WR796 Rumänische Ridiculositäten

 

Darin eine Beerdigung, eine verlorene Kamera, Kontaktlinsen, Bahnfahrten, Bukarest, Architektur, Identität, Schwundlisten, ein Festival und das Wetter.

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20 Gedanken zu „WR796 Rumänische Ridiculositäten

  1. robert krininger

    Ein sehr schönes Gespräch zwischen euch beiden, jetzt sitz ich da, hab Tränen in den Augen und denk an meinen Papa der vor sieben Jahren im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Natürlich ein Alter bei dem viele sagen, na ja, war ja ein gesegnetes Alter aber das hilft einem als Kind halt auch nichts. Es stirbt halt dein Papa…
    Wir hatten aber das Glück uns in einem Zeitrahmen von vier Tagen von ihm verabschieden zu können. Ihm zu sagen, dass wir ihn lieben und ihm die Gewissheit zu geben der beste Vater gewesen zu sein den wir uns wünschen konnten. Und das war er auch, einfach ein guter Mensch der sich immer mehr um andere gesorgt hat als um sich selbst. Als Orthopädietechniker vielen Menschen geholfen hat ihr Leben leichter und erträglicher zu gestalten und uns beigebracht hat was Recht und Unrecht ist und dass man im Rahmen der eigenen Möglichkeiten versuchen soll anderen Menschen zu helfen.

    Und dann kommst du in die Wohnung in der er mit meiner Mutter gelebt hat, siehst seine Hausschuhe stehen, seine Jacke hängt am Kleiderständer, und er braucht sie nicht mehr, er ist einfach nicht mehr da.

    Ich dachte in den vier Tagen der Verabschiedung ich muss und kann stark sein und muss das irgendwie schaffen, schon meiner Mutter zuliebe. Aber dann bin ich auf dem Flur im Krankenhaus regelrecht in mich zusammengesackt und bekam einen Weinkrampf den ich vorher und nachher nicht erlebt habe. Und dann musste meine Mutter mich trösten als wäre ich wieder acht Jahre alt, eine große Hilfe war ich wohl nicht, andererseits half es ihr vielleicht doch…

    Vielen Dank für diese Sendung an Euch beide!
    Robert

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  2. Dennis

    @Holgi:
    Mein Optiker hat mir geraten nicht mit der normalen Brille Fahrrad zu fahren da der Fahrtwind zusammen mit dem Staub in der Luft wie ein „Sandstrahler“ wirkt und dem entsprechend auf lange Sicht die Gläser beschädigt.
    Daher fahre ich seit dem meinen Arbeitsweg mit meiner alten Brille und habe mir für meine Rennradtouren eine Extrabrille mit einem Einsatz für optische Gläser geholt. Hat für mich den Vorteil das ich nur einmal geschliffene Gläser brauche da ich in der Brille die äußeren Gläser tauschen kann. Dazu lagen bereits klare, verspiegelte Sonnenbrille, einfache Sonnenbrille und orange Gläser bei.

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    1. Dennis

      Fand ich am Anfang auch seltsam, hat aber durchaus seinen Sinn…
      Vor allem im Herbst/Winter fahre ich damit da es bei tiefstehender Sonne im Wald die Lichtwechsel ausgleicht bzw. abschwächt.
      Bei uns im bergischen Land gehts viel durch Wald und auch Tunnel sind keine Seltenheit, da ist die Sonnenbrille für mich ein Hindernis da ich auch auf Sehschärfe angewiesen bin. Brille hochschieben kommt daher nicht in Frage.

      http://www.tour-magazin.de/service/ratgeber/radbrillen-eine-kleine-farbenkunde/a1604.html

  3. Der Peter

    @holgi: Das von Dir beschriebene Phänomen mit der amazon Wunschliste ist m.E. „works as designt“.
    Ich habe schön häufig von Wunschlisten von Freunden, die diese z.B anlässlich ihres bevorstehenden Geburtstages angelegt haben, Artikel bestellt. Diese lasse ich dann an meine Adresse schicken und schenke sie dann später persönlich dem zu Beschenkenden auf seiner Geburtstagsfeier. Natürlich verschwinden die Artikel nach meiner Bestellung von der Wunschliste, damit kein Anderer das gleiche Geschenk kauft.
    Bei Dir scheint es so zu sein, dass Leute Deinen Wunschzettel als Inspiration für eigene Einkäufe nutzen. Wenn sie Artikel direkt vom Wunschzettel in den Warenkorb legen, verschwinden diese Artikel von Deiner Wunschliste.

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    1. Anne

      Ja, so habe ich das auch immer verstanden. Es ermöglicht Leuten, etwas von einer Wunschliste zu kaufen und es an eine andere – zum Beispiel die eigene – Adresse zu schicken, um es dann z. B. selber zu verpacken und persönlich mitzubringen oder so. Das ist auch meines Erachtens keine absurde Idee, genau so haben es schon Leute bei mir gemacht, als ich ihnen im Vorfeld zu einer Geburtstagsparty auf die Frage „Was kann ich dir denn den schenken?“ dann einfach den Link zur Wunschliste geschickt habe. Sie haben dann etwas ausgesucht, bestellt, aber mir dann eben erst zur Party selber gebracht.

      Du kannst aber leider nicht unterscheiden, ob jemand etwas von einer Wunschliste bestellt, um es dir später auf anderem Wege zukommen zu lassen oder ob er es als Inspiration einfach für sich selber bestellt. Und da die meisten Leute um diesen Mechanismus anscheinend nicht wissen oder es ihnen egal ist, kommt es dann zu diesen verlorenen Wunschlistenposten.

      Interessant wäre an dieser Stelle zu wissen, ob es mehr Leute gibt, die ihre Wunschliste eher explizit zu bestimmten Anlässen für Leute, die sie kennen, verlinken oder ob es mehr Leute gibt, die die Wunschliste öffentlich machen und so anlasslos und von fremden Personen beschenkt werden. Denn nur letztere werden mit dem beschriebenen Phänomen ein Problem haben.

  4. Jaycupp

    Also Mando Diao war in den letzten zehn Jahren eine der bekanntesten alternativen Bands. Die waren zumindest vor ein paar Jahren noch eine richtig große Nummer. Ich bin mir sicher, dass sie eine größere Nummer waren als es New Model Army je waren 😉

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  5. Herr Faber

    Zwei Tipps zur Bahn:

    Wer für den Bahn-Newsletter angemeldet ist und ein 2.-Klasse-Ticket gebucht hat, bekommt auf gut ausgelasteten Verbindungen häufig ein paar Tage vorher das Angebot, für um die 10€ inklusive Reservierung in die 1. Klasse zu wechseln. Das Upgrade gilt allerdings wie ein Sparpreis nur für eine bestimmte Verbindung. Newsletter-Anmeldung hier: https://www.bahn.de/p/view/service/newsletter/newsletter.shtml

    Am Bonus-Programm der Bahn kann man auch ohne BahnCard teilnehmen. Die kostenfreie „bahn.bonus Card“, die man dazu bekommt, ist unbegrenzt lange gültig. Sie ist auch sinnvoll für Bahn-Card-Besitzer, die zwischenzeitlich ihre BahnCard kündigen möchten, da durch diese Karte die Punkte nicht verfallen. Bonus-Programm-Anmeldung hier: https://www.bahn.de/p/view/bahncard/bahnbonus/bahnbonus-anmeldung.shtml

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  6. Venyo

    Ich kann Holgis Rant über den Pfarrer sooo gut nachvollziehen. Als Kind dachte ich immer, die Predigt wäre langweilig, weil es eben „Erwachsenen-Kram“ sei, aber heute merke ich jedes mal wie rhetorisch schlecht dort oft gearbeitet wird und wie verzweifelt versucht wird die Bibel irgendwie auf den Alltag zu beziehen (wenn überhaupt).

    Bei den letzten 2 Hochzeiten bei denen ich war, wurde der Gottesdienst etwas freier gestaltet und vor allem: viel persönlicher. Klar, bei einem Gottesdienst muss Gott eine Rolle haben, aber bei einer Hochzeit/Beerdigung sollte eben auch Platz für die Menschen sein…

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    1. David-Alex

      Ja, leider gibt es, vor allem in der „alten Schule“ merkwürdige Predigt- und Trauerredenkonzepte, aber eben auch manchmal einfach „schlechte“ Pfarrer. Oder auch Pfarrer, die 90% tolle Arbeit leisten, aber gerade „Probleme“ mit Beerdigungen haben. Und dann haben Pfarrer heute auch oft mehrere Beerdigungen innerhalb einer Woche und dadurch auch kaum Zeit, sich intensive mit den Einzelfällen auseinander zu setzen – so schade es ist. Verstärkt wird das dadurch, dass es natürlich auch offizielle Gemeindemitglieder gibt, die der Pfarrer persönlich nie zu Gesicht bekommt und dann aber deren individuelle Lebensgeschichte widerspiegeln soll. Dafür ist dann zwar auch das Trauergespräch da, aber auch hier habe ich genau das schon erlebt, was Holger auch kritisiert: Die Allgemeinplätze, die auf fast alle Menschen zutreffen. Wenn man dann mit Verwandten spricht, was denn das Leben von XY ausgemacht hat, kommt recht oft „Netter Vater, mochte das Meer, schaute gerne Fußball“. Persönliche Anekdoten oder – auch sehr wichtig, weil es wirklich erst ein annähernd vollständiges Bild (Für kurze Schlaglichter zumindest) gibt – auch kritische Postionen wie „hatte halt auch mal schlechte Laune / wurde bissig / hatte ein Problem mit Alkohol“ werden komplett ausgelassen, weil viele wohl denken, dass sei zu privat und habe auf einer Beerdigung nichts zu suchen, außerdem spräche man über Tote so nicht. Daraus dann etwas individuelles zu machen ist natürlich unmöglich.
      Daher einfach der wichtige Tipp: Wer eine persönliche Beerdigungsrede für sich oder auch den Verstorbenen möchte muss auch dafür sorgen, dass der Redner eben solche Informationen bekommt. Und hier kann man sich bei Pfarrern normal auch darauf verlassen, dass dieser nicht alle Informationen, die er über den Toten hat, in einer Klatsch- und Tratschgeschichte ausschlachtet und man natürlich auch im Trauergespräch etwas erzählen kann, mit der Bitte, das aber nicht in die Rede einfließen zu lassen, weil eben privates Erleben oder was auch immer.

    2. njorg

      Ich habe beides auf Beerdigungen erlebt: sehr gute Predigten, die wirklich nahe gingen und auch den nur entfernt Bekannten einen guten Einblick in das Leben des Verstorbenen gegeben haben. Und echt miese Predigten, die in Allgemeinplätzen ertrinken.

      David-Alex hat da schon recht – oft kommt bei einem Trauergespräch nur sehr wenig rum, womit ein Pfarrer arbeiten kann. Ein Stück weit ist das dann ein Dilemma: denn eigentlich wäre es natürlich der Job eines guten Pfarrers, da geschickt nachzuhaken, die richtigen Fragen zu stellen, vielleicht auch nicht nur den/die hinterbliebene Partner/in sprechen, sondern auch Enkel und Freunde. Andererseits stehen aus seelsorglichen Gesichtspunkten die Trauernden im Mittelpunkt und es kann sein, dass die da noch nicht in der Lage oder Willens sind, mehr in die Tiefe zu gehen.
      Toll wäre, wenn mehr Menschen ihre/n Pfarrer/in (oder wer auch immer die Trauerfeier gestaltet) aufsuchten, wenn sie noch nicht tot sind. Da könnte man ja über sowas reden: was möchte ich, dass es von mir in Erinnerung bleibt – Gutes wie Problematisches? Wie stell ich mir den Tod vor? Was wünsche ich mir für meine Lieben, die zurückbleiben? Eigentlich schwach, dass das nicht flächendeckend von der Kirche angeboten wird.

  7. Christian

    Mit 1.500 BahnBonusPunkten gibt es eine kostenlose Fahrt in der ersten Klasse…mit 1.000 Punkten eine kostenlose in der zweiten 😉

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  8. Steffen

    Der Chiemsee und Prien sind wirklich super! Wir fahren dort jedes Jahr im Sommer von Berlin aus für einen Taekwon-Do Lehrgang hin. Die lange fahrt lohnt sich aber jedes mal. Falls du nochmal da bist kann ich das Hotel Aitersbach empfehlen. Ich kenne kein anderes Hotel, in den man so entspannt Urlaub machen kann. Fühlt sich alles sehr familiär an.

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  9. Marcel

    Macht doch mal ein Hörerinnen-Treffen in Bukarest im Ceaușescu Palast.
    Vielleicht sind die Räumlichkeiten ja was für den 35C3 😉

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  10. Anne

    Ich möchte an dieser Stelle mal den Kulturpalast in Warschau einwerfen, das erste Gebäude, vor dem ich ernsthaft Angst hatte. Nachher erfährt man, dass es eben genau auch diesen Zweck haben sollte, also als Bauwerk von der Sowjetführung mal ordentlich Eindruck machen und im besten Fall etwas einschüchtern. Mission accomplished.

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  11. David

    Bukarest steht auch noch auf der Liste der Städte, die ich mal erlaufen wollte.
    Irgendwie bin ich nach Tobys Ausführung zwiegespaltener als vorher… Hmm..

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  12. Christine

    Zum Thema Beerdigung:
    Meinen Vater hat es mitten aus dem Leben gerissen. auf der einen Seite war das gut so, dass wir nicht noch eine Zeit X am Krankenbett zwischen Hoffen und Bangen gesessen haben. Auf der anderen Seite haben wir ewig gebraucht, bis wir seine Dokumente auf die Reihe bekommen hatten. Es wäre schön gewesen, wenn er uns dabei hätte helfen können.
    Mir persönlich hat die Predigt im Gottesdienst der Beerdigung nichts gebracht. Aber die Trauernden in unserer Elterngeneration finden Trost in den Routinen rund um eine christliche Bestattung. Da kennen sie den Ablauf. Auch die Struktur außenrum mit Sechswochenseelenamt etc hilft du die schwere Zeit: Da weiß man, was man zu tun hat und jeder hat seine Aufgabe.
    (Während ich den Podcast gehört habe, war meine Mutter übrigens bei der Urnenbeiseitzung ihrer letzten Schwägerin. Nun sind alle Geschwister meines Vaters und deren Ehegatten verstorben. Komisches Gefühl für meine Mutter)

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  13. spaTzenTisch

    Zum Thema Sterbe-/Trauerkultur: in unserer Gesellschaft, wo spirituelle Angelgenheiten sich immer weiter individualisieren sehe ich da großen Nachholbedarf, wenn man bei so tiefgreifenden Ereignissen wie dem Tod eines lieben Menschen nicht doch in die Arme der Kirchen zurück möchte. Natürlich ist der Umgang mit dem Tod sehr privat und vielleicht sträuben sich manche sich überhaupt einer tradierten Kultur zu öffnen. Aber von den Erfahrungen anderer zu schöpfen, wenn man durch den Tod einer nahestehenden Person getroffen ist und nicht weiß wohin, klingt finde ich sehr vernünftig.

    Ich habe hier große Hoffnungen in die Hospiz-Kultur. Tobi hatte vor Jahren mal für die Sternenbrücke geworben, ein Kinderhospiz in Hamburg und ich durfte letztes Jahr hier in Berlin mal einen Tag in einem Kinderhospiz hier in Berlin hospitieren. Die haben viele eigene Rituale, die Religiösität nicht ausschließen, aber eben auch nicht verlangen; Steine, die die Kinder selbst gestalten und die dann an einen See im Garten gelegt werden; Kuscheltiere, die im Totenraum wachen, etc. (knappe Aufzählungen werden dem nicht gerecht)
    Klingt kitschig, aber das war die lebensbejahenste Einrichtung in der ich je gewesen bin.

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  14. Caro

    Kontaktlinsen
    @Tobi: ich kann Linsenplatz.de sehr empfehlen. Konnte mir sogar Probelinsen zuschicken lassen.
    Bei meiner 1. Bestellung haben sie sogar nachgefragt, ob das so richtig ist, da rechts und links seeehr unterschiedlich bei mir…

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