WR811 Kameraschnickschnack

 

Fotograf Paul Buscató – Auf der Suche nach einem guten Foto- (Social-) Netzwerk – Mit der Noorderlicht unterwegs (Videos)

Fragen: Schärfentiefe (Zerstreuungskreis) – Lomografie – Feuerwerk – Fotos verarbeiten (1hour1000pics) – Kamera statt iPhone – Schnickschnack in Kameras – Belichtungsmessung – Fokus und LiveView – Spiegel-Teleobjektive – Unscheinbares Gebäck – Monitore – ND-Filter

Bilderschau: Berlin OSThinking SheepRolling Generation

 

12 Gedanken zu „WR811 Kameraschnickschnack

  1. Stefan

    Raider heisst jetzt Twix und FlickR gehört nun zu Smugmug.
    Persönlich finde ich das durchaus eine interessante Neuerung, da Smugmug gefühlt eher dafür bekannt ist, mit Bildern von Usern „verantwortungsvoll“ umzugehen.

    Ich mag flickr eigentlich sehr gerne, auch wenn es so seine Macken hat. Aber das Kontaktesystem finde ich nach wie vor das Beste, ebenso die Möglichkeit, Bilder unkompliziert öffentlich oder eben „nicht für jeden sichtbar“ hochzuladen, sondern halt nur für Freundkontakte, ganz ohne irgendwelche Guestpass-Geschichten und dergleichen. Das habe ich in der Form bisher bei keinem anderen Anbieter gefunden.

    Ich mag Facebook nicht, Instagram & Co. aber auch nicht, weil da automatisch alles öffentlich ist. Außerdem bin ich kein Freund von „Like“-Geklicke. Wenn ich ein Foto gelungen finde, möchte ich dazu einen Kommentar abgeben können.

    Aber was anderes:
    Wie seht ihr eigentlich die DSGVO?
    Das Problem im Zusammenhang mit Fotografie scheint exorbitant groß zu sein. Wenn ich das richtig verstehe, wird die Fotografie zu einem Minenfeld, sobald auch nur eine Person im Hintergrund oder am Rande zu sehen ist und keine explizite schriftliche Einwilligung vorliegt. Sport- und Evenfotografen können eigentlich praktisch gleich ganz einpacken, denn sie können niemals gewährleisten, dass bei allem, was im Bild zu sehen ist, eine Einwilligung vorliegt – und sobald auch nur einer in einer Gruppe „nein“ sagt, alle Bilder hinfällig sind – zumal ja auch im Nachhinein die Einwilligung ohne Gründe entzogen werden kann und sogar die Löschung verlangt werden darf, was gleichbedeutend ist mit: „Fotograf, vernichte Dein Lebenswerk.“

    Ich habe das als Sportfotograf z. B. bei Siegerehrungen und Gruppenbildern. Alle sagen ja, einer sagt nein. Die Bilder sind praktisch unbrauchbar. Ich hatte z. B. mal einen Deutschen Jugendmeister, dessen Eltern haben jegliche Veröffentlichung untersagt. Also bekam derjenige einen fetten schwarzen Balken, der den gesamten Körper mitsamt Gesicht verdeckt. Die Fotos waren natürlich Schrott, ich konnte kein einziges davon irgendwo unterbringen, weder in Zeitungen, noch Fachmagazinen, auf Vereinswebseiten und erst recht nicht als verkauftes Bild in Privatlizenz an die anderen Teilnehmer, die im Bild zu sehen sind… Ja, es waren Jugendliche, aber eben tatsächlich Meister ihrer Sportart.

    Wo soll dieser (meiner Meinung nach) Irrsinn noch hinführen?
    Denn geschützt wird letzten Endes dabei niemand. Denn ein Schutzbedürfnis setzt eigentlich immer noch einer reale Gefahr oder Gefährdung voraus. Die kann beim besten Willen bei Sport- oder Eventfotografie eher nicht hergeleitet werden. Und die Persönlichkeitsrecht-Keule ist in dem Bezug ein wenig albern.

    Vielleicht wäre das eine Sondersendung wert, da es ja prinzipiell jeden betrifft, vom Touristen bis zum Profi, der künftig mit Forderungen bis Millionenhöhe überzogen werden kann. Wobei Abmahnungen von flinken Juristen in vierstelliger Höhe inkl. Anwaltsgebühren ja auch schon ausreichen…

    PS:
    Gleichzeitig nehmen sich der Staat bzw. die öffentlichen Verkehrsmittel, Ladengeschäfte etc. jedoch heraus, alles und jeden jederzeit filmen zu dürfen…

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    1. Hendrik

      Über die DSGVO haben Boris und Chris vor kurzem in HappyShooting (der Fotopodcääst 😉 ) gesprochen. Da sie aber keine Rechtsberatung geben können/wollen, war das Thema leider sehr schnell beendet 🙁

    2. Stefan

      Zu dem Thema hat jemand bei heise einen Link gepostet, der ein wenig Aufschluß darüber geben wird, was uns demnächst in Deutschland erwartet:

      https://www.ipcl-rieck.com/allgemein/wissen-zur-dsgvo-7-tipps-fuer-fotografen.html

      und

      http://www.cr-online.de/blog/2018/03/09/das-ende-der-freien-veroeffentlichung-von-personenbildnissen-fuer-die-meisten-von-uns/

      Zitat:
      „…, das nur bei Einschlägigkeit eines Erlaubnistatbestands innerhalb der DSGVO ausnahmsweise erlaubt sein soll. Aus diesem Grund wird bereits jede Speicherung von Personenbildern in digitaler Form unter Verbot gestellt.“
      Das gilt auch, wenn Personen nur „Bewerk“ im Bild sind. Panoramafreiheit und Street Photography hat sich damit genauso erledigt, wie Sport- und Eventdokumentation.

  2. Hendrik

    Beim Thema physische Fotos / Haptik stimme ich euch voll und ganz zu.
    Ein Projekt, das ich dieses Jahr auf jeden Fall noch angehen will: Fotobücher von jedem Lebensjahr unserer Tochter erstellen. In vielen Jahren freut sie sich dann hoffentlich darüber… und falls mir etwas zustoßen sollte, werden die Bücher wohl eher gefunden und aufbewahrt, während die Festplatten, BD-Rs, DVDs, etc. mit tausenden Bilddateien wohl in irgendeiner Kiste landen und nie richtig „gesichtet“ werden.

    Und vielen Dank für den Mützen-Tipp beim Feuerwerk, das werde ich bei nächster Gelegenheit auf jeden Fall testen 🙂

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  3. Chris

    Für Feuerwerk eignet sich der Live Comp Modus sehr gut, wenn man eine Olympus hat.

    Und Flicker gehört jetzt zu SmugMug, was sehr schön aussieht.

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  4. Sönke

    Zu Feuerwerkfrage:

    Ich würde um die Stadt mit rein zu bringen mal einen ND Grad Filter probieren, aber in diesem Fall verkehrtherum also mit der dunklen Seite unter dem Horizont. Also vor der Stadt.

    Beste Grüße
    Sönke

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