WR452 Herrenstreu

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal mit Toiletten, Reisen, Wein, Fußball, Arbeit und dem Wetter.

Ohne Toby ginge es nicht. Hier sein Klingelbeutel.

 

Shownotes
von Dani_diidaaa, warzenbrot, Ichkehalt und Bigmcintosh91

Begrüßung

00:00:00

WC-Philosophie

00:00:42

Fusion Festival — Spandau — Wohnmobil — Militärflugplatz — BKA-Luftschloss — Dixi Klo — Urinal — Kacke — Dusche <https://de.wikipedia.org/wiki/Dusche — Donnerbalken 'DoBa' — Komposttoilette — Schlange — Cellulose — Tippfehler — Chemoklo — Rollkoffer — Fiat Ducato — Gasherd — Cocktail.

Reisetipps und Realitätseinbruch

00:13:42

San Francisco — Küste — Los Angeles — Death Valley — Yosemite — Lichtverschmutzung — Teleskop — Astrofotografie — VW Caddy — Abitur — Dublin — Irland — Realität — "Ab ins Bett mit dir! Gute Nacht." Toby zu seiner Störenfriedin — Hauptsaison — Reimo.

Wein

00:21:32

"Ausgehtisch" (Toby) — Rindchen — Kontor — Wein — Holgi schmatzt Erdbeeren — Outlet — Alkohol — Chaos Communication Camp.

Das Wetter

00:59:28

Kurzvorhersage — Heute Nachmittag und am Abend kaum Wolken und viel Sonne. Einzig im Osten harmlose Quellwolken. Trocken. Im Norden und Osten zwischen 21 und 26 Grad, an den Küsten nur bei 20 Grad. Im Rest des Landes 25 bis 31 Grad, am Oberrhein bis 32 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nord bis Nordost. — In der Nacht zum Mittwoch überwiegend gering bewölkt oder sternenklar und trocken. 19 Grad im Südwesten und bis 9 Grad im Nordosten. — Am Mittwoch viel Sonne, zum Nachmittag besonders im Bergland einige dichtere Quellwolken. Trocken. Höchstwerte von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen 26 bis 30 Grad, an der Ostsee 22 bis 25 Grad. Weiter nach Südwesten 30 bis 34 Grad, entlang des Rheins vereinzelt bis 36 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus östlichen Richtungen. — ###Quelle.

Das Wetter die 2.

01:00:14

Jetzt mit Verabschiedung..

59 Gedanken zu „WR452 Herrenstreu

  1. Bernhard K.

    Oh Gott Holger, du hast diesmal aber ganz schön gegen Alles und Jeden vom Leder gezogen. Kein Glaube an das gute im Menschen und in der Presse steht nur Scheiß. Pegida lässt grüßen! Zieh uns nicht so runter! Vielleicht ist deine politische Meinung einfach nur ein bisschen radikal und findet deshalb keinen Widerhall in der Presse?

    Über Götz Werner bin ich auch ähnlicher Meinung wie du. Eine Mehrwertsteuererhöhung wäre nicht besonders sozial, weil es da keine Progression gibt wie bei der Lohnsteuer. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde in jedem Falle dem Einzelhandel (also auch Götz Werner) nutzen. Aldi, Lidl und Co. würden einfach die Preise erhöhen und das Geld wieder absaugen. So leicht kann man den Kapitalismus nicht abschaffen.

    Antworten
    1. Robert

      Holger mit Pegida zu vergleichen kann nicht Ernst gemeint sein von dir, oder? Ich finde seine Ausführungen beängstigend plausibel, natürlich kann man sich auch die die Ohren zuhalten und laut LA LA LA LA LA rufen….

      Und die Meinung von Leuten wie Holger findet keinen Widerhall in der Presse weil sie schlicht und ergreifend unangenehm ist, und unangenehme Wahrheiten liest niemand gerne, jedenfalls nicht die breite Masse!
      Seinem Puplikum nach dem Munde reden, DAS ist die Masche, und noch nicht mal nur von den Journalisten, mir ist aufgefallen dass sogar die Satiriker damit anfangen!
      Dieses wohlfeile Geschwurbel der Medien kotzt mich an, ich kann es wirklich nicht mehr hören!
      Medien und Puplikum, eine Schicksalsgemeinschaft die sich nur noch gegenseitig bestätigt…widerlich!

      Und genau deshalb höre ich Holger so gerne, weil er den Finger in die Wunde legt, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf seine Hörer! Wer macht das denn sonst noch? Und ich bin sicher nicht immer Holgers Meinung, ich brauch aber auch niemanden der mir durchgehend Honig ums Maul schmiert nur damit es sich bequemer anfühlt.

    2. David

      >ine Mehrwertsteuererhöhung wäre nicht besonders sozial, weil es da keine Progression gibt wie bei der Lohnsteuer.
      In der Theorie ja, in der Praxis ist es aber eher so, daß die die eigentlich eine hohe Lohnsteuer zahlen müßten, an allen Ecken und Enden vorbei schiffen, und am Ende prozentual weit weniger als die Mittelschicht bezahlen. Ich finde es auch komisch, daß es Maximalgrenzen für Rentenbeitrag bzw Krankenversorge gibt… (diese 55-70kEuro je nach Art der Versicherung)….
      Von daher denke ich, daß eine nicht auf Umwege reduzierbare Variante (Mehrwertsteuer auch nicht unbedingt) die bessere wäre.

  2. Johannes

    Ich weiß, Podcasts sind ein tolles Medium um Meinungen zu transportieren. Aber den Politikteil heute fand ich, wie den letzten Politikunterricht, ganzschön platt.

    Antworten
  3. Robert_2

    Zur Reise nach SanFrancisco: SF ist sehr schön, wer da einen Tag Zeit hat und CableCar und Brücke durch hat kann nach Angle Island (sehr schöne Insel, besser als der Knast) oder in den SF Park, da gibt es ein Naturkundemuseum mit Regenwaldgewächshaus zum durchlaufen! Kann man ohne Ende Vögel, Schmetterlinge etc fotografieren.
    LA hingegen ist so langweilig wie keine zweite Stadt. Zeitverschwendung.
    Von SF über den Tioga Pass (Teil vom Yosemite, sehr beeindruckend solange der noch nicht wg Schnee gesperrt ist) ins Death Valley und südlich über die Route 66 zurück, ggf. südlich noch ins Yosemite rein zu den Sequoia Bäumen (“Mamutbäume”) wird schon knapp in vier Tagen… und da ist Yosemite Valley noch nicht mit drin.
    Übrigens gibt es auch in Teilen vom Death Valley Lichtverschmutzung – ein helles Leuchten am Horizont – das ist Vegas…

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    1. Anne

      Ich fand Tobys Pläne ein bisschen erschreckend sportlich für vier Tage, zumal San Francisco ja wirklich selber schon einiges Spannendes zu bieten hat.

      Ich möchte da aber auch nicht reinreden, weil ja jeder selber wissen muss, für was er die Zeit nutzen möchte, wenn man schon mal den Flug nicht zahlen muss und sowieso da ist. Ich würde aber vielleicht eher empfehlen, mit einem normalen Mietauto entspannt an der Küste runterzufahren, maximal bis Santa Barbara. Zwischendurch vielleicht Monterey angucken. Alternativ hoch in die Weingebiete, aber da war ich selber nicht, eben weil wir’s beim letzten Kalifornienurlaub (mit zwei Wochen) nicht geschafft haben.

      Allerdings hab ich auch kein gesteigertes Interesse an Sternengucken (außer, dass ich es generell schön finde und die Faszination verstehen kann), insofern würde mich eben auch nichts ins Death Valley ziehen, erst recht nicht, wenn ich nur vier Tage Zeit habe.

      Ich würde glaube ich lediglich zu bedenken geben, dass ich die Zeit, wenn ich sie schon frei verplanen könnte, lieber damit verbringen würde, irgendwas zu tun, als im Auto zu sitzen, und dass man die Entfernungen in Amerika gerne mal falsch einschätzt. Bei einer Woche Zeit wäre ich schon entspannter.

    2. Donngal

      Wenn es aber nur ums Sternengucken geht ist das doch machbar oder nicht? Das sind 750 km hin zum Death Valley, da kann man wenn man früh losfährt Abends ncoh was Essen, Sterne gucken und am nächsten Tag in Ruhe zurück, das waren dann zwei Tage. Gut, dann fährt man in den zwei Tagen auch jeweil 8 Stunden Auto. Wenns das aber wert ist…

    3. Anne

      Hab gerade noch mal auf der Karte geguckt: San Francisco bis Death Valley sind laut Google Maps acht Stunden Fahrt, Yosemite Park drei Stunden.

      Mein gut gemeinter Rat: Wenn beeindruckende Natur, dann Yosemite, das ist näher und hübscher. Für Death Valley bist du zwei Tage nur im Auto, das fände ich Zeitverschwendung. Los Angeles ist ähnlich weit weg und lohnt den Abstecher nicht, dann gibt’s viele andere Orte in Kalifornien, die schöner sind und weniger weit weg von San Francisco. (San Francisco zum Beispiel ist unheimlich nah an San Francisco und auch schöner als Los Angeles.)

    4. Anne

      @Donngal: Ja, machbar auf jeden Fall, da muss man dann Prioritäten setzen. Und wenn man sich wie Toby dafür interessiert, ist vielleicht auch die Priorität, das einmal gemacht zu haben und dann nimmt man das auch in Kauf.

      Ich wollte vielmehr davor warnen, die Entfernungen zu unterschätzen. Kalifornien ist größer als Deutschland, und das Death Valley so grob nicht ganz am anderen Ende von San Francisco, aber doch schon arg in einer sehr anderen Ecke des Staates. Aber ich mach auch generell anders Urlaub als viele Leute. Wir fahren eigentlich meistens irgendwo hin, wo’s attraktiv ist (oder zumindest so scheinte) und mäandern dann so rum und gucken, wo wir vorbei kommen. In Kalifornien sind wir beim letzten Urlaub nur von San Francisco bis nach San Simeon gekommen (nördlich von Santa Barbara), dann hatten wir keine Lust mehr und haben uns ein Motelzimmer mit Meerblick genommen und sind vier Tage von da aus so rumgefahren. Das ist dann unspektakulär, aber trotzdem interessant.

      Insofern kann es auch gut sein, dass unsere Urlaubsgewohnheiten nicht auf die Gewohnheiten anderer Leute passen und das muss ja auch nicht so sein.

    5. David

      Kann auch nur für Yosemite werben, tolle Landschaft und oft auch besseres Wetter als in San Francisco.

    6. Gabriel

      Das mit der Lichtverschmutzung im Death Valley wollte ich auch gerade schreiben…
      Sich das tagsüber anzuschauen — super, aber nur wegen der vermeintlich schwarzen Nacht dorthin zu fahren halte ich für Quatsch. Auf dem Weg dorthin hat man nämlich schon die Sierra Nevada durchquert, wo es in abgelegenen Gegenden vergleichbar dunkel ist.
      Außerdem kann ich mir gut vorstellen dass es da auch im September nachts noch so warm ist, dass man da nicht unbedingt übernachten will.

      Ich würde eher wie von anderen schon geschrieben ins Yosemite Valley (Achtung überlaufen!) oder oder einen der anderen Nationalparks in der Gegend (z.B. Sequoia National Forest) — oder noch eher in Anbetracht der Kürze der Zeit in der Gegend von SF was machen…

      Ciao,
      Gabriel

    7. Robert_2

      Nachtrag:
      Ja, 8h im Auto ist fies, über den Tioga-Pass ist zumindest der Teil sehr schön (hatte den für ca. 4h geplant, sind fast 8h geworden weil ich einfach so oft halten und fotografieren “musste”). Fahren außerorts in den Staaten ist übrigens sehr entspannend, da die Straßen groß sind und wenig Verkehr herrscht.
      Wer wissen will, welches Wetter einem im Death Valley erwartet: Heute haben wir hier in etwa das Wetter, dass ich Mitte August im Death Valley hatte: bis 45 Grad in der Sonne, Nachts noch 30 und kurz vor Sonnenaufgang ca. 25. Wobei es in der Wüste keinen Schatten gibt, also einfach mal hier für 4h in die Sonne setzen für das richtige Wüsten-Feeling 😉

  4. Sebastian

    Um meine Realität mal ab zu gleichen:
    -Camper: Vor 2Jahren habe ich auch mit einem Caddy als Camper geliebäugelt. Da dieser in der nicht Gas-Variante ähnlich viel wie der Kastenwaagen verbraucht und es Finanziell im Vergleich zum Nutzen schwierig geworden ist, habe ich mich für eine Schräghecklimousine (Auszug aus dem Fahrzeugschein) entschieden.
    Dank der ADAC Tests die zu Gunsten von germanischen Herstellern getürkt waren habe ich mich gegen einen KIA Picanto für einen VW Up ohne Hitler Gedenkstern entschieden. Dieser Skoda Citigo kostet zwar 3000€ weniger, wird aber von den gleichen Sklavenarbeitern am gleichen Band wie sein germanischer Bruder hergestellt. Am Braunen Unterton sollte deutlich werden, wie zu Frieden ich mit dem Hersteller und seinen Allüren bin. Zwar darf man unter Softwarefehlern leiden (Motorsteuergerät lässt beim Parken Lüftersteuergerät Amok laufen, was entweder das Gerät zerstört, oder Batterie leer macht. Letzteres war bei mir der Fall), aber bekommt keinen Einblick in deren Machenschaften in der Software (Weder erhält man Versionnummer, noch Infos über die Fixes die damit eingespielt werden. Und man bekommt die Patches nur bei VW selbst, wenn man eine andere überteuerte Leistung mit bezieht und nicht bei ordentlichen Werkstätten. Diese erhalten keinen Zugriff auf die Patches).
    Entsprechend froh bin ich nicht mehr Geld bei dem Verein gelassen zu haben. Tatsächlich treibt mich ein neue Träume um: Damals war ja alles besser, wie man ja weiß – also auch die VW Karren – und mir ist in einem kleinen Örtchen Namens Helpup ein Gebrauchtwagenhändler (Neben der Shell Tankstelle – der hat keine Webseite) aufgefallen der seit Jahren alte T3 wieder fitt macht und für 10-13K€ verscherbelt. Meine Mobilitätsidee ist aktuell: den Skoda Citigo verscherbeln, T3 und nen Twizy holen. Den Twizy fürs Daily Life (meine Strecken unter der Wochen sind immer weniger als 80km – hab den schon probe gefahren – sehr geil) und T3 fürs Wochenende. Umsetzung wird aber auf sich warten lassen, denn: nächstes Thema!
    -Arbeitszeit: Meine aktuelle Arbeit habe ich (mit dicker Abfindung) gekündigt zu einem Stichtag in 2-3Monaten, weil mirs zu frustig wurde (Stadt in die ich für den Job gezogen bin ist Kacke und die Firma auch – will zurück in die alte Heimat, wo ich auch ein soziales Umfeld habe). Ist zwar riskant, aber ich kann mir das Risiko als Proggerschlampe (Softwareentwickler) nicht nur finanziell leisten. Ich versuche nun tatsächlich eine 32-36Stunden stelle zu bekommen und bin gespannt wie es läuft. Aktuell kann ich noch keine Ergebnisse vorweisen. Mein vorgehen: Ich bewerbe mich auf Vollzeitstellen (Anderes gibts eh nicht) und werde mein anliegen halt im Bewerbungsgespräch ansprechen. Arbeitsamt stellt sich natürlich bei solchen vorhaben quer und man kriegt sogar weniger Arbeitslosengeld wenn man sich nicht für eine Vollzeitstelle zur Verfügung stellt. Sehr Freundlich für Alleinerziehende also (was ich nun zugegeben nicht bin). Aber soweit will es gar nicht kommen lassen. Meinem Verhandlungsgeschick wird es hoffentlich gelingen eine 32-36Stunden Stelle zu erstreiten. Denn dann würde Twizy und T3 auch nochmal noch mehr Sinn machen. Mal schauen – ich bin guter Dinge 😀

    Antworten
    1. W.B.

      Hi,
      T3 und ein RenaultTwizy, ist auch mein traum-Setup!
      Den T3 habe ich schon seit ueber 20Jahren, aber statt dem Twizy muss ich mit einem Kangoo vorlieb nehmen, der kostet einfach weniger Geld. Und es passt die ganze Familie (z.Z. 4 Leute) rein.

      An den Holgi:
      Es gibt in Berlin einen Laden der aufgearbeitete VW T2 als Camper vermietet. Das soll der Keyboarder von Ramstein (Flake Lorenz?) Mitbesitzer sein.
      Die liegen aber auch bei ueber 100EUR pro Tag.
      Billiger scheint <a href="www.bulliholiday.de" title="www.bulliholiday.de" zu sein, aber die haben T3 und T4.
      Ich bin mir nicht sicher ob du ,Holgi, einen Camping-Bus besitzen willst, weil, der kostet viel, dafuer dass er sehr viel rumsteht. Ich habe eine Garage in der er sehr gut aufgehoben ist, aber es ergibt sich mit der Zeit ein Wartungsstau, wenn man nicht staendig dran bleibt. Was ich mir aber ueberlege ist, dass der Wagen im Moment eine Wertsteigerung erlebt. Das ist nicht so abwegig, weil er mit etwas Aufwand laenger haelt als die meisten Autos, die man heute kaufen kann.
      Wenn mir jemand 10 oder 20tausen Euro geben wuerde, um ein Auto zu kaufen, und das ist fuer einen Neuwagen nicht viel, wuerde ich den T3 ueberarbeiten lassen und er wuerde weitere 250 tkm fahren ohne viele Reparaturen, auch bei nur vielleicht 20tkm pro Jahr. Dazu kommt, man wird nicht ueberwacht, vom Hersteller oder dem Staat, weil der T3 keine Onboard-Diagonse (OBD3) hat.
      LG WB

    2. Jan

      Erst dachte ich so:
      Wuhuu, noch ein Lipper 🙂

      Dann:
      Mal nach dem Helpuper T3-Händler gucken (und dabei womöglich einen Blitzer übersehen :-/ ).

      Aber schließlich:
      Ähm, warum genau erzählst Du uns Deine Lebensgeschichte? Keine Zeit gehabt, Dich kurzzufassen?

      Und, weil Holgi ja möglichst nützliche, interessante oder [dritte Kategorie hier einfügen] Kommentare haben möchte:
      Auf ein Festival genügt es doch vollkommen, mit Klein-PKW und Zelt anzureisen. Komfort gibt es wieder zu Hause; ersatzweise gibt es das verhunzende Festival-Feeling aus’m Zelt, mit all den Unannehmlichkeiten. Am Ende aber ist das doch der Kern – mal rauskommen aus dem sonst so schön gemütlichen Leben.

      Meine Theorie zu den randvollen Dixieklos ist, dass die Pisse aus dem Urinal die Kacke nach oben schwemmt, und dass am Ende eh nur noch gestrullt wird, da sich keiner auf nen randvollen Behälter setzt.

    1. holgi Beitragsautor

      Das kann ich nur meta-beantworten. Ich versuche, Medien zu nutzen, die mir (in der Summe) einen möglichst vielseitigen Blick bieten und bei denen auf irgendeine Weise transparent ist, warum über bestimmte Dinge auf eine bestimmte Weise berichtet wird. So gesehen ist eine Kombination von Welt und taz schonmal ein guter Anfang. Außerdem bevorzuge ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn der ist weitgehend unabhängig von Werbegeld und Politik, auch wenn das oft nicht so aussieht (und gelegentlich auch nicht so ist).

  5. Oliver Füssel

    Hallo,

    ich habe eher, mal wieder, fasziniert Holgis Äußerungen zu politischen Themen gelauscht. Holgi hat ja mehrfach geäußert, dass das Politikerdasein für ihn nichts wäre.
    Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass wenn es eine Partei geben würde, welche Holgis Ansichten 1:1 vertreten würde, ich endlich eine Partei zur Wahl hätte die ich auch wirklich guten Gewissens wählen könnte bzw die eine Politik macht, die ich will.

    Ich kann nur an Holger appellieren vielleicht doch mal in die Richtung zumindest was zu erwägen.

    Grüße
    Oliver

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Es ist sehr einfach, zu wissen, wie man es nicht macht. Ich weiß immer nur, wie man es nicht macht, Politik bedeutet aber, eine Idee davon zu haben, wie man es machen will. Ich glaube, ich bin kein Politiker.

    2. Oliver Füssel

      Da gebe ich dir zwar vollkommen recht, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass wenn jemand, z.B. du, Politik richtig betreibt, und zwar in Vollzeit, auch die entsprechende Zeit hat sich um das “Wie” oder die “Idee” Gedanken zu machen.

      Ich glaube, du wärst ein hervorragender Politiker.

      Und selbst wenn dir die Ideen fehlen, wie man es besser machen könnte, hast du zumindest Know How erstens zu wissen wo es wirklich falsch läuft (auch wenn es deiner Meinung nach einfach ist, was ich garnicht mal finde) und zweitens denke ich, kannst du Menschen erreichen. DAS können die üblich verdächtigen Politiker nicht.

  6. sven

    Zum Thema Übernachtung beim Camp: Es gibt Wohnwagenverleiher die auch Transport mit anbieten. Bei so einem buche ich gerade einen Wohnwagen (daher verrate ich auch noch nicht bei wem 🙂 der uns dann praktisch direkt zum Ziegeleipark gefahren wird. Wohnwagen sind generell deutlich günstiger als Wohnmobile und auch im Sommer ohne Mindestmietdauer zu bekommen.

    Antworten
  7. Marek

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt-143.html

    nur mal so zu der These das uns in D die Arbeit ausgeht… ok jetzt kann man über Frühverrentung, Minijobs, Scheinselbständige, Hartz4 und wer oder was alles nicht in der Statistik auftaucht sinnieren…. aber egal einen so klaren Trend wie ich das erwarten würde sehe ich da aktuell nicht…… was ich weder gut noch schlecht finde, sondern erstmal nur so als “Tatsache” (mit allen makeln die Statistiken haben) in den Raum werfen möchte…..

    Ansonsten mag ich launige Diskussionen und mir hat die Folge dementsprechend gut gefallen (und da mir nix besseres einfällt Flatter ich euch halt immer durch als konkreteren Dank)….

    Antworten
    1. David

      Dafür, daß quasi “alles” rausgerechnet wird aus dieser Statistik, finde ich 2,7Mio noch erdrückend viel. Aber diese hoche Zahl (von 6 Mio oder mehr, die H4 oder ähnliche Grundleistungen beziehen müssen) ist nicht gewünscht… und genau diese Statistik wird auch jeden Monat benutzt, um positive Propaganda zu machen. “Uns gehts ja gut”….

    2. Marek

      Lieber David,

      nur war das ja als Einwand relativ klar und offensichtlich (und auch absolut nicht einschätzbar ob deine 6 oder nicht doch 8 oder 4 mio. richtig sind) …. aber wenn immer schon alles rausgerechnet wird….. .. ist dann die Statistik nicht doch vergleichbar bzw. gibt einen Trend an ….

      Wenn Du 6 Millionen als erdrückend viel bezeichnest…. wäre das denn das plötzlich alles toll und viel besser wenn wir ein BGE hätten … denn dann würden vielleicht 8 oder 10 oder 20 Millionen nicht mehr in irgendeiner Erwerbsstatisik auftauchen….

      VG
      marek

    3. David

      Mittlerweile wird es rausgerechnet (und von Jahr zu Jahr wurde es immer mehr), ja. Aber genau das ist der Punkt. Es wird jetzt immer gern mit den 5 Mio verglichen, “die uns die Rot/Grüne-Regierung hinterlassen hat”, argumentiert. Und “wir”, die gute CDU haben es jetzt auf 2.7 Mio heruntergedrückt. Schaut her. Und unter dem Strich sind es eher mehr geworden, denn wenn Leute arbeiten, davon aber nicht leben können, ist das keine Erfolgstory. (Jetzt neu: mit 42mio Arbeitern)
      Die passende Zusammenfassung ist wirklich, wie schon anderswo argumentiert, die Leute brauchen keine Arbeit um sich zu beschäftigen – beschäftigen können sie sich auch alleine, sie brauchen Geld zum vernünftigen leben.

      Bezüglich erdrückend viel gibt es wohl auch ein Mißverständnis. Ich finde es nicht erdrückend als Last bezüglich Geld, sondern erdrückend, daß so viele Leute quasi ohne Perspektive sind, daß es auch mal besser wird. Und es wird scheinbar akzeptiert, kann man ja nix machen, ne… Fast baldrianisiert…

    4. Horst

      @Marek:

      Auch ich kann nur raten dir genau anzuschauen wer alles aus der Statistik fliegt – es ist enorm. Das ist kein Zufall. Über die Jahre wurde die Berechnung der Arbeitslosenquote bewusst so manipuliert, dass praktisch alle Arbeitslosen aus der Statistik fliegen. Mit sinnlosen “Maßnahmen” des Arbeitsamtes wird die Statistik weiter massiv verfälscht. Hinzu kommt die Verwirrung der Begriffe – man schau sich nur die Definition von “arbeitslos” und “arbeitssuchend” an. Auch die “Schattenarmee” der prekär Beschäftigten taucht natürlich nicht auf. Ebensowenig wird erwähnt, dass nahezu 40% der Deutschen so wenig in die Rentenkasse einzahlen können, dass die Sozialhilfe garantiert ist. Dazu muss man beachten, dass die heutige Rentnergeneration in einer ganz anderen Arbeitswelt gelebt hat. Unter heutigen Bedingungen sähe deren Situation ganz anders aus.

  8. benni

    Moin Holgi,

    ich höre dir sehr gern beim Reden über Gott und die Welt zu, speziell wegen deiner intelligenten und humorvollen Art. Deshalb kann ich dir gelegentliche Ranting-Ausbrüche immer ganz gut nachsehen 🙂
    Aber was du heute zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen vom Stapel gelassen hast, war schwer erträglich, speziell weil es den Eindruck machte, das du vom Thema nicht wirklich Ahnung hast, aber trotzdem halt deinen kulturpessimistisch eingefärbten Senf abgeben wolltest.
    Vielleicht solltest du dir vor mancher Diskussion überlegen ob du wirklich ne fundierte Meinung zu was hast oder nur stänkern willst 😉
    nix für ungut, der benni

    P.S. : Wenn du nicht ans gute im Menschen glaubst, warum unterhältst du dich dann so gern mit ihnen?

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Es ist alles eine Frage der Gruppengröße. Ich rede gerne mit Menschen, nicht mit den Menschen.

  9. David_85

    Abseits aller politischen Diskussionen hier nochmal ne handfeste Empfehlung. Finde das Konzept echt super, auch wenn es wohl nicht das richtige für Holgi ist, interessierst ja vielleicht den ein oder anderen. Tobi fährt die Karre bestimmt auch mit seiner Band und Getöse zum Camp 😀 . Hier die Addy http://www.fluchtwagen.com/.

    Antworten
  10. Rudinho

    Ich verstehe das mit dem Grundeinkommen nicht, vielleicht schubst mich mal einer von der Leitung auf der ich stehe….wenn jeder Summe x erhält müsste ich sie doch auch gar nicht auszahlen da es sich um eine inflationäre Steigerung der Geldmenge handelt die keinen realen Gegenwert hat. Damit würde einfach alle Preise um einen Faktor in Bezug auf Summe x teurer und dann ist alles wie vorher. Arm ist arm und reich ist reich nur dass die Butter jetzt halt 8 Euro kostet. Damit könnte sich der Reiche immer noch zig mal mehr Butter als der Arme kaufen…..oder ist da ein Denkfehler den ich nicht gewuppt bekomme ?

    Antworten
    1. Donngal

      Naja, es würde die ganzen Sozialleistungen einfacher machen, und Familien mit Kindern würden stark profitieren, wenn es Grundeinkommen ab Geburt geben würde.

      Es gibt kein Arbeitslosengeld mehr, kein Kindergeld keine Rente, alle bekommen Grundeinkommen. Dadurch steigt die absolute Geldmenge nicht zwangsläufig. Aber die Verwaltung wird weniger. Ich finde es immer gut, wenn etwas bedingungslos ist, und man nicht, wie heute sich schikanieren lassen muss um Sozialleistungen zu bekommen.

    2. j0hn

      @Donngal

      Zur Vervollständigung muss man aber auch sagen, dass Blindengeld oder zusätzliche Leistungen für Behinderte oder Senioren (Pflegegeld) ebenfalls ersatzlos wegfallen. Ich befürchte, dass Bedürftige mit BGE schlechter da stehen als ohne.

  11. Jan

    Hallo Holgi,
    Ja, Wohnmobile sind toll. Und dabei warst du “nur” mit einem relativ kleinen Mobil der unteren Mittelklasse unterwegs. Man kann da auch gerne ein Ein- bis Mehrfamilienhaus investieren.

    Um aber in realistischeren Szenarien zu bleiben: Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von interessanten Ausbaulösungen für Hochdachkombis wie den VW Caddy. Gerade für dich, der ja gerade erst sein Auto los geworden ist, könnte ja so eine flexible Lösung interessant sein. Dann könnte man sich bei Bedarf statt eines Wohnmobils nur einen Caddy / Berlingo / Transit mieten.
    Da sollte dann auch deutlich flexibler und günstiger sein.

    Also, viel Spass beim surfen:
    http://www.ququq.info/
    http://www.vanessa-mobilcamping.de/
    Übersicht: http://hochdachkombis.de/viewtopic.php?p=46141

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ah, verstehe! Auf die Idee, einen flexiblen Ausbausatz zu kaufen und das Auto zu mieten, bin ich noch gar nicht gekommen! Danke 🙂

  12. Paul

    Death Valley von San Francisco aus mit nur vier Tagen Zeit ist ziemlich sportlich, aber machbar, wenn du nichts gegen sehr lange Autofahrten hast. Mit zwei oder drei Fahrern ist es kein Problem, aber alleine würde ich das persönlich nicht machen wollen.

    Wenn der Tioga Pass offen ist, würde ich empfehlen, den zu nehmen. Dann hast du Lake Mono und den Ancient Bristlecone Pine Forest mit den ältesten lebenden Bäumen der Welt auf dem Weg. Sterne gucken kann man auf jeden Fall auch dort im Owens Valley sehr gut, besonders wenn man nachts in einer der vielen Thermalquellen (hot springs) mitten auf dem Acker sitzt.

    Wenn dich hauptsächlich das Death Valley interessiert, könntest du auch überlegen, nach Las Vegas zu fliegen und von Osten reinzufahren, dann sparst du dir die landschaftlich zwar geile, aber endlos lange Fahrerei durch die Sierra Nevada.

    Antworten
    1. Toby

      Der link will nicht in den Kommentar und das Abendblatt will nicht, dass ich das lese. Schade 😉

  13. Poppi

    zu den Wohnmobilen: Finde ich ja auch geil. Überlege gerade, ob nicht die Anschaffung in Verbindung mit regelmäßigem Verleih Sinn machen könnte. Abstellfläche wäre da, und sooo spontan mal losdüsen wäre wohl auch nicht so oft nötig. Wenn es die laufenden Kosten deckt, könnte man das eigentlich machen.

    zu Stiftungen: Also die Scheisshausparolen zu dem Thema fand ich schon ziemlich daneben. Als wenn man eine Stiftung nur gründet, um Steuern zu sparen. Und ja, natürlich schaut niemand gerne zu, wenn das Geld rausgeworfen wird, um Stuttgart tiefer zu legen oder keinen Flughafen zu haben. Ich kann es niemanden verdenken, dass er dann lieber selbst schaut, was mit dem Geld passiert. Diesen Menschen dann noch abzusprechen, dass sie etwas gutes tun wollen, ist schon heftig.
    Schau dir beispielhaft diese Stiftung an http://nevensuboticstiftung.de/ und sage, dass das alles nur Kalkül ist. Der Mann ist Fußball-Profi und verbringt seinen knappen Urlaub halt mal nicht auf einer Yacht, sondern buddelt Brunnen. Aber wahrscheinlich auch nur so ein Steuersparmodel… Mach mit dem Mann mal ein Interview und prüfe deine steilen Thesen

    Antworten
  14. Ron

    Arbeitslose/Vollbeschäftigung
    mir ist nicht ganz klar, warum die Arbeitslosenzahl relevant ist. Denn eigentlich braucht kein Mensch Arbeit. Wozu denn ? Das einzige was er braucht in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft, ist der Nachweis, dass er Anspruch auf Leistungen der Gesellschaft hat. Dass er seine Brötchen bekommt, dass der ÖPNV ihn transportiert, dass jemand seine Wohnung heizt, dass man ihn ins Stadion lässt und ihm dort auch ein Bier gibt. Diesen Nachweis erbringt er in Form von Geld. Mit seinem Geld weist er nach, dass er einen Anspruch an die Gesellschaft hat.
    Er braucht also nur dieses Geld. Arbeit wäre eine Möglichkeit an Geld zu kommen. Wenn aber keine Arbeit mehr da ist, weil “schon alles gemacht ist”, macht es doch keinen Sinn, sinnlose Arbeit zu machen und dafür kein oder wenig Geld zu bekommen. Warum verteilen wir nicht die wenige Arbeit, die noch da ist. Dann arbeiten eben alle die wollen 4 Stunden.

    Antworten
  15. Ricky

    Holgi sagt “Es ist sehr einfach, zu wissen, wie man es nicht macht. Ich weiß immer nur, wie man es nicht macht, Politik bedeutet aber, eine Idee davon zu haben, wie man es machen will…”
    Wir schrauben immer nur am kränkelnden Objekt rum. Wir reden immer alle von Sozialer Gerechtigkeit, aber haben Angst vor ihr wie die Amerikaner vor einer Krankenversicherung. Ein Neustart des System wäre toll. Aber aufgrund von Besitzstandswahrung geht das aber nicht.
    Aber wir könnten doch ganz in Ruhe daran arbeiten, wie ein System nach so einem Neustart aussehen und funktionieren könnte. Dann lassen wir alles so, wie es jetzt ist und fangen in 200 Jahren an, das System umzubauen. Bis dahin sind alle heute Lebenden, deren Kinder und Enkel tot, so dass es den heute vom System Profitierenden egal sein kann, was dann passiert. Wenn wir dann weitere 300 Jahre Zeit haben alles umzubauen, haben wir in 500 Jahren ein vielleicht gut funktionierendes System.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Sowas ist aber nur interessant für Menschen mit Kindern, die wiederum – zumindest teilweise – dynastisch denken müssen, damit sie überhaupt ein Interesse daran entwickeln, dass ihre Nachkommen es gut haben. Dummerweise ist das aber auch erreichbar, indem man ein großes Privatvermögen aufhäuft und vererbt, so dass sich um die Gesellschaft nur kümmern muss, wer kein solches Vermögen vererbt oder bereits geerbt hat. Solche Menschen wiederum üben aber nicht genug Macht aus – interessanterweise, obwohl sie in der Überzahl sind.

    2. Donngal

      Interessanter Punkt den Holgi da anspricht. Die Gesellschaft kann Menschen die Erben und vererben also egal sein. Stimmt schon irgendwie, aber ist es nicht genau für diese Leute eine Gefahr, wenn die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinandergeht? Ich meine, was habe ich denn davon wenn ich mir finanziell keine Sorgen machen muss, aber Angst haben muss vom wütenden hungerndem Mob gelyncht zu werden? Das wäre mein persönliches egoistisches Motiv mich um die Gesellschaft zu kümmern. Reichtum macht doch nur Spass, wenn man nicht ständig ein schlechtes Gewissen deswegen haben muss.

      Hinzu kommt die allgemeine Überzeugung dass es ungerecht ist, dass in reichen Ländern wie unserem Menschen unter Armut leiden. Das muss doch nicht sein.

    3. Ricky

      Die meisten Reichen haben ja kein schlechtes Gewissen. Sie denken ja da ist alles richtig so. Sozusagen der natürliche Normalzustand. Wir blenden ja auch aus, dass unser Wohlstand auf Kosten der dritten Welt basiert.

      Ich wollte ja nur sagen, dass wir immer am Objekt rumschrauben ohne zu wissen wie das Endprodukt überhaupt aussehen soll. Wir arbeiten nicht zielorientiert, weil es überhaupt kein Ziel gibt.

    4. Donngal

      Ist das wirklich so? Und was heisst denn “Reich”? Gibt es da auch Studien zu oder ist das nur gefühlt?

      Also ich kann darauf hoffen, durch abbezahlte Immobilien die ich eventuell erben werde ein relativ finanziell unabhängiges Leben führen zu können. Das ist zur Zeit noch anders. Aber schon die Aussicht darauf macht mir ein schlechtes Gewissen, weil ich weiss, dass es richtiger wäre, wenn die Erbschaftssteuer deutlich höher wäre.

      Ich bin kein besonders empathischer Mensch, gehe davon aus, das die meisten Menschen empathiebegabter sind, und habe deswegen die Annahme, dass man nur ohne schlechtes Gewissen reich sein kann, wenn man in einem Land lebt, in dem niemand in Armut leben muss.

    5. Ricky

      ich kann nur aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. Ob es nun der kleine Unternehmer ist, der ein paar Mietshäuser besitzt oder ein Bekannter, der auf Mallorca ein Ferrari-Boat besitzt. Keiner von denen hat ein schlechtes Gewissen. Jedoch klagen sie ständig, dass ihnen jeder auf dieser Welt nichts gönnt und ihnen alles wegnehmen will. Ob es nun der Staat ist mit seinen Steuern, oder die ganzen Hartz4-Menschen, oder die Flüchtlinge, oder oder …..

      Sie sind sich absolut nicht darüber im Klaren, dass sie Einkommen beziehen für das sie nichts tun. Kapitaleinkünfte eben. Andere müssen dafür arbeiten. Schlechtes Gewissen habe ich persönlich in diesen Kreisen noch nicht angetroffen.

  16. Jan

    Zum Thema Kalifornien:
    Ich habe vor ein paar Jahren einen Roadtrip von Las Vegas nach Osten gemacht. In LV haben wir zunächst ein paar Tage verbracht und Kurztrips in umliegende Sehenswürdigkeiten gemacht, u.a. in das Death Valley. Von dort ist es so zwei Stunden (oder so, Erinnerung kann trügen) entfernt, gerade hinter der Staatsgrenze Nevada zu Kalifornien. Das war gut machbar und nach dem anstrengenden Tag (Death Valley ist halt sehr sehr heiß) waren wir froh, dass die Rückreise nicht zu lang dauerte.

    Ich vermute, dass die Anreise von Norden (SF) oder Südwesten (LA) zu einer deutlich anstrengenderen Erfahrung des Death Valleys führen würde, von der eigentlich abzuraten ist. Also meiner Meinung nach. Nach vier Stunden Fahrt raus aus dem klimatisierten Fahrzeug, hinein in diese Mörderhitze, das ist tierisch erkältungsfördernd. Mark my word 😉

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  17. Leif

    Ohne alle Kommentare hier gelesen zu haben, vielleicht wurde es schon erwähnt :

    Es gibt eine Organisation von reichen Menschen, die gutes tun:
    Der Millennium pledge, gegründet von Gates und Bufett, ist ein Verein, dem die meisten der 20 reichsten Menschen der Welt plus zahlreiche weitere Schwerreiche beigetreten sind.
    Aufnahmevorraussetzung ist, dass derjenige bis zu seinem Tod und wenn nicht bis dahin, dann testamentarisch verpflichtet ist, 95% seines Vermögens karitativen Zwecken zu spenden.

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