WR809 Europäische Destinationen

 

Darin: Arbeit – Reisen – Elektroroller – Die Europäische Republik – Die neue A-Klasse – der Autopapst – Hamburg – Bring a Bottle – Schüleraustausch – Identität – Serie: „Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss“ (auf Youtube)

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52 Gedanken zu „WR809 Europäische Destinationen

  1. Thomas

    Hallo Holgi,
    mein Tip für Essen gehen ist die Villa-Richter http://www.villarichter.cz in Prag. Sie liegt direkt unter dem Hradzschin mitten im Weingarten und ist zwar eher Luxus aber lohnt sich echt.

    Tschechien hat kronen und der Kurs ist so ca. 1:25.

    Gruss Thomas

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  2. GentleGiant

    Moin Holgi,

    meine Freundin und ich waren im Februar 2017 in Prag. Es war schweinekalt, die Sonne schien kaum, dennoch war es mal was ganz großartig. Insgesamt ist es wirklich günstig sofern du nicht nur an den touristischen Hotspots unterwegs bist.

    Hier zwei absolute Empfehlungen für Essen gehen:

    http://www.magburgerhouse.cz/?utm_source=tripadvisor&utm_medium=referral

    So gute Burger habe ich bisher selbst in Berlin nicht gefunden. Dazu richtig gute Pommes und sensationelle Zwiebelringe. Ich kann mich an das Dessert leider nicht mehr erinnern, da ich zu diesem Zeitpunkt schon 3 große Biere intus hatte und sich alles nur noch wohlig und warm angefühlt hat. Im Rausch des guten tschechischen Bieres habe ich dann einfach noch obszön viel Trinkgeld gegeben und wir lagen zusammen bei trotzdem nur um die 50 Euro. Volle Empfehlung meinerseits!

    http://www.krcma.cz/?utm_source=tripadvisor&utm_medium=referral

    Dieses Lokal war der Abschluss unseres Wochenendes in Prag. Urig, böhmisch, fleischlastig, bierlastig – geil. Im Anbetracht der guten, sehr stadtnahen Lage und der Qualität des Essens bin ich immernoch überrascht wie günstig es dort war. Wir haben für 2 Personen mit Vorspeise, Hauptspeisen, 5 Bieren und einer Cola inklusive großzügigem Trinkgeld nur rund 30 Euro bezahlt. Ich hatte die gebratenen Schweinerippchen… hach.

    Habt Spaß, es lohnt sich in Prag.

    Gruß Chris

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  3. Gregor

    Lieber Holgi,

    der Vyšehrad ist eine Burgruine etwas abseits vom Prager Touristentrubel. Ebenfalls dort ist der Vyšehrader Friedhof und eine Kirche, auf dem berühmte Kinder der Stadt begraben sind. Im Gegensatz zum Hradschin, der Prager Burg, ist es hier ruhig, der Blick über die Stadt aber ebenso spektakulär. Die Prager treffen sich hier auch gerne zum Picknick. Am Fuße des Berges liegt das Restaurant U Kroka, kein Geheimtipp, aber mit sehr gutem tschechischem Essen zu vernünftigen Preisen.

    Wenn das Wetter gut ist, solltet Ihr außerdem den zahlreichen Biergärten einen Besuch abstatten. Das geht zum Beispiel gut im großen Letná Park, neben dem Hradschin und direkt unter dem Technikmuseum, mit einem wunderschönen Blick über die Stadt. Etwas versteckt, aber im selben Park, liegt der kleinere Biergarten VýLetná. Bei unserem letzten Besuch gab es dort Grillwurst und gegrillten Hermelin (eingelegter, camembertartiger Käse, der auch ungegrillt eine gute Brotzeit hergibt) und eine feine Bierauswahl.

    Sollte der Riegrovy Sady/Rieger Park nicht zu weit von Eurer Unterkunft gelegen sein, kann man sich auch hier noch ein Feierabend-Getränk schnappen und im Park einen Platz mit Blick über die Stadt suchen. Überhaupt ist die Gegend um Prag 2 ein schöner Wohnstadtteil mit ein paar netten Kneipen und Restaurants.

    Mit etwas Glück werdet Ihr tolles Frühsommerwetter haben und um die Jahreszeit ist Prag auch noch nicht so voll. Aber selbst wenn, am bereits erwähnten Hradschin sollte man nicht komplett vorbeigehen. Vielleicht spart man sich eine Führung durch die Kirche und das goldene Gässchen, aber nimmt den Wachwechsel um 12 Uhr mit.

    Die abschließende Empfehlung ist das Café Louvre, ein sehr schönes Kaffeehaus/Bistro.

    Ich wünsche Euch eine schöne Zeit in Prag,
    Grüße Gregor

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  4. Christian von Praun

    Du solltest dir auch auf jeden Fall den vietnamesischen Markt in der Sapa ansehen… Echt der Hammer, ein Stück Vietnam in Europa.
    Frag die Einheimischen einfach nach SAPA das ist so etwas ähnliches wie bei uns die Metro aber dann doch wieder ganz anders.

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  5. Donngal

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie kleinteilig ich meine regionale Identität definiere. Vom Europäer zum Westfalen zum Münsterländer… dann käme die Heimatstadt, dann das Viertel in der Stadt und da würde ich mich dann noch mit dem Nachbarschaft indentifizieren. Kleinster Teil wäre dann die Kernfamilie bis zum Schluss ich als Individuum innerhalb meiner Kernfamilie überbleibe.

    Ich fühle mich allerdings nicht „Deutsch“ und auch nicht „nordrhein-westfälisch“ schon spannend irgendwie.

    Schüleraustausch fand ich auch total inspierierend damals habe das 2 mal mitgemacht und dadurch recht gut in die französische Kultur reinschnuppern können. Und auch einfach eine gute Zeit gehabt. Sollte zur Pflicht werden.

    Ich konnte mich auch gut in Tobi reindenken, ich habe mich selbst als Jugendlicher am ehesten als Punk/Rocker gesehen, war auch eher rebellisch drauf. War aber familiär so sehr im Schützenverein aufgewachsen dass ich auch diese Kultur gelebt habe und auch noch lebe. Den kognitiven Spagat dass unter einen Hut zu bekommen muss man erstmal hinkriegen. Aber irgendwie ging das im jugendlichen Kopf.

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  6. Rik

    Sehr lustig deftigs futtern und sich dann betrinken mit leckerem Bier und Becherowka. Touristisch stark erschlossen, aber später am Abend dann Völkerverbrüderung.

    http://de.ufleku.cz

    Nahr dem telerobesken Fernsehturm ist eine bizzare expressionistische Kirche.

    Fahrradverleih nutzen statt Schuhe ablatschen. Gleich zuerst damit einmal über den Bergkamm damit die Stadt umrunden in ca. 4 Stunden.

    Hotel Europa in der Innenstad besichtigen und Kuchen essen.

    Achtung den seltsamerweise überall angbrachten Uhren schenken.

    Eigenartig viele Schwarzlichtshows gab es.

    Ich wünsche viel Spaß!

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  7. CKeins

    Kein Tipp für, sondern nach und von Prag: Hin im Zug links sitzen, rückzu dann rechts! Denn nach Dresden ist auf der anderen Seite Felswand, auf der richtigen hingegen erst Elb- dann Moldau-Tal…total hübsch!

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  8. baffi

    Meine Prag-Erfahrung ist fast so alt wie Tobis, aber wenn es die Staropramen-Brauerei noch gibt, dann wäre das mein „Trinktipp“. Tschechische Bierkultur at it´s Best. 😉

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  9. tom

    Auf jeden Fall das Apple Museum! Eine schöne Sammlung und Reise durch die Apple Historie. Liegt am Weg von der Karlsbrücke zum Rathausplatz. Die stundenlangen Führungen durch die Prager Burg kann man sich meines Erachtens schenken wenngleich ein Besuch auf jeden Fall sehenswert ist, allein von der Aussicht über die Stadt. Ich liebe die deftige tschechische Küche, herrliches Fleisch, Knödel und Sauerkraut und kümmelhaltig 😉 nach Prag habe ich aus mir unerklärlichen Gründen zugenommen 😉

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  10. David

    Bezüglich regionaler Abgrenzung finde ich es immer befremdlich, wenn sich dann über andere gelästert wird. Die Kölner können die Düsseldorfer besonders leiden, die Bayern und die Franken, über Ost-Westfalen macht sich jeder lustig, über die Ostfriesen auch?
    Als positive Abgrenzung…. wir haben den Kölner Dom, oder hier lebte mal Goethe oder so – das kann ich verstehen. Aber nicht genau das Negative bei anderen suchen….

    Bei vielen sind es eher humorige Frotzeleien, aber da kann auch mal was ganz anderes draus werden…

    Antworten
    1. Donngal

      Das liegt nunmal daran das Rheinländer einem mit ihrer Fröhlichkeit so auf den Geist gehen. Das erträgt man als sturer Westfale nunmal nur sehr schwer. Aber:
      Wie Rüdiger Hoffmann mit Jürgen Becker schon Ende des letzten Jahrhunderts auf einem Tonträger festgestellt haben, lässt sich über das Zusammenleben in einem Bundesland sagen: „Es ist furchtbar, aber es geht…“

      Sowas gehört für mich wirklich dazu. So ein bischen Abgrenzung muss einfach sein. Die Ostfriesen zum Beispiel bewundere ich aber selbst als Westfale. Die sind noch sturer und wortkarger als wir. Vielleicht bin ich Ostfriese, gefangen im Körper eines Westfalen. Also ich finde das überhaupt nicht schlimm und glaube je kleinteiliger wir uns abgrenzen desto besser. Solange man die andern nicht gleich lyncht sondern nur stichelt.

  11. Romconstruct

    Ich war gerade vor 3 Wochen in Prag. Wirklich eine schöne Stadt, nur an einigen Stellen doch sehr voll. Selbst außerhalb der Saison schon ziemlich viele Touristen da.

    Gutes Gulasch gibts an jeder Ecke, ganz gut essen konnte man auch sowohl im Klosters Strahov als auch nebenan im Peklo (https://www.restaurantpeklo.com/de/). kann aber auch recht voll werden, weil es recht nah an der Prager Burg ist.

    Apropos Prager Burg:
    Die goldene Gasse fanden wir am interessantesten und sollte man durchaus mal machen, St. Vitus ist auch imposant aber man wird mehr durchgeschoben weil es derart voll ist. Insgesamt am besten wirklich so früh wie möglich da sein. Gegen Mittag/Nachmittag wird es nur noch nervig mit Menschen die alle 2m ein Selfie machen.

    Gutes Bier gab es sonst noch hier: http://www.illegalbeer.cz/

    Da weiß ich aber nicht, ob der Laden deinen Ansprüchen genügt. Man sitzt gefühlt eher in einer Studenten-WG. Dafür kommt man da vielleicht auch mal eher ins Gespräch mit Einheimischen.

    Tipp:
    Bier-Spa 🙂 Haben wir direkt abends nach der Ankunft gemacht und war sehr entspannend.

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  12. Niedersaxe

    „Sturmerprobt“… sturmversiert, sturmkundig, sturmqualifiziert, sturmtauglich – möööp.

    …sturmFEST und erdverwachsen, ihr Großstadtbanausen!

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  13. Mithrandir

    Hallo Holgi,
    ich war vor zwei Jahren in Prag und bin immer noch begeistert von dieser tollen Stadt.
    Wenn man mal den Filter für die Tourineppläden kalibriert hat, ist es wirklich cool.
    Meine Tipps:
    1. Mach eine Free Walking Tour durch die Stadt. Damit habe ich bisher in verschiedenen Städten beste Erfahrungen gemacht. Am Ende zahlst du was du zu geben bereit bist. Und ich habe bisher immer gerne wahrscheinlich mehr bezahlt als für eine „Bezahltour“
    2. Essen und Trinken: Bloß nicht in der Nähe des Marktplatzes (Hradschin). Dort bezahlst du das doppelte oder noch mehr und das Essen ist erfahrungsgemäß Massenware.Mindestens zwei Straßen weiter gehen. Oder noch besser ganz weg vom Zentrum. Mach einen AUsflug zum Fernsehturm. Der ist eh skurril mit den krabbelnden Babys. Und dann einfach mal rund um den Fernsehturm eine Kneipe suchen. Dann bist du tatsächlich bei den echten Pragern. Es gibt gutes Bier und leckeren Gulasch oder ähnlich deftiges. Die Leute sind supernett und die Preise wie bei uns vor 20 Jahren.
    Überhaupt haben mich die Kneipen an unsere Wirtshäuser aus der „guten alten Zeit“ erinnert. Da darf teilweise auch noch geraucht werden. In dsiesem Fall war das nicht mal störend sondern eher „nostalgisch“.
    Auf jeden Fall empfehle ich dir auch einen Tredlnik zu essen. bei uns heißen die Baumstriezel und werden manchmal auf dem weihnachtsmarkt angeboten. Echt lecker, geröstet über Holzkohle an fast jder Straßenecke ein Stand.
    3. Sehenswertes:
    – Wie schon gesagt die o. a. Free walking Tour
    – Der Veranstalter bietet auch eine Bezahltour für die Burg an. Das lohnt sich auch.
    – Der alte Friedhof von Prag ist auch sehenswert. Echt gothic, Für einen Fotofreak wie dich empfehle ich früh morgens hinzugehen, wenn noch ein Dunstschleier über den teils verfallenen großen Mausoleen liegt.
    Hier sieht man auch, dass Prag früher quasi eine deutsche Stadt war (Es gab Zeiten, da sprachen über 90% der Bevölkerung deutsch, vor dem dritten Reich).
    – Der alte jüdische Friedhof ist ein Muss. Unglaublich, wie da die Gräber aus Platzmangel gestapelt wurden.
    Der neue jüdische Friedhof ist nicht ganz so „besonders“ aber es gibt ein zwei berühnmte Gräber: Kafka, Jan Pollack
    – Dann auf eigene Faust noch mal durch die Gassen. Die Synagogen sind sehr interessant.
    Lies dich ein bisschen in die Geschicjte von Prag ein. Alles sehr mystisch. Besonders die jüdischen Geschichten. Wer die Geschichte des Prager Golem und Rabbi Löw kennt hat später vom Besuch der synagogen und des alten jüdsichen Friedhofs.
    Ein bisschen Kafka vorweg lesen, auch wenn es schwer fällt. Er wird in Prag sehr verehrt.
    Ach ja und die Geschichte von Jan Pollack –> Fackel Nummer 1. Danach dann ein Wrint Geschichtsunterricht dazu.
    Die Locations außerhalb des Zentrums sind supergut mit der straßenbahn zu erreichen.
    Ich wünsche dir ganz viel Spaß und bin wirklich ein bisschen neidisch auf dich.

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  14. Tarifkenner

    Zu den Ideen einer Republik Europa möchte ich mal einen kritische Nachfrage loswerden. Klar klingt das zunächst mal toll, dass ganz Europa eine Republik wird, alle Europäer gleiche Rechte und Pflichten haben, der böse Nationalstaat auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wird und fürs Seele-Streicheln die ohnehin viel beseeltere Region zuständig wird. Aber wer von denen, die bis hierhin genickt haben, wäre denn wirklich bereit, sich in essentiellen Fragen, die bisher der Nationalstaat regelt, von den nicht-deutschen Europäern überstimmen zu lassen?
    Nur drei Beispiele: Gerade dieser Tage wird in Deutschland wieder hochemotional über das Abtreibungsrecht gestritten. Könnten wir akzeptieren, dass solche Fragen in einem europäischen Parlament entschieden werden, in dem sich ein Katholizismus polnisch-slowakisch-ungarischer Prägung durchsetzt?
    Wie hoch soll denn europaweite Mindestlohn ungefähr sein? Wir sind uns doch hoffentlich im Klaren, dass wenn darüber europaweit abgestimmt wird, nicht unbedingt 8,84 Euro pro Stunde rauskommt.
    Wollen wir wieder Wehrpflicht leisten, weil die Mehrzahl der Unionsbürger so nah an einer Grenze zu Russland oder zur Türkei wohnt, das sie die Wehrpflicht für militärisch für geboten hält?

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Wir müssten es euopaweit genauso akzeptieren, wie wir es bundesweit akzeptieren müssen – wenn die Entscheidung demokratisch zustande gekommen ist. Das ist ja gerade die Idee dahinter. Ich sage ja immer: „Wenn die Verhältnisse nicht so sind, wie Du sie gerne hättest, dann hast Du vermutlich auch nicht genug (demokratisches) dafür getan, sie zu ändern“. Zu beidem braucht man natürlich Kraft, aber ich denke, dass es uns Wohlstandsmaden auch mal wieder ganz gut tun würde, solcherlei Kämpfe zu kämpfen, damit wir nämlich merken, dass unsere Annehmlichkeiten genau nicht selbstverständlich sind. Dasselbe bei der Wehrpflicht. Da würde ich eine europäische Lösung sogar sehr begrüßen. Gleichsam Erasmus mit anderen Mitteln. Und dann direkt noch europäischen Zivildienst obendrauf (jaha, ich bin ein Freund der wehpflicht 😉 )

      Einen europäischen Mindestlohn muss man nicht flächendeckend machen, sondern könnte ihn an die Kaufkraft und/oder Lebenshaltungskosten binden und über kleinere Verwaltungseinheiten unterhalb des heutgen Nationalstaates regeln lassen. Auch heute hast Du ja schon das Problem, dass die Menschen in Eisenhüttenstadt denselben Mindestlohn bekommen wie in München, die Kaufkraft der 8,84 sich aber stark unterscheidet.

    2. Tarifkenner

      @holgi Ja, wir MÜSSTEN es akzeptieren, wenn wir die Europäische Republik hätten. WENN wir es aber für sinnvoll halten, zwischen der Einheit „Region“ (die ja wohl kleiner sein soll so manches Bundesland, also z.B. „Rheinland“, „Franken“ oder „Vorpommern“) und der Einheit „Europa“ noch IRGENDEINE Ebene zu behalten, auf der man so etwas regeln könnte, spricht das einfach gegen das Modell von Frau Guérot. Zu diesen Menschen gehöre ich – und ich bezeichne mich als Europafreund.
      Hinsichtlich des Mindestlohns beschleicht mich das Gefühl, dass Du ein bisschen rumeierst. Frau Guérot fordert ja ausdrücklich, den europaweit einheitlichen Mindestlohn zu akzeptieren, weil wir ihn ja auch bundesweit akzeptieren. Dieses Argument bringst Du auch, hältst aber – insoweit weniger unitarisch als Frau Guérot und innerhalb Deutschlands auch weniger unitarisch als das geltende Recht – trotzdem eine Mindestlohn-Differenzierung nach Kaufkraft auf Ebene der Region für denkbar.
      Zunächst zu einer europaweiten kaufkraftgebundenen Mindestlohnbemessung: Dass die Mindestlöhne in der EU sehr unterschiedlich hoch sind, liegt nur zum kleineren Teil an der unterschiedlichen Kaufkraft. Vergleicht man die Mindestlöhne nominell, ist der höchste Mindeststundenlohn (Luxemburg) 7,9 mal höher als der niedrigste (Bulgarien). Vergleicht man die kaufkraftbereinigten Mindestlöhne, ist der höchste (Luxemburg) immer noch 3,5 mal höher als der niedrigste (diesmal Rumänien) Quelle: https://wrint.de/2018/04/17/wr809-europaeische-destinationen/#comment-122469. Das heißt: Selbst bei einem Umstieg auf einen kaufkraftbemessenen europäischen Mindestlohn sind die Unterschiede gewaltig. Eine Vereinheitlichung würde bedeuten, dass man den Luxemburger Mindestlohn enorm senken und/oder den rumänischen stark anheben müsste.
      Was das bedeutet, zeigt gut Dein Beispiel zwischen dem identischen Mindestlohn in München und Eisenhüttenstadt. Der deutsche Mindestlohn ist so bemessen, dass in Eisenhüttenstadt noch Beschäftigung stattfindet. Er ist deshalb so niedrig, dass er den allerallermeisten Münchenern keinen Vorteil bringt, weil die auch vor der Einführung des Mindestlohns deutlich mehr als 8,50 Euro pro Stunde verdient haben. Ein für Bulgarien/Rumänien noch tolerabler Mindestlohn müsste also – auch wenn er in Abhängigkeit der Kaufkraft bemessen würde – so niedrig sein, dass er dem Eisenhüttenstädter Geringverdiener nichts bringt. Ist es das, was wir wollen?

  15. Philipp

    Hi Holgi,

    Wohne seit 2 Jahren in Prag. Und kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen.

    Super Tipps bekommst du hier hat mir schon das ein oder andere mal geholfen. https://www.youtube.com/channel/UCt7oj318jVQi7vRbc1bNjJA

    1. Wenn das er Täter gut ist unbedingt einmal nach Letná in den Biergarten.
    2. Gutes tschechisches Essen bekommt man in der Regel überall. Meine Daumen Regel was Preise betrifft ist wenn das Bier 40 kronen oder weniger kostet ist das Essen auch preiswert und gut. Hat mich bisher noch nicht enttäuscht. Für Burger empfehle ich Serial Bürger oder „meet and greet“.
    3. Dobrý den – guten Tag, následnou – auf Wiedersehen, dikuji – danke, prosím – bitte sind die wichtigsten Vokalben. Man kommt allerdings auch recht gut mit Englisch und machmal mit Deutsch weiter.
    4. Geld eher von der Bank abheben. Mit Wechselstuben wäre ich vorsichtig – frage vorher was du für dein Geld bekommst, bevor du deine Euros rüber reichst. Oder eben am Automaten abheben (ohne direkte Umrechnung)
    5. Wenn du mit dem Zug ankommst hole dir gleich einen Ticket für den ÖPNV. Dieser funktioniert erstaunlich gut und bringt einen überall hin.

    Wenn du noch Fragen hast schreib gerne eine Email.

    Gruß
    Philipp

    Antworten
  16. Kai

    Moin,

    als jemand der aus Sasel kommt frage ich mich warum das immer euer Beispiel für eigentlich nicht Hamburger ist ?

    Antworten
  17. Nicolas

    Nur ein bisschen abseits vom touristischen Zentrum hat mir die tschechische Küche im „U Pravdů“ sehr gut gefallen (Žitná 1701/15). Was man auch mal machen kann: Abends den linksalternativ angehauchten Club/Kulturzentrum „Cross Club“ besuchen. Allein um die völlig wahnsinnige Steampunk-Einrichtung zu sehen.

    Antworten
  18. kritter

    Darf man das so sagen?

    „Ihr seid so „gehobene Mitelklasse++“
    kennt man: Wasser predigen und Wein (du viel davon) trinken!
    ‚Kommt schon noch der Blowback :D“

    ?

    Antworten
  19. Fantomas

    Ein Zwischenruf aus der Behindertenfraktion, lautlose E-Fahrzeuge sind der Horror für blinde Verkehrsteilnehmer wie mich.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Würdest Du die hören können, wenn nicht gleichzeitig Verbrenner unterwegs wären?

    2. Dieter Michel

      Hallo Fantomas,

      E-Fahrzeuge können extrem leise sein, das stimmt. Ich habe mal vor Jahren einen Freund in London besucht, wo es wegen der Befreiung von der City-Maut sehr viele E- und Hybrid-Autos gibt. Da ist mal direkt vor seiner Haustür (eher ruhige Ecke) ein Hybrid-Auto hinter meinem Rücken angefahren – ich hab nix gehört.
      Andererseits weiß ich von einem ehemaligen Kollegen, dass man speziell bei E-Autos umfangreiches Sounddesign betreiben kann (http://www.neosonic.eu/de/wp-content/uploads/2013/03/Elvis3.d.pdfI). Das scheint dann wohl eine Sacvhe des Herstellers zu sein – ich weiß nicht, ob es (schon) entsprechende Sicherheitsvorschriften gibt, die sowas vorschreiben.

      Viele Grüße

      Dieter

  20. Rene

    Moin Holgi,

    Zu Essen hast du ja schon genug gehört.
    Zum trinken würde ich die folgende Location empfehlen.

    Das Beer Museum.
    Achtung da gibts mehrere. Nicht das Museum, sondern die Bar an der Moldau.

    Prague Beer Museum Gastro Pub
    Na Zábradlí 205/1, 110 00 Staré Město, Tschechien
    https://goo.gl/maps/LZ6H4N4akHF2

    Ca 40 verschiedene Biere vom Fass!

    Die habe zwar absolut keine Ahnung wie man eine Bar betreibt, aber die Biere schmecken!
    Als Kölner Kneipenkenner, wirst du dich über das Konzept kaputtlachen…

    Gruß
    René

    Antworten
  21. Mokkel

    Ach ja, ich war 2004 in Parg.
    Wir waren in einem Restaurant, in der Nähe des Rathauses und haben Ente mit Knödeln gegessen.
    Seit dem suche ich in Deutschland eine Möglichkeit wieder so eine gute Ente zu essen. Habe viel ausprobiert, wenn es irgendwo die Möglichkeit gab Ente zu essen. Aber ich habe nichts gefunden was dem gleichkommt. Auch die Versuche die Ente selbst so hinzubekommen wie ich sie in Erinnerung habe, scheitert.
    Kann natürlich auch Verklärung sein. Ich war damals noch Schüler uns sehr genervt von meinem Mitschülern. Jeden Tag Ente mit Knödeln, das war mein Ausgleich.

    Dann waren wir noch im Schwarzlichttheater, war aber eher so meh. Gut, ich kann mit Theater im allgemeinen nicht viel anfange.

    Antworten
  22. Der Chinese

    Geht mal nach Korea – dort kann man die Gogoro Akkus an jeder Ecke (a la Cola automat) tauschen.

    Weltklasse sag ich euch!

    Antworten
  23. Thilo

    Hamburg wäre ja noch ein bisschen schöner wenn die Hamburger nicht in jedem zweiten Satz erwähnen würden, wie schön es ist.

    Antworten
  24. Phil

    Ich schreibe jetzt nur mal ne kurze Ergänzung zum Thema Prag. U Fleku ist gefühlt ne Tourifalle, gehe trotzdem immer wieder hin!

    Was glaube ich jetzt noch nicht genannt wurde, aber auch kein richtiger Geheimtipp mehr ist: Nase Maso!! Winzige Metzgerei, gute Burger, gutes Tatar und dazu ein Bier! Einfach mal für einen kleinen Snsck vorbei gehen!

    Ach und was eigentlich nichts mit Prag/Tschechien zu tun hat aber trotzdem geil ist: gebratener Oszypka Käse mit Marmelade von ner Bude. Ich weiß nicht ob die jetzt noch da rum stehen, aber bei den kälteren Temperaturen gibts das.

    //gemeinschaftliches Weinprobe
    Die Idee klingt ja irgendwie nach dem Hörertreffen im Odonien! Ich bring dann im August nen Kasten Ikeariesling mit 😉

    Antworten
    1. Phil

      Ach: und jetzt sollten die Boote auf dem Flüsslein wieder ausgepackt sein. Ist ganz schön bei Nacht!:)

  25. Sascha

    Für Tipps zu Prag einfach mal bei Honest Guide auf Youtube vorbeischauen: https://www.youtube.com/channel/UCt7oj318jVQi7vRbc1bNjJA
    Dort erklärt Janek alles was man über Prag (und Tschechien) wissen will und muss und verrät einige super Locations, die man sonst nicht besuchen würde. Außerdem kämpft er aktiv gegen Touristenabzocker und verrät wie man sein Geld besser klug los wird 😀
    Zur Karlsbrücke nur früh morgens (dann ist es da schön leer), Zeit einplanen um einfach mal kreuz und quer durch die Altstadt zu laufen und die vielen versteckten und schöne Plätze dort finden und genießen!
    Viel Spaß!

    Antworten
  26. Henning

    Moin Moin, ziemlich gut Wein trinken kann man in der Vinárna Bokovka
    Dlouhá 729/37, 110 00 Staré Město, .
    Schnike Weinbars in nem Hinterhof.
    Viel regionales zu guten Preisen in ziemlich guter Qualität.
    Portfolio Restaurant Havlíčkova 1030/1, 110 00 Nové Město, super Empfehlung. Sterne Gastronomie für deutsche verhältnise schmales Geld.
    Wen ihr was regional Typisches wollt geht 3 Querstraßen aus dem Zentrum raus.
    Halb so teuer, viel weniger Touristen und meiner Erfahrung nach auch besser.
    Geldkarte wird so gut wie überall akzeptiert, mit Englisch und Deutsch kommt man in Prag überall durch.

    Antworten
  27. mario

    Hallo,

    das Surren beim Elektroroller rührt von der Ansteuerung des Motors her.
    Eventuell noch vom Riementrieb, wenn kein Direktantrieb verbaut ist.
    Das erzeugen künstlicher Fahrgeräusche ist gar keine so schlechte Idee.
    Ein Blinder hatte das schon angemerkt.
    Nur bin ich mir nicht sicher, ob man unbedingt ein Verbrennungsmotorengeräusch braucht.
    Gut, das ist eindeutig.
    Aber im Zweifelsfall auch nervig.

    Wenn ich mir Städte ansehe, schaue ich immer auch in die Gegenden,
    die ich mir wohntechnisch leisten kann.
    Das hilft durchaus gegen verklärte Meinungen, die gern durch Sightseeing-Touren entstehen.

    Die Sache mit der Kultur (oder Identität) stößt mir recht auf, seitdem ich in Bayern arbeite.
    Kultur – gerade diese Art von Kultur, wie Tobi sie für den Schüzuenverein angesprochen hat – dient
    erfahrungsgemäß nur der Ausgrenzung.
    Johannes Nichelmann hat seine Erfahrung damit auch gemacht und in einem Feature verarbeitet.
    „No land called home“ ( http://www.deutschlandfunkkultur.de/rueckkehr-in-die-provinz-no-land-called-home.958.de.html?dram:article_id=391422 )
    Aber auch in Bayern gibt es Menschen, die dieser Art von Kultur nichts bgewinnen können 😉

    Ich selbst behaupte von mir keine Kultur zu haben. Das mag auch daran liegen, dass ich mit dem Begriff
    „Kultur“ verbinde, Dinge deswegen zu tun, weil man die „schon immer gemacht hat“.
    Männertagsbesäufnis beispielsweise.
    Ich bin wohl zu rationell (und gefühlsblind wohl auch), um Kultur für mich wirklich zu verstehen.
    Zugehörigkeit braucht meiner Meinung nach keine Kultur, es reichen Interessen.
    (eine Gruppe diskutiert über ein Thema; Menschen interessieren sich für das selbe Ding und bilden z.B. eine Wandergruppe)

    Viele Grüße

    Mario

    Antworten
    1. mario

      Und ich sehe gerade, dass der Gogoro eventuell etwas mehr Getriebe hat.
      Siehe https://motomobil.at/test-technik/ebikes-pedelecs/724-gogoro

      Da ist unten eine aufgehübschte Explosionszeichnung.
      Elektromotor mit mindestens einer Umlaufrädergetriebestufe und ein Riemenantrieb.

      Haben die wirklich einen permanenterregten Gleichstrommotor verbaut? Das ist doch überholt.
      Das ist doch ebenso ein Quatsch wie Vorderrad-Nabenmotoren am E-Bike oder Mittelmotoren mit Getriebestufen. Je mehr dran ist, umso mehr kann kaputt gehen…

      Ich hätte da einen permanenterregten Synchronmotor verbaut.
      Und den möglichst gleich als Nabenmotor ausgelegt. Da hat man die wenigsten Verschleißteile.
      Die Gewichtsverteilung spielt beim Straßeneinsatz eine untergeordnete Rolle, die Akkus sollten
      dann schon mittig in den Roller.
      Beim E-Bike ist das anders, da sollte die Last in der Mitte bleiben.
      Ein Hersteller macht es richtig: Pendix. (nur deren Unterstützungsstufen sind mir zu grob)
      Binova hat einen ähnlichen Ansatz, jedoch gehört der Motor nicht auf die Seite vom Kettenblatt.
      Das schränkt nur die Schaltung ein.

      Aber ich schweife ab 😉

    2. Toby

      Ich finde, Fahrzeuge müssen keine Geräusche machen, damit andere aufpassen können, egal ob sehbehindert oder nicht. Die Fahrzeugführer müssen aufpassen!

    3. hilti

      Wenn einer 5 Meter vor dir auf die Straße läuft, weil er dich nicht gehört hat, dann kannste noch so gut aufpassen. Ein gewisse Mindestlautstärke für Autos ist im Sinne der Verkehrssicherheit durchaus notwendig.

    4. njorg

      Hmm… verwechselst du da nicht ein wenig Tradition mit Kultur? Kultur ist ja mehr oder weniger Lebensweise und Ausdruck derselben. Und Tradition ist eben überkommene Lebensweise und ebenso überkommene Ausdrucksweise derselben.
      Gruppen mit Menschen zu bilden, die ähnliche Interessen haben, um mit ihnen darüber zu diskutieren bzw. mit ihnen das dann auch zu tun, ist eben die Art von Kultur, wie du sie lebst.

      Aber das ist natürlich der Grund, warum Schützenvereine oft so undurchlässig sind: man bekommt Schießen nicht ohne traditionelles Gehabe.

  28. mario

    Der Fehler ist dabei, dass man davon ausgeht, dass die Fahrzeugführer das auch tun.
    Gegenseitige Rücksicht steht im Gesetz – dazu muss man auch eine Chance haben 😉

    Zudem: Wie ist das mit den Tieren?
    Man sagt, dass die Tiere die Fahrzeuge später bemerken, weil die Fahrzeuge leiser geworden sind.
    Dass da etwas immer größer wird, dass können sie nicht entsprechend mit „das kommt auf mich zu“ verknüpfen.

    Antworten
  29. Roland

    Hallo Holgi,

    wie bereits oben empfohlen ist die Absitherie ein Besuch wert.
    Sehr toll auch die Hemmingway Bar https://www.hemingwaybar.cz/bar-prague/
    Sehr ruhig und gediegen (lies die Barrules auf der Karte durch) , besser vorher reservieren weil immer sehr voll. Und vorsicht, die nehmen nur Bargeld.

    In einem alten Glockenturm in der Nähe des Wenzelsplatzes findest du auch auf 2 Etagen ein hervorragendes Restaurant ( etwas hochpreisiger)
    http://www.restaurantzvonice.cz/
    und eine Whiskybar mit über 400 Sorten http://www.whiskeria.cz
    Viel Spaß in dieser tollen Stadt,

    lg Roland

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