WR1392 Strukturwandel ist teuer

Mit Rüdiger Bachmann und Christan Bayer.

Es gab ein Update zum Econtribute Policy Brief vom März (das “Bachmann-Papier”) und wir beschäftigen uns ausführlich damit. Außerdem: Übergewinnsteuer und Steuererhöhungen.

Energiesicherungsgesetz, MarktsegmentierungEnergiesparbonus, Übergewinnsteuer (Beitrats-Papier), Michael Weber in der FAS zu Steuerhöhungen, Kerninflation

3 Gedanken zu „WR1392 Strukturwandel ist teuer

  1. Nico

    Ich finde es schade das Christian sich hat einreden lassen das Gas wegen fehlender Kernkraft als Grundlast laufen würde, das ist falsch. Eigentlich verbrauchen wir im Stromsektor sogar weniger Gas seit der letzten Abschaltung.

    https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&interval=quarter&year=-1&legendItems=001000000100000000000&quarter=1&source=total

    Natürlich gibt es aber auch Gaskraftwerke die durchlaufen aber die gab es schon immer, das sind teilweise die KWK Anlagen welche wärmegeführt sind, also industrielle Wärme bzw. Dampf zur Verfügung stellen und gleichzeitig Strom erzeugen, weil die Kombination einfach effizienter ist.

    Das viel grössere Problem ist der Jahre lang verschleppte Wind und Solar Ausbau. Besonders 2021 war ja ein sehr windschwaches Jahr, da hat der fehlende Ausbau in manchen Regionen zu hohen Residuallasten geführt.
    https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&interval=quarter&year=-1&legendItems=001000000100000001110&quarter=1&source=total

    Der Umbau von Steinkohle zu Erdgas statt zu modernen EE-freundlichen Konzepten hat die Abhängigkeit aber auch erhöht.
    https://www.energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=de&c=DE&chartColumnSorting=default&interval=quarter&year=-1&legendItems=001000010100000001110&quarter=1&source=total

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  2. Holger

    mein Gedanke zur geplanten sog. Gasumlage:

    die Sanktionen gegenüber Russland mit der Folge im Bereich Energieversorgung – und hier speziell russisches Erdgas – ist ja eine politische Entscheidung für die gesamte Gesellschaft.

    das Problem: die negativen Folgen dieser Entscheidung betreffen nun nur die bisherigen Gaskunden durch höhere Preise. Der Effekt ist aber auch bei anderen Energieformen für Wärme vorhanden.

    Die Gasumlage um einzelne Versorger zu retten tragen nun aber nur die Gaskunden. Der restlche Teil der Gesellschaft hat nun die negative Folge für diese politische Entscheidung nicht zu tragen.
    Lösung ist entweder: die Gasumlage durch Steuer zu finanzieren oder diese Umlage auf alle Ennergieträger zu verteilen.

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  3. Herbert

    Der Vorschlag, der Gasversorger überweist die erwarteten Mehrkosten vorab und ich kann dann sparen und mache Gewinn, klingt sehr nach Klimageld.

    Warum müsste der Staat als Gasversorger auch entschädigen? Das müsste er nur wenn dieser ebenfalls auch solche “…-Garant”-Verträge anbieten würde. Dies müsste er als Monopolist nicht tun. Er bräuchte es auch nicht, da ihm, zumindest von den Reverstaatlichungsbefürwortern keine Gewinnabsicht untertstellt wird und hohes Vertrauen in die Preisgestaltung entgegengebracht wird.

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