WR401 Angela Merkel FKK Club Resort

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal mit den USA, den Bergen, einem Opel Corsa, der Polizei, Sport und Spiel, Gewinnern und dem Wetter.

Ohne Toby ginge es nicht. Hier sein Klingelbeutel.

 

Shownotes
von hatethedevil, poolnitz und tagamemnon

Begrüßung

00:00:00

Ferngespräche von Holgi — Der Erste Realitätsabgleich (Mai 2012) — Toby war in den USA und flog genau dann zurück, als er den Jetlag abgelegt hat — Jetlag — San Francisco — Toby fängt wieder an Alkohol zu trinken, dank Craft-Beer — Mikkeller Bar San Francisco — "In Kalifornien stinkt es an jeder verdammten Straßenecke nach Gras" (Toby) — Holgi war Bergsteigen (Reutberg) im Bayrischen Oberland — Timberland Boots möchtegern Boots — Zudem hat Holgi einen Schlitten mit nach oben genommen und hatte eine 7 Minuten Abfahrt.

Rund ums Auto-Bashing

00:13:27

Opel Corsa — Opel-Bashing wird langsam zur Haltung — "Auto fahren macht vergesslich" (Holgi) — Tobys Kumpel hat ein MG F — "Autofahren ist die kleine Geburt" (Holgi) (Suhlendorf - Uelzen)  — Holgi will sein Brompton verkaufen um ein anderes Brompton zu kaufen — Nikon D7100 — Nikon D7200 — Carsharing Greenwheels — Bürgertelefon der Polizei Berlin — Christopher Lauer (Holgi hat die "110" gewählt weil ein reservierter Carsharing-Parkplatz zugeparkt war - Folge es kam der "Dickste Polizist" den Holgi je gesehen hat)  — Tempelhofer Damm — David Foster Wallace (This is Water)  — Toby ist Metronom gefahren.

Sport und Spiele

00:45:02

Holgi läuft wieder, nach dem er im Winter zugelegt hat — drei Monate Pause ergaben vier Minuten Laufen, dann war Feierabend — Holgi findet die meisten Spiele langweilig und mag keine Spiele mit kompliziertem Regelwerk — Mühle — Schach — Holgi will nicht gewinnen, sondern Recht haben, Toby ist hingegen sehr kompetitiv (Toby hat Laufpause, sein Fuß ist kaputt - Überlastung)  — Holgi will mit dem Fahrrad vom Tegernsee zum Achensee radeln (Tegernsee — Achensee)  — Toby will viele Hörer haben — Jörg hat Holgi einen Faber-Castell Ondoro Füllfederhalter geschenkt — Aktuelle Schlagzeile: Merkel FKK Club Resort.

Das Wetter

00:58:50

"In der Nacht zum Mittwoch im Osten und Süden schauerartige Niederschläge, im Bergland durchweg als Schnee, im Flachland teils Graupel und Schneeregen. Glättegefahr. Im Westen und Norden teils aufklarend, dazwischen Schneeregen und Graupelschauer. Tiefstwerte zwischen 2 und -3 Grad, im Bergland darunter. Recht verbreitet Straßenglätte. Im Bergland und an der See stark böiger Wind mit stürmischen Böen. — Am Mittwoch weiter wechselhaft, vor allem im Norden und Richtung Alpen Regen oder Schnee, im Norden auch kurze Gewitter. (Höchsttemperatur meist 2 bis 9 Grad. Meist mäßiger bis frischer, in Böen auch starker bis stürmischer West- bis Nordwestwind.") .

89 Gedanken zu „WR401 Angela Merkel FKK Club Resort

  1. Robert

    “Autofahren macht keinen Spaß” Ich habe die Erfahrung gemacht dass es tatsächlich auf das Auto selbst ankommt ob man Spaß beim fahren hat oder nicht, da stören dann nicht mal rote Ampeln, Staus usw.
    Vor ein paar Jahren habe ich mir im Zustand geistiger Umnachtung einen Audi A8 geholt, definitiv das dämlichste was man so anstellen kann in Sachen monatliche Fixkosten (AHH!!!).
    ABER, ich hatte vier Jahre wirklich jede Minute Spaß die ich in diesem Wagen verbracht habe! Und ich bin absolut kein Autonarr, aber sogar wenn ich mich auf das Fahrzeug zubewegte um einzusteigen hatte ich Freude 🙂
    Als die vier Jahre Leasing vorbei waren hatte ich ziemlich genau 100.000 Euro ausgegeben, also Sprit, Reifen usw. dazugerechnet…war es das Wert? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht, ich hatte einfach unglaublich viel Spaß mit diesem Auto!
    Jetzt fahre ich seit ein paar Jahren Mazda6, auch kein schlechtes Auto, aber Spaß habe ich trotz guter Motorisierung und Ausstattung eigentlich keinen mehr….jetzt ärgere ich mich auch wieder über rote Ampeln oder Staus, das hat mir im Audi nichts ausgemacht 🙂
    schon komisch irgendwie….

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    1. dev0

      100.000 Euro in vier Jahren für einen Klumpen Metall, Plastik und Gummi. So ist eben der Deutsche, einfach nicht ganz dicht in Kopf.

  2. franker69

    Moin!
    Ich muß leider beim Corsa Bashing reinkrätschen. Der arme kleine kann nix dafür, wenn man per USB die Podcasts nicht ansteuern kann. Das ist Apples Schuld. Seit dem die Podcast App ausgelagert ist, kann man die nicht mehr mit der IPod Steueruing ran. Meistens klappt es, wenn man aus der Podcast App oder aus Instacast den Podcast auf dem Gerät startet und das Signal über USB übernommen wird. Ältere Geräte melden dann aber gerne einen Fehler. Das gilt übrigens für alle Geräte die per iPod Protokoll steuern wollen. Bei den aktuellen Modellen (Holgi hatte sicher ein Altes) kann man auch einfach bei Bluetooth strömen.

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    1. cwe

      Moin,
      das Podcast ansteuern geht immer noch, da verhält sich das Telefon wie ein alter iPod. Nur alle Apple Geräte sind nicht in der Lage Audio über USB auszugeben. Das geht nur über den Umweg mit LineOut oder halt Kophörerbuchse. Das konnte Holgis geliebter Ford genau so wenig. Ich durfte mir dafür bei Ford für teuer Geld ein Y-Kabel kaufen.

  3. Micha

    Endlich wieder ein Realitätsabgleich…Hab schon Panik gehabt das ihr uns vergessen habt..grins…Aber ist schon klar wenn sich einer von euch beruflich im Land der unbegrenzten Idiotie aufhalten muss..Der arme Kerl

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  4. Copenheger

    Moin zusammen,

    Mikkeller kommt übrigens aus Kopenhagen, kann also günstiger genossen werden als dafür über den großen Teich zu jetten. Am besten im Rahmen der jährlichen Biermesse. Dann kann man bei der Gelegenheit gleich den Output der anderen zahlreichen dänischen Microbreweries mit verkosten. Skål aus CPH.

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    1. Copenheger

      Hey, da gibt’s schon einige andere Gründe als nur Bier. 😉 Ansonsten bei Interesse die.Suchmaschine des geringsten Mißtrauens nach “Ølentusaisten” befragen und die Zeit blocken/Reise buchen. Es gibt ‘ne ziemlich schmerzfreie direkte Zugverbindung HH/CPH.

  5. Repat

    Kaum hat Holgi von den asozialen SUV Fahrern erzählt,fährt einer im BMW mit quietschenden Reifen viel zu schnell am Alex direkt an Fahrradpolizisten und mir vorbei. Q.e.d.

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  6. Robert

    @dev0 – Also das Metall, Plastik, Gummi usw. waren schon verdammt nett angeordnet, also nicht direkt ein Klumpen. Das Auto wird übrigens weltweit verkauft, nicht nur in Deutschland….aber so sind sie halt die Deutschen….ein Grund zum meckern wird immer gefunden 🙂

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    1. dev0

      Ich meckere nicht, ich beleidige Materialisten wie dich (und ich kann die Antwortfunktion nutzen).

    2. Chris

      @dev0

      Offensichtlich sind die Leute auch noch so blöd in der Birne,
      dass sie öffentlich über die Ausgaben/Interessen Anderer urteilen müssen.

  7. Anne

    Beim Thema “mangelnder Ehrgeiz bei Spielen” musste ich schmunzeln, weil es mir genauso geht. Tatsächlich spiele ich sogar sehr gerne und versuche (meistens) auch zu gewinnen, aber letztlich ist es mir wirklich völlig egal, ob ich gewinne oder verliere. Ich kann mich darüber einfach nicht ärgern. Bei Siedler von Catan habe ich eine zeit lang sehr konsequent immer verloren, weil ich mir die Gewinnregeln nicht merken konnte und so sehr mit Rumbauen beschäftigt war, dass ich immer sehr verdutzt war, wenn auf einmal irgendwer gewonnen hatte, während ich gefühlt aber doch noch gar nicht fertig war.

    Vielleicht ist das auch so’n Einzelkindding oder man braucht eine kleine Tendenz zum Eigenbröteln oder es ist halt einfach eine Charaktersache ohne erkennbaren Zusamenhang mit irgendwas anderem.

    (Und tatsächlich: Recht haben will ich auch immer. Mein Mann möchte immer scherzhaft Tage im Kalender rot ankreuzen, wenn ich mal zugebe, dass ich irgendwo nicht Recht hatte. Was aber halt auch daran liegt, dass ich eben meistens Recht habe.)

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    1. Romconstruct

      ich bin Einzelkind, spiele sehr Brettspiele, auch gerne welche mit Regeln die man erst nach einiger Spielzeit so recht verinnerlicht hat und dennoch will ich nie zwingend gewinnen.

      Natürlich macht es Spaß wenn man am Ende oben auf dem Treppchen steht aber das ist für mich kein Muss. Im Vordergrund steht für mich einfach nur der nette Abend mit Freunden. Dazu gerne mal ein guter Whisky (oder 2 oder 3…), ein netter Wein, ein gutes Bier…

      Und dabei ist es für mich auch schöner sich hier und da mal locker unterhalten zu können als ständig voll konzentriert alles mögliche durch zudenken. Was nicht heißt dass ich nicht hier und da schon versuche gewisse Strategien zu verfolgen.

      Aber ich will gar nicht wissen wie oft ich auch schon bei Doppelkopf verloren habe weil ich es vorzog mich mit den Leuten zu unterhalten. Hat hier und da auch schon mal 4-5€ gekostet, aber das war es mir dann auch wert denn ich hatte trotzdem Spaß am Spiel und nette Unterhaltungen.

      Was ewig lange/komplexe Regeln angeht:
      Ja das kann manchmal schon etwas nervig sein aber je mehr man spielt, desto eher erkennt man sehr ähnliche Mechaniken und kommt daher meist auch sehr schnell rein. Zudem sieht es bei uns in den Runden i.d.R. so aus das der Besitzer des Spiels sich die Regeln genau durchliest, sich informiert und das Spiel dann allen anderen vermittelt. Damit kann man dann meist auch in 10-15min starten.

      Mittlerweile gibt es auch viele gute Tutorial Videos, oft sogar von offizieller Seite, die einem Spiele erklären. Oder es gibt Shows wie z.B. TableTop mit Wil Wheaton.

      Aber wem das halt so gar nicht liegt…
      Bei Holgi sehe ich da gewisse Zusammenhänge zu seiner Abneigung gegen Fantasy. In meinem erweiterten Bekanntenkreis sind alle Spieler auch Leute die gerne Fantasy oder SciFi lesen bzw. entsprechende Filme/Serien gucken und auch immer recht viel gespielt haben. Dabei müssen die Spiele mit diesen Genres rein gar nichts zu tun haben. Aber ich würde mal hinter beidem eine gewisse Art von “Realitätsflucht” vermuten die man nicht hat wenn man beispielsweise eher Krimis/Thriller liest/guckt die dann doch deutlich mehr Realitätsbezug haben. Damit steigt und fällt ggf. auch die Bereitschaft sich in andere Welten und/oder bestimmte Regelwerke reindenken zu wollen.

      Womöglich gibt es da ja eine Verbindung, womöglich ist das aber auch Unfug 😉

    2. Mokkel

      Es gibt ja auch kooperative Brettspiele. Vielleicht wäre das was für dich Holger.
      Leider sind die meisten kooperative Brettspiele die ich so kenne, sehr komplex (Robinson Crusoe – Abenteuer auf der Verfluchten Insel) und sehr schwer (Die Legenden von Andor) und/oder mit Fantasy-Setting (Die Zwerge) . Das heißt man muss schon extrem frusttolerant sein um nicht den Spaß zu verlieren. Da ich auch kein Fantasy Fan bin, stört mich das Setting nicht, man taucht ja kaum in die Welt ein, wie etwa bei P&P Rollenspielen.

      Aber dafür ist die Freude um so größer, wenn man zusammen gewinnt. Wenn man verliert kann man keinen schuldigen ausmachen, denn es tragen immer alle zum Sieg oder durch Fehler zu Niederlage bei.

  8. acknowlli

    Um auf ein Bier zu Mikkeller zu gehen, muss man nicht in die USA fliegen. Zu Hause ist Mikkeller nämlich hier in Kopenhagen, und das ist von Berlin so einfach zu erreichen, dass Holgi da einfach mal zum Saufen hinfliegen kann 🙂
    Haben auch tolle Saftschorle da. *schnüff* Abstinent auf Kneipentour ist immer so frustrierend…
    Aber Mikkeller ist nett. Da schlepp ich am Wochenende mein Brüderchen hin. Danke für den Tip 😀

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  9. Valentin

    Hallo,
    du hast deinen Leihwagen am Montag Nachmittag zurückgegeben? Dann hätte ich eine Theorie zu dem dicken Polizisten: Ich könnte mir vorstellen das die ganzen jung-dynamischen Polizisten im gesamten Bundesgebiet unterwegs waren, um die -gida-Demonstranten beim ausüben ihrer Demonstrationsfreiheit zu unterstützten.

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  10. Stefan

    Hallo Holgi,

    also ich habe das Gefühl, dass die Polizei generell immer weniger zu gebrauchen ist. Die verlagern ihre Fahndungen ins Internet und jagen irgendwelche Phantome und Geister im PreCrime-Stadl. Es werden irgendwelche Bagatellstraftaten aufgeblasen, tausende von Hausdurchsuchungen jeden Tag durchgeführt wegen Kleinkriminalität, aber das, worauf es ankommt, da werden die Budgets immer mehr gekürzt.
    Meine Erfahrungen im Straßenverkehr vor einiger Zeit war, dass mein Auto abgeschleppt wurde vom ADAC und der ADAC-Lastwagen einen Unfall hatte. Er wollte Platz machen für einen entgegen kommenden Krankenwagen, setzte zurück und drückte dabei die Motorhaube eines dahinter befindlichen Kleinwagen ein, den er im Rückspiegel nicht sehen konnte. Gab halt etwas Blechschaden und das wars.
    Also Polizei gerufen…. es dauerte geschlagene 2 Stunden, bis die Polizei vor Ort war. Dreimal fuhr ein Einsatzwagen vorbei. Einer blieb mal kurz stehen und sagte, dass er informiert ist und unseren Unfall aufnehmen soll, aber sich gerade ein Einsatz gemeldet hat, der vorgehen würde. Man würde sich aber im Anschluss darum kümmern.
    Die Straße, eng, extrem stark befahren und wir waren definitiv ein massives Verkehrshindernis.

    Zwischendrin kam dann der Krankenwagen vom Einsatz zurück, der Fahrer bleibt zurück und entschuldigte sich, weil er halt gesehen hat, dass der Unfall praktisch wegen ihm entstanden ist. Also zumindest, weil der ADAC-LKW eben wegen dem Krankenwagen zurückgesetzt hatte, um Platz zu machen. Fuhr aber dann natürlich weiter, hatte ja sonst nix damit zu schaffen.

    Die Polizei, ein junger Kollege und ein älteres Semester brauchen erstmal eine Stunde, bis alles aufgenommen wurde und kamen dann auf die Idee: “Moment, da ist ein Krankenwagen involviert gewesen? Dann müssen wir [irgend so eine Spezialtruppe einfügen] einschalten.” – also noch über 1,5 Stunden gewartet, bis sich die Herren heraus bewegten, obwohl die Dienststelle dafür nur einige Minuten entfernt war.
    Am Ende wurden lediglich eine handvoll Fotos gemacht, der Vorfall aufgenommen und danach sind beide weitergefahren. Das war eine absurde und skurille Begegnung mit der Polizei, die meiste Zeit bestand aus Herumstehen und Warten. Es fehlte eindeutig an Personal. Die Beamten konnten nix dafür, die hatten halt zwei Einsätze. Unseren und dann einen, der eben höhrere Priorität hatte. Kann ja vorkommen. Aber dass das so wenige Polizisten sind, dass man an so einem Verkehrspunkt eine solche risikobehaftete Situation stundenlang liegen lassen kann, ist schon bezeichnend.
    Wir haben eigentlich drauf gewartet und gewettet, wie lange es dauern würde, bis in unsere Unfallstelle noch ein anderer reinfährt…
    An anderer Stelle sitzen sie sich vor Langeweile den Hintern breit und jagen irgendwelche Internetphantome, Leute, die irgendwo irgendwelche Dateien heruntergeladen haben und angebliche “Terroristen”, die sich dann doch als keine herausstellen. Präventionspolitik und Hexenjagden pur. Da bleiben dann für reale Vorfälle natürlich irgendwann keine Ressourcen mehr übrig.
    Und da unsere Gesetze auch immer absurder und schwammiger werden, wird das wohl ewig so weitergehen.

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  11. Jens

    Hallo Holger, ich denke deine These “Autofahren macht asozial” ist falsch.
    Ich fahre jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit und kann überhaupt nicht behaupten, dass da mehr Trottel unterwegs sind.
    Ich möchte aber ein andere Theses formulieren:

    “Asoziale im Auto fallen mehr auf und erzeugen einen größeren Schaden als andere Verkehrsteilnehmer”

    Meiner Meinung nach ist die Arschloch-Quote in der Bevölkerung über alle Schichten und Berufe konstant.
    Sagen wir mal , es gibt ca. 5% komplette Arschlöcher.
    Die beobachtet man überall:
    Es gibt sie als Anwälte, Polizisten, Priester, FDP, Deutsche, Türken und Frauen.
    Was sich aber unterscheidet, ist unserer Individuelle Toleranz gegenüber einem Arschloch.
    Viele “Ich bin sooo korrekt” Twitter User ignorieren Frauen-Arschlöcher komplett, sehen aber jeden Mann-Arsch:-) Und das ist kein Vorwurf, sondern unser Wesen.
    Ich habe es mit einem Polizisten-Arsch zu tun gehabt, und kann mich da Jahre später noch drüber aufregen.

    Dummerweise kann man mit den 5% ganz locker alles unterbinden, was einem gerade nicht gefällt.
    Kostenlos Getränke vom Arbeitgeber? Wird wieder abgeschafft, weil ein Arsch ganze Kisten mitnimmt.
    Freies Internet? Geht nicht, weil ein paar Leute Mist bauen.
    Egal was, das geht immer.
    Die Politik nutzt das aktuell gnadenlos aus, stellt die 95% zu den 5%, die immer als Begründung hochgehalten werden. Ist halt einfach.

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    1. Robert

      Hallo Jens,

      ich bin auch nicht so ganz einverstanden wie Holgi über die Autofahrer schimpft, allerdings habe ich keine Erfahrung was es bedeutet in Berlin mit dem Rad zu fahren, aber es muss wohl echt schlimm sein. Ich lebe in Bayern auf dem Land, mit tollen breiten Radwegen, aber auch im Stadtverkehr beobachte ich nur sehr selten dass da nicht auf die Radfahrer aufgepasst wird. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass in unserer Region fast jeder selber in seiner Freizeit viel mit dem Rad unterwegs ist, sehr viele Mountainbiker aber auch Rennradfahrer. Es scheint also eine gewisse Solidarität zu geben, die evtl. in Großstädten nicht vorherrscht. Vor allem schärft es natürlich das Bewusstsein SELBER Rad zu fahren und die Probleme zu kennen.
      Was ich aber sehr wohl bemerke ist, dass wenn man ins Auto steigt gegenüber anderen Autofahren manchmal zu wenig Toleranz walten lässt und man sich schnell in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt. Das ist, so glaube ich, wohl auf der ganzen Welt gleich, frei nach dem Motto: “my car is my castle” und ganz egal was passiert : ICH habe jetzt RECHT…und im Zweifel die Vorfahrt 🙂
      Irgendwas passiert scheinbar wenn wir den Zündschlüssel umdrehen, wobei Frauen da glaub ich anders sind,vielleicht liegst ja wirklich am Testosteron 🙂
      Mit dem Rad passiert diese Transformation scheinbar nicht.

    2. Romconstruct

      So ganz nachvollziehen kann ich Holgis Aussagen auch nicht.
      Zwar fahre ich nur noch selten Auto da ich selber auch keins besitze und ich stimme Holgi auch zu dass es, insbesondere in der Großstadt, oft wenig bis gar keinen Spaß macht.

      Aber ich würde sagen das liegt viel mehr an der Reizüberflutung. Man muss im dichteren Verkehr auf so viel achten, dazu dann noch Parkplatzsuche etc. das macht wirklich keinen Spaß.

      Aber Asoziale gibt es überall.
      Seit ich mehr Fahrrad fahre, da ich mir durch eine Wrint folge angestachelt auch mal ein Rad zugelegt habe ;), fällt mir extrem auf wie unfassbar rücksichtslos einige Radfahrer Unterwegs sind. Verkehrsregeln werden quasi eh ignoriert, insbesondere rote Ampeln. Die sind für Autofahrer, schwache/langsame Fußgänger und feige Radfahrer.

      Mit der Beobachtung bin ich auch mal an 2 Bekannte herangetreten die schon einige Jahre hier in der Großstadt (Dortmund) mit dem Rad unterwegs sind. Die haben es mir auch bestätigt und auch ganz offen gesagt das sie bewusst Regeln ignorieren weil man ja so schön schnell mit dem Rad voran kommt. Ist doch toll wenn man sich da durch die Autos durchwurschteln kann, hier mal schnell über ne rote Ampel, da mal fix quer über alle Spuren…je länger man fährt desto mutiger und abgebrühter wird man.

      Das wiederum beobachte ich auch bei mir. Weil ich auf dem Weg zur Arbeit auch mal locker 5min einsparen kann nur weil ich Ampeln ignoriere. Klar versuche ich dabei immer drauf zu achten niemanden zu gefährden und im Zweifelsfall richtet ein Fahrradfahrer auch deutlich weniger Schaden ans als ein Autofahrer bei einem Unfall. Aber macht es das besser und weniger asozial?

      Auch Fußgänger kann man nicht ausnehmen. Die ignorieren eh sämtliche Radwege und achten wenn dann nur auf die Autos, da diese laut und offensichtlich stärker sind. Radfahrer werden meist nicht wahrgenommen. Kürzlich war ich in der Mittagspause mit einem Arbeitskollegen unterwegs der aus Berlin stammt. Vor uns gingen zwei Fußgänger, natürlich mitten auf dem Radweg. Beide schon etwas älter aber keineswegs Fußlahm und auch nicht mit Kopfhöreren und Scheuklappen bewaffnet. bewaffnet. Ein normal schnell fahrender Radfahrer klingelte schon von weitem und musste dann letztendlich zwischen uns (auf dem Fußweg) und den anderen (auf dem Radweg) Schlangenlinien fahren um irgendwie durchzukommen. Kommentar von dem Kollegen aus Berlin zum Radfahrer “Wie asozial da so wild zu klingeln. Typisch deutsch, Hauptsache auf dem eigenen Recht bestehen da jetzt fahren zu wollen”…

      Lange Rede kurzer Sinn:
      Ich glaube das es hüben wie drüben viele Asoziale gibt, Autofahrer ggf. stärker auffallen weil sie die Lautesten und Stärksten sind und man selbst einfach die Gruppe weniger schlimm beurteilt zu der man selber gerade gehört. Bei Holgi kommt dann scheinbar noch der “ehemaliger Raucher und jetzt militanter Nichtraucher” Effekt hinzu. Wenn man selber feststellt für welche unnützen Strecken man oft das Auto genutzt hat obwohl es schneller/besser mit Rad oder ÖPNV gegangen wäre, dann ärgert man sich jetzt im Nachhinein vielleicht mehr und achtet Besonders auf andere die es wohl noch immer nicht gelernt haben.

  12. Moritz

    Die Geschichte mit dem Polizisten war ja mal ganz großes Kino xd.
    Aber diese Sache mit der Rücksichtslosigkeit kann einen echt den Kopf zermattern.
    Ich mein der Eindruck, dass sich die meisten oder sehr viele Leute auf den Straßen offensichtlich wie die Assis Aufführen scheint sich immer und immer wieder zu bestätigen.
    Egal wie differenziert man darüber nachdenkt, warum sich jener so rübelhaft Verhalten hat.
    Am Ende stellt sich einzig ersichtlich heraus, dass es Menschen gibt die schlicht und ergreifend Prinzipell mehr Rechte sowie Akzeptanz für sich in Anspruch nehmen als sie anderen in der Weise zugestehen würden.
    Sprich einfach Arschlöcher.
    Und wie Holgi schon richtig meinte: Da hilft eigentlich nur Strafe bzw. Sanktion.
    Das ist wohl die einzige Sprache in der man bei solchen Menschen Zugang findet.

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  13. timo

    Gut, dass Holgi kein Auto mehr hat und auch lieber mit anderen Verkehrsmitteln unterwegs ist.
    Das Knöllchen für den Falschparker halte ich – wie Tobi – für angemessen.

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  14. Chris

    Zu der Sache mit dem rodeln und rutschigen Schuhen auf Schnee und Eis – da möchte man Yaktrax Pro haben (Link spare ich mir, gibt es allerorten). Funktionieren und sind robuster als sie aussehen, meine haben schon knapp 200 km hinter sich, inkl. Asphalteinlagen.

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  15. Florian

    Zu den Konservativen und den fehlenden Fixerstuben: Bei uns in Stuttgart gibt es seit kurzem sogar eine offizielle Diamorphin-Abgabestelle, die vom Gemeinderat (auch den Konservativen) mit großer Mehrheit beschlossen wurde.

    Infos: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-diamorphinprogramm-schuss-unter-aerztlicher-aufsicht.1dfe39a6-6628-4456-beca-d65268e3a97d.html
    Noch mehr Infos: http://www.suchtmedizin-stuttgart.de/tl_files/spp/pdf/diamorphin-flyer.pdf

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  16. Reba

    Ich denke, der Polizist hat nicht spontan entschieden, sondern sein Vorgehen ist vielmehr das Ergebnis von zahlreichen Erfahrungen, wo die Polizei von wütenden Bürgern angerufen wird, um ein Auto abschleppen zu lassen. Die Polizei lässt sich vermutlich grundsätzlich nicht gerne für persönliche “Racheakte” instrumentalisieren, selbst wenn der Beschwerdeführer grundsätzlich im Recht ist und die einzelnen Beamten sind mit Sicherheit dazu angehalten, die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

    Wegen der 110 – genau die selbe Empfehlung haben wir (MUC) vor kurzem auch von unserem Kontaktbeamten bekommen. Anscheinend ist das der effizienteste Weg, die Anforderung direkt an die Einsatzfahrzeuge zu bringen.

    Antworten
    1. Robert

      Vor ein paar Jahren hab ich mal ne Frau angezeigt weil sie mir den Parkplatz vor der Nase weggeschnappt hat. Es war ein einem Samstag vor einem Einkaufszentrum und ich bin gefühlte 100 Runden gefahren bis ich dann einen freien Parkplatz erspähte, ich also brav geblinkt und wollte grad reinfahren – schwups – fährt mir ne Frau mit einem Affenzahn in “meinen” Parkplatz! Ich meine, ich fuhr schon los um einzuparken….und dann sowas! Ein paar Tage vorher war ein neues Gesetz rausgekommen das besagt dass wer als erster blinkt ein Anrecht auf den Parkplatz hat, vorher war das scheinbar anders. Ein paar Minuten später hab ich die Frau dann im Supermarkt zur Rede gestellt und gefragt ob sie sich immer so rücksichtslos verhält. Sie meinte nur lachend: “Tja, wer zuerst kommt mahlt zuerst!”
      Daraufhin erzählte ich ihr von dem neuen Gesetz aber sie meinte nur: “Ja dann zeigen sie mich halt an”
      Wenn sie gesagt hätte sie hat es besonders eilig oder sonst irgendwelchen Stress und es tut ihr Leid oder sowas, wär ja alles gut gewesen, aber sie war echt saufrech!
      Also bin ich zur Polizei und hab Anzeige erstattet, als ich dem Polizisten sagte dass mir das fast peinlich ist, meinte dieser aber das es völlig OK sei und sie jetzt 40 Euro bezahlen muss.

      Ich versteh Holgi da voll und ganz, wenn nie jemand was macht dann ändert sich auch nichts! Man muss diesen rücksichtslosen Arschlöchern auch mal die Grenzen aufzeigen, mit netten Worten kommt man bei diesen Ignoranten nämlich nicht weit! Und es wird meiner Ansicht nach immer schlimmer, Blinken vor dem Richtungswechsel zum Beispiel ist scheinbar aus der Mode gekommen, die wenigsten Autofahrer blinken noch wenn sie abbiegen usw.
      Was soll das???
      Das heißt doch nichts anders als: Die anderen können mich mal am Arsch lecken, ich bin ich und nach mir die Sintflut…wo soll das noch hinführen….

    2. Reba

      Das Parkplatzwegschnappen habe ich auch schon einige Male erlebt und finde es an Unverschämtheit kaum noch zu toppen. Die nutzen es z.T. auch noch aus, dass man ihnen die Spur quasi vor nachkommenden Fahrzeugen freihält, um schnell in die Lücke reinzuflutschen. Da finde ich eine Anzeige mehr als berechtigt!

    3. Donngal

      Ach Gott, vielleicht bin ich zu geduldig, weil ich sowieso aus Prinzip nur in der Nähe des Eingangs parken will, und deshalb sowieso ewig rumkurve, und zwar immer, aber das ist doch ein dämliches Gesetz. Mir doch egal, wenn ein anderer den Parkplatz nimmt, vielleicht hat er es eiliger oder weiss nicht, das ich es eigentlich am eiligsten von allen hab.

      Such ich halt weiter, findet sich ja vielleicht sogar noch ein besserer Platz.

    4. Heine

      Für München kann ich das bestätigen.
      Kollege wollte einen selbstverschuldeten Parkrempler anzeigen und hat extra die Nummer der Dienststelle rausgesucht weil das ja kein Notfall ist. Die haben ihn fast zusammengeschissen, dass er die 110 anrufen soll.

  17. Robert

    Eigentlich bin ich kein Freund dieser “Anzeigerei”, weil es ja auch Zeit kostet und schon irgendwie Kleinbürgerlich ist 🙂 Andererseits muss man doch irgendwas machen, wie gesagt mit gutem Willen und der Hoffnung dass der andere seinen Fehler einsieht kommt man leider nicht weit, und völlig zu resignieren kann keine Lösung sein.
    Ich frage mich nur: Wie kommt diese Ignoranz und Rücksichtslosigkeit in unsere Welt?
    Sind es die Medien oder die Eltern die keine Zeit mehr für ihre Kinder haben? Wahrscheinlich ein Mix von vielen Dingen, schade 🙁 Es ist jedenfalls ein Jammer denn es geht uns so verdammt gut! Paradox ist ja auch die Tatsache dass immer wenn eine Situation wie Überschwemmung oder sonstige Katastrophen passieren die Menschen wirklich füreinander da sind und sich helfen…eine verrückte Welt….

    Antworten
    1. kumi

      » Wie kommt diese Ignoranz und Rücksichtslosigkeit in unsere Welt?

      Die war schon immer da. Verkauft sich aber schlechter als gute Nachrichten.

    2. Moritz

      Ich glaub die meisten legitimieren sich ihr Verhalten mit der Argumentation: du bist entweder Opfer oder Täter und wenn du nicht als erster rücksichtslos bist machts jemand mit dir.
      Hinzu kommt wahrscheinlich, dass wenn man in seinem Leben noch dazu keine negativen Reaktionen auf so ein Verhalten bekomnen hat, irgendwann sich das so verinnerlicht und man sich als etwas besseres im Recht sieht.
      Menschen die Angst haben im Leben zu kurz zu kommen und sich in andere Mitmenschen garnicht hineinversetzen können…

  18. Bernhard K

    Ich habe ein Spiel mit einfachen Regeln für Holger: Go (auch Baduk oder Weiqi genannt). Es gibt eigentlich nur 3 Regeln: Es wird abwechselnd mit Schwarz und Weiß gesetzt. Wer den Gegner eingeschlossen hat, darf dessen Steine vom Brett nehmen. Wer die meisten Steine aufs Brett kriegt hat gewonnen.

    Antworten
  19. Bernhard K

    Holger wird langsam zum Nichtautofahrer. So ähnlich, wie es aggressiver Nichtraucher gibt, die sich über jede Qualmwolke ärgern, stört ihn nun das Autofahren eigentlich nur nervt.

    Antworten
  20. Bernhard K

    Zum Corsa: Wer Kleinwagen aus den 90ern kennt, wird vom Corsa natürlich sehr enttäuscht sein. Einen agilen Kleinwagen mit einfacher Bedienung und geringem Benzinverbrauch gibt es vielleicht eher in der Twingo/Ford KA und VW Up-Klasse.

    Zum Golf stand mal in einer Zeitung: “Der Golf ist ein genialer Kleinwagen aus den 70er Jahren, der jetzt in seiner siebten Version auf den Markt kommt. Seit dieser Zeit ist er eigentlich nur verschlimmbessert worden”. Das ist beim Corsa nicht anders.

    Antworten
    1. Norti

      Ach, also wenn ich mich über Gestank und Ignoranz ärgere, bin ich gleich aggressiv? Interessantes Weltbild haben sie da…

      Letzens las ich so unter einer Diskussion zu rauchfreien Räumen (sinngemäss): Ich habe ja die Angewohnheit mit einer kleinen Wasserpistole rumzulaufen, und ab und zu damit rumzuspritzen. Und wenn es jemanden stört, antworte ich, dass das Wasserspritzen für mich einfach dazugehöre und der entsprechende doch rausgehen und sich dafür einsetzen könne, wasserspritzerfreie Räume einzurichten. Und als Kompromiss würde ich vorschlagen, dass sich doch alle Regenmäntel anziehen könnten.” 😉

      slightly offtopic, sorry

  21. j0hn

    Ich versteh echt nicht wieso man irgendwelchen Falschparkern, Verkehrsrodwys mit Abschleppern oder Anzeigen bewirft. Da wär mir meine Zeit viel zu schade und in der Regel ist doch Hopfen und Malz bei solchen Leuten schon verloren. Klar lernen es die Leute sonst nicht, aber dass ist doch nicht meine Aufgabe den Irgendwas beizubringen. Anscheinend fehlt es mir da an Weltverbessertum oder ich bin zu ignorant. Im Gegenteil, wenn nab solche Leute anzeigt beschäftigt man sich viel zu intensiv (z.B. warten auf den Abschlepper) mit solchen negativen Leuten. Nichmal wegignorieren ist für mich die bessere Lösung.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Falschparker sind mir meist auch egal, hier hatte ich hauptsächlich bloß Bock, zu trollen. Wenn aber jemand meine Gesundheit gefährdet, sehe ich nicht ein, warum ich ihn in diesem Verhalten noch bestärken soll, indem ich ihn unwidersprochen gewähren lasse. Möglicherweise bist Du nur noch nicht oft genug in solchen Situationen gewesen?

    2. Reba

      Früher wollte ich auch immer nur ja nicht spießig sein, sondern tolerant und weltoffen. Heute weiß ich, dass Toleranz nur den Rücksichtslosen dient und ich wehre mich gegen jede Rücksichtslosigkeit, die mir widerfährt. Wie ich finde, zurecht. Das hat nichts mit Weltverbesserung zu tun.

    3. Anne

      Ich denke schon, dass die Leute was draus lernen. Wir sind kürzlich abgeschleppt worden, weil wir in unserer Straße auf einem Bürgersteig geparkt haben. Die Parksituation war mal wieder eher mittelprächtig und es gibt da halt einen Platz, der offiziell kein Parkplatz ist, wo man sich aber irgendwie noch hinstellen kann. Dann steht man etwas ungünstig auf dem Bürgersteig rum, aber es ist zumindest gefühlt noch genauso viel Platz drumherum wie beim restlichen Bürgersteig auch.

      Nach so einer Geschichte parken wir da aber sicherlich nicht noch mal. So ein Knöllchen nimmt man eben mal in Kauf, gerade, wenn man keinen Bock mehr auf Parkplatzsuche hat und es ja auch ein bisschen ein Glücksspiel ist, ob man überhaupt erwischt wird. Mit knapp 200 Euro Gesamtkosten plus Aufwand fürs Autoabholen ist der Parkplatz jetzt für uns mal sicher tabu. Und wir scheinen nicht die ersten zu sein, die da schon abgeschleppt wurden. An der Stelle glaube ich auch nicht, dass wir von einem Mitbürger angezeigt wurden, sondern, dass die Stadt mal wieder ein paar Leute losgeschickt hat, um ein bisschen Geld in die Kasse zu kriegen. Es muss halt nur ausreichend weh tun.

      Gleichzeitig könnte ich mich aufregen über die Leute, die halt teilweise echt asozial parken, eben genau so, dass auf einen Platz, wo eigentlich zwei Autos recht genau hinpassen, dann doch nur noch eines passt, weil man zu faul war noch mal einen Meter vor oder zurück zu fahren. Oder sich eben doch immer mal versuchsweise in unsere Auffahrt stellen und mit großen Augen angucken, wenn man ihnen sagt, dass sie da aber wieder wegmüssen, weil da eben durchaus auch mal jemand raus will. Bisher war der Leidensdruck noch nicht groß genug, aber wenn mir sowas öfter immer bei den gleichen Situationen passieren würde, dann hätte ich auch irgendwann keinen Bock mehr und würde im Zweifelsfall halt die Polizei rufen. (Auch gehabt: Beim Umzug, Hinweisschilder standen schon seit ein paar Tagen, offiziell bei der Stadt beantragt und vom Umzugsunternehmen aufgestellt, stand dann eben doch ein Auto genau in der reservierten Zone. Ich hab vergessen, ob die Polizei schon da war, aber der Fahrer, der dann doch noch auftauchte, war sich keiner Schuld bewusst und war nur der Meinung, man müsste sich mal nicht so anstellen.)

    1. Felix

      @Holgi
      Ich bin 33 mache meinen Job mit den vielen KM (Firmenwagen) aber schon seit ca. 7 Jahren. Bis vor kurzem hab ich einen Oktavia Diesel 2.0 gefahren. Jetzt fahre ich einen Audi A4 Quattro 3.0 Diesel.
      Fahre meist Autobahn oder Landstraße, selten Stadt, da ich in der Natursteinbranche arbeite und die Werke immer in der Pampa sind

    2. holgi Beitragsautor

      Bei mir hat es mit Ende 30 angefangen, keinen Spaß mehr zu machen. Sag Bescheid, falls es dir auch so gehen sollte 🙂

    3. Felix

      Hast Du denn je so viele KM abgerissen?
      Ich muss allerdings zugeben, dass Podcasts helfen

    4. holgi Beitragsautor

      Ungefähr 500 pro Woche regelmäßig und dann halt noch Ausflüge etc. Im Jahr bin ich auch immer auf gut 40.000 gekommen. Und das auch relativ konstant (auch schon, als ich noch in Köln gelebt habe). Die letzten Jahre war es aber wesebntlich weniger. Vielleicht noch 20.000 im Jahr.

  22. Jan

    @Toby: Laufen, Marathon, “alte” Leute etc.

    Ich fing mit 42 an zu Laufen um von meinen 100kg runterzukommen. Hat auch geklappt, in der dritten Saison mit knapp 45 (und 82kg) dann der erste Marathon, insgesamt 6 bislang. Geht also 😉

    Das Problem am Anfang ist, dass das Herz-Kreislaufsystem schneller fit wird, als der Muskel-/Knochenanapparat. Und dann läuft man schneller, als für den Rest des Körpers gut ist, inbesondere, wenn man auch noch zu schwer ist…
    => Umfänge steigern, dann erst die Geschwindigkeit.

    Antworten
    1. Chris

      Was Jan sagt.

      Toby hat das schon richtig erkannt, die Geschwindigkeit war vermutlich zu hoch. Durch die fehlende Anpassung des Körpers kam es dann wohl zu der Überlastungsreaktion im Fuß. Bänder, Sehnen und Knochen brauchen hier noch einmal ca. das dreifache der Anpassungsdauer des Muskelapparats, schlichtweg wegen des viel langsameren Stoffwechels in diesen Körperregionen im Vergleich zu gut durchbluteten Muskeln sowie dem Herz/Kreislaufsystem.

      Ansonsten sind Alter als auch das von Toby angesprochene Gewicht (gerade im Verhältnis zu seiner Größe) überhaupt kein Problem. Der Mensch mit den weltweit meisten Marathons (derzeit irgendwas um die 2.400 Stück) bringt bei 1,71 m Größe zwischen 80 und 90 Kilo auf die Wage, ist 58 Jahre alt und veranstaltet + läuft in Hamburg jede Woche ein oder mehrere Marathons. Ein einige Monate alter Text dazu liegt bei Spon.

  23. Carsten

    Apropos Autoverrueckte:

    Ich erlebe das jedes Mal auf der Autobahn. Ich gehöre zu denen, die zwei Mal die Woche ca 350km auf der Autobahn fahren. Ich fahre sehr gern Auto. Was ich dort jedoch erlebe, lässt mich sogar wieder darüber nachdenken, ob ich in die Bahn wechsle und dort dann Wartezeiten, Unpünktlichkeit und pöbelnde Mitfahrer in Kauf nehme.

    Speziell auf der Fahrt ins Wochenende geht es wieder los: Das Rennen um die Position vorn, um die 2 Sekunden früher an der Rennmarke (z.B. der Parkplatz oder die Tankstelle) Da fährt auf der linken Spur wahlweise der dicke BMW oder Mercedes vorbei und 1m dahinter – auf Engtanzposition – der mit ganzer Familie besetzte Skoda Oktavia oder Superb, gern auch mal ein VW Passat. Die Geschwindigkeit in diesen Momenten: Gerne um die 200-220km/h.
    Das ist nur ein Beispiel. Die Varianten sind zahlreich.
    Die Rennteilnehmer geben sich nichts. Bremsen ist für Pussies. Ist mal wieder eine dieser Rennstreckenbegrenzungen im Weg (ein anderer Verkehrsteilnehmer), wird diese charmant und schnell umkurvt, gerne rechts und wenn die Autobahn zu eng ist, gern auf dem Seitenstreifen.
    Der eine oder andere hat dann doch tatsächlich vergessen, sich vor dem aktuellen Rennen das Sportfahrwerk einbauen zulassen und fliegt dann gerne mal im hohen Bogen nach rechts oder links aus dem dichten Verkehr, gern mit 360 Grad Pirouette und landet dann kopfüber im Straßengraben.

    Das Ganze scheint einfach eine Mischung aus dem Angestauten Frust der Woche (oder auch des Wochenendes) und der Unzufriedenheit über das eigene Dasein gemischt mit dem offensichtlichen besseren Leben der Dickschiff-Fahrer zu sein. Warum riskiert ansonsten der junge Familienvater in seinem Turbo-gestählten Oktavia das Leben seiner ganzen Familie wenn er bei 200km/h den vor ihn fahrenden BMW 7 von hinten “küsst”??

    Angesichts des Fahrverhaltens der Autofahrer muss ich auch sagen, dass die Entscheidung der Hersteller, in jedes Fahrzeug einen Turbo einzubauen, leicht kontraproduktiv zum Autospass ist, da man damit mit Sicherheit nicht die eigene Freiheit zurück gewinnt sondern ab sofort sich die schon allzu enge Straße mit anderen, nun noch schnelleren, Verrückten teilen muss.

    (Mir ist natürlich bewusst, dass die Hersteller aus kaufmännischer und wirtschaftlicher Sicht das Ganze richtig machen und offensichtlich ja auch kräftig verkaufen)

    Hier haben wir natürlich nur einen Teil der Rennfahrergilde betrachtet. Die Straße ist natürlich voll von anderen Künstlern. Es bleibt spannend (aber mit Sicherheit nicht entspannt)

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ich plädiere ja seit vielen Jahren schon für ein generelles Tempolimit von 100 bis 120 km/h auf Autobahnen – damit genau diese Aggressiviät aus dem System genommen wird. Allein die Aussicht auf das Vorhandensein einer nicht limitierten Strecke in x Kilometern Entfernung scheint schon dazu zu führen, dass auch während der Limitierung aggressiver gefahren wird.

    2. Reba

      Ich finde es auch immer eine Wohltat, in einem Land zu fahren, das eine Geschwindigkeitsbegrenzung hat, wie z.B. die Niederlande. Dort gehts auf den Autobahnen wesentlich entspannter zu. Und es ist jedesmal wieder ein Kulturschock, wenn man zurück auf die bundesdeutschen Autobahnen kommt…

    3. holgi Beitragsautor

      Und dann noch flächendeckend Tempo 30 innerorts und unsere Städte werden lebenswerter. Das wär toll, ist dem durschnittsdumpfen deutschen Autofahrer aber vermutlich kaum vermittelbar.

    4. Reba

      Genau. Am besten in Innenstädten so weit als möglich gar kein privater KFZ-Verkehr bzw. eine deutliche Ausweitung von Fußgängerzonen mit schönen breiten Radwegen. Auch hier wieder die Niederlande als gelungenes Vorbild.
      Wie dankbar alleine das Auge für ein Stadtbild wäre, das nicht an jeder Stelle mit Blech zugeparkt ist!

    5. Carsten

      Ja, das erinnert mich auch an Schweden, wo auch vernünftige Temoplimits gesetzt wurden. Ebenso in den USA. Dort ist das Verkehrsaufkommen auf den Freeways massiv und ohne das Temoplimit dort würde die Polizei sicher in der Dauerschleife arbeiten.

      Ich denke, dass die Deutschen ihre typische allgemeine Unzufriedenheit und das Ungefallen am Gut des Anderen direkt auf die Straße projizieren. Von der Autokultur der 70er und 80er ist meiner Meinung fast nichts mehr übrig.

      Auch hier lässt sich wieder finden dass wir als Menschen wieder zurück zur Ruhe finden sollten 🙂 zurück zur Ruhe und zum Genießen.

  24. Jochen

    Gegen die Schleicher mit Hut gibt es auch ein einfaches Mittel. Sich einfach mal an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Meistens fahren die alten Herren nämlich nicht zu langsam, sondern nur nicht um die üblichen 10km/h zu schnell.

    Auch dem eigenen Gemüt tut es gut angepasst zu fahren. Man läuft nicht ständig auf langsamere auf und hat deshalb auch nicht das Gefühl ausgebremst zu werden. Seit dem ich meine Fahrweise dementsprechend umgestellt habe bin ich deutlich entspannter, und kann auch die ein oder andere Nervige Situation besser wegstecken.

    Auch auf die Fahrzeit hat es keine großen Auswirkungen. Zum Spaß habe ich mal verglichen wie lange ich von mir bis Mannheim (ca. 140km) brauche wenn ich entspannt fahre oder immer so schnell fahre wie es die Autobahn hergibt. Ergebnis nicht ganz 10 Minuten Ersparnis. Also lieber 90 Minuten entspannt fahren als 80 Minuten voll konzentriert und sich hinterher erst mal 15 Minuten lang von der Fahrt erholen müssen.

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    1. holgi Beitragsautor

      Oh, ja! Ich hatte übers Wochenende zum ersten Mal im Leben über eine solche Distanz (insgesamt 1400 Kilometer) einen Tempomaten. Den habe ich auf 120 gestellt und einfach rollen lassen. Das war auch wesentlich entspannter, als früher mit meinem – recht flotten – Turbodiesel und dem Gaspedal, der einen dann doch immer mal wieder zu 180 herausgefordert und insgesamt viel unsteter hat fahren lassen.

  25. Devid

    Heute wieder an der Kreuzung auf der rechten Straßenseite… Fußgängerampel sprang gerade auf grün, ich wollte den Fuß auf die Straße setzen, und dann kommt noch jemand von rechts und fährt rüber, bzw biegt links ab…. muß schon mind. 3-5sek rot gewesen sein. Aber als ich mitten auf der Fahrbahn war, nachdem ich dem kopfschüttelnd hinterher geguckt habe, fand ich die sofortige Genugtuung, daß auf der gegenüberliegenden Straßenseite (die Richtung, die mit mir grün bekommen hat), das Blaulicht anging und die Polizei losfuhr….

    Und ich bin in letzter Zeit auch oft im “Verantwortlichen Teeren und Federn”-Modus wie Holgi nun auch beschreibt. Ich mache meinen Unmut an den entsprechenden Stellen kund, und die bisherigen Reaktionen waren eher so, daß es etwas bringt, nicht alles in sich rein zu fressen.

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  26. Kelvin

    Ich fahre jeden Werktag 15 Km mit dem Rad durch Hamburg (zur Arbeit hin und zurück) und habe mich daran gewöhnt, daß ich als Radfahrer gegenüber Autofahrern praktisch rechtlos bin.
    Besonders ärgert mich z. B. immer, daß Autofahrer an Kreuzungen so weit vorfahren, daß sie den Radweg blockieren.
    Die dummen Autofahrer fahren aber auch gerne in verstopfte Kreuzungen rein und blockieren sich dann alle selber.

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  27. Feuerwasser

    Ob ich beim Spielen gewinne oder verliere ist mir echt egal. Ich finds komisch wie erwachsene Menschen plötzlich zu einem trotzigen Kind werden können und echt unangemessen reagieren. Vor ein paar Jahren habe ich erlebt wie eine Mitspielerin bei Monopoly beschissen hat. Erst Recht bei Spielen wo der Zufall eine Rolle spielt für mich absolut unverständlich wie man sich da so reinsteigern kann. Hab auch kürzlich erlebt wie jemand auf dem absteigenden Ast mal eben die Spielfiguren vom Brett gewischt hat. Und die emotionalsten Leute dabei sind nach meiner Erfahrung weiblich. Ich würde ja gern mal wissen was in solchen Köpfen abgeht^^

    Das einzig wahre ist sowieso Schach. Hier messen sich zwei Gehirne und kein Zufall der einem einen Plan versauen könnte. Und selbst wenn man verliert waren vielleicht interessante Kombinationen und Stellungen dabei. Es gibt doch nichts schöneres!

    “Das Schachspiel überragt alle anderen Spiele so weit, wie der Chimborazo einen Misthaufen.”
    Arthur Schopenhauer

    “Im Schach nämlich geht es darum, den Gegner klein zu kriegen, sein Ego zu zerbrechen und zu zermahlen, seine Selbstachtung zu zertreten und zu verscharren und seine ganze missachtenswerte so genannte Persönlichkeit ein für alle Mal tot zu hacken und zu zerstampfen und dadurch die menschliche Gesellschaft von einer stinkenden Pestbeule zu befreien. Es ist ein königliches Spiel.”
    Bobby Fischer

    Antworten
  28. Hoest

    Die Weisheit der Polizei ist unendlich: Wer trollen will kriegt einen fetten unansehnlichen Polizisten der den komischen Kerl verhungern lässt.

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  29. DocDblU

    Jet lag bekommt man bloederweise in beide Richtungen, obschon in Richtung Osten erlebt man einfach nur einen längeren Tag, tja und wacht morgens früher auf. Meiner Erfahrung nach ist die andere Richtung viel , viel ekliger, man kann abends nicht einschlafen und ist den Tag völlig am ende, ich habe dann immer eine Woche voll in den seilen gehangen. Bis ich ein mittel dagegen gefunden habe: Melatonin Tabletten; das ist das Hormon der hirnanhangdruese, welches den schlaf wach Zyklus steuert. In USA gibts das als Nahrungsergänzungsmittel (warum ist eine ganz eigene geschichte der umkehrlogik der amis, das zeug haelt angeblich jung: nur weil mit steigendem alter die melatoninproduktion sinkt) in jedem Supermarkt. Das ist keine Schlaftablette, sondern du schläfst natuerlich. Es funktioniert auch nur beim einschlafen, in der Nacht oder so klappt es nicht.
    Ueblicherweise verwende ich es schon auf dem Rückflug, esssn, 2-3 Bier, 1 Tablette Melatonin augenklappe und dann 5-6h schlaf.
    Zuhause dann für etwa 1 Woche jeden abend vorm zu Bett gehen und erholsamen schlaf. So haben für mich die Transatlantikreisen ihren schrecken verloren.

    Antworten
    1. Anne

      Bist du sicher, dass du dich nicht mit den Richtungen vertust? Ich nehme das nämlich genau andersrum wahr. Richtung Westen wacht man halt zunächst sehr früh auf, was aber gerade bei einem Urlaub, wo man auch was unternehmen will, ganz hilfreich ist. Bei unseren Amerikaurlauben waren wir dann (je nach Zeitzone) am Anfang immer schon um fünf oder sechs Uhr wach und hatten so gefühlt mehr vom Tag. Jedenfalls ist so ein Morgenspaziergang im erwachenden San Francisco eine ganz hübsche Sache. Pendelt sich aber dann auch schnell wieder ein.

      Richtung Osten finde ich hingegen schwieriger. Ich bin eh schon ein Eulentyp und so hab ich dann das Gefühl, den halben Tag zu verschlafen. Das einzige, was mich auf meiner Vietnamreise gerettet hat, war, dass es eine Geschäftsreise war und wir keine andere Chance hatten, als direkt am nächsten Morgen um 9 Uhr im Büro zu sein. Da hat sich der Körper dann recht schnell eingestellt.

  30. David

    Bei dem letzten Interkontinentalflug nach Japan hab ich in der Woche davor meinen Schlafzyklus schon um ein paar Stunden verschoben, jeweils um etwa 1h/Tag – was aber zu hart war, und ich es dann nur noch um 30min gemacht habe.
    Am Flugtag bin ich dann um 2 Uhr früh (MEZ, 9 Uhr Tokyo) aufgestanden, der Flug ging um 12 Uhr los, ich konnte im Flugzeug ungenügend schlafen, und war etwa 13 Uhr Ortszeit im Hotel, hab dort etwa 2h geschlafen, bin noch eine Runde rausgegangen, und am nächsten Morgen war ich im normalen 7/8 Uhr Auftsteh-Rhythmus drin und die Tage danach waren alle prima. 😀
    Würde ich wieder so machen.

    Antworten
  31. Slow3000

    In San Francisco / der Bay Area soll immer die Sonne scheinen? Das dacht ich auch mal, bis ich meinen ersten ziemlich verregneten März dort hatte 🙂

    Antworten
    1. iomf42

      Hi Slow3000,

      auch der Kosename “Fog City” liefert sachdienliche Hinweise 😉

      iomf42

  32. Marcel

    @holgi

    Die Route vom Tegernsee zum Achensee. Ist das eine Ausgeschilderte MTB-Route oder fährt man da nem GPS Track mittels App nach? Weißt du das zufällig schon?

    Antworten
  33. Helena

    Sag mal Holgi, warum holst Du dir nicht einfach so eine Couch to 5k (C25k) App auf dein iPhone und ziehst das Laufprogramm damit durch.
    z.B. http://c25kfree.com/
    Ich mach das jetzt schon seit einer Weile und es läuft super. Dadurch über- und untertreibe ich es nicht, habe meinen Plan, kann nebenbei wunderbar Podcasts hören und bekomme im Intervalltraining immer nur ein “WALK”….”JOGG” Befehl.
    Simpel, nerdig und echt effektiv 🙂

    Zugegeben meine Laufstrecke ist auch bissi motivierend:
    http://photos.wikimapia.org/p/00/02/79/56/33_big.jpg

    Antworten
  34. sternburg

    Keine Ahnung, ob das hier noch jemand liest, aber:

    @holgi: Ich habe in meinem Leben berufsbedingt in Berlin mehrere Dutzend Rollen (=Umsetzen) veranlasst (ich war Blocker; als ehemaliger 1. Aufnahmeleiter solltest Du das kennen).

    Das war immer höchst angenehm und professionell. Gerne auch mit sehr, sehr lakonischem Witz von Seiten der Beamten, wenn jemand mal wieder runterstürmte, wenn seine Karre schon am Haken hing. Die Jungs wissen genau, dass wir schon aus Zeitgründen jedes Auto auf jeden Hinweis auf den Fahrer von außen durchsucht haben (Briefumschläge etc) und alles vorher rausgeklingelt haben, dem wir habhaft wurden (Protipp: Bei mobilen Halteverboten einfach Telefonnummer hinter der Windschutzscheibe. Wirkt.).

    Immer über die 110, das ist so gedacht. Wobei die Menschen dort nach meinem Empfinden immer dankbar waren, wenn man das Gespräch einleitet mit “Dies ist kein Notfall, wir brauchen nur ne Rolle”. Das ist deren Job. Aufnehmen und Prioritäten setzen.

    Eine Wartezeit von mindestens einer dreiviertel Stunde gehört dabei grundsätzlich dazu. Ich persönlich habe dafür Verständnis. Bei allem – berechtigtem – Lamentieren über die Ausstattung der Polizei ist sowas einfach relativ gesehen nicht eilig. Und die allergrößte Mehrzahl der Rollen in Berlin dürften von Menschen in Auftrag gegeben werden, die für das Warten bezahlt werden. Es gibt schlichtweg wichtigeres. Wir hatten diese Wartezeit auch immer im Zeitplan soweit wie möglich eingepreist.

    Ich habe dabei an Bullen so ziemlich alles erlebt. Nicht immer die Krone der Schöpfung aber nie so etwas wie Du berichtest. Das muss ein Ausreißer sein.

    Und ja, so seltsam er das rüber gebracht hat: Der Mann hatte völlig recht. Du warst für die Umsetzung nicht legitimiert. Das ist in Deinem Beispiel nur das Carsharing-Unternehmen. Denn die haben einen Anspruch auf die Sondernutzung des Straßenraums (dass er Dich nicht direkt und als erstes nach der Legitimation fragte ist allerdings seltsam). Und auf diesen Anspruch können sie verzichten (haben wir übrigens auch immer gemacht, wenn ein Fahrzeug real nicht wirklich störte; genau dies war, steng genommen, sogar – niemals überprüfter – Teil der Halteverbots-Genehmigung). Diesen Verzicht und seinen Sinn zu überprüfen ist aus gutem Grund keine Aufgabe der Polizei.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Mir fällt gerade auf, dass ich in meiner Filmzeit in Berlin nicht ein einziges Auto habe umsetzen lassen müssen. In NRW dagegen reichlich. Aber in Berlin war ich ja auch gerade mal nur ein Jahr aktiv.

    2. sternburg

      Kein einziges?! Wie hasten das angestellt? Sehr gute Anwohnerinformation, immer den gleichen Drehort oder wie?

      Hmmm… das war Hinter Gittern? War das nur in dieser Kaserne in Spandau? Oder hattet ihr auch mal Außendrehs? Weil sonst wär das ja, mit Verlaub, kein Wunder. Glaub mir, bei großflächigen Bildflächen (die man also auch nicht durch kreatives Parken lösen kann) im, sagen wir, Bötzow-Viertel sieht das anders aus.

      Ich erinnere mich aber auch an Drehs, die waren so kurzfristig angesetzt dass die Produktion das Umsetzen bezahlen musste (wenn Dir das Schild vorgestern vors Auto geknallt wurde, dann kanste nix dafür, da noch zu stehen; aber das weißt Du bestimmt). Da haben wir 15 Rollen oder so auf Kosten von Microsoft veranlasst. Da war was los.

    3. holgi Beitragsautor

      Wir haben sehr viel in der Kaserne gedreht – und die meisten anderen Sachen haben wir in Spandau und Umgebung machen können. Da war es eher ruhig und entspannt. Außerdem eine sehr nette, flotte Exekutive, die auch mal ein Auge zugedrückt hat, und fast alles, was man an Motiven braucht 🙂

  35. Jan

    Zur 110/Notruf-Geschichte:
    Altes Verwaltungsprinzip, kommt drauf an 😉
    Es gibt Länderpolizeien, da haben die einzelnen Inspektionen/Reviere/Abschnitte relativ viel zu sagen bei der Disposition der Aufträge. Ein Teil der Einsätze kommt also direkt von einer übergeordneten Leitstelle, ein anderer Teil von der eigenen Dienststelle. Da kann man genauso direkt bei der Inspektion anrufen und sein Anliegen vorbringen.
    Woanders ist es so, dass Aufträge nur noch von den Leitstellen verteilt werden. Diese erreicht man wirklich am besten über die 110, weil dort jede Menge Leute sitzen, die den ganzen Tag nichts anderes machen und die Einsätze auch gleich richtig (!) in den Rechner eingeben und für eine gleichmäßige Verteilung der Aufträge sorgen.

    Natürlich darf man als Polizist trotzdem freundlich auf die richtige Nummer hinweisen, wenn jemand mal aus Versehen den falschen Weg gewählt hat 😉
    Eines sollte man hier aber nicht vergessen: Egal ob 110 oder 112, die Kollegen dort müssen wirklich viel aushalten. Es darf hier jeder mal überlegen, wie freundlich er gegenüber einem Anrufer noch ist, wenn er täglich dutzende Idioten dran hat, die ihn anscheißen, anschreien, verklagen oder ihn nach Feierabend am Ausgang der Dienststelle abpassen wollen. Das ist nicht übertrieben, sondern traurige Realität.
    Um am Notruf die richtigen Informationen herauszubekommen, bedarf es manchmal auch einer etwas forscheren Art und die Kollegen hören sich immer furchtbar kurz angebunden und unfreundlich an. Das gewöhnt man sich aber einfach an, wenn man im Hintergrund sieht, wie sich mit der Zeit die Notrufe stapeln während man selbst wieder mal jemanden dran hat, der außer Notruf wählen geistig zu nichts in der Lage ist.

    Ich sollte doch mal ein Buch schreiben (oder einen Podcast aufnehmen)… 😉

    Antworten
  36. Meerow

    Noch ein Portion Senf zum Thema “Autofahren macht keinen Spaß”:
    Ich habe zwei Autos. Einen Firmenwagen und einen Jugendtraum (der nicht mehr viel kostet aber ich wollte dieses Auto immer haben).
    Mit dem Alltagswagen bewege ich mich eben im Alltag zur Arbeit, Einkauf, Terminen. Da nervt mich, wenn auch nicht immer, doch schon oft der Feierabend-Stadtverkehr, volle Autobahn, Leute die mir die Vorfahrt nehmen usw – das ganze Programm.
    Mein Liebhaberauto fahre ich nur unter folgenden Voraussetzungen: Ich habe gerade Freizeit, das Wetter ist schön (kein Regen) und ich muss nicht zu einem definierten Zeitpunkt irgendwo ankommen.
    Dabei ist interessant zu beobachten, dass sich bei fast jeder Fahrt ein Gefühl einstellt wie ich es sonst im Urlaub im Mietwagen habe: Es macht Spaß, denn ich verbinde dieses Auto ganz automatisch mit gutem Wetter, Freizeit und Entspannung.
    Ich fahre damit unter 2.000 km im Jahr. Und um die Kritik der zwei Autos gleich abzumildern: Es ist ein Hobby 😉

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ja, sowas würde ich auch machen und ich hätte dann auch Spaß am Autofahren – aber ich habe keine Garage oder ähnliches, so dass mein Hobby auf der Straße parken und vergammeln würde 🙁

  37. stefen

    Schöne Wrintheit, danke!

    Autofahren – Meine Theorie ist, dass die Freude am Autofahren mit zunehmendem Alter sinkt. Als ich mit Punkt 18 Jahren stolzer Besitzer eines Führerscheins und eines alten R4 war, fand ich Autofahren total geil. Gefühle von Freiheit, Macht (ein kleiner Druck aufs Gaspedal = eine große Wirkung (ja ihr dürft ruhig lachen, aber mit 18 hatte mich das beeindruckt, 34 PS (!) mit einer kleinen Fußbewegung zu mobilisieren *g*)). Ich liebte es, lange Strecken zu fahren. Von Bonn nach Paris durchfuhr ich Belgien auf der Landstraße, was die Fahrzeit um zwei Stunden verlängerte. Durch Dörfer und auf Landstraße zu fahren, belgische Landschaften zu entdecken fand ich toll. Heute empfinde ich alle Strecken über 250km als beschwerlich. Nach Fahrten von Paris nach Deutschland mit Strecken von 550 bis 750 km bin ich total ko. Da ich mit wenig Geld lebe und in Deutschland weg vom Schuss bin, brauche ich vor Ort ein Fahrzeug. Zugkarte + Auto mieten + Unterkunft ist mir zu teuer. Die lange Hin- und Rückfahrt verschöne ich mir mit Podcast hören. Lange Strecken mit dem Zug fahren gefällt mir total gut. Ich kann lesen, schlafen, rumlaufen, aus dem Fenster schauen und mich entspannen.

    Spielen, mangelnder Ehrgeiz – Schönes Thema!
    Ich spiele zwar gerne (Karten, Scrabble), bin aber ein guter Verlierer. Spiele wo man ganz viel Nachdenken muss mag ich nicht (Schach *grusel*). Eine Mischung aus Glück (Zufall), Strategie und Interaktion zwischen den Spielern macht mir Spaß. Ich gebe mir auch Mühe gut zu spielen, aber wenn ich (wir) verliere(n), ist es auch ok. Ist ja nur ein Spiel…

    Radfahren in der Stadt
    Ich fahre viel Rad in den Pariser Vorstädten und ai weia, da braucht man echt starke Nerven und gute Refexe. Zwar sind mittlerweile Radfahrwege und -spuren gut ausgebaut bzw. gekennzeichnet (viele Einbahnstraßen sind für Radfahrer in Gegenrichtung erlaubt), aber es gibt viele Autofahrer, die Radfahrer gefährden, sie fahren zu dicht am Radfahrer vorbei (Abstand 10 bis 15 cm, das ist viel zu nah). Rechts der Bordstein und links das vorbeifahrende Auto, das ist echt gefährlich und regt mich auf. Da raste ich manchmal aus, mir bleibt aber nur das Hinterherbrüllen (conard = dumme Sau). Diese gefährdenden Idioten sind in den meisten Fällen noch dazu absolut uneinsichtig, halten manchmal an und wollen mir eins auf die Fresse geben, weil ich mit meinem Rad den Autofahrer “gestört” habe. Der Radfahrer soll « weg sein ». Wie gesagt, man braucht Nerven und gute Reflexe. In Paris fahre ich nicht so gerne mit dem Rad – schlechte Luft, Stress, es kommt auf die Uhrzeit und den Tag an. In der Nacht oder an Sonntagen kann man gut mit dem Rad fahren. Zu den Hauptverkehrszeiten ist es ätzend, aber da ist jede Fortbewegung Stress (Metro, Auto, Fahrrad, zu Fuß). In der Metro steht man dicht gequetscht, mit dem Auto steht man im Stau, mit dem Rad Zickzackkurs durch die Staus, zu Fuß schlechte Luft und Lärmbelastung.

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