WR141 Die Wrintheit: Elham!

Die absolute Wrintheit mit einem Intro von Leonie (mitmachen, Mädels!) über ein Buch, den Bundespräsidenten, CSR, Musikerwerb, Kinder, Kony, Gedichte, Musikbesitz, Gewicht, Träume, Diktaturen, Apps, Tierschützer, Gewerkschaften, Außerirdische, Jobangebote, Meinungsumschwünge, Steuern, Prägungen, Smileys, Briefträger, Inception, Gutes und mehr (Danke, @EvitaBley, @kaeffchen_heinz, BigMcIntosh und Gurkitier!)

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52 Gedanken zu „WR141 Die Wrintheit: Elham!

  1. bibor

    ihr habt über den Sinn von Atomkraftwerken und Stromversorgung im allgemeinen gesprochen. Fals du da mal mehr recherchieren möchtest was bei der Stromversorgung der aktuelle Stand ist oder wie dort Entscheidungsfindung stat findet, könnte ich Kontakte zu Mitarbeitern von Netzbetreibern vermitteln.

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  2. mfmfmf

    Mit dem Gehaltsangebot verdientet ihr zwischen 2,6 und 21,5 Mio Euro im Monat. Die Summe von “Vorgängerverdopplungen” ist 2^n – 1 (Bsp: 1 + 2 + 4 = 7 = 8 – 1 = 2^3 – 1 ), n hier die Anzahl der Tage im Monat.

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  3. tp1024

    Thema Sicherheit von Atomkraftwerken. Dazu habe ich ein englisches Essay geschrieben: “Was wusste 1975 über Fukushima Daiichi?”

    https://tp1024.wordpress.com/2013/01/11/what-1975-knew-about-fukushima-daiichi/

    Tl;dr: Es wurde 1975 im WASH-1400 Report(*) festgestellt, dass der exakte Bautyp in Fukushima unsicher ist und bei einer Kernschmelze mehrere tausende Quadratkilometer kontaminieren würden. In Deutschland gibt es ähnliche Bautypen, die mit mehreren Gesetzen nachgebessert wurden (Propagandasprech: “nachgerüstet” wie seinerzeit die Bundeswehr). Eines wurde 1988 beschlossen, damit auch im Notfall ein Containment mit Filter entlüftet werden kann, was in Fukushima unmöglich war. Und eines 1993 zur Vermeidung von Wasserstoffexplosionen Katalysatoren (“Töpfer-Kerze”) eingebaut werden mussten. In Japan wurde das 2012 vorgeschrieben …

    (*) sog. Rasmussen Report – der ist öffentlich zugänglich und nicht etwa in Flugbeils “Panzerschränken” verschlossen. Der gute Herr ist in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Informationen unzugänglich, widersprüchlich und teilweise bewusst falsch waren. Heute kann man problemlos im Internet auf Originalquellen zugreifen, was die Aussagen des besagten Herren als irgendwo zwischen ignorant und lächerlich entlarvt … vorausgesetzt, dass man die Quellen auch gelesen hat. Denn die vollständige Zugänglichkeit von Quellen ersetzt das Lesen und verstehen nicht.

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    1. Walter

      Die Sache mit der Transmutation und der Nuklearia eine AG in der Piratenpartei, hat mich veranlasst da ich in dem Feld ein Laie bin bei Leuten anzufragen bei denen ich ein hohes Maß an Kompetenz vermute. Eine Anfrage ging an Hans Peter Dürr.
      Seine Antwort:
      die von Ihnen angeführte Möglichkeit einer sicheren Beseitigung des
      Atommülls auf irgendeine Weise lösen zu können, beschäftigt mich schon seit
      über 5 Jahren. Ich hörte von dieser Möglichkeit anläßlich einer
      Energiekonverenz in Moskau, zu der ich am 15. Februar 2007 eingeladen war
      von einer mir seit Jahrzehnten bekannten Nukleargruppe. Ich ging davon aus,
      dass dieser Kongress zur 20-jährigen Feier der damals (15. Februar 1987)
      von Gorbatschow im Kreml eingeladenen 1000-köpfigen internationalen
      Friedensgruppen, in der auf eindrucksvolle das Ende des sogenannten kalten
      Krieges verkündet wurde. Ich war deshalb in 2007 sehr enttäuscht, dass
      trotz der Anwesenheit von Gorbatschow.offiziell (bis auf mich) kein Wort
      über dieses so eindrucksvolles Ereignis gesagt wurde.

      Doch dies nur nebenbei. Für mich bot am Ende – sprachlich wegen des
      russischen gehaltenen Vortrags leider nur teilweise verständlichen
      Vortrtags – eine nachträgliche intensive Diskussion mit einer Gruppe von
      Kernphysiker, auf welche Weise das Abfallproblem der Kernenergie-Reaktoren
      möglicherweise gelöst werden könnte, das mich seit über vier Jahrzehnten
      beschäftigt hatte mit definit negativen Erfolg, was der strenge Verbot
      jeglicher Kernenergie notwendig erforderte. Die gehaltenen Vorträge zeigten
      auf eine Möglichkeit, die Sie jetzt auch so sehen. Sie nannten es:

      Relativistic Heavy Nuclear Energy RHN (VNHAM;Igor N. Ostrecov) oder auch
      Relativistische Kernkraftwerke RNPP (Physik Russland & Weißrussland).

      Sie haben damals dies als eine Weiterentwicklung der Kernspaltungsreaktoren
      APP angesehen. Das Grundelement ist die Verwendung der Bombardierung des
      Atommülls durch hochenergetischen (10-50 Gev) Protonen eines
      Linearbeschleunigers. Die Meinung war, dass nur etwa 16% der durch die
      Trommelbombardierung zusätzlich freiwerdente Energie für den Betrieb der
      Auslöser-Linearbeschleuniger nötig ist.

      Mein Interesse hatte jedoch nicht mit einem neuen Kernenrgie-Reaktor zu
      tun, sondern mit der Vernichtung aller radioaktien Atomkerne, d.h. eine
      Vernichtung von allem Atommüll, der selbstverständlich Energie primär
      benötigt. Jede Beseitigung benörigt selbst verständlich Energie. Wenn sie
      nicht reicht, könnte man auch die Sonnenenergie verwenden. Wenn der
      Atommüll weg ist, dann kann man für die Lösung des Energieproblems dann die
      Sonne direkt nehmen.

      Die Frage ist aufgetaucht, wie lange eine Bombardierung braucht, um das
      Problem zu lösen. Es wurde die Zahl 65 Jahre erwähnt. Durch Erhöhung der
      Bombardierungsenergie läßt sich aber wahrscheinlich dieser Zeitraum
      verkleinern.

      Ich habe damals meine Überlegungen nicht weiter geführt, da es für solche
      Betrachtung viel erfahrerene Physiker gibt. Ich denke dabei auch gerade an
      die Physiker die sich mit Kernreaktoren gut auskennen. Sie werden wohl
      geniale Methoden finden können, wie Sie das schon Bestehende mit sicherer
      Sorgfalt zum Verschwinden bringen.

      Als Laie kann ich da keine Wertung vornehmen, es ist das eigentliche Problem mit dieser Technologie. Es steckt unglaublich viel Energie in den Stoffen, aber auch unglaublch viel Gefahr wenn es in Händen des Menschen ist.

  4. tp1024

    Anderes Thema:

    Wenn man auf die Frage “gibt es denn nichts wichtigeres” keine Antwort geben kann, dann ist das oft ein Anzeichen dafür, dass das Problem nicht vernünftig (oder überhaupt nicht) definiert wurde.

    Bei einem gut definierten Problem kann man jederzeit Antworten: Nein, es gibt kein wichtigeres, denn …

    Oder man sagt: Ja und zwar … aber dieses Problem ist kurz davor gelöst zu werden und dann ist es wichtig, dass wir mit diesem Problem nicht bei Null anfangen.

    Oder es bleibt bei: Ja, aber es geht ums Prinzip.

    Wenn ein Problem nicht vernünftig definiert ist, ist auch die Lösung nicht definiert. Folglich kann das Problem nicht gelöst werden. Die meisten Probleme über die man diskutiert sind schlecht definiert. Denn die gut definierten Probleme gehen von allein weg, die schlecht definierten nicht.

    Meistens wird ein Problem dadurch gut definiert, indem man es einschränkt. Dann wird vielleicht ein Teilaspekt des Problems nicht gelöst – aber es wird besser. Und Besser ist besser als Schlechter.

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  5. Tom

    Diese Fettwagen bringen gar nix! Sie messen den elektrischen Widerstand indem sie einen schwachen Strom an den Körper anlegen. Je nachdem wie feucht deine Fußsohlen sind kommen teilweise absolut unterschiedliche Ergebnisse zustande.

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  6. Kai

    Das Stichwort für Atommüll zerstrahlen ist Transmutation . Daran wird auch geforscht, nur halt stärker im Ausland (auch mit großen geplanten Versuchsanlagen). Daher ist es bei uns einfach nicht so präsent. Es ist aber zur Zeit so, das man dabei keine Energie erzeugt sondern einen Teil der Kerneinregie für die Transmutation benötigt. Daraus folgt ein Schlechter Wirkungsgrad. Für den Bestehenden Atommüll bedeutet das aber, wir haben einen „Energie-Kredit“ aufgenommen den wir in Zukunft zurückzahlen müssen.

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    1. tp1024

      Kai, hier hast du einiges falsch verstanden.

      Transmutation muss nicht erforscht werden, die funktioniert und alle notwendigen Zusammenhänge und Daten sind sehr gut bekannt. (Dabei insbesondere die Neutronen Wirkungsquerschnitte der beteiligten Stoffe bei verschiedenen Neutronenenergien.)

      Was gebraucht wird sind:

      1) Ein effizientes, sauberes und möglichst nicht zu teures Verfahren zur Aufbereitung von Brennstäben, damit man an die Stoffe die man Transmutieren will überhaupt heran kommt. Das sind zum einen alle Stoffe die aus dem Uran entstehen, wenn es nicht gespalten wird. Vor allem das Plutonium-239 das aus dem U-238 entsteht und ein Rattenschwanz von Isotopen der sich daran anhängt.

      Vor allem der Rattenschwanz kann in den gebräuchlichen Reaktoren nicht vollständig gespalten werden. Er ist aber der Grund dafür, weshalb man die Brennstäbe auch nach einigen hundert Jahren noch für die nächsten 100.000 Jahre lagern muss. (Da gibt es unterschiedliche Angaben, alle absurd lang.)

      Das liegt daran, dass die Atome in dem “Rattenschwanz” wesentlich schlechter von den langsamen Neutronen in den gebräuchlichen Kernreaktoren getroffen werden, als das U-235 und Pu-239 die in erster Linie für die Kettenreaktion zuständig sind. Die Neutronen werden ja gerade deswegen verlangsamt, die Chance mit langsamen Neutronen U-235 oder Pu-239 über hundert mal so groß ist, wie mit schnellen. Auf andere Isotope hat dieser Trick aber sehr viel kleinere Auswirkungen, weshalb man das Uran nicht mehr so stark (oder gar nicht) anreichern muss.

      2) Man braucht also Reaktoren mit schnellen Neutronen. Aus Sicherheitsgründen am ehesten mit Blei als mit Natrium gekühlt, wie es in Russland schon in den 60er Jahren getan wurde und heute wieder getan wird. In Russland wurden gerade eine ganze Reihe Projekte (SVBR-100, BREST-300, BN-800) in dieser Richtung finanziert die in diesem Jahrzehnt fertiggestellt werden. Dank der Rohstoffexporte hat man dort wieder Geld für so etwas – und die Ausbildung in den Universitäten wurde dort nie zusammengestrichen, wie im Rest von Europa und den USA.

      In Reaktoren mit schnellen Neutronen hat man im Vergleich wesentlich höhere Chancen auch die anderen Plutoniumisotope mit Neutronen zu treffen und zu spalten. Hoch genug, dass sich alle Isotope in dem “Rattenschwanz” restlos spalten lassen. Bei der Spaltung dieser Stoffe wird übrigens praktisch genauso viel Energie frei, wie bei jeder anderen Kernspaltung.

      Wegen der schnellen Neutronen geben sie bei der Spaltung auch mehr Neutronen frei, so dass sogar noch genug Neutronen da sind um auch andere Stoffe zu transmutieren – vor allem Tc-99 und I-129.

      In Russland will man auch das wenige Radium-226 aus dem Uranerz extrahieren und mit in die Reaktoren bringen, weil man als Zielvorgabe gesetzt hat, dass durch den Betrieb von Kernreaktoren die gesamte Radioaktivität der Umwelt nicht steigen darf – auch nach vollständiger Entsorgung aller Brennstoffe. Ohne diesen Schritt ist das schwieriger, da Radium und seine Zerfallsprodukte für etwa 80% der Radioaktivität von Uranerz verantwortlich ist.

    2. Howie Munson

      *** Hoch genug, dass sich alle Isotope in dem “Rattenschwanz” restlos spalten lassen. ***

      Obwohl man das seit den 60er macht, hat es noch nicht im großen Maßstab funktioniert das restlos alle langlebigen Isotope umgewandelt werden…. schnelle Brüter bisher für eines wirklich gut: Plutonium zu erbrüten.

      *** Die wenigen existierenden Brutreaktoren werden ausnahmslos zur Plutoniumproduktion eingesetzt.***

      http://de.wikipedia.org/wiki/Transmutation#Beseitigung_nuklearen_Abfalls

      Aber die Hauptfrage ist doch folgende: wieso sollte man ausgerechnet den Interessengruppen trauen, die jahrzehntelang für Kernkraftwerke waren, obwohl man eben keine sichere Lösung für’s Müllproblem hatte.

    3. Gustl Buheitel

      Müllproblem?

      Unsere Gesellschaft sollte eben mal abwägen was wie wichtig ist und dann mit den Konsequenzen leben.
      Eine Konsequenz von Autos die sich doch großer Beliebtheit erfreuen, ist, dass große Flächen zuasphaltiert werden, fette Raffinerien in der Landschaft stehen und dann auch noch Abgase in die Luft gelangen.

      Wieso nicht auch bei dem Atommüll? Man könnte das doch problemlos schön bewacht, schließlich bewachen wir ja auch unsere Waffen, an der Oberfläche lagern. Dann wäre es sogar gut zu warten, man kann es umlagern wenn nötig und man müsste nicht irgendwelche zugeschütteten Fässer in Bergwerken suchen. Wieso hat man das überhaupt jemals zugeschüttet? Damit niemand sehen kann wenn die Fässer undicht werden?

      Klar die Flächen werden schon Platz brauchen aber auch nicht übermäßig, also der Platz wäre da und vielleicht kann eine der zukünftigen Generationen wenn das Uran einmal knapp werden sollte, diesen heutigen Müll noch gut verwenden um da weiter Strom mit zu erzeugen oder zumindest noch besser zu verwahren, wer weiß.

    4. tp1024

      Wieso sollte man ausgerechnet jenen Interessengruppen trauen, die an der Lösung dieses Problems nur verlieren können? Wieso sollte man ausgerechnet jenen Interessengruppen trauen, die seit 40 Jahren zwar eine Demonstration nach der anderen organisiert, aber keinerlei konstruktive Lösungsvorschläge geliefert haben?

      Wieso sollte man Interessengruppen trauen, die behaupten, dass die Zwischenlager an der Kernkraftwerken die unsichersten überhaupt sind – aber gleichzeitig jeden Transport in das (folglich) sehr viel sicherere Zwischenlager Gorleben blockieren?

      Wieso sollte man Interessengruppen trauen, die die schwierige Rückholung von schwach und mittel Radioaktiven Stoffen aus der Asse als Zeichen der Unverantwortbarkeit der Einlagerung bezeichnen – aber selbst fordern, dass endgelagerte Brennelemente keinesfalls mehr Rückholbar sein dürfen? (*)

      Wieso sollte man Interessengruppen trauen, die zwar immer wieder die angeblich unzureichende Sicherheit der Castorbehälter kritisieren, dann aber tatenlos zusehen wie die eigenen Anhänger Schienen zerstören um anzudrohen, dass Züge mit Castorbehältern zur Entgleisung gebracht werden?

      Im übrigen kannst du dich gerne in Physikverweigerung üben. Aber glaube mir, es ist den Neutronen herzlich egal, ob sie U-238 in U-239 verwandeln (das dann zu Pu-239 zerfällt) oder Am-241 spalten, oder Pu-240 in spaltbares Pu-241 verwandeln oder oder oder. Alle diese Reaktionen finden ohnehin in allen Kernreaktoren statt, in unterschiedlichem Ausmaß, je nach Reaktortyp. Sie sind sehr gut verstanden und müssen bei der Konstruktion jedes Kernreaktors im Vorfeld berücksichtigt werden um eine stabile Reaktion gewährleisten zu können.

      Gegen die Transmutation von Plutonium – durch dessen Nutzung als Kernbrennstoff – wird im übrigen von Kernkraftgegnern immer wieder demonstriert. Plutonium stellt den mit Abstand wichtigsten Teil der zu beseitigenden Transurane dar. Das bei weitem größte Hindernis der Transmutation besteht heute keineswegs in der seit über einem halben Jahrhundert vorhandenen Technologie. Sie besteht in den Protesten derjenigen, die am meisten zu verlieren haben, wenn der Atommüll nicht mehr da ist. Siehe dazu auch die Fußnote.

      (*) Die Haltung der Grünen ist hier an Perversion nicht zu übertreffen:

      http://www.zeit.de/2012/24/U-Atommuell-Endlager/seite-2

      Erklärte Kernkraftgegner fürchten diese Horrorszenarien. »Wer will schon für tausend Jahre garantieren, dass noch Gesellschaften bestehen, die sich um die Sicherung dieses Mülls kümmern können oder wollen?«, fragt die atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Sylvia Kotting-Uhl. »Das können wir heute nicht prognostizieren, und deshalb sind wir gegen die Rückholbarkeit.«

      Einen größeren Schwachsinn hat die Welt noch nicht gehört.

    5. Howie Munson

      Im übrigen kannst du dich gerne in Physikverweigerung üben. Aber glaube mir, es ist den Neutronen herzlich egal, ob sie U-238 in U-239 verwandeln (das dann zu Pu-239 zerfällt) oder Am-241 spalten, oder Pu-240 in spaltbares Pu-241 verwandeln oder oder oder. Alle diese Reaktionen finden ohnehin in allen Kernreaktoren statt, in unterschiedlichem Ausmaß, je nach Reaktortyp. Sie sind sehr gut verstanden und müssen bei der Konstruktion jedes Kernreaktors im Vorfeld berücksichtigt werden um eine stabile Reaktion gewährleisten zu können.

      Es ist dem einzelnen Neutron auch herzlich egal, ob Reste übrigbleiben, ansonsten gäbe es das Problem ja gar nicht. Tastsache ist außerdem, das bislang eben kein Brutreaktor gebaut wurde, der den Abfall im großen Stil veringert oder unproblematischer macht. Und weil ich das feststelle bin ich Physikverweigerer?

      Das bei weitem größte Hindernis der Transmutation besteht heute keineswegs in der seit über einem halben Jahrhundert vorhandenen Technologie. Sie besteht in den Protesten derjenigen, die am meisten zu verlieren haben, wenn der Atommüll nicht mehr da ist.

      Soso, weil man die Technologie dafür schon hat, plant man also erst noch Forschungsreaktoren. Und in Russland konnte man wegen den vielen Protesten keine Kernkraftwerke bauen, die mit Plutonium betrieben werden.

      BTW: Zwischen bedingungsloser Technokratie und grüner Utopie gibt es auch genügend Platz für ein etwas differenzierteres Weltbild. Und die glaubwürdigere Antwort auf “wieso sollte man denen trauen” wäre zum Beispiel gewesen: “Weil sie eingesehen haben, dass das Verharmlosen von Unwägbarkeiten falsch ist.” oder “weil man in den letzen Jahren neues gelernt hat”, oder “weil das jetzt gar nicht mehr dieselben sind”, oder, oder…

    6. tp1024

      Wenn du die Durchführbarkeit der Transmutation bezweifelst, dann solltest du das auch begründen können. Es gibt keinen physikalischen Grund der dagegen spricht, Experimente wurden dazu durchgeführt, z.B. in den USA (weitere, siehe unten):

      http://www.inl.gov/technicalpublications/Documents/3901058.pdf

      Da die Clinton Regierung 1994 praktisch die gesamte Forschung der Kerntechnik eingestellt hat und damit alle in den USA gebauten schnellen Brüter abgeschaltet wurden, konnten diese Experimente in den letzten 20 Jahren nicht im großen Stil durchgeführt werden. Vielmehr führte es dazu, dass die NASA auf Betteltour in Europa und Russland gehen musste um Plutonium-238 für Raumsonden aufzutreiben.

      Wenn du technische Gründe angeben kannst, weshalb Transmutation im großen Stil unmöglich ist, dann präsentiere diese bitte und hör auf den Eindruck zu erwecken, dass es unmöglich wäre. Experimentelle und theoretische Untersuchungen die das Gegenteil belegen gibt es zu Hauf.

      Z.B.:

      http://www-atalante2004.cea.fr/home/liblocal/docs/atalante2000/O2-11.pdf

      “The target was irradiated in HFR Petten during
      358 full power days, during which 96% of the initial 241Am was transmuted, and 28% of the initial
      americium atoms fissioned.”

      Und diverse andere:

      http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/te_1623_web.pdf

      http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.139.9594&rep=rep1&type=pdf

      https://www.oecd-nea.org/trw/docs/global93/paper-09.pdf

      Wenn solchen Programmen in den vergangene Jahrzehnten immer wieder die Forschungsgelder gestrichen und gleichzeitig keine Alternativen angeboten wurden, dann ist die derzeitige Situation selbst verschuldet. Die Grundlagen sind längst gelegt und die technische Durchführbarkeit ist gesichert.

    7. Howie Munson

      Ich behaupte nicht, dass es “unmöglich” sei. Ich zweifle nur an der Problemlosigkeit und an der Wirtschaftlichkeit der restlosen und sicheren Transmutation des schon vorhandenen Materials in Material auf das man dann “nur” noch “einige hundert Jahre” aufpassen muss.

      Und widerspricht das Argument “würd ja alles gehen wenn man nur mehr Geld geben würde” nicht dem Argument des billigen Atomstroms? Oder womit bist du am “Gefälligkeitsgutachten” weiter unten konkret nicht einverstanden?

      Und klar haben die Staaten bzw. deren Regierungen es selbst verschuldet, dass überhaupt Kernkraftwerke gebaut wurden, bevor man das Müllproblem wirtschaftlich gelöst hat. Wolltest du nicht ursprünglich genau diese Aussage von mir widerlegen?

      Aber die Hauptfrage ist doch folgende: wieso sollte man ausgerechnet den Interessengruppen trauen, die jahrzehntelang für Kernkraftwerke waren, obwohl man eben keine sichere Lösung für’s Müllproblem hatte.

    8. tp1024

      Was könnte ich wohl an einer Studie die für Greenpeace und den Bundesverband der Windindustrie geschrieben wurde und zufällig ein Ergebnis hat, dass deren Ideologie 200%ig bestätigt auszusetzen haben?

      Was würdest du zu einer Studie sagen, die für RWE und Areva geschrieben wurde und aussagt, dass Kernkraft die billigste und umweltfreundlichste Energieform ist?

      Na? Merkste selber, hoffe ich. Leg doch zu Abwechslung einmal die gleichen Maßstäbe an alle an.

      Bei erneuerbaren Energien ist reines Utopiedenken Pflichtprogramm. Wehe dem, der Zweifel hat, auch wenn sie rein physikalisch und unumstößlich begründet sind. Oder wenn sich die Versprechen der Lobbyisten als reine Lügen entpuppen.

      Das Stromnetz wurde nicht ausgebaut, obwohl man sagte, dass man Windstrom in ganz Deutschland verteilen muss, denn “irgendwo weht immer Wind”. Stattdessen gibt es heute den Generalverdacht, dass der Ausbau der Stromnetze nur den Profiten der Netzbetreiber dient.

      Seit Jahrzehnten versprach man, wenn die Netzparität erreicht ist, braucht PV keine Subventionen mehr – die Einspeisevergütung beträgt heute 18cent, Netzstrom kostet 29 cent und jede Kürzung der Einspeisung wird vehement von Lobbyverbänden bekämpft. Wieso wird die Subvention nicht eingestellt? Weil der Strom der zu beliebigen Zeiten erzeugt wird, nur einen Bruchteil des Nutzwertes (und damit auch des Geldwertes) von Strom hat, der abgerufen werden kann, wenn man ihn braucht.

      Energiespeicherung in den Maßstäben die notwendig sind existiert nicht. Alle physikalisch durchführbaren Vorschläge die gemacht wurden (insbes. Wasserstoff), benötigen für eine 1kWh abgerufener Energie wenigstens 3kWh eingespeister Energie. Die so gespeicherte Energie ist selbst in der illusorischen Annahme 3 mal so teuer wie in der ohnehin extrem teuren Erzeugung, wenn die Erzeugung des Wasserstoffs, die Speicherung (in welcher Form auch immer) und die Stromgewinnung aus dem Speicher kostenlos sind.

      Umweltschützer weinen jedem Baum hinterher, der wegen S21, einem Braunkohletagebau oder aus welchem Grund auch immer medienwirksam gefällt werden soll. Aber niemand darf kritisieren, wenn heute Millionen Bäume direkt als “nachwachsende Energie” verfeuert werden, ohne jemals als Werkstoff verwendet zu werden.

      Von den 400 Milliarden Euro für das kurze EEG Strohfeuer – größtenteils für Anlagen die im Ausland gebaut wurden – redet niemand. 400 Milliarden die die Allgemeinheit den wohlhabendsten Bürgern der Nation in den weit geöffneten Rachen schiebt. Denn nur diese hatten die zigtausenden Euro auf der hohen Kante um in Windparks und Solarzellen auf dem eigenen Haus investieren zu können.

      Man kritisiert hingegen die als “Subventionen” bezeichneten KfW Kredite für Kernkraftwerke, diese hatten eine Höhe von 250 Milliarden Euro und wurden längst von den Unternehmen zurückgezahlt (man erinnere sich an die rotgrüne Kritik an den “abgeschriebenen Meilern” die reine Gelddruckmaschinen seien …). Das Geld für das EEG wird niemals zurückgezahlt.

      Kernkraftwerke waren von Anfang an profitabel, es fehlte nur die notwendige Menge Geld für die Anfangsinvestition. Diese wurde in Form von Krediten vom Staat gewährt und vollständig zurückgezahlt. Die Erneuerbaren dagegen sind nie profitabel gewesen, sind es nach wie vor nicht und können ohne eine staatlich verordnete Zwangsabnahme ihres Stroms zu weit überhöhten Preisen nicht existieren.

      Der Gegenbeweis würde sich leicht durch ersatzloses Streichen des EEG erbringen lassen – der Vergleich mit Ländern ohne ein EEG Äquivalent unterstreicht aber das Argument so gut, dass darüber niemand ernsthaft streiten wird.

      Sobald es um die sog. erneuerbaren Energien geht, ist jede Kostenrechnung verboten, ist unbedingter Glaube an die technische Entwicklung, den exponentiellen Fall der Preise und die magische Erlösung vom Problem der Stromspeicherung oberste Glaubenspflicht – selbst wo sie jeder Physikalischen Grundlage entbehrt.

      Aber sobald es um die Transmutation auf wissenschaftlich abgesicherter Grundlagen, durchgeführten Experimenten in realen Kernreaktoren und den real gemessenen Reaktionsquerschnitten, der Halbwertszeiten, der Zerfallsenergien etc. der beteiligten Isotope geht – dann plötzlich erwacht der kritische Geist.

      Alles was nicht äußerster Pessimismus ist, alles das nicht bis ins kleinste Detail schon vollständig gebaut wurde, ist plötzlich offensichtlich und für alle Zeit undurchführbar.

      Schlimmer noch, es lohnt kaum den Aufwand darüber nachzudenken oder öffentlich darüber zu sprechen. Es lohnt sich für die Kritiker noch nicht einmal sich selbst über die technischen Grundlagen der Durchführbarkeit zu informieren um überhaupt beurteilen zu können, was möglich ist und was nicht.

      Leg doch bitte einmal die gleichen Maßstäbe für alle an.

    9. Howie Munson

      Der Gegenbeweis würde sich leicht durch ersatzloses Streichen des EEG erbringen lassen

      Das sich Kernenergie lohnt kann die Atomenergibranche auch ganz leicht beweisen: Sie zahlen die Forschungsbudgets für die Transmutation einfach selbst.

      Leg doch bitte einmal die gleichen Maßstäbe für alle an.

      Ok, verlink mal deine Quellen, wenn du schon für dich in Anspruch nimmst, glaubwürdiger zu sein, als eine veröffentlichte Studie in der die angeblich falsch zugeordnete Zahl “250 Mrd.” als Einzelposten gar nicht drin vorkommt…

      Schreibst du jetzt wieder 4000 Zeichen, um davon abzulenken, was im Vorposting stand und ich nichtmal “Pro EE” argumentiert hab? Von S21 ganz zu schweigen, ich weiß gar nicht, wo da jetzt der Zusammenhang sein soll.

    10. tp1024

      Ich wiederhole mich ungern: leg doch mal gleiche Maßstäbe für alle an. Wo sind denn deine Quellen, wenn du von mir welche forderst? Ich habe mehr als genug gebracht.

      Von dir kamen bisher nur inhaltslose Behauptungen ohne jede Begründung, ohne Quellen und ohne jede Erklärung. Es ist bei dir nicht der Hauch des Versuchs zu erkennen die dargestellten Zusammenhänge nachzuvollziehen. Stattdessen kommt der Vorwurf der Ablenkung und Forderung nach Quellen.

  7. Christine

    Werbung wird nicht durch Sondermeldungen unterbrochen, da sie ja eh kurz vor den Nachrichten kommt, in denen man die Meldung dann ja regelmäßig ausgetrahlt wird. Die letzten anderthalb Minuten machen dann wohl nicht mehr so viel aus.

    Antworten
  8. Johannes

    Mit dem Thema Träume habt ihr ganz schön Schabernack in meinem Gehirn angerichtet. Hörte diesen Podcast vorm Einschlafen und folgende Träume kamen dannach raus:

    Arbeitete mit Holgi bei der ARD (!)

    War wieder in der Schule und Merkel war meine Klassenlehrerin.

    Kurz vorm Aufwachen bin ich dann noch mit einer ominösen Rothaarigen, die sich mir ständig in eindeutiger Weise annährte auf einen Berg gewandert. Dort stand ein Kühlschrank mit angebrochenen Sektflaschen und OCB Longpapers drinne…

    Danke für diese bewegte Nacht 😀

    Antworten
  9. Gustl Buheitel

    Nachts WLAN ausschalten

    Ich finde das sehr schade, dass der der das da macht gleich in die Esoecke gedrängt wird. Vielleicht trifft das auch zu, sehr wahrscheinlich sogar, jedoch ist Eure Herangehensweise unwissenschaftlich.

    1. Was ist WLAN und Strahlung
    Das sind elektromagnetische Wellen, also man hat beim WLAN/Handy einen Diplol wie jede Antenne. An dessen Enden liegt eine Wechselspannung an und die erzeugt zwischen den Enden ein elektrisches Feld, das sich auf Grund der Wechselspannung auch dauernd verändert “schwingt”. In diesem Feld ist Energie gespeichert mit E=U/d, und wenn im Laufe einer Periode der angelegten Wechselspannung die Spannung kleiner oder größer wird, dann ändert sich auch die Stärke des elektrischen Feldes. Durch diese Änderung baut sich ein zum elektrischen Feld senkrecht stehendes magnetisches Feld auf.
    Das ist immer um 180° phasenverschoben und man kann sich das so vorstellen, dass das magnetische Feld dann maximal wird wenn das elektrische gerade den Nullpunkt durchläuft. So bleibt die Energie erhalten und wird nur immer zwischen den beiden Feldern hin und her gewandelt. So pflanzt sich das WLAN durch den Raum fort und braucht nichteinmal “Teilchen” sondern funktioniert auch im Vakuum – so wie Licht, das ist ja auch nichts Anderes, sondern nur eine deutlich höher frequente elektromagnetische Welle.

    2. Ist das schädlich für uns?
    Das überlasse ich Biologen, aber:
    Wir enthalten viel Wasser, Wasser, H2O ist eine polare Bindung mit einer Eigenresonanzfrequenz so um die 2,4GHz. Das ist auch der Grund warum eine Mikrowelle elektromagnetische Wellen mit ungefähr dieser Frequenz aussendet. Das Wassermolekül wird von diesen Wellen maximal gut angeregt und schwingt mit – und entzieht dadurch der elektromagnetischen Welle Energie, diese Energie geht in die Bewegungsenergie des H2O über und Bewegungsenergie ist nichts anderes wie Wärme wenn man es auch atomarer Ebene betrachtet. Das ist der Grund warum in der Mikrowelle das Essen warm wird – und auch nur warm wird, wenn es irgendwie Wasser enthält. Oder einen anderen Stoff die freie Ladungsträger oder eine polare Bindung aufweist. Die Mikrowelle ist nur besonders gut auf Wasser abgestimmt weil das in unserer Nahungskette besonders häufig ist. Aber etwas trockenes wird darin deutlich schlechter warm wie etwas feuchtes – probiert es aus.
    Also, der Dipol sendet Energie in Form einer elekrtomagnetischen Welle aus. Ein anderer Dipol kann das “empfangen” er muss dazu ähnlich gebaut sein, also möglichst ein vielfaches der halben Wellenlänge lang sein (Lambda-Halbe-Dipol).
    Und, Wasser ist polar und lässt sich ähnlich anregen.

    Jetzt bestehen wir zu einem Teil aus Wasser – und natürlich nimmt auch dieses Wasser Energie aus dem WLAN/Handy Signal auf, die H2O Teilchen zappeln schneller und werden warm. Man kann sogar ausrechnen wieviel Leistung da je Gramm absorbiert wird, das gibt der SAR Wert bei Handys an. Also wieviel Watt je Kg und Sekunde.

    Auswirkung:
    Der Dipol/Antenne sendet diese Wellen zwar schon irgendwie grichtet ab, aber nicht sehr stark, es ist ja auch egal wie ich mein Handy halte wenn ich telefonieren möchte, es klappt immer und nicht nur wenn ich einen bestimmten Winkel zu Sendemast einnehme. Ganz grob können wir sagen, das strahlt in alle Richtungen gleich stark ab, wir bekommen also eine Kugel um die Antenne auf deren Oberfläche ja alle Punkte gleich Weit vom Zentrum entfernt sind.
    Die Gesamtsendeleistung, also die gesamte Energie die da versendet wird, verteilt sich auf alle Richtungen gleichmäßig wie eben bei dieser Kugel.
    Und da ist auch das Wesentliche:
    Gehe ich nach an den Mittelpunkt der Kugel heran, mit meinem Kopf also nah an die Antenne im Handy, dann trifft mich deutlich mehr davon als wie wenn ich ein paar cm davon entfernt bin.
    Die Kugeloberfläche ist 4*PI*r^2 mit r dem Radius. Das besagt, dass wenn ich doppelt soweit weg bin vom Zentrum, dann trifft mich nurnoch ein Viertel der Energie. Bei WLAN ist man weiter weg wie bein Handy (ok die senden auch beide unterschiedlich stark).

    3. Was ist “gefährlich”?
    Bei Radioaktivität z.B., da ist es ähnlich, bei einem Zerfall wird Energie frei und diese kann mit einer geringen Wahrscheinlichkeit (!) nser Erbgut treffen, da wieder die Energie abgeben und eine Mutation hervorrufen.
    Viele Zerfälle in der Umgebung machen, dass diese Wahrscheinlichkeit groß wird, also es gibt bei sehr vielen Zerfällen dann sehr schnell viele Mutationen und Krebs. Bei wenigen Mutationen (egal durch was, also UV-Sonnenlich, Strahlung aus dem Zerfall von Radioisotopen, oder WLAN/Handy) kann das Imunsystem noch gut auskommen, das kann viele Dinge reparieren und Mutationen sind auch wichtig, denn Evolution funktioniert genau so, etwas mutiert minimal und dann wird getestet ob es überleben kann und sich fortpflanzt.
    Also ist jetzt das Problem rauszufinden was ist “Normal” und was “Zuviel”. Und man muss auch beachten, dass es bei “Normal”, also echt wenig Strahlung die als problemlos und normal eingestuft wird, eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, dass man trotzdem davon Krebs bekommt.

    Irgendo muss man da eine Grenze ziehen, das machen Mediziner und Biologen, nicht ich. Ich will nur sagen, dass das was z.B. Piloten als Höhenstrahlung oder Arbeiter in Kernkraftwerken bekommen oder auch Frauen bei Mamographie oder jeder Andere wenn er sich röntgen lässt (ist auch nix Anderes) doch teilweise echt krass viel ist, vor allem möchte ich daran erinnern, dass “früher” Kindern rein vorsorglich der Brustkorb geröntgt wurde um jährlich nach Tuberkulose zu gucken.
    ie wir gelernt haben: Brustkorb ist viel Wasser drinnen, nimmt viel Energie der Röntgenstrahlung auf also brauche ich noch mehr Energie, damit dahinter noch ein Bild entstehen kann. Knochen sich auch daher weiß, weil dort die ganze Energie absorbiert wird, also keine Energie den Knochen durchdringt um dahinter noch den Film zu schwärzen.

    Egal, WLAN sehe ich als unkritisch, aber ja, auch das erwärmt uns minimal und ich kann verstehen wenn Leute sowas nachts ausschalten, oder wenn Leute ihr Handy das ja immer mal wieder sendet nicht in der Hosentasche nahe an den Reproduktionsorganen tragen wollen.

    Gustl

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    1. Alex

      Ich find das auch problematisch, als Eso dargestellt zu werden, nur weil man vorsichtig ist.

      Dann kann Holgi ja z.B. mal ein paar genetisch veränderte Lebensmittel kosten:
      “Wo ist das Problem? Ist doch auch nur Natur, nur ein bisschen anders zusammengesetzt. Weist doch erstmal nach, dass es schädlich ist!!! Die von mir beauftragten wissenschaftlichen Institute geben mir Recht!”

    2. Gustl Buheitel

      Das ist eben alles Wahrscheinlichkeit.
      Also z.B. ist es wahrscheinlich beim Autofahren durch Fremdverschulden zu sterben wie im Flugzeug, Bungee-Springen ist auch erstaunlich sicher im Vergleich zu Motorradfahren oder wenn man sich anguckt an was die Deutschen so sterben, dann ist das Risiko an Herzinfarkt und anderen Wohlstandskrankheiten zu sterben sogar enorm groß, also man sollte lieber statt nicht Bungee zu springen oder nicht zu fliegen eher aufhören Zucker in großen Mengen zu essen – einfach nur aus der Wahrscheinlichkeit heraus an den Folgen davon zu sterben.

      Bei der Lebensweise sollte man einen “gesunden Mittelweg” anstreben. Man kann keine Risiken vollständig vermeiden, das geht nicht, aber die Größten davon könnte man meiden, also so Sachen wie häufigen Sonnenbrand, Rauchen, Saufen, Ungesunde Ernährung, riskante Hobbys, … und da muss Jeder selbst entscheiden was er für sich meiden will. Und wenn es das WLAN oder Bungeespringen ist.
      Ich trage mein Handy meistens in der Umhängetasche rum und nicht in der Hosentasche seit damals in der Schule ein Schüler, der einer der ersten mit einem Handy war, an einem Tumor im Oberschenkel gestorben ist. Klar das ist ziemlich unwahrscheinlich, aber die Wahrscheinlichkeit ist eben doch da und höher als bei Jemandem der sein Handy nicht am Körper trägt.

      Ich will eigentlich nur, dass verstanden wird, dass es hier kein schwarz/weiß gibt wie “gefährlich” oder “ungefährlich” sondern dass es Wahrscheinlichkeiten sind und es an Jedem selbst liegt was er für sich als Risiko akzeptieren will. Und ja, wenn das dann total überzogen ist lache auch ich darüber und die, die das Risiko nichtmal begründen können sind in der Tat nicht ernst zu nehmen, wobei man auch da unterscheiden muss, es gab schließlich schon öfter neuartige Dinge die zuerst als “harmlos” bekannt waren und sich erst viel später als doch garnicht sooo ungefährlich herausgestellt haben, siehe Aspartam, Röntgen, Radar, …

    3. Spider

      Es gibt auch andere Gründe seinen Router nachts auszuschalten, z.B. Stromsparen (vielleicht 5 Euro im Jahr) oder wenn man seine Kinder nachts vom Internetsurfen abhalten will.

    4. Howie Munson

      je nach router und offline Zeit könen da auch 10 Euro im Jahr sein sein…. klar wird man nicht reich von, aber wenn man das macht, macht man das ja nicht nur mit dem Router.

  10. Markus

    Hallo Holger,

    Ich hoere seit einem halben Jahr mit wachsender Begeisterung die Podcasts aus der Wrint-Familie.
    Als massgeblich fuer die gute Qualitaet der Sendung ist meiner Meinung nach, dass du die von dir vertretenen Standpunkte resulut, standhaft aber nie uneinsichtig vertritts.
    Insbesondere der wiederkehrende Diskurs zum Thema ‘Glaube und Religion’ mit Tobi B. bietet fuer mich persoenlich gute Anregrungen.

    Seit langem bewundere ich die Vehemenz mit der du die Pseudowisschenschaften, Esoterik und sonstige Scharlatanerie anprangerst. Diese Haltung kann ich nur unsterstuetzen, da auch ich mich in meinem Leben stets auf der Suche nach ‘Der Wahrheit ™ ‘befinde. In diesem Zusammenhang moechte ich die Wrintheit (WR141) kommentieren.

    Du hast in WR141 von deinem Drang berichtet Suessigkeiten zu essen und erzaehlt, dass es dir nahezu unmoeglich ist eine angebrochene Packung Schokolade nicht vollstaendig zu verputzen. Ich selbst litt bis vor kurzem ebenfalls genau daran und habe mir, so wie ihr es im Gespraech auch getan habt einen Mangel an Disziplin vorgeworfen. Aber kann das sein, dass halbwegs intelligente Menschen sich nicht derart im Griff haben, dass sie anfangen unkontrolliert zu essen obwohl sie es eigentlich gar nicht wollen…?? Hunger ist das definitiv nicht…

    Ich habe mir also Literatur besorgt und die ganze Thematik versucht genauer zu verstehen. Dabei habe ich sowohl zahreiche wissenschaftliche als auch populaerwissenschaftliche Buecher zur ‘gesunden Ernaehrung’ gelesen. Ich moechte hier nicht ins Detail gehen, aber ich habe meine Sucht nach Kohlenhydraten im allgemeinen und nach Suessigkeiten im besonderen ueberwunden. Falls es dich oder deine Leser / Hoerer interessiert, empfehle ich die Vorlesungen “Sugar: The Bitter Truth” von Robert Lustig und ganz besonders “Why We Get Fat: An Alternative Hypothesis of Obesity” von Gary Taubes auf Youtube. Letzterer hat zehn Jahre damit verbracht Studien und echte wissenschaftliche Untersuchungen zur Ernaehrungsforschung zu analysieren und erstaunliches herausgefunden. Alles zu lesen im Buch ‘Why we get fat.’

    Ich moechte definitiv niemanden missionieren, habe aber selbst 36 Jahre unter meinem Uebergewicht und dem Stigma der Disziplinlosigkeit gelitten. Haette mir mit 20 jemand die Zusammenhaenge erklaert, waere mir einiges erspart geblieben.

    Nochmals Dank an Holger und Nikolas fuer die vielen Stunden toller Unterhaltung und viele Gruesse

    Markus

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  11. sicDaniel

    Mit der Zucker-Geschichte habe ich mich auch vor etwa einem Jahr mal beschäftigt. Es gibt wohl tatsächlich zahlreiche Studien, die darauf hindeuten, dass die Problematisierung von Fett in “unserer Gesellschaft” sehr problematisch ist und das Verhältnis von Schädlichkeit/Akzeptanz bei Zucker genauso falsch ist, nur die andere Richtung.
    Ich hatte allerdings nie die Zeit oder das Fachwissen um das alles zu verifizieren, deshalb hab ich einfach mal eine low-carb-Diät ausprobiert und das hat bei mir total funktioniert. Fast nur Käse, Sahne, Eier und Fleisch in allen Variationen gefressen und trotzdem abgenommen, ohne körperlich oder geistig irgendwie nachzulassen. Das ist schon verrückt, weil es so enorm dem Alltagswissen widerspricht.

    Was das problematische Verhältnis zu Süßigkeiten/Zucker allgemein betrifft ist das wahrscheinlich ganz ähnlich wie beim Rauchen und überwiegend psychologisch begründet. Bei mir selbst merke ich, dass ich sehr schnell in alte Gewohnheitsmuster falle und mich irgendwann bewusst entscheiden muss für ein paar Wochen aufzuhören, dann ist es ein paar Tage lang sauschwer, aber irgendwann ist der Punkt überwunden, an dem ich nicht mehr drüber nachdenken muss.

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    1. Markus

      Du hast den beruehmten Nagel auf dem Kopf getroffen! Genau wie Holger und Nikolas in der Sendung diskutiert haben: Du faengst ab einem bestimmten Level nicht mehr an definiertes Wissen zu hinterfragen, weil du einfach davon ausgehst, dass das was du gelernt hast stimmt.

      Alles Dinge aus der gleichen Ecke, der sehr wichtige Unterschied im Fall des von mir genannten Ernaehrungsbeispiels ist lediglich dass die von Holger zitierte Mehrheit aktuell vollkommen anders denkt und man sich selbst fuer einen dieser durchgeknallten Spinner haelt. “Der Mond ist aus Kaese”, “Nazis haben einen von Erdstrahlen betriebenen Stuetzpunkt in der Antarktis”, “Fettes Essen macht dick und Herzkrank”, “Mit Bewegung/Sport kann man Abnehmen” und von der Deutschen Gesellschaft fuer Ernaehrung empfohlen: “Reichlich Getreideprodukte – und Kartoffeln” zu essen. Alles der gleiche Quatsch! Du wirst nicht eine erstzunehmende Studie zur Bestaetigung dieser Thesen finden.

      Holger plaediert in der Sednung beim Thema WiFI dafuer sich nicht verunsichern zu lassen. Das ist meiner Meinung nach genau der richtige, aufgekaerte Ansatz. Leider hat das McGovern committee 1977 Ernaehrungsrichtlininen beschlossen und verbreitet, die bis heute von einer Mehrheit als wichtig und richtig fuer eine gesunde Ernaehrung angesehen werden. Das gilt auch und besonders fuer die Aerzte. Alles ohne jeglichen wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit. Daher rennen wir alla in Fitnessstudio, essen fettarm und wundern uns, dass wir nicht abnehmen.

    2. Gustl Buheitel

      Nein, sich nicht verunsichern lassen ist nicht der richtige Weg, weil es eigentlich nichts anderes bedeutet als der allgemein akzeptierten Meinung zu folgen ohne selbst nachzudenken.

      Ich habe oben angeführt, dass früher kindern vorsorglich ohne Verdacht die Brustkörbe geröntgt wurden um Tuberkulose festzustellen. Die allgemeine Meinung war damals das sei total ungefährlich – und man wurde vermutlich auch als Spinner hingestellt wenn man sein Kind da hätte nicht dran teilnehmen lassen ohne dass man es selbst hätte sinnvoll begründen können.

      Ich will nicht sagen, das WLAN oder besonders gefährlich sind, beim WLAN würde ich sogar das Gegenteil behaupten, aber es gbt bei vielen Dingen einen Bereich den wir sicher wissenschaftlich erklären können mit unserem aktuellen Kenntnisstand, also wir können sagen wie sich etwas chemikalisch oder physikalisch was ja das Selbe ist oder auch psychologisch auf uns auswirkt und daraus errechnen in wieweit das unser Leben negativ oder positiv beeinflusst, also eine Wahrscheinlichkeit.
      Und dann gibt es einen Bereich, den wir nicht kennen. Viele Dinge halten wir für gut erforscht und die sind es auch meist, aber es gibt Ausnahmen wie z.B. dieses Medikament nach dessen Einnahme dann doch viele Frauen missgebildete Kinder zur Welt brachten oder jetzt Aspartam und es wird in Zukunft natürlich noch weitere solche Fälle geben.

      Und genau daher finde ich es nicht richtig, wenn man sich über Menschen lustig macht, die vielleicht nur vorsichtig mit ihnen unbekannten Dingen oder Dingen die sie nicht verstehen umgehen.

    3. Peter

      Danke.
      Das fasst recht gut das Problem zusammen, dass ich mit Holgis extremer “Anti-Eso”-Haltung habe.

      Denn er scheint da doch irgendwie alles in einen Topf zu schmeissen, meine ich.

      Die Geschichte zeigt ja nun mal, dass es gerade im Hinblick auf wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Erfindungen sehr Vieles gibt, das zu seiner Zeit als “das neuste Allheilmittel” galt und dann später als sehr gefährlich identifiziert wurde.

      Wenn also jeder mit seinem persönlichen kleinen wissenschaftlichen Wissen entscheidet, dass z.B. Blei doch super ist um Konservendosen abzudichten (so in der Seefahrt geschehen), denn das machen ja so viele und man persönlich wüsste jetzt nicht, warum das gefährlich sein sollte (heute wissen wir es besser), dann hat man doch ein “kleines Problem”.
      Wohl dem, der diese neue Erfindung kritisch sah und abstand davon nahm.
      Schwieriges Beispiel, gebe ich zu, aber es gibt ja jede Menge Alternativen: Quecksilber als Medizin, die erwähnten Röntgenstrahlen, Essensgewohnheiten, Theraphie-Herangehensweisen, Medikamente, Bienensterben, Monokultur in der Landwirtschaft, BSE, Antibiotikaresistenzen usw.

      Viele “Common-Sense”-Wahrheiten wurden ja im Laufe der Geschichte widerlegt und korrigiert.

      Und es ist ja beleibe nicht so, dass wir heute alles wissen und nur früher die Menschen dumm und einfältig waren.

      Man kann ja nun mal schwerlich in allen Lebensbereichen Fachmann sein um jeden Zusammenhang zu verstehen und selbst das Internet liefert einem keine ausreichenden Erkenntnisse, wenn der aktuelle Stand der Wissenschaft einfach noch nicht so weit ist, oder Erkenntnisse und Studien unter Verschluss gehalten werden.

      Das Leben ist doch ein ständiges Abwägen anhand von einem persönlichen Erfahrungshorizont, der im Vergleich zu dem möglichen Wissen, was man theoretisch haben könnte ja nun mal winzig ist und zudem täglich durch Medien und Gesellschaft in eine bestimmte Richtung geformt wird.

      Da immer gleich zu sagen: jemand der an eine Sache glaubt, die in der Masse nicht populär ist und erstmal merkwürdig klingt, der ist gleich ein Eso-Spinner und glaubt auch jeden anderen Scheiss, finde ich als Haltung doch etwas schwierig.
      Jedem das seine, keine Frage, aber Holgi erlebe ich ansonsten doch als reflektierten, toleranten und aufgeklärten Menschen, der selbst in seinen eigenen Podcasts häufig dazu lernt bzw eines besseren belehrt wird und da wundert mich etwas diese vehemente Härte mit absolutem Wahrheitsanspruch.

  12. klyonrad

    Die Tierschutzfrage war ja mal sowas von belämmert. Abgesehen davon dass das Argument “es gibt doch Wichtigeres” scheiße ist.

    Zum Tierschutz ist doch ganz klar festzustellen, dass es bei der überwiegenden Mehrheit ein diametral entgegengesetztes moralisches Verständnis zum Umgang mit ihnen gibt: Sie werden in Massen getötet und gegessen während beim Umgang mit anderen Menschen es allumfassender Konsens ist, dass man Menschen nicht töten, quälen oder sonstiges Böses mit ihnen machen soll. Die “Mission” ist also schon mal der grundlegende Wandel der gesellschaftlichen Moral.

    Nichtsdestotrotz (!) sollte man darauf achten und es kritisieren, dass Tierschützer/inn/en die Tiertötung mit dem Holocaust gleichsetzen oder dass das also weniger wichtig als die Unversehrtheit von Tieren dargestellt werden. PETA z.B. neigt zu erheblichen Übertreibungen – aber wer bei Tierschutz nur an PETA denkt, hat auch eher einen sehr begrenzten Horizont.

    Antworten
    1. Matthias

      Streng genommen kann es eine holistische Umweltethik nicht geben.
      Jeder Organismus auf dem Planeten ist zunächst einmal sich selbst gegenüber verpflichtet um am Ende des Tages eine positive Energiebilanz zu erwirtschaften.
      Tut er dies nicht, stirbt er.
      Der Löwe reißt das Gnu, die Amöbe verzehrt das Bakterium, sogar die Pflanzen entziehen dem Boden, trotz Photosynthese die Substrate.
      Eine Ausbeutung der Umwelt ist also für jedes Lebewesen überlebensnotwendig.
      Der moderne Mensch bilanziert am Ende des Tages äußerst positiv. Mit dem fossile Brennstoffe fressenden SUV fährt er die 200 m zum energetisch überproportionierten Burgerladen und lässt anschliessend sein überfettetes Sitzfleisch im mit Rinderhaut bezogenen Sessel nieder.
      Vielleicht sollte man gar nicht erst versuchen, seine Moral auf die Umwelt zu übertragen, sondern den Tieren vielmehr einen Eigenwert zuschreiben.

  13. Bruce Mangee

    Das größte Problem an der Atomernergie lässt sich in 4 Buchstaben zusammenfassen: “Geld”
    Solange damit so schön Geld verdient wird, werden wir von vorne bis hinten belogen und Geldinteressen stehen Sicherheitsinteressen gegenüber.

    Ich persönlich glaube auch, das wir noch nicht reif genug sind mit dieser Technik ehrlich umzugehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=1Sc7QI_QwXk

    PS.:. Zu “Atomkraft ist billig” Mal darauf achten wer das sagt, bzw,. nachplappert. Gehört die Lagerung nicht auch zu den Kosten? Ist Uran nicht auch ein Rohstof wie Kohle, der verbraucht wird und dadurch in der Gewinnung immer teurer wird? Warum zahlt man für den Rohstoff Uran keine Mehrwertsteuer? Wenn was passiert (und das kann ja durchaus passieren), wer zahlt die Kosten für die entstandenen Schäden (siehe Bankenkrise ;D)? Dies und vieles mehr müsste man mal ehrlich durchrechnen …

    Antworten
  14. Rob

    Moin, Danke wieder für die schöne Sendung.

    Kurz nur zur Frage “Warum Tierschutz?”
    Eure Antworten bezogen sich ausschließlich auf Umweltschutz (Umwelt erhalten, Tiere in Frieden lassen). Tierschutz behandelt dagegen den direkten Einfluss des Menschen auf Tiere (Wohnungstiere, Stadttiere, Nutztiere, usw.). Tierschützer nehmen damit die Schutzbedürftigkeit der unter Obhut stehenden Tiere wahr, da diese das selber nicht können.

    Danke, tschüss

    Antworten
  15. kenny1987

    Zum Thema Atomkraft gibt es genau ein Argument , das die ganze Diskussion beendet: Die Endlagerfrage. Wir kriegen den radioaktiven Müll nicht weg. Und damit hat sich die Diskussion eigentlich auch schon erledigt.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Transmutation.

      Kann es sein, dass es dir zu anstrengend war, die Kommentare vor dir durchzulesen?

    2. Gustl Buheitel

      Ihr habt aber auch nur halb Recht.

      “Wir kriegen den radioaktiven Müll nicht weg.”
      Ist fachlich richtig weil egal wie lange man wartet, es zerfällt immer weiter und wird weniger, wird aber nie Null, aber in der Praxis gibt es eben doch einen Zeitpunkt an den das soweit zerfallen ist, dass es “harmlos” ist. Aber vor allem ist die Diskussion wegen dem Müllproblem noch lange nicht erledigt. Wir verbrennen schließlich auch noch fossile Rohstoffe obwhohl uns das CO2 Problem ziemlich bewusst ist.

      “Transmutation.”
      Ist natürlich erstmal ein Buzzword das für alles und nichts stehen kann, ja es wird hier etwas umewandelt. Ein Isotop mit einer großen Halbwärtszeit in eines mit einer deutlich kürzeren – aber auch das Endprodukt ist noch radioaktiv und muss mehrere Jahrhunderte gelagert werden.
      Jedenfalls wäre es mal eine Teilverbesserung.
      Sieht man das von weiter we könnte man aber auch sagen, dass das Geld mit dem an Transmutation geforscht wird besser in Solartechnik investiert werden sollte.

      Das Problem ist eigentlich auch nicht die “Atomkraft”, sondern das Abwägen welche Technik zur Stromerzeugung für uns alle am besten ist.
      Wenn man da jetzt den Braunkohletagebau gegen Kernkraftwerke stellt sieht es halt deutlich anders aus als bei Photovoltaik gegenüber Kernenergie. Man muss dann auch immer die alle Bereiche betrachten, also wie wird der Energieträger (Kohle/Uran/Sonne) gewonnen, wie aufwändig ist die Umwandling der Energie in elektrische Energie (Bau des Kraftwerks/Fertigung von Solarzellen) und welche Stoffe gehen am Ende wieder zurück in die Umwelt (CO2/Radioaktives Material).
      Auch interessant ist natürlich die Lebenserwartung einer Technologie.
      Gibt es den Rohstoff noch in großen Mengen? Ist es schlimm für kommende Generationen wenn wir die Vorkommen ausbeuten? Ja, wir haben nicht unbegrenzt Kohle, Öl, Uran – und viele weitere wie Lithium oder Rhenium und sollten da wirklich mal umdenken und zu einer Recycling-Gesellschaft werden. Die Müllkippen unserer Zeit werden die Goldgruben der Zukunft.

    3. tp1024

      Die Welt ist nicht null (in Sachen Radioaktivität). Im menschlichen Körper zerfallen natürlicher Weise ca. 4000 Atome pro Sekunde. Die Archeologie lebt davon, dass in allen Lebewesen (inklusive dem Menschen) radioaktiver Kohlenstoff (C14) ist, der im wesentlichen durch den Sonnenwind in der Hochatmosphäre gebildet wird. Weniger wird die Radioaktivität erst nach dem Tod.

      Das Ziel der Transmutation ist die verbliebene Radiotoxidität(*) der Brennelemente, und aller anderen Stoffe die im Betrieb radioaktiv werden, in möglichst kurzer Zeit auf das Niveau des Uranerzes vor der Nutzung im Kernreaktor zurück zu bringen. Mit den Methoden die man entwickelt hat ist das nach weniger als 1000 Jahren (typische Angaben sind 200-500 Jahre) der Fall.

      Danach ist die Nettomenge an Radioaktivität auf der Welt sogar niedriger als ohne Kernkraft, weil die zurück bleibenden Spaltprodukte sehr viel schneller zerfallen als das Uran. Was aber sicher kein Argument für die Kernkraft ist – es ist nur ein Argument für die Lösbarkeit des Endlagerproblems.

      Nebenbei gesagt ist Transmutation kein Buzzword, sondern der physikalische Vorgang der Umwandlung eines Atomkerns in einen anderen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B. Absorbtion von Neutronen, Ersatz eines Protons durch ein Neutron, Interaktion mit Alpha-Teilchen (insbesondere bei leichten Atomen), Kernspaltung (Fission), Spallation (die Zerstörung eines Atomkerns durch rohe Gewalt), etc.pp.

      Die Unmöglichkeit der Transmutation war die grundlegende Annahme der modernen Chemie, in Abgrenzung von den Alchemisten. Letztlich entdeckten die Chemiker bei der Untersuchung von Uranerzen
      selbst, dass sie irrten – womit die Transmutation als natürlicher Prozess rehabilitiert wurde … auch wenn er in der Öffentlichkeit noch immer mit den Alchemisten verbunden wird.

      (*) also die biologischen Auswirkungen der Radioaktivität

  16. gustl buheitel

    @ tp1024
    Ich habe auch nie behauptet in der Umwelt gäbe es keine Radioaktivität – ich wollte nur sagen, dass kenny1987 fachlich eben schon Recht hat. Auch wenn es nicht ganz Null werden muss, so dauert es trotzdem extrem lange mit den heutigen Techniken.

    Transmutation hatte ich als Buzzword bezeichnet, da Holger das einfach nur hingeworfen hat, so als sei das schon eine Lösung des Problems was es aber nicht ist. Es ist eine deutliche Verbesserung aber keine Komplettlösung.

    Dass wir natürliche Radioaktivität und sogar in der Natur vorkommende Reaktoren haben ist mir natürlich klar – und wie weiter oben schon geschrieben ist das auch dringend notwendig, denn Evolution funktioniert nur dank Mutationen. Es geht eben um das richtige Maß.

    Antworten
  17. Alex

    Gab bei arte mal eine gute Doku, die einem klar macht, wie schlimm wir eigentliich die Erde schon mit Atommüll übersäht haben (mal ausnahmsweise eine, bei der die Autoren nicht so eine unangenehme WeltverbeseristInnenart haben ;)):

    http://m.youtube.com/watch?v=bBJbxps6_h0

    Ist natürlich kein generelles Argument gegen Atomkraft: aber ein Argument im Augenblick erst mal damit zu stoppen.

    Am Anfang geht es vorallem um die USA und die ehem. Sowjetunion. Hässlich ist aber der Teil über die französische Wiederaufbereitungsanlage in La Hague. Wusste z.B. nicht dass in La Hague radioaktives Wasser ins Meer gepumpt wird.

    Das eigentliche Gegenargument ist aber: mit Windenergie haben wir eine Technologie an der Hand, die weitaus weniger Probleme bietet als jede andere Technologie (kein Müll, kaum Emissionen, Energiequelle steht uns noch für 10 Mrd Jahre zur Verfügung, keine Abhängigkeit mit problematischen Ländern, etc.). Wäre also doch das vernünftigste, erst mal massiv dort zu investieren?

    Dazu muss man ja auch bedenken, dass die Atomkraft ihre Kosten massiv sozialisiert hat. Allein Die Forschungsinvestitionen in die Atommüllproblematik übersteigen z.B. massiv die Forschungsinvestitionen für Wind.

    Antworten

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