WR985 Eine Welt ohne Bäume ist möglich

 

Darin: WeltenbrandVerschwundene Mess-StationGlühbirnenverbotIndoeuropäische SprachenSexuelle ErfahrungPulsarSteuermoralOptimismusBananesterbenTropen als CO2-SchleuderSchmelzwasser als CO2-SenkeCilmate-Engineering in der WochendämmerungKlimaprognose für die NordhalbkugelSprechgeschwindigkeitWeibliche DenkleistungGewicht und Alter

Buchtipps: Angela Saini: Inferior* (Rezension), Caroline Criado-Perez: Unsichtbare Frauen*

Hörtipps: Crowdscience, Freakonomics: Uber und der Gender Pay Gap

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16 Gedanken zu „WR985 Eine Welt ohne Bäume ist möglich

  1. Don Martin

    Leute Leute, zum Glück seid ihr keine Botaniker! Die ersten Bäume erschienen vor 385 Mio Jahren (Fortpflanzung via Sporen) bzw 319 Mio Jahren (Fortpflanzung mit Samen).

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  2. Norbert

    Ein bischen zu den Indoeuropäischen Sprachen:
    Die These, daß die Sprachfamilie aus Anatolien stammt dürfte sich auf die Ausbreitung der Landwirtschaft beziehen. Die ersten Bauern hätten also nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Sprache mitgebracht. Allerdings begann diese Wanderung vor über 8000 Jahren, und vollzog sich nur sehr langsam. Für die eurasische Steppe spricht hingegen, daß diese der Ausgangsort für viele historisch beschriebene und/oder archäologisch erfasste Wanderungsbewegungen nomadischer Völker ist, die ziemlich schnell große Gebiete besetzten (siehe auch Himmelsscheibe von Nebra), und daß sie im Herzen des Verbreitungsgebietes indoeuropäischer Sprachen liegt.

    Was die genetischen Untersuchungen angeht: Damit wäre ich sehr vorsichtig – gerade wenn versucht wird, aus biologischen Eigenschaften (Genetik) auf kulturelle Ausprägungen (Sprache) zu schließen. Es gibt in der Geschichte genug Beispiele dafür, daß eine Bevölkerung im Laufe weniger Jahrhunderte eine andere Sprache übernommen hat, ohne daß die ursprünglichen Träger der Sprache nennenswerte genetische Spuren in dieser Bevölkerung hinterlassen hätten. Beispiele sind Ungarn, England, oder die genetische Dreiteilung Deutschlands (Kelten, Slawen, Germanen – aber eine Sprache).

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  3. Dave Remmel

    Zum Thema “Optimisten leben länger”.

    Was mich da neben Krankheiten etc. mehr interessieren würde ist, ob sie da Suizide bzw. Depressionen rausgerechnet haben.

    Pessimisten leiden tendenziell eher an Depressionen (bzw. umgekehrt: Depressive sind wahrscheinlich deutlich pessimistischer veranlagt), diese widerum haben natürlich logischerweise ein erhöhtes Selbstmord-Risiko.
    Wenn also jemand mit 25 von der Brücke springt, drückt das den Altersschnitt der Pessimisten natürlich auch deutlich nach unten. Da spielt es dann auch keine große Rolle, dass man das Herzinfarkt-Risiko rausgerechnet hat.

    lg, Dave

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  4. Claudia

    Das mit den Herzinfarkt-Symptome die bei Frauen nicht erkannt ist ist auf jeden Fall ein Gender-Problem. Bei den zwei anderen Beispielen bin ich mir nicht so sicher. Bei der Uber-Meldung könnte man auch sagen “Fahrer mit weniger Berufserfahrung verdienen weniger” und bei den Schweden “Schneeräumpläne sind schlecht für Fußgänger”. Verkauft sich natürlich nicht so gut.

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  5. Claude

    Zum Thema “Spiegel Bestseller Liste”.

    Das ist tatsächlich so wie ihr vermutet. Das erkennt man immer wieder daran wenn die neuen Listen kommen und ein Buch auftaucht, das gerade Mal 2-3 Tage im offiziellen Verkauf ist.

    Außerdem kommen Bücher von bekannten Autoren gerne Mal “automatisch” da drauf, weil die Ersteller der Listen damit rechnen, dass sich das neue Buch genau so verkaufen wird wie alte es getan haben. Das heißt die rechnen schon vorher auch Verkäufe rein, die es selbst mit Vorverkäufen nicht gibt.

    Nicht so groß auffallen würde das vielleicht bei den generellen Top50, aber gerade in den Nischengenres passiert das häufig.

    Und über die Qualität sagt die Liste ja bekanntermaßen eh nichts aus.

    Lg, Claude

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  6. Sebastian Klett

    Dann melde ich mich mal als Zuhörer aus Australien. Hör es eigentlich nicht über Spotify aber die Garmin lässt nur Shopify Podcasts zu deswegen kommt es ab und zu mal vor.
    Hab nun auch die Sternengeschichten abonniert 🙂

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  7. Tim

    Disclaimer: Ich bin kein Botaniker, finde aber alles, was mit Biosystematik zu tun hat, recht spannend, und hab daher zumindest auch schon mal was darüber gelesen, wie so die verschiedenen Pflanzen unterschieden werden. Entsprechend ist das folgende aber womöglich auch nur Halbwissen. :o)

    Die offensichtliche Gemeinsamkeit zwischen Bäumen und Sträuchern liegt darin, dass beide verholzen, im Gegensatz zu den krautigen Pflanzen. Der Unterschied liegt hingegen darin, dass Bäume akroton wachsen und Sträucher basiton oder mesoton. Das heißt, wir bezeichnen ein Gehölz als Baum, wenn es einen “Hauptstamm” ausbildet, dessen Wachstum immer weiter an der Spitze (“akro”) vorangetrieben wird. Sträucher hingegen fördern ihr Wachstum eher in der Mitte (“meso”) oder nah an ihrer Basis am Boden.

    Das führt dann somit auch dazu, dass Sträucher so “büschelartig” erscheinen, da sich hier das neue Material auf relativ engem Raum konzentriert, während bei Bäumen nicht nur der Haupttrieb (Stamm), sondern auch die Seitentriebe (Äste) primär in der Nähe zur Spitze ausgebildet werden.

    Hinsichtlich ihrer Abstammung lassen sich Bäume und Sträucher übrigens nicht so ohne Weiteres unterscheiden: Bspw. unter den Eiben gibt es sowohl akrotone als auch mesotone Arten.

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  8. Franzl

    Ich kenne zum Thema, dass es keinen Wald gibt eine andere Theroie. Die besagt, dass es zumindest in deutschland keinen Wald mehr gibt. Denn das, was wir in Deutschland haben, ist alles Forst. Denn ein Forst wird wirtschaftlich genutzt. Ein Wald nicht. Da aber alles in irgend einer Weise genutzt werden soll, gibt es nunmal keinen Wald mehr.

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  9. Thomas

    Nur zur Info: MINT Fächer haben überlicherweise weder Eingangstests noch NC. Also an den “für Männer” ausgelegten Tests liegts wohl nicht. *scnr*

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  10. Hendrik

    Hallo Holgi und Florian! Zum Thema Glühbirne ein Gedanke bzw. eine Frage: Neulich hab ich wieder Nachschub geholt (LED, E27). Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass ich früher™ einfach eine Stiege der “klassischen” Glühbirnen, verpackt in so Faltschachteln aus Recyclingpappe, gekauft hab. Heute finde ich nur noch einzelne oder paarweise Glühbirnen, die in Kunststoff-Blisterverpackungen mit Hochglanzpappe verpackt sind, weil das ja jetzt alles High-Tech ist und wertig™ sein soll. Daher meine Frage: Haben wir ein Energieproblem gelöst, aber uns ein Müllproblem geschaffen? Oder laufe ich bloß zum falschen Händler/Hersteller?
    Lieben Gruß, HeBu.

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