großen Sinn. Die App ist eine der Möglichkeiten den zu testenden Personenkreis einzuschränken. False-Positive finde ich, im Sinne der Eindämmung der Seuche, etwas weniger schlimm als ein False-Negativ. Der Großteil der Tests zeigt aber letztlich das richtige Ergebnis an.
      Es gibt halt keine andere Möglichkeiten und wir müssen damit arbeiten was wir haben.

      Nichts zu tun weil die 100% nicht erreicht werden können ist, nicht nur bezogen auf den Test, grundsätzlich die falsche Einstellung. Dann tut man nämlich nie etwas.

      Die App ist eine der Möglichkeiten mit der Seuche umzugehen. Sie erleichtert und beschleunigt das Nachvollziehen von Infektionsketten. Es ist richtig das nicht jeder diese App nutzen kann oder will. Aber wie bei der Impfung reicht auch schon ein Anteil von weniger als 100% für eine gewisse positive Wirkung.
      Laut Aussage einer Studie reichen schon 15% für eine Unterbrechung von manchen Infektionsketten:
      Siehe https://www.sueddeutsche.de/digital/corona-app-oxford-studie-coronavirus-1.4937209
      bzw. die erwähnte Studie:
      https://www.research.ox.ac.uk/Article/2020-04-16-digital-contact-tracing-can-slow-or-even-stop-coronavirus-transmission-and-ease-us-out-of-lockdown

      Das ganze ist auch eine Ressourcenfrage: Für die Infektionsketten die man mit der App erkennt braucht man kein Personal z.b. bei den Gesundheitsämtern, zum nach verfolgen einzusetzen. Das steht dann für die Fälle zur Verfügung bei denen die Nachverfolgung manuell erfolgen muss.

      So kann jeder also seinen kleinen Beitrag leisten.

      “Nach meinem Dafürhalten ein weiteres Indiz, dass wir in einer Gesellschaft leben, die zunehmend Emotionen zum Maßstab erhebt. Täusche ich mich da, oder falls nein, wie könnte man aus der Nummer rauskommen und es besser machen?”

      Mein Eindruck ist das sehr viel gejammert und schlecht geredet wird ohne konkrete Alternativen und Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Manche machen sich noch nicht mal mehr die Mühe konkrete Beispiele zu benennen, sondern lehnen aus einem diffusen “Ist so weil ich das so sage” jede Neuerung ab. “Bedenkenträger” haben sicher Ihre Berechtigung, sind aber nur sinnvoll wenn sie mit der Absicht der Verbesserung einer Situation an den Start gehen. Nur dagegen sein ist halt nicht produktiv.
      Was zu tun ist: Die mit Ahnung und die Macher, die etwas für die Gesellschaft und die Menschen tun, unterstützen und dafür sorgen sich nicht von den Jammerlappen und Schreihälsen entmutigen zu lassen. Wenn es ernst wird und/oder notwendig diejenigen die nur ihr eigenes Ego im Blick haben und die nichts sinnvolles Beitragen können oder wollen ignorieren und einfach weiter das Richtige und Sinnvolle tun.
      Nach meiner Beobachtung passiert, im Großen wie im Kleinen, genau das auch meistens. Die Lauten haben halt mehr Aufmerksamkeit. Und je mehr sie merken das sie nicht beachtet werden, umso lauter werden sie halt…

    6. Knut

      “Ja, dir gehen die Beispiele aus.”

      Och bitte, das soll doch nicht etwa ein Argument sein?

      Die Masche kennt man schon, da würde selbst nach dem hundertsten Beispiel noch behauptet werden, das einem die Beispiele ausgehen. Was soll das?

      Ich habe den Rahmen aufgezeigt und einige Beispiele zur Verdeutlichung genannt.
      Jeder, der dies will, kann mit wenig Nachdenken und einfacher Beobachtung seiner Umwelt weitere Beispiele finden.

      Die Äußerung von Argumenten oder Meinungen, die man nicht teilt, abwertend in die Ecke der “Bedenkenträger”, “Jammerlappen” und “Schreihälse” zu stellen, ist nach meiner Überzeugung jedoch ein sicheres Indiz dafür, dass es dem Teilnehmer lediglich um die Verächtlichmachung seines Gegenübers geht.

      “Bedenkenträger” sind auch keineswegs verpflichtet, Alternativen oder Lösungen anzubieten. “Neuerungen” sind zweifellos neu, aber eben nicht automatisch besser, das wäre auch eine unzulässige Prämisse.

      Im Übrigen ist das Beharren auf dem Status Quo ja schon eine Alternative. Wird halt immer gern unterschlagen, wenn man den Anderen nur runterziehen will.
      Kritik als solche ist daher immer zulässig, auch wenn sie dem Kritisierten aus nachvollziehbaren Gründen nicht immer gefällt.

      Sie ist nämlich selbst ohne Gegenvorschläge immer der erste Schritt in einem Prozess, der zumindest zum (idealerweise vorurteilsfreiem) Prüfen der eigenen Position motivieren sollte.
      Bemerkenswerterweise wird jedoch scheinbar immer vorausgesetzt, die eigene Ansicht wäre automatisch richtig und der Andere müsse falsch liegen. Das ist aber eben nicht immer so offensichtlich, wie sich das mancher vorstellt.

    7. der Ralf

      Hallo Knut,
      du behauptest das “Jeder” mit ein wenig “Nachdenken” weitere Beispiele findet. Liefere doch selbst mehr als deine beiden Beispiele (Auto und Mehrfamilienhaus) und stell diese zur Diskussion. Es ist doch niemand sonst dafür verantwortlich dir weitere Beispiele für deine Behauptung zu liefern.

      Zum Theme Covid 19 und App:
      Was ist den der Status Quo den du in diesem Zusammenhang als legitime Alternative ansiehst? Formulier doch mal und stelle sie zur Diskussion.

      Status Quo allgemein:
      Natürlich ist nicht jede Veränderung automatisch richtig und gut. Natürlich ist ein Status Quo eine berechtigte Alternative und Standpunkt. Wie jede Meinung/Argument/Vorschlag den man zur Diskussion stellt sollte man aber auch Gründe für diesen Standpunkt vorbringen können.

      “Never change a running system”
      Ist richtig solange es funktioniert. Covid19 hat aber gezeigt das einige Systeme so nicht mehr richtig laufen. Dann muss man eben überprüfen und nachjustieren. Also verändern. Einen toten Gaul reiten weil “hat man immer schon so gemacht” bringt halt niemand weiter.

      Im übrigen mag ich deutliche und klare Worte. Ich hab nicht deine wiederholten Behauptungen bzw. dich als “Jammerlappen” “Schreihals” etc. bezeichnet sondern diejenigen die “immer dagegen” sind und alles neue erst mal blockieren. Wenn du dir den Schuh anziehen willst ist das deine Sache. Du hattest und hast hier die Gelegenheit sinnvolle Beiträge zu schreiben und damit zu beweisen das du nicht zu denen gehörst.
      Das ich “Bedenkenträger” grundsätzlich nicht für negativ halte habe ich im vorherigen Beitrag schon geschrieben.

      Kurz: Wir können gerne über weitere Argumente diskutieren. Wenn du deine Zeit aber weiter nur damit verbringen willst dich über Widerspruch zu deiner Meinung zu empören ist mir die Zeit dafür zu schade.

      Gruß
      der Ralf

    8. Knut

      “du behauptest das “Jeder” mit ein wenig “Nachdenken” weitere Beispiele findet”

      Ich habe behauptet, jeder, der WILL, kann das mit wenig Nachdenken schaffen. Die Betonung liegt auf dem WILLEN. (Ich wollte ursprünglich noch anmerken, “wer dazu in der Lage ist”, aber Holgi hat mich früher schon zu Recht zu Ordnung gerufen 😉 )

      Du hast offensichtlich meine diesbezüglichen Anmerkungen nicht verstehen wollen. Ich habe gezeigt, was zu zeigen war. Wenn mich jemand nach dem Weg zu einem Ziel fragt, erklär ich ihm, wie er dahin kommt. Es ist aber absurd, von mir zu verlangen, dass ich diesen Weg in Gänze selber mitgehen müsse, weil sonst meine Wegbeschreibung falsch wäre. Falls dir diese Analogie zu schwer ist, findet sich sicher eine geduldige Seele, die dich an die Hand nimmt.

      Die Kerninformation, auf die es in diesem Zusammenhang ankommt, ist die, dass sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.
      Wenn du Diskussionsbedarf anmeldest, konzentrier dich doch bitte darauf und lege dar, wenn du das anders siehst.

      “.. Covid 19 und App:Was ist den der Status Quo den du in diesem Zusammenhang als legitime Alternative ansiehst?”

      Öhm, keine App? Oder zumindest keine Anwürfe gegenüber Menschen, die die App nicht verwenden?
      Der massive Rückgang der Infektionen fand übrigens vor Veröffentlichung der App statt. Was sagt uns das?

      “Du hattest und hast hier die Gelegenheit sinnvolle Beiträge zu schreiben und damit zu beweisen das du nicht zu denen gehörst.”

      Du meinst also, wenn mir jemand unterstellen würde, dass ich zu denen gehöre, die “immer dagegen” sind, müsse ich meine Unschuld beweisen?
      Interessante Weltsicht, die du da hast ..

      “Wenn du deine Zeit aber weiter nur damit verbringen willst dich über Widerspruch zu deiner Meinung zu empören ist mir die Zeit dafür zu schade.”

      Klar doch, die Emo-Tour. Meine vermeintliche Intention stört dich also erst nach deinem dritten Beitrag? Na denn, ich beende das mal von meiner Seite.

      (Aso, weil du ja offenbar der Meinung bist, mir fiele nix mehr ein, hier noch paar Stöckchen:
      Einkaufspassagen mit darüber liegender Wohnbebauung, Bahnhöfe, auf denen Züge auf benachbarten Gleisen stehen, Bushaltestellen in Wohngebieten. Das Aufschreiben war hier der größte Zeitfaktor. Wer bisher noch kein Muster erkennt, WILL es nicht erkennen. Die Information “Bluetoothreichweite” und alltägliche Beobachtungen zusammenzuführen und darauf basierend das Potenzial für Fehlalarme abzuschätzen, ist keine Raketenwissenschaft..)

    9. der Ralf

      Es freut mich, das du dich doch noch dazu entschieden hast ein paar sachliche Punkte zu der von dir angestoßenen Diskussion beizutragen. Ich hoffe ich konnte sie aus deinem letzten Kommentar alle rausfiltern:

      Fangen wir mal mit den geforderten und lang ersehnten Beispielen an:
      “Einkaufspassagen mit darüber liegender Wohnbebauung, Bahnhöfe, auf denen Züge auf benachbarten Gleisen stehen, Bushaltestellen in Wohngebieten.”

      Vermutlich haben wir andere konkrete Örtlichkeiten vor Augen, aber ich denke die meisten von dir aufgezählten Beispiele dürften vergleichbar sein:

      Bei den Einkaufspassagen mit darüber liegenden Wohnungen: Möglich, allerdings gebe ich zu bedenken das
      1. auch hier ein gewisser vertikaler Abstand zwischen den Wohnungen und den Geschäfte vorhanden ist, meistens mehr als in einem reinen Wohnhaus
      2. auch hier 15 Minuten in Reichweite notwendig sind was vermutlich, wenn überhaupt, nur bei Personen die in Cafes und Restaurants sitzen der Fall sein könnte (Bedeutet auch, dein Beispiel lässt sich entsprechend um Wohngebäude mit entsprechenden Einrichtungen erweitern)
      3. Die zeitliche Überschneidung zwischen den Bewohnern der Wohnung und den Besuchern der Einkaufspassage dürfte insgesamt eher gering sein. Einkaufspassage eher tagsüber, Wohnung eher abends und nachts. Das würde nicht zutreffen wenn es sich um Büros statt um Wohnungen handeln würde.

      Trotz allem könnte es natürlich zu einem “falschen” Kontakt kommen. Halte ich aber für eher unwahrscheinlich bzw. vernachlässigbar (s.u.)

      Bei den Bushaltestellen vor Wohnhäusern:
      Angenommen die Bushaltestelle ist wirklich direkt vor dem Haus also in Reichweite. Auch hier müssen erstmal 15 Minuten vergehen. Zu einem Zeitpunkt an dem der Bewohner in seiner Wohnung ist und ein potentieller Infizierter direkt davor steht. Möglich, aber auch das halte ich für eher selten und vernachlässigbar. Die durchschnittliche Aufenthaltszeiten an einer beliebigen Bushaltestelle beträgt meiner Meinung nach weniger als 15 Minuten. Längerer Aufenhalt könnte ich mir nur beim Umsteigen vorstellen, das passiert üblicherweise aber nicht an einer Haltestelle sondern an Knotenpunkten, die eher nicht direkt an einem Wohnhaus liegen.

      Bei den Zügen:
      Bei einem Sackbahnhof könnte ich mir das sogar vorstellen das zwei Züge über einen längeren Zeitpunkt nebeneinander stehen. Bei einem Durchgangsbahnhof ist aber im allgemeinen der Aufenhalt eines Zuges eher im Minutenbereich. Nicht eine viertel Stunde. Bei einem Sackbahnhof bzw. einem Bahnhof im allgemeinen ist es aber nun mal auch so, das große Menschenmengen auf relativ kleinem Raum aufeinander treffen (wie übrigens auch bei dem Einkaufspassagen im Beispiel oben). Es wird kreuz und quer gelaufen, lange am Bahnsteig gestanden, gemeinsame Einrichtungen benutzt, Türen, Handläufe etc. angelangt usw. Falls da tatsächlich ein Infizierter dabei ist halte ich es durchaus für legitim da eine Warnung einer potentiellen Gefährdung zu erhalten. Selbst wenn im Ausnahmefall sonst kein Kontakt war außer das man eben in zwei unterschiedlichen Zügen, die direkt nebeneinander standen, saß.

      Im großen und ganzen kann ich deine Szenarien durchaus nachvollziehen, halte aber die Annahme das daraus relevant viele “Fehlalarme” der App erzeugt werden für mehr als überzogen. Im Gegenteil: Bei den Beispielen dürfte die Zahl der tatsächlich Gefährdeten so groß sein das ein einzelner der ohne tatsächlichen Kontakt alarmiert wird nicht weiter auffällt. Auch nicht jeder der tatsächlich Kontakt hatte wird ja, vermutlich, sich dabei angesteckt haben bzw. positiv getestet werden.

      “Die Kerninformation, auf die es in diesem Zusammenhang ankommt, ist die, dass sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.”
      Das habe ich schon von Anfang an so verstanden. Warum das aber im Bezug auf die App so relevant sein soll das diese “nutzlos” bzw. Humbug sein soll leuchtet mir nicht ein. Ich erkenne durchaus ein Muster bei deinen Beispielen, aber ein richtig überzeugendes Szenario war halt bisher nicht dabei.

      Wie vorher schon angemerkt (falls die Info nicht mehr ganz präsent ist, u.a. mein Kommentar vom 9. Juli 2020 um 08:42):
      Sinn und Zweck der App ist Infektionsketten schneller zu erkennen. Dadurch werden die Gesundheitsämter (oder wer auch immer dafür zuständig ist) entlastet da die Infektionsketten nicht mehr (alle) manuell nach verfolgt werden müssen. Die App gibt auch nur den Hinweis das eine evtl. Gefährdung vorliegt und somit, evtl. bei zusätzlichem Vorliegen von Symptomen, ein Test durchgeführt werden sollte sowie, freiwillig, eine gewisse Kontakt-Einschränkung bis zur Klärung.
      Damit die App erste Wirksamkeit im Sinne der Erkennung bzw. Eindämmung der Seuche zeigt (auch hier wiederhole ich mich) müssen nicht 100% diese anwenden sondern es reichen wohl auch schon deutlich weniger. Die Zahl der notwendigen Nutzer haben wir wohl mittlerweile schon übertroffen, auch wenn noch mehr sicherlich das Gesamtbild noch mehr verbessern wird.
      Fehlerhafte Kontaktalarme stehen dem eigentlichen Nutze der App nicht entgegen. Genauso wie False-Positiv/Negative Testergebnisse im Bezug auf das testen an sich.

      Zum Thema Status Quo bei Covid:
      “Öhm, keine App? Oder zumindest keine Anwürfe gegenüber Menschen, die die App nicht verwenden? Der massive Rückgang der Infektionen fand übrigens vor Veröffentlichung der App statt. Was sagt uns das?”

      Ich sehe da leider weder Argumente für ein beibehalten noch was genau der Status Quo sein soll den es deiner Meinung nach zu erhalten gilt. Ich sehe bei dir nur viele offene Fragen. Ich versuch die mal zu beantworten:
      “Öhm, keine App?” Nein.
      Die App ist ein Bestandteil der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nicht die alleinige Lösung, nicht die größte, nicht die wichtigste. Ein Teil der Gesamtstrategie. Wobei ich da jetzt keine Wertung der einzelnen Maßnahmen (wie z.b. Maskenpflicht, Abstand, verstärkte Hygiene etc. ) vornehmen möchte.

      “Oder zumindest keine Anwürfe gegenüber Menschen, die die App nicht verwenden?”
      Gegenfrage: Macht das jemand? Hat das jemand gemacht? Wie ebenfalls schon oben angemerkt müssen und können gar nicht alle die App nutzen. Sie ist auch keine Pflicht. Daher sind Vorwürfe gar nicht angebracht. Auch wenn, auch hier, solche Vorwürfe am Anfang durchaus aufkamen.

      “Der massive Rückgang der Infektionen fand übrigens vor Veröffentlichung der App statt. Was sagt uns das?”
      Das es vorher schon Maßnahmen gab. In Deutschland z.b. schon seit ungefähr Ende Februar. Den Rückgang hat auch niemand bestritten, im Gegenteil. Siehe auch oben, die App ist nur ein Bestandteil der Gesamtmaßnahmen und verhindert, vielleicht/hoffentlich/wahrscheinlich, in Zukunft nochmal die flächendeckenden “Holzhammer” Methoden sondern, stattdessen gezielte kleinere Einschränkungen bei Bedarf.

      “Ich habe gezeigt, was zu zeigen war. Wenn mich jemand nach dem Weg zu einem Ziel fragt, erklär ich ihm, wie er dahin kommt. Es ist aber absurd, von mir zu verlangen, dass ich diesen Weg in Gänze selber mitgehen müsse, weil sonst meine Wegbeschreibung falsch wäre.”
      Um in diesem Bild zu bleiben: Du wurdest nicht gefragt, sondern du hast von dir aus folgende Behauptung getroffen “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.”, verbunden mit zwei Beispielen die recht schnell, zumindest in ihrer absoluten Bedeutung zur Nutzlosigkeit der App, widerlegt wurden. Auf die Nachfrage wie du zu dieser Behauptung kommst verweist du lediglich darauf das du ja schon auf das Ziel gezeigt hast und jetzt jeder mit deinen, widerlegten, Beispielen und selber Nachdenken schon selbst den richtigen Weg zu deinem Ziel finden wird. Wer das nicht tut hat sich einfach nicht richtig angestrengt oder kein Interesse dich zu unterstützen oder sonst was. Es bleibt offen ob du diesen Weg vorher überhaupt selbst bis zum Ende gegangen bist oder ob du einfach ein paar Ahnungslose vorschicken möchtest um den richtigen Pfad zu erkunden.

      Zum Abschluss hätte ich noch eine Bitte bzw. einen Wunsch:
      Würdest du bitte auf persönliche Angriffe und Sticheleien wie z.b. “Falls dir diese Analogie zu schwer ist, findet sich sicher eine geduldige Seele, die dich an die Hand nimmt.” oder “Du hast offensichtlich meine diesbezüglichen Anmerkungen nicht verstehen wollen.” usw. verzichten? Das ist einer sinnvollen und sachlichen Diskussion nämlich nicht zuträglich.
      Ich habe sehr wohl deine Argumente verstanden, bin auf diese eingegangen und hab diese zum größten Teil auch sachlich widerlegt bzw. erläutert warum die meiner Meinung nach nicht wirklich relevant sind. Nur weil du es persönlich nicht ertragen kannst, das jemand, sogar mit Begründung, nicht deiner Meinung ist, bedeutet es nicht das du gleich auf persönlicher Ebene angreifen kannst. Meine Argumente enthalten durchaus auch Angriffspunkte auf die du sachlich eingehen hättest können. Stattdessen hast du es vorgezogen mich persönlich anzugreifen und mich ins lächerliche zu ziehen. Dafür ist mir die Zeit zu schade, nicht auf die Diskussion. Wenn das allerdings deine Intention ist finde ich das schade.

      Habe die Ehre
      der Ralf

    10. Knut

      “Es freut mich, das du dich doch noch dazu entschieden hast ein paar sachliche Punkte zu der von dir angestoßenen Diskussion beizutragen.”

      “Zum Abschluss hätte ich noch eine Bitte bzw. einen Wunsch:
      Würdest du bitte auf persönliche Angriffe und Sticheleien [..] usw. verzichten? Das ist einer sinnvollen und sachlichen Diskussion nämlich nicht zuträglich.”

      Merkste was?

      ““Oder zumindest keine Anwürfe gegenüber Menschen, die die App nicht verwenden?”
      Gegenfrage: Macht das jemand?”
      “Auch wenn, auch hier, solche Vorwürfe am Anfang durchaus aufkamen.”

      Merkste was?

      Abgesehen davon drehen wir uns im Kreis. Schönen Tag noch.

    11. der Ralf

      Wir drehen uns nicht im Kreis. Du weichst einer ernsthaften Diskussion aus.
      Dir gehen die sachlichen Argumente für deine Behauptung aus und deshalb machst du ständig irgendwelche Nebenschauplätze auf.

      Bleib doch mal beim Thema.

      Deine Behauptung “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.” konntest du nicht belegen und ist daher als falsch anzusehen. Irgendwelche stichhaltigen Gründe konntest du bis jetzt nicht liefern, stattdessen weichst du auf persönliche Angriffe und Empörung aus.

      Deine Behauptung “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.” ist selbst Humbug.

    12. Knut

      “Deine Behauptung “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.” konntest du nicht belegen und ist daher als falsch anzusehen.

      “Deine Behauptung “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.” ist selbst Humbug.”

      Soso, du willst damit also behaupten, dass Viren also doch, genau wie Funkwellen, durch Glas und Betonwände gehen?

    13. der Ralf

      “Soso, du willst damit also behaupten, dass Viren also doch, genau wie Funkwellen, durch Glas und Betonwände gehen?”

      Nein, genau das hab ich weder behauptet noch bestritten. Lediglich deine Schlussfolgerung, das die App allein deswegen schon Humbug ist, halte ich für falsch. Begründet hab ich das indem ich auf deine Beispiele eingegangen bin und diese widerlegt hab bzw. den nutzen und die Bedeutung der App richtig gestellt hab.

      Deine Behauptung “Die Warn-App ist allein deshalb schon Humbug, weil sich Funkwellen anders ausbreiten als Viren.” ist selbst Humbug.

    14. Knut

      “Begründet hab ich das indem ich auf deine Beispiele eingegangen bin und diese widerlegt hab bzw. den nutzen und die Bedeutung der App richtig gestellt hab. ”

      Du hast offensichtlich ein seltsames Verständnis von “widerlegen”.

      Gesetzt den Fall, ich hätte tatsächlich nur Behauptungen aufgestellt, stehen dem deinerseits ebenso lediglich Behauptungen entgegen. Daraus einen “Sieg” ableiten zu wollen ist, nun ja, bemerkenswert ..

      Den Nutzen und die Bedeutung der App habe ich als “bestenfalls überschaubar” bezeichnet. Das willst du “richtig gestellt” haben?
      Auf welcher Grundlage denn?

      Es liegen überhaupt keine Daten vor, die belegen könnten, wieviele Menschen tatsächlich einen Nutzen aus der App ziehen, weil der dezentrale Ansatz überhaupt keine Aussagen über mögliche Risikobegegnungen zulässt, geschweige denn, wieviele Menschen eine entsprechende Benachrichtigung erhalten. Guckst du hier: rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/WarnApp/Warn_App.html
      Man kann ja nichtmal sagen, wieviele Menschen das Dingels überhaupt im Einsatz haben, die Downloadzahlen geben eben nur über die Downloads Auskunft und Rückschlüsse zum tatsächlichen Gebrauch sind bestenfalls Kaffeesatzleserei.
      Abgesehen davon sind die Ressourcen der Gesundheitsämter begrenzt und die Mitarbeiter schon ohne die App gut damit ausgelastet, Kontaktketten nachzuprüfen.
      Die zusätzliche Arbeit durch Meldungen der App, deren Fehlerpotenzial aufgrund der technischen Gegebenheiten unbestreitbar ist, könnte sogar dazu führen, dass notwendige Kontaktverfolgungen verzögert abgearbeitet werden, mit dem Ergebnis, dass potenzielle Ausscheider nicht oder zu spät erkannt werden. Damit wäre die App nicht nur von “überschaubarem Nutzen”, sondern sogar potenziell schädlich!

      Nach meinem Eindruck geht es dir hier aber nur noch darum, das letzte Wort zu haben. Es sei dir gegönnt ..

    15. der Ralf

      Du hast Beispiele genannt, ich bin darauf eingegangen und hab meine Sichtweise dazu erläutert. Du bist auf keines meiner Argumente eingegangen. Kein Widerspruch werte ich durchaus als Beleg dafür das ich irgendwie richtig liege. In Summe zeigt sich dadurch für mich, das auch deine Schlussfolgerung (“Die App ist Humbug bzw. der Nutzen ist bestenfalls überschaubar”) falsch ist.

      Davon abgesehen das du schon wieder vom eigentlichen Thema abschweifst bestätigt dein Link zum RKI ja genau meine Aussagen: Sie ist ein Bestandteil um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen in dem sie Infektionsketten, auch mit Fremden, automatisch aufzeigt und somit die Arbeit der Gesundheitsämter erleichtert. Sie ist ein wichtiger Baustein in der Gesamtstrategie usw. usf.

      Das du aus den ganzen Punkten, die gegen deine Aussagen sprechen, nicht nur eine Bestätigung für deine Behauptungen ableitest sondern im Gegenteil das ganze noch mehr aufbauschst (“Damit wäre die App nicht nur von “überschaubarem Nutzen”, sondern sogar potenziell schädlich!”) halte ich, aus guten Gründen, für bedenklich. Das ist aber ein anderes Thema.

      Unterm Strich bleibt also:
      Deine Aussagen bzw. Begründungen zum Nutzen der App sind so nicht nachvollziehbar und nicht haltbar, zum Teil schlichtweg falsch.

  19. André

    @holgi Du hattest eine DJI Phantom 3 Standard. Das kann ich mit Sicherheit sagen, da sie hier noch bei mir steht. Tut immer noch gute Dienste, auch wenn ich des Öfteren lieber zur DJI Spark greife.

    Antworten
  20. Nii P.

    Lieber Holgi,
    Was hast Du denn für riiiiesige Hände? Deine “Handvoll” ‘Ewig gestrige Betonköpfe ohne Smartphone” sind laut offizieller Statistik in Deutschland ca. 26 Millionen Menschen! Willst Du allen ernstes das Einkaufen von Lebensmitteln abhängig machen vom Besitz eines Smartphones, dessen Akkuleistung, Bedienbarkeit des Gerätes, dessen Betriebssystem, Installierter Software, Softwarefehler, Vertragsbedingungen der Tarifanbieter, sowie uneingeschränkte Akzeptanz der Google/Apple Richtlinien?
    Bitte überdenke deine Ansichten noch mal. Meist sind ältere Personen, aber grundsätzlich alle Personen mit zittrigen Händen, einfach nicht in der Lage einen, für sie winzigen, Touchscreen zu bedienen. Ebenso ist die Lesbarkeit der winzigen (nicht änderbaren!) Schriften für sie eine Zumutung. Von direktem Sonnenlicht ganz zu schweigen, denn dann ist auf diesen Displays genau NICHTS zu erkennen, auch wenn Fanboys immer wieder ‘was anderes behaupten. Und sogenannte “Seniorenhandies” sind halt alle KEINE Smartphones, sondern klassische Mobiltelefone.

    Antworten
  21. Christian

    Ich arbeite bei einer mittelständischen Elektronikfirma. Aus Angst um Spionage und Ablenkung von der Arbeit ist es verboten ein Handy auch ausgeschaltet mit in den Betrieb zu nehmen. Zuwiderhandlung ist ein Kündigungsgrund! Bei Hitze und Kälte will ich das Handy nicht im Auto liegen haben, Einkaufen geschieht auf dem Heimweg und sonst gehe ich eher selten raus. Aus diesem Grund macht es auch keinen Sinn mein über 5 Jahre altes Telefon upzudaten. Ich habe ja nichts gegen die Warn-App, aber an meiner Lebensrealität geht es vorbei. Viel wichtiger wäre mir endlich mal mehr als die 2MBit hier im Neubaugebiet, aber das ist ein anderes Thema.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Das sind Einzelschicklsale, auf die wir leider keine Rücksicht nehmen können 😀

      Aber mal ernsthaft: Immer, wenn ich derartige Kommentare lese und dabei bemerke, wie verschieden die Lebensrealitäten sind, denke ich, ein wie fast übermenschlicher Beruf der eines Poltikers sein muss. Die müssen sowas halt alles immer irgendwie mitbedenken und trotzdem Entscheidungen treffen, die für alle so sinnvoll wie möglich sind.

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