WR211 Oscypek

wrint_wrintheit_200Diesmal mit römischen Zahlen, Erstwählerentscheidungen, Gummibärchen, Paintball, Fragen, Demokratie, Ohrwürmern, Kuchen und der Antarktis.

Ohne Alex ginge es nicht. Hier sammelt sie für Polinnen!

Shownotes von @iterationbound, mathepauker und @quimoniz

81 Gedanken zu „WR211 Oscypek

  1. Sören

    Zum Thema Gummibären:
    Die Grünen gibt es weiterhin…
    Weiß – Ananas
    Orange – Orange
    Hell Rot – Erdbeere
    Grün – Apfel
    Gelb Zitrone
    Dunkel Rot – Himbeere

    Antworten
    1. Romconstruct

      Ich meine bei Quarks&Co (oder einer anderen Sendung) gab es mal ein interessantes Experiment. Da wurden die Gummibärchen mit Geschmacksstoffen versehen die nicht zu der Farbe passen. Also z.B. Kirsche für die gelben Bärchen die man eher mit Zitrone assozieren würde.

      Diese “falschen” Gummibärchen wurden dann Probanden vorgesetzt. Die Leute haben dann immer etwas geschmeckt was man mit der Farbe der Bärchen assozieren kann, nicht jedoch das was wirklich drin war.

      In der Sendung wurde dann auch noch ein Experiment mit Getränken gemacht. Dabei bekamen die Kandidaten immer Wasser in einem nicht durchsichtigen Gefäß vorgesetzt. Lediglich das Licht im Raum wurde bei jeder Testflüssigkeit verändert, mal blau mal rot mal gelb etc. Jeder meinte dann auch immer etwas anderes zu schmecken obwohl es eben immer nur Wasser zu trinken gab.

      Solche Experimente werden wohl häufiger durchgeführt:
      http://www.spickmich.de/news/201008151000-das-auge-isst-also-doch-mit
      http://ulrikefeigl.wordpress.com/tag/geschmack/

      Für den Weinliebhaber Holgi interessant:
      http://www.welt.de/welt_print/wissen/article6764390/Der-Geschmack-der-Farben.html

      “So führen französische Wissenschaftler der Universität Bordeaux professionellen Gourmets immer wieder gern die Grenzen ihrer Zunge vor: Sie setzen ihnen Weißwein vor, der mit roter Lebensmittelfarbe gefärbt ist. Neun von zehn Profis können ihn von gewöhnlichem Rotwein nicht unterscheiden. Wie die Farbe den Geschmack verändert, bewiesen jetzt auch Forscher der Universität Mainz: Sie gaben 500 Probanden Weißwein zu trinken. Die Laien-Sommeliers sollten die Tropfen beurteilen und ihren Wert schätzen – und zwar bei wechselnder Raumbeleuchtung. Mal strahlten die Lampen rot, mal grün, mal blau, mal weiß. Die Farbe des Weins blieb von dem Lichtspiel unbeeinflusst, er wurde in schwarzen Gläsern ausgeschenkt.

      Verblüffend: Den Probanden schmeckte derselbe Wein in roter und blauer Umgebung besser als in grüner und weißer. Bei Rotlicht erschien ihnen der Wein süßer und fruchtiger, die Flasche war ihnen deutlich mehr wert als bei grünem Licht.”

  2. BrEin

    Liebe Alex,

    ich wage es mal zu behaupten, dass niemand hier wusste was Skittels sind. 😉 (Keine Ahnung wie das geschrieben wird.)

    Ich finde das immer witzig, mit welcher Selbstverständlichkeit man Dinge in ein Gespräch einführt, die sonst keiner kennt.
    Das geht mir auch so, wenn ich Fremdworte verwende, wie ihr hier, die in meinem Umfeld keiner kennt.

    Gruß
    BrEin

    Antworten
    1. kraeuterzucker

      Öhm, die Dinger gibts seit 10 Jahren an vielen Supermarktkassen, ich glaube die Mehrheit kennt die Dinger sehr wohl. 🙂
      Zum Thema Fremdwörter geht es mir ähnlich, wobei es sich dann meistens um Wörter handelt, die in einem bestimmten thematischen Diskurs verwendet werden. Beispiel: Ich habe mir das Wort “Narrativ” angewöhnt, als Beschreibung einer konsistenten Welt- oder Wahrheitsbeschreibung innerhalb einer Gruppe. Dafür ernte ich dann aber immer unverständliche Blicke.

    2. BrEin

      @kraeuterzucker:
      Wie viele Süßigkeiten gibt es, wie viele hast Du schon gegessen und wie viele davon kennst Du mit deren Markennamen?. Ich habe die auch wiedererkannt. Nur wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir dessen Namen einzuprägen. Aber das ist wohl ein regionales Ding. Jelly-Beans kenne ich auch nur aus Serien, weil nie Amis wohl die Markennamen auch sehr ernst nehmen (oder Productplacement). Bei uns heißen die Dingern Bonbons, oder wahlweise Kaubonbons, Gummibären. Egal aus welcher Packung sie fallen oder was darauf steht. Wenn ich bei uns von Stork Riesen anfange, werde ich mich auch erstmal vergewissern, dass die jeder kennt.

      Das mit dem Narrativ geht mir genauso. Aber auch da finde ich, dass man erklären kann, dass man damit eine Sinn stiftende Erzählung meint (Ich erzähle Dir eine Geschichte über etwas, und dieses Etwas nimmst Du dann als Wahr an.) Ich meine, der Wikieintrag ist nicht besonders gut. Und wenn Frank, Fefe oder Konstanze z.B. bei Alternativlos.org oder Neusprechfunk das beiläufig auf Englisch hinnuscheln, empfinde ich das als herablassen. Das ist so sicher nicht gemeint, aber “consecutiv conservativ narrativ” schreit ja förmlich nach Erklärung. (Bewusst falsch geschrieben, ich verstehe ja nie, was sie wirklich sagen.)

      Aber das ist natürlich weit ab von den Süßigkeiten. In Polen oder Augsburg werden wohl Brands mehr gepflegt als bei uns im Osten.

      Gruß
      BrEin

    3. Anne

      Ich hab die neueste Wrintheit ja noch nicht gehört, aber ich weiß, was Skittles sind. Es gab sogar mal recht abgefahrene Werbung dafür, also im deutschen Fernsehen.

  3. jh

    Ich meine neulich grüne Gummibärchen in einer Tüte der Firma Hans Riegel Bonn gesehen zu haben. Geschmacksrichtung war iirc “Apfel”.

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  4. Christopher Jordan

    1 + 1 = 0
    Das gilt im Körper F_2. Da muss man jetzt ein wenig weiter ausholen.
    Erstmal, was ist ein Körper im Mathematischen Sinne?
    Ein Körper ist eine mathematische Struktur, in der Addition und Multiplikation durch Regeln festgelegt sind. (Ebenso die Umkehroperationen Subtraktion und Division)
    Der Körper den wir am leichtesten verstehen können ist ℝ, der Körper der reelen Zahlen, es handelt sich dabei um einen unendlichen Körper, weil er unendlich viele Elemente hat, bzw. man nach einer einfachen Formel immer neue Elemente hinzufügen kann.

    Es gibt allerdings auch Körper, die wir als endlich bezeichnen. Wenn wir mit Bytes im Computer rechnen, benutzen wir, ohne es zu wissen, den F_256. Also einen Körper der 256 Zahlen kennt und in dem gilt n + 255 + 1 = n – 1 + 1 = n
    Wir addieren also das größte Element, der 256
    Ähnlich verhält es sich im F_2 nur ist hier 1 + 1 + 1 = 1 + 0 = 1
    Der Fachbegriff ist das „additiv Inverse“ zu 1 ist 1. Nichts anderes zeigt uns diese Rechnung.

    Antworten
    1. Paul Hilbert

      Ich würde eher behaupten, dass die meisten Menschen die natürlichen Zahlen (N) am besten verstehen können. Vielleicht noch Q. Aber R? Schonmal versucht irgendwen zu erklären wie das mit der nicht-abzählbarkeit ist? Dazu kommt: Schonmal versucht R zu definieren? Jupp, da kommt mindestens ein unendlich vor….

    2. sternburg

      Vielen Dank, Klasse!*

      Äh… hat irgendjemand auch nur ein Wort verstanden?

      *[Man bräuchte einen smiley dafür, etwas nicht ironisch zu meinen. Dringend.]

    1. Romconstruct

      Aus der Folge “Modern Warfare”

      Abed: Glee club.
      Britta: How do you know it’s the Glee Club?
      Abed: Listen.
      “Hit Me With Your Best Shot”

      Die Folge kann man doch nicht ernsthaft alles lächerliche Paintball Episode ansehen.
      Wir sind vor Lachen fast vom Sofa gefallen.

  5. Lijbosz Nek

    Bei dem Experiment der ZEIT in Neukölln habe die beiden KEINE Arbeit gefunden oder angeboten bekommen, Holgi. Immer etwas ungenau, Deine Erzählungen.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Nein? Waren die nicht in irgendeinem Büdchen in einer Kleingartenanlage oder so? Oo

      Muss ich wohl nochmal lesen…

    2. Christian

      Doch hat Sie , im vorletzten Absatz steht es. In einer Kleingartenanlage als Kellnerin 😉

    3. Lijbosz Nek

      Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Scheisse, erst das Maul aufreissen und dann sowas. Ich schäme mich.

    4. Peter

      Am passendsten war der Kommentar von einem Kind in der reichen Stadt “Für solche wie euch ist es halt scheiße hier”. Sehr erfrischend ehrlich.

      Und der Kommentar ganz am Ende von dem Artikel wo sie von der Wohltätigkeitsveranstaltung geschmissen werden ist richtig bissig und böse. Aber absolut treffend.

      Ganz allgemein zu dem Thema: Als Münchner bin ich da echt zwiegespalten wie ich mit Menschen umgehen soll die betteln. Einerseits sind diese Leute in der Notlage aber andererseits unterstütze ich tendenziell irgendwelche kriminellen Banden die das erbettelte Geld einkassieren und sich damit bereichern und durch meine Gabe mache ich alles nur schlimmer weil ich das System aufrecht erhalte. Wenn niemand mehr was geben würde gäbe es halt auch keine Banden mehr.

    5. holgi Beitragsautor

      Es würde ja reichen, dass niemand den Banden was gibt. Als Stadtbewohner lernt man ja zwischen echten und organisierten Bettlern zu unterscheiden. Das Problem sind die Touristen, die dafür kein Gespür haben. Die sind ja auch verantwortlich für die Terrormusikanten in U- und S-Bahn.

    6. Peter

      @holgi wenn ich das könnte wäre ich wirklich sehr froh, trotz mittlerweile über 5 Jahren in München habe ich immer noch nicht raus wer wer ist.

  6. Timo Altfelde

    Präambel: Holgers maskulin, reife Stimme kombiniert mit seinem scharfsinnigen Geist zeigt mal wieder welch unterschätzte Exzellenz in diesem intellektuellen Kleinod verborgen steckt.

    Ernst:
    Wie Christopher Jordan -jetzt muss ich an die jordan normal form denken :/ – beschrieb ist die Sache mit den Zahlen wirklich nicht so selbstverständlich. Die erste Woche meiner Mathevorlesungen beschäftigte sich mit den Definitionen und Eigenschaften des neutralen Elementes der Multiplikation (1*a=a), des neutralen Elementes der Addition (0+a=a) und anderer Dinge auf der Schwierigkeitsebene. Für die Zeit nach der zweiten Woche gehen meine Erinnerungen ins Rauschen über…
    Für den Alltag ist es in der Regel egal, warum Dinge so funktionieren, wie sie funktionieren. Man sollte jedoch nicht daraus schließen, dass es dann auch grundlegend selbstverständlich ist.

    Das Konzept mit den Kastanien kenne ich erst, seitdem ich in Bonn lebe. Da ich ursprünglich aus Kiel komme, scheint es ein regionales Phänomen zu sein.

    Es ist übrigens ziemlich geil, wenn man denkt dass ein Satz trivial sei, nachdem man feststellt, dass ein Dritter diesen intellektuell nicht verarbeiten konnte. Das Wort trivial ist mir erst im Studium begegnet und zwar immer dann, wenn ein Matheprof es nicht für nötig hielt einen Satz zu beweisen. Dies erzeugt bei mir eine besondere emotionale Bindung zu dem Begriff. 🙂

    @Alex: Es passiert mir immer wieder, dass ich Wörter zusammen schreibe, die nicht zusammen gehören und manchmal kapiere ich die Zeichensetzung nicht wirklich. Dafür sind geografische Zusammenhänge für mich trivial und ich raffe nicht, warum manche den Unterschied zwischen einen Mittelwert und einen Median nicht verstehen oder wo das Problem mit Vektorrechnung ist, obwohl es für mich so offensichtlich scheint.
    Eine der größten Schwierigkeiten bei Lehrern ist, zu erkennen, ob etwas schwer ist oder nicht. Menschen neigen dazu Dinge, die für sie selbstverständlich sind, in ihren Anforderungen zu unterschätzen.

    PS: Ich höre Alex gerne zu, hast du einen eigenen oder anderen Podcast mit deiner Beteiligung?

    Antworten
    1. BrEin

      @Timo Altfelde
      Ja, hat sie: in-trockenen-buechern.de .

      Was das Zusammenschreiben angeht, teile ich dein Leid. Das liegt aber unter anderem daran, dass seit der RS-Reform so einiges erlaubt ist, was zuvor verboten war.

      Gruß
      BrEin

  7. David

    @Alexandra Für deine Idee mit dem Bücherschrank würde ich mal schauen, ob es in deinem Stadtteil irgendwelche netten sozialen Träger gibt, also ein Stadtteilbüro, Jugendzentren oder sowas. Ich würde vermuten, dass die für solche Ideen sehr dankbar sind und sich gerne breitschlagen lassen würden, beispielsweise den Behördenfoo zu übernehmen (zu den lokalen Politikern dürften die eigentlich immer gute Beziehungen haben, denn die lassen sich ja auch alle gerne auf Sommerfesten fotografieren ;D), wenn du im Gegenzug einige Bücher zur Verfügung stellst. Nach meiner Erfahrung haben die meistens noch das Geld für 1-2 Sozialarbeiter in Teilzeit, die sich um sowas kümmern können, aber selten die Mittel solche Anschaffungen zu bewerkstelligen.
    Ich hoffe, du hälst uns darüber auf dem Laufenden 🙂

    Antworten
  8. Marian

    Zum Thema Mathe, hier ist die Herleitung für 2 = 1:
    a = b
    2a = a + b
    2a – 2b = a – b
    2(a – b) = a – b
    2 = 1

    Mit ein bischen überlegen findet man vielleicht selber raus, welcher Schritt ungültig ist.
    Ansonsten hier die Lösung:
    — SPOILER–
    Beim vorletzen Schritt wird durch (a – b) geteilt, das ist für genau einen Fall nicht erlaubt, nämlich für den, dass (a – b) = 0 ist, denn durch 0 teilen geht ja nicht. Und da a und b gleichgroß sind, ist a – b in jedem Fall 0, der Schritt ist also falsch.

    Antworten
  9. thf

    Es ist übrigens nicht richtig, dass Zahlen schon immer da waren. Sie haben sich kulturgeschichtlich nach und nach entwickelt und tatsächlich gibt es auch heute noch nicht-westliche Völlker, deren Sprachen nur sehr wenige Zahlwörter (bis 3 oder 4, danach kommt nur “viele”) aufweisen und möglicherweise gar keine; höhere Operationen wie Multiplikation stehen ihnen soweit mir bekannt ist ebenfalls nicht zu Verfügung.
    Ein recht bekannter Fall, der einigen Wirbel auslöste, war das Pirahã. Populärwissenschaftlich z.B. hier http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46707709.html nach zu lesen. Fachliteraturvorschläge gibt’s bei Interesse…

    Antworten
  10. iIomf42

    Hallo Alexandra, ich kenne in Augsburg ein paar gut vernetzte und engagierte Leute, die dir mit dem Bücherschrank sicher
    weiterhelfen können. Bei Interesse bitte einfach emailen.

    iomf42

    Antworten
  11. Romconstruct

    Zum Thema Geographie:
    Da kann ich Alex zum Teil bepflichten. Ich interessiere mich für bestimmte Länder, beispielsweise als Urlaubsziel oder in TV-Dokumentationen, und für andere absolut nicht. Das ging schon als Kind los. Mich hat Bergsteigen immer fasziniert und ich konnte sagen wo welcher 8.000er grob liegt und wie hoch er ist. Mit der Zeit habe ich mich dann auch mit den Regionen/Ländern um diese Berge herum beschäftigt.

    Aber bei Spanien kann ich gerade mal auf der Europakarte sagen wo es liegt und kenne einige Städte. Wo diese liegen…keine Ahnung.

    Als ich die Frage nach den Mittelmeer-Inseln gehört habe musste ich daher auch erst mal grübeln. Also Holgi dann losgelegt hat kam ich auch auf einige Kandidaten. Aber wenn mir einer sagen würde “nenn mir 3 Mittelmeer-Inseln du hast 10 Sekunden” da würde ich vermutlich nur fragend antworten “Mallorca?”.

    Dazu kommt wohl auch, dass man nur Informationen behält die dem Hirn auch wichtig erscheinen. Da ich mich nicht für Sommer-Sonne-Strand-und-Meer Urlaube interessiere, kenne ich mich mit den entsprechenden Ländern auch nicht aus. Hier und da habe ich sicher mal etwas darüber gelesen oder gesehen aber dann auch direkt wieder vergessen.

    Ebenso verhält es sich auch bei der Sprache bzw. Grammatik wie es ja auch von Alex angesprochen wird und was man bei mir vermutlich auch beim lesen dieser Zeilen merkt 🙂

    Erst vorgestern habe ich mich wieder mit meiner Freundin darüber unterhalten. Es gibt einfach bestimmte Regeln der deutschen Sprache die werde ich wohl im Leben nicht mehr begreifen. Sie wurden mir schon so oft erklärt aber für mein Hirn sind sie einfach nicht wichtig und/oder machen keinen Sinn.

    In der Head First Buchreihe von O’Reily wird das auch schön aufgegriffen. Da wird eingangs erklärt wie sie versuchen den oftmals trockenen Stoff dem Hirn als wichtig zu verkaufen, damit das Hirn die Sachen auch behält. Dabei bezieht man sich auch auf Dinge die evolutionär bedingt und damit einfach in uns drin sind. So weiß unser Hirn einfach das es keine so tolle Sache ist, wenn plötzlich ein Tiger aus dem Gebüsch springt. Sitzt man jetzt aber beispielsweise in einer deutschen Großstadt in einer Uni-Bücherrei und versucht da etwas zu lernen, dann ist es doch sehr unwahrscheinlich das da eine Großkatze auf uns zuspringt. Dennoch erachtet das Hirn die Information “Tiger böse” als zu wichtig um diese jetzt mit so etwas scheinbar unsinnigem wie einer Programmiersprache, Chemie oder was auch immer zu verdrängen.

    Ähnliche Muster könnte ich mir da für diverse Bereiche des Lebens bzw. des Wissens was man so ansammelt auch vorstellen. Da wir nun mal alle verschieden sind, erachten wir auch alle verschiedene Informationen als wichtig. Und da kann man uns noch so oft sagen “das gehört doch zur Allgemeinbildung” oder “wie mann man nur immer wieder und wieder den selben Rechtschreibfehler machen”, es ist an einigen Stellen einfach ungemein schwer sich bestimmte Dinge zu merken und zu verinnerlichen.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Das kapiere ich nicht. Wie genau machen die das denn, den Tiger aus meinem Kopf zu drängen?

    2. Romconstruct

      Sie versuchen es die Informationen spielerisch rüber zu bringen und damit das Hirn zu überlisten.
      Stichwort “Gamification”.

      Nimm als Beispiel eine Programmiersprache. nahezu jedes Buch fängt an mit “Hello World”, was sind Variablen, Schleifen etc.

      Da schalten viele Leute schon ab weil sie keine Praktische Anwendung sehen, das Hirn demnach sagt “die Infos sind unwichtig” und man lernt alles nur sehr schwer, wenn überhaupt. Es sei denn man hat eine Neigung dazu.

      Wenn man aber hingeht und sagt “hey wir bauen jetzt ein kleines Videospiel” gleich zu Beginn des Buches, dann ist man durchaus schon mal eher daran interessiert 300 Seiten durchzuhalten. Wenn dann alles nicht so trocken beschrieben ist sondern man immer an konkreten Anwendungsfällen rum programmiert und zudem mögliche aufkommende Fragen in Form von Quiz-Spielen beantworten darf, dann wirkt sich das durchaus mal positiv auf das Lernverhalten aus.

      Hier mal ein Beispiel aus einem der Bücher:
      http://www.oreilly.de/catalog/9780596527587/chapter/ch4.pdf

      Da kannst du sehen wie die Materie aufgearbeitet wird.

      Die Head-First Reihe würde ich dabei als Mittelweg zwischen XY for Dummies und den typischen dicken Fachbüchern sehen. Womit ich nicht sagen will das die Dummy Reihe schlecht ist. Head First macht es oft nur nochmal etwas besser und vermittelt ggf.l noch mehr Tiefe, ohne dabei so tief zu gehen wie ein komplettes Fachbuch.

    3. holgi Beitragsautor

      Hm. Verstehe. Das wäre dann vermutlich auch der Trick, um sich grundsätzlich zu irgendwas zu motivieren – letztlich das “realistische Ziel”, von dem diese ganzen Coaches auch immer sprechen.

    4. manka

      Das mit der spielerischen Motivation ist sicher richtig. In Dinge an denen man Freude hat, investiert man immer mehr Aufmerksamkeit hinein und behält sie damit in guter Erinnerung.
      Wobei ich immer wieder feststellen muss, dass geographisches Vorstellungesvermögen auch etwas mit räumlichen Vorstellungsvermögen zu tun hat. Mir fällt es in der Regel sehr leicht meine innere Landkarte auf den neuesten Stand zu bringen und finde mich meist auf Anhieb in für mich neuen Regionen zurecht. Meine Frau hingegen verläuft sich heute noch gern mal in unserer Stadt 🙂 Andererseits brauche ich gefühlt Monate bis ich mir endlich mal den Namen einer Person oder eines Ortes merken kann, was meine Frau widerum mühelos hinbekommt. Ähnlich verhält es sich mit Gesichtern. Ich weis fast immer das ich ein Gesicht schon einmal gesehen habe, kann aber meist nicht sofort sagen wer zu diesem Gesicht gehört. Erst wenn ich im Geiste nach dazugehörigen Bildern suche, kommt z.B. eine Szene aus einem Spielfilm und ich erinnere mich an den Namen bzw. die Situation.

  12. Lilli

    Der Stream hat bei mir leider nicht funktioniert, aber die Sendung wurde ja sehr schnell veröffentlicht (Danke!!).
    Obgleich ich aus Köln komme, kenne ich die Haribo-Kastanien-Aktion auch nur aus zweiter Hand. In der Schule / im Kindergarten haben wir das nie gemacht. Blöd ist auch, dass es viele Erwachsene gibt, die den Kindern die Kastanien aus den Händen reißen (beim Sammeln, ob bei Haribo auch, weiß ich nicht), obwohl noch genug herumliegt und die Gier der Menschen leider auch hier oft größer ist, als einfach glücklich über das Angebot von Haribo zu sein.
    Geographie konnte ich übrigens auch nie gut. Dank diesem Spiel (http://www.kongregate.com/games/crafics/globetrotter-xl?acomplete=glo) hab ich aber einen ganz guten Überblick bekommen, und wenn man dann bestimmte Städte oder Gegenden schonmal gehört hat, fällt es einem (naja, mir zumindest) leichter, sich Dinge, die man später über diese Städte/Gegenden hört, zu merken.

    Und generell: Wie geht es eigentlich dem Herrn Semak? (Obgleich ich die Wrintheit mit Alex fast noch besser finde, weil ihr irgendwie freundlicher miteinander kommuniziert und größere Unterschiede in euren Alltagen habt, was zu interessanten Einblicken in verschiedene Sichtweisen zum selben Thema führt (Versteht man das?).

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ja, das versteht man 😉

      Am besten fragst Du den Herrn Semak selbst, wie es ihm geht. So tiefen Einblick in seinen geistigen und körperlichen Zustand, dass ich das seriöser als mit “vermutlich gut” beantworten könnte, habe ich nicht.

    2. Eule

      Schönes Spiel! (Mein Ergebnis: Level 9, 13.711 Punkte – ist das gut?)

      Ein halbwegs ähnliches Spiel ist http://geoguessr.com/ – man landet per Google Streetview an einem beliebigen Ort und muss durch umschauen und herumfahren herausfinden, wo auf der Welt man sich ungefähr befindet.

    1. Dirk

      @Alexandra Meine Idee wäre gewesen, ob man nicht Kontakt zu den Leuten aus Bonn oder Frankfurt bekommt, die dort den Bücherschrank initiiert haben – vielleicht können sie helfen herauszufinden wohin man sich wenden muss. Wenn es aber in Augsburg bereits so etwas gibt, dann wären diese vielleicht ein guter Anlaufspunkt?

  13. Jürgen

    @holgi:

    Das mit den wertvollen Gummibärchen in Amerika hast du vor kurzem gehört. Das hat dir ein Austauschschüler in den Ferngesprächen erzählt.

    Für mehr Ferngespräche!

    Antworten
  14. Jeff Kelly

    Zum Thema Pupillenerweiterung.

    Ich muss das ja wegen diverser chronischer Augenerkrankungen seit meiner Geburt mindestens einmal alle 6 Monate machen.

    Es gibt keinen medizinischen Grund warum du danach stundenlang nichts mehr siehst. Das hängt auch nicht an den Augentropfen selbst. Die normalerweise von Augenärzten gewählte Dosierung macht dich nur “planbarer” für deren Praxisablauf.

    Im Prinzip wirken die gängigen Tropfen in etwa eine Stunde so dass du spätestens nach 2 Stunden wieder normal sehen solltest. Das bedeutet aber, dass zwischen Applikation der Tropfen und der Untersuchung nur maximal 20 – 30 Minuten liegen können, da dann die Wirkung wieder nachlässt. Meine Augenärztin macht das so. Da hat dann die Wirkung meistens beim Verlassen der Praxis schon weit genug nachgelassen, dass man wieder einigermassen was sehen kann.

    Normalerweise bekommt ein Patient aber die doppelte oder dreifache Dosis ab, was dann die Wirkzeit erheblich verlängert. Dadurch kann man dich als Patient dann auch mal ne Stunde im Wartezimmer sitzen lassen und hat danach immer noch erweiterte Pupillen. Das du dann den Rest des Tages nichts mehr siehst ist da erst einmal sekundär. Da kann es dann schon mal 5 – 6 Stunden dauern bis man wieder normal sehen kann.

    Das mehrfache Eintropfen hat auch nicht den Grund, dass “immer mal was daneben geht” wie du in einem NSFW mal gesagt hast, sondern jede weitere Runde mit Augentropfen stellt eine zusätzliche Dosis dar, die man entweder gibt, weil das Auge schlechter auf das Mittel anspricht oder weil man insgesamt die Wirkdauer verlängern will.

    Wenn du einen Augenarzt aufsuchst, “wo man schon mal ne Stunde warten muss” hat das meiner Vermutung nach eher logistische Gründe, dass du erstmal stundenlang nichts mehr siehst. (das muss übrigens nicht so sein ich muss bei meinen Ärzten selbst als Kassenpatient nie länger als 15 Minuten über meinen ursprünglichen Termin hinaus warten)

    Antworten
    1. Eule

      Ich habe in meinem Leben bisher erst einmal Augentropfen bekommen, und zwar dreimal im Abstand von rund einer halben Stunde. Danach hat es mehr als einen Tag(!) gedauert bis ich wieder den Eindruck hatte, normal ohne Helligkeitsüberreizung sehen zu können… Das war in einer Krankenhausambulanz, und mein geblinzelter Heimweg knapp zwei Stunden nach der Tropfengabe kam mir recht abenteuerlich vor. (Mein Tipp: Bei sowas unbedingt eine Betreuungsperson mitnehmen!)

    2. Jeff Kelly

      Im Prinzip reicht eine Dosis aus. Es gibt zwar unterschiedliche Präparate, bei Erwachsenen wird aber in der Regel nur eine Klasse von Präparaten verwendet. Die habe von allen Augentropfen die ich kenne die geringste Wirkdauer.

      Das es länger als einen Tag dauert ist sehr ungewöhnlich. Wenn ich drei Anwendungen der Tropfen bekomme dauert es zwar auch 6 – 7 Stunden bis ich wieder vollständig klar sehen kann, aber das letzte mal als es wirklich länger als einen Tag gedauert hat ist 30 Jahre her und dabei handelte es sich um ein spezielles Präparat für Kinder.

      Die Dosis die man dir gegeben hat war jedenfalls unnötig hoch, vermutlich wusste man in der Ambulanz nicht wie lange du warten musst (kann ja gerne mal ein paar Stunden dauern) und wollte kein Risiko eingehen. Betreungsperson halte ich persönlich für nicht notwendig, eine Sonnenbrille hilft gegen die Effekte der erweiterten Pupillen nämlich schon ziemlich gut.

      Man sollte nur keiner Polizeistreife begegnen, denn dann muss man unter Umständen erst mal einiges erklären.

    3. Andre

      Es gibt auch richtig fies lange wirkende Tropfen. Ich kenn da Boro Scopol, was ich mal im Krankenhaus hatte. Die gab es nur zwei Mal täglich, und trotzdem war die Pupille Dauer-geweitet. Auch danach hat es noch Wochen gedauert, bis meine Ärztin wieder Tropfen brauchte, um die Pupille zu erweitern.

      Im Zweifelsfall kommt es auch darauf an, ob man schon irgend welche Probleme mitbringt, wie lange so Tropfen wirken. Wenn man weiß, dass man empfindlich ist, hilft auch ein Hinweis an den Arzt, dann muss nicht die Maximaldosis ins Auge.

      Andre,
      Der nach einer KH-Ambulanz mit beidseitigen Tropfen schon mal nen Podcast aufgenommen hat (später ging nicht, da durfte ich stationär rein). Ist alles eine Frage der nervigkeit.

  15. mathepauker

    Wenn Alexandra behauptet, ohne die Null sei eine Zahl wie −3 nicht möglich, ist das im Allgemeinen falsch: Man kann die negativen ganzen Zahlen ohne Probleme aus den natürlichen Zahlen ohne 0 konstruieren.

    Holgi behauptete, die Zahlen seien »halt da«. Auch das ist so nicht korrekt. Am Anfang gibt es in der Mathematik nichts. Wie zu Beginn der Bibel ist die Welt erst mal »wüst und öde«. Um das zu ändern, wird man sich zunächst über Aussagenlogik Gedanken machen und danach Mengenlehre betreiben. Anschließend ist man in der Lage, die natürlichen Zahlen, also die Menge {0, 1, 2, 3, …}, zu erschaffen. Das geschieht heutzutage üblicherweise mit Hilfe der Peano-Axiome. Rechnen geht nun immer noch nicht, dazu fehlen die Definitionen von Addition und Multiplikation sowie jede Menge Verifikationen von vermeintlich selbstverständlichen Sachverhalten. Es erfordert also einigen Aufwand, bis wir mit den (anfangs nur) natürlichen Zahlen arbeiten können. Denn »einfach da« sind die (natürlichen) Zahlen nicht.

    Die Frage, was Zahlen eigentlich sind, ist übrigens gar nicht so leicht zu beantworten. Durch die erwähnte Konstruktion bekommt man eine formale Antwort. Und jeder hat aus Erfahrung und Gewohnheit eine Vorstellung. Aber eine umfassende inhaltliche Definition des Begriffs der Zahl ist schwierig.

    Christopher Jordan hat bereits erklärt, wie 1 + 1 ungleich 2 sein kann. Das Stichwort für allgemeine Betrachtungen dieser Art lautet Restklassenring.

    Antworten
  16. Affe mit Waffe

    Yes. Süsskartoffelfritten. Letztens auch bei Rembrandt-Burger in der Richard-Sorge-Straße (Berlin versteht sich) gegessen. HAMMER.

    Antworten
  17. Flo

    Ein Bekannter von mir, der, sagen wir mal eine gewisse Exzentrizität aufweisen kann und damit auch zu Lokalprominenz gekommen ist, war auch mal bei “mieten, kaufen, wohnen”. Bei dem war von Anfang an klar, dass der gar keine Wohnung wollte, die haben ihn nur eingeladen, weil er halt ein schräger Vogel ist und man mit ihm ein bisschen polarisieren kann. Und sowohl Maklerin, wie auch er bekamen, wie das ja im scripted-reality-Format üblich ist, vom Regisseur dann auch Anweisungen doch da noch ein bisschen mehr aneinander vorbei zu reden und dort noch ein bisschen blöd zu gucken. Da ist also garnix echtes dran…

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ich weiß. Eine Freundin arbeitet dort und nachdem ich mal in Spaß sagte, dass ich da auch mal mitmachen will, klingelte bei mir das Telefon und ich wurde offiziell angefragt. Als ich der Kollegin dann erklärte, dass ich gerne mitmache, aber hinterher auf allen Kanälen drüber reden würde, kamen wir beide zur Überzeugung, dass sie sich lieber jemand anderen suchen sollte 😉

  18. sternburg

    Ich bin ein wenig enttäuscht. Auf die Frage”Hm… was gibt es denn in Amerika, was man hier gerne haben möchte und gegen Gummibärchen eintauschen könnte?” hätte ich die sofortige trockene Antwort “Drohnen” erwartet.

    Aber sonst – soweit ich bin – eine sehr schöne Folge.

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  19. blackhide

    Alex, Politiker schreibt man in der Regel dann an wenn man mit einem anstehenden Gesetzgebungsverfahren ein Problem hat. Bei mir (und etwa 20.000 anderen Mitstreitern) ist es der Regulierungswahn der EU und des Landes NRW bezüglich e-Zigaretten Deren Forderung: Regulierung als Arzneimittel, unser Contra: Nicht möglich auf Grund richterliche Urteile, JURI-Ausschuß EU-Kommission und nicht nötig. Eine disbezügliche Diskussion würde an dieser Stelle zu weit führen. Ich schreibe also meine zuständigen EU-Abgebordnete an, unterschreibe Petitionen, gehe zur Demo, schreibe Kommentare unter Artikel zwecks Richtigstellung, schreibe danach meine NRW-Politiker an usw. Hierdurch erhält man manchmal Einblicke in Denkweisen, nicht vorhandenen Denkweisen, Lobbyismus usw. Bewirkt dies etwas? Nein, ein einzelner Brief wird wenig Änderungen hervorrufen (Einzelfälle zu besonderen Schicksalsschlägen mal ausgenommen), aber in Masse ist dies Beeindruckend – insbesondere wenn man dann von ein paar Politikern zu hören bekommt das aufgrund tausender Anschreiben einem selber Lobbyismus, Astroturfing etc. vorgeworfen wird. 😀 Aber: Mit Hilfe einiger Politiker wurde über dieses Thema ausführlicher diskutiert. Immerhin: Die Tabakproduktrichtlinie bestand aus etwa 300 – 600 Seiten und nur in einem Absatz wurde die e-Zig. genannt – Unser Standpunkt wurde bei Anhörungen usw. gar nicht vertreten – erst nach Einmischung unsererseits wurden zumindest einige unserer Fragen gestellt. Wir erreichten eine größere Aufmerksamkeit bis schließlich zumindest Alternativanträge morgen einfließen werden. Also: Anschreiben wirkt, wenn ein etwas größeres Publikum gefunden wurde.

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  20. Stefan

    Hallo Holgi,

    ich glaube mit dem Löten lernen ist es ein bißchen wie mit dem Rauchen aufhören: Man kann/sollte gleich damit anfangen.

    Zum lernen gibt es zahlreiche Videos bei Youtube. Das Beste was ich auf die Schnelle gefunden habe, ist das vom Elektronik Videoblog des Australiers Dave.

    Im ersten Teil erzählt er sich ausführlich von den Werkzeugen. Aber die hast du ja wahrscheinlich schon.

    Ohne selbst beruflich zu löten behaupte ich mal, dass man zum Löten auch vor allem Erfahrung bzw. Gefühl benötigt die nur durch das Machen kommt. Die Tips von den Profis beim CCC-Treffen wären sicher trotzdem noch hilfreich.

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  21. Thomas

    Ich schicke Dir gerne Lebkuchen aus Griesheim. Leider ist die Beschreibung “Konditorei in Frankfurt-Griesheim” etwas ungenau. Kennst Du den Namen der Konditorei oder die Straße?

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    1. Florian

      Hallo Holgi,

      als offizieller Lebkuchenbeauftragter sende auch ich dir gerne Lebkuchen zu. Allerdings würde ich ebenfalls eine etwas genauere Beschreibung der Konditorei gebrauchen.

    2. Thomas

      Ich war gerade bei der Konditorei in Griesheim. Leider ist der Laden wegen eines Todesfalls geschlossen.

  22. Martin

    Sachertorte:

    In Wien gibt es zwei «echte» Sachertorten zu kaufen: Einerseits die «Original Sacher-Torte» aus dem Hotel Sacher, andererseits «Demel’s Sachertorte» vom Bäcker-Konditor Demel (manchmal auch inoffiziell auch als «Echte Sacher-Torte» bezeichnet.

    «Echt» sind beide, denn einerseits erfand Franz Sacher im Hotel Sacher die Grundform, andererseits wurde die Sachertorte in der definitiven Form von Franz Sachers Sohn Eduard als Lehrling bei Demel vollendet. Angeboten wurde sie zuerst bei Demel, später dann auch im Hotel Sacher. Und ich glaube, einen Rechtsstreit gab es dann auch mal noch …

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    1. Peter

      Die Folge ist schon etwas länger her, dennoch möchte ich eine Sache nicht unerwähnt lassen:
      Wer Sachertorte mag, sollte mal die Annatorte bei Demel probieren. Man sollte für diesen Genuss lieber keine Aversionen gegen Buttercreme oder Nougat haben. Allergien gegen Nüsse sind auch nicht angebracht.

      Wenn man nach Krakau fährt, wird an jeder Ecke von fliegenden Händlern Oscypek angeboten.

  23. Tatjana

    Hallo zusammen 🙂

    Zum Thema Geographie:
    Ich studiere Tourismusmanagement und um mein geographisches Wissen auszubauen habe ich das erste Semester mit Topographiespielen verbracht. Denn hingegen jeglicher Vermutungen: ich habe trotz meines Studienganges nicht viele Länder bereist. Erst mit 25 verließ ich das erste mal den europäischen Kontinent und erst 2005 flog ich das erste mal. Dies mag auch an meinem kroatischen Migrationshintergrund liegen, weshalb wir unsere Urlaube stets an der kroatischen adriatischen Küste verbracht haben.

    Kroatien muss mehr für sein Marketing tun. Das Land hat über Tausend Inseln und Holgi nannte nicht eine.

    Liebe Grüße

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  24. bastinat0r

    Zum Thema Schießsport und Paintball:

    Ich denke die beiden “Sportarten” nutzen eine moralische Rechtfertigung, die sich gegenseitig auschließen. Die Rechtfertingung beim Schießsport “Ich würde niemals auf lebendige Dinge schießen.” macht Paintball zu einem Akt der Barbarei. Genauso wie die Ausrede der Paintballer “Das sind keine Waffen und mit Waffen wollen wir nichts zu tun haben” den Schießsport verurteilt.

    Letzten endes finde ich beides ähnlich fragwürdig und jeder muss da die Grenze für sich selbst finden, letzten endes finde ich Schießsport allerdings schlimmer, da dafür echte Waffen gebaut werden und die Paintballer mit Land-/Forstwirtschaftlichen Gerät haben und den Sport vermutlich ähnlich gut vom Leben trennen können wie Gamer.

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    1. tp1024

      Eigentlich ist es mit Paintball genauso wie mit dem Fechten. Natürlich ist beides ein Training für etwas das einzig und allein dem Zweck des Tötens von Menschen dient. Es ist nur so, dass Schwerter und Degen heutzutage eher selten in Kriegen oder Verbrechen benutzt werden (der letzte große Fall an den ich mich erinnern kann ist aber der Völkermord von Rwanda, der mit Macheten verübt wurde.)

      Schusswaffen sind dagegen die am weitesten verbreiteten Waffen, die heute tatsächlich eingesetzt werden. Letzten Endes ist die Frage wozu die Leute es machen, die es machen. Und nach allem was ich sagen kann, ist das in fast allen Fällen der reine Spaß and der Sache und nicht das Ziel möglichst effizient Menschen umbringen zu können. Das ist, wie beim Fechten, absolut möglich und meiner Meinung nach auch plausibel.

      Wenn man mich fragt ist die Antwort: Lasst sie machen und macht euch lieber Gedanken darüber warum in unserer Gesellschaft ein Mensch einen anderen umbringen WOLLEN würde (und diese Gründe und Umstände möglichst zu reduzieren).

  25. Blaupause

    Wenn ich jeden Tag aufmerksam U- und S-Bahn führe – was ich nicht tue, da ich Herr Klein so furchtbar viele Podcasts publiziert und ich seiner Stimme verfallen bin und außerdem immerzu stricke – dürfte ich mich doch eigentlich auch Society-Expertin nennen, oder?

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    1. holgi Beitragsautor

      Gut gehuldigt! Vielen Dank 😀

      “Society” sind allerdings nicht wir Plebs, sondern diejenigen Menschen, die bekannt dafür sind, bekannt zu sein.

  26. Dirk

    Ich möchte einfach einmal Danke sagen für die tollen Wrintheit Sendungen!

    Ich habe die Wrintheit auch schon mit Nikolas gerne gehört und als sie zu Ende ging, war ich traurig. Nach kurzer Skepsis zu Beginn, bin ich richtiggehend begeistert von den Wrintheiten mit Alexandra. Das soll in keiner Weise die Ausgaben mit Nikolas schmälern. Ich denke es sind zwei unterschiedliche Sendungen mit demselben Konzept. Meine Vermutung ist, dass dies daran liegt, dass Nikolas und Holgi sich ähnlicher sind, als es Alexandra und Holgi sind. Damit kommt eine andere Dynamik und andere Geschichten zustande. Ich fühle mich stets super unterhalten und freue mich auf jede neue Ausgabe.

    Danke, Danke, Danke!
    Dirk.

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  27. onkeloki

    Zum Thema Paintball möchte ich auch noch was sagen.
    Dass was in TV-Serien gezeigt wird hat im allgemeinen mit Paintball nicht viel zu tun.
    Generell sollte man zwischen Gotcha und Paintball Differenzieren.
    Gotcha ist eher das was in den TV-Serien gezeigt wird.
    Ein paar wilde Aushilfs-Krieger hüpfen durch ein Territorium um sich gegenseitig abballern.
    In Serien ist es dabei häufig sogar so, dass sobald nicht geschossen wird , auf dem Spielfeld, die Maske abgenommen wird (Film-Technisch wahrscheinlich damit man die Gesichter der Schauspieler sieht. schon die baywatch “Gotcha” folge hat das eindrucksvoll vorgemacht.
    Das ist eher was für Jungesellen Abschiede oder wenn mal ein paar Honks Krieg spielen wollen.

    “richtiges Paintball” dagegen. Wird auf so genannten Sub-Air Feldern gespielt.
    Diese bestehen verschiedenen aufgeblasenen Deckungen die eher an Hüpf-Burgen erinnern.
    Es gibt sehr Strenge und klare regeln. So ist im Liga Sport z.b. die anzahl von Kleidung-Schichten die ein Spieler tragen darf vorgeschrieben.
    außerdem stehen auf einem Spielfeld z.b. bei einem 7 vs 7 Spiel. zusätzlich 15 Schiedsrichter mit auf dem Feld.
    Jeder Spieler hat quasi einen eigenen Schiedsrichter neben sich herlaufen, dieser kontrolliert den Spieler permanent nach Treffern.
    Ein Spieler ist raus sobald er getroffen (Markiert wird) egal wo… Maske/ Ausrüstung / Bein das macht keinen unterschied und es gibt auch keine Extra Punkte.
    Eine Spielrunde ist in wenigen Minuten vorbei und ähnlich wie beim Fußball kommt es neben der Zielsicherheit der Spieler vor allem auf Teamplay und Kommunikation an. Müssen Spieler die Hinten stehen und das Spielfeld ggf besser im überblick haben ihren Team-Kameraden (weiter vorne) Permanent ansagen machen. Ohne Teamplay geht da Garnichts.

    Das Sportgerät womit man Spielt schimpf sich Markierer und hat im Paintball mit einer Waffe so viel zu tun wie ein Toastbrot mit einem Autoreifen.
    In Serien wird gerne auf so genannte Repilka-Markierer zurrück gegriffen.
    Repilka-Markierer lehnen sich vom aussehen her an Echte Waffen an.
    Diese kommen im paintball sport allerdings nicht zum Einsatz, viel zu sperrig, langsam, schwer.
    Ein moderner Paintball Markierer lässt sich eher mit einem Rennwagen vergleichen, alles ist bis aufs letztes auf Performance optimiert.
    Ventilöffnungszeiten werden von Chips gesteuert gesteuert, es gibt mehrere Lichtschranken die im System die Position des Balls ermitteln.
    Der Trigger (Abzug) wird per Magnet eingestellt.
    Bei all der Technik ist jedoch ein Dauerfeuer Modus nicht vorhanden. Denn bei einem guten Spieler kommt es auch darauf an wie gut / schnell er triggern kann. (Triggern = mit zeige und mittel-finger möglichst schnell auf den Trigger “trommeln”)
    Die ursprünglichen Markierer wurden auch nicht erfunden um menschen zu töten. Sondern für Cowboys und Förster um Rinder / und bäume zu markieren. Bis auf die Tatsache dass es Geräte sind die man in der Hand halten kann und die einen Abzug haben hat ein moderner Markierer mit einer Waffe nichts zu tun.
    Irgendwann ist mal jemand auf die Idee gekommen dass man sich Auch gegenseitig markieren kann und es wurde ein Spiel daraus.
    Es gibt immer ein Paar Nerds die spiele perfektionieren wollen und aus dem spiel wird ein Sport.
    Luftballons sind auch nicht dazu erfunden worden um “Wasserbomben” zu bauen, es macht dennoch einen Heiden Spaß andere damit nass zu werfen und jeder freut sich wenn er “so gut im ausweichen ist” dass die anderen hinterher nasser sind als man selber.

    Beim Paintball sind Wasserbomben nur mit Farbe gefüllt, etwas kleiner und werden auf andere art und weise beschleunigt.

    Ich verstehe schon dass es Problematisch ist wenn man sagt “ich schieße auf menschen”
    Die sehe das Problem da aber eher bei der Akzeptanz und Aufklärung der masse.
    Sagt jemand “ich bin Hacker”, wird er auch erstmal blöd angeguckt und der Durchschnittsbürger wurde unterschrieben dass “Hacker alle böse sind und man müsse was dagegen unternehmen”.

    Barbarisch ist das alles aber mit nichten.
    Wie ein Vorredner schon meinte:
    “Beim fechten stechen menschen auf einander ein und es gibt extra punkte für Kopftreffer”
    Merkwürdigerweise ist das aber keine Barbarische Tötungs-Simulation.

    Noch krasser ist es beim Boxen: Hier hauen sich Menschen vor einem jubelnden Publikum gegenseitig die Fresse blutig.
    Und wenn einer von beiden bewusstlos zu Boden geht, ist das ein echtes Hilight.
    Aber von Barbarisch spricht auch hier niemand.

    Meiner Meinung nach setzt die Kopfschere (Komischerweise gerade bei deutschen) da irgendwie falsch an 😉
    Und auch eure Meinung dazu waren diesbezüglich leider stark voreingenommen.

    Hoffe das war ein wertvoller Beitrag..
    Zur Sicherheit noch eine Huldigung:
    Als Hörer der ersten Stunde muss ich sagen ihr macht einen super Job so qualitativ hochwertigen Content sucht seines gleichen

    in diesem Sinne, macht Wieter so!

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  28. Nis Wechselberg

    @Holgi
    Waffen sicher wegschließen ist nicht so schwer. Wenn du den Wikipedia-Artikel anschaust (http://de.wikipedia.org/wiki/Tresor) steht da zwar ganz viel Kram, aber nach Waffengesetz (§36 WaffG) (http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__36.html) reicht schon ein Stahlschrank mit der kleinsten Sicherheitsstufe (die inzwischen nichtmal mehr von Versicherungen anerkannt werden sollte).
    Als selbststehdender Schrank (>25kg) kannst du das Teil relativ einfach irgendwo in der Wohnung unterbringen.
    Der Erwerb der Waffen ist in Deutschland (legal) viel schwerer als das Aufbewahren.

    Zum Thema löten: http://mightyohm.com/files/soldercomic/FullSolderComic_EN.pdf (Nerdkompatibel, also mit Tipp: Vorsicht Lötkolben ist heiß)
    Falls es auf dem 30C3 keinen Lötworkshop geben sollte, bringe ich meinen Lötkolben mit und bringe dir das da bei.

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