WR953 Wie man (k)ein populärwissenschaftliches Sachbuch macht

 

Florian schreibt Bücher, zurzeit beim Hanser Verlag, sein nächstes erscheint im September – und wenn genügend Menschen es vorbestellen*, jazzt es in die Bestsellerlisten (harhar).

Holger hingegen ist kürzlich daran gescheitert, ein Buch zu schreiben. Das sind mindestens zwei Gründe, mal drüber zu reden.

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11 Gedanken zu „WR953 Wie man (k)ein populärwissenschaftliches Sachbuch macht

  1. Volker

    In Ermangelung eines echten Grützedetektors kann ich Nikil Mukerjis ‚Die 10 Gebote des gesunden Menschenverstandes‘ empfehlen.

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  2. Lutz Kaeselau

    Der Sascha Lobo veröffentlicht auch am Herbstanfang ein Buch und will für alle Besteller der Erstausgabe das Buch signieren. Das wäre ja mal eine Motivation, ein Buch auf Papier gedruckt jetzt schon zu bestellen, Herr Freistetter. Sie sagten ja im Podcast, dass nicht so sehr viele verkauft werden. Kann also nicht so schlimm werden. 🙂

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    1. Florian Freistetter

      Also alle Bücher die man mir unter die Nase hält, signiere ich selbstverständlich sehr gerne! (Soferns meine eigenen sind natürlich). Ich kann nur keine signierten direkt selbst verkaufen; ich bin ja nur Autor und kein Händler…

  3. Marie

    Vielen Dank für dieses Thema. Sehr interessant.

    Holger, du solltest es vielleicht mit Lese- und Schreib-Clustern versuchen, statt alles in ein Dokument zu schreiben. Cluster sind wie Mind-Maps nur ohne diese starren Regeln, wo man nur Großbuchstaben auf Äste schreiben darf. Man kann es auch Netzwerke nennen. Wenn man aus einem Schreib-Cluster einen Text machen will, dann folgt man einem Weg von dem inneren Begriff bis zum äußersten und dann geht man wieder zurück dahin, wo es eine Abzweigung gibt und beschreibt das usw. Dann entsteht eine Struktur, die halbwegs nachvollzogen werden kann, weil man die Zusammenhänge aufzeigt.

    Florian, das, was du beschrieben hast mit der Gliederung, wo paar Sätze dazustehen, was man da ungefähr erzählen will usw., ist ein Expose. So wurde mir das beigebracht. Wenn man viele Literaturverweise hat, dann schreibt man noch ins Expose, welche Quellen besonders wichtig sind und zu welchem Kapitel die gehören. Das andere, wo man ein Kapitel schreibt, klingt eher nach Arbeitsprobe.

    Mein Mitbewohner schreibt eher wie Florian. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie man das so hinbekommen kann. Vor allem kann ich gar nicht alle Infos in meinen Kopf schaffen, die irritieren sich gegenseitig immer und ich hab einen einzigen Knoten im Kopf an dem ich verzweifel.

    Ich schreibe wohl eher wie Holger. Ich sortiere aber die Stichworte und meine Recherche direkt beim Recherchieren vor, damit ich nicht ein superlanges Dokument mit allem hab. Das würde mich nur erschlagen. Aber es ist auf jeden Fall extrem schwer, die ganzen Sachen zu sortieren und daraus dann einen Text zu bauen. Das ist quasi schriftliches Entknoten.

    In der Uni wurde mir erzählt, dass es den strukturfolgeden Typen und den strukturschaffende Typen gibt. Ich bin ziemlich genau 50/50. Mein Nachteil ist, dass ich mit den Nachteilen beider Schreibtypen zu kämpfen hab. Ich muss quasi doppelt so viel ausprobieren, damit ich rausfinde, was genau zu welchem Schreibabschnitt passt.

    Der strukturfolgende Typ strukturiert alles vor und weiß eigentlich wie der Text aussieht und schreibt den halt auf. Das heißt es braucht viel Planung, aber nicht viel Überarbeitung.

    Der strukturschaffende Typ weiß überhaupt nicht, wie sein Text sein wird. Er schreibt erstmal los und die erste Rohfassung ähnelt der Endfassung gar nicht, weil dieser Typ den Text extrem oft überarbeiten muss. Also hat er wenig Planung und kann direkt loslegen, weil er die Struktur sich gar nicht vorstellen kann.

    Ich bin so, dass ich Gliederungen schreibe und mir ein bisschen überlege, wieso die Gliederung so Sinn macht. Aber sobald ich ein Kapitel schreiben will, hab ich überhaupt keine Ahnung, was da drin wirklich vorkommen wird, was ich da wirklich am Ende sagen will usw. Ich schmeiße viel um und überarbeite und streiche sehr viel. Ich bin ein bisschen speziell, weil ich meinem Hirn nicht so richtig vertraue und alles notiere, das muss dann sortiert werden. Ich brauche extrem lange, um einen Text fertig zu machen. Ist halt eine Arbeit, jeder hat da seinen Weg der funktioniert. Immerhin hab ich einen funktionierenden Weg gefunden.

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  4. Marie

    (Ich weiß nicht, wo ich das hinschreiben kann. Mach ich mal hier, da ich gerade hier bin.)

    Habt ihr schon von der Podcaster-Studie gehört? Christiane ist eine Psychologin und macht den Filmpodcast “Brainflicks”, da erzählte sie, dass sie eine Studie über Podcaster macht. Bin total gespannt, was da herauskommen wird. Wär cool, wenn ihr mitmacht, wenn ihr das noch nicht gemacht habt. Sagt natürlich auch anderen Podcastern weiter, dass sie mitmachen sollen. 🙂
    Bei Twitter @christianeattig
    https://phil-web.phil.tu-chemnitz.de/aap/ls3/index.php?r=survey/index&sid=442461&lang=de

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  5. Christian Berger

    Wir bräuchten eigentlich Verlage für Elektrotechnik und Bausätze. Viele Leute hätten ja Ideen für eine Schaltung oder einen Bausatz, aber etwas in größeren Stückzahlen (z.Bsp 100 Stück) produzieren zu lassen ist aufwändig, und der Verkauf ist etwas was man als Ingenieur nicht wirklich machen möchte.

    Ich denke das Konzept von Verlagen könnte hier auch gut funktionieren.

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  6. Harry

    @Florian: Bekommst Du eigentlich die Vorverkaufszahlen bei deinen Büchern mit? Oder siehst Du die Zahlen erst am Erscheinungstag?

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