WR1056 THHG

 

Darin wrintheitsgemäße Antworten auf Fragen nach dem Tod, Romanen, Spitznamen, Tschernobyl, schlechten Eigenschaften, Scham, Adblockern, Cyber, Risiken,  der DKMS, Wandbehang, Inkonsequenz, langen Liedern, Smartphones, Angewohnheiten, Anlagetipps, Frühs, der Bussigesellschaft, Schnarchen, prominentem Ableben, Fahrradfahrern und der obligatorischen Höflichkeitsfrage von esureL.

In trockenen Büchern Folge 11: Scham

DJ Koze: XTC

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41 Gedanken zu „WR1056 THHG

  1. F. L. Wurth

    Dies ist mein Lieblingspodcast. Ich kann niemandem erklären warum, aber ich freue mich jedes mal wenn eine neue Folge erscheint und bin dann auch direkt wieder ein wenig traurig wenn sie zu Ende ist.
    Daher Danke für eine neue Folge 🙂

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  2. Maurice

    Danke für die Erwähnung der “Harfenistin, die mit Micky-Maus-Stimme singt”! Joanna Newsom war mir völlig unbekannt. Jetzt läuft gerade zum zweiten Mal “Ys” und ich möchte mich Alexandras Urteil anschließen: Extrem verspult und absolut großartig!

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    1. Alexandra

      Ooooh, wie sehr mich das gerade freut!! “Ys” ist ein solches MEISTERWERK!!! Versetzt mich seit fast 15 Jahren in ungläubiges Staunen. Wunderschön ist auch das Album “Divers”, Anspieltipps: “Anecdotes”, “Divers”, “You will not take my heart alive”, “A Pin-Light Bent” und von ihrem ersten Album lege ich dir den Klassiker “Sprout & The Bean” ans Herz – danach war ich ihr für immer verfallen! :)))

    2. Fabian

      Schließe mich Maurice und Alexandra an, Joanna Newsom ist großartig. Nach Ys war es damals auch um mich geschehen. Diese Wrintheit ist jetzt ein super Anlass, mal wieder alles durchzuhören. Gerade läuft: Sapokanikan vom Album Divers. Wenn man Musik mit Landschaften vergleichen würde, wäre das auf jeden Fall nicht Island, sondern eher Urwald oder Korallenriff. So viel verspulte Dichte. 🙂

      Vielleicht noch zwei Tipps, weil eins ja immer auf der Suche nach Neuem ist: 1. Kathryn Joseph! Nach Joanna Newsom hatte ich kein anderes so großes Aha-Erlebnis. 2. Nancy Elizabeth. Bisschen “folkiger” (sag ich mal als jemand, der von Genres keine Ahnung hat), auch sehr hübsche Musik.

      Und um ne Brücke zu Holgi zu bilden: Eine weitere meiner Lieblingsmusikerinnen ist Zola Jesus. Vielleicht mag ich ja auch deshalb die Wrintheit so gern. 😉

  3. Paul

    Zur Stammzellspende:

    Meine Stammzellspende ist jetzt ca. 6 oder 7 Jahre her. Ganz so unkompliziert, wie du es dargestellt hast, Holgi, war es nicht. Kann sein, dass es inzwischen bessere Methoden gibt, aber ich berichte mal:

    Erstmal gibt (gab) es grundsätzlich zwei Methoden zur Stammzellentnahme:
    a) durch Gabe eines Hormons die Ausschüttung von Stammzellen ins Blut stimulieren und die Stammzellen dann rausfiltern. (funktioniert in den allermeisten Fällen)
    b) Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenknochen (last resort, falls du gesundheitlich nicht in der Lage bist, die Hormone zu bekommen, glaub ich)

    Der Ablauf war dann wie folgt:
    Ich hatte irgendwann einen dicken “Herzliche Glückwunsch, Sie sind Spender”-Umschlag im Briefkasten. Drin war ein Set mit zwei Vakutainern (Vakuumgefäße zur Blutabnahme) zur Nachtypisierung, um nochmal wirklich sicherzugehen, dass ich ein passender Spender bin. Außerdem lag ein Fragebogen über meinen allgemeinen gesundheitlichen Zustand bei (ja, auch hier wurde nach meiner Sexualität gefragt).

    Im Fragebogen wurde auch meine grundsätzliche Bereitschaftzur Spende abgefragt. Außerdem hätte ich von vornherein der Nadel im Beckenknochen widersprechen können.

    Mit dem Typisierungsset bin ich dann zur Blutspende an die Charité gegangen (nur weil ich da zu der Zeit gearbeitet hatte) und habe die Vakutainer dort füllen lassen, die dann bei mir im Bürokühlschrank lagen (kann man im Normalfall wohl auch beim Arzt lassen^^°). Ich musste dann der von der DKMS beauftragten Firma Bescheid geben, dass die Blutprobe fertig zur Abholung ist, und zwei Stunden später kam ein Kurier und hat die Probe abgeholt.

    Als klar war, dass ich tatsächlich als Spender infrage kam, musste ich zur Voruntersuchung … nach Dresden, weil dort von Berlin aus die nächste Entnahmestelle war (hat sich vllt. inzwischen auch geändert). Dafür hat die DKMS die Fahrt, eine Übernachtung und die Verpflegung übernommen. Mein Ausbildungsträger und mein Arbeitsgruppenleiter an der Charité waren glücklicherweise sehr verständnisvoll, sodass ich nicht mal Urlaub nehmen musste.

    Nachdem bei der Voruntersuchung alles in Ordnung war, bekommt habe ich ein paar Wochen später nochmal ein Schreiben bekommen, das ich meiner Hausärztin gezeigt habe. Darauf bekam ich ein Rezept für die o.g. Hormone, die ich mir über zwei Wochen zweimal am Tag selbst in den Bauch spritzen durfte. Das Zeug hat leicht grippeartige Nebenwirkungen (leichtes Schwächegefühl, Gliederschmerzen v.a. im Beckenbereich). Also eventuell liegt man auch mal ein paar Tage flach.

    Nach den zwei Wochen ging es dann wieder nach Dresden, dieses Mal für drei Nächte. Bin nachmittags am ersten Tag – mich immernoch leicht matschig fühlend – hingefahren, damit es dann morgens gleich losgehen konnte. Ich wurde dann am Morgen des zweiten Tages mit drei anderen SpenderInnen von einem Fahrer vom Hotel abgeholt und zur Entnahme gefahren. Dort wurden wir für ca. 4h an eine Art Dialysemaschine angeschlossen, die ein paar mal das gesamte Blut durchwälzt und dabei die angereicherten Stammzellen ausfiltert. Die Zeit wurde uns mit einem Film vertrieben (Es war “Ziemlich beste Freunde”). Die ganze Prozedur ist insofern recht anstrengen, weil man einen nicht unerheblichen Teil seines Blutes im Gerät zurücklässt, ähnlich wie bei einer Blutspende. Wir wurden dann noch verköstigt und konnten zurück ins Hotel. Ich bin dann glaube ich auch recht früh ins Bett gegangen und habe lange geschlafen. Der dritte Tag war im Grunde als Sicherheit eingeplant, für den Fall dass bei der ersten Spende nicht genügend Zellen rumgekommen wären. Ich musste allerdings nicht nochmal hin, was auch ganz angenehm war. Habe mir dann noch die Zeit genommen, mir Dresden ein wenig anzuschauen (wenn auch immernoch leicht angeschlagen, aber naja).

    War auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Irgendwann später habe ich noch einen Brief bekommen, in dem mir mitgeteilt wurde, dass meine Spende an eine US-Amerikanerin in ihren 50ern ging.

    Es gibt prinzipiell dann auch noch die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwischen SpenderIn und EmpfängerIn vermittelt über die DKMS (der Anonymität wegen). Ich sah allerdings keinen Grund selbst die Initiative zu ergreifen und habe auch nie von der Empfängerin gehört, was ich auch völlig in Ordnung finde. Ich schreibe das nur, weil das alles in den Informationsbroschüren teils doch ein wenig romantisch verbrämt wird und ich die Vermutung habe, dass die Kontaktaufnahme nicht unbedingt die Regel ist.

    Aber ich finde die Vorstellung schon recht krass, dass jetzt (hoffentlich immernoch) mein Blut im Körper eines anderen Menschen fließt. Und das ist soweit ich das verstanden habe ziemlich wörtlich zu nehmen, da bei der Transplantation wohl das kranke blutbildende System des Patienten vollständig zerstört wird und durch Spenderzellen ersetzt wird.

    Ja… langer Kommentar.

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    1. iris

      @Paul, vielen herzlichen Dank!
      Ich war vor siebzehn Jahren todkrank und war so unglaublich gerührt, dass ein Spender bereit war, seine Blutzellen für mich zu geben. Letzten Endes brauchte ich sie nicht (die Zellen wurden auch nicht entnommen), die Stammzelltransplantation mit meinen eigenen Zellen hat mich geheilt, aber ich denke immer noch voller Dankbarkeit an diesen Menschen.

    2. sternburg

      Ich möchte widersprechen.

      Also nein, möchte ich natürlich nicht. Dein Bericht ist ganz groß, meiner Ehrerbietung bist Du sicher und für sowas komme ich gerne in Kommentarspalten angenehmer Orte.

      Mir geht es um etwas anderes: Meine ganz persönliche Assoziation zur DKMS ist der eines Blogeintrags in irgendeinem der vielen Blogs, die ich damals, als Blogs noch ein Ding waren; ich glaube, es war dieser Paderborner Taxi-Blogger, aber ich kriege das auf die schnelle auch nicht mehr gegoogelt; Leute, klar sind Blogs tot, aber vernichtet sie doch nicht sondern lasst uns… Ähm. Ich glaube, ich schweife ab.

      Jedenfalls: Meine ganz persönliche Assoziation zur DKMS ist ein persönlicher Bericht von irgendjemandem. der irgendwann das für mich ganz persönlich eindrucksvoll und bis heute eingebrannt beschrieben hat, wie er damit so nebenbei jemanden das Leben gerettet hat. Und die Knochenmarks-Entnahme war, so lapidar er davon damals berichtete, schon unangenehm: Wie man sich das halt vorstellt, wenn einem jemand etwas in den Oberschenkelknochen haut, um da etwas raus zu schieben. Nicht schlimm, in keinem Verhältnis zum Nutzen, aber schon ein heftigerer “Pferdekuss”.

      Ich will Holgis Einlassung nicht überhöhen. Aber damals (geht jetzt niemanden hier was an) ging das bei mir nicht. Und meine Motivation, da jetzt nochmal neu drüber nachzudenken, wird von jeder Erinnerung daran berührt, dass das halt knapp 20 Jahre her ist und sich in der Zwischenzeit was getan hat. Verrät mehr über mich, aber

      tl;dr: Ich hab neu drüber nachgedacht, mich nochmal informiert und mich eingetragen.

      Ist mir, ehrlich gesagt, etwas peinlich, dass dies der Auslöser war. Ich bin seit Jahrzehnten voll informiert. Ich sehe ständig Hinweise (wie z.B. diese Plakate). Rational betrachtet ist mir seit langem bewusst, da sich meine und die allgemeinen Umstände in der Zwischenzeit geändert haben. Auf den Gedanken, diese Fakten zu verknüpfen und sich zumindest nochmal aufs neue dafür zu interessieren, hätte mein Hirn echt auch selber kommen können.

      Ist es aber nicht. Dafür musste erst irgendjemand, dem ich gerne zuhöre, spontan irgendeinen spontanen Quatsch in ein Mikrofon labern.

    3. ker0zene

      @sternburg

      Ich glaube Du schreibst von mir 😉
      Habe im Dezember 2007 Knochenmark in Hameln gespendet und damals in meinem damaligen Blog von der Tankstelle darüber berichtet. Thorsten vom Taxi-Blog, regelmäßiger Kunde bei mir, hatte das dann aufgenommen.

      Typisiert war ich seit der Bundeswehr 1993. Weil mit den alten Daten nur eine ungefähre Bestimmung möglich war bat man mich Ende 2007 für einen detaillierteren Test nach Hameln. Zwei Wochen später sollte es dann ganz schnell gehen, für einen 6 jährigen Jungen in Norwegen, wie sie mir (nachher) sagten. Auf Grund der Jugend des Empfängers wurde damals die Punktion des Beckenkamms zur Stammzellenentnahme im Knochenmark einer peripheren Blutstammzellenspende in einem Dialyse-ähnlichen Verfahren vorgezogen. Ging auch schneller, damals zumindest. Das Gefühl nach dem Aufwachen war dann in der Tat so, als sei mir jemand mit Anlauf in den Rücken gesprungen, wie der sprichwörtliche “Pferdekuss” den ich vom Fußball in der Jugend kannte.

      Die zwei Abende/Nächte auf der Onkologie damals in Hameln sind mit in bleibender Erinnerung geblieben. Ich sprach mit einigen Menschen dort, die seil langem auf eine Stammzellenspende warteten und leider kein Glück hatten.
      Wochen später bekam ich ein Schreiben der DKMS, das die Spende “erfolgreich” war und ein zweiter Eingriff nicht nötig sein würde. Ein Kontakt wäre erst mit zweijähriger Verzögerung und gefiltert durch die DKMS möglich gewesen, ich habe nie davon Gebrauch gemacht.

    4. sternburg

      ker0zene hat Recht, ich hab damals sein Blog sklavisch verfolgt und ich bin doof. Und er ist einer der besten Leute, denen man Internet so über den Weg laufen kann.

      @ker0zene: Aber jetzt mal im ernst; wie ich daraus lerne, ist Dein Blog auch nicht mehr online?

      Leute, was soll das denn? Okay, ich sehe ein: Die Gelegenheit, nochmal auf Deine Reiseberichte aus Tunesien zu verlinken, die kommt wahrscheinlich nicht. Aber an genau diesem Beispiel sieht man doch: Wer weiß schon, ob und wann man sich einen Blogpost nochmal in zeitlichem Abstand hervorholen möchte? Nur weil da seit zehn Jahren niemand mehr vorbei kam, muss man die ganzen schönen Buchstaben (und Fotos) doch nicht wegschmeißen? Den Scheiß auf irgendeinen ranzigen Stück Webspace schieben und dort in Ruhe Patina ansetzen zu lassen, das kostet doch kaum was? Ganz ehrlich – und mir ist sehr bewusst, ich spreche über anderer Leute Arbeit, Freizeit und Geld -, das geht mit nicht in den Kopf.

      Das war eine ganze Reihe an Berichten, die mich ernsthaft berührt haben. Mir kann das in diesem Fall egal sein, weil ausnahmsweise erinnere ich mich noch recht detailliert an sie (abgesehen von so Details, wie wer sie erlebt hat, aber lassen wir das). Aber ich hätte jetzt wirklich gerne anderen Leuten die Gelegenheit gegeben, da auch nochmal drauf zu klicken (und komm mir nicht mit der way back machine). Hrmpf.

  4. Helmut

    Das längste Lied?
    Iron Butterfly hat mir damals sehr gefallen. Das längste, mir bekannte Lied ist aber ‘thick as a brick’ von Jethro Tull. Das Lied füllt eine ganz LP.

    Vielen Dank für den wunderbaren Podcast!

    Antworten
    1. Scharlatan

      Hmm, mein längster Song den ich kenne ist von Dream Theater “Six Degrees of inner Tubulence” der mit 42:02 min als einzelner Song steht und so auch live gespielt wird.
      Ob “Thick as a brick” mit 43:41 min tatsächlich ein inherenter Song ist wurde glaub ich von Jethro Tull nicht bestätigt. Somit bin ich unentschlossen wer von den beiden als mein längster bekannter Song gilt. Allerdings sind beide weit von dem entfernt, was Holger und Alexa im Podcast erwähnt haben. Hört ihr kein Indipendent Rock? Dream Theater allein haben mehr als 2 dutzend Songs, die deutlich über 10 min gehen.

    2. gvoll

      “Das längste Lied?
      Iron Butterfly hat mir damals sehr gefallen. Das längste, mir bekannte Lied ist aber ‘thick as a brick’ von Jethro Tull. Das Lied füllt eine ganz LP.”
      Längstes Lied? “Viides luku – hävitetty”, ein Album von Moonsorrow; zwei Stücke (30min und 26min); eher Nischengeschmack (Folkmetal).

    3. Wulf

      Danke wieder für die 1:30h Stunden der Ablenkung und das aus einem anderen Blickwinkel auf die Welt gucken, hat mich über meine Laufstrecke getragen. Aber eines wollte ich noch loswerden: Ja, Thick as a brick ist mir auch zuerst in den Sinn gekommen. Aber da gibts doch noch mehr, vielleicht nicht ganz so lang, aber definitiv nicht nur aus der Elektronik-Ecke: Neil Young (Ja, Holger, ich weiß: Gitarren) hat auch einige Stücke mit besonderer Länge veröffentlicht, das längste dürfte “Driftin’ Back” mit 27:36 sein, das ist von 2012. Und live sind die 20-25minütige Gitarrengewitter, in die man sich verlieren kann, nichts ungewöhnliches. Nicht jedermanns Sache, das stimmt.

    4. Ulrich

      Beim Längsten Lied ist mir gleich “zei Jahre in” von Phrasenmäher eingefallen. Das geht ca. 90 min

  5. Marvin

    > zu Fahrradfahren: “weil die kein Auto fahren”.
    Denke, dass wird es sein. Ist bei mir jedenfalls so. Ohne Führerschein und fahr vil. 1-2x im Jahr als Beifahrer. Erst vor ein paar Tagen hatte ich genau das Erlebnis im Taxi: “oh Gott, die sieht man ja wirklich nicht ohne Licht…. oh stimmt, dass is mir schon mal aufgefallen und seit dem fahr ich nie wieder ohne Licht.”

    > Zu Corona Tests
    Soweit ich den Drosten verstanden hab, werden die ersten Schnelltests (diese nach Art der Schwangerschaftstests) auf Antikörper/Antigene testen und somit genau nur erkennen ob man bereits infiziert war(bzw. kann man mit Glück schon Antikörper in der 1. Woche finden). Hier zu finden: https://www.ndr.de/nachrichten/info/15-Coronavirus-Update-Infizierte-werden-offenbar-immun,podcastcoronavirus136.html#antikoerpertests

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  6. ChrSchl

    Hallo ihr Beiden,

    für den Corona Test Hinweis auf entsprechende “Coronavirus Update” Folge bin ich wohl zu spät dran.

    Zum Thema “Angst vor dem Tod” bin ich immer sehr irritiert, warum dieses Thema so oft abgewickelt wird mit dem Verweis auf das vermeintlich schlimmere sterben. Klar ist der Tod vermutlich gegenwärtig für die Tote nicht so schrecklich, aber in der Wahrnehmung als meine sichere Zukunft sehr wohl. Als Agnostiker steckt in mir dann zu dieser Frage doch so viel Atheist, dass ich sagen würde “Leben nach dem Tod? Glaube ich nicht dran.”
    Und für mich gibt es nichts schlimmeres, als die Vorstellung das diese “Erzählung” die ich als “Leben” wahrnehmen endet. Nicht weil ich so wichtig bin oder mein Leben so herausragend, sondern weil mich dieses Nichts so ängstigt.

    Dabei würde ich übrigens liebend gerne mal Fallschirm springen, in der Gewissheit das Auto und (zumindest als nicht-das-Auto-mit-Denkender) Fahrrad fahren für mein Leben gefährlicher ist. Allerdings bin ich fürs Fallschirm springen zu schwer …

    … auch wenn ich gerade erfolgreich abnehme (seit Ende September 2019 33 kg bei einem Startgewicht von 166kg). Hilfreich waren 16/8 Teilzeitfasten, Kalorienzähl-App, das Buch “Fettlogik überwinden” und ein Stoff von dem ich in der Wrint Wissenschaft gehört habe. Propionat (in Form von Natriumpropionat mit Inulin). Holgi hat da seine Abneigung gegen jegliche Abnehm-Präparate deutlich gemacht und eigentlich teile ich diese Skepsis aber ich war neugierig und für mich funktioniert es, damit die Lust nach “noch einen Nachschlag” zu bremsen.

    Ich bin ein Fan, für mich seid ihr Promis und ich hoffe für mindest einen für ihn gute (weiter-) abnehmen Tipps gegeben zu haben. Und für mich sind Promis nicht Gott-gleich oder irgendwas wovor ich wackelige Knie bekomme, sondern Personen denen ich aufrichtig sage “Danke, dass ihr in der Öffentlichkeit seid und mir Freude mit eurer guten Arbeit macht.” Also Danke und bleibt gesu … ach, kann es nicht mehr hören … ich belasse es bei “und bleibt”.

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  7. hilti

    Nacheinander ein paar kurze Gedanken zu einzelnen Theman.

    Ich glaub die wesentliche Entwicklung jetzt durch Smartphones ist die Abschaffung der Langeweile.

    Würdiger Abgang. Da fällt mir spontan ein schönes Beispiel ein: Peter Alexander. Der hat irgendwann gesagt nun ist es gut, hat seine Abschiedssendung gemacht und ist dann medial nicht mehr aufgetaucht. Aber vermutlich bekommt man die guten Abgänge nicht wirlich mit, weil diejenigen sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen, wie es so schön heißt und einfach nicht mehr auftauchen während die schlechten Beispiele ständig durch die Medien geistern, weil sie den Applaus und/oder die Aufmerksamkeit brauchen. Oder das Geld. Interessante Gegensätze sind auch Steffi Graf und Boris Becker.

    Drosten hat im NDR-Podcast erklärt, dass derzeit Tests entwickelt werden mit denen erkannt werden kann ob man Corona schon hatte. Dabei wird auf die Antikörper getestet, die das Immunsystem bildet wenn mans hatte.

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  8. Christian

    Vermutlich bin ich nicht der einzige, dem das so geht: ich höre diese Podcasts vor allem, weil ich Holgi schon als junger Mensch bei den Radiofritzen (Frühs-Fritzen!) und im Blue Moon ständig gehört habe. Er hatte also durchaus Einfluss auf meine Sichten zu bestimmten Themen. Das ist jetzt nicht mehr ganz so, aber es ist immer noch ein schöner Vergleich, zu sehen, wo sich unsere Sichten treffen und wo sie weit auseinander liegen. Und ohne Holgi hätte ich auch nicht NSFW mit Tim Pritlove gehört, oder ITB von Alexandra (sehr schöne Podcasts). Und Holgis Gespräche mit den Auslandskorrespondenten in der letzten Zeit waren fantastisch.

    Ich freu mich immer über einen Lach-Flash an unvermuteter Stelle. Tee, haha geh!

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  9. Mario

    Hallo,

    wenn der Holgi wirklich meint, COVID-19 eventuell gehabt zu haben, dann empfehle ich, sich bei der Charite mal kundig zu machen.
    Ggf. sind solche Menschen für Forschungszwecke/Studien gesucht.
    Allerdings glaube ich eher an einen grippalen Infekt – immerhin ist der Holgi ein Risikopatient …

    Der längste mir bekannte Titel: Reinhard Lakomy – Das geheime Leben. Der hat – meiner Erinnerung nach – eine Kassettenseite gefüllt.
    Demnach irgendetwas zwischen 20 und 30 Minuten.
    Das wurde aber wahrscheinlich auch schon im Lokus der Geschichte heruntergespült 😉

    Wenn man seinen Sterbetermin kennt, macht das übrigens die Lebensplanung einfacher.
    Aber ich stimme zu: Ich habe vor dem Weg zum Tod Angst, nicht vor dem Tod.
    Auch das ist der Grund, warum ich derzeit meine Patientenverfügung immer dabei habe.
    (Paranoia? Nein, Risikogruppe.)

    Und nochmal für alle, weil da augenscheinlich etwas falsch verstanden wurde:
    Es gibt keinen Grund, sich derzeit nur in der Wohnung aufzuhalten.
    Es gibt jedoch einen guten Grund, sich von anderen Menschen fern zu halten.
    Es gibt auch keinen Grund, derzeit keinen Sport zu treiben und sich bräsig gehen zu lassen.
    Es gibt jedoch einen guten Grund, sportliche Aktivitäten allein auszuüben.

    Es gibt auch einen guten Grund, wenn man noch arbeiten muss und zwangsläufig zu den Kolleg*innen keinen Abstand einhalten kann,
    einen Mundschutz zu tragen.
    Ob es einen guten Grund gibt, nicht-kritische Gewerbe derzeit noch arbeiten zu lassen, kann ich nicht beurteilen.

    Viele Grüße

    Mario

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  10. HeRaBo

    Moin

    Das Bussi wurde uns Jugendlichen in in den achzigern immer in den westlichen Nachrichten von Honnecker und Breschniev als Bruderkuss vorgeführt, und war deshalb nicht so Positiv konnotiert…

    Es mag ja eine etwas Makabere Idee sein, um die Coronafrage zu lösen:
    überleg doch mal wen Du in der Zeit vor der Krankheit so angesteckt haben könntest.
    Diejenigen wären ja dann jetzt so dran.

    Schönen Gruss, macht weiter so und bleibt Gesund

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    1. holgi Beitragsautor

      „Diejenigen wären ja dann jetzt so dran“

      Jau. Hab aber aus keiner Richtung was gehört bisher. Von daher wird es vermutlich wirklich „nur“ ne Seitenstrangangina gewesen sein.

  11. Stefan

    Wenn ich Prof. Drosten richtig verstanden habe (da hatte ich es, glaube ich gehört), ist man beim Coronavirus sowohl prä- als auch postsymptomatisch schon/noch eine Weile Überträger. Da wäre also auch noch eine Weile Vorsicht angesagt, sollte ein Antikörpertest positiv ausfallen.

    Antworten
  12. quinoa

    Langes Lied: Mogwai – My Father, My King (20.14): So eine Art rockiger Bolero.

    Und ich gebe zu, dass ich auch bis eben dachte, dass Alexandra “Tabor” hieße. Vielleicht weil es sich einfacher spricht?

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  13. t.jay

    So gerne ich auch den Blick der Corona- entschleunigung einnehmen möchte.. Es gelingt nicht.

    Selbst bin ich berufstätig in Eingliederungshilfe. Ich unterstütze behinderte Menschen bei ihrer Alltagsbewältigung. Alltag gibt es nun nicht mehr.

    Für alle Menschen die Eingliederungshilfe benötigen und den angestellten Helfern ist die Coronasache der reinste Horror.

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  14. Peter

    Tat das gut, euch beide wieder zu hören! Danke für diese sehr unterhaltsame Folge. So viel Lachen kann man gerade gut gebrauchen. Ich hoffe, dass die nächste Wrintheit tatsächlich nicht wieder so lange auf sich warten lässt.

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  15. quinoa

    Ich habe einen Zusammenhang von exzessivem Kaffeegenuss und Schnarchen festgestellt. Aber wahrscheinlich bin ich einfach nur total übermüdet, wenn ich viel Kaffee trinke

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  16. ThreeBodyProblem

    Längstes Lied: Schaut mal bei DuRöhre nach “Godspeed You Black emporer”. Da ist erstmal nichts unter einer Stunde bei.

    Holgi, was das anfassen und das mit dem Gesicht angeht, da gibt es einen einfachen Trick.
    Zuerst mal, ich bin Rechtshänder. Ich trage also beim Einkaufen oder unterwegs an der rechten Hand einen Handschuh und fasse alles damit an. Wenn ich nichts anfasse, habe ich eine Tasche in der rechten Hand- Oder einen Einkaufswagen. Die linke habe ich in der Hosentasche. Wenn jetzt also meine Nase juckt und ich das nicht wegsteuern kann weil ich gerade mental wo anders bin, dann nimmt man automatisch die linke. Und danach kommt die wieder in die Tasche.

    Einkaufswagen zieht man an der Kasse hinter sch her. Es ist einfach “interessant” wie viele Leute das Wort “Abstand” nicht gebacken bekommen. Nach vorne kann ich das selber machen, aber das hilft nicht wenn mir ständig jemand in den Nacken hustet.

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  17. sternburg

    Schönen Gruß an Ola Tabor,

    ich musste bei diesem Segment ständig – und ich bin mir sicher, davon möchte jeder hier erfahren – an meine heroischen Leistungen auf dem Eis der Ehre gegen den glorreichen HC Tabor im gleichnamigen, in… nunja… Teilen durchaus pitoresken tschechischen Städtchen mit demselben Namen denken.

    Insofern, liebste und hochverehrte Alexandra,

    GEPRIESEN SEI DEIN NAME, IN WELCHER FORM ER SICH UNS STERBLICHEN AUCH IMMER DARBIETEN MÖGE, BIS IN DIE SIEBTE GENERATION,

    sei mir diese unverlangt von der Seite angequatschte Wortmeldung bitte untertänigst gestattet: Möchtest Du im Hirn von Menschen mit hinreichenden Erdkunde-Kenntnissen zukünftig als “Emilia Eberswalde” rüberkommen, dann ändere Deinen Namen ruhig in “Ola Tabor”. Und lass Dich von mir davon nicht abhalten. Ich bin bloß irgendein Typ, der aus Langeweile nachts Unfug in Kommentarspalten schreibt, da sollte niemand drauf hören.

    Antworten
  18. simohn

    Lange Lieder:
    Archive: Lights und Noise
    oder von “of montral” Past is a grotesque animal

    Dann stellt sich halt die Frage, was die Teenies auf ihren IPhones machen… Ich schau ja auch gerne youtube, hat da tolle wissenschaftskanäle.

    Antworten
  19. homophoneticus

    Zum Thema “Olla”:
    Hypokoristika nehmen manchmal etwas seltsame Wege, die ohne Phonetik-Kenntnisse intransparent wirken können. Plausibel ist folgende Herleitung:
    Aleksandra -> Oleksandra -> (Olek; mir nur als Männliche Form bekannt) -> Olja -> Olla
    Gerade der Name Alexander ist besonders aktiv, was kreative Namensformen anbelangt. Auf Sandra, Sandy, Alessia, oder Sascha kommt man vielleicht auch nicht sofort, aber das lässt doch relativ leicht herleiten.

    Antworten
  20. Michael

    Also Masken schützen nicht gegen eine Infektion? Warum tragen denn Ärzte und Pfleger diese dann? Also durch eine virenverseuchte Nies-/Hustenwolke würde ich lieber mit ner entsprechenden Maske gehen. Ja, das darf nicht die einzige Art der Prävention sein. Aber natürlich bringen diese einen zusätzlichen Schutz. Das ist doch ziemlich logisch und offensichtlich.

    Ob diese bei Ärzten etc. besser aufgehoben sind, sofern sie Mangelware sind, steht auf einem anderen Blatt.

    Antworten
    1. hilti

      Das kommt auf die Art der Maske an. Die OP-Masken, die man aus Film und Fernsehen kennt schützen die Patienenten vor “feuchter Aussprache”, aber der Träger der Maske wird nicht geschützt. FFP2- oder besser FFP3-Masken schützen den Träger der Maske.

  21. Joachim Heistinger

    “FFP2- oder besser FFP3-Masken schützen den Träger der Maske”

    Ja, bis man dir ins Auge spuckt bei Zischlauten oder Nießerei.

    Antworten
    1. Michael

      Ist das ein Argument dafür, dass Masken für die breite Bevölkerung nicht sinnvoll wären? Das wäre eine Art der Argumentation die ich noch nie verstanden habe. Es behauptet doch niemand, dass Masken einen 100% Schutz bieten. Nichts bietet einen 100% Schutz gegen irgendwas. Es gibt immer irgendetwas, was unter unter irgendwelchen Umständen passieren kann. “Ich benötige keinen Airbag, wenn ich von einer Brücke stürze hilft der nicht”. Insbesondere hier beim Corona-“Game” geht es doch aber um große Zahlen und Statistik.

      Alles was irgendwie dazu beiträgt, das eine Verbreitung verlangsamt wird ist im Moment absolut sinnvoll. Und selbst eine einfache Papiermaske verändert die Luftzirkulation so weit, dass weniger Viren meinen Rachen erreichen. Ob das im Einzelfall genug ist, um eine Ansteckung zu verhindern ist völlig irrelevant in Bezug auf die Gesamtsituation. Eine FFP2/3 Maske verhindert dann sogar ziemlich zuverlässig den Hauptinfizierungsweg.

      100% Sicherheit? Nein! Aber das ist auch nicht der verdammte Punkt! Sorry, aber ich werde echt emotional, wenn ich sowas lese. Masken in der Masse sind einfach fucking sinnvoll!

      Und noch einmal: Medizinisches Personal sollte natürlich priorisierten Zugang haben zu Gesichtsmasken. Aber sobald welche fürs Volk verfügbar sein sollten, sollte auch dazu angehalten werden dass diese derzeit getragen werden! Es ist so einfach und offensichtlich – ich verstehe Menschen manchmal einfach nicht.

  22. Holger R.

    Hi Holgi.

    Ich höre die Folge jetzt erst
    Zu deiner Frage kurz vor Schluss:

    Die Antikörpertests um zu testen ob man Corona schon hatte, kommen Ende Mai, Anfang Juni. Unterdessen weißt du das wahrscheinlich eh schon. Info nur zur Vollständigkeit.

    Gruss, HR

    Antworten
  23. Toby

    Frühs kenne ich von Franken, die sagen das tatsächlich anstelle von “morgens”. Und Inkompetenz anprangern geht jur bei Leuten, die Kompetenz beanspruchen, genau so kann man aber Inkonsequenz anprangern bei Leuten die konsequent zu sein behaupten, Politikern zum Beispiel.

    Antworten

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