WR905 Experimente in Stuhl

 

Darin: SchneeDas ELTMondfinsternisMondpflanzePeenemündeJames WatsonAndere blöde NobelpreisträgerPeriodensystemjahrNatur des JahresTäglich Astronomie auf InstagramMännerschmerzenIonenflugzeugDunning-Kruger-GentechnikGigantische Schockwellein fimoBio-Anbau

Sciencebusters auf TourMondlandungsentschwörung am Bodensee

Resonator-Podcast zum Mikrobiom

Wrint Zum Thema: Wernher von Braun

Florian unterstützen? Hier entlang!

16 Gedanken zu „WR905 Experimente in Stuhl

  1. Hans Wurst

    Zum Thema “Frauen, die beim Nobelpreis übergangen wurden” habt ihr mit Rosalind Franklin leider ein unpassendes Beispiel gewählt, denn sie konnte aufgrund der Statuten des Nobelpreises für die Vergabe im Jahre 1962 nicht (mehr) berücksichtigt werden, da sie leider schon 1958 an Krebs verstorben ist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rosalind_Franklin

    Für mehr über die Geschichte und auch die teilweise gegen die “guten wissenschaftlichen Sitten” verstoßenden Verhaltensweisen von Watson und Crick, kann ich übrigens Folge 93 des Podcasts “Zeitsprung” empfehlen.

    https://www.zeitsprung.fm/podcast/zs93/

    HW

    Antworten
  2. Hans Wurst

    Da muss ich mich gleich teilweise korrigieren. Die Entscheidung “wir verleihen keine Nobelpreise posthum” stammt wohl aus den frühen 1970er Jahren, theoretisch wäre es also 1962 noch möglich gewesen, Rosalind Franklin auch nach ihrem Tod zu berücksichtigen, wobei ich allerdings gerade nicht weiß, ob/wie oft das bei Nobelpreisen dann auch wirklich so geschehen ist.
    Zusätzlich ist es wohl so, daß sie (im Gegensatz zu Watson und Crick) auch zu Lebzeiten nie nominiert wurde. Im Gegensatz zu Jocelyn Bell ist die Sache zwar nicht ganz so klar, aber es sieht zumindest doch mehr als nur ein wenig aus, als ob man Rosalind Franklin auch zu Lebzeiten nicht wirklich so wahrgenommen hat, wie es ihr zugestanden hätte.

    Den Hörtipp aus meinem vorigen Post (ZS Folge 93) korrigiere ich allerdings nicht.
    🙂

    HW

    Antworten
  3. Paul

    Ad Ionenantrieb im All:

    Etwas entäuscht bin ich schon dass Florian nicht an die Dawn-Sonde gedacht hat die hat mittels Ionen-Antrieb einen delta-V Rekord von 11,5km/s zusammen gebracht. Als Treibstoff wird üblicher Weise Xenon oder Argon verwendet. Als Kenngröße für die Effizienz eines Triebwerks wird der Spezifische Impuls(*) verwendet, herkömmliche Chemische Raketen bewegen sich da zwischen 200-400s, Ionentriebwerke erreichen zwischen 2000-20000s.

    Als schubstärkere Variate ist der Vasimir-Thruster am Horizont, ein Abfallprodukt der Fusionsforschung. Der braucht allerdings zuviel Strom als dass man diesen mit Solarpanelen betreiben könnte.

    (*) Trivia, der wird üblicher Weise in s angegeben und nicht in kg*m/s wie man es von einer Impulsangabe erwarten würde. Nachdem die Sekunde im imperialen und im SI System gleich ist, kann jeder mit dem gleichen Wert arbeiten, die Transformation zwischen der Angabe in s und k*m/s erfolgt mittels Multiplikation/Division mit der Erdbeschleunigung mit dem Wert im gewünschten Einheitensystem.

    /Klugscheiss aus

    Antworten
  4. Florian

    Zum Ionen-Antrieb:
    Ich meine mich zu erinnern, dass die Wissenschaftler in einem Interview sagten, das sie den Antrieb in Zukunft eher bei Drohnen im Einsatz sehen. Vorteil wäre der lautlose Antrieb.

    Antworten
  5. Philipp

    Zum Thema Oumuamua. Florian sagte er vermute, dass das Objekt vermutlich kaum noch zu beobachten sein wird und dass man da jetzt eh keine neuen Daten mehr sammeln könne.

    Das scheint nicht richtig zu sein. Avi Loeb ist der Author des Papers welches beschreibt warum es plausibel ist, dass dieses Objekt nicht natürlichen Ursprungs sein könnte. Der wurde in folgendem, interessanten Podcasst dazu ausführlich interviewt: https://after-on.com/episodes-31-60/040

    Er sagt in 2-3 Jahren geht ein neues Teleskop online mit welchem man sich das Objekt nochmal genauer ansehen könnte. Dann könne man die Frage abschließend klären. Leider gabs keine Nachfragen mehr dazu welche Daten genau man dann bekommt und wie das zur Klärung rangezogen würde. Vielleicht könnt Ihr da ja noch einmal drauf eingehen.

    Antworten
    1. Florian Freistetter

      Loeb ist der Typ, über den wir in der früheren Wissenschaft schon mal gesprochen haben. Der sehr gerne sehr viel sehr spektakuläre Dinge erzählt,die zwar möglich sein können, aber deswegen noch lange nicht sein müssen. “Plausibel” ist das bei Oumuamua bei weitem nicht, “Plausibel” ist die Hypothese, dass es ein Stein ist.

    2. Philipp

      Das kannst Du im Gegensatz zu mir beurteilen. Er geht auf ein paar Punkte ein warum seiner Meinung nach die üblichen Annahmen und Erklärungen nicht greifen. Und warum er denkt, dass seine These eher passe. Ich fand die Erklärungen einleuchtend. Aber mir ist bewusst, dass es einseitig präsentiert ist und ich keine Ahnung vom Thema habe.

      Ich habe das noch mal nachgehört und ich hatte das wohl falsch verstanden. Es ging um das large synoptics survey telescope. Aber der Punkt war nicht, dass man Oumuamua damit noch sehen könne sondern evt. andere, ähnliche Objekte und daraus Schlüsse ziehen kann. Sorry dafür und Danke für Deine Antwort.

  6. flüüüt

    @ Holgi

    Die Sache mit dem Schmerzempfinden hat tatsächlich viele Seiten, ein Auslöser kann tatsächlich Stress (bzw. Angst vor dem Schmerz) sein.

    Ich war letztes Jahr wegen chronischer Rückenschmerzen in Behandlung, die vorschnell auf einen Bandscheibenvorfall zurück geführt wurden. Während der Therapie habe ich dann gelernt, dass es tatsächlich etwas gibt, was (nicht ganz präzise) Schmerzgedächtnis genannt wird und mit etwas Aufwand beeinflusst werden kann.

    Kurz gesagt geht es darum den Körper zu überzeugen, die Warnungen (= Schmerzen) zu einem gewissen Grad zu ignorieren, in dem man schmerzhafte Bewegungen nicht meidet sondern bewusst ausführt. Ein Teil der physischen Therapie waren tatsächlich so simple Dinge wie Wasserkisten ins Regal zu wuchten.

    Das funktioniert natürlich alles nur, wenn tatsächlich kein physischer Grund für den Schmerz vorhanden ist.

    Wenn dich das Thema interessiert ist das Buch Schmerzen Verstehen von David Butler ein guter Einstieg (kein Esoquatsch ;)).

    Das Buch ist vergleichsweise teuer, du findest sicher auch genug Beiträge, die darauf verweisen.

    Antworten
  7. Phil

    schöne Folge (wie immer!). Wollte nur drauf hinweisen, dass teilweise ein Rauschen hörbar ist, es stört nicht extrem, fällt aber auf. Oder hab ich was an den Ohren? 😀
    LG Phil

    Antworten
  8. Hendrik

    @Holgi: Auch wenn es wohl nicht in dieser Episode vorgekommen ist: Du erwähnst doch immer wieder, dass man statt Wasser in Flaschen lieber auf Leitungswasser “umsteigen” soll.
    Mal ein kleines Gegenbeispiel aus unserem Leben: Wir wohnen in einem Gebiet mit sehr kalkhaltigem Wasser. Deswegen haben wir in unserem Nebau eine zentrale Entkalkungsanlage im Keller eingebaut.
    Dies senkt zwar den Kalkgehalt (welch eine Überraschung 😉 ), erhöht aber gleichzeitig den Salzgehalt in einer Weise, die das Wasser vor allem für kleine Kinder “ungeeignet” macht.. natürlich nicht in lebensbedrohlichem Ausmaß, aber doch so, dass von einem starken Konsum abgeraten wird.
    Deswegen kaufen wir weiterhin stilles Mineralwasser für Apfelschorle, etc.

    Grüße,
    Hendrik

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.