WR770 Malte Welding VI

 

Schon wieder ein Jahr für die Katze und damit ein guter Grund, Malte Welding zu besuchen und reden zu lassen. Diesmal über Gott, Kohl, Kopftücher, dies und das.

70 Gedanken zu „WR770 Malte Welding VI

  1. tp1024

    Wer sich fragt, warum an einigen Stellen Insekten fehlen:

    Die Grünen haben es mit dem Wort „Biomasse“ geschafft, das direkte Verbrennen der Natur aus Profitgründen nicht nur hoffähig zu machen, sondern als einen allen anderen moralisch überlegenen Akt zu definieren. Von verbrannten Pflanzen können sich Insekten nicht ernähren, andere Tiere auch nicht. Ein Zusammenhang unglaublicherweise immer wieder geleugnet wird.

    Antworten
    1. David-Alex

      Ich verstehe deinen Post leider nicht. Es klingt so als ob du sagen willst, dass die Grünen dafür sorgen, dass in Deutschland viele km² Natur gerodet werden um daraus Brennholz herzustellen (und sich damit zu bereichern und moralisch überlegen zu fühlen?). Ist das deine Aussage? Wenn ja, hast du dazu Belege? Der Zusammenhang ist mir in der Tat so noch nicht unter gekommen. Und wie sieht es mit anderen Einflüssen aus – Klimawandel, zunehmender Straßenverkehr, wachsende Bevölkerung, zunehmende Bodenversiegelung, veränderte Landwirtschaft ohne Schutzstreifen etc.?

    2. T.Jay

      Das die Grünen, direkt oder indirekt, Schuld am Insektensterben tragen, ist eine sehr steile These.

      Irgendwelche Verweise die diese stützen, wären zur besseren Nachvollziehbarkeit schon nützlich.

  2. Hans

    Tolle Folge. Zum Thema/Buch „Mit Rechten reden“: Nein, das Buch ist nicht missverstanden wurden. Die Rechtsextremen haben das Pamphlet ja nicht umsonst euphorisch aufgenommen. Tatsächlich will uns das Buch weismachen, wenn man mit den Rechtsextremen lieb redet und möglichst oft und ihnen möglichst prominente Bühnen bietet, dann sehen sie schon ein, dass das Unsinn ist. Oder zumindest würden es ihre Anhänger einsehen. Das ist natürlich absoluter Unsinn. Wo man sich politisch verortet hat meistens sowieso nichts mit den jeweiligen Ideen an sich zu tun, da sich nur wenige Menschen für Ideen interessieren. Die allermeisten Menschen orientieren sich an anderen Menschen, welche sie als Autoritäten akzeptieren. Ein weiteres wichtiges Motiv sind persönliche bzw. ökonomsche Interessen. Da ich mal zum Kreis um einen neofaschistischen „Vordenkenker“ gehörte, der auch heute im Hintergrund bei der AfD die Strippen zieht, kann ich sagen, dass vor allem die Änderung von Beziehungen und Interessen dazu geführt haben, dass Leute da wieder weggekommen sind. Ein Beispiel: Jahrelang nahm ein Österreicher an den „Akademien“ dieses Kreises teil, einer, der ziemlich knallhart rassistisch „argumentierte“ und zwar so knallhart, dass es damals selbst dem einen oder anderen der übrigen Teilnehmer zu sehr „over the top“ war. Nun, irgend wann kam der nicht mehr. Er hatte sich in eine afrikanischstämmige Frau verliebt und sie diese Liebe auch erwidert. Er hatte wohl vorher auch recht wenig Kontakt zu Frauen, da er an einer chronischen Hautkrankheit litt, was sicherlich zu einer gewissen Isolation vom anderen Geschlecht und zu Frustration geführt hat. Naja, dass nun ausgerechnet eine dunkelhäutige Frau ihn aus dieser Situation befreit hat, hat dann auch eine entsprechend radikale Änderung des vertretenen Weltbildes bewirkt. Um aber von diesem Einzelfall wegzukommen, der natürlich nur anekdotisch ist, zeigen aber auch die vielen soziologischen Einstellungstudien wie etwa die diversen von Landesregierungen beauftragten „Monitore“, dass es vor allem persönliche Kontakte sind, die feindliche Einstellungen gegenüber Menschen, die anders sind als man selbst, abbaut. Erst viel, viel später kommen Dinge wie Einkommen und Bildung. „Bildung gegen rechts“ bringt im Grunde fast gar nichts.

    Antworten
  3. Venyo

    Hab noch nicht den vollständigen Podcast gehört, aber bisher formuliert Malte so häufig genau den Standpunkt, den ich davor auch schon hatte, dass mir fast schon unheimlich wird.

    Was mir an der Stelle aber noch viel mehr Sorgen macht ist die Tatsache, dass ich solche ausgewogenen Meinung in der öffentlichen Debatte so selten sehe. Irgendwie scheinen immer die extremsten und lautesten Standpunkte die meiste Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine so kaputte Debattenkultur finde ich deutlich bedenklicher als den Islam, die AfD oder Sexismus…

    Was übrigens gar nicht geht in der Folge: Das Essen zwischendrin. Ich hab früher nie verstanden, wenn Leute sich über Schmatzen aufregen, aber an ein paar Stellen klingt es so als würdet ihr mit vollem Mund reden. Sowas fände ich selbst im direkten Gespräch unglaublich unhöflich und eklig. Wenn einer isst während der andere spricht wäre das ja noch was anderes, aber so…

    Antworten
    1. Malte

      Hallo Venyo, kurz zum Essen: Ich habe da gerade mal reingehört und glaube, dass da tatsächlich einer isst, während der andere spricht. Das klingt merkwürdig, tut mir leid.

  4. Venyo

    Anmerkung zu Macron: Holgi sagt, dass er nicht aus der Elitenschicht kommt, aber es ist gerade andersrum: Macron ist so elitär wie es nur irgendwie geht. Er war auf einer Eliteschule, dann auf einer Eliteuni und war dann noch Investmentbanker. Wüsste nicht wie man noch mehr Elite sein sollte…

    Antworten
  5. 🙀

    Vielen Dank für all die Folgen dieses Jahr! Die Erinnerung an die letzte Malte-Welding-Folge lässt mich in Vorfreude auf diese neue blicken.

    Antworten
    1. Simon

      Ja, das Essen war echt nervig! Vielleicht funktionieren die Räuspertasten ja auch beim Kuchen Essen? Oder noch besser: Ykuchen vorher oder in einer Pause essen.

  6. Jaycupp

    Schade Malte. Ich höre dir gerne zu und kann deine Argumentationen auch nachvollziehen. Aber in dieser Sendung hast du wirklich sehr viel vom Hörensagen erzählt. Ich konnte nicht rausfinden ob du Frauen kennst, die einen Kopftuch tragen. Ohne auch nur mit einer gesprochen zu haben, kannst du dir meiner Meinung bilden. Ich komme aus einer konservativen Familie und erlebe auch in den liberalsten Kreisen ähnliche Sichtweisen wie von dir. Solange sogar die aufgeklärten Menschen so argumentieren, wird das Problem uns noch sehr lange begleiten. Es gibt Länder, in denen es keine großen Probleme mit Kopftüchern gibt wie z.B. die USA oder Großbritannien.
    Eine Freundin, die aus einer sehr liberalen türkischen Familie kommt, keinen Kopftuch trägt und sehr hübsch ist, ist in die USA gezogen. Nach ihrem ersten Aufenthalt da wollte sie gar nicht zurück, obwohl sie in Kreuzberg gelebt hat und sich eigentlich heimisch fühlen müsste. In den USA hat sie erst gespürt, wie es ist als vollwärtiges Mitglied einer Gesellschaft behandelt zu werden.
    Die zweite Sache die mich stört sind deine Erzählungen aus Neuköllner Schulen. Gerne kann ich Eindrücke aus erster Hand besorgen. Aber deine Erzählungen sind völliger quatsch. Ich war auf der Robert-Koch-Oberschule (in Kreuzberg), die sogar in der überregionalen Presse negative Schlagzeilen gemacht hat. Die meisten aus meinem Jahrgang haben, wie ich, studiert und haben einen anständigen Beruf erlernt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in Hauptschulen anders zugeht. Allerdings sieht es mit Sicherheit in einer Hellersdorfer Schule nicht besser aus. Es ist ja schön das du als weißer Mann es schön im Leben hattest und dir aussuchen kannst, auf welche Schulen deine Kinder gehen. Das geht leider nicht jedem So.
    Ich muss das hier auch sagen, obwohl das nur emotional und total doof ist: Es tut wirklich weh, dass irgendwelche zugezonenen wohlhabenden Prenzlberger ankommen und sich als was besseres aufführen.
    Ich will nicht groß argumentieren Du solltest vielleicht mal wirklich aus deiner Comfort-Zone raus und dir angucken was so um dich los ist. Ich finde da Holgis Art und Weise viel reflektierter, auch wenn ich da auch oft nicht mitgehe.

    Antworten
    1. Jaycupp

      „…kannst du dir meiner Meinung bilden..“ soll eigentlich, „kannst du dir meiner Meinung nach nicht bilden“, heißen.
      Andere Grammatik- und Rechtschreibfehler sind der Uhrzeit und dem Datum geschuldet 😉

    2. Venyo

      „Ohne auch nur mit einer gesprochen zu haben, kannst du dir meiner Meinung nach nicht bilden“

      Unabhängig vom Kopftuch-Thema finde ich nicht, dass man immer mit den Leuten reden muss bevor man sic ein Urteil bildet. Wenn jemand sagt 2+2 = 5, dann kann ich diesen Standpunkt angreifen ohne mit der Person zu sprechen. Wenn jemand mit Hakenkreuz-Tattoo rumläuft und Naziparolen ruft ist es ähnlich. Nichts was der andere sagt, würde meine Meinung dazu ändern. Selbst wenn das ironisch gemeint ist, würde ich das kritisieren.

      Maltes Meinung war ja gerade, dass selbst wenn das Kopftuch freiwillig getragen wird, es immer noch das Zeichen der Unterdrückung.

      „In den USA hat sie erst gespürt, wie es ist als vollwärtiges Mitglied einer Gesellschaft behandelt zu werden.“

      Das glaube ich (leider) gerne, aber ich glaub auch nicht dass es viel mit dem Islam zu tun hat. Das geht christlichen Afrikanern nämlich auch nicht anders… Im Gegenteil: Jemanden vollwertig akzeptieren, heißt auch ihn ernst nehmen und dann muss man auch seine Religion genau so hart kritisieren dürfen, wie wir das seit Jahrhunderten mit dem Christentum machen.

      Ich als linker Atheist hab nie verstanden, weshalb wir zulassen, dass die Rechten ihren Rassismus als Islamkritik tarnen anstatt klare Grenzen zu ziehen welchen Platz wir Religiösität einräumen und welchen nicht. Das würde die Rassisten blos stellen und auch den Muslimen bei der Integration helfen…

    3. Jaycupp

      Ich habe etwas wirr geschrieben. Bei dem USA Thema ging es eher darum, dass Deutschland noch nicht so weit ist in Bezug auf Einwanderung. Natürlich gibt es da auch viele andere Probleme. In den USA wird das Kopftuch weniger als religiöses Symbol angesehen. Hier in Deutschland ist der größte Teil der Republik immer noch sehr weiß und entsprechend fallen.
      Man kann gerne darüber reden in welchen Bereichen es OK ist bestimmte Kleidungsvorschriften zu haben. Mit generellen Verboten kommt man nicht weit.

  7. j0hn

    Hallo,
    erstmal frohes Neues. Eine kleine Anmerkung zu der Holm Geschichte. Das Problem war doch nicht, dass er als junger Erwachsener bei der Stasi war. Der „Skandal“ war doch , dass er dies auf Nachfrage unterschlagen hat. Und genau da ist bei mir Feierabend…..

    Antworten
  8. Sloevi

    Danke für dieser wieder einmal wunderbare Folge! Holgi, Malte (und hier nicht dabei aber sonst auch Toby) sind einfach wunderbar anzuhören. Es macht immer wieder Spaß, bringt neue Gedanken ins verstaubte Hirn und gibt das beruhigende Gefühl, mit vielen Meinungen und Ideen nicht allein zu sein.
    Wie gut, euch im Netz gefunden zu haben. Danke!

    Antworten
  9. T.Jay

    Frohes neues Jahr 🙂

    Also das Thema “ MeToo“ erlebe ich in meinem privaten Umfeld überhaupt nicht.
    Ich empfinde das daher als reines Thema von Medienproduzenten.

    Das erklärt für mich auch, warum das Land, von dem der Hashtag ausgeht, D.Trump als Präsident gewählt hat.
    Denn in dem Kosmos der Trumpwähler juckt das bestimmt auch keinen.

    Antworten
  10. Armin

    Danke Malte für deinen Podcast mit Holgi. Ich denke dieser Tweet fasst deine Position zur Verschleierung von Frauen sehr gut wieder:

    „Mandatory hijab is a patriarchal &misogynist instrument of control. As a liberal, I support *legal choice* to wear it, but still *intellectually &morally oppose* it everywhere for what it represents (just like the confederate flag) #FreeIran #IranProtests“

    Quelle: https://twitter.com/MaajidNawaz/status/947493089194790913

    Antworten
  11. Dr. Azrael Tod

    Uff…

    hat paar ordentliche Längen in der Mitte, da wurde es auch zeitweise etwas inhaltlich wirr – und an so einigen Stellen möchte man sich ob der geäußerten Meinungen ohne hinderliche Fachkentniss dann doch lieber den Kopf gegen die Wand schlagen („Naturwissenschaft hat Probleme – zumindest höre ich X immer von Ärzten und Y von Geisteswissenschaftlern“ – Es gibt einen Grund warum Naturwissenschaftler keine sonerlich hohe Meinung über die wissenschatlichen Leistungen auf diesen Gebieten haben – daraus zu schließen dass die Probleme in diesen Gebieten dann aber für die generelle Situation stehen? Echt jetzt?)

    Jedenfalls… das klingt jetzt alles total negativ von mir, aber so ist es eigentlich nicht gemeint. Eine schöne Folge, mit vielen interessanten Denkanstößen – aber alles aufzählen was ich toll fand hätte zu lange gedauert, darum mal der versuch auch ein paar negative Dinge anzusprechen.

    Antworten
  12. morrrk

    Freue mich immer auf diesen Jahresabschluss, und #WeldingKlein2017 hat nicht enttäuscht.
    Mir persönlich ist das Schmatzen übrigens erst wieder eingefallen, als ich hier die Wehklagen gelesen habe. Bei einer Sendungsdauer von 4½ Stunden kann ich ein paar Happen zwischendurch doch niemandem verdenken.

    Ein Gespräch, das über solch eine lange Zeit von meinungsfreudigen und mit allerhand Argumenten „bewaffneten“ Menschen geführt wird, über ein breites Themenspektrum, wird zwangsläufig auch Uninformiertheiten und Wissensmängel andeuten oder offen zur Schau stellen. Ich z.B. fand’s seltsam, dass bei Kevin Spacey die Geschichte mit dem Kind, auf das er sich gelegt haben soll, gar nicht von Euch angesprochen wurde. (nehme alles zurück, falls ich’s bloß überhört haben sollte)
    Man muss sich vielleicht klarmachen, dass hier keine Linguisten stundenlang über die linguistischen Highlights des Jahres 2017 reden, dass hier kein Symposium (Wrimposium?) mitgeschnitten worden ist. Diese Sendung ist Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.

    Antworten
  13. Roland

    Kann Malte was er über den Islam sagt und dass Menschen, die solchen Blödsinn glauben, bzw. Ernst nehmen kein öffentliches Amt bekleiden dürfen nur herzhaft zustimmen. Ob es allerdings keine Fundichristen als Richter, Staatsanwälte etc. gibt, bezweifle ich. Alleine bei mir in der Firma (Entwicklung mit ca. 90% Ingenieuren) gibt’s ca. 10% Kollegen, die an die wörtliche Auslegung der Bibel inkl. Schöpfung in 6 Tagen etc. glauben.

    Antworten
    1. Mario

      Wenn das technsiche Ingenieure sind, würde mich die Einschätzung von deren Wissen und Fähigkeiten in Zusammenhang mit deren Glauben interessieren.

  14. Frank R.

    Schönes Gespräch, ich habe schon drauf gewartet. Danke.

    Ich möchte aber auch noch was zu diesen Essgeräuschen sagen, denn ich hatte in den pausen die ich einlegen musste ein bisschen Zeit darüber nachzudenken. Warum machen ein Radioprofi und ein ambitionierter Amateur (oder so ähnlich) sowas – bei einem geplanten Gespräch, mit dem Vorsatz es aufzuzeichnen, Schnitzel und Kuchen essen? Es könnte möglich sein diese Zeit ohne Nahrung auszukommen.
    Denn: Das der Vorgang des essens ist akustisch wie ein Eisberg. Das essen selbst geht recht schnell, doch danach folgt halt der Speichelfluss samt schmatzen und schlucken, das herausspülen der reste aus den Zähnen samt Kiefer- und Zahngeräuschen und nochmaliges schlucken. Dazu merkwürdige Atmung im Gespräch garniert mit ständigem Aufgestosse. Das hört und merkt man im normalen Gespräch gar nicht, aber aufgenommen mit feinster Audiotechnik, direkt ins Ohr geblasen: Waaahhh.

    Vielleicht bin ich empfindlich, aber in meinen Ohren war der Unterschied zum „während des Essens sprechen – mit offenem Mund“ nicht mehr allzu groß. Das summiert sich bei vier Stunden mit zwei Personen ganz schön. Während der eine spricht schmatzt und keucht einem der andere ins Ohr. In einem Zwiegespräch ist eine Räuspertaste wahrscheinlich auch keine Option, aber es ließe sich trotzdem so einfach vermeiden.
    Und ich erwarte, geschweige denn verlange, ja keine Sprachsynthese im akustischen Reinraum – das wäre wahrscheinlich noch unangenehmer zu hören. Ich gehe davon aus das ihr ja auch absichtlich nicht Kaugummi kauen oder Rauchen würdet. Oder? Dagegen ist Holgis gefühlt dreistündiges Nasenpfeifen wahrscheinlich nur ein bißchen unglücklich. Ein paar normale Lebensgeräusche sind ja ok. Aber das war nur mit pausen zu ertragen weil es ja sehr interessant war. Bei anderen Radiokollegen hab ich schon ganz ausgemacht wenn die hemmungslos geschmatzt und geatmet haben….

    Nun denn, ich hoffe es war konstruktiv genug und freue mich schon auf die nächste Folge in 364 Tagen und wünsche euch wie immer, nicht nur zu beginn des neuen Jahres, alles Gute und davon nur das Beste.

    Antworten
  15. Student

    Super Sendung die ich nur jedem empfehlen kann. Immer wenn Malte spricht fühle ich mich so verstanden. Ich war wie er auch 4,5 Jahre mit einer muslimischen Frau (wir beide waren Studenten) zusammen und habe ähnliche Dinge erlebt wie Malte sie berichtet. Auch hierbei hatten große Teile ihrer Familie Hochschulabschlüsse und sind für arabische Verhältnisse sehr liberal gewesen. Aber die Innenperspektive sieht selbst in diesen vermeintlich aufgeklärten Familien sehr anders aus und ist leider von außen oft schwer nachzuvollziehen. Ich finde es so schön wie Malte gerade diese Frauen die sich aus diesen schrecklichen Verhältnissen lösen zu schützenswerten Heldinnen macht. Für mich sind sie es ebenfalls. Sie sind von zwei Seiten quasi unter Beschuss: Einmal sind es ihre eigenen Familien und religiösen Hardlinern (von denen es leider zu viele in der islamischen Community gibt) die Druck auf sie ausüben sich nicht zu stark zu assimilieren. Zusätzlich sind sie in der deutschen Mehrheitsgesellschaft auch für viele leider eine Art Fremdkörper. Dieser „doppelte Beschuss“ führt unausweichlich bei vielen der betroffenen Frauen zu tiefen Identitätskrisen. Gerade sie brauchen wirklich unsere Hilfe und ich denke nur mit weit ausgestreckter Hand bei gleichzeitiger klaren Kante vor nur einem Fünkchen aufkeimendem religiösem Extremismus ist dies irgendwie zu ‚handeln‘. Diese klare Kante äußert sich für mich auch schon im Verbot von Kopftüchern in öffentlichen Gebäuden wie Schulen. Nur so können diese Mädchen wirklich zumindest im schulischem Umfeld ein wenig frei sein.

    Antworten
  16. Dennis

    Mal wieder meine Folge des Jahres! Malte und Holgi schaffen es wunderbar in Worte zu fassen was ich zwar denke aber nicht formuliert bekomme. Ich finde es zwar jedes mal schade das es die Folge nur einmal im Jahr gibt aber genau das macht dieses besonderen Charme aus und vermeidet das es langweilig wird. Auch die Länge ist wieder episch! Es ist einfach ein Jahresrückblick der besonderen Art.

    Eine Anmerkung muss ich diesmal allerdings machen: Bitte macht doch zukünftig kurz eine Pause wenn ihr essen wollt. Über Lautsprecher gehts noch aber über Kopfhörer ist das Geschmatze nicht angenehm.
    In einer der ersten Folgen hatte Holgi auch Pinkelpausen für Malte gemacht.

    Dann bleibt mir nur noch allen ein schönes und erfolgreiches Jahr 2018 zu wünschen und ich freue mich schon auf die 2018er Ausgabe.

    Antworten
  17. Sebastian

    Zum Thema man kommt in der schule oft mit dem was man von Zuhause mitbringt am weitesten.
    Ich wurde von der gesamten Klasse ausgelacht als ich auf die Frage des Lehrers wie schnell sich den Satelliten bewegen antwortete, dass ich nicht genau wüsste wie schnell Satelliten sind aber das ich gelesen hatte das die Voyagersonden sich etwa mit 50000km/h fortbewegen. Ausgelacht wurde ich dann weil der Lehrer meinte die Geschwindigkeit kommt zwar hin aber Voyager gibt es ja nicht in echt das ist ein Raumschiff aus Star Trek. Meine Erwiderung, dass es sogar 2 Voyagersonden gibt ging im Gelächter der Klasse unter… Das ist jetzt etwa 20 Jahre her

    Antworten
  18. Berlitz

    Den Rückblick im letzten Jahr fande ich etwas redundant und hatte die Befürchtung, Malte habe nichts neues mehr zu erählen, aber dieses Jahr war erfrischend und definitiv meine Lieblingsepisode in diesem Jahr. Werde ich mir noch öfters anhören.
    Die Stichwörter von Holgi haben dabei geholfen (weiß nicht, ob das schon beim letzten Mal so war…)

    Antworten
  19. spaTzenTisch

    Hey ihr beiden! Auch von mir schönen Dank für die unterhaltsame Reisebegleitung heute!

    Ich finde Maltes Kopftuch-Haltung aus verschiedenen Gründen (mindestens zwei 😉 zu dogmatisch. Einen möchte ich anhand eines kurzen Gedankenexperiments darlegen:

    Eine Freundin von mir stört sich daran, dass sie (beispielsweise) in einer Badeanstalt nicht oben ohne schwimmen darf, was ihr aus kulturellen Gründen – nämlich der massiven Sexualisierung weiblicher Brüste – untersagt ist. Angenommen alle Badeanstalten würden diese ungerechtfertigte Ungleichbehandlung einsichtigerweise aufheben und in zehn Jahren schwömmen neunzig Prozent aller Frauen oben ohne; es wäre der Normalzustand. Zehn Prozent allerdings fühlen sich weiterhin unwohl damit, dass ihre unbedeckten Brüste betrachtet werden könnten und schwimmen aus diesem Grund weiterhin oben mit; wo ist das Problem?

    Das problematischere an Maltes Äußerung ist vor allem: wieder äußert sich ein Mann was Frauen zu tragen/machen haben und was nicht.

    Antworten
    1. Roland

      Na ja, dein Vergleich hinkt meiner Meinung nach. Malte hatte hauptsächlich ein Problem damit, dass Kinder dazu gezwungen werden Kopftuch zu tragen, mit der Begründung ohne sei eine Sünde. Und Brüste sind noch mal etwas anderes als Haare, so leid es mir tut.

    2. Christine

      Genau den Gedanken mit den Brüsten hatte ich auch.

      In unserer Kultur ist es normal, dass man Brüste bedeckt. Wenn ich jetzt ein indigenes Volk in Afrika besuchen würde, bei dem die Frauen die Brust nicht bedecken, wäre es mir unwohl meine Brust zu entblößen, nur weil die anderen es auch tun. Das ist tiefer drin.

      Brüste und Haare finde ich als Zeichen von Fruchtbarkeit durchaus vergleichbar.

    3. spaTzenTisch

      @Roland

      Ich gehe mal davon aus, dass wir uns alle einig sind, dass Kinder nicht dazu gezwungen werden sollten und habe mich eher daran gestört, dass Malte Frauen, die dieses mutmaßliche Unterdrückungssymbol tragen, nicht ernst nehmen kann. Die Frauen aus meinem oder Christines Beispiel sollten doch hoffentlich ernst genommen werden.

      Und: warum sollten Brüste da etwas anderes als Haare sein?

    4. Anne

      Der Unterschied zwischen Haaren und Brüsten besteht zumindest darin, dass ein Unterschied gemacht wird zwischen dem, was Frauen zeigen dürfen und was Männer zeigen dürfen. Damit meine ich, dass nur Frauen ihre Haare bedecken sollen, Männer hingegen nicht und dementsprechend Frauen in dieser Hinsicht weiter in ihrer Freiheit beschnitten werden als Männer.

      Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass es auch bei uns eher normal ist, wenn Männer ihre nackte Brust zeigen, aber grundsätzlich laufen immerhin auch bei uns Männer nicht in Horden oben ohne rum, insofern ist es eben nicht ganz das gleiche. Zudem besteht auch ein relativ simpler anatomischer Unterschied zwischen Männer- und Frauenbrüsten (ich brauche das hoffentlich nicht weiter auszuführen), zwischen Männer- und Frauenhaaren ist dieser so nicht gegeben. Man kann hier viel rumdiskutieren und noch ins Detail gehen, aber es gibt Stellen, wo der Vergleich eben hinkt.

      Grundsätzlich kann man aber vor allem auch etwas doof zu finden, ohne gleich den Menschen dahinter die Urteilsfähigkeit abzusprechen. Genauso wie man zum Beispiel die Burka doof finden kann, ein Burkaverbot aber auch.

    5. spaTzenTisch

      @Anne Deswegen habe ich das Beispiel Schwimmbad gewählt; dort schwimmen heute nahezu hundert Prozent der Männer oben ohne, hundert Prozent der Frauen oben mit.

      Was ist der simple anatomische Unterschied? Bitte führe aus; ich will dir nicht irgendwelche Klischees unterstellen. Und warum überhaupt sollten anatomische Unterschiede ein Bedeckungsgebot rechtfertigen?

  20. Marlo

    Diese Folge verdient mit über vier Stunden und so interessanten Themen tatsächlich das epische Wrintro! Sehr schön.
    Danke Malte und Holgi für diesen grandiosen Neujahrspodcast. Dass es tatächlich schon die sechste Ausgabe mit Malte ist, hat mich dann doch etwas überrascht. Wie schnell die Jahre doch vergehen…

    Antworten
  21. Christine

    Thema Vielehe:
    Heute funktioniert die Aufteilung nicht mehr so ganz. Aber in vergangenen Zeiten gab es wegen Kriegen oft ein Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen. Es gab zu wenig Männer, weshalb die Frauen sich gerne auf eine Vielehe einließen, weil sie nur so eine soziale Absicherung erhielten. Ein ähnliches Problem gab es nach dem zweiten Weltkrieg auch.

    Thema Swinger:
    Es gibt auch echt coole Swinger und -Clubs. Es gibt auch viele „Eyes wide shut“ Parties. Diese sind aber (mir zu) stark ritualisiert (–> Milkersdorf). Einige Swingerclubs erinnern in Austattung und Besuchern wirklich mehr an Kegelclubs auf Jahresfahrt. Der Trend geht hin zur erotischen Diskothek und einem Publikum deutlich unter 30, die aber mehr auf Sehen-und-Gesehen-Werden Wert legen, denn auf aktiven Partnertausch.

    Antworten
  22. Friederike

    Zum Thema Kopftuch:

    Ich kann Maltes Argumente schon sehr gut nachvollziehen, aber ich kann mich nicht komplett dahinter stellen.

    Am Dienstag wollte ich auf FB die Öffnungszeiten meines Fitnessstudios einsehen. Stell sich raus: Seite gelöscht. Stattdessen finde ich mehrere Artikel dazu, dass einer Muslima mit Kopftuch, die ihre Kinder zum Sport bringen wollte, der Eintritt verweigert wurde. Der Verein beruft sich auf die politische und religiöse Neutralität die in seiner Satzung verankert ist. Ich hab da irgendwie ein Problem mit… Fördert man mit solchen Verboten nicht die Bildung von Parallelgesellschaften? Mir vermag es jedenfalls nicht gelingen da so eine entschlossene Haltung zu bilden…

    Antworten
  23. sascha

    Schade, diese Wrint-Folgen waren früher echt super. Sind sie bestimmt heute immer noch, nur durch das ständige Geschmatze ins Mikrofon nicht zu hören.
    Allen die durchgehalten, viel Spaß und nächste Jahr auf einen neuen Versuch.

    Antworten
  24. Hendrik

    Zur Kopftuchdebatte: wenn wir sagen, dass wir das Kopftuch aus öffentlichen Ämtern entfernen wollen, können wir das aber nur konsequent machen, wenn wir sagen, dass jedes religiöse Symbol aus öffentlichen Ämtern entfernt wird. Jesus am Kreuz ist für Mich auch ein symbol der Unterdrückung, genau wie sie Kopfbedeckung von Nonnen. Die Bibel ist ein ganzes Dokument von Unterdrückung. Trotzdem findet man doch nicht viel Ämtern heute noch die religiösen Symbole. In Schulen hängen sehr oft Kreuze, es erfolgt oftmals Religionsunterricht, der dann den Fokus auf das Christentum legt, etc. Und solange nicht einheitlich eine Verwaltung frei von religiösen Symbolen realisiert wird, ist der Ausschluss eines einzelnen Symbols schlicht Diskriminierung.

    Ansonsten gefallen mir die Folgen mit malte immer am besten. Ich bin zwar oft nicht eurer Meinung aber mein Hirn dreht sich mehr. Ich würde allgemein gerne mehr von malte hören (mach doch Mal einen eigenen Podcast 😊).

    Danke für den gelungenen Jahresabschluss.

    P.s. essen hat mich nicht gestört.

    Antworten
    1. njorg

      Dass du jegliche religiösen Symbole in öffentlichen Ämtern nicht haben willst – geschenkt. Aber inwiefern ist bitte Jesus am Kreuz ein Unterdrückungssymbol? Biblisch sagt das Kreuz ja eigentlich viel mehr sowas wie: „fuck off, Unterdrückungssystem (Römer und judäische Machtelite). Du kannst noch so auf uns eindreschen, unser Idol bekommst du damit nicht klein.“

  25. Helena

    Wen das Geschmatze massiv stört hat zu gute Kopfhörer 😀 Ich hab den Podcast jetzt zweimal gehört, über Kopfhörer hats mich beim ersten Mal echt gestört, beim zweiten Mal weniger und über Lautsprecher ist es harmlos. Vielleicht das als Tipp für alle Geräuschempfindlichen (wie ich).

    Zur Kopftuchdebatte mal was als Frau, die in der besagten Türkei lebt:
    1. Ne Holgi, Kopftuch war noch nie komplett verboten. So hörst du also zu 😉
    2. Kopftuch war nur in öffentlichen Gebäuden verboten, daher auch Schulen, Unis etc.

    Die Debatte wurde hier heiß geführt, denn es gibt ja nicht nur DIE eine Art eines Kopftuchs, es gibt einen ganzen Zoo an Kopftuchmodellmöglichkeiten, die alle etwas anderes aussagen. Ich denke am meisten stören sich die Menschen am Modell „Emine Erdogan“, das eben diese ganz fest streng gebundenen und auch den Hals mit einschließenden Model betrifft. In der Türkei etwas abwertend „Türban“ genannt.
    Das ist IMMER auch Ausdruck einer politisch sehr konservativen Haltung.

    Was aber auch und gerade bei älteren Frauen eher aus dem ländlichen Bereich vorkommt, ist so ein über den Kopf geworfenes und unten zusammengebundenes Kopftuch, das ich in einer ähnlichen Variante auch aus Bayern kenne. Von mir Modell „Pinguin“ genannt. Das gibt es weil die einfachen eher ärmeren Frauen das vom Dorf so gewohnt sind. Die bekommen aber auch keine Panik, wenn’s mal nicht richtig sitzt und was rausguckt. Ist eher dem Schutz der Haare und auch der Tatsache geschuldet, dass die Haare meist nicht gemacht sind und man die so gut verstecken kann 🙂 Diese Form ist unpolitisch und oft haben diese Frauen an besonderen Festtagen dann kein Kopftuch rum.

    Also ist es kompliziert und es gibt nicht DAS Kopftuch, sondern man muss genauer hinsehen.

    Ich aber bin komplett gegen ein religiös oder politisch motiviertes Kopftuch. Zur Kartoffelernte aber würde ich mir immer was umbinden.

    Mein Hauptargument in Diskussionen hier ist gar nicht die Unterdrückung oder die Religion. Ich störe mich viel mehr an der Schuldumkehr, die dem zu Grunde liegt. Wie Holgi kurz anmerkte: „Dann muss man halt den Jungs die Augen verbinden“

    Wenn der Grundgedanke lautet: Der Mann ist ein sich nicht selbst kontrollierendes Impulswesen, dass beim Anblick der Haare einer Frau geil wird und zum Übergriff neigt, dann müssen wir mal reden Jungs.
    Denn der Druck geht ja primär von Vätern, Söhnen, Brüdern aus. Juristisch finde ich diese Umkehr fatal denn am Ende der Logikkette steht: „Selbst schuld, dass sie vergewaltigt wurde, hätte sie mal besser XYZ angehabt.“
    Das finde ich reicht als Denkanstoß und da bin ich bei Malte: Ich kann eine Frau auch nicht ernst nehmen, die sich dieser Logik unterwirft. Denn am Ende steht dann meine Schuld an Übergriffen, wenn ich mich dem nicht unterwerfe,
    Ich habe bisher keine intelligente Akademikerin getroffen, die Kopftuch trug. In der Uni, in der ich eine Weile tätig war, hatte ich auch keine Lehrerin mit Kopftuch gesehen. Ich kenne paar sehr nette lustige Frauen mit Kopftuch in allen Varianten, aber ich würde mit ihnen diese Diskussion nicht anfangen wollen. Wozu auch? Sie trägt ihre Meinung ja offen zur Schau.
    Die 2-3 voll verhüllten Standardkandidatinnen im deutschen Fernsehen sind immer die selben und argumentieren immer nur mit „so stehts aber im Koran“. Da ist dann jede Diskussion hinfällig, denn sonderlich intelligent und reflektiert ist das auch nicht.

    Fazit: Ich als Frau finde es schlimm, aber wegen des Gedankenkonstrukts dahinter und nicht, weil ich Opfer wäre, sondern weil ich Männer nicht als unkontrollierte Impulstiere sehen möchte.

    Aber zu den ganzen hinkebeinigen Vergleichen oben: Ich liege am Strand auch nicht oben ohne, weil es hier unüblich ist. Wenn ich mal bei den Masai Urlaub mache, dann werde ich gerne versuchen, wie es sich anfühlt, so oben und untenrum ohne. Wenn alle oben ohne schwimmen bin ich dabei, wenn es keine getrennten Toiletten, Duschen Umkleiden mehr gibt, finde ich das auch ok. Battlestar Galactica zeigt das doch nett, wie sich fehlende Geschlechtertrennung anfühlt. Ich fand das eine schöne Utopie. 🙂

    Antworten
    1. Romconstruct

      Vielen Dank für den Kommentar!

      Ich habe mich weder tief mit dem Isalm, noch mit den ganzen Formen von Kopftüchern wirklich intensiv beschäftigt. In meiner Nachbarschaft (hier in Dortmund) wohnen jedoch viele Südländer (wie ich ja jetzt weiß 🙂 ) und ab einem gewissen Alter tragen die Mädchen oft Kopftuch. Meistens auch die „Türban“ Variante. Wobei die Mütter aber ausnahmslos ohne Kopftuch unterwegs sind. Lediglich die älteren Damen tragen dann manchmal Model Pinguin. Auch schon irgendwie seltsam wenn es Ausdruck einer konservativen Einstellung ist, Mutti aber immer mit weit offenen Haaren auf dem Balkon steht und den Kindern beim Spielen zuguckt. Und die Kinder tragen brav Kopftuch.

      Was ich dann aber mal sehr verstöhrend fand war ein Gespräch zwischen einigen Mädchen, vermutlich im Alter 12-14, in der Bahn. Ein Mädchen mit Kopftuch wurde von ihren Freundinnen (alle nicht Südländer und auch ohne Kopftuch) gefragt warum sie das Kopftuch trägt. Und sie hat eben genau das gesagt was Helena hier auch beschreibt: damit sie nicht zu attraktiv auf Männer wirkt. Weiter ausgeführt hat sie dann noch, dass sie zu Hause durchaus ohne Kopftuch rumrennt, wenn aber z.B. ihr Onkel zu Besuch kommt, rennt sie schnell ins Zimmer und zieht das Kopftuch an. Es wäre dabei kein Problem wenn der Onkel sie mal kurz mit offenen Haaren sieht, sie will sich aber dann schnell bedecken um nicht ein falsches Bild abzugeben.

      Hier werden also entweder alle Männerunter Generalverdacht gestellt sie können sich beim Anblick von Haarenm und das selbst bei kleinen Mädchen, kaum noch zügeln. Oder anders rum gedreht: wenn dem wirklich so wäre, gäbe es aber mal ganz dringenden Redebedarf. Exakt wie Helena es beschreibt die leider oft typische Logik: „Wenn sie so rumrennt und sich so nuttig anzieht, dann wollte sie es doch so.“

      Dazu dann auch immer wieder interessant, dass die Mädels und Frauen zwar gerne mal ein Kopftuch tragen und ihren Körper auch sonst zumindest so verhüllen, dass kaum ein Stück Haut zu sehen ist. Die Klamotten aber oftmals sehr knapp geschnitten sind und dazu ordentlich Schminke aufgetragen wird. Was für mich irgendwie die ganze Idee ad absurdum führt. Oder gibt es eine andere Interpretation weiblicher Reize? Sprich für „den Südländer“ sind es generell Haare oder Haut, für „den Mitteleuropäer“ Brüste oder Hintern? Mag ja sein das dem so ist. Das dann aber auch gleich auf quasi alle Männer und auch Minderjährige zu übertragen finde ich mehr als seltsam oder eben verstörend.

      @Holgi:
      Du erwähntest BVerlin sei die einzige deutsche Großstadt mit Gettho-Bildung in der Innenstadt. Was ist mit den ganzen Großstädten im Ruhrgebiet, wo schon fast traditionelle die Nordstadt, also alles was nördlich der Bahnlinie liegt, in die Richtung geht? Geh z.B. mal in Dortmund gen Südausgang aus dem Bahnhof raus und dann mal aus dem Nordausgang. Das sind schnell mal unterschiedliche Welten, ohne groß in andere Stadtteile zu müssen. Man merkt es oft alleine schon in der U-Bahn wer so im Bahnhof nach Süden und wer nach Norden fährt.

      Da ich häufiger im Jahr beruflich nach Berlin muss, da allerdings meist nur in Mitte unterwegs bin, muss ich sagen dass mir da kein solcher Kontrast aufgefallen wäre. Wenn man weiter rausfährt dann wandelt sich das Bild durchaus. Vielleicht fällt es mir aber auch nicht so auf da ich meist nur 1-2 Tage da bin und auch nicht so viel Zeit in der Stadt verbringen kann.

    2. Helena

      @Romconstruct:
      Ich bin wie Malte 74 geboren und Kind einer feministischen linksorientierten modernen SPD bir Grüne wählenden Mutter. Meine einzige Chance zur Rebellion wäre gewesen, katholisch zu werden und die CSU zu wählen. (Ich hab auf beides verzichtet)
      Ähnlich verhält es sich mit den jungen Mädchen, die im Gegensatz zu ihren laizistischen Müttern zum Kopftuch greifen. Meist ist das ein temporäres Phänomen und 2 Jahre später haben sie blaue Haare.
      Die Variante mit Türban, hautengem Mantel und High-Heals ist etwas ähnliches. Man unterwirft sich scheinbar der sozialen Norm des Umfelds, aber zeigt seinen Standpunkt auf subtile Weise.
      Ich hatte mal hier im deutschen Konsulat eine ~ 175 große Deutsch Türkin gesehen, die komplett in knallrot mit Türban, Dutt, Mantel und echt hohen High Heals auf mich zukam. Mit ihren dann ca. 1,85 war sie eine beeindruckend einschüchternde Erscheinung. Auch das kann Schönheitsideal sein.
      Theoretisch Normenkonform verhüllt, aber trotzdem irgendwie sexy.
      Ich sagte ja schon, es ist echt kompliziert…

    3. Eule

      @Romconstruct:
      Das Kopftuch überspringt auch manchmal einfach eine Generation. In der Schule habe ich es schon verschiedentlich erlebt, dass Schülerinnen im Alter von 14-16 Jahren aus den Ferien bei Oma in der alten Heimat zurückkehren und plötzlich Kopftuch tragen. Bei manchen kann man dann förmlich zuschauen wie die Verhüllung im Verlauf der nächsten Monate voranschreitet: Erst wird das Kopftuch größer, dann kommt ausschließlich weite Kleidung hinzu, dann ein langer Mantel. Auswirkungen auf die Persönlichkeit sind mir allerdings noch keine aufgefallen; geschminkt und über Jungs geredet wird weiterhin.

  26. Der Jan

    Ich hätte den Podcast wirklich gerne zu Ende gehört. Ich habe sogar mehrere Anläufe unternommen (weil ich annahm, dass es an meiner momentanen Stimmung liegen könnte). Aber dieses permanente Schmatzen (oder sonstige undefinierbare Hintergrundgeräusche) haben mich so aggresiv gemacht, dass es nur zwei Option gab:
    1. Das iPhone gegen die Wand schleudern, oder
    2. auf archivieren drücken.

    Antworten
  27. Tom

    Super interessante Folge, beeindruckendes Intro, dies hätte die beste Sendung des Jahres werden können, hätte Malte nicht angefangen sich mitten in der Sendung ein halbes Brathähnchen reinzupfeifen (ich tippe mal darauf dass es das war). Ich fand das echt eklig und despektierlich gegenüber dem Zuhörer. Ich hab deswegen dann auch nach der Hälfte der Folge abgeschaltet. Schade.

    Antworten
  28. Tina

    Holgi, Du hast in der Folge die Frage gestellt, ob es in Bundesländern wie Baden-Württemberg ähnliche Zustände in den Schulen gibt. Definitiv ja, zumindest in den größeren Städten. Mit dem Wegfall der verbindlichen Bildungsempfehlung wurde aus einem 3 -gliedrigen Schulsystem ein 2-gliedriges geschaffen. Haupt- bzw. Werkrealschulen sterben aus. Viele versuchen ihr Kind erst mal auf dem Gymnasium oder einer Privatschule anzumelden. Der „Rest“ sammelt sich in der Realschule oder Gemeinschaftsschule. Der Grundgedanke von Inklusion ist gut, auch die Förderung der leistungsschwächeren Schüler und der Kinder mit sprachlichen Defiziten in Klassen mit leistungsstärkeren Schülern. Aber dafür fehlen die Ressourcen. Und die“ leistungsstärkeren“ sind nicht mehr bzw. kaum noch da.

    Als Realschullehrerin unterrichte ich in einer Klasse bis zu 30 Kinder, teilweise mit 5 Inklusionskindern, viele Kinder mit großen sprachlichen Defiziten und den eigentlichen Realschulkinder soll ich auch noch gerecht werden. Ich muss ehrlich sein, das gelingt mir ab und zu, aber meistens schafft man es nicht. Ich liebe meinen Beruf, sehe mich als überdurchschnittlich engagiert an, aber die immer größeren Herausforderungen belasten nicht nur mich sondern schaden allen am Schulleben beteiligten.
    Inklusion funktioniert mit einem Förderschullehrer an der Seite, denn diese Kinder brauchen permanente Unterstützung und nicht nur in 6 Stunden pro Woche. Leider fehlen Lehrer und Ressourcen in allen Bereichen…

    Antworten
  29. Alex

    Lieber schmatzender Malte,

    was du da bei ca. 1:57 Std. völlig selbstverständlich hinsichtlich der Notwehr von dir gibst ist zum Glück falsch und Holgi hat recht.

    Erfreulicherweise hat hierzulande niemand das Recht Kinder beim Kirschenklauen zu erschießen. Denn genau für solche Fälle gibt es die Erforderlichkeit und Gebotenheit der Notwehrhandlung. Ein Blick in das Strafgesetzbuch und die Wikipedia führt das weiter aus.

    Antworten
  30. Moritz

    Hallo!

    Die Sendung war ein sehr schönes Gespräch und ich fand sie, wie alle Sendungen mit Malte, interessant und unterhaltsam zugleich. Und ob nun die geäußerten Meinungen mit meinen zusammenpassen, ist irrelevant. Allerdings hat mich ein Aspekt sehr überrascht, nämlich die Diskussion über das Schulsystem. Mitgenommen habe ich, dass ihr beide dieses als sehr ungerecht, und von den Rahmenbedingungen sowie dem Inhalt her falsch ausgerichtet empfindet. In einem kurzen Abschnitt klangt ihr wie Verschwörungstheoretiker, insbesondere als Malte meinte, dass er nichts auf der Schule gelernt habe, was ihm im Leben etwas gebracht habe und Holgi das noch unterstrich mit der Aussage, dass das System gemacht sei, um „Untertanen“ hervorzubringen. Bitte?!

    Zum Inhalt: Natürlich brauchen wir die Dinge, die wir in der Schule lernen nicht ständig und immer in unserem Leben, insbesondere NACHDEM wir „im Leben angekommen“ sind, die Abnabelung von den Eltern abgeschlossen ist, wir selbst für den Lebensunterhalt sorgen und gegebenfalls auch Verantwortung für Kinder übernehmen. Natürlich spezialisieren wir uns auf etwas – und spezialisieren bedeutet, dass wir gewisse Fähigkeiten und Erlerntes weiter steigern, anderes aber natürlich auch hinten runter fällt. Dass wir in der Schule einen guten Mix aus verschiedenen Lebensbereichen und Wissenschaften bekommen, ist absolut positiv und diesen sollten auch alle mitbekommen. Und bei aller Kritik am dreigliedrigen Schulsystem: Die einzelnen Schulen haben unterschiedliche Aufgaben. Leider gibt es eine Abschlussinflation, weshalb jeder aufs Gymnasium gehen (möchte), obwohl das eigentlich nur sinnvoll ist, wenn man studieren möchte. Ich hätte gern von euch gehört, welche lebensnaheren Lehrinhalte ihr denn als relevant anseht. Dass Benotung problematisch ist, ist meiner Meinung nach richtig. Unbenotet (oder ohne anderes Vergleichsmaß) unterrichten ist allerdings auch nicht sinnvoll. Eine Note ist etwas anders als ein Seepferdchenaufnäher oder ein Orden oder ein Lob. Eine Note soll eine Orientierung geben, wie gut jemand in einem Thema ist. Ob man daran eine Versetzung in die höhere Klasse binden sollte: Vermutlich nicht. Ob man daran Zugangsmöglichkeiten binden sollte (zu Lehrberufen oder höheren Bildungsmöglichkeiten): Durchaus, denn für mache Tätigkeiten gibt es einfach Voraussetzungen, die man nicht einfach wegargumentieren kann: Ein Elektrikerlehrling mit einer durchgängigen 5 in Mathe könnte lebensgefährlich handeln (nehme ich an), wenn er Schaltungen falsch auslegt. Einem Landvermesser mit diesem Hintergrund möchte ich ebenfalls nicht vertrauen. Ich möchte keinen Polizisten haben, der aus Desinteresse nie etwas von Geschichte, Gesellschaft und Ethik gelernt hat. Und die Vorstellung, man könne das nachholen ist nur bedingt richtig: Holt man die Mathekenntnisse nicht in einem gesonderten Unterricht nach, zieht man die Ausbildungsqualität für alle Mitauszubildenden runter, wenn es mehr als ein solcher Mitlehrling ist. Und das Beispiel mit dem Polizisten ist schwierig: Hier bildet sich das Bewusstsein über eine längere Zeit, was man nicht einfach so aufholen kann.

    Zu den Untertanen: Warum erzeugt das Schulsystem „Untertanen“? Warum erzieht die Schule nur Unmündige, wenn es ein breites Bildungsspektrum gibt? Ja, der Unterricht gibt eine Struktur vor und man kann sich hier nicht individuell frei ausleben. Aber was ist die Alternative: Wenn jemand nur Plus, Minus und Malrechnen lernen möchte, weil Teilen zu kompliziert ist, ist das OK? Wie wäre es mit perfektem Deutsch und vielleicht noch einer Fremdsprache – nur ohne Vergangenheitsform und Konjungtiv, weil das „zu schwierig“ ist? Ja, der Unterricht ist strukturiert. Erziehen wir dadurch Untertanen? Nein, das ist Unfug.

    Antworten
    1. Venyo

      Ich bin zu faul dir im Detail zu antworten, aber beim Punkt „Aber was ist die Alternative“ hast du dir glaube ich einfach nicht genug Gedanken gemacht. Es gibt jede Menge Lernmodelle in denen Kinder erfolgreich sind mit weniger und vor allem freieren Strukturen. Montessori-Schulen z.B. machen es anders und integrative Gesamtschulen auch. Häufig haben solche Schulen dann sogar bessere Durchschnitte als normale Schulen. Ein berühmtes Beispiel sind die Google-Gründer, die auch solche Schulen besucht haben.

      „Wenn jemand nur Plus, Minus und Malrechnen lernen möchte, weil Teilen zu kompliziert ist, ist das OK? Wie wäre es mit perfektem Deutsch und vielleicht noch einer Fremdsprache – nur ohne Vergangenheitsform und Konjungtiv, weil das „zu schwierig“ ist?“

      Das ist ein klassisches Strohmann-Argument. Du baust eine Position auf von der niemand gesprochen hat und kritisierst dann diese. Niemand sprach davon, dass Kinder nur das Lernen worauf sie Bock haben oder nur Sachen lernen, die leicht sind. Solche Modelle funktionieren komplett anders.

      Wir erziehen auch deshalb Untertanen, weil wir Gehorsam oder wie es formuliert wird „brav“ sein deutlich mehr belohnen als Kreativität, eigenständiges, kritisches Denken oder allgemein Leistung. Und das sage ich als erfolgreicher Schüler mit 1,3 Abi (in BaWü) und Mathestudent, der für die Studienstiftung vorgeschlagen wurde.

  31. Tarifkenner

    Mal wieder eine sehr schöne Sendung, die ich mit Genuss und Gewinn gehört habe. Vielen Dank.
    Die Behauptung von Malte Welding, dass es in seinem Geburtsjahr 1974 kein Regierungsmitglied gegeben habe, das nicht „irgendwie in der NSDAP“ war oder sogar in der SS, war dann doch etwas zu steil, als dass es den Besserwisser in mir hätte ruhen lassen.
    Als Malte Welding geboren wurde, war noch Willy Brandt Bundeskanzler, der als Exilant und Widerstandskämpfer selbstverständlich kein NSDAP-Mitglied war. Seinem Kabinett gehörten unter anderem an:
    – der Widerstandskämpfer Egon Franke, der unter den Nazis mehrere Jahre im Zuchthaus gesessen hatte,
    – Klaus von Dohnanyi, Sohn eines hingerichteten Widerstandskämpfers,
    – Gerhard Jahn, Sohn einer in Auschwitz ermordeten Jüdin, der sich vor der Verfolgung durch die Nazis teilweise in Wäldern verstecken musste,
    – Egon Bahr, der eine jüdische Großmutter hatte, weshalb seine Familie von den Nazis diskriminiert wurde,
    – Katharina Focke, die von 1931 bis 1946 in der Schweiz und in Liechtenstein lebte.
    Sie alle waren sicher keine NSDAP-Mitglieder.
    Außerdem waren die folgenden Mitglieder der damaligen Bundesregierung meines Wissens keine NSDAP-Mitglieder: Helmut Schmidt, Hans Friderichs, Walter Arendt, Georg Leber, Hans-Jochen Vogel und Lauritz Lauritzen. Das sind jetzt bloß die NSDAP-vergangenheitsfreien MinisterInnen aus dem Kabinett Brandt II, es kämen noch weitere aus dem ab 1974 regierenden Kabinett Schmidt I dazu.
    Es ist mir schon klar, dass Euer Gespräch so locker ist, dass man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen darf. Aber so total daneben sollte man vielleicht auch nicht liegen, zumindest nicht bei diesem Thema.

    Antworten
    1. Malte

      Mist, hier gehört der Kommentar hin.

      Danke für die Korrektur.
      Ich habe gerade versucht herauszufinden, was ich mir das falsch gemerkt habe. Ich glaube, ich habe an das Kabinett Schmidt I gedacht. Da waren, nach flüchtiger Wiki-Recherche, Genscher, Vogel (Hitlerjugend bis zum Scharführer) und Ertl engagiert, zu mehr Suche fehlt mir jetzt die Zeit.

    2. Tarifkenner

      Vielen Dank für diese Rückmeldung. Genscher, Vogel und Ertl waren auch alle im Kabinett Brandt II, von daher ist es unerheblich ob Du an daran oder an das Kabinett Schmidt I gedacht hast. Ich will ja auch nicht behaupten, dass die Bundesregierung frei von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern war, nur waren eben längst nicht alle Regierungsmitglieder alte Parteigenossen.
      Zu Hans-Jochen Vogel: Ich hatte mir schon gedacht, dass Du eine HJ-Mitgliedschaft als „irgendwie in der NSDAP“-Sein gewertet hast. Ich finde das problematisch. In der HJ waren 98% der Jugendlichen organisiert. Der Anteil der NSDAP-Mitglieder an der erwachsenen Bevölkerung war deutlich geringer, vielleicht so bei 15%. Und die Jugendlichen sind allermeistens in einem Alter zur HJ gestoßen, in dem man ihnen nun wirklich keinen moralischen Vorwurf machen kann. Die Kontinuität vieler Karrieren aus der NS-Diktatur in die Bundesrepublik hinein ist ein belastendes Thema. Man sollte nicht so tun, als wären frühere Hitlerjungen, die in der Bundesrepublik Politiker wurde, das Problem.

    3. Malte

      Da habe ich jetzt etwas gelernt, danke. Vogel selbst hat sich Vorwürfe gemacht, dass er nicht im Widerstand war, aber ich habe die Rolle der Hitlerjugend historisch falsch gedeutet.
      Hier gibt es eine Liste:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren
      Bemerkenswert: Der Bundespräsident zur Zeit meiner Geburt und sein direkter Nachfolger waren in der NSDAP. (Nein, ich versuche damit nicht meinen Fehler zu verschleiern; falsch bleibt falsch.)

    4. Tarifkenner

      Bitte gern geschehen. Du meinst bestimmt mit den beiden Ex-NSDAP-Mitgliedern im Amt des Bundespräsidenten Walter Scheel und Karl Carstens. Wenn es stimmt, dass Du am 14.2.1974 geboren bist, war zur Zeit Deiner Geburt und noch bis zum 30.6.1974 Gustav Heinemann Bundespräsident. Das ist jetzt wirklich erbsenzählerhaft, aber ich konnte nicht widerstehen.

  32. mechko

    Gute Sendung, aber mich hat sehr gestört dass der Malte dem Holgi ständig ins Wort fällt. Der Holgi kann keinen einzigen Gedanken zu Ende bringen, ohne dass der Malte jäh unterbricht.

    Antworten
    1. Malte

      Danke für die Korrektur.
      Ich habe gerade versucht herauszufinden, was ich mir das falsch gemerkt habe. Ich glaube, ich habe an das Kabinett Schmidt I gedacht. Da waren, nach flüchtiger Wiki-Recherche, Genscher, Vogel (Hitlerjugend bis zum Scharführer) und Ertl engagiert, zu mehr Suche fehlt mir jetzt die Zeit.

  33. Clemens

    Nur weil ich das gerade gesehen und in dieser Form noch nie betrachten konnte, aber kann mir jemand die Kombination von Overknee-Stiefeln in Verbindung mit einem Kopftuch bei einer Hauptschülerin (geschätzt 12 Lenze alt) schlüssig erklären …?!?

    Antworten
    1. Venyo

      Ist doch sehr leicht zu erklären: Man möchte einerseits Gott gefallen (Kopftuch), andererseits den Peers (Jungs und Mädels), daher Overknee-Stiefel.

      Das Argument, dass damit der Sinn des Kopftuchs (Verstecken von Reizen) konterkariert wird ist müsig, schlieslich interessiert der Sinn dahinter bei religiösen Regeln selten jemand. Siehe Maultaschen (Herrgottsbescheisserle) und Starkbier in der Fastenzeit.

  34. Clemens

    Was ich dabei nicht verstehe, ist, dass das Kopftuch doch eher von der Familie oktroyiert wird und für Unantastbarkeit der Frau steht, mich die Stiefel in dieser Form allerdings eher an die freizügigen Damen des Horizontalgewebes aus meine Zeit im Wien der späten 80iger erinnern. Ich krieg das mit meinen 45 Jahren nicht mehr zusammen, würde aber gegebenenfalls eine Tochter in diesem Alter gefühlt eher mit normalerem Schuhwerk und ohne diesen »Gotteslappen« außer Haus gehen lassen, ohne ein schlechtes Gefühl zu bekommen …

    Antworten
  35. Hermann

    Atheistischen Dank an Malte.
    Essensgeräusche: Ich habe Frühstyxradio früher gehört. was können da einen die leichten Nebengeräusche stören, gegen das was „Die“ für Geräuschen eingeflochten haben..

    Hmm… Holger redet mit allen anderen Leuten (Fr. Diener, Tobi, alle sonstigen Wrint-Interviewpartner) sehr diszipliniert und es gibt keinen Moment, wo zwei Leute gleichzeitig reden.
    Bei den Gesprächen mit Malte ist das schon öfter vorgekommen. Kennt Ihr Euch zu gut/zu lange?
    Braucht Ihr nicht abzustellen, wenn die Dynamik darunter leiden sollte.

    Antworten
  36. Mario

    Hallo,

    ich habe den Podcast erst jetzt nachgehört.
    Meine Gedanken dazu:

    Zum Thema Umfrage/Studie der R+V Versicherung:

    Ich habe im wesentlichen vor zwei Dingen Angst:
    a) Vor dem Krieg, den die Politik zur Zeit heraufzubeschwören scheint.
    Denn der wird – ob der politischen Einstellungen – auch Deutschland wesentlich betreffen.
    Das stimmt überein mit dem politischen Extremismus (der hat uns dahin geführt) und den darauf folgenden Terrorismus (Krieg).

    b) Davor, dass mich meine kritische Lebenseinstellung dazu unfähig macht,
    mit dem Leben und der Gesellschaft zurechtzukommen.

    Letzteres – so glaube ich zumindest – kann ich doch noch eher beeinflussen als ersteres.
    Deswegen habe ich weniger Angst davor.
    Ob das nun mit der Wahrscheinlichkeit des Eintretens des jeweiligen Ereignisses übereinstimmt?

    Vor Natur-„Katastrophen“ (extreme Wetterereignisse trifft es besser) sollte jener Angst haben,
    der eine eigene Immobilie besitzt.
    Die Angst sollte zum Nachdenken über die möglichen Konstruktionsänderungen und – wenn noch in der Planung –
    über den Bauort führen.
    Denn starke Winde und starker Regen werden nun nachweislich häufiger.
    Durch geeignete Ortswahl und Anpassung der Konstruktion der Immobilien können Schäden gemindert werden.
    Darauf achtet man meiner Meinung nach viel zu wenig.
    Hingegen verlässt man sich viel zu oft darauf, dass es einen schon nicht treffen wird
    und im Ernstfall die Versicherung zahlt.
    Wie lange wird das noch bezahlbar bleiben?

    Mich mit meinem geringem Einkommen braucht das ja eigentlich nicht interessieren.
    Aber ich finde es doch technisch interessant.

    ++++++++++
    Zum Thema Schmerzen bei Kindern (Stichwort Spritze):

    Werden die körperlichen Schmerzen durch das Kind wirklich so viel stärker wahrgenommen?
    Ich würde ja eher behaupten, dass das Weinen die mangelnde Ausdrucksmöglichkeit und die
    nicht vorhandene Einsicht der Notwendigkeit der Spritze ist.
    Immerhin wird das Kind zu etwas gezwungen, was ihm gerade überhaupt nicht passt.
    Und wenn dann noch zwei (Kranken-)Schwestern und die Eltern das Kind festhalten,
    dann ist man auf dem besten Weg, die Situation als sehr negativ in das Gedächtnis des jungen Menschen zu hinterlegen.
    Ich habe es schon erlebt, dass eine jung Frau, die bereits zwei Kinder vaginal geboren hat,
    vor Angst Wein- und Muskelkrämpfe erlitt, als sie geimpft wurde.
    Zur Impfung ist sie freiwillig und selbstständig zum Hausarzt gegangen.
    Ich denke, dass das die Spätfolgen solch prägender Kindheitserlebnisse sind.

    Auf Nachfrage sagte diese Person aus, dass nicht der Schmerz, sondern die Angst vor Schmerzen die Ursache ist.

    Die „Heilung“ sah dann so aus, dass man sich bei der Impfung Zeit gelasssen hat
    und sehr Umsichtig und mit Erklärung vorgegangen ist.
    Das ging dann schon beim ersten Mal ohne Tränen – und mit Stolz, dass man „das ohne Drama durchgehalten hat“.
    Seit dem nimmt die Angst auch ab.

    Im Verhalten von Kinderärzten und Eltern sollte sich da etwas ändern (Damit meine ich nicht zum Impfgegner zu werden).

    Zitat Malte Welding: „Meine Eltern waren auch total gesund, bis sie krank wurden.“
    You made my day!
    Ich bin meistens auch gesund, außer wenn ich krank bin 😉
    (ich weiß, dass war anders gemeint)

    Ich denke, dass Holgis Schmerzen auch mit seiner sonstigen Gesundheit zusammenhängen.
    Wer viel mit sich tragen muss, der belastet seine Gelenke mehr.
    Zudem helfen Bewegung und Dehnungsübungen erfahrungsgemäß.
    Ich sitze seit Jahren berufsbedingt recht viel – da verspannt sich schon mal irgendetwas.

    ++++++++++
    Zum Thema Verzweiflung:

    Ich verzweifel an mir und der Gesellschaft.
    Denn wer sich nicht für „die üblichen Dinge“ interessiert und wer kritisch denkt,
    der läuft Gefahr, zu vereinsamen…
    Und daran hängt auch ein Stück weit die Existenz, denn besser bezahlte Jobs bekommt
    man anscheinend oft nur noch über Beziehungen.
    Zudem bringt man nicht die geforderte Leistung, wenn „man sich nicht fühlt“.
    Was das ganze verstärkt, denn eigentlich erwarte ich mehr von mir!

    ++++++++++
    Zum Thema Lehrer:

    Ich habe am meisten von denen gelernt, die Quereinsteiger oder gar nur nebenbei Lehrer waren.
    Allerdings war das im Jugend- und Erwachsenenalter.
    In der Grundschulzeit stelle ich mir das heutzutage schwierig vor so ganz ohne pädagogische Grundbildung.
    Wobei: Werkenunterricht (gibt es das noch?) beim Hausmeister – hätte ich gern gehabt.

    ++++++++++
    Zum Thema Diebstahl:

    Wer klaut Kinderspielzeug?
    Wer noch weniger hat (kostet doch „nur“ 20 Euro – für manche Menschen sind 20 Euro viel Geld).
    Zudem gibt es da für mich noch einen psychologischen Aspekt, der vermutlich etwas damit zu tun hat,
    dass das beklaute Kind nicht weinend daneben steht.
    In den Köpfen der Diebe dürfte zudem der Gedanke an „ihre“ Kinder eine Rolle spielen.
    Die sind ihnen näher als die beklauten Kinder.
    Auch den Gedanken „der kann sich doch einfach etwas neues kaufen, denn der hat ja Geld“, halte ich für möglich.
    Oder man macht sich – wie so oft in dieser Gesellschaft – einfach keine tieferen Gedanken über sein Handeln.

    ++++++++++
    Zum Thema sexuelle Belästigung:

    Wenn es mir zu blöd wird, dann verlasse ich die Situation.
    Wenn jemand seine Genitalien auspackt und ich möchte das nicht, dann gehe ich.
    Egal, ob ich da vorher eine Frage falsch interpretiert habe.
    Beschweren würde ich mich erst, wenn man mich am Verlassen des Ortes hindert.

    Aber wir waren nicht dabei.

    Wenn mich jemand auf eine Art und Weise berührt, die mir unangenehm ist, dann sage ich das.
    Auch wenn ich 12 bin und das der Sportlehrer ist.
    Die Situation habe ich so in der Schule (als nichtbetroffener) auch erlebt.
    Daran haben sich zwar alle belustigt, aber letztendlich war die Sache geklärt.
    Gut, das war nach dem Jahr 2000.

    Wohin man sich da im Ernstfall wenden soll, ist eine gute und berechtigte Frage.
    An Vertrauenspersonen wäre die erste und nicht falsche Antwort.
    Und ich vermute, dass das oft nicht die eigenen Eltern sind.
    Den Mut, in dem Alter direkt zur Polizei zu gehen, hat man in der Regel nicht.

    Wieso man Menschen auf Partys auf dem Klo vögeln will, verstehe ich übrigens nicht.
    Ich hatte noch nie das Bedürfnis, obwohl ich für solcherlei Betätigung auch niemand habe.
    Wenn man jemand sympathisch findet, dann versucht man sich später nochmals zu treffen.

    Ansonsten bin ich berufsmäßig so ausgelastet, dass ich keine Zeit für Gedanken an Sex habe 😉

    Menschen zu bitten, ihnen beim Duschen zuzuschauen, ist im übrigen auch eine sexuelle Spielart.
    Das hat etwas mit Voyeurismus zu tun, dürfte allerdings weniger verbreitet sein als ein „klassicher One-Night-Stand“.
    Fremde Menschen danach zu fragen halte ich für unangemessen, obgleich man sich deswegen nicht sofort sexuell belästigt fühlen muss.
    Im angesprochenen Swingerclub wird diese sexuelle Spielart anzutreffen sein.

    Wenn 40-jährige Akademikerinnen und Männer ohne Berufsausbildung das selbe Problem haben…
    Ich meine, das ist doch eine Win-Win-Situation.
    Sogar eine Win-Win-Win-Situation.

    Beide könnten sich helfen (Win-Win) und wenn sie zusammenbleiben, wird die Sozialhilfe für den arbeitslosen Mann gespart.
    Das wäre das dritte Win.
    Zudem könnte der Mann sich um die eventuellen Kinder kümmern. Das hat doch etwas von Emanzipation und passt voll in den Trend.
    Wir sollten eine Online-Partnerbörse für genau diese Menschen aufmachen – Wrint-Partnersuche! 😀

    (OK, das war jetzt nicht ganz ernst gemeint.)

    ++++++++++
    Zum Thema Forschung an Universitäten:

    Ich denke, dass Universitäten für Forschung nur bedingt geeignet sind.
    Meine Erfahrungen als ehemals technischer Angestellter einer Universität und einer Forschungseinrichtung sind folgende:
    Einige junge Menschen haben zwar Ideen und möchten diese umsetzen, jedoch haben sie auch im
    Wesentlichen das Ziel vor Augen, einen Abschluss zu erreichen.
    Damit ist die Zeit für die Forschung an sich doch begrenzt.
    Das Übergeben des Forschungsstands an Nachfolger wird dadurch schwer bis unmöglich,
    dass oft keine Dokumentation der für die Forschung extra angefertigten technischen Einrichtungen und
    deren Bedienung und Erfahrungswerte vorhanden ist.

    In einer Forschungseinrichtung sind die Menschen direkt zum Zweck der Forschung angestellt.
    Zudem scheint mir die Organisation der Gruppen wesentlich besser funktioniert zu haben.

    Ich bin der Ansicht, dass der Ort guter Forschung von den dort arbeitenden Menschen
    und damit im wesentlichen von der Lebenseinstellung gemacht wird.
    Wo Unzufriedenheit mit sich zu Resignation führen, kann man nicht kreativ arbeiten.
    Wo keine gegenseitige Unterstützung stattfindet, ebenso.
    Es bleiben erfahrungsgemäß auch nur Menschen an dem Ort, die zur Lebenseinstellung passen.
    Alle anderen fühlen sich nicht wohl.
    Es findet so lange eine Fluktuation statt, bis sich die passenden Menschen gefunden haben.
    Man kann durchaus auch mit älterer technischer Ausstattung arbeiten.
    Die muss man aber warten und reparieren können und wollen.
    Und Spezialanfertigungen für die Forschung kann man auch mit einfachen Werkzeugen herstellen.
    Beides war einmal Teil meines Aufgabengebietes.
    Aufgrund der (negativen) Lebenseinstellung im Haus habe ich den Arbeitgeber gewechselt…

    Der Druck, (Zwischen-)Ergebnisse liefern zu müssen, ist in der gesamten Wissenschaft recht hoch.
    Damit einhergehend auch der Konkurrenzdruck. Schließlich will jeder der Erste sein
    mit seinen Forschungsergebnissen zu einem bestimmten Thema.
    Wer nicht schreibt (Paper veröffentlicht), der ist nicht.

    Schon deswegen wird es in dieser Gesellschaft nicht passieren, dass ein Wissenschaftler
    mal eben seine Ergebnisse jemand anderen gibt und sich ein neues Thema sucht.

    Und ja, ich sehe die Ursache für das extreme Konkurrenzdenken in der Gesellschaft.

    Das ist meiner Ansicht nach auch die Ursache, warum der Arzt „seine“ (Kranken-)Schwester
    oder Sekretärin nicht mehr heiratet (da soll ja nach irgend einer Statistik früher tatsächlich häufiger gewesen sein).
    Die Aussage „Das verschlechter das genetische Material“ habe ich aus dem Gespräch zweier Postdoktoranden aufgeschnappt.
    Der Gedanke an das spätere Gehalt dürfte auch eine Rolle spielen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eher der Bildungsunterschied zwischen nicht-Akademiker
    und Akademiker eine Rolle bei der Partnerwahl spielt.
    Beide haben oft so verschiedene Ansichten, dass tiefer gehende Gespräche nicht stattfinden.
    Ausnahmen gibt es.

    ++++++++++
    Zu der Schulproblematik:

    In einem Interview äußert sich Gerald Hüther über die Rolle der Schule in der Gesellschaft wie folgt:

    „Unsere Schulen sind immernoch das richtige, was wir in unserer gegenwärtigen Zeit brauchen.
    Schulen haben doch noch nie das Ziel verfolgt, dass Kinder ihre Potenziale entfalten.
    Jede Schule in jeder Gesellschaftsformation ist so aufgebaut worden und jedes Schulsystem ist so arrangiert worden
    dass es dazu führte, das die aus der Schule entlassenen jungen Erwachsenen möglichst gut in diese Gesellschaft hineingepasst haben
    die da jeweils gerade geherrscht hat.
    Also im Kaiserreich gab es andere Schulen als bei den Nazis und im Kommunismus haben sie es auch anders versucht – also die Schule dient
    in erster Linie der Reproduktion und der Stabilisierung der jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse.

    Und wenn wir das jetzt auf unsere gegenwärtige Gesellschaft beziehen, muss man fragen,
    was braucht denn unsere Gesellschaft damit sie stabil bleibt und da ist eine sehr traurige Antwort – aber die ist eben nun unabwendbar geworden –
    wir brauchen auch genügend Konsumenten. Wir brauchen genügend Menschen, die mit sich selbst nicht so richtig zufrieden sind,
    die noch irgendwie eine ganze Menge von Bedürfnissen haben oder denen man alles mögliche einreden kann
    und die deshalb bereit sind sich zur Verfügung zu stellen.“

    Mitgeschrieben von: http://www.deutschlandfunkkultur.de/hirnforscher-gerald-huether-machen-unsere-schulen-kinder-zu.970.de.html?dram:article_id=397223

    ++++++++++
    Zum Thema Kleidung und Kopftuch:
    Auf mich wirken (sichtbares) Schminken und vor allem solch auffälliges Schuhwerk
    (High-Heels, Overknee-Stiefel,…) wesentlich mehr abstoßend als ein Kopftuch.
    Schon Schuhe mit Absätzen kann ich irgendwie nicht ab.
    Menschen, die sich so kleiden, sind mir direkt unsympatisch.
    Bin ich nun anormal?

    ++++++++++
    Generell sehe ich übrigens gerade bei höher gebildeten Menschen (mindestens Ingenieur bzw. Master)
    eine resignierte Einstellung zum Leben.
    Es ist so, wie es ist. Wir werden das nicht ändern. Also ordne ich mich unter.
    Das macht natürlich das Leben einfacher, vor allem dann, wenn man einen Bildungsabschluss erreichen möchte.
    Wer nicht kritisch denkt, kommt nun einmal schmerzfreier und zufriedener durch das Leben und
    kann sich auf die für ihn wesentlichen Dinge konzentrieren.
    Gerade bei Menschen, die unter Leistungsdruck stehen, ist diese Haltung sehr ausgeprägt.
    Und dabei sind die gebildeten Menschen (was heißt denn das heutzutage genau?) eigentlich jene,
    die eher an der Position sind, die Gesellschaft zu ändern.
    Das Zeug dazu hätten sie ja prinzipiell (sie haben gelernt, sich Wissen anzueignen; sie sind denkfähig;
    sie können komplexe Sachverhalte verstehen und verargumentieren; sie genießen schon durch ihren Titel mehr Ansehen).
    Sie haben einen gefüllten Werkzeugkasten und benutzen ihn nicht.

    Wer bis hier durchgehalten hat:

    Viele Grüße!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.