WR1269 Die Umweltbibliothek

 

Im September 1986 wurde in Ost-Berlin die Umweltbibliothek gegründet. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 23. August 2021 auf DLFnova.

8 Gedanken zu „WR1269 Die Umweltbibliothek

  1. Aaaaaaa

    Da ist wohl was beim Schnitt verrutscht. Die Abmoderation läuft nicht am Ende der Folge sondern mittendrin parallel zu Matthias

    Antworten
  2. Georg

    Danke für die spannende Folge, die für mich ein bisschen wie ein Ritt durch die jüngere Familiengeschichte war.

    Bonhoeffer, die Bekennende Kirche und überhaupt die (reichlich unrühmliche) Rolle der Kirche im 3. Reich haben mich während meines Theologiestudiums viel beschäftigt und es ist wirklich erstaunlich wie sehr diese damaligen Außenseiter, die verfolgt, verlacht, verachtet und hingerichtet wurden zu einem der Grundpfeiler im Selbstverständnis der heutigen evangelischen Kirchen in Deutschland geworden sind. Karl Barth, Bonhoeffer und Bultmann haben tatsächlich die Theologie (wahrscheinlich weltweit) massiv umgekrempelt.
    (Das bitte nicht als unkritische Lobeshymne auf die evangelische Kirche verstehen – in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte vor, während und nach dem Naziregime klaffen noch erhebliche Lücken – insbesondere, wenn man sich die die Übertragung geschichtswissenschaftlicher Erkenntnisse in die systematische Theologie anschaut)

    Mein Großvater war in der DDR Geologe und hat es recht unerhörterweise trotz engagierter Kirchenzugehörigkeit fertiggebracht zu habilitieren und Professor zu werden. Tatsächlich hat er um Freiberg intensiv an der Erschließung von Braunkohlevorkommen mitgewirkt und ist leider im Blick auf sein Fach ein wenig bitter geworden, weil auch aufgrund der Energiewende unter anderem seine Expertise weniger nachgefragt wurde. Dass er da dennoch methodisch für die Forschungsgeschichte spannende Pionierarbeit geleistet hat, sieht er nicht so recht und ich habe es leider versäumt, ihn rechtzeitig vor ein Mikro zu zerren, um mal seine Geschichte in Podcastform zu dokumentieren.

    Mein Vater war als Gemeindediakon in einer mecklenburgischen Kleinstadt in der Bürgerrechtsbewegung der DDR sehr aktiv. Auch er hat die Kirche für Treffen von Systemkritiker:innen geöffnet und die großen Kundgebungen und Demos zur Wendezeit mitorganisiert. Die progressiven Bürgerrechtskreise wurden von der Wendedynamik vollkommen überrannt. Während sie schon lang über die vielen möglichen Wege, die eine wirklich demokratische DDR gehen könnte, diskutierten, riefen plötzlich Zehntausende, die vorher mit Opposition nie was am Hut hatten, nach deutscher Einheit. Er ist nach der Wende wie viele andere in der Lokalpolitik sehr aktiv geblieben. Ich vermute, dass es bei den meisten auf dieser Ebene blieb, weil die Protestbewegungen weitestgehend regional organisiert waren. Es war ja sehr schwierig und auch nicht ungefährlich, sich überregional zu vernetzen. Und dass dann ausgerechnet die CDU bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl so erfolgreich war, hat natürlich viele mögliche politische Karrieren von Bürgerrechtler:innen (die ich mehrheitlich politisch eher links verorte – lieg ich da richtig?) im Keim erstickt.

    Antworten
  3. JohnnyJohnny

    Kleinigkeit zum Anfang.
    Tschernobyl war ein großes Kraftwerk. Wenn man das vom Netz nimmt, muss die Energie irgendwo herkommen. Also hat man die restlichen Blöcke einfach weiterbetrieben.
    Im Jahr 2000 wurde der letzte Block, aufgrund von Druck aus der EU, endgültig vom Netz genommen.

    Der Wikipediaartikel ließt sich wie ein Werk vom Postillon 🙂

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.