WR939 Wurstpuppe Petra

 

Darin: Odonien 2019 am 17. Juni – Kochu KaruLuibanUntappdVivino – Farbige Socken – Feminismus – Wurstpuppe Petra – Abitur – MyLilly – Das Wetter

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In dieser Sendung hat Holgi in ein Sennheiser MK4 gesprochen*

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41 Gedanken zu „WR939 Wurstpuppe Petra

  1. Franz (Abi 93)

    Aufgabe 3 (12 Punkte)

    Diskutieren Sie die Auswirkungen des “Zentralabiturs” auf die Anforderungen an Schüler und Lehrer sowie auf die Berichterstattung über Schule in der Tagespresse Im Allgemeinen und bei Einzelereignissen.

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  2. Eike

    Die Frage ob ein Mann die Position auch einnehmen würde, wenn er eine Frau wäre finde ich sehr interessant. Auch wenn sie nie vollständig zu beantworten ist, muss man wenigstens darüber nachdenken, wo Frauen ggf. benachteiligt werden oder wo es andere Faktoren , wie z.B. das aussehen, hinzukommen.

    Ich finde, Holgi hat auch sehr gut bei Toby nachgehakt, aber ihr habt vergessen die anderen Lebensumstände zu betrachten. Vor allem hätte Frau Dr. Baier in eurem Gedankenspiel keine Kinder bzw. Elternzeit genommen.
    Oft genug werden gerade Frauen um die 30 nicht eingestellt , weil eine Schwangerschaft ‘droht’ oder Sie ist 7 Monate (bei aktueller Lage und gerechter Aufteilung der Elternzeit) aus dem Berufsleben raus. Das könnte sich in der Rückschau auf einige Karrieren auswirken.

    Antworten
    1. Katharina

      Ich als Frau bin gerade genau an der Stelle. Ich habe kurz vor meinem Examen ein Kind bekommen und wurde sowohl gesellschaftlich dazu gedrängelt “erst mal eine Pause zu machen” (West-Uni) als auch familiär “das jetzt halt trotzdem zu Ende zu bringen” (Ost-Familie). Dieser permanente Konflikt zwischen lieber aussteigen, weil man nicht das Kind “vernachlässigen” kann, aber weitermachen, weil man sich ja nicht vom Mann finanzieren lassen kann. Das ist etwas, das keinem Mann in dieser Situation auch nur ansatzweise passieren würde. Ich verstehe, dass da viele Frauen einknicken und eben 3 Jahre aus dem Beruf fallen.
      Nein Toby, du hättest als Frau nicht ein Haus, zwei Kinder UND einen Doktor. Du hättest eins davon.

    2. Peter

      Eigentlich will ich ja auf Katharina antworten, aber die Seite lässt mich nicht…

      Ich wollte zu “Nein Toby, du hättest als Frau nicht ein Haus, zwei Kinder UND einen Doktor. Du hättest eins davon.” sagen, dass in meiner Umgebung eine Menge Frauen Dr-Titel, Haus, Mann und Kinder haben. Eine sogar 4 Kinder. Also Toby hätte das vielleicht nicht geschafft, aber es ist auch nicht ganz unüblich…

  3. Niels

    Hej,

    ich finde die Frage nach “wenn ich eine Frau gewesen wäre” eine wirklich interessante Diskussion. Ich glaube Ihr habt einen Punkt meiner Meinung nach ein bisschen vercheckt: Kinder. Das ist der wichtigste Grund für den Karriereknick und ungleiche Bezahlung.

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  4. Gerti

    Hallo Holgi was bringt dich denn so extrem auf die Palme bei diesem Rasier-Ding am Ende ?
    Also.. als Biologin bin ich mir schon im klaren, worin der Unterschied zwischen Bartwuchs und Monatsblutung besteht.
    Aber trotzdem erschliesst sich mir deine Reaktion nicht.

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    1. Bernhard K.

      Zum Abitur habe ich einen Bericht in der ARD gesehen. Da wurde eine Schülerin vorgestellt, die sich darüber beschwert hat, dass Aufgaben im Abitur gestellt wurden, auf die sie nicht vorbereitet war: „Ich habe doch auch den (teuren) Privatunterricht genommen und das hat auch nichts geholfen.“

      Da dachte ich nur: Das sind wieder mal die Reichen, die den Hals nicht vollkriegen können..

      Zur ZVS: Das war „Sozialismus“, wo alle in der selben Schlange stehen mussten. Heutzutage können die Unis nach sozialem Status aussieben. Wenn der Vater schon Arzt war, muss der Sohn das doch auch können, oder?

      Zu Holgis Angst vor einem Job bei Securitas: Immer bedenken, dass durch die Demographie Arbeitskräfte immer knapper werden. Einen besseren Job als Pförtner, wird es für ihn schon geben. Wer gesund und halbwegs intelligent ist, wird immer einen Job kriegen. Wer zudem noch so ein Labertalent wir Holgi ist, wird immer einen guten Job kriegen. Was ich viel schlimmer finde ist, dass man leider auch lange arbeiten MUSS. Frührenter ist immer noch mein Traumberuf. Das werde ich wohl nicht schaffen.

    2. Peter

      Vielleicht kann sich Holgi eher vorstellen, unrasiert (und ungepflegt) seine Wohnung zu verlassen als mit Blut zwischen den Beinen.

  5. Maxi

    Das ZVS-Systen gibt es heute nur noch für medizinische Studiengänge.
    Wer Human-, Zahn- oder Tiermedizin studieren möchte, muss sich noch bei einer zentralen Stelle bewerben und wird dann verteilt.
    Kriterien sind dabei jedoch nicht nur die Abinote, sondern auch Wartesemester, einschlägige Berufsausbildung und ich meine auch solche kruden Eignungstests.

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    1. Leonard

      Wobei das nicht unbedingt berechenbar ist.

      Wenn man z.B. Arzt werden will und keine wohlhabenden Eltern hat, kommt man am 1.0er Abi nicht vorbei. Es gibt keine andere realistische Möglichkeit. Wartesemester z.B. brauchte man schon zu meiner Zeit circa 5-6 Jahre, um eine realistische Chance zu haben.

      Nur: Müssen halt nich alle Ärzte werden.

    2. Titus von Unhold

      Viele Unis haben mittlerweile im Fachbereich Medizin bewusst Kontingente für Bewerber die:
      – kein 1,0er Abitur haben aber besondere soziale Kompetenzen mitbringen;
      – die erste Abiturientin in der Familie sind die studiert;
      – Bereits Notfallsanitäter, Krankenpfleger o. ä. sind.

      Und dann gibt es noch die 3 Prozent die sich erfolgreich einklagen und die Bundeswehr…

  6. Anne

    Ich hab leider noch nicht zu Ende hören können, aber die Naivität, mit der Toby über die Geschlechterverhältnisse in der IT-Branche sinniert, fand ich etwas verstörend. Es ist schön, dass es Unternehmen wie Adobe gibt, die nach Diversität streben und aktiv nach weiblichen IT-Mitarbeitern suchen und ich habe da Gott sei Dank auch nie schlechte Erfahrungen machen müssen (vielleicht auch, weil ich manche Situationen ganz gut an mir abperlen lassen kann). Daraus zu schließen, dass es als Frau in einem männerdominierten Bereich supereasy sein müsste, ist aber etwas zu kurz gedacht.

    Die Geschichte mit der Computerwerbung ist auch nicht so supersimpel, wie Toby sie dargestellt hat, sondern beschreibt nur das Symptom, dass mit dem Aufkommen der PCs diese vorrangig für Jungen und Männer vermarktet wurden und auch das hat eine Vorgeschichte. Die Programmierertätigkeit, die bis in die Sechziger vorrangig weiblich besetzt war wurde quasi mit neuen Attributen besetzt und von Männern eingenommen (was auch zu der Zeit noch prima ging, weil Frauen, sobald sie heirateten und Kinder bekamen, sowieso mehr oder weniger gesellschaftlich aus dem Job raus waren).

    Es geht ja nicht um die Frage, ob man als Frau auch Informatik studieren kann (Spoiler: Ja, kann man!), sondern wie wahrscheinlich es wäre, dass alle Vorbedingungen so eingetroffen wären, dass man es auch gemacht hätte.

    Anders gesagt: Wäre ich, wenn ich ein Mann wäre, an der gleichen Stelle wie jetzt? Nein, ich wäre vermutlich an einer anderen Position, weil ich eventuell schon in der Schule Informatik genommen hätte, weil ich eventuell in anderen sozialen Umfeldern meine Freunde gehabt hätte und anders damit in Berührung gekommen wäre, weil es für mich ein “offensichtlicheres” Berufsziel gewesen wäre usw.

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    1. Marlene

      Gefährliches Halbwissen zum Thema Abitur und insbesondere zu der aktuellen Diskussion ums Mathe-Abi.

      Ich bin Lehrerin und Jahrgangsleiterin und teile die Meinung und das Engagement der Schüler. Das Mathe-Abi war vom Schwierigkeitsgrad anspruchsvoller als die Jahre davor. Es gab vor allem viel zu wenig Zeit. Es waren im Vergleich viel mehr und umfangreichere Aufgaben.
      In den letzten Jahren waren die Aufgaben schwer, aber fair. Dieses Jahr war es schwer und unfair.
      Vor allem, weil das letzte Halbjahr auch mega kurz war. Viele Kolleg*inn*en teilen übrigens diese Meinung.
      Es ist gut und richtig, dass Schüler (junge Leute im Allgemeinen) wieder mehr auf die Barrikaden gehen und sich nicht alles gefallen lassen.

      Wir sind gespannt, wie die Geschichte ausgeht.

    2. Titus von Unhold

      Was ich dabei immer wieder bemerkenswert* finde: In patriachalischen Ländern wie den VAE oder Dubai studieren in manchen Jahrgängen ingesamt mehr Frauen als Männer. In den MINT-Fächern, Forschungsgremien, Professurstellen usw. sitzen dort immerhin fast so viele Frauen wie Männer. Was mir immer wieder ein Rätsel ist: Warum ist die bestehende strukturelle Benachteiligung von Frauen in technischen Berufen im Westen ein so großes Hindernis, wo sie doch hier im Vergleich zum arabischen raum doch eigentlich so einfach zu überwinden ist?

      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Informatik-Co-Maedchen-fuehlen-sich-in-MINT-Faechern-nicht-genug-gefoerdert-3696856.html

      https://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Informatik

      * Prösterchen Markus!

    3. Tarifkenner

      @Titus von Unhold
      Nur so eine Idee: Vielleicht sind die bei den westlichen Frauen sehr beliebten Geisteswissenschaften in den muslimisch-patriarchalisch geprägten Ländern nicht so attraktiv. Vergleichende Literaturwissenschaft, Journalistik und Kunstgeschichte dürften an der Uni Riad wenn überhaupt dann vermutlich sehr anders gelehrt werden als bei uns.

    4. Anne

      Wir haben mal mit Entwicklern in Vietnam zusammengearbeitet und da ist die Quote auch deutlich höher. Ich habe mir das so erklärt, dass in anderen Ländern das Ergreifen eines technischen Berufs mit besseren Chancen der Emanzipation einhergeht und er deswegen für Frauen noch mal deutlich interessanter ist. Ob das stimmt bzw. wie viel an der These dran ist, vermag ich aber nicht zu sagen.

    5. christian von praun

      Die ganze Diskussion klingt für mich bisschen nach: “Wärst Du der gleiche Mensch, wenn Du ein anderer Mensch wärst?”

    6. Titus von Unhold

      @Tarifkenner Was dann aber doch wieder impliziert dass Frauen im Westen weniger Lust auf Emanzipation haben. :-/

  7. Olli

    Hallo, und vielen Dank für eine weiteren interessanten Realitätsabgleich. Zu Thema Abitur bin ich mit euren Aussagen überwiegend einverstanden. Mir kam aber Holgis Argument mit den geburtenstarken Jahrgängen zu seiner Abi-Zeit komisch vor. Leider sind statistische Daten, die so lange zurückreichen, nicht so leicht zu bekommen und ich habe auch nur wenig Zeit investiert. Aber:
    Laut dieser Veröffentlichung der KMK (https://www.kmk.org/fileadmin/pdf/Statistik/Dokumentationen/Dokumentation_Nr._200_web.pdf) gab es im Jahr 1991 knapp 11,6 Mio Schüler*innen in Deutschland. In meinem Abi-Jahr 2002 waren es knapp 12,5 Mio.. Wenn ich die Zahlen des Stat. Bundesamtes damit vergleiche (leider finde ich dort nichts für 1991, aber 2002 und aktuelle Zahlen), dürfte es sich bei den Angaben um Schüler*innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen handeln.
    Diesbezüglich würde ich es also so einordnen, dass 1991 zwar mehr Schüler*innen hatte als aktuell (Schuljahr 2017/18 ca. 10,8Mio), die größere Welle aber Anfang der 2000er Jahre da war.

    Außerdem habe ich die Vermutung, dass im Vergleich zu 1991 heute deutlich mehr Schüler*innen mit dem Abitur die Schule verlassen. Dadurch steigt dann der Druck auf jede*n Einzelne*n, ein “gutes” Abi hinzulegen, um damit z.B. an der Uni angenommen zu werden, was Holgi aus meiner Sicht vernachlässigt. Ich habe gerade nicht genug Zeit, diese These anhand von Statistiken umfassend zu prüfen, außerdem habe ich keine passenden Angaben für 1991 gefunden, daher habe ich nur folgende Stichprobe gemacht. Dabei gehe ich davon aus, dass die Entwicklung vor 1998 zu einer noch geringeren Abiturquote tendiert:

    In NRW gab es im Schuljahr 1997/98 190.029 Schulabsolvent*innen. Davon haben 50.033 oder 26,3% das Abitur gemacht. Im Schujahr 2016/17 gab es dort 197.235 Absolvent*innen. Davon 76.038 oder 38,5% mit Abitur. (Die Angaben dafür habe ich von “destatis.de” – Statistisches Bundesamt.)

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  8. Robert

    Wenn Tobi eine Frau gewesen wäre hätte er dann nicht auch seine zwei Kinder bekommen müssen? Wenn man das in dieser „Rechnung“ berücksichtigt wäre er wohl definitiv nicht da wo er jetzt ist 🤔

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  9. Arne

    Bei der Frage ob 7% oder 19% MwSt auf ein Produkt sollen frage ich mich immer, ob der Initiator wirklich glaubt, dass dadurch irgend etwas billiger werden würde. Die Frage nach dem MwSt-Satz gibt es ja derzeit auch bei der Bahn im Fernverkehr. Ich glaube einfach, dass “der Markt” dafür sorgt, dass die Preise im Geschäft stabil bleiben und die Konzerne einfach noch mehr Geld an den Produkten verdienen. Ihr glaubt doch nicht allen ernstes, dass durch die Reduktion der MwSt irgendwelche Produkte auf dauer günstiger bleiben…
    Bei McDonalds und BurgerKing zahle ich ja auch das Gleiche für den Burger, egal ob ich ihn dort esse oder zum mitnehmen bestelle…

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    1. holgi Beitragsautor

      Jau, das stimmt wohl. Weil der Händler weiß, dass die Kunden längst bereit sind, den höheren Preis zu zahlen.
      Preissenkungen weitergehen funktioniert vermutlich nur per Direktvertrieb – und da muss man dann dem Hersteller vertrauen.

    2. Tarifkenner

      @Arne
      Da die Deutsche Bahn AG zu 100 Prozent in Bundesbesitz ist, könnte der Bund sie ja “freundlich darum bitten”, die MWSt-Senkung an die Kunden weiter zu geben.
      Aber selbst für komplett privatwirtschaftlich agierende Bahnunternehmen ist Deine Argumentation nicht zwingend. Durch die MWSt-Senkung wird es dem Bahnunternehmen möglich, den Bruttopreis für ein bestimmtes Ticket von 119 auf 107 Euro zu senken und trotzdem dieselbe Netto-Einnahme (nämlich 100 Euro) zu erzielen. Das Unternehmen könnte trotz MWSt-Senkung den Preis bei 119 belassen, weil der Kunde diesen Preis ja zu zahlen bereit ist, und lächelnd noch weitere rund 11 Euro pro Ticket Gewinn einstreichen. Aber unter Umständen würde es eine noch größere Gewinnsteigerung für das Bahnunternehmen bedeuten, wenn durch eine Preissenkung die Zahl der Fahrgäste um X Prozent steigt. Dann würde ein rational agierendes Unternehmen die Preise senken.

    3. Martino

      Oder, und es passt jetzt nicht auf die Bahn: Es findet sich ein Wettbewerber, der das Produkt für 118 Euro verkauft, um seinen Marktanteil zu steigern.
      In einigen Bereichen funktionieren solche Prinzipien ja doch noch.

  10. Tim

    Holgis Begründung, warum er als Frau nicht da wäre, wo er heute ist, halte ich für nicht schlüssig. Er macht das an zwei sehr konkreten Schlüsselereignissen in seinem Leben fest. Und natürlich wäre sein Leben anders verlaufen, wenn diese Ereignisse so nicht stattgefunden hätten.

    Aber sie hätten auch aus den verschiedensten anderen Gründen anders verlaufen können. Das muss man nicht am Geschlecht festmachen. Was wäre, wenn seine Eltern zum Zeitpunkt seiner Geburt nicht in NRW sondern in Niedersachsen gelebt hätten? Wenn er in Berlin geboren worden wäre? Wenn ein Elternteil frühzeitig verstorben wäre? Wenn die Eltern deutlich ärmer oder reicher gewesen wären? Wenn sonst ein prägender Einflussfaktor in seiner Kindheit anders gewesen wär, als er tatsächlich war? Das sind alles veränderte Startbedingungen, die sein Leben vermutlich stark verändert hätten.

    Anders ausgedrückt: Natürlich verändert sich der Lebenslauf, wenn man eine wichtige Startbedingung ändert. Warum sollt das Geschlecht da eine Ausnahme darstellen?

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  11. understater

    Zum Thema bunte Socken:
    Ich möchte Dich, Holgi, ermutigen die Socken auch zu tragen!
    Mach dir nicht so viele Hipster-Gedanken. Es ist sch… egal wonach Du aussehen könntest. Aus dem Alter in dem man (Frau) sich Gedanken macht wie man mit diversen Mode Accessoires auf andere wirkt, sollten wir >50 Jährigen längst raus sein. Hauptsache man fühlt sich wohl in seine Klamotten.

    Antworten
  12. Jutta

    Vielen Dank für die schöne Folge!
    Ich wollte schon fast aufhören den Podcast zu hören, weil ihr euch in letzter Zeit so viel gegenseitig unterbrochen habt (v.a. Holgi den Tobi). In der Folge wirkt ihr wieder sehr angenehm harmonisch!

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  13. Sammy

    Ihr habt ja ausführlich über die Auswahl neuer Mitarbeiter_innen gesprochen und das Formalitäten nicht so wichtig sind. Das ist in eurer Lebensrealität eventuell relevant aber nicht in jeder. Ich arbeite im öffentlichen Dienst in einem Bereich, der häufig über Bundes- und Landesmittel gefördert wird. Wir haben bei den letzten 4 Stellenbesetzungen das Problem gehabt, dass die Formalitäten bei den von uns gewählten Personen auf den Stellen nicht gepasst hatten, auch wenn sie perfekt ins Team gepasst hätten. Mal fehlte der Masterabschluss, Mal nur an der FH oder einer privaten Uni den Bachelor gemacht, mal fehlte die Berufserfahrung und tatsächlich waren auch einmal die Noten der Abiturprüfungen ein Ausschlusskriterium. Dir Entscheidung wurde aber immer von Ministerien getroffen ohne mit den Personen zu sprechen. Aktenlage eben.

    Antworten
    1. der Ralf

      Ist nicht nur im öffentlichen Dienst so.
      Wenn es über persönliche Kontakte geht kann man vielleicht bei manchen Firmen und in manche Positionen so reinkommen*. Bei formalen Stellenausschreibungen und/oder großen Firmen werden Bewerbungen im Personalbereich üblicherweise erst mal aufgrund der Voraussetzungen aussortiert (z.b. Abschluss, Berufserfahrung etc.). Nur diese Bewerberinnen landen überhaupt dann im Vorstellungsgespräch und können dann vom Team auf die persönliche Eignung “begutachtet” werden.

      * nennt man Vitamin B und das sehe ich aufgrund der mangelnden Chancengleichheit kritisch.

  14. Sophie Hartmann

    Zum Thema Abitur: die Hysterie gab es schon vor 10 Jahren und daran wird sich auch nichts ändern, solange unser Bildungssystem nicht anerkennt, dass für einen Studienabschluss sehr viel mehr benötigt wird, als die die Fähigkeit Wissen anzuhäufen. Darüber könnte ich nun Stunden sprechen, was ich aber eigentlich sagen wollte: Als ich 2009 Abitur gemacht habe, war die ZVS gerade „Auslaufmodell“. Danach kam „Hochschulstart“ als zentrale Bewerbungsstelle für Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Tiermedizin. Die meisten Studienplätze werden nach wie vor auf Basis des Numerus Clausus vergeben. Danach folgen die Möglichkeiten für einen Platz durch Wartesemester und Teilnahme am Losverfahren. An einigen Unis gibt es zusätzlich die Möglichkeit sich direkt zu bewerben. Auch in anderen Studienfächern geht es nach NC, jedoch nicht durch eine zentrale Bewerbungsplattform. Das System spiegelt eine Ironie wieder: wo wir doch so dringend Ärzte brauchen, jedoch nicht bereit sind, die entsprechende Anzahl an Studienplätzen zur Verfügung zu stellen. Wir stellen für spezielle Berufsgruppen eine Hürde auf, die davon abhängig ist, wie gut das Abitur in den Fächern Biologie, Chemie, Mathe oder Physik ist. Vielleicht sollten wir uns (ähnlich wie bei der Sache mit der CO2 Steuer) an unsere Nachbarn wenden, die seit Jahren zeigen, dass ein Zugang zu einem Studienfach wie bspw. Medizin, nicht von Noten abhängig sein muss.

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  15. hilti

    Zusätzlich zum Kinder kriegen. Hättest Du den Frank denn überhaupt kennengelernt wenn Du eine Frau gewesen wärst Toby? Bzw hätte er Dir helfen können? Also Frau hättest ja mangels Wehr- oder Zivildienst Dein Studium ein Jahr eher begonnen und damit ganz andere Leute kennengelernt.

    Sind da bei bei den Abinoten die Maßstäbe verrutscht? Eienn Jahgangsschnitt von 1,7 finde ich krass. Kann doch kaum sein. Ich war damals mit meiner 2,4 damals viel besser als unser Jahrgangsschnitt. Hab die in dem Gymnasium die schlechteren Schüler systematisch rausgeprüft oder ist die Benotung heute anders? Oder beides?

    Antworten
  16. der Ralf

    Zum Thema “Wäre ich als Frau heute auch an der Position in der ich heute bin”
    Ganz klares Nein.

    Ich hab u.a. auch Informatik studiert und arbeite zurzeit tatsächlich in einem Bereich der recht ausgeglichen ist. Aber der Weg dahin wäre als Frau so nicht möglich gewesen.
    Ich hatte als Mann schon zu kämpfen mit meinem eher konservativen und Rollenklischee bestimmten Umfeld, als Frau undenkbar da überhaupt diesen meinen Weg zu beschreiten.
    Ich sehe durchaus das es allgemein besser wird was die Chancengleichheit angeht, ich fürchte aber es ist noch ein langer Weg (u.a. weil prägende Positionen noch von Menschen mit altem Denkmuster besetzt sind. Erst die nächste, vielleicht übernächste Generation bringt da einen echten Wandel. Leider )

    Mein Leitfaden:
    1. Sich der Ungerechtigkeit bewusst werden,
    2. nicht daran teilnehmen bzw. fördern,
    3. aktiv etwas dagegen tun.

    Antworten
  17. Björn

    Hi ihr beiden,
    falls noch von Interesse:
    Kochu Karu sind grob gemahlene getrocknete rote Chilis und Bestandteil sehr vieler koreanischer Gerichte.
    Die Betonung liegt auf dem a nicht auf dem letzten u.

    Liebe Grüße

    Björn

    Antworten
  18. Christine

    Dann mache ich das Gedankenspiel mal andersrum auf. Ich bin Frau in der IT. Habe mal eine Nischeninformatikfach studiert 8geoinformatik) und bin auf verschlungenem Pfade da gelandet, wo ich heute bin. Ich bin IT-Koordinatorin eines Fachbereichs mit gut 100 Leuten im öffentlichen Dienst. Das ich dort gelandet bin, hat viel mit Zufall zu tun: Zum richtigen Zeitpunkt an der falschen Stelle gewesen.
    Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich dort wahrscheinlich auch gelandet: Mein Kind kam zu einer Zeit auf die Welt, als es für meinen Berufsweg absolut unschädlich war.
    In meiner jetztigen Stelle bin ich gelandet, weil man Frauen konkret fördern will und ich einem meiner Chefs aus einer vorherigen Tätigkeit in Erinnerung geblieben bin, weil ich eine Frau bin. Als Mann wäre ich in der Masse untergegangen.
    Aber wenn ich Mann wäre, dann hätte ich einen anderen Charakter und wer weiß, wo auf der Karriereleiter ich dann stehen würde? Wo ich als Frau in der Gesellschaft eher vorsichtig agiere, weil ich ja für das Wohl meines Kindes sorgen will und nicht 60, sondern nur 40 Stunden arbeiten möchte. Wo ich als Mädchen noch gelernt habe, die Klappe zu halten (ich bin Ende 40) und nicht so laut zu klappern. Wer weiß, wo ich dann heute wäre.
    Ich weiß, dass ich wegen meiner Gebärmutter ein paar Stellen wahrscheinlich nicht bekommen habe, aber ich bin glücklich da, wo ich jetzt bin.

    Die Sache mit den Tampons und den 19%: So groß ist meine Ersparnis dann nicht. Aber ich fände es schön, weil es ein Zeichen der Wertschätzung wäre. Ansonsten müsste die Mehrwertsteuerregelung 19/7% dringend mal überarbeitet werden, weil da mehr Ausnahmen als Regeln sind.

    Der Odonienbesuch wird für mich/uns dieses Jahr kompliziert, weil wegen noch keine Sommerferien. *seufz* Aber was ist schon perfekt auf dieser Welt? Gerade mal gar nichts.

    Antworten
    1. Dirk Moebius

      Ich habe das Gefuehl, grade das mit den Informatikstudium ist zum einen sehr generations- und zum anderen auch herkunftsspezifisch.
      ich studierte Informatik in den 80ern, da waren die Jungs oder Maenner in der Minderheit, das Verhaetlnis war ca. 3:1 zugunsten der Studentinnen. Und selbst in der Firma, in der ich Anfang der 90er anfing (ein grosser Softwareentwickler im Kommunikationsbereich) war das Verhaeltnis noch ungefaehr 1:1 und ist es in meiner Alterskohorte immer noch.
      Nur bei den Juengeren, die seit ca. zehn, fuenfzehn Jahren nachkommen, da sind kaum noch Frauen dabei. Also, seltsamerweise, gerade seitdem davon geredet wird, dass man Maedchen mehr fuer die MINT-Faecher begeistern muesse.

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