5 Gedanken zu „Die Wissenschaft von der Addition für Faule

  1. Oskar

    Da ihr diesmal über etwas redet, mit dem ich mich ein bisschen auskenne, versuche ich auch einmal etwas hilfreiches beizutragen. Hier noch ein wenig Kontext zu eurem Thema aus der Mathematik und zur symbolischen Regression (SR):

    SR ist eine Methode, die üblicherweise dem Bereich des maschinellen Lernens zugeordnet wird (≈”KI”). Dabei wird versucht, durch “Ausprobieren” eine Formel zu finden, die möglichst gut auf die betrachteten Daten passt. Wenn man so eine Formel findet, kann man damit später neue Beobachtungen zuordnen oder versuchen zukünftige vorherzusagen.
    Bei diesem Ausprobieren werden unter gewissen Regeln verschiedene mathematische Operationen und variablen kombiniert. Das wird in ganz vielen Runden nach und nach verbessert (i.d.R. Mithilfe eines “evolutionären Algorithmus; grob gesagt ein bisschen Zufall und eine Selektion der besten Bestandteile).
    Jetzt kann man sich natürlich vorstellen, dass das ganze auf eine Art simpler wird, wenn weniger verschiedene Operationen verwendet werden, und da kommt die besprochene Entdeckung ins Spiel. Insgesamt müssen die Formeln länger werden, aber die Kombinatorik wird vermutlich etwas einfacher.
    Um ganz genau zu sagen, wie sich das auswirkt bin ich selbst allerdings zu wenig bewandert in SR.

    Ich hoffe das hilft irgendjemandem hier, den Kontext etwas besser zu verstehen. Vielen Dank für euren Podcast!

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  2. Jones

    Vielen Dank für euren Podcast! Ich höre immer sehr gerne zu und freue mich über jede neue Sendung!

    Zu dieser Folge habe ich eine Ergänzung zum Thymus: Es gab 2019 eine Studie
    (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/acel.13028) , bei der 9 Menschen mit einem Cocktal von drei Medikamenten „behandelt“ wurden. Sie erhielten das menschliche Wachstumshormon hGH, die sexualhormonähnliche Substanz DHEA und das Diabetesmittel Metformin. Die beiden letzteren waren nur dazu da, um die Nebenwirkungen von hGH einzudämmen.
    Damit ist es aber tatsächlich gelunden, die Thymus Drüse wieder zu regenerieren, was sich bei den Probanden auch sehr positiv auf den Körper ausgewirkt hat. Zum Beispiel sind den Männern tatsächlich schon ausgefallene Haare wieder nachgewachsen.
    Hier ein Link zu einem Artikel darüber: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/laesst-sich-das-biologische-alter-medikamentoes-zurueckdrehen

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  3. Gregor

    Wieder eine sehr schöne Folge! Kleiner Österreich/Deutschland-Sprachgraben-Moment: „Faktorielle“ und „Rufzeichen“ kannte ich als Begriffe nicht. „Fakultät“ und „Ausrufezeichen“ wären mir vertrauter gewesen.

    Aus dem Kontext war zwar klar, worum es mathematisch geht. Aber für Holgi und vermutlich Teile des hochdeutschen Publikums hätten diese Begriffe die Kommunikation vielleicht erleichtert. Schönes Beispiel dafür, dass selbst Mathe-Begriffe regional unterschiedlich naheliegend sein können.

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  4. Frank Haussmann

    Hallo Holgi, wenn du an einer intuitiven Erklärung zum Logarithmus interessiert bist, kannst du dir den Logarithmus einer Zahl als ihre „Mächtigkeit“ auf einer nicht linearen Skala vorstellen. So wie ein Ruderboot mit 100 Ruderen nicht 10 mal so schnell (mächtig) ist wie eines mit 10 Ruderern, sondern nur vielleicht doppelt so schnell.
    Beim Zehnerlogarithmus ist es ganz leicht zu sehen, da ist der Logarithmus einfach die Zahl der Nullen
    Log(10) = 1
    log(100) = 2
    log (1000) = 3

    Da springt es einen auch an, warum log(0.1) = -1 ist sowie Log(0.01) = -2 ist.
    Und dann folgt Log(0) = minus unendlich
    Und dass es keinen Log von negativen Zahlen gibt.

    Ich hoffe, das Bild hilft dem einen oder anderen.

    Grüße, Frank

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