WR855 Bibis Tasche

 

Darin: Zeitreisen – Tascheninhalt – Hautirritationen – Polinnen – Handyhüllen – Freundschaften – Der Sinn des Lebens – Lärm – Altersmilde – Brillen – Technikablehnung – Redewendungen – Weiße Schokolade – Smartphonegucker – Zahnseide – Stilmittel (Niggemeier/Martenstein) – Lifehacks – Krieg – Rechtsextreme – Jahreszeitengeruch – XD – Neid und Leid – Das Wetter – Die obligatorische Höflichkeitsfrage von esureL

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49 Gedanken zu „WR855 Bibis Tasche

  1. Phil

    huch, im meinem Podcatcher taucht die Sendung (noch) gar nicht auf. Was hat es denn damit sich auf? Na egal, hör ichs halt jetzt hier. Wunderbar, genau das richtige zum Ausklang des Samstagabends. Danke!

    LG Phil

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  2. Morgan

    Zu den Smartphones ein paar Gedanken:
    Zunächst kann ich es tatsächlich nicht verstehen, wie sich Leute mit ~50 Jahren dem Konzept verschließen, bzw. denken sie bräuchten das nicht zu adaptieren. Sie sind schließlich noch um die dreißig Jahre am Leben, vermutlich sogar etwas länger, denken diese Leute wirklich, dass die Welt drumrum ausgerechnet sie abwarten wird? Handyticket und Online Banking sind jetzt schon hier, solche alltäglichen Dinge werden nicht weniger sonder mehr werden. Jemandem ein iPhone in die Hand zu drücken bedeutet ja nicht sie bei Facebook versumpfen zu lassen, in unserer Welt ist da jetzt schon eine gewisse Mündigkeit mit verknüpft. Wartet mal zehn Jahre ab, das wird nicht weniger werden. Jemand der oder die mit 80 Jahren diese Einstellung hat mag ich das durchgehen lassen. Aber jemand im Berufsleben?

    Zum anderen: Mir hat folgender Trick sehr geholfen um weniger Zeit vor dem iPhone-Bildschirm zu verbringen: Ich habe die Mobilen Daten für Twitter, YouTube und Instagram abgedreht (und Facebook komplett vom Gerät verbannt). Da ich viel unterwegs bin und daher nicht via WiFi verbunden bin tritt dieser Belohnungseffekt nicht mehr ein. Spätestens wenn man das vierte Mal hintereinander Tweetbot geöffnet hat, ohne dass was neues drin steht, gewöhnt man es sich automatisch ab. Ich konzentriere mich dann lieber auf den Podcast in meinem Ohr und habe auch da wieder angefangen mir Notizen zu machen.

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    1. Morgan

      Überhaupt: Das Smartphone wird so bunt wie man es sich macht. Twitter und Instagram müssen nicht auf der ersten Seite rechts unten in Daumen-Reichweite liegen. Die können auch, nach dem Motto „Aus den Augen aus dem Sinn“ in irgendeinen Ordner auf die dritte Seite. Ich bin der festen Überzeugung, dass alles in allem das Smartphone mehr Gutes in mein Leben gebracht hat, und das auch für den größten Teil der Bevölkerung gilt. Es ist zum Beispiel keine gute Option zur Tür hinaus und drei Straßen weiter zu gehen, weil man mal wissen möchte wie irgendwo der Bus fährt. Die Freude und das Wissen das mir Podcasts über die Jahre hat zukommen lassen wäre ohne Smartphone nicht ok dem Rahmen denkbar. Immer eine Kamera dabei haben (geht mit Holgis schwarz-Weiß-Handy auch nur bedingt) ist eine wunderbare Bereicherung. Den Preis für die Smartphone-Nutzung wählen die Menschen selbst. Nur weil es möglich ist muss niemand den ganzen Tag auf Twitter verbringen. Sicherlich, es gibt Menschen, insbesondere Kinder, denen kann das nicht abverlangt werden und denen muss auch geholfen werden. Aber diese Gruppe als die Mehrheit zu bezeichnen halte ich für falsch.

    2. spaTzenTisch

      Ich gehe davon aus, dass meinem schlichten Orientierungssinn mit Smartphone in der Hand sogar geholfen ist, da ich mich sehr gut mit Karten orientieren kann (Karten falten macht mich eher nervös..), anstatt dass er verkümmert; ich hab also das Gefühl das Smatphone macht mich hier eher unabhängig..

      Dein Argument mit den Busplänen zeigt aber auch einen problematischen Aspekt, den jeder Fortschritt birgt; dadurch, dass „wir alle“ einfach Minuten – oder einen Abend vorher– googeln können wie wir wann welchen Bus nehmen können, werden die jeweiligen befördernden Unternehmen es sich sicher irgendwann sparen ausreichend Informationen über ändernde Fahrpläne auszuhängen. Politisch finde ich es schwierig auf diese Weise Menschen mit Smartphone-Verzicht auf der Strecke zu lassen..

    3. Wulf

      Was heisst hier eigentlich „wie sich Leute um die ~50 verschließen“? Ich bin Mitte 50 und für mich gehört das Smartphone von Anfang an dazu, nur hiess das vor 15 Jahren noch PalmPilot oder danach Blackberry.
      Und ich beobachte aktuell immer öfter, dass noch ältere Leute (offensichtliche Rentner in ihren Siebzigern) unbedarft und wie selbsverständlich Smartphones nutzen.
      Ähnliches gilt für mich für Analogfotografie und Vinylplatten: Ich habe meine alten Leicas an meine Tochter weitergegeben; meine DSLR ist mir tausendfach lieber. Und die alten Platten habe ich immer noch im Keller, aber ich würde mir das Gewese nicht mehr antun (Trotz Muße beim Musikhören):
      Ja, und es ist eine Form der Entschleunigung, was früher mal als Mittel zu Beschleunigung gedacht war, dem würde ich zustimmen, aber wer ist dafür empfänglich?
      Mir scheint die Renessaince der „Old-School“-Technologien eher dem Wehmut der Jüngeren, die das nie erlebt haben, zu entspringen.

    4. Volker

      Die mobilen Daten für bestimmte Apps auszuschalten ist schonmal ein guter Hinweis. Genauso kann man die Benachrichtigung einschränken (Handy vibriert nur bei Mails von wichtigen Personen, nicht bei der Versandbestätigung von Amazon) und das Handy auf schwarz/ weiß stellen. Unter iOS: Einstellungen – Allgemein – Bedienungshilfen – Display-Anpassung – Farbfilter.

    5. Morgan

      Versteh mich nicht falsch Wulf, ich habe beruflich jeden Tag mit vielen Leuten auch im Rentenalter zu tun die keine Probleme mit Smartphones haben. Die Betonung war in Richtung „ich verstehe nicht, wie sich Leute die gerade mal 50 sind dem Thema verschließen“. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder die Basics eines solchen Gerätes erlernen kann.

    6. Wulf

      @Morgan, war ein Missverständnis meinerseits, ich hatte gedacht, dass Dein Beitrag sich auf Holgis Kommentare zur Analogtechnik bezog. Gestern habe ich den Podcast zu Ende gehört, jetzt ist es klar, keine andere Auffassung.
      Sonst mache ich es ähnlich wie du: FB, Twitter App runtergeworfen, E-mails werden nicht automatisch geladen, lediglich Anrufe vibrieren, selten hab ich den Klingelton an, alle anderen einkommenden Nachrichten sind lautlos und unfühlbar. Einzig die Liebste kommt auf WA durch.

    7. Abkueko

      Ich höre diese Ablehnung immer nur als Form von Angst. Das sind die, die trotz mittleren Alters irgendwie den Anschluss verloren haben. Bei denen ab dem 35. Lebensjahr keine Entwicklung mehr drin ist. Alles was neu kommt wird als unnötig abgelehnt.
      Smartphones werden da gern entweder abgelehnt oder lächerlich gemacht. Um die eigene Überforderung nicht zugeben zu müssen wird es dann als wohlüberlegte Ablehnung dargestellt. Dieses Verhalten bei denen man auf die eigene Unfähigkeit stolz ist, ist gar nicht so selten. Die Frauen die fröhlich erzählen, dass sie von Finanzen keine Ahnung haben da der Mann das alles mache nehmen sich da nichts mit dem alten weißen Mann, der auf die Smartphones und Navis schimpft.

      Die gab es übrigens schon immer. Nur fiel das früher nicht so auf. Wer 10 Jahre Fortschritt verpasst hat, ist heute stärker abgehängt.

    8. Matthias

      Möglicherweise ist das noch so ein Nachklingen des bildungsbürgerlichen Standesdünkels, so wie es in den 70ern bis 90ern noch gang und gäbe war: „Warum sollte ich Ahnung von Technik haben, dafür kann man doch jemanden bezahlen.“ Technisches Interesse als charakterlicher Makel verstanden. Bedenklich finde ich dabei jedoch, dass, wenn man es geschafft hat, sich jahrelang alle Technik auf Distanz zu halten, einige inzwischen entstandene Kulturtechniken nicht erlernt hat. Selbst wenn man keinen Bock hat, sich mit Windows-Virenscannern zu beschäftigen oder einen Instagram-Account zu bespielen, ist es inzwischen wichtig geworden, einen Browser bedienen zu können, Nachrichten im Netz auf Relevanz und Seriösität einschätzen zu können, eigene Daten auf PC oder Smartphone strukturiert anzulegen und zu verwalten. Ohne diese Fähigkeiten ist man heutzutage eher Beute als User.

    9. Bernd Weh.

      Alte Menschen Schelte? Tststs … also, ich bin 50+ und habe ein Handy da ich nicht drum herum komme in meinem Job. Privat nutze ich es inzwischen für Twitter und Nachrichten und habe da schon das Gefühl, es ist zu viel. Was mich aber so richtig nervt sind all die jungen Menschen (50-) die schon gar nicht mehr anders können als auf das Handy zu starren. Sie laufen gegen Ampeln, vor Autos und rempeln ihre Mitmenschen an weil sie den Blick nicht weg bekommen vom Handy. Vor einer Gruppe von Jugendlichen könnte man wahrscheinlich nackt rumtanzen ohne dass sie es bemerken.
      Nicht zuletzt das führt dazu, dass viele in meinem Alter das Handy ablehnen. Und im Übrigen kann man auch ohne Handy leben, reisen, arbeiten und sich informieren.

  3. Devid

    Jeder Mensch ist verschieden, aber warum Leute immer ihre Eigenheiten erzählen müssen, wenn es nicht gefragt ist, hab ich bisher nicht so richtig verstanden.
    ICH bin Veganer.
    ICH habe kein Smartphone.
    ICH gucke kein Fernsehen, das ist doch doof.
    Kino?! ICH gehe ins Theater!
    Kann ja jeder selber entscheiden, was er machen möchte und was nicht – aber allen zu erzählen, daß es doch doof ist, was sie machen, man selber aber voll der Hecht ist – wann war das je schonmal sinnvoll?
    Diese Abgrenzung kann jeder führen, aber es anderen auf die Nase binden, finde ich immer befremdlich.

    Smartfone kann man mit Facebook und Twitter kombinieren, muß man aber nicht. Auch ohne diese Funktionen gibt es vieles, was man so einfach immer dabei hat, was vor 15-20 Jahren noch undenkbar war. Und das fängt an bei der Navigation in fremden Städten oder in entfernteren Ecken, denn so ein alter Stadtplan hatte doch nur das Zentrum drauf. Oder ein Wörterbuch, ich warte jedoch noch auf den echten Babelfish für Auslandsaufenthalte, was nochmal vieles einfacher machen wird, wenn er einfach alles was er hört, simultanübersetzt.
    Oder den Brockhaus, den man immer dabei haben müßte….

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    1. holgi Beitragsautor

      Ich kann dir höchsten sagen, warum ich immer von mir erzählen muss, wenn irgendwer von sich erzählt: Weil die Welt nur dann real für mich wird, wenn ich sie a) sprechen und sie b) unmittelbar an meine bisherigen Erfahrungen andocken kann.

  4. Claudia

    Zu Nestlé: die Firma wurde von Henri Nestlé gegründet, daher der Accent..und das Nest hat irgendwas mit seinem Familienwappen zu tun.

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    1. Karl

      Zu Nestlé: Die Firma wurde von Heinrich Nestler, einem Apotheker aus Stuttgart gegründet und DARUM das Firmenlogo

  5. NGC-Ollie

    Die Geschichte ist so trivial, wie sie scheint. Zitat Wikipedia:
    Die Farine Lactée Henri Nestlé lk.A. war von ihm 1866 gegründet worden.[14] Als Unternehmenslogo verwendete er sein Familienwappen. Sein Familienname bedeutet im Schwäbischen «kleines Nest». Das Familienwappen mit der Brutpflege war passend für sein erstes Produkt und ist bis heute Unternehmenswappen“
    Der Typ hieß Nestle, wie das kleine Nest im Süden ausgesprochen wird, die französische Bevölkerung braucht einen Akzent zur Aussprache von e am Wortende. Wissen wollte ich es nun auch.

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  6. Jonathan Schmidt

    Ich haben einen Tipp zum Thema Zähne reinigen und Lifehack: Munddusche!
    Aus Spaß und Verzweiflung, weil ich nie mit Zahnseide und Interdentalbürsten klargekommen bin, habe ich vor zwei Jahren eine Munddusche gekauft. Es ist eine Offenbarung! Wie Alexandra sagt, selbst nach dem Zähneputzen ist es erschreckend, was alles noch zwischen den Zähnen hervorkommt.
    Seitdem ich die Munddusche habe 1. benutze ich sie im Ggs. zur Zahnseide auch regelmäßig, weil es wirklich einfach ist und schnell geht und der Strahl überall hinkommt, 2. habe ich nie wieder Zahnschmerzen gehabt, 3. hat der Zahnarzt mich nicht mehr ermahnt, regelmäßig Zahnseide zu verwenden.
    Es gibt genau zwei Geräte, die mir den Alltag sofort erleichtert haben und die ich uneingeschränkt empfehlen kann: Munddusche und Hemdenbügler (mehr Blähpuppe).
    Wenn ihr eine Munddusche kauft und eurer Gesundheit was wirklich Gutes tun wollt, investiert durchaus mal 70-80 €, das Geld wäre niemals besser investiert.

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  7. gemusse

    Ich bin immer erstaunt, wenn ich bemerke, wie unterschiedlich scheinbar die Wahrnehmung der Jahreszeiten ist. Ich freue mich schon jetzt auf den Winter. Klar, es ist draußen kalt und trist, dafür drinnen doch um so gemütlicher. Umgekehrt macht mir der Sommer — insbesondere Sommer wie dieser — sehr zu schaffen. Wenn es so heiß ist, sitze ich im wesentlichen mit runtergelassenen Rollos in meinem Zimmer und sehe Abkühlung herbei. Keine Ahnung, wie man Temperaturen über 25 Grad genießen kann. 🙂

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    1. Der Freibeuter

      Du bist nicht alleine 🙂 . So sehr ich den Sommer (Urlaub im Norden!) genossen habe, so sehr freue ich mich jetzt auf den Herbst und Winter.
      Ich bin dieses Jahr nach einer längeren Radtour bei großer Hitze vom Berliner Ostbahnhof westwärts zurück nach Hause gefahren. Ich bin fast erschrocken, als ich kurz nach der Abfahrt die Touristenhorden im Zentrum gesehen habe. Da freue ich mich direkt auf den nächsten Berlin-Besuch bei Eis und Schnee…

    2. Donngal

      Ich bin tatsächlich fan aller Jahreszeiten. Freue mich auf den Herbst, weil ich den Wind mag. Im Winter die Kälte, im Frühjahr die milde Sonne, im Sommer die Hitze. Alles schön auf seine eigene Art.

      Und jede Jahreszeit hat doch auch seine eigenen Biere. Im Herbst trink ich gern Rauchbier. Im Winter schwere alkoholhaltige Bockbiere, im Frühjahr spritzige Ales, im Sommer Sauerbiere und Pils.

      Für Spirituosen könnte ich das ähnlich aufführen.

      Weine kann ich noch nicht so bieten, da ich zu wenig Wein trinke.

  8. Tobias Migge

    „Henri Nestlé was one of the first Swiss manufacturers to build up a brand with the help of a logo.
    The original Nestlé trademark was based on his family’s coat of arms, which featured a single bird sitting on a nest. This was a reference to the family name, which means ‘nest’ in German.
    Henri Nestlé adapted the coat of arms by adding three young birds being fed by a mother, to create a visual link between his name and his company’s infant cereal products. He began using the image as a trademark in 1868.
    Today, the familiar bird’s nest logo continues to be used on Nestlé products worldwide, in a modified form.
    Take a look at how it has evolved over the years. “
    Quelle: https://www.nestle.com/aboutus/history/logo-evolution

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    1. Mithrandir

      Dass man dass mit dem Logo und dem Namen nicht kapiert, konnte ich auch nicht verstehen.
      Vielleicht liegt es auch an eurer Abneigung gegen Schwaben.
      Denn auch dort wird, wie im Großteil des Südwestdutschen raums und teilen der Schweiz gerne verniedlicht.
      Aus Nest wird Nestle (schwäbisch Neschtle). Und er Apostroph kommt wohl einfach vom Namen her.
      Und dass Nestle die weiße Schokolade erfunden hat, wundert mich nicht.
      Holgi müsste sich doch auch noch an die Werbespots iim TV erinnern: „Die Weiße von Nestle bitte.“

  9. Norbert

    Ich weiß ja nicht, was Ihr da so lange diskutiert habt 🙂 Alle Fragen, die man zu Reisen in die Vergenheit haben könnte, wurden schon vor 130 Jahren von Mark Twain in „A Yankee in King Arthur’s Court / Ein Yankee an König Artus’ Hof“ beantwortet.

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  10. Chris

    Auf der einen Seite um Rücksicht werben (und sich das für die Welt wünschen), auf der anderen Seite Schwaben bashen wegen ihres Dialekts oder anderen Vorurteilen. Finde ich irgendwie unglaubwürdig. Bin kein Schwabe und fühle mich daher nicht verletzt oder so, aber Binennrassismus ist halt einfach auch nur Rassismus.

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  11. alfora

    Die Smartphone-Diskussion habe ich nicht verstanden. Die ist irgendwie in eine Social-Media-Diskussion abgeglitten.

    Die eine Entscheidung ist, Facebook, Instagram, Twitter, use. zu benutzen oder eben nicht. Dann legt man einen Account an oder legt in still.

    Die zweite Entscheidung ist, diese Dinge auf dem Smartphone zu benutzen. Dann installiert man sich eben diese Apps oder löscht sie. Dafür braucht man kein eigenes, abgespecktes Smartphone. Einfach die Apps löschen und gut.

    Nur ihren mobilen Datenverbrauch zu limitieren ist zwar möglich, aber Selbstbetrug.

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  12. Mithrandir

    Thema Smartphone:
    Deaktiviert einfach mal alle Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm. Das nimmt schon mal unheimlich viel Druck weg. Natürlich auch die akustischen und vibratorischen Signale.
    Muss zugeben, dass ich sowieso kein Facebook, Instagramm, etc. nutze.
    Aber WhatsApp kann bei mir auch warten, bis ich mal zufällig drauf schaue.
    Schlimm finde ich, dass man wegen etwas bestimmten das Smartphone hervorholt (z. B. Eintrag in die EInkaufsliste machen, ´dann neue WhatsApps sieht, diese liest, das Handy wieder weg legt und danach merkt, dass man den ursprünglichen Task vergessen hat.

    Antworten
    1. Mithrandir

      Ich muss noch was zum Smartphone loswerden:
      Man muss ich mal vorstellen, was ein Smartphone heutzutage alles ersetzt.
      Stellt euch einen Raum vor und legt alles rein:
      Telefon
      Uhr
      Kalenderbuch/Taschenkalender
      Wecker
      Taschenrechner
      Notizbuch
      Adressbuch
      Briefkasten mit allen Briefen eines Jahres, die man verschickt und bekommt.
      privates Bücherregal
      Kochbücher
      Taschenlampe
      Fotoapparat
      Navi
      Wasserwaage
      Kontoauszugsordner
      CD-/Plattensammlung -spieler
      Radio
      Bahnfahrkarten
      Eintrittskarten
      Landkarten/Stadtkarten
      Alle Lexika dieser Welt
      Dictionaries
      usw.

      All das was in dem Raum ist, muss ja zum großen Teil nicht mehr produziert werden. Mal von der negativen Seite, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen, aber müsste durch die Einführung der Smartphones bzw. des Internets nicht ein Knick im Ressourcenverbrauch der Welt aufgetreten sein?
      Spiegelt sich das in irgendeiner Statistik/einem Bericht wieder?

      Btw. Ich finde es lustig ist, dass Holgi sich freut, dass es wieder Vinylplatten und Analogfotografen gibt, sich kurz darauf aber daüber aufregt, dass andere lieber mit dem Falkplan durch die Stadt rennen 🙂

  13. Stefan

    @ Mithrandir
    An Deiner Ausführung stört mich persönlich ein Teil, den bisher niemand genannt hat, der für mich jedoch dazu führte, kein mobiles Telefon besitzen zu wollen: Überwachung und praktisch nicht vorhandene Kontrolle über die eigenen Daten.

    All die von Dir angeführten Beispiele dienen der Bequemlichkeit und erhöhen durchaus den Komfort. Aber… Du bist nicht der einzige Besitzer dieser Daten. Der Telefonhersteller hat dieses Daten auch, sei es Apple oder auch Google. Und damit haben diese Daten auch unzählige weitere Firmen, deren Namen Du nicht einmal kennst. Und letztendlich sammeln auch unzählige „Geheimdienste“ auf diesem Planeten diese Daten, stellen Zusammenhänge, darunter auch Falsche, her, werten diese aus, bewerten die und ziehen daraus Schlüsse, die nicht unbedingt richtig sein müssen, gar gefährlich oder irrelevant sind. Aber man weiß ja nie, wozu man diese Daten eines Tages noch gebrauchen könnte…

    Ich nutze kein Facebook, habe kein WhatsApp oder Twitter und auch kein Instagram.
    Wenn ich vor allem in mir unbekannten Gebieten unterwegs bin, habe ich ein Tablet dabei. Das nutze ich dann zur Navigation, aber durchaus auch mal, um Restaurants zu finden oder mich vor Ort über Dinge zu informieren. Ich weiß, dass Google all diese Daten ebenfalls speichert und limitiere das auf ein Minimum.

    Auch wenn ich das Risiko derzeit als Gering einschätze. Aber bei all den Leuten, die ihre Daten Fremden anvertrauen, Streaming machen und Inhalte ausschließlich online kaufen bei Anbietern mit Onlinezwang, das heisst, deren Daten extern beim Dienstanbieter lagern… es reichen ein paar Mausklicks und Du hast nie wieder Zugang zu den von Dir erworbenen Daten. Das kann sein, dass das Unternehmen eines Tages entscheidet, Dich als Kunden nicht mehr haben zu wollen, Insolvenz des Anbieters oder was auch immer. Oder absurde Gesetzgebung dazu führt, dass ein Anbieter sagt: „Europa? Ne, bleib mir weg damit!“.
    Ich hingegen lege die CD in den Player und drücke auf „Play“. Oder hab die Daten ohnehin lokal liegen. Wie erwähnt, das Risiko sehe ich derzeit als gering an, aber es ist vorhanden. Und es gab schon Anbieter, die pleite gegangen sind. Und schon ist die tolle, vom sauer verdienten Geld gekaufte, Onlinebibliothek weg (PS: Ich habe und nutze Steam, sitze zum Teil also im gleichen Boot).

    Kalender oder Adressbuch würde ich niemals Google & Co. anvertrauen, denn das sind Daten Dritter über die ich nicht so einfach zu bestimmen habe, wem ich die in die Hand gebe. Und ich gehe (leider) automatisch davon aus, dass das, was ich auf diesen Geräten speichere, auch ohne Weiteres jederzeit ausgelesen werden kann. Sei es durch Unternehmen zum kommerziellen Zweck oder auch von sogenannten „Sicherheitsbehörden“. Polizeigesetze und Co. haben es tatsächlich so weit gebracht, dass ich weder unserer Regierung, noch der Polizei jemals wieder vertrauen würde.

    So mache bzw. handhabe jedenfalls ICH das. Wie das andere machen, bewerte ich nicht, das ist deren Problem. Ich springe auch niemanden an die Gurgel, wenn er oder sie ein Foto macht, auf dem ich mit drauf bin. Dann ist es halt so.

    Andererseits bin ich ohnehin in einer gesellschaftlichen Position der Irrelevanz. Familie gibts nicht mehr, Freunde und Bekannte auch kaum, das letzte persönliche Telefongespräch führte ich vor… keine Ahnung. Kann also nicht zwingend beurteilen, wie „wichtig“ eine Dauerverfügbarkeit ist.

    Antworten
    1. Norbert

      Wie wir seit den Ereignissen um Andrej Holm wissen, gilt das von Dir propagierte Verhalten hiesigen Ermittlungsbehörden als besonders verdächtig. Sowas gilt ganz schnell als „konspiratives Verhalten“.

    2. Mithrandir

      @Stefan
      Hmm, ist natürlich eine heftige Eindtellung.
      Ich bin auch ein wenig Paranoid. Meine Bilder und Daten liegen auf meiner privaten Cloud zu Hause.
      Aber ichsehe es so, dass man mit ein wenig Bewusstsein schon an die Sache rangehen kann.
      Nennt man Datensparsamkeit. Und wie mit der monetären SParsamkeit muss halt jeder wissen, wie weit er gehen will.
      Kalender und Adressen sind nicht so sensibel, dass nicht bei Google ablege. die Bequemlichkeit auf die Daten fast überall zugreifen zu können ist mir das wert.
      Meine Fotos und privaten Daten sind mir zu sensibel um sie irgendwo dem Zugriff anderer zu überlassen.
      Dabei habe ich übrigens nicht so sehr Angst, dass die daten missbraucht werden, sondern eher, dass, wie du auch schreibst, der sPeicher plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht.
      Sobald du dich im Internet bewegst und einigermaßen interagierst, lässt sich dein Netzwerk realtiv schnell nachvollziehen und dadurch auch deine Meinung, Orientierung, was auch immer.
      Um dich davor zu schützen, müsstest du komplett offline gehen.
      Ich kenne dich und deine Umgebung nicht und ich erkenne aus deinem Post nicht, ob du traurig bist, dass du kaum Freunde und Bekannte hast.
      Wenn ja, vielleicht mal darüber nachdenken, ob dier ein bisschen mehr Lockerheit das Problem beseitigen würde.

  14. Tarifkenner

    Über die bayerischen Schwaben sagte mal ein bayerischer Minister (ich glaube es war der langjährige Kultusminister Hans Maier), diese seien keine schlichten Württemberger, vielmehr habe sie ein gnädiger Wind der Geschichte unter den Mantel der Bavaria geweht.

    Antworten
  15. Herbert Georg Beutler

    Zum Sinn des Lebens hatte ich noch als Student ein Schlüsselerlebnis mit einen sogenannten Strassenpenner, wie man im Allgemeinen zu sagen pfelgt. Im nachhinein muss ich mir eingestehen dass dieser vollbärtige übelriechende Mann einen glasklaren Verstand hatte.
    Wartend auf den Bus fragte er mich was ich studiere? Danach fragte er mich was ich mir dadurch erhoffe? Ein höheres Einkommen und den damit einhergehenden höheren Sozialen Status?
    Sein Arztkoffer machte mich stutzig was das Gespräch denn soll. Er holte einen grossen Trichter aus seiner Arzttasche und eine Arztschere. Den Trichter drehte er auf den Kopf und steckte die Schere oben rein und sagte mir: genau das ist Meritokratie junger Mann.

    Schönes Wochenende zusammen
    Hans Georg Beutler

    Antworten
  16. Julia

    Lieber Holger,
    dass du unter dem Winter leidest, kann ich gut nachvollziehen. Ich neige stark zu Winterdrepressionen (wurde mir sogar diagnostiziert, ist aber nicht so wichtig) – also meine Epiphyse braucht einfach mehr Tageslicht als die manch anderer Menschen. Wenn sie im Winter zu wenig bekommt, steigt der Melatonin- und sinkt der Serotoninspiegel, und ich werde unleidlich, gekränkt, bis hin zu verzweifelt. Ich habe aber nach Jahren des Rumprobierens eine sehr gute Kombination gefunden, die Neigung zur Depression im Griff zu halten:
    1. Von Oktober bis Ende Februar jeden Tag (!) eine halbe Stunde vor einer Tageslichtlampe mit 10.000 Lux verbringen (daneben arbeiten, lesen etc.)
    2. Während dieser Zeit mindestens 3x die Woche bei Tageslicht Sport im Freien machen (auch Spazierengehen hilft) – auch wenn es bewölkt oder regnerisch ist
    3. Im November mindestens 2 Wochen in den Süden fahren, wo die Tage länger sind, und dort viel draußen sein.
    Durch diese Herangehensweise habe ich nicht nur gelernt, wie ich mich gut um mich selbst kümmern kann, die Winterdepressionen haben mir auch eine Disziplin gelernt, die ich in vielen anderen Lebensbereichen zu schätzen weiß. Ich kann sagen, dass sich die letzten 3 Winter zwar nicht genauso angefühlt haben wie die Sommer, aber dass ich nicht depressiv war. Das ist schon toll.

    Übrigens: Statt der großen, immobilen Tageslichtlampe bringt die österreichische Firma pocket sky bald eine Lichttherapie-Brille auf den Markt, die ich unbedingt ausprobieren möchte.

    Antworten
  17. Jörg

    Zum Beginn der Sendung: Das was du mit „schwäbischen Schwaben“ meinst, sind die württemberger Schwaben.
    Oberschwaben ist die Gegend rund um Ravensburg, gehört zu Württemberg. Ich grüße von dort 😉

    Antworten
  18. Goldene Mitte

    Also Holgers Format gefällt mir ganz gut, glaube auch dass der Holger ein sehr offener direkter Mensch ist. Davon gibt es immer weniger, leider. Socialmedia bewirkt vorallem nur eines: zunehmende soziale Polarisierung. Gleichgesinnte bleiben unter sich, der förderliche Austausch kommt gänzlich zum erliegen. Früher hat man sich in der Stadt getroffen, Stammtisch oder die neuesten Sportartikel der Lieblingsmarke antesten. Heute auf Socialmedia abgestimmt und bestellt auf Amazon. Innenstädte leer bis auf Fastfood, Shisha, Fitness oder Starbucks. Sogar die Bäckereien sterben langsam aber sicher aus, Diversität unerwünscht. Socialmedia fördert auch keine Diversität, entweder oder.
    Und da wird mir Alexandra sehr sympathisch, anstatt wertvolle Zeit am Smartphone zu vergeuden investiere ich lieber die Zeit für Mich. Simples Beispiel aus dem Alltag: Fertiglasagne mit fünf Minuten Arbeitsaufwand oder handverlesene Zutaten mit einen Arbeitsaufwand von über zwei Stunden. Bevor ich etwas per WhatzApp erläutern muss rufe ich gleich an, meine Präferenz sind immer noch klassische oldschool Anrufe, mittlerweile mit HDVoice ansonsten nur SMS. Hier erleichtert die Interoperabilität so einiges 😉

    Antworten
  19. Chris

    Lieber Holgi.
    Auch ich habe lange Zeit sehr depressive Winter verbracht. Es muss nicht zwangsläufig etwas psychisches sein, dass diese Laune auslöst. Ich kann empfehlen, anzufangen im Herbst schon Vitamin D zu nehmen. Täglich 2000-3000 Einheiten werden es tun. Nach zwei Monaten fühlte ich mich so unfassbar viel besser. Und ich bin alles andere als Pseudonediziner oder so. Probier‘s mal, kann nix kaputt gehn 🙂

    Antworten
  20. simohn

    Nach dem Zahnseidelen nicht Zähneputzen? Uärks, da hängt doch dann das ganze zeugs im Mund rum und stinkt. Ich putz vor und nach der Seide die Zähne

    Antworten
  21. Leif

    Zur Frage von Christoph:
    Internetbekanntschaften sind ein spannendes Thema und ob jemand enttäuscht ist, darin seine Erfüllung findet oder sogar mehr als das erwartete draus wird, liegt immer und stets nur an einer Frage: Wie hoch sind meine eigenen Erwartungen?

    Man sollte sich im Klaren sein, dass man automatisch bei Leuten die man nicht kennt, erstmal alles unbekannte als positiv erwartet, wenn nur der Erstkontakt nett war. Und nur weil man vielleicht ein paar mal nett gechattet hat, ist nicht der ganze Mensch nett.

    Ich habe jemanden im Netz kennengelernt und wir haben uns zunächst nur geschrieben, alles war nett. Dann haben wir uns irgendwann Sprachnachrichten geschickt und später auch telefoniert. -alles war nett. Wir trafen uns kurz darauf an einem öffentlichen Ort und verabredeten uns zum Burger essen. Alles war nett. Wir fuhren zu ihr nach Hause und ich übernachtete bei ihr. Alles war nett. Ich lernte ihre Kinder kennen, und inzwischen führen wir eine sehr angenehme Fernbeziehung. Mir war aber klar, dass jeder kleine Schritt bis zum heutigen Tag auch eine ernüchternde Erfahrung hätte werden können. Ich habe einfach keine Erwartungen an das UNS gehabt und sie genausowenig.

    Wie man damit umgeht, wenn einer mehr will, als der andere ist m.E. davon abhängig, ob einer darunter seelisch leidet. Ist das der Fall, muss der Nullkontakt her. So ist meine bescheidene Erfahrung.

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