4 Gedanken zu „Rentenvorschläge, Lebensstandards, Revolution“
Patrick
Ich möchte nur einen kurzen Kommentar zu den Beamten geben, allem zu den Lehrern.
Beamte verdienen ziemlich viel Geld, wenn man nicht nur auf die Basisvergütung schaut. Ab dem dritten Kind gibt es netto 1000 € jeden Monat, auch die ersten beiden Kinder werden gut vergütet. Wo also der Angestellte überlegen muss, ob er überhaupt eine Familienplanung machen kann, ist es für den Beamten sogar ein Plus-Geschäft. Dazukommen bei Bundesbeamten fürstliche Zulagen für Zweitwohnsitz, falls der Beamte wirklich mal versetzt wird, dazu kommt noch das Trennungsgeld (also Wegegeld), Verpflegung pauschalen, etc. So ein durchschnittlicher Beamter kann da durchaus mal mit 5-6000 € netto rausgehen. Die 300 € für die Krankenversicherung fallen da nicht wirklich ins Gewicht. Ein riesiges Argument sind obendrein die sehr guten Arbeitsbedingungen, auch wenn immer gejammert wird. 8 Stunden Tag, garantiert der Freizeitausgleich, ein Betriebsrat, der alles für einen durchsetzt, ziemlich garantierte Gehaltssteigerung, Arbeitsschutzmaßnahmen, die weil sie so hoch sind, vielleicht sogar nerven.
In vergleichbaren Jobs ist der Angestellte der freien Wirtschaft häufig unter viel schlechteren Arbeitsbedingungen beschäftigt und hat nur in wenigen Ausnahmefällen wirklich mehr Geld.
Der Faktor, das Beamte (und auch Angestellte im öffentlichen Dienst) im Prinzip keine großen Rücklagen für Krisen aufbauen müssen, weil die Fürsorge da ist und die private Altersvorsorge nicht so bedeutsam ist… Darf man auch nicht vergessen. Bin ein typischer Angestellter, 1000 € für die Altersvorsorge (meistens mit Betriebsrenten, Arbeitgeberanteil, etc.) und dann vielleicht noch mal ein paar 100 € für den Notgroschenzurückgestellt, muss der Beamte eigentlich gar nichts zurückstellen und der Angestellte im öffentlichen Dienst auf jeden Fall viel weniger. Mit anderen Worten: im öffentlichen Dienst hat man viel mehr netto vom brutto.
Thema Geburtenrate:
Ich denke, dass die immer bessere Verfügbarkeit von Verhütungsmethoden und das Wissen darüber bei den Frauen ein ausschlaggebender Faktor ist. Apps, die den Zyklus berechnen; die Möglichkeit sich online zu informieren…. tragen gewiss dazu bei, dass es viel weniger (ungewollte) Kinder gibt.
Thema Deutschlandticket: Mein Arbeitgeber sponsort das Ticket. Ich komme im Moment eigentlich auch nie auf die Summe, aber ich betrachte die Investition als eine in meine Bequemlichkeit: Ich kann einfach irgendwo in Deutschland in die Bahn/Bus einsteigen und muss nicht nachdenken! Hier in der Stadt rechnet es sich für den Verkehrsverbund sogar, dass die Kinder statt des Schülertickets das Deutschlandticket bekommen, was unser Leben wirklich einfacher gemacht hat.
Thema Rente: Im öffentlichen Dienst zu sein macht das Leben auch viel einfacher, obwohl ich nicht verbeamtet bin. Als ich dort anfing, war ich dafür schon zu alt. Ich werde eine betriebliche Zusatzrente erhalten und auch privat bin ich gut abgesichert. Meine Hausfinanzierung oder diverse Versicherungen erhalte ich zu wesentlich besseren Konditionen als „Normalsterbliche“. Ich bin mir der Privilegien bewusst.
Da sprichst Du einen sehr wichtigen Punkt bei der Geburtenrate an. Einen Anteil am Rückgang der Geburtenrate hat die Verringerung der Teenangerschwangerschaften durch bessere Aufklärung. Hab leider vergessen wie groß der Anteil war, aber ich weiß noch, dass ich das überraschend groß fand.
Zum Rückgang der Geburtenrate durch Smartphones hätte ich ja (vielleicht zu einfach) an die Abschaffung der Langeweile durch die Dinger gedacht. Denn wenn man sich langweilt unternimmt man Dinge wie sich mit der Partnerin beschäftigen. Oder ausgehen und dabei eine Partnerin finden…
Ich möchte nur einen kurzen Kommentar zu den Beamten geben, allem zu den Lehrern.
Beamte verdienen ziemlich viel Geld, wenn man nicht nur auf die Basisvergütung schaut. Ab dem dritten Kind gibt es netto 1000 € jeden Monat, auch die ersten beiden Kinder werden gut vergütet. Wo also der Angestellte überlegen muss, ob er überhaupt eine Familienplanung machen kann, ist es für den Beamten sogar ein Plus-Geschäft. Dazukommen bei Bundesbeamten fürstliche Zulagen für Zweitwohnsitz, falls der Beamte wirklich mal versetzt wird, dazu kommt noch das Trennungsgeld (also Wegegeld), Verpflegung pauschalen, etc. So ein durchschnittlicher Beamter kann da durchaus mal mit 5-6000 € netto rausgehen. Die 300 € für die Krankenversicherung fallen da nicht wirklich ins Gewicht. Ein riesiges Argument sind obendrein die sehr guten Arbeitsbedingungen, auch wenn immer gejammert wird. 8 Stunden Tag, garantiert der Freizeitausgleich, ein Betriebsrat, der alles für einen durchsetzt, ziemlich garantierte Gehaltssteigerung, Arbeitsschutzmaßnahmen, die weil sie so hoch sind, vielleicht sogar nerven.
In vergleichbaren Jobs ist der Angestellte der freien Wirtschaft häufig unter viel schlechteren Arbeitsbedingungen beschäftigt und hat nur in wenigen Ausnahmefällen wirklich mehr Geld.
Der Faktor, das Beamte (und auch Angestellte im öffentlichen Dienst) im Prinzip keine großen Rücklagen für Krisen aufbauen müssen, weil die Fürsorge da ist und die private Altersvorsorge nicht so bedeutsam ist… Darf man auch nicht vergessen. Bin ein typischer Angestellter, 1000 € für die Altersvorsorge (meistens mit Betriebsrenten, Arbeitgeberanteil, etc.) und dann vielleicht noch mal ein paar 100 € für den Notgroschenzurückgestellt, muss der Beamte eigentlich gar nichts zurückstellen und der Angestellte im öffentlichen Dienst auf jeden Fall viel weniger. Mit anderen Worten: im öffentlichen Dienst hat man viel mehr netto vom brutto.
Darauf möchte ich zu bedenken geben, dass der durchschnittliche Beamte nicht zwingend Lehrer ist. Das wäre in Niedersachsen immer A13. Der durchschnittliche Finanzbeamte ist eher A9. 40% der Leute sind im mittleren Dienst. Natürlich nagt man trotzdem nicht am Hungertuch aber es stört schon ein wenig wenn einem immer ein Lehrergehalt zugerechnet wird.
Der Link zu Besoldungstabelle ist hier.
https://www.nlbv.niedersachsen.de/download/228672
Und wenn jemand selber schauen will wo welche Besoldungsgruppen arbeiten kann hier schauen.
https://www.statistik.niedersachsen.de/startseite/themen/finanzen_steuern_personal/personal_im_offentlichen_dienst_niedersachsens/personal_im_offentlichen_dienst_niedersachsens/personalstrukturbericht-des-landes-niedersachsen-143770.html
Thema Geburtenrate:
Ich denke, dass die immer bessere Verfügbarkeit von Verhütungsmethoden und das Wissen darüber bei den Frauen ein ausschlaggebender Faktor ist. Apps, die den Zyklus berechnen; die Möglichkeit sich online zu informieren…. tragen gewiss dazu bei, dass es viel weniger (ungewollte) Kinder gibt.
Thema Deutschlandticket: Mein Arbeitgeber sponsort das Ticket. Ich komme im Moment eigentlich auch nie auf die Summe, aber ich betrachte die Investition als eine in meine Bequemlichkeit: Ich kann einfach irgendwo in Deutschland in die Bahn/Bus einsteigen und muss nicht nachdenken! Hier in der Stadt rechnet es sich für den Verkehrsverbund sogar, dass die Kinder statt des Schülertickets das Deutschlandticket bekommen, was unser Leben wirklich einfacher gemacht hat.
Thema Rente: Im öffentlichen Dienst zu sein macht das Leben auch viel einfacher, obwohl ich nicht verbeamtet bin. Als ich dort anfing, war ich dafür schon zu alt. Ich werde eine betriebliche Zusatzrente erhalten und auch privat bin ich gut abgesichert. Meine Hausfinanzierung oder diverse Versicherungen erhalte ich zu wesentlich besseren Konditionen als „Normalsterbliche“. Ich bin mir der Privilegien bewusst.
Da sprichst Du einen sehr wichtigen Punkt bei der Geburtenrate an. Einen Anteil am Rückgang der Geburtenrate hat die Verringerung der Teenangerschwangerschaften durch bessere Aufklärung. Hab leider vergessen wie groß der Anteil war, aber ich weiß noch, dass ich das überraschend groß fand.
Zum Rückgang der Geburtenrate durch Smartphones hätte ich ja (vielleicht zu einfach) an die Abschaffung der Langeweile durch die Dinger gedacht. Denn wenn man sich langweilt unternimmt man Dinge wie sich mit der Partnerin beschäftigen. Oder ausgehen und dabei eine Partnerin finden…