5 Gedanken zu „Kriegsbedingt: Entlastungen, Anleihen, Sozialsstat

  1. h

    ganz allgemeine Frage zu Staatsschulden – das wurde ja zum Ende angesprochen.
    bisher bin ich daovn ausgegangen dass Staatsschulden (also Staatsanleihen usw) nie zurückgezahlt werden, sondern zum Ende der Laufzeit – da werden die Kreditgeber eben ausgezahlt – durch neue Anleihen ersetzt.

    entscheidend ist dann zu diesem Zeitpunkt ob die neuen Anleihen komplett und noch wichtiger zu welcher Verzinsung beim Kapitalmarkt ankommen.
    .
    gab es in Deutschland oder gar weltweit etwa mal einen Zeitpunkt bei dem Staatsanleihen ohne Neuauflage einfach zurückgezahlt wurden?

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  2. Andreas

    Die Sache mit dem Kündigungsschutz für Besserverdienende kommt natürlich genau richtig. Nachdem man viele Jahre sehr viel Geld in das Sozialsystem eingezahlt hat kommt jetzt mit KI die Möglichkeit großer Kündigungswellen. Perfekte Chance um gerade jetzt diese Nettozahler auch noch ihre teuer erkauften Leistungen zu streichen.

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  3. Raik

    Es war mal wieder sehr interessant euch zuzuhören. Vor allem fand ich aber die Hintergrundgeräusche (Stimmen, Kindergeschrei, Sirenenalarm, etc.) sehr cool. Habe direkt Bock bekommen selbst in einen Biergarten zu gehen.
    Daher keine Scheu vor solchen Orten zum Podcasten. Ab und an ist das echt sehr bereichernd. =)

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  4. Abkueko

    Sehr schöne Folge. Mich stört jedoch eine Aussage (aus dem ich mir Anmaße eine Haltung zu entnehmen). Ganz zu Beginn äußert Christian Bayer der einfache Bürger habe eben nicht so einfach gegenüber steigenden Spritpreisen vorsorgen können. Hätte der sich etwas für 50.000€ ein Elektroauto kaufen sollen?
    Mich stört sehr dabei das Thema Eigenverantwortung durch die Nennung einer großen Summe einfach wegzuwischen.

    Dazu ein paar Punkte:
    – Man muss keine 50.000€ ausgeben. Für 30.000€ gibt es bereits Neufahrzeuge. Gebraucht auch eine gute Auswahl an familientauglichen Modellen (z.B. ID4 oder EQB). Vergleichbare Verbrenner kosten ungefähr das gleiche. Man hätte also statt einem Tiguan einen ID.4 nehmen können. Aber es stimmt… auch das ist nicht für jeden geeignet und nicht jeder hat überhaupt in den letzten paar Jahren ein neues Auto gekauft
    – Hybridautos gibt es seit über 20 Jahren. In fast allen Preisklassen und in sehr vielen Fahrzeugklassen gibt es Autos die besonders wenig verbrauchen.
    – Sehr viele Leute fahren unnötig große/starke Autos. Sehr viele könnten also durch ein „Rightsizing“ erheblich Kraftstoff sparen.

    Genau darum geht es mir. Das ist sicherlich weitreichender als Christian es gemeint hat, aber ich nehme es mal als Aufhänger. Nicht gegen ihn, sondern gegen all die, die meinen man könne sich nicht vorbereiten. Die deutliche Mehrheit wäre in der Lage ohne besondere Einschränkungen ein sparsameres Auto oder gar elektrisch zu fahren. Damit hätte jeder seine Anfälligkeit für derartige Preissteigerungen erheblich vermindern können.
    Wir „versichern“ also gerade in erster Linie einen Lebensstil. Einen bei dem man sich ein Auto auf Basis des aktuellen Spritpreises kauft und dann Subventionen will, wenn sich das rächt.

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  5. Heinrichs

    Staatsschulden müssen nicht durch Steuern zurückgezahlt werden! Sie können durch Ausgabe neuer Anleihen überwälzt werden, und technisch möglich wäre sogar eine Direktfinanzierung durch Geldschöpfung. Letzteres ist politisch verboten aus dem neoklassischen Glaubenssatz heraus „der Staat könne nicht mit Geld umgehen“. Das ist undemokratisch, da man gewählten Parlamenten nicht zutraut einen seriösen Haushalt aufzustellen. Damit wird der Staat in eine reaktive Rolle drängt – statt Gestalter ist er Mangelverwalter.
    Nur wenn man sich von diesen Dogmen löst, dann zieht auch wieder gestalterische Phantasie ein, dann erkennt man, dass ein „big green deal“ Raum für quasi unerschöpflich viele sinnvolle menschliche Tätigkeiten eröffnet – das ist der Spirit mit dem eine Konjunktur belebt wird und Wohlstand geschaffen wird. Der Schlüssel liegt nicht im Kürzen.

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