WR1075 Seidige Kettengare

 

Darin: Ermüdungserscheinungen – Unbehagen – Stressbewältigung – Experimente mit Pizza – Singvögel – Fahrräder – Schlagzeilen und Wetter

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27 Gedanken zu „WR1075 Seidige Kettengare

  1. Marvin

    Zu dem urbandoo Schaal: wie macht ihr das denn mit dem abnehmen?
    Normale Masken soll man ja nach vorne abnehmen und die Vorderseite der Maske als kontaminiert betrachten… aber den urbandoo zieht man ja nach dem Verbrauch komplett über das Gesicht… oder bin ich der Einzige, der sich dabei unwohl fühlt?
    Für Feinstaub ist das ja kein Problem… aber wenn man das mit den Masken ernst nimmt, dann erscheint mir das irgendwie unsicher

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    1. Lars

      Der Schal dient doch nicht dazu dich zu schützen, sondern andere zu schützen. Sprich (plakativ): deine eigene Rotze soll sich darin verfangen, nicht die Erreger die von Außen zu dir kommen.

      Insofern ist deine Sorge aus meiner Sicht irrelevant. Zumal ein urbandoo ja auch gar nicht in der Lage ist die Erreger abzuhalten (wird ja auch explizit erwähnt). Er minimiert letztendlich nur Möglichkeit, dass beim husten/niesen die “Partikel” zu weit gestreut werden.

      Das man Schals/Masken nicht vorne mit den Pfoten berühren soll, hat eher folgenden Grund:
      Wenn man da reinatmet/reinrotzt bleibt hoffentlich das Meiste direkt vorne in Schal/Maske hängen. Fasst man dann vorne am Munde an und danach z.B. direkt einen Apfel im Supermarkt, schmiert man also ggf. schön was drauf und der/die nächste Kunde/Kundin beißt rein. Nimmt man den Munschutz aber nur von der Seite her runter, bekommt man nix an die Pfoten und schmiert es nicht überall rum.

      Ziehst du deinen urbandoo also zu Hause über den Kopf -> kein Problem.

    2. Marvin

      Danke @Lars!
      Dann hab ich den Grund, weshalb die Vorderseite böse ist, offensichtlich falsch verstanden – ist ja komplett plausibel.

  2. oli

    Mich lässt das Home Office auch zunehmen. Das hängt aber daran, dass ich im Büro unter einer Grundanspannung stehe, die mich schlicht keinen Hunger spüren lässt. Im HO verspüre ich mehr HUnger und esse dann auch menr.

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    1. Mithrandir

      Zu Hause ist der Kühlschrank und die anderen Schränke näher UND das Zeug darin entspricht auch noch meinem Geschmack.
      Zum rudergerät:
      1. du kaufste es
      2. du ruderst jeden Tag
      3. (vielleicht) der Bewohner unter dir beschwert sich über den Lärm
      4. nach 3 Monaten steht es in der Ecke
      5. nach 6 Monaten steht es im Keller
      6. Nach 1 Jahr ruderst du wieder, aber nur 1- 2 Wochen.

    2. Lars

      Ich habe schon gut abgenommen im Home Office, was einfach daran liegt dass ich jetzt viel mehr Sport machen und mich gesünder ernähren kann. Ich habe nun täglich ca. 2 Stunden gewonnen.

      Morgens Sport (sehr früh Joggen, Yoga, sonstiges Fitness Gehampel), dann duschen, dann ab “ins Büro”. geht sonst eher nicht wegen Arbeitsweg.

      Auf der Arbeit gibt es keine passende Mikrowelle/Küche und immer nur “Nahrungsersatzt-Shake” o. Salat ist auch doof. Also doch immer mal wieder in die Stadt und Fastfood. Und es gibt keine x Büros mit Schokoriegeln o. ä. die einen anlachen 🙂

      Also: einfach nix im Haus haben was “ungesund” ist.

  3. Clemens

    »Spatzen-Nazis« find ich jetzt schon etwas arg, aber mit »Amazon-Nazis« könnte ich mich anfreunden. Ich denke, ich werde das in meinen Wortschatz integrieren. Letztendlich geht es bei Amazon auch irgendwie um die Perfektion der Zwangsarbeit und um Weltherrschaftstreben und deren Kunden sind doch nur Mitläufer …

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  4. manka

    @Holgi: Rudergerät bzw. Rudern ist super. Wünsch dir viel Erfolg dabei. Lass dir mal von einem erfahrenen Ruderer die richtige Technik erklären, denn auch wenn Rudern an sich für Gelenke usw. sehr gesund ist, kann man mit der falschen Technik schon auch was kaputt machen. Vor allem am unteren Rücken.

    Mal ein paar Tipps:
    – Greife beim Griff nicht mit den Händen zu, sondern hänge nur die vordersten Glieder der Finger ein. Das führt dazu, dass du in den Handflächen keine Blasen oder Schwielen entwickelst, und macht es leichter die Handgelenke beim Zug nicht abzuknicken, was die Unterarme zu stark belasten würde.
    – Wenn du in der Auslage bist, also auf dem Sitz ganz nach vorne gerollt bist, und dich mit den Beinen abdrückst, richte den Oberkörper kontinuierlich auf, während du mit den Beinen drückst. Das sorgt dafür, dass dir der Arsch nicht nach hinten wegrutscht, was für den unteren Rücken auf Dauer schädlich ist. Außerdem wird so die Kraft besser übertragen.
    – Ziehe den Zug bis zum Ende durch, so dass du am Ende mit dem Oberkörper in der Rückenlage bist, also etwa 30-40° nach hinten geneigt. Das gibt deinen Bauchmuskeln etwas zu tun, der Zug wird länger und du überträgst mehr Kraft auf das Gerät.
    – Achte darauf, dass deine Fußsohlen in der Auslage komplett auf dem Stemmbrett aufliegen. Hebst du die Ferse an, biste zu weit vorne und der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel ist innen zu klein. Das führt auf Dauer zu Kniebeschwerden. Am Besten den Winkel um die 90° halten.
    – Ziehe erst mit den Armen an, wenn du mit dem Beinstoß fertig bist. Wenn du zu früh mit den Armen ziehst, musst du die Kraft deiner Beine mit den Armen zusätzlich halten.
    – Versuche eine guten Rhythmus zwischen Zug und Vorrollen zu finden. Allgemein ist 1/3 Zug 2/3 Vorrollen ein gutes Maß.
    – Möchtest du eher Ausdauer trainieren, dann bleib bei einer Schlagzahl zwischen 15-18 Zügen die Minute. Am besten du trackst deinen Puls, dann kannste die Belastung am besten steuern.
    – Wenn das Ergometer das zu bestellt hast die Möglichkeit bietet den Widerstand zu regulieren, fange mit dem geringsten Widerstand an, bis du das Gefühl hast es würde dich nicht mehr sonderlich anstrengen. Mit zu viel Widerstand einzusteigen ist ätzend und demotivierend.

    Viel Spaß dabei!
    Beste Grüße
    manka

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  5. Irene

    für den “Wissen ist nicht genug, um Verhaltensänderungen zu erzielen” Effekt gibt es einen Name: G.I Joe Fallacy

    What is the G.I. Joe Fallacy? https://www.youtube.com/watch?v=GimHHAID_P0 erklärt das ganz gut anhand von Sehkraft. Man kann wissen wie optische Täuschungen funktionieren, trotzdem fällt man immer wieder drauf rein, muss das Gehirn aktiv dazu bringen die Täuschung zu sehen.

    Antworten
  6. quinoq

    Die Quarantänezeit geht mir auch zunehmend auf die Nerven. Ich freue mich zwar über den Wegfall der Pendelei von ca. 150km am Tag, aber die Schließung vieler Freizeitorte und das Gefühl des Eingesperrtseins drückt die Stimmung doch gewaltig.

    Mir hilft es sehr, regelmäßig Kräftigungsübungen in der eigenen Wohnung zu machen. Dafür braucht es auch kein besonderes Equipment, im Grunde reicht eine Yogamatte und vielleicht noch ein Tisch für eine spezielle Übung. Für reines Krafttraining kann ich die „Recommended Routine“ [1] von Reddit empfehlen. Man muss sich aber gut einlesen, die Anleitung ist nicht ganz einsteigerfreundlich. Wer es einfacher haben möchte und wirklich nur eine Grundfitness im Kraftbereich aufbauen will, für den reicht die „Minroutine“ [2] aus dem gleichen Subreddit.

    Außerdem verweise ich auf zwei Dehnungs-/Beweglichkeitsprogramme jenseits aller Esoterik [3, 4], die unglaublich guttun. Ich bin durch das tägliche Autofahren extrem ungelenkig geworden. Seitdem ich beide Programme regelmäßig mache, bin ich nicht mehr verspannt, schmerzfrei und komme mit den Fingern beim Nachvornebeugen auf den Boden – was ich seit bestimmt fünf Jahren nicht mehr konnte. Vielleicht helfen die Links ja jemanden?

    Dann noch zum Brot. Wer im Super/Biomarkt kein Mehl mehr findet und aus dem süddeutschen Raum kommt, der kann es ja mal bei der Adlermühle in Bahlingen probieren. Die haben zwar eine furchtbare Homepage [5], können aber zur Zeit noch/wieder gut liefern.

    Und ein letztes für Toby und andere Eltern – auch wenn Ersterer die Kommentare nicht mehr liest 😊: Mein Eindruck (Lehrer) ist, dass die jeweiligen Kultusministerien sehr darauf achten werden, dass die Prüfungen nicht zu schwierig werden. Die Institutionen haben unglaublich Angst, dass sie verklagt werden könnten, weswegen man sich keine Fehltritte bei den Prüfungen oder Übergängen zu anderen Schulformen leisten wird. Toby, deine Tochter wird an ihre gewünschte Schule kommen.

    Danke für den Podcast. Ich habe ihn heute nach einem anstrengenden und trüben Tag im Homeoffice gehört und mich hat er ein klein wenig glücklicher gemacht.

    LINKS
    [1] https://www.reddit.com/r/bodyweightfitness/wiki/kb/recommended_routine
    [2] https://www.reddit.com/r/bodyweightfitness/wiki/minroutine
    [3] https://phrakture.github.io/molding-mobility.html
    [4] https://phrakture.github.io/starting-stretching.html
    [5] https://www.adler-muehle.de/willkommen.html

    Antworten
  7. Dennis

    Holgi, kann es sein, dass dieses schwelende Stressgefühl von dem du sprichst sich am besten mit einem anderen Wort beschreiben lässt? Nämlich Angst. Mir geht es ebenfalls so, dass ich trotz geringerem Termin- und Arbeitsdruck alles andere als Entspannung empfinde. Und ich würde es tatsächlich als Angst bezeichnen.
    Nicht davor zu erkranken oder gar zu sterben. Nicht einmal bei meinen Kindern mache ich mir allzu große Sorgen. Es ist aber eine Angst davor, was aus der Pandemie weltweit folgt. Was geschieht mit den immer mehr zerreißenden USA. Was geschieht, wenn das Virus erst einmal richtig in Südamerika und Afrika zuschlägt. Was wird das alles mit der Welt machen. Und setzen wir (Europa) dann wieder auf Abschottung und Verdrängung. Was wird das dann mit mir machen. In welcher Gesellschaft lebe ich dann.

    Bei den aktuellen Öffnungsdebatten fühle ich mich stark an das Kippen in der Diskussion rund um Geflüchtete erinnert. Erst zeigen sich alle einsichtig und solidarischen (damals: Willkommenskultur / heute: freiwilliges Zuhause bleiben und Pflegepersonal applaudieren) und dann will doch jeder lieber wieder seinen Besitzstand waren (damals: Obergrenzen und Abschiebung / heute: endlich wieder in Gruppen feiern, reisen, shoppen und alle finanziellen Einbußen ersetzt bekommen). Kann es passieren, dass wir von den Shutdown/Eindämmungs-Maßnahmen in 2 Jahre auch von dem großen Fehler der Corona-Politik von Frau Merkel sprechen? So wie es jetzt ständig über 2015 geschieht.
    Ich hoffe sehr, dass ich mich irre… und habe dabei Angst.

    Antworten
    1. Yannick

      Damit wir über die Eindämmungsmaßnahmen als Fehler sprechen könnten müsste es ja einen Zustand geben, in dem die Pandemie mit deutlich schwächeren Maßnahmen so gemanaged wird, dass ein Kollaps ausbleibt. Das wäre doch etwas gutes.

    2. Dennis

      @Yannick: Verstehe was du meinst. Aber wenn mit den aktuellen Maßnahmen die Sache “im Griff” bleibt, bis ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist (sagen wir in 1-2 Jahren), dann wird ein Großteil der Wirtschaft wahrscheinlich sehr gelitten haben, viele Unternehmen pleite gegangen sein und viel Bürger deutliche Wohlstandseinbußen haben. Die Frage ist, ob dann nicht “die paar Toten, von denen viele ja eh gestorben wären” das in den Augen vieler wirklich wert war. Dass es keinen Weg mit schwächeren Maßnahmen gab, der nicht zu viel mehr Toten geführt hätte, ist doch dann den Leuten egal. Wie beweist man denen dann, dass ein lockererer Weg schlimmer gewesen wäre?

  8. Kilian Wied

    Ich kann die Empfehlung für ein Concept 2 Rudergerät nur unterschreiben. Die sind zwar etwas lauter durch die Luftbremse, dafür relativ unzerstörbar und wartungsarm.

    Dafür gibt es auch iPad-Halterungen, dann kann man Serienkucken mit Training verknüpfen.

    Antworten
    1. faxweiche

      vor allem gibt es bei concept2 selber die Vorführgeräte, meistens als Aufwärmgeräte bei WM oder Indoor-Worldcup genutzt, etwas heruntergesetzt zu kaufen. Preis liegt dann zwar immer noch bei über 1000 € aber dafür mit Hersteller-Garantie, gewartet und nur von erfahrenen Leuten genutzt (ist zB nicht beim Gebrauchtgerät aus nem Fittnesscenter der Fall). UND: die kriegst alle Ersatzteile vom Hersteller in kürzester Zeit für n schmalen Preis geliefert. Mein Gerät besitze ich seit 2006 und bin dank Corona so leicht wie seit Jahren nicht mehr.

      Bei Bedarf zu Trainingsanleitung kann ich gerne helfen.

  9. Daniela

    Zum Thema abnehmen: Ich kann Fettlogik überwinden nur empfehlen. Besonders bei Dingen wie „externe Faktoren sind Schuld, dass ich esse“

    Zum Thema 1 Tag Schule die Woche: es hilft schonmal bei zwei Dingen, bei kein Drucker / nicht genügen Computer, kann man Blätter mit nach Hause nehmen. Bei Misshandlung und Ähnlichem gibt es wenigstens einen von den Eltern nicht zu verhindernden Kontakt nach draussen. Nicht genug aber besser als nichts.

    Ich hab aktuell dauernd Flashbacks bei der Vorstellung, wie es gewesen wäre, Mutter kriegts nicht mit/wills nicht wahrhaben und arbeitet in Systemrelevanten Beruf, Vater sowieso andauernd Arbeitslos also vermutlich da. Direkter Missbrauch in der Zeit vermutlich nicht da Bruder da, dafür dauernder psychische Misshandlung ohne die geringste Kompensation durch aussen… und wenn du Statistiken anschaust, ist das bei weitem kein Ausnahmefall.

    Antworten
  10. Jan

    Du bist nicht allein, Holgi. Ich bin auch Stressesser, war auf nem guten Weg vor Corona und hatte mit fasten, gesund essen und radfahren 10Kg abgenommen und jetzt 8kg wieder drauf.
    Die Motivation ist im Keller, Spass am Radfahren ist weg. Die Situation sorgt bei mir für eine Grundanspannung und die kostet die Energie, welche ich ansonsten brauche um mich zum Sport zu motivieren oder mir das ungesunde Essen zu verkneifen. Essen beruhigt mich. Und ich brauche momentan halt öfter Beruhigung als sonst.

    Antworten
  11. Julian

    Ich habe mein 30kg Gazelle Torpedo-3-Gang angenehm schnell mit Reifen hinbekommen, die eigentlich für E-Bikes gedacht sind. Wegen der 6 bar Reifendruck. Allerdings musste dann auch der Lenker weichen, weil es sehr schnell zu flattern anfing bei der aufrechten Fahrweise. Aber geiles Ding jetzt, stand 15 Jahre ungenutzt rum und wird jetzt täglich genutzt.

    Antworten
  12. Anna-Lena

    Zum Thema schwelendes Stressgefühl: Ich habe in den letzten Tagen irgendwo eine interessante Aussage einer Autorin gehört: Sie sei „moralisch erschöpft“. Gemeint ist, dass es nicht unserer Gewohnheit entspricht, sämtliche Handlungen und Entscheidungen moralisch hinterfragen zu müssen, ob wir damit andere oder uns selbst (unnötigerweise?) gefährden. Ich fand den Gedankengang interessant und kann das durchaus nachvollziehen.

    Antworten
    1. Dennis

      Irgendwie aber auch ein erschreckender Gedanke, dass moralisches Verhalten uns so erschöpft. Denn auch sonst handeln wir ja ständig unmoralisch, es wir nur akzeptiert. Wir fahren zu schnell Auto und gefährden uns und andere, wir misshandeln Tiere in Massentierhaltung, wir schöpfen Wohlstand auf Kosten von weniger entwickelten Ländern etc….
      Normalerweise haben wir dafür aber unsere Verdrängungsmechanismen. In der Corona-Krise werden uns jeden Tag die Konsequenzen vorgehalten.
      hm… was ist jetzt die Lösung: auch hier Verdrängungsmechanismen finde oder zu lernen, stressfreier moralisch zu handeln? Das erst ist wahrscheinlich deutlich einfacher.

  13. Anna

    Zum Thema Essen: Ich habe kürzlich mit einer Ernährungspsychologin zusammengearbeitet. Dabei ging es darum, dass die intrinsische Motivation bei Diäten extrem schnell nachlässt, wenn man nicht schnell genug Erfolge sieht – wir haben keinen direkten Feedback-Loop sondern nur merken ja erst ca. nach einer Woche ob wir abgenommen haben (überhaupt können durch Wassereinlagerungen und Darmentleerungen Gewichtsschwankungen von mehreren Kilo auftreten, die nichts mit der Nahrungsaufnahme an sich zu tun haben).
    Hält man eine Diät einen Tag nicht ein oder kommen neue Stressfaktoren hinzu, wachsen sehr schnell auch wieder die Selbstzweifel, Depressionen und sonstige negative Gedanken. Die sorgen dafür, dass wir zu den alten Essensmustern zurückkehren wollen.
    Bei einer Diät arbeitet man nicht nur gegen den eigenen Körper, der hormonell gesehen die Fettreserven verteidigt, sondern auch gegen die eigene Psyche. Eine psychologische Begleitung ist daher absolut sinnvoll.
    Hilfreich ist natürlich auch, wenn zum Zeitpunkt der Gewichtsreduktion keine zusätzlichen Stressfaktoren wie die Pandemie auftreten. Allerdings muss man sich sowieso neue Management-Strategien erschaffen um mit äußeren Stressfaktoren umzugehen. Sonst ist es beim nächsten mal nicht die Pandemie die einen rückfällig werden lässt, sondern irgendwas anderes.

    Ich hatte vor Corona ca 10 kg verloren und nun so 5 wieder zugelegt. Trotz hohem Sportpensum. Ich versuche das nun mit Meditation in den Griff zu kriegen. Wir werden sehen…

    Antworten
  14. Mario

    Hallo,

    wieder einige lose Gedanken zur Sendung:

    Holgi kommt nicht raus.
    Es fehlt die körperliche Bewegung. Wer verbietet die eigentlich?

    Warum eigentlich keine Interviews mehr führen?
    Man kann sich doch an den Abstand halten und bei der derzeitigen Witterung sogar ins Freie gehen.
    Das Mikrofon bekommt ein Präservativ aus Frischhaltefolie – wenn man Angst hat.
    Sonst muss das Meerschwein – ähh der Popschutz – hinterher einfach in Seife gewaschen werden.

    Ein Rudergerät mit Wasser ist mir auch zu umständlich.
    Ich habe mal eines mit “Gebläse” als Widerstand benutzt.
    Das war gefühlt recht gut.
    Nur in einer Wohnung – da dürften sich die Untermieter freuen.
    Ich bin ja für eine generatorische Bremse.
    Das ist auch gut für die Work-Sport-Balance – wenn man den Laptop mit dem Rudergerät läd.

    Blähungen vom Brot: Schau mal nach FODMAP.
    Ja, das hat etwas mit der Teigführung zu tun.
    Zeit ist Geld, die Gesundheit der Brotessenden ist dabei anscheinend egal…

    Dinkel dürfte sogar mehr Gluten als Weizen haben.
    Aber wer selbst bäckt oder bei einem Bäcker kauft, der mehr auf die Art und Weise des Backens achtet,
    der hat letztendlich wohl auch weniger FODMAP im Produkt.

    “Die Erkenntnis ist nicht das Problem.”
    Ich zitiere Lars: “Also: einfach nix im Haus haben was “ungesund” ist.”

    Wer seinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat, der kann eben nicht mal für den Genuss ein Glas Wein trinken.
    Wer seinen Umgang mit Videospielen nicht unter Kontrolle hat, für den ist ein PC in der Wohnung eher ungünstig.
    Und wer seinen Nahrungsmittelkonsum nicht unter Kontrolle hat, der sollte nur die Nahrungsmittel in der Wohnung haben,
    die er unbedingt für die Woche benötigt.

    Der Sinn dahinter ist, den Zugriff unter Kontrolle zu bringen, indem nicht immer alles verfügbar ist.
    Damit wird die unkontrollierte Handlung unterbrochen und damit bewusst.

    Zutaten zum Backen in Massen (2,5kg-Säcke für eine Einzelperson) in der Wohnung zu haben, ist wohl eher Kontraproduktiv.
    Das hat Holgi schon selbst erkannt.
    Jetzt müsste er mal aus seiner Bräsigkeit herauskommen und etwas tun.
    Aber Reden – und vor allem über andere – ist einfacher…

    Schüler können teilweise ihren Job nicht machen, wenn sie zu Hause sind.
    Kommt in privilegierten weißen Familien – wo der Großteil der Leser/Hörer herkommt – eher nicht vor.
    Wenn die Kinder allerdings weder von den Eltern unterstützt werden noch die nötige Technik haben, was dann?
    Die ganze Lockerungsdiskussion ist ein zweischneidiges Schwert.

    Auf die Füße gefallen ist uns die ganze Sache mit Covid-19 schon.
    Da ist aber weniger das Virus schuld, sondern vieles, was man vorher hat schleifen lassen.

    In dieser Hinsicht wäre auch zu klären, ob man es gut finden kann, wenn irgendwelche gläubigen Gruppen gut besuchte Veranstaltungen vorweisen können.
    Kommt dann ganz auf die Ausrichtung des Glaubens an.

    Auch könnte man fragen, warum man Covid-19-bedingt Angst vor dem Sterben hat, jedoch nicht vor schweren Folgen.
    Vor letzterem habe ich derartige berechtigte Bedenken, dass ich meine Patientenverfügung nochmals angepasst habe.

    Oder wie weit politische Überzeugung von (religiösem) Glaube entfernt ist.

    Viele Grüße

    Mario

    Antworten
  15. Mario

    Hallo,

    je mehr ich über die Frage “Wie viele tote/kranke Angehörige kannst du akzeptieren?” nachdenke,
    um so mehr habe ich den Eindruck, dass sie mit meiner seit über 10 Jahre gestellten Frage vieles gemeinsam hat:

    “Wenn du Kinder zeugen willst, denke daran, was du vererben kannst.”
    Und damit meine ich nicht materielle Güter oder soziale Fähigkeiten, sondern Krankheiten.

    In der Regel solche “harmlosen” Dinge wie Allergie. Oder Rheuma. Oder Zöliakie. Oder Diabetes Typ I.

    Gemeinsam haben die Fragestellungen, dass viele Menschen über die Folgen ihres Handelns nicht nachdenken wollen
    bzw. unangenehme Gedanken verdrängen wollten, sobald sie selbst nicht mehr direkte Betroffene sind.
    Und sobald ein in der Gesellschaft als positiv bewerteter Zusammenhang zur Handlung besteht.
    Hier werden Kinder als positiv konnotiert.
    In der Lockerungsdiskussion das “uneingeschränkte” Leben.

    Das geht auch wieder einher mit der Fragestellung mit den Kollateralschäden.
    Beim Lockdown ist es die psychische Belastung – vor allem der Risikogruppen.
    (Versetze dich in die Lage eines Menschen im Altersheim.)

    Bei den auf den ersten Blick “harmlosen” Erkrankungen ist es die Einschränkung im Leben/Alltag
    und auch der Aspekt der Abhängigkeit vom Vorhandensein der notwendigen Medikamente.
    Da ist der Umweltschutz auch nicht mehr weit weg (Medikamente müssen hergestellt werden).

    Viele Grüße

    Mario

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