WR320 Hitler war ein kleiner, dicker Schweizer

 

wrint_heit_2014_200Diesmal mit Hendrik, Benni, Amelie, Philipp, Alain, Davon, Frank, Christian, Holger, Lysander, Realiberry, Thomas, Steffen, Enno, Daniel, Matthias, Clemens, Martin, Jürgen, Thees, Nils, Michel, Simon, Patricia, Martin und esureL.

Ohne Alex ginge es nicht. Hier sammelt sie für eine bessere Welt.

Shownotes
von mathepauker, PattaFeuFeu

Raistinger Kornkreise

00:00:00

Alexandra hat am Vorabend seit Längerem wieder gesoffen und ist deshalb ein wenig verpeilt — Weizenbier — "Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe 'In trockenen Broten' mit Alexandra Tobor!" (Holgi mit vollem Mund) — In trockenen Büchern — Kornkreis — Kornkreis zieht Esoteriker an — Ammersee — Raisting — Alexandra empfiehlt allen, mal einen Kornkreis zu besuchen — Erdfunkstelle Raisting — Namib — Gobi — Feenkreise — Gunther von Hagens — "Der sieht aus wie sein eigener Tod mit Hut." (Holgi über Gunther von Hagens) — Frozen — Alexandras Video von Menschen in den Kornkreisen — Levitiertes Wasser — Artikel "Eine runde Sache" — Channelling — André Breton — Automatisches Schreiben — Elektrosensibilität — "Ich werde von etwas als Behausung benutzt!" (Holgis Selbstbeschreibung bei Twitter).

Hendrik: Wie nennt man eigentlich einen weiblichen Nazi?

00:16:25

(Hendrik)  — Henryk M. Broder — "Nazine, Nazöse." (Holgi) — "Nazilette." (Alex) — "'Blöde Sau' würde ich einen weiblichen Nazi nennen." (Holgi) — "Nazibraut." (Alex) — Narzisse — Stiefmütterchen.

Benni: Sollte nicht jeder Mensch das Recht und die Freiheit haben, sich auf dieser Welt frei zu bewegen?

00:18:51

Holgi findet, Benni müsse einen Großteil seines Wohlstandes und Komforts abgeben, damit es anderen besser geht — Bootsunglück vor Lampedusa 2013 — Holgi fragt, wer zuerst mit dem Abgeben beginnen würde — "Dieser Weltverbesserismus ist ja im Prinzip nichts Anderes als komplette Geschichtsvergessenheit." (Holgi) — Sankt-Florian-Prinzip.

Amelie: Welche Fremdsprachen sprecht ihr und welche würdet ihr gern noch lernen bzw. beherrschen?

00:22:11

Alexandra spricht Polnisch, Deutsch (besser als Polnisch) und Englisch — Sie fühlt sich im Polnischen und Deutschen gleichermaßen zuhause, ist im Deutschen aber wortgewandter — Anglistik — Amerikanistik (Holgi beherrscht nur Englisch verhandlungssicher, Französisch nicht mehr – erst bei einem Frankreichaufenthalt fallen ihm einzelne Wörter wieder ein)  — Baguette — Er kann auch ein wenig Spanisch — Er versteht langsam sprechende Niederländer, Spanier und Italiener — Gerne würde er Spanisch fließend sowie Türkisch oder Arabisch sprechen können — Alexandra würde ihr Französisch gerne aufpolieren, sieht es aber als zwecklos an, da sie keinen Anwendungsfall hat — Anime.

Philipp: Nervt es euch auch, dass ständig behauptet wird, Fragen seien nicht dumm?

00:27:53

Holgi und Alexandra nervt es nicht — Alexandra weist auf die soziale Funktion von Fragen hin — Autismus — Alexandra ärgert sich über Fragen, die nur gestellt werden, weil der Steller keine Lust hat, ein wenig selber nachzudenken — Podlove Podcast Publisher — Tim Pritlove — Holgi glaubt, dass es dumme Fragen gibt — Alexandras Beispiel einer extrem dummen Frage aus ihrer Jugend: "Bist du das?" (als Frage zu Zeichnungen von Frauengesichtern, die sie angefertigt hat) — Deine-Mutter-Witz.

Alain: Hat es sich gelohnt, was Edward Snowden auf sich genommen hat?

00:33:06

(Edward Snowden)  — Holgi und Alexandra finden, man werde das noch sehen — Reichsbürgerbewegung.

Alain: Schneit es schon beziehungsweise noch?

00:34:22

Bei Holgi schneit es nicht, Alexandra ist aber durchaus schon in Weihnachtsstimmung — Holgi hat so viel Spaß am Radfahren entwickelt, dass er jeden radfahrlosen Tag ein bisschen verflucht und sogar fürs Radeln auf etwas Schlaf verzichtet — Alexandra findet, dass es Ziel jeder Fitnessübung sein sollte, Sport zu vermissen, wenn er einmal fehlt — Klaus Wowereit — Senat von Berlin — Abgeordnetenhaus Berlin — Zehlendorf — Alexandras Tipp gegen Hitze: ins (dann leere) Hallenbad gehen.

Davon: Ist Angela Merkel noch allseits beliebte Mutti der Nation und Bundeskanzlerin?

00:41:24

Holgi sagt, Merkel sei Kanzlerin, aber garantiert keine Mutti der Nation.

Frank: Was ist eurer Ansicht nach das hässlichste deutsche Wort?

00:41:51

(Habseligkeiten — Beziehung (Streicheleinheit – Alexandras Vorschlag — Rumpf – Holgis erster Einfall)  — "Ich finde Worte, die man geknebelt aussprechen kann, nicht gut." (Holgi) — Graupenwurst — Griebenschmalz — Graupensuppe — Alexandra findet, Ö sei ein sehr guter Indikator für ein hässliches Wort — Plörre — Gekröse — dröge — "Wörter mit Ö beschreiben meistens dumme Leute." (Alexandra) — klönen — schmökern — dösen — stöbern — grölen — löten — Holgi findet das Ü sehr lustig — Die unendliche Geschichte — Schorf — Schorfheide — Beziehungsarbeit — Beziehungspause — aufoktroyieren.

Christian: Wie geht der Witz mit den Elefanten?

00:45:52

Alexandra kennt keinen Witz mit Elefanten (Holgi erzählt: "Ein Zirkus hat drei Elefanten. Die heißen Bim, Bam und Bum. Einer von denen muss aus Kostengründen verkauft werden – welcher?")  — Fallhöhe.

Holger: Würdet ihr es annehmen – und wenn ja, in welche Zeit würdet ihr reisen?
00:49:23

(Alexandra würde es aufgrund der nicht möglichen Rückkehr nicht annehmen wollen – wenn, dann allerdings in das Wien der 1910er–1920er-Jahre)  — Stefan Zweig — Holgi würde die 1970er-Jahre wählen, weil er weiß, was zukünftig passieren wird und das zu seinem absoluten Vorteil nutzen würde — Alternative von Alexandra: Die Anfänge des computergestützten Arbeitens — Mad Men — Microsoft — Apple — Holgi weiß nicht, ob er das Angebot annehmen würde (80er-Jahre)  — Woodstock-Festival.

Lysander: Sind Schwaben in eurer Wahrnehmung tatsächlich geiziger als andere Menschen und macht der Ort dabei einen Unterschied?

00:54:10

Holgi weiß nicht, wer in seinem Bekanntenkreis Schwabe ist — "Szwab" ist laut Alexandra ein polnisches Schimpfwort für Deutsche — Piefke — Grundig — Holgi glaubt nicht, dass Schwaben geiziger sind als andere Deutsche, nimmt sie allerdings oftmals als lauter wahr — Dan Ariely — Lying commies (Siehe auch: "The (True) Legacy of Two Really Existing Economic Systems")  — Pursuit of happiness.

Realiberry: Welcher Charakter aus "Community" spiegelt euch am ehesten wieder und warum?

00:59:34

(Community)  — Holgi fragt sich, warum Menschen es nicht schaffen, die Standard-E-Mail-Signatur von iPhones ("Von meinem iPhone gesendet.") zu ändern — Alexandra sieht sich als Abed Nadir — Holgi sieht sich als Pierce Hawthorne — Advanced Gay.

Thomas: Was war das Thema eurer ersten Facharbeit und habt ihr diese kurzfristig oder rechtzeitig begonnen zu schreiben?

01:02:50

(Facharbeit – Alexandra und Holgi wissen beide nicht, was genau Thomas damit meint — Alexandras Thema: Oben-ohne-Strände – da sie etwas tun wollte, das mit Nacktheit zu tun hat)  — Jean-Claude Kaufmann — Frauenkörper Männerblicke: Soziologie des Oben-ohne — Holgis schrieb seine erste Facharbeit in Volkswirtschaftslehre — Holgi findet, man beginne nie rechtzeitig mit schriftlichen Arbeiten — Alexandra und er haben nur frühzeitig mit dem Lesen begonnen, die tatsächliche Schreibarbeit jedoch lang aufgeschoben — Holgi hat im Gegensatz zu Alexandra immer pünktlich abgegeben, ist dafür aber teilweise an seine körperlichen Grenzen gegangen (Alexandras Tipp: lesen, schreiben, lesen, schreiben, lesen, schreiben (sich also permanent mit seiner Lektüre schriftlich auseinandersetzen) – und nicht nach zwei Wochen Lektüre gucken, an was man sich noch erinnert, und dann erst schreiben) .

Steffen: Wie um alles in der Welt konntest du so ruhig bleiben und hast keinen deiner berühmten Lachflashs bekommen?

01:08:49

(Blue Moon/LateLine vom 29./30. Januar 2013 (über dumme Ideen und Geschichten vom Scheitern))  — "Es steht mir halt erst mal nicht zu, mich über die Wahrnehmung anderer Menschen lustig zu machen." (Holgi) — Domian — Holgi lacht meistens keine Menschen, sondern vielmehr Ideen aus — Pseudologia Fantastica — "Ich nehme die Leute ernst. Ich glaube, das ist der wichtigste Punkt dabei. Und darum lache ich mich nicht schlagartig kaputt." (Holgi).

Enno: Warum gibt es Science fiction? Bringt das was?

01:13:27

(Science Fiction)  — Holgi findet, sie bringe Unterhaltung — Alexandra meint, historische Romane und Romane, die in der Zukunft spielen, spiegeln eigentlich nur die Gegenwart wieder, in der sie entstanden sind — Thomas Morus — Jules Verne — Paradise Lost — Utopia — Arkadi und Boris Strugazki — Picknick am Wegesrand (Roman) — Picknick am Wegesrand (Podcast) — Sergei Snegow — Star Trek — Blade Runner — Philipp K. Dick.

Daniel: Ab wann kann man eigentlich von sich behaupten, eine Sprache zu sprechen?

01:17:50

Holgi: Wenn man Witze in der Sprache erzählen kann und/oder sie versteht? — Alexandra konnte in ihrer Zeit in den USA nicht am Alltagsleben teilnehmen, weil ihr die von Landessprachlern angebrachten Sprüche und Witze fehlten.

Matthias: Wieso werden Zeitungen auch heute noch in einem so vollkommen unpraktischen Format produziert?

01:19:16

Alexandra findet die Frage berechtigt — Sie bezeichnet Zeitungen aufgrund ihrer Größe als Zelte und meint, es sei mit Blick auf die Produktionskosten einfacher, großformatig mit weniger einzelnen Seiten zu drucken — Die Zeit — Verleger — Glamour — Cosmopolitan — Eyecatcher — "Im Zweifelsfall ist es wirklich Nostalgie und Traditionalismus. Wundern würde es mich nicht." (Holgi).

Clemens: Warum hat Holgi noch nie Christian Rätsch interviewt?

01:22:23

(Christian Rätsch)  — Alexandra und Holgi können mit dem Namen erst mal nichts anfangen — Plastikschamane — Mark Benecke — Ethnopharmakologie — Timothy Leary.

Martin: Wie sprecht ihr PayPal aus?

01:25:29

(PayPal)  — Pal (Kumpel).

Jürgen: Habt ihr schon mal in einem MRT gelegen?

01:26:04

(Magnetresonanztomographie (MRT))  — Holgi und Alexandra haben es beide nicht, würden es aber gerne mal tun.

Nils: Hattet ihr bereits Erfahrungen mit Klarträumen?

01:35:12

(Klartraum)  — Holger hatte erst einen Klartraum, bei dem er träumte, zu fliegen, während er wusste, dass er träumt — Alexandra ist sich unsicher — "Das Leben ist kein Wunschkonzert, der Traum auch nicht. Der Traum ist kein Wunschkonzert. Ach, das gefällt mir." (Holgi).

Michel: Ist Deutschland ein Staat oder eher ein besetztes Gebiet?

01:38:03

"Deutschland ist ein Staat. Wer was Anderes behauptet, spinnt." (Holgi).

Simon: Lieber das Leben mit mehr Komfort genießen oder möglichst schnell schuldenfrei werden?

01:38:16

Spekulation — Alexandra tut nichts für die Rente.

Patricia: Wie lernt man denn richtig?

01:40:42

("Wie lernt man richtig? – Das hängt davon ab!" (Holgi))  — Lerntypen — Alexandra podcastet, um zu lernen, weil bei ihr hängen bleibt, was sie anderen erklärt — Lernwerk — Lernkartei — "Lernkartei, labern, laufen. Das ist das Beste, was ich machen kann." (Holgi darüber, wie er am besten lernt) — Arabisch — Alexandra hilft es, wenn sie Fakten in Geschichten verpackt — Zweiter Weltkrieg — Machtergreifung — Die Simpsons — Uter (der kleine, dicke Schweizer bzw. Deutsche aus der Serie) — "Hitler war ein kleiner dicker Schweizer!" (Holgi).

Martin: Angenommen, ihr stündet kurz vor dem Ableben, könntet aber noch ein Lied nennen, das während eurer Beerdigung gespielt werden soll. Worauf fiele eure Wahl?

01:47:49

Alexandra würde das Intro der ganz alten Star-Trek-Serie wählen — Holgi findet die Frage total kompliziert und fände es gut, wenn ein Lied liefe, bei dem sich alle früher oder später kaputt lachen müssen, weil es (wegen des Gesamtkonzepts der Beerdigung) absurd wird — Santa Maria (von Roland Kaiser) ("Nur weil einer stirbt – ist doch kein Grund zur Trauer." (Holgi))  — Coping (Bewältigung) — Frank Schirrmacher.

Obligatorische Höflichkeitsfrage von Leisure: Wie geht es euch denn?

01:53:37

Alexandra schwitzt aufgrund von 30° C Temperatur ohne Ende, ansonsten geht es ihr aber gut (Holgi ärgert sich über das Gewitterrisiko (kein Fahrradfahrwetter), er muss wegen Faulenzerei am Vortag noch furchtbar viel arbeiten – eigentlich geht es ihm also auch gut)  — Robert Lindner GmbH & Co. KG.

50 Gedanken zu „WR320 Hitler war ein kleiner, dicker Schweizer

  1. Samira

    Ja klar ist “Ü” lustig. Türkisches Glücksrad:

    “Ich möchte ein ‘ü’ kaufen.”

    *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING* *BING*

    Antworten
  2. Schniko

    Du hast beschrieben, dass du nicht trauern kannst und hast als Beispiel den Tod von Frank Schirrmacher genannt. Ich halte den Vergleich für nicht ganz passend. Glaubst du nicht auch, dass auch du trauern wirst, wenn bspw. deine Eltern sterben werden? Du hast schon oft erwähnt, dass das ganz wichtige Menschen für dich sind und ich könnte mir vorstellen, dass auch du dann ein paar Tage schlechte Laune haben wirst.

    Wenn nicht, dann wäre ich sehr daran interessiert, wie ich das auch schaffen kann 🙂

    Antworten
  3. BrEin

    Den Benecke nicht ernst zu nehmen, wegen seines Aussehens, na ja. Da bin ich dann wohl doch zu, was ist das Gegenteil von Konservativ? Hippieesk?. Und das trotz besseren Wissens.

    Aber dass er nicht ernst genommen wird, ist er gewohnt:
    http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/dr-mark-benecke-wenn-einer-der-als-kriminalbiologe-polizisten-ausbildet-auf-dem-radar-der-polizei-erscheint/

    Wer ihn noch nicht kennt, dieser Mann hat auf Radio1 einen Podcast:
    http://www.radioeins.de/archiv/podcast/die_profis_benecke.html

    😉

    Gruß
    BrEin

    Antworten
  4. nekölschekrat

    ach was ist das schön, eine neue wrint folge! das macht mich richtig freudig, das wollte ich nur mal kundtun. danke alexandra und holgi

    Antworten
  5. Donngal

    Zum Thema luzides Träumen:

    Ich habe das schon mehrmals geschafft, habe eine Zeit lang regelrecht darauf hingearbeitet. Was bei mir funktioniert hat: Ich habe mich selbst darauf konditioniert immer wieder im laufe des Tages zu versuchen, durch Willenskraft Dinge zu ändern. Beispiel: Ich schaue auf eine Uhr, schliesse kurz die Augen, und konzentriere mich darauf die Uhrzeit zu ändern. Wenn ich die Augen wieder öffne und die Uhrzeit ist unverändert bin ich wach (das kommt einem total dämlich vor dass zu machen). Irgendwann geht das aber ins Unterbewusstsein über und man versucht es automatisch auch im Traum. Und da funktioniert es dann. Und schon weiss man, dass man träumt. Dann ist es noch schwierig, nciht sofort aufzuwachen, wenn einem das dann noch gelingt, hat man die volle Kontrolle.

    Ich fliege übrigens dann auch, wenn ich da kann 😉

    Antworten
    1. Martin

      Yep, mit einer ähnlichen Technik hatte ich auch Erfolge.
      Neben dem Versuch, die Umgebung willentlich zu verändern, habe ich immer noch eine kleine Checkliste abgeklappert um nach Hinweisen zu suchen dass ich träume. Dabei geht es im Wesentlichen darum, traum-typische Inkonsistenzen zu finden.
      Stimmt meine Perspektive? (Im träume gerne mal in der “3.Person”)
      Was habe ich heute morgen angezogen? Wenn ich an mir herunterblicke, sehe ich die Kleidung die ich erwarte?
      Wo bin ich, was müßte hinter mir sein? Wenn ich mich umdrehe, sehe ich was ich erwarte? (Das funktionierte bei mir besonders gut, da auch die Geographie vertrauter Orte im Traum meist hoffnungslos durcheinandergewürfelt ist.)
      Kann ich mich erinnern, wie ich an diesen Ort gekommen bin? (Mir passiert es sehr oft, dass ich im Traum wieder in Kanada bin und denke “Yeah! Urlaub!” – mich dann aber wundere dass ich mich nicht an den Flug erinnern kann.)

      Das etwa einmal pro Stunde checken hat bei mir nach wenigen Wochen dazu geführt, dass ich mir die Fragen auch im Traum stellte und dadurch bewusste Kontrolle über selbigen erhielt. Gehört allerdings etwas Disziplin zu – die meiste Zeit kommt man sich halt wie Donngal schon schrieb dämlich vor bei diesen mentalen Spielchen, weil man ja weiß dass man wach ist. Dann neigt daher leicht dazu, die Fragen nicht ernsthaft zu prüfen, und dann bringts nix. Man muß sich halt jedesmal zwingen, trotz offensichtlicher Wachheit die Möglichkeit des Träumens ernsthaft zu erwägen und die Checkliste gewissenhaft abzuarbeiten, anders kriegt mans nicht ins Unterbewußtsein rein.

    2. Jens

      Dazu gab’s vor kurzem eine interessante Publikation in Nature Neuroscience:
      http://www.nature.com/neuro/journal/v17/n6/full/nn.3719.html

      Ich würde die zwar gerne noch reproduziert sehen (da arbeiten gerade sicherlich mehrere Forschungsgruppen dran) aber wenn das verlässlich funktioniert, wäre das natürlich super. Der Effekt war ziemlich groß und die benötigte Technik (transcranial alternative current stimulation) vergleichsweise einfach (aber nicht selbst bauen bitte).

  6. Christopher

    Auf meiner Beerdigung soll erst der “Dead Parrot Sketch” aufgeführt und dann “Always look on the bright side” gespielt werden

    Antworten
  7. Ralph Kabot

    Ich höre noch, bin aber schon jetzt gespannt, ob sich Alexandras Einstreuen englischer “Füllwörter” noch irgendwie auflöst.

    Antworten
  8. Joseph

    Zeitreise in die Vergangenheit ohne Wiederkehr?
    Dann bitte zwei Wochen in die Vergangenheit. Ich merke mir noch schnell die letzten paar Lottoziehungen; mein Personalausweis bleibt gültig; ich kann meinem anderen Ich sicher zwei Wochen lang gut aus dem Weg gehen, und vom erspielten Lottogewinn kann ich dann das Leben vielleicht ein wenig leichter angehen.
    🙂

    Antworten
    1. BrEin

      Ganz nett @joseph, aber wenn ich mich richtig erinnere, konnte man sich nur einen Zeitpunkt von mind. 100 Jahren früher aussuchen.

      Dem wurde also schon vorgegriffen. 😉

      Oder mit was für einer Lebenserwartung rechnest Du?

      Gruß
      BrEin

    2. Romconstruct

      @BrEin:
      Es gab 2 Fragen dazu. Bei der einen Frage war es offen welchen Zeitpunkt man wählt, hier wären 2 Wochen also durchaus möglich und Holgi hat die 70er gewählt weil er dann weiß was danach noch kommt, und bei der anderen Frage ging es darum welches Ereignis, das 100+ Jahre zurück liegt, man mal betrachten möchte.

  9. Axel

    Ich habe zwar auch keine Ahnung ob Christian Rätsch etwas Tolles sagen könnte und sich für eine Sendung eignen würde, allerdings finde ich es echt schade, dass du ihn im Vornerein nur aufgrund seines Aussehens ausschließt, ohne einen einzigen Text oder Video von ihm gesehen zu haben.
    Ich dachte eigentlich, dass du so intelligent bist, um über so etwas hinweg sehen zu können.

    Antworten
    1. Donngal

      Müsste es im britischem Englisch PayPahl oder PayPohl heissen? Man hört ja immer wieder PayPohl. Das halte ich für falsch, ich sage immer PayPahl.

  10. Karl

    Ich hatte ja vorletztes Wochenende auch meinen ersten Kontakt mit Hardcore Verschwörungsesotherikern und war erstaunt, dass es echt Leute gibt die an so einen Unfug glauben.
    Direkt neben unserem Zeltplatz hatten die einen “ZorroZapper” Anti Chemtrailmaschine der NEUESTEN Generation aufgebaut. Mit Quantenchip!!! 10km Wirkradius! Alle waren geschützt.
    Die ganze Situation war etwas bizarr:
    Bei uns im Lager hatte sich ein Lebenskünstler namens Großkinski verirrt und berichtete aus seinem Leben und nebenan wurde über die Hohlerde diskutiert. Großartig!

    Antworten
  11. Oliver

    Beste Wrintheit seit einiger Zeit! Genau das richtige Tempo, entspannte Stimmung, gute Leserfragen!
    Z.B. das Beerdigungslied war ja auch so eine komische Frage! Kurz vor’m Ableben wär’s mir echt wurst.
    Aber wirklich oft gehört hab’ ich immer: https://www.youtube.com/watch?v=mZ3Rjn_k1b4
    “It’s all too much”, Beatles. Haben die für mich geschrieben, obwohl ich erst fünf war.
    Cheesy – ich weiss…

    Antworten
  12. Der Frank

    Von wegen Lebenserwartung und Zivilisation:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neolithische_Revolution#Folgen_der_Entwicklung

    “Die Skelettfunde aus dem Neolithikum belegen, dass die Körpergröße der Menschen in dieser Phase deutlich abnahm, was Rückschlüsse auf ihren Ernährungsstatus zulässt. Die Lebenserwartung sank deutlich im Vergleich zum Paläolithikum. Nachweislich erkrankten wesentlich mehr Menschen als vorher, vor allem an Infektionen. Die meisten dürften durch häufigen und engen Kontakt mit Vieh nach Einführung der Viehzucht entstanden sein; innerhalb größerer Populationen vermehren sich die Erreger und sterben nicht aus wie in kleinen Gruppen. Masern sollen ihren Ursprung in der Rinderpest haben.”

    Hat also ne ganze Weile gedauert, bis die Zivilisation (fuer manche) eingeloest hat, was wir heute damit in Verbindung bringen.

    Antworten
  13. Clemens

    Ein spontanes Lied zum eigenen Begräbnis kann nur das grenzgeniale »You Suffer« von Napalm Death sein. Damit wäre dann auch schon alles gesagt.

    Antworten
  14. Helena

    Beim Sprachenlernen Vokabel stur auswendig zu lernen, ist wirklich kein guter Weg und neurologisch reichlich unsinnig. Das klappt, aber der Aufwand ist enorm. Kein Kind lernt mit Vokabellisten die Muttersprache(n) so. Da gibts besseres und gehirngerechteres wie ABC Listen, Bilder, Situationen, etc.

    Antworten
  15. Donngal

    Ich habe mir mal vorgenommen eine Liste von Liedern für meine Beerdigung immer aktuell zu halten und einer Person mitzuteilen, die dafür sorgt das die gespielt werden. Nicht weil ich irgendwas davon hätte, sondern weil ich selbst meine Beerdigung gerne noch inszenieren möchte um dieser Welt einen Stempel aufzudrücken. Dass “die Leute” nachher sagen: Ja, die Beerdigung passte zu ihm, und die Lieder waren schön.

    Im besten Fall erinnern sich meine Freunde und Familie an mich während “meine” Lieder laufen.

    Hab die Liste lange Zeit nicht aktualisiert aber im Moment sind es:

    Pink Floyd – High Hopes
    Johnny Cash – We’ll meet again
    Broilers – Brennende Brücken

    Und dann während mein Sarg ins Grab gelassen soll ein Live-Trompeter oder ein Dudelsack Auld Lang Syne spielen.

    Antworten
    1. Alexandra

      High Hopes! Fantastische Wahl! Wird der Trauerstimmung gerecht, ohne runterzuziehen. Toller Videoclip auch, könnte man als bewegte Tapete an die Wand projizieren.

    1. Clemens

      Die beiden Hauptorte des Montafon in Vorarlberg, weltkannt durch Ernest Hemingway, ergeben die überaus klangvolle Regionalbezeichnung Schruns-Tschagguns …

    2. Alexandra

      Eine Freundin aus dem Pott benutzte “Schrunz” wie “minderwertiger Schrott”, “Blödsinn/Gelaber”, etc.

    3. Twonk

      Mit das furchtbarste deutsche Wort ist übrigens Plaste. Dieser Murmelvokal am Ende, ganz furchtbar. Da bäumt sich jetzt schon beim schreiben alles in mir auf. Kann man nicht einfach Plastik sagen, wie alle Menschen außerhalb von Berlin auch?

  16. Julian

    ich arbeite auch in keiner Druckerei, aber wenn es der historische Grund mit der Besteuerung im britischen Empire nicht ist:
    Mehr Seiten bedeutet zwangsläufig, dass irgendwann eine Bindung notwendig ist. Möglicherweise auch anderes Papier. Klebebindungen und dickeres Papier sind saumäßig teuer. Das ist dann also wohl eine Kostenfrage.
    Vermutlich leitet sich das aber auch historisch nochmal von der Art und Weise ab, wie Druckerpressen arbeiten konnten (mehr Schnitte sind auch teurer. oder du brauchst mehr Druckrollen – viiel teurer!)

    Antworten
    1. Andre

      Der Einwand mit den Druckerpressen würde Sinn ergeben. So konnte man sicher viel Arbeit sparen, indem man statt 2 Seiten zu bedrucken nur eine bedrucken musste.

      Vom Format gefällt mir das Handelsblatt am Besten. Es ist gerade noch ÖPNV-freundlich. Aber wie du schon gesagt hast: das letzte Handelsblatt das ich in der Hand hatte war getackert, also wie eine Zeitschrift.

      Interessant ist der Beitrag in der Wikipedia . Scheint wirklich nur wegen der Abgrenzung verwendet zu werden. Wenn die NYT jedenfalls die Größe ändert, um Geld zu sparen, dann wird da sicher jemand mit spitzem Bleistift nachgerechnet haben 😀

  17. Trolli Schmittlauch

    Zum Thema Lernkartei: Auch wenn es vermutlich manchen Menschen hilft, die Karten physisch in der Hand zu haben, gibt es eine ungemein praktische Open Source Software für Mac, Linux, Windows, Android und iOS dafür: http://ankisrs.net/

    Antworten
  18. beentold

    Was das “offensive” Trauern angeht, oder wie das formuliert wurde – ich glaube, dass das sehr stark vom kulturellen Hintergrund abhängt.
    Ich bin sowjetisch geprägt und bei uns ist es ganz normal, dass die Witwe oder nahe Familienangehörige weinen. Wenn sie es aber nicht tun, denkt sich da eigentlich auch keiner was bei.
    Wenn sie aber lachen oder happy sind, dann wird das schon sehr als “unangebracht” angesehen oder man vermutet, dass der Tote ein ziemlich mieser Mensch gewesen sein muss.

    Es gibt aber eben auch diverse Kulturen, in denen man bei der Beerdigung nicht traurig ist, sondern fröhlich. Für mich sieht das eigenartig und unangebracht aus… Genauso wie zum Beispiel Beerdigungen bei nahöstlichen Kulturen. Da wird total laut geschrien und so. Witwen werfen sich teilweise auch mal aufs Grab oder so… Es ist extrem emotional alles. Und als “Deutscher” denkt man bei beiden “Extremen” automatisch, dass das irgendwie eigenartig, unecht oder sonst was ist. Und in solchen Situationen merkt man, was für einen krassen Kulturfilter wir alle haben.

    Antworten
  19. Nono

    Interessanterweise sind meine Klartraumerfahrungen auch die, das ich in meinen Träumen fliegen könnte und dies bewusst genutzt habe.
    Falls noch niemand beantwort hat: In Jura werden zur Zeit die Hausarbeiten nach dem Semester und nach der (direkt an das Semester anschließenden) Klausurenphase geschrieben. Dies ist aktuell in NRW so, in Freiburg ist beispielsweise anders geregelt.

    Antworten
  20. Marco

    Zum Thema “Von meinem * gesendet”. Ich finde das eher albern, denke aber, dass die Information, dass ich gerade nicht am PC sitze für eine Email, sondern das am Handy mache, durchaus interessant ist. Es wirkt sich bei mir nämlich immer auf den Umfang der Email, als auch auf Orthografie aus. Daher bin ich dazu übergegangen “Von mobilem Endgerät gesendet.” darunter zu schreiben.

    Antworten
  21. Ralf

    Zum Thema Science-Fiction wollte ich noch etwas ergänzen. Mir ist im Studium mal Kurd Laßwitz untergekommen. Er gilt als einer der ersten deutschen Sci-FI-Autoren (oder auch Autor phantastischer Literatur). Da der gute seit einem Jahrhundert auch schon tot ist, gibt es seine Werke auch kostenfrei u.a. im Projekt Gutenberg.

    Antworten
  22. Frieder

    Nachdem neulich mal wieder Karl Popper genannt wurde: Könntest du dir vorstellen mal eine Sendung zu Poppers Kritischem Rationalismus zu machen?

    Finde ja, dass man über Popper gar nicht genug reden kann – und außerhalb der Sozialwissenschaften ist er leider vielen erschreckend unbekannt ;).

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.