WR148 Realitätsabgleich: Halligalli mit Äpfeln

Heute zur Kur in Bad Hundelohe, mit Verzicht auf Pommes (heisst ja auch Fritten), Integration und mehr (Danke, @EvitaBley, @SimonWaldherr und @hypergrip!).

Ohne Toby ginge es nicht. Hier geht sein Klingelbeutel rum.

17 Gedanken zu „WR148 Realitätsabgleich: Halligalli mit Äpfeln

  1. Bea

    “..das innere Schwein überwinden..” habe ich einmal bei meinem Theraupeuten gesagt, der mich dann ausgelacht hat.
    Und seitdem nennt er mich ein Schwein.

    Ganz schön unnütz, musste aber sein.

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  2. Lars

    Alle warten seitlich der Zugtür um die Fahrgäste aussteigen zu lassen, die Wochenendfahrer drängen mit ihren Koffern dran vorbei und versperren den Aussteigenden den Weg (mal abgesehen davon, dass sie sich in der Schlange der Einsteigenden vordrängeln). Ich könnte jedes mal Amok laufen…

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    1. kumi

      Ich lauf nicht Amok. Als Einsteigender sag ich zu denen, dass sie asoziale Arschlöcher seien. Als Aussteigender bin ich selbst asoziales Arschloch und rempel die Leute gnaden- und wortlos aus dem Weg. Das gibt zwar bös Schimpfe von denen (weil es auch mal weh tun kann), aber mir ein gutes Gefühl … und sicher irgendwann aufs Maul, but … totally worth it.

  3. thf

    Mir war nicht bewusst, dass das mit dem “tue eine Zeit T lang Tätigkeit X (nicht)”, ein allgemeinerer Trend ist, wie du es beschreibst, Tobi (abgesehen natürlich von den regligiösen Kontexten). Ich kannte den NaNoWriMo (http://de.wikipedia.org/wiki/Nanowrimo) (mit T=”November/30 Tage”, und X=”einen 50.000+ Wörter Roman schreiben”). Allerdings hast du Recht: auch da hat sich – so weit ich das beurteilen kann – eine lebhafte Community gebildet, um sich gegenseitig zu unterstützen etc.

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  4. Peter

    Hallo,
    ein Wort was mir gar nicht gefällt aber oft benutzt wird ist dieses K*cksche*sse. Nun wollte ich mal fragen ob das nicht eigentlich eine doppelte Verneinung ist und man das was man betitelt eigentlich total toll findet.

    Und zu dem Stehenbleiben. Ich denke das hat auch jeder schon mal gemacht. Deshalb finde ich es auch nicht so schlimm. Da finde ich Leute die es eilig haben und sich durch die kleinste Lücke drücken müssen viel schlimmer

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  5. BrEin

    Zu 7-Wochen-Ohne:
    Ohne Fleisch! So hat es bei mir angefangen.
    Ohne Moralgerüst, ich bezeichne mich auch nicht als Vegetarier. Aber seit dem esse ich strickt kein Fleisch mehr.

    Zum Thema Flüchtlinge:
    Holgi,
    bitte, bitte, bitte, mache mal ein WRINT mit einem Asylsuchenden und preche mal mit seinen/ihren Erfahugen. Oder mit einem Anwalt oder sonst jemand der im Alltag mit ihnen zutun hat. Ich finde, diese Menschen haben hier einfach eine zu geringe Öffentlichkeit. Sieht man ja, die können auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor von der Polizei drangsaliert werden und die Öffentlichkeit (Medien) bekommt das nicht mit.

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    1. Angelika

      Für mich dient so eine Aktion der Suchterkennung, bzw. der Analyse des Konsumverhaltens. Wenn ich mir z.B. vornehme, sieben Wochen ohne Facebookspiele auszukommen und nach zwei Wochen werde ich kribbelig, dann sollte ich mir über mein Verhältnis zu Facebook Gedanken machen. Ich habe im Sommer mein Notebook abgeschafft, weil ich im Büro einen Desktop und für die Freizeit ein iPad habe. Die Sucht nach Facebook ist noch nicht so groß, dass ich mir ein neues Notebook gekauft habe.

  6. chrysophylax.de

    Schöne Sendung – danke euch beiden dafür !

    2 Anmerkungen:

    1.) “40 Tage auf etwas verzichten”: Schöne Anregung – ich versuch dann auch mal den inneneren Schweinehund umzukonditionieren, indem ich ihm die eventuelle Möglichkeit von etwas leckererem anbiete als das, was er sich wünscht. Und verkünde das gleich mal hier, damit ich das vielleicht auch durchhalte. Ich treibe mich viel zu häufig in einem der üblichen asozialen Netzwerke im Internet rum (nein, nicht das Fratzenbuch – aber mindestens genauso zeitbindend bei genauso wenig sinnvollem Ergebnis) und habe dort mein Profil gerade mal vorübergehend deaktiviert und mich bis Ostern abgemeldet. Ich hoffe, ich halte das durch und bin mal gespannt, ob und was ich stattdessen spannendes mache… Wenn die komischen Christen sowas schaffen, dann muss ich das doch auch hinkriegen.

    2.) “Zivilcourage an der U3”: Solange der “Agressor” noch am Bahnsteig ist, macht keiner der “Zuschauer” irgendwas – nichtmal die Polizei rufen. Die haben alle vielzuviel Angst, “reingezogen” zu werden oder gar (was niemand zugibt) spannendes Kino zu verpassen. Zu meinen Pfadfinderzeiten haben wir mal im Rahmen einer Gruppenleiterfortbildung ein ganz spannedes Projekt zum Thema Zivilcourage gemacht: In einer größeren deutschen Stadt haben wir mit amtlicher Erlaubnis der Stadt und mit Voranmeldung bei der Polizei “Konfliktsituationen” in einer belebten Fußgängerzone gespielt, mit versteckter Kamera gefilmt, und ausgetestet was passieren muss, damit irgendjemand eingreift. Und sei es nur, indem er die Polizei ruft. Sowas ginge heutzutage glaub ich gar nicht mehr – da würden weder Polizei, noch Stadtverwaltung mitmachen… Das war Anfang des Jahrtausends… Immer der gleiche Abruf: Einer von uns ruft den Notruf an, meldet die geplante Aktion mit “Wir stehen jetzt da und dort, und 2 Personen machen jetzt das und das, nur falls ein Passant den Notruf anruft”, Aktion durchgezogen, und hinterher wieder beim Notruf ein “Aktion beendet”. Was hatten wir alles…. Rollstuhlfahrer wird von 2 Schnöseln auf die Wiese gekippt, einem blinden Bettler wird die Sammelbüchse geklaut, ein Pärchen (er Schrank, sie ziermliches Persönchen) streitet sich lautstark und er wird immer handgreiflicher, die 2 Schnösel sitzen auf einer Parkbank und drangsalieren einen Penner, der vorbeikommt…. Nie hat irgendein Passant irgendwas gemacht, solange der “Aggressor” noch in der Nähe war. Nichtmal die Polizei gerufen. Die Meisten haben entweder kinomäßig zugeguckt oder demonstrativ weggeguckt und schnell das Weite gesucht. Sobald der “Agressor” sich aber verpisst hat, haben relativ bald (einstellige Minuten danach) Leute versucht, zu helfen. Sogar ohne “Aggressor”, bei einem einfach nur simulierten Ohnmachtsanfall lag unser Kandidat teilweise 2-3 Minuten mitten auf der Treppe einer U-Bahn, bis mal einer kam und versuchte was zu machen.

    Spannend war auch immer die Reaktion der Leute, wenn man sie nach der Aktion gefragt hat “Haben Sie das gerade nicht gesehen, was da passiert ist ?” und dann immer ein “ich hab nichts gesehen, wirklich nicht, war das was ?” heftiges Dementi kam – bis man ihnen die Filmaufnahmen zeigte, wo sie vor lauter Hals-Verdrehen bald gegen eine Laterne gelaufen sind…

    Von daher die gute Nachricht: Wenn für “Zuschauer” keine Gefahr (mehr) besteht, wird einem in Germanien durch Zuschauer relativ bald geholfen, aber sobald der “Aggressor” noch in der Nähe ist, passiert grad gar nix außer Gaffen…

    Aber die Aktion damals hat allen Beteiligten einen Heidenspaß gemacht, und die Videos waren teilweise echt lustig… So traurig teilweise auch das Ergebnis ist….

    chrysophylax.

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  7. reeeeen

    Zu den Äpfeln:
    Meine Eltern hatten auch mal vier Apfelbäume und das eine Jahr waren da auch extrem viele Äpfel dran. Bei uns gabs da die Möglichkeit die zu so ner Firma zu bringen, die auch Apfelsaft herstellt. Im Gegenzug für die Äpfel gabs dann Gutscheine für Apfelsaft…
    Auch ne gute Alternative, falls man die loswerden will, wenn es so ein Angebot in der Nähe gibt…

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  8. Angelika

    Die Holländer frittieren übrigens wirklich alles. Truthähne kann ich nicht bejahen, aber ich habe tatsächlich schon mal ein halbes Hähnchen in die Friteuse wandern sehen.

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  9. Angelika

    Wenn ich mal Zug fahre, habe ich meist mein Fahrrad dabei. Besonders freue ich mich dann über die Leute, die sich im Fahrradabteil auf die Klappsitze setzen und ihre Überseekoffer neben sich stellen. Sie könnten zwar auch im “normalen” abteil nebenan sitzen. dann könnte die Radreisenden nicht nur ihr Rad hinstellen, sondern sich auch hinsetzen, aber das ist eigentlich egal. Super guten sozialen Kontakt bekommt man übrigens in den IR, der ca 9:00 von Köln nach Trier fährt. Da fahren eigentlich nur Radler mit, die mit dem Rad die Eifel unsicher machen wollen. Also 40 Räder im Radabteil, das für zwanzig Räder gedacht ist. Also entspinnen sich Gespräche wie “Wohin fahren Sie?, Blankenheim? Dann stelle ich mein Rad hinter Ihres. Ich muss nach Gerolstein.”

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  10. Frau Nett

    Was den Gelegenheitsraucher angeht, muss ich sagen, dass ich auch nicht weiß was das soll. Aber das Nichtrauchen “auszuprobieren” war mein Weg zum aufhören. Weil wenn ich mir sage “Nie wieder rauchen” ist es erstmal gruselig und riesen groß, aber “Diese Woche rauch ich nicht” klingt schaffbar. Daraus wurde dann “Ich rauch bis zum Monatsende nicht mehr” Und dann wurde es immer mehr. Jetzt sind es 4 Monate und 10 Tage 🙂

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