WR886 Waswärewennismus

 

Darin: 20 Jahre ISSOumuamuaInterstellare HimmelskörperDer Jarkowski-Effekt – Rostkehl-Kampfwachtel – Buch: Die Kunst der Benennung* – FilzfurchenbieneKomet Wirtanen – Neues Kilo (Spiegel, PTB, Resonator-Podcast) – Buch: Das Maß der WeltDas schlimmste Jahr der GeschichteKabarettpreis gewonnenJapan vermisst InselWombats kacken WürfelPopulistenpersönlichkeit (Paper) – LügendetektorPizzaAlzheimer-FrüherkennungBeruhigender KörpergeruchTageszeit und KalorienverbrauchMultitaskingAllergie durch Impfung

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37 Gedanken zu „WR886 Waswärewennismus

  1. Florian Freistetter

    Guten Morgen Hörerschaft!

    Trink grad den ersten Kaffee nach dem gestrigen Preisverleihungsabend. Es war sehr nett; es war ne tolle Party und ich sag nicht nur selbst nochmal Danke für eure großartige Unterstützung sondern soll auch ebensolchen Dank von meinen ScienceBusters-Kolleginnen und Kollegen übermitteln!

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  2. Christine

    Hallo Wissenschaft,
    im kommenden Jahr liegen offenbar der kalendarische und der kirchliche Frühlingsanfang nicht am gleichen Tag. Ihr hattet in irgendeiner alten WRINT_Wissenschaft mal darüber gesprochen, die ich nicht finde. Könntet ihr demnächst da nochmal drauf eingehen? Dankeschön!

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  3. Marc

    Im Jahr 536 wird auch „Bayern“ und Reste der Alamannia von den Ostgoten (Italien) an die Franken abgetreten. Wahrlich ein Katastrophenjahr!

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  4. Tobias Pape

    Moin von Norderney,

    ich möchte unsere schöne Insel gerne für das deutsche Treffen vorschlagen. Ich braue als Elektroingenieur das Norderneyer Bier vom Norderneyer Brauhaus und bin großer Fan der Wrintwissenschft.
    Ich fände es total super Euch und die Anderen mit unserem leckeren Selbstgebrauten zu versorgen. Wir haben, je nach Größe der Veranstaltung, Möglichkeiten für passende Lokations.

    Meldet Euch gerne oder kommt mal einfach so vorbei. Von hier aus kann man auch die Sterne sehen, besonders nach einigen leckeren Bieren.

    Liebe Grüße und meldet Euch gerne unter

    info@norderneyer-bier.de

    Tobi Pape

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  5. Yannick

    Der Riesenalk mag vielleicht die letzte Vogelart gewesen sein, die durch direkte anthropogene Bejagung ausgelöscht wurde – kann ich nicht beurteilen -, aber seit 1852 sind diverse Arten mittelbar und unmittelbar durch den Menschen ausgerottet worden. Allein von den bis dato 23 Arten der Familie der Lappentaucher (bei uns ist wohl der Haubentaucher der bekannteste Vertreter) sind drei Taxa zwischen 1982 und 2010 für ausgestorben erklärt worden.

    Ein Überblick:
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_recently_extinct_bird_species

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    1. Robert

      Und zwar:
      „Die Wandertaube war noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts der häufigste Vogel Nordamerikas und eine der häufigsten Vogelarten weltweit. Beschreibungen der riesigen Schwärme klingen heute nahezu unglaubwürdig …
      Bereits im 17. und 18. Jahrhundert war die Art durch Bejagung im Bereich der Atlantikküste stark dezimiert worden …
      Ohne Zweifel ist das Aussterben der Art auf die Verfolgung durch den Menschen zurückzuführen …“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Wandertaube

    2. Sven

      Die Überschrift des verlinkten Artikels lautet „Nach 166 Jahren ist in Europa wieder eine Vogelart ausgestorben“. Soweit ich das sehe, waren die ausgestorbenen Lappentaucher-Arten in Mittel- und Südamerika und Madagaskar beheimatet und die Wandertaube in Nordamerika.

    3. Robert

      In dem verlinkten Artikel drin lautet es: „Seit der Mensch den Riesenalk, einen flugunfähigen Bewohner der Arktis, wahrscheinlich im Jahr 1852 endgültig ausgerottet hat, wurde keiner anderen Vogelspezies mehr der Garaus gemacht.“ (Von Europa ist keine Rede, aber von der Arktis schon.)
      Diese Behauptung wurde im Podcast weitergegeben – stimmt aber nicht.

    4. Norbert

      Dafür steht’s groß im Titel:
      Nach 166 Jahren ist in Europa wieder eine Vogelart ausgestorben

  6. Sandi

    Als Arnsbergerin habe ich mich über Holgis Vorschlag zur Waffelaktion SEHR gefreut. Dann hätte sich das ganze wochenlange Voten und Freunde dazu mobilisieren doppelt gelohnt! Also: ich bin für Arnsberg!

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    1. Mona

      Ich hab auch fleißig abgestimmt! 🙂

      Mir wäre irgendwo mittig in D gut gelegen, Arnsberg geht auch. Norgen geht für mich, aber für andere wahrscheinlich nicht. Berlin geht auch noch. Süden+Osten ist schwierig zu erreichen, das wär mir dann zu weit. Eine Location wo man mit Öffis hinkommt, wär super.

    2. Tobias

      Arnsberg wäre für mich als Soester auch mal gut zu erreichen 🙂 Dann wäre ich auf jeden fall dabei

  7. Lukas

    Die Nomenklatur in der Zoologie geht übrigens auf den Schweden Carl von Linné zurück. Also ausnahmsweise mal kein Deutscher.

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  8. Christian Berger

    Sommer ist gut als Termin. In Deutschland könnte man das Treffen ggf auch auf dem Camp des CCCs machen. 🙂 Jena wäre auch gut.

    Es wäre schön, wenn es in der Nähe des Waffelortes einen Bahnhof gibt, aber Florian hat ja auch kein Auto.

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  9. Mona

    Ich dachte, wir haben auch viel zu wenig Krankenpfleger und Arzthelfer:innen. Wie sollen die dann kleinere Arzttätigkeiten übernehmen? Wer übernimmt dann ihre einfachen Tätigkeiten? Irgendwo fehlen immer Personen.

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    1. Christian Berger

      Hallo Mona,

      die Idee die, so weit wie ich mich erinnern kann, in dem Podcast vorgeschlagen wurde war, dass man der Krankenschwester einen Computer zur Seite stellt, der dann natürlich auch den ganzen „Papierkram“ erledigen kann und sie somit entlasten kann.

  10. Johannes

    An deine Kollegin und Kollegen: Durch diesen Podcast habe ich mir nicht nur alle Hörbücher gekauft, sondern auch alle ~70 ScienceBusters-Folgen auf YouTube angeschaut.
    Zu Beginn dachte ich, dass man das Spiel zwischen Oberhummer, Puntigam und Gruber nicht tippen kann. Aber gerade bei der Laugengebäck-Folge ist das Spiel zwischen Helmut Jungwirth und Dir als „Opfer“ großartig.

    Zum Frage zurück, ideal für mich wäre Köln oder Würzburg – vielleicht kann man von der angemeldeten Hörerschaft auch einen Mittelpunkt errechnen? 😃

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  11. Mona

    Versteh ich nicht: Wie soll man einen Film transkribieren ohne ihn zu schauen? Das ist doch so oder so eine Aufgabe, nur halt anspruchsvoller als nur den Film zu schauen.
    (Ich hab schon viele Studenten in höheren Semestern getroffen, die nicht wissen, was Transkribieren ist. Wenn die das nicht wissen, woher sollen alle anderen das wissen? Würde gern wissen, wie viele eurer Zuhörer:innen das Wort ignoriert oder gegooglet haben, weil sie es nicht kennen.)

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    1. Romconstruct

      Vielleicht hast du hier etwas missverstanden, oder ich verstehe den Kommentar nicht :).
      Beide hatten die identische Aufgabe(-n), nur anders formuliert.
      – Gruppe 1: 1 Aufgabe Film gucken, 2 Aufgabe transkribieren
      – Gruppe 2: Aufgabe Film gucken und transkribieren

      Also von der Formulierung her mal 2 abwechselnde Aufgaben und mal paralle auszuführende. Auch wenn es echtes Multitasking nicht gibt und die Personen aus beiden Gruppen immer nur gucken, transkribieren, gucken, transkribieren,… war Gruppe 2 dennoch effizienter durch die Formulierung der Aufgabenstellung und dem damit wohl vermittelt dem Gefühl mehrere Sachen gleichzeitig machen zu können/sollen.

    2. Mona

      Die Gruppen und die Aufgabe(n) hab ich auch so verstanden wie du.

      Ich finde, dass es kein Multitasking ist, egal wie es vonstattengeht, wenn man diese Aufgabe gar nicht auf zwei komplett eigenständige Aufgaben aufteilen kann. Die sollten doch den Film transkribieren. Wie soll das gehen, wenn man den Film dabei nicht schaut?

      Ich habe den verlinkten Text gelesen und du liegst falsch, Gruppe 1 war effizienter.

      Es ist also effizienter zu glauben, dass man mehrere Dinge macht 1. schauen, 2. transkribieren oder anderes Beispiel: 1. im Meeting zuhören und 2. zusätzlich noch Notizen machen. Man soll quasi jeden Sinn als eigene Aufgabe definieren, um sich Multitasking vorzumachen, damit man aufmerksamer wird, obwohl die „echte Aufgabe“ gar nicht auf eine andere Weise zu erledigen geht.

  12. Lisa

    Ich hatte Astronomie als Pflichtfach in der Schule für ein Jahr. Meine Sternenkarte hab ich bestimmt noch in irgendeinem Schrank rumfliegen. Soweit ich weiß, ist das in Sachsen Anhalt auch immernoch Pflicht.

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  13. Tie Rious

    Glückwunsch zum Sieg, Florian & Co!
    Ich freue mich riesig, zum Erfolg beigetragen haben zu können!

    Ich würde als Waffelort gerne meine Heimatstadt Hamburg nominieren.
    Alternativ wäre ich bereit, bis Berlin oder Hannover zu fahren.

    Und falls es weiter weg wird, esst bitte alle eine Waffel für mich mit ^-^

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  14. Philip

    Hallo Florian!

    Bezüglich des Wiener Termins: Ist Ottakringer wieder ein unterstützenswertes Unternehmen? Vor einigen Jahren hast du ihnen ja „abgeschworen“: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/11/02/wenn-journalisten-auf-esoterikgurus-reinfallen

    Christiane Wenckheim ist ja nicht mehr in der Geschäftsführung, aber die verkaufsfördernden magischen Symbole, von denen ich meine damals gelesen zu haben (auch wenn ich den Artikel nicht mehr finde) sind immer noch auf den Ottakringer Etiketten zu finden.

    Beste Grüße
    Philip

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  15. Baba

    Hallo, Waffeln isst man am besten in Nürnberg!!! Von allen Seiten hervorragend zu erreichen, per Auto, Zug, Flugzeug, Bus, Fahrrad… Ich würd mich halbtotfreuen

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  16. Nessa

    Hallo Wissenschaft,

    in Hamburg werden auch sehr gerne Waffeln gegessen 🙂 Da hat es sich gelohnt auch noch mal im Bekanntenkreis Stimmen zu aquirieren.
    Da Florian alles organisiert wäre Jena eine gute Idee. Grundsätzlich finde ich eine zentrale Lage in Deutschland gut.

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  17. Tina

    Hallo!
    Ich würde mich über ein Hörer-Waffel-Treffen im Rhein Main Gebiet freuen, da ich in Frankfurt am Main wohne. Aber ich wäre auch bereit, bis zu 200km zu fahren, was von hier aus zB ins Sauerland wäre, so sich denn da der Waffeleisenhersteller befindet 😉 Immerhin sind wir im August auch von hier nach Köln ins Odonien gefahren, und es hat sich gelohnt 🙂
    VG , Tina

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  18. Michael

    Thema Populisten, Neurotizismus und Verträglichkeit.

    These: Die Verträglichkeit ist auf die Ingroup beschränkt. Die Outgroup dient als Futter. Denn einerseits bedingt der Neurotizismus, dass die Outgroup als Quell der Unsicherheit zu beherrschen und möglichst zu vernichten ist. Andererseits fühlt sich der populistisch gesinnte Neurotiker ohne Outgroup sinnentleert, weil die ‒ objektiv gesehen ‒ willkürlich gewählte Abgrenzung zur Ingroup dadurch schwindet. Und vor allem, weil das gute Gefühl des Dominierens und Ausbeutens dann unerreichbarer wird. Das Resultat wäre innere Leere und noch mehr neurotische Angst vor dem Verlust des Selbst. Daher ein fortwährender Zwang zur Suche nach einer frischen, unterwerfbaren Outgroup.

    ——————–

    Die Psychologin und Psychotherapeutin Siderea postulierte 2016 in einem Aufsatz*¹, dass es bei Menschen zwei Moralkodizes gibt. In Modus 1 streben Menschen gleiche Standards für alle Menschen an. In Modus 2 gibt es eine Ingroup und eine Outgroup, wobei die Outgroup als auszubeutende Ressource bewertet wird. Jede Beziehung ist im Modus 2 als Verhältnis von Dominieren und Unterwerfung, von Ausbeutung und Versklavtsein strukturiert.

    Ein gleichberechtigtes Nebeneinander und Miteinander, wie es im Modus 1 die selbstverständliche und erstrebenswerte Form aller Beziehung ist, stellt im Modus 2 eine böse Freiheitsberaubung dar: Der Freiheit, so mit anderen umzuspringen, wie man selbst es gerade für angenehm hält. Dieses Grundrecht auf Ausbeutung wird aus Sicht des Modus 2 von den verachtenswerten Anhängern des Modus 1 blockiert.

    Populisten bringen dieser Tage, u.a. mithilfe des bestehende Strukturen auflösenden Internets, den Wertekanon des Modus 2 in eine Welt, in der lange Zeit der Modus 1 etabliert schien. Was aus der Perspektive des Modus 1 als abscheulicher Hass betitelt wird, wirkt im Modus 2 so natürlich wie das Wasser für den Fisch, und absolut freudvoll. Hass ist im Modus 2 nicht negativ besetzt!

    Populisten nun stehen auf Bühnen und validieren die im Modus 1 unterdrückten Gefühle, sei es durch Dogwhistling oder durch direkte Ansprache. „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!1!“. So lange die Populisten in einer Modus-1-Welt bestehen müssen, kann das nur scheibchenweise geschehen, notfalls ostentativ zurückrudernd.

    Auch die freie Presse als Modus-1-Institution honoriert das Wertesystem des Modus 2 naturgemäß nicht und „lügt“ insofern; dies weniger auf Ebene von Fakten, als auf Ebene der tief im eigenen Inneren verankerten Bewertung.

    Die Populisten stehen auf Bühnen und sagen das, was im Modus 2 schon immer heimlich gedacht wird: Die Institutionen und Werte des Modus 1 sind zu schleifen, zu überwerfen, zu zertrampeln, woraus die Erlösung in Gestalt der wahren Freiheit des Modus 2 folgen soll. Die Anhänger des Modus 2 finden es unwiderstehlich verlockend, und Tag für Tag aufs Neue belebend, wenn der Outgroup verbal und handfest einer eingeschenkt wird.

    Die Achillesferse des Modus 2 besteht darin, dass man ständig kognitive Ressourcen dafür verbraten muss, den eigenen Status in der Ingroup und relativ zur Outgroup zu erkunden und zu verfestigen. Wer ist angesagt? Was ist zu verachten? Und wann immer eine Outgroup versehentlich doch mal vernichtet wurde, und wenn am Ende die ganze Welt in der Ingroup vereint scheint, muss man unentwegt nach hanebüchenen Ausreden suchen, um vielleicht doch gelegentlich mal ein paar Menschen oder ersatzweise die Natur wenigstens ab und zu ein bisschen unterwerfen zu dürfen.

    Die Achillesferse des Modus 1 liegt darin, dass es in einer globalisierten Welt an den Grenzen des Wachstums nicht möglich ist, dem Modus 2 fortwährend ein paar Brocken dessen hinzuwerfen, wonach er verlangt und was er sich ansonsten mit allen Mitteln krallen würde. Weil das bedeutet würde, entgegen den Modus-1-Werten eine Untergruppe zu opfern.

    — Als große Frage bleibt, ob, über Jahrtausende betrachtet, einer der Modi „gewinnen“, es bei einem ewigen Ringen bleiben, eines Tages ein Modus 3 entstehen wird, usw.

    __
    *¹ Siderea: The Three Moral Codes
    Part 1: http://siderea.livejournal.com/1272731.html?format=light
    Part 2: http://siderea.livejournal.com/1272849.html?format=light
    Part 3: http://siderea.livejournal.com/1273104.html?format=light
    (Wenn man das nicht alles lesen mag, empfehle ich zumindest Teil 3, in dem die Autorin in medias res geht)

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  19. NGC-Ollie

    Hallo Holger. Zu deinen letzten Kurzmeldungen über Kalorienverbrauch: Es gab eine Wissenschaftliche Studie über das 5+2-Buch, alias Intervallfasten und andere Möglichkeiten:
    https://www.deutschlandfunk.de/intervall-fasten-kein-vorteil-gegenueber-herkoemmlichen.676.de.html?dram:article_id=434340
    TL;DR: egal, welche Diät du machst, alle helfen ein bisschen, egal ob FDH, Intervall. Prämisse, die du einmal in einem anderen Podcast angebracht hattest (NSFW?): Reduziere die Kalorienzufuhr und erhöhe den Verbrauch, zack, schon nimmste ab. Wer hätte das gedacht?

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  20. njorg

    Kleine Korrektur: Holgi ist bei der Lebensdauer der Mir ein Fehler unterlaufen. Er hat richtig gesagt, dass sie 1986-2001 in Betrieb war, aber das macht dann 15 Jahre und nicht 25. Der Fehler passiert mir aber auch manchmal. Wahrscheinlich setzt mein Kopf ausgehend von der 80 intuitiv die 20, die noch bis zur 100 fehlt und dann wird ebenso intuitiv die 5, die da ja am Ende stehen muss, drangehängt.

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  21. njorg

    Zum Zusammenhang von Populismusempfänglichkeit und Verträglichkeit habe ich zwei Ideen:

    1. Populismus arbeitet oft mit der Generalisierung von Einzelschicksalen. Wenn also z.B. jemand von der Gewalttat eines Flüchtlings gegenüber einem Einheimischen berichtet, dann sorgt eine größere Empathie für eine stärkere emotionale Reaktion, bei der man eher Gefahr läuft, es zu versäumen, nochmal rational die Information zu überprüfen. Die dann geäußerte Empörung entspringt aus dem Mitleid mit dem Einzelschicksal und dient dann dem Pauschalisierungsanliegen des Populisten. Die Bestätigung der Empörung durch die populistische Gruppe sorgt dann dafür, dass man auch die Pauschalisierung dann eher mit einkauft.

    2. Ein Empath ist eher dazu geneigt, nachvollziehbare Motive hinter den Aussagen eines anderen Menschen zu sehen. Das gilt auch für populistische Äußerungen. Während wir alle in Gaulands Vogelschiss-Äußerung eine Relativierung der NS-Verbrechen sehen, nimmt ein unkritischer Empath eher die moralisch vertretbarste Aussageabsicht an (man darf die Deutschen nicht auf die NS-Zeit reduzieren, weil das quantitativ nur ein kleiner Teil der deutschen Geschichte ist). Die kritische Prüfung dieser Deutung fällt dann wieder aufgrund des Zuspruchs durch die populistische Gruppe unter den Tisch.

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  22. Dr. Haas Juergen

    falls ein Treffen in der Nähe von Wien zustande käme , wäre ich dabei!
    LG aus der Heimat
    Jürgen (St. Pölten, NÖ)

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  23. Tom

    Als regelmäßiger Hörer der WRINT Wissenschaft (und sowieso eigentlich allen WRINT Podcasts), bekennender Science Busters Fan und daher fleißiger Kabarettpreis-Abstimmer, wohnhaft unweit Florians Heimatstadt Krems, kann ich mich Florians Vorschlag absolut vollinhaltlich anschließen.
    Das wär doch echt ein Highlight, wenn wir den „Wiener Waffel Wandertag“ im 16.Bezirk von Manner zu Ottakringer hinkriegen würden. Ich wär auf jeden Fall mit dabei!

    LG, Tom

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  24. Felix

    Leipzig ftw 🙂

    Also ich schlage Leipzig als Treffpunkt für Deutschland vor. Super für alle per Bahn zu erreichen. Nicht umsonst hatten wir mal den größten Kopfbahnhof Europas.

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