WR1370 The Aging Hypothesis, Übergewinne und Zölle

Mit Rüdiger Bachmann und Christan Bayer.

Darin: Die stetig differenzierbare Nachfragefunktion, John Rawls, eBay, Planwirtschaft, alternde und alte Gesellschaften, Konstanz Seminar, Gauti Eggertsson, Secular StagnationGreat Moderation, New Economy, Spritpreisdeckel, Übergewinnsteuer, Zölle auf Energieimporte.

Schnitzer et al: Does Tax Policy Work When Consumers Have Imperfect Price Information?

Eggertsson et al: Aging, Output Per Capita and Secular Stagnation

Pugsley et al: Demographic Origins of the Startup Deficit

Mehr zum Thema Einkaufskartell und Energiezölle von Georg Zachmann in der Wochendämmerung

13 Gedanken zu „WR1370 The Aging Hypothesis, Übergewinne und Zölle

  1. hilti

    E10 ist zwar billiger, aber da der Energieinhalt geringer ist als beim E5 ist der Verbrauch höher. Gleicht sich also etwas aus, aber ob der Verbrauchsunterschied die komplette Preisdifferenz rechtfertigt weiß ich nicht.

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    1. Holegr

      als ich bis vor paar Jahren noch mehr Auto gefahren bin (inzwischen pendle ich mit Fahrrad) habe ich mal über 1 kalenderjahr einen vergleich gemacht und die Datenauswertung über spritmonitor.de

      dadurch ist der Unterschied über Temperatur weitgehend ausgeglichen – uber den langen zeitraum ist das dann auch ein durchschnittlicher Wert der kurzzeitige Verbruachssteigerung wegen irgendwas ausgleichen sollte.

      der Mehrverbrauch mit E10 war etwa 3Prozent
      demnach lohnt E10 wenn der Verkaufspreis etwa diesen Prozentwert niedriger ist.

      technisch gesehen hängt das auch vom Leistungsbedarf bei der jeweiligen Fahrweise ab. Weil Leistung bei Beschleunigung ist ja nur geringe Zeit beim Fahren.

  2. Tom

    Ungarn hat einen Spritpreisdeckel, dass kein EU-Land das machen würde ist also nicht korrekt. Scheint dort auch nicht zu katastrophalen Engpässen geführt zu haben.

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  3. Fritz

    Falls ihr dann in der nächsten Folge doch nochmal über Inflation redet:
    Man hört jetzt wieder viel von der Lohn-Preis-Spirale und Aufrufe an die Gewerkschaften zu Zurückhaltung bei den nächsten Tarifrunden. Wie muss ich mir das im Euroraum vorstellen, wenn bspw. die streikfreudigeren Franzosen bei der Lohnzurückhaltung nicht mitmachen? Schaut dann der Tarifbeschäftigte in Deutschland in die Röhre, weil die Inflation drumherum fröhlich weitergeht oder gibt es irgendwelche Mechanismen, die das abmildern?

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    1. holgi Beitragsautor

      Der Export. Wenn in Aland die Löhne sinken, sinken dort die Preise. Wenn gleichzeitig in Bland die Löhne steigen, steigen dort auch die Preise und die Bländer gehen in Aland einkaufen, weshalb in Bland die Nachfrage zurück geht und dort die Preise sinken. Am Ende pendelt sich das dann auf einem insgesamt etwas höheren Niveau wieder ein.

      Aber ich nehme die Frage mal mit in den August 🙂

    2. Titus von Unhold

      Das ist im Speziellen aber auch im Allgemeinen arg unterkomplex dargestellt. Denn zum einen haben wir denen Binnenmarkt mit sektoralen Ungleichgewichten, zum anderen hat der Binnenmarkt unter den Euroländern feste Wechselkurse, ggü. den EU27 und Drittstaaten mit Fremdwährung existieren diese aber nicht.

      Das einzige EU-Land welches wirklich übermäßig am Export hängt, eben weil die Dienstleistungslöhne Hungerlöhne sind, ist DE. Und für die Maschinenbauer sind Diskussionen um Lohnforderungen wirklich relativ egal, denn in der Industrieporduktion und im Maschinenbau machen Löhne oft nur 9….12 % der Gesamtkosten aus, im Bau- und Ausbauhandwerk hingegen 38…45%.

    3. jan

      In Griechenland ging bei den Lohnkürzungen die Nachfage zurück , es wurden Kapazitäten abgebaut und die Arbeitslosigkeit stieg.

  4. Hendrik

    @ stetig differenzierbare Funktionen: mathematische Funktionen, Z.b. y=x^2+5, sind dann stetig differenzierbar, wenn man in JEDEM Punkt x der Funktion die Ableitung, also die Steigung der Funktion berechnen kann.

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  5. Moritz

    Hallo,
    ist es öglich bei “diesen” Koryphäen etwas Fachliteratur für Laien genannt zu bekommen? Mich interessieren diese Themen schon, allerdings bin ich vom Wissensniveau noch tiefer angelagert als Holger 🙂

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    1. holgi Beitragsautor

      Ich kann danach fragen – aber formulier deine Fragen doch einfach hier, dann können wir sie in den Sendungen beantworten 🙂

    2. jan

      Diese Autoren finde ich gut, weil sie die Nachfrageseite nicht einfach weglassen und weil sie nicht so tun, als wäre die Ökonomie so neutral, wie die Physik:
      Friederike Spieker, Ulrike Herrmann, Heiner Flassbeck, Maurice Höfgen, Aaron Sahr,
      Water Otto Ötsch(fundierte Kritik am Marktfundamentalismus)

  6. Christine

    Bin bei dieser Folge etwas “late to the party”.
    Aber Thema Spritpreise: In der Tat vertragen uralte Autos E10 besser, als welche, die kurz nach der Jahrtausendwende gebaut worden sind. Wir haben einen Opel Astra BJ 2010 mit zusätzlicher Gas-Anlage, der laut Hersteller nicht für E10 ausgelegt ist. Da zahle ich pro Tankvorgang lieber ein paar cent mehr, als mir einen kapitalen Motorschaden einzuhandeln.

    ABER: Bei Shell gibt es dieses V-Power-Zeug. Solange Menschen freiwillig dazu bereit sind für den Sprit aus kosmetischen Gründen so viel mehr zu bezahlen, brauchen wir keinen Spritpreisdeckel

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