WR1442 Die Wrintheit über Poppe Breitarsch

Die völlig neuartige Unterhaltungsmatinee. Darin wrintheitsgemäße Antworten auf Fragen nach Verhalten, Doppelmoral, Songtiteln, Rezepten, Speicherorten, Kennenlernen, Eiern, Kaugummiautomaten, Platzreservierungen,Parmesan, Pluto, Geldmangel, Vasektomie, Frauen, Toilettenpapier, Radfahren, Störungen, BlackStories, Lesen, Lotteriegewinnen, Kleinanzeigen, Gestik und Mimik, Buchempfehlungen, Erben, Intellektueller Leistung, Plastik, Wochenenden, Digitalen Medien und die obligatorische Höflichkeitsfrage von esureL.

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30 Gedanken zu „WR1442 Die Wrintheit über Poppe Breitarsch

    1. Charlotte

      Huh, ich dachte immer, Disneys Pluto sei ein Rhodesian Ridgeback, weil der Hund meiner Tante Pluto hieß und ein Rhodesian Ridgeback war. Wieder was gelernt.

  1. Stefanie

    Danke für die herzerwärmende Weihnachtsausgabe! Ich könnte euch in Dauerschleife hören…

    Schöne Feiertage und auf ein Wiederhören im nächsten Jahr!

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  2. Chris

    @Alexandra: für inhaltlich schöne und variierende Musik, ist mir Fiva MC ins Herz gewachsen. Ehemalige(?) Slam-Poetin, reimtechnisch daher Spitze.

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  3. Romedius

    @Alexandra: kennst du die “Pua Madre Brothers”?
    Eine Dreimannband bestehend aus 3 Einmannbands. Die Youtube Aufnahmen werden denen nicht gerecht, die Livekonszerte sind super!

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  4. Christian Schuhmann

    Buch das mich nachhaltig beeinflusst hat: Praxis der Konzentration von Taisen Deshimaru. Muss man zwar mit Zen buddhistischem Vokabular klar kommen, beschreibt aber wie ich finde sehr genau wie unser Geist funktioniert.

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  5. Georg

    Es ist einfach immer schön mit euch 🙂

    Beim Thema Lottogewinn hab ich eine fertig durchdachte Antwort. Abgesehen von der obligatorischen Million für mich bzw. meine Familie, find ich es gut, lokal spürbar etwas gutes zu tun. Ich werde kein Gesamtsystem verändern können, aber ich kann in der Stadt, in der ich Wohne, dazu beitragen, die Lebensqualität immerhin einer Hand voll Menschen zu verbessern.

    Konkret würde ich Innenstadtimmobilien kaufen und dann möglichst günstig vermieten – also so, dass sich das ganze selber trägt, aber eben ohne den Gedanken, dass die Investition wieder reingeholt werden oder sogar Rendite abwerfen müsste. Für 1,5 – 4 Millionen € könnte man damit in meiner Stadt mit 200.000 Menschen bestimmt 15-50 Menschen das Leben erheblich leichter machen und würde natürlich zugleich ein wenig den Mietspiegel senken.

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  6. Georg

    Bei den Büchern find ich spannend, dass es im Wesentlichen darauf ankommt, auf was man in einer jeweiligen Lebensphase so stößt.

    Mit 6 haben ich “Die Brüder Löwenherz” von Astrid Lindgren gelesen und etwas später “König Macius I.” von Janusz Korczak. Da war ich literarisch das erste Mal mit Tod, Leid, Ungerechtigkeit, Krieg und Ohnmacht konfrontiert, was sicherlich einiges in mir bewegt hat.

    Im Theologiestudium hat gleich zu Beginn das Buch “Tod” von Eberhard Jüngel für mich eine Tür aufgestoßen, die aber im Grunde eher mein vorhandenes Gefühl bestätigt hat, dass das mit den festen Glaubenssätzen aka Dogmen nicht zu eng gedacht und vor allem nicht wortwörtlich verstanden werden darf. Jüngel hat in den 70ern dafür gesorgt, dass es in der evangelischen Theologie normal wurde, das Leben nach dem Tod als eine Schnapsidee anzusehen, die auf dem Denkfehler beruht, es gebe ein vom Körper unabhängiges Leben (Leib-Seele-Dualismus).

    Später im Studium hat mir Paul Ricœurs “Lebendig bis in den Tod” geholfen, anders über die Themen Leid und Tod nachzudenken und mir auch einen Zugang jüdischen Autoren des 20. Jhs eröffnet, den ich so vorher nicht hatte. Die Kurzfassung meiner Erkenntnis, die ich daraus ziehen konnte, ist, 1) wie wichtig es ist, Sterbenden bis zum Schluss als Lebendigen und nicht als fast schon Toten zu begegnen und 2) dass es Unfug ist, Leid mit Sinn aufladen zu wollen, was natürlich einige Konsequenzen für eine christliche Theologie hat, die ihren Messias als das Opfer schlechthin erzählt.

    Zuletzt hat mich “The Calculating Stars” (und die folgende Buchreihe) von Mary Robinette Kowal, das Florian Freistetter mal empfohlen hatte, beeinflusst. Das Buch hat mir sehr geholfen, bei den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Rassismus und Klassismus eine demütigere Haltung einzunehmen und mehr den jeweils betroffenen Gruppen zuzuhören. Kowal baut das auf eine so konstruktive Weise in ihre Bücher ein, dass man mit den Figuren richtig mitlernt und versteht, warum ein mögliches Gekränktsein oder sich Missverstanden fühlen der privilegierten Menschen zwar normal bis ok ist, aber bei dem Thema halt einfach zweitrangig ist.

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  7. Devid

    Wieso “muss” man denn aktuelle Literatur lesen?
    Das ist doch auch wieder nur FOMO.

    Ich lese das, was ich finde und mir gefällt, da ist mir doch eine Einstufung in irgendeiner Kategorie/Preis vollkommen Schnurz. Daß ich nicht alle guten Bücher finden kann, ist mir vollkommen klar, aber ich kann sowieso nicht alles konsumieren – ich werde also immer sehr viel “verpassen”.

    Ansonsten wieder eine muntere Folge, hat Spaß gemacht.

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  8. Richard

    Großbuchstaben iin Musiktiteln stammen nach meiner Beobachtung aus einer Regel der englischen Sprache, nämlich dass in Überschriften “wichtige” Wörter groß geschrieben werden sollen.

    Leider scheint es seeeeehr individuelle Interpretationen zu geben, was für Wörter wichtig sind und was für welche nicht, manchmal kann je nach Kontext ja auch ein Hilfs-Wort “wichtig” sein.

    Viele Musik-Katalogisierer haben davor wohl kapituliert und schreiben deshalb _jedes_ Wort mit einem großen Anfangsbuchstaben – und (leider?) oftmals sogar bei deutschen Titeln.

    @Holgi, hör’ dich mal bei Deinen Print-Kollegen um. Die stehen nämlich nicht nur bei Musik-Titeln, sondern auch bei Marken- und Produktnamen zunehmend vor dem Probem, wie sie das bloß schreiben bzw. drucken sollen (abweichend von der oftmals höchst !NdiviDUELLen “offiziellen” Herstellerangabe), sodass dort gerne auch mal redaktionsinterne Regeln entstehen.

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    1. holgi Beitragsautor

      Wäre sie kostenlos, hättest Du keinerlei Motivation, deinen reservierten Platz auch tatsähclich zu nutzen, sondern könntest einfach einen anderen Zug nehmen, in dem Du auch reserviert hättest, weil es ja kostenlos wäre.

      Kann aber auch sein, dass sie uns einfach die Kohlen aus der Tasche ziehen wollen 😀

  9. Jens

    Also, gute, kreative Songtexter gibt es in Deutschland jede Menge. Man sollte sich halt nicht zu sehr am kommerziellen Pop orientieren.

    Ein paar Tipps:
    – Dota
    – Marcel Brell
    – Alin Coen
    – Marie Diot
    – Judith Holofernes
    – Element Of Crime

    Wenn’s mal ein Blick über den Tellerrand sein darf in die Liedermacher- und Chanson-Szene:

    – Lennart Schilgen
    – Simon & Jan
    – Sebastian Krämer
    – Masha Potempa
    – Gundermann
    – Funny van Dannen

    Und viele mehr.

    Ich wünsche schöne Restfeiertage und freue mich auf neue Wrintheiten im kommenden Jahr!

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  10. Nodrog

    Tach,
    Für die Recherche:
    als Kunde bin ich sehr gerne Telefon-Kreditkarten-Zahler. Wenn es nicht geht, nicht schlimm! EC geht eigentlich immer und kostet mich ggf. nur ein paar Cent Gebühr.
    Als dem Einzelhandel privat nahestehend weiß ich, daß KK-Zahlung nicht für alle Händlerinnen oder Gastronominnen eine gute Lösung ist.
    Die Transaktionskosten sind zum Teil happig. Ist n bissl wie bei den Kleinstspenden, nur andersrum und krasser. 😉
    Zusatzgebühren, Mehraufwand/-kosten in der Buchhaltung, Komplikationen bei Rückerstattungen usw. rechnen sich nicht automatisch, weil sie sich nicht immer „rausmitteln“.
    „Service darf nichts kosten – das skalieren wir raus!“ ist Teil des leider seit Jahrzehnten falsch propagierten neoliberalen Verständnis von Effizienz, das uns gerade an allen Ecken der Gesellschaft im die Ohren fliegt.
    Mit der „Ich bin doch nicht blöd!“ weil „Geiz ist geil!“ Pervertierung des Service-Gedanken haben „die Großen“ ganze Arbeit geleistet… Der Individual-Service, der oft eher von „den Kleinen“ geboten wird, wird so langfristig unmöglich weil zu teuer gemacht.
    Nur ein kleiner Trost, daß gerade die mediasaturn Holding sich daran beinahe selber „verschluckt“ hat…

    Upsi…. das ist jetzt eskaliert… naja… 😁

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  11. Benjamin

    Zum Thema Männer die Frauen Komplimente über ihr aussehen machen. ich bin selber ein Mann und bekomme sehr gerne Komplimente für mein Aussehen von anderen weil ich mich gut fühle wenn andere mich Attraktiv finden. Wenn ich jemand sehe dessen Aussehen mir gefällt egal welchen Geschlechts will ich der Person das gerne mitteilen. Leider wird das von Frauen in unserem Kulturkreis oft direkt als anbaggern interpretiert bzw. gibt es kaum eine Form die nicht schnell missverstanden wird. Weshalb ich das hier lieber nicht oder nur sehr selten mache. Ich mache Komplimente um meinte Anerkennung auszudrücken, ja auch für so oberflächliche Dinge wie Aussehen und will damit erreichen das sich die Person gut fühlt. Das ist etwas völlig anderes als das Klischeehafte hinterher pfeifen von Bauarbeitern. Zum Thema Körperkontakt mit Kunden, ich finde das eigentlich ganz angenehm. Ich habe ein Jahr in Südamerika gelebt und es ist da völlig normal das die Leute viel mehr Körperkontakt haben auch Menschen die professionell miteinander zu tun haben, da ist in Deutschland ja normalerweise nur ein Händeschütteln drin.
    Ich beziehe mich auf Minute 40

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  12. Christine

    Die Sache mit den Generika: Einmal spielt natürlich der Placebo-Effekt mit rein: Wenn ich meine, dass die Kopfschmerztabletten aus der türkisfarbenen Verpackung besser wirken, dann ist das auch so.
    Zum anderen hat Holgi unwissentlich etwas Wahres gesagt: Die Wirkstoffmenge ist identisch. Aber die Füllstoffe können anders sein. Und auch diese Füllstoffe können zur Schnelligkeit der Wirkung beitragen.

    (bei mir wirken die pinkfarbenen IBUs aus den Niederlanden viel besser als die weißen aus einer deutschen Apotheke – natürlich bei identischer Dosierung)

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  13. Tronje

    Besserwisserei am Rande:
    ‘the’, ‘a’ und ‘an’ sind Artikel. Präpositionen sind z.B. ‘on’, ‘in’, ‘at’, etc.
    Artikel geben im Englischen die Bestimmtheit des Bezugnomens an. Präpositionen setzen das Bezugsnomen in einen z.B. räumlichen, zeitlichen, … Bezug zum Rest des Satzes.

    ‘The dog barks in the garden’ -> Der (=bestimmte) Hund bellt im(/in dem=bestimmten) Garten (= räumlicher Bezug)
    ‘A dog barks in a garden’ -> Ein (=unbestimmter) Hund bellt in einem (=unbestimmten) Garten.

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  14. Titus von Unhold

    Zur vorletzten Frage von Sebastian gibt es ein schönes Feature: Déformation professionnelle – Was der Beruf aus uns macht

    Episode: https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2022/06/27/was_der_beruf_aus_uns_macht_die_folgen_der_deformation_drk_20220627_1930_089d94fe.mp3

    Rechthaberische Lehrerinnen, dominante Polizisten und akribische Juristinnen: Die Arbeit verändert uns stärker, als den meisten bewusst ist. Das hat Folgen für das Privatleben. Was passiert, wenn wir immer im Dienst sind?

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  15. Magda

    Hallo,
    ich fand Alexandras Ausführungen zu Mediestrategien der Literaturszene total spannend. Da hätte ich 1,5h zuhören können. Auch weil ich selber viel lese. Ob ein Buch gut ist oder nicht, entscheide ich meist, indem ich den ersten Absatz (oder mehr oder einen Auszug mittendrin) und dann den Klappentext lese. Danach verlasse ich den Buchladen. Wenn mich das Gelesene Tage später noch beschäftigt, kaufe ich es. Mein größeres Dilemma ist dann aber: neu kaufen (Buchläden und Autoren unterstützen), gebraucht kaufen (Nachhaltigkeit, kleine Händler unterstützen) oder in der Bibliothek ausleihen (auch Nachhaltigkeitsgedanke).
    Eine andere Strategie, um ein gutes Buch zu finden, ist: ein paar Jahre warten. Wenn ein Buch zum Dauersortiment mehrerer Buchhandlungen gehört, dann kann ich davon ausgehen, dass das Buch häufig nachbestellt werden muss, weil es von vielen gekauft wird.
    Spannend finde ich es auch Bücher von der Straße aufzusammeln von Autoren, von denen ich noch nie was gehört habe und einfach drauflos zu lesen. Ohne den Klappentext zu beachten. Hab schon viel spannendes entdeckt

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  16. Otto H.

    Hi Holger,
    zum Thema, welches Buch einem Erkenntnisse beschert hat, hattest du vor einer ganzen Weile eines mit den Worten empfohlen, es hätte dich gelehrt, Sinn von Unsinn unterscheiden zu können:
    Carl Sagan – “Der Drache in meiner Garage”

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  17. Matthias

    Wer Musik mit schönen spanischen Texten sucht und vielleicht noch ein Faible für Nostalgie hat, der könnte sich auch mal an gesungene Tangos (Tango canción) aus Argentinien heranwanzen, hörenswert z.B. “Malena” und “Barrio de Tango” gesungen von Roberto Goyeneche, “Farol” von Osvaldo Pugliese oder gleich Carlos Gardel mit “Amurado” oder “Palomita Blanca”. Okay, manches davon ist kein Hochspanisch, sondern Lunfardo…

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