WR806 Oliver von Dobrowolski, Polizist

 

Oliver von Dobrowolski (Twitter) ist 42 Jahre alt, seit 20 Jahren Polizist, ist Kriminalhauptkommissar in der Kriminalprävention, 2. Vorsitzender von Polizei Grün und war so freundlich, sich in dieser Funktion, mit mir über seinen Beruf zu unterhalten.

35 Gedanken zu „WR806 Oliver von Dobrowolski, Polizist

  1. Der Herr Nick

    Vielen Dank, Holgi und Oliver!
    Immer gerne auf den Twitters verfolgt und daher ein Wunschgast seit langem. Einziger Dissens: Wie zum Geier kann man Olaf Scholz für einen Sozialdemokraten halten?

    Grüße aus Hamburg vom
    Herrn Nick

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  2. Juergen

    Eine kurze Anmerkung zu Holgis Sorge um die durchgeladene Dienstwaffe… bei den meisten Polizeiwaffen heutzutage ist ein „Antistress-Abzug“ verbaut. Bei solchen Waffen ist der Hahn NIE vorgespannt, den Schlitten zu betätigen befördert nur die nächste Patrone ins Lager. Der Hahn wird gespannt wenn man den Abzug durchzieht – das geht etwas schwerer als bei älteren Waffen, aber dafür kann die Pistole nicht „aus Versehen“ abgefeuert werden.

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  3. Hendrik

    Holgis Aussage zur „erfolgreichen Belehrung“ hat mich auch an das Thema Selbstmord erinnert, z.B. an den prominenten Fall des Milliardärs Merckle: Aktuell kann ich mich nicht in einen verzweifelten Menschen hineinversetzen, aber ich würde hoffentlich einen Weg wie z.B. Überdosis Schlafmittel wählen, anstatt mich vor einen Zug zu werfen… denn dem Lokführer und den Rettungskräften möchte ich so ein „Erlebnis“ ersparen…

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    1. Bernadette

      Ausreichend starke Schlafmittel sind kaum in ausreichend hohen Dosen zu bekommen, schon gar nicht kurzfristig. Außerdem ist die Überlebenswahrscheinlichkeit (zu) hoch. Die meisten Suizide sind letztendlich Affekthandlungen (auch wenn die Bereitschaft dazu schon länger vorhanden war), und statistisch gesehen sind der Fall aus großer Höhe und die Bahn die sichersten Methoden. Die Bahn hat noch dazu den Vorteil, dass der Zugang fast überall jederzeit und einfach so möglich ist, ausreichend hohe Gebäude und Brücken aber kontrolliert werden und meist zusätzlich gesichert sind.

      Ich war suizidgefährdet und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Wunsch nach einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit weit vor den Konsequenzen für Andere stand. Natürlich hätten mir die Helfer und der Triebfahrzeugführer Leid getan, aber deren Horror war halt nichts im Vergleich zu meinem Horror davor, danach wieder lebend aufzuwachen – im schlimmsten Fall auch noch so entstellt, dass kein zweiter Versuch möglich gewesen wäre.

  4. Venyo

    Zu Olivers Frage warum Leute im Cafe ihr Handy auf den Tisch legen: Ich vermute es ist einfach bequemer. Beim Sitzen drückt sonst schnell mal das Smartphone in die Hüfte.

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  5. Donngal

    Also ich trage mein Portemonet immer in der Gesässtasche. Im Winter habe ich entsprechend lange Mäntel an, dass man ohne weiteres nicht dran kommt. Im Sommer ist das etwas anders, aber trotzdem ist die Tasche auch meistens mit einem Knopf gesichert. Ich weiss nicht ob das ausreichend ist, aber bisher ging es gut.

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    1. Greg

      Na klar gibt es die Pommesbude. Sonst würden sie die Pommes an einem leeren Ufer verspeisen, nicht?
      (OK, das war schon etwas extrem kluggeschissen von mir. Ich geb´s zu.)

  6. Hendrik

    Jetzt nochmal etwas ausführlicher:
    Danke für das tolle Interview, war sehr interessant!
    Falls es nochmal ein Nachgespräch geben sollte, denn vermutlich wurde das Gespräch vorher aufgenommen: Mich würde eine Meinung/Erklärung zu den Plänen in Bayern interessieren: Änderung des Polizeigesetzes, Einsatz von Handgranaten durch Polizeibeamte erlauben, Verdächtige über längere Zeit festhalten, etc…

    P.S: Der Film mit Tom Cruise zum Thema Präkognition war „Minority Report“, nicht „Staatsfeind Nr.1“
    P.P.S.: Der „Tarnpanzer“ von dem ihr gesprochen habt, ist das der „Survivor R“ von Rheinmetall? Welcher in Brandenburg mit angeblich an Nazi-Symbolik erinnernden Sitzbezügen bestellt wurde?

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    1. Hendrik

      @Inside_Man: Das Teil wird ja bundesweit angeboten und verkauft… laut Wikipedia ist der Survivor I in Brandenburg und Hamburg im Einsatz, der Survivor R haben Berlin und Sachsen im Einsatz bzw. bestellt…

    2. Inside-Man

      @Henrik , zu dem Tarnpanzer, Du hast geschrieben:
      Welcher in Brandenburg mit angeblich an Nazi-Symbolik …bestellt wurde?

      Das war meines Erachtens in Sachsen mit genau zwei Panzern passiert. Das kann schon sein das der bundesweit , ja vielleicht sogar weltweit angeboten wird. Der Vorfall hat aber mit Brandenburg nichts zu tun…

  7. Turtle

    Sehr spannendes und mitunter auch sehr diplomatisches Interview.

    Was ich noch interessant gefunden hätte, wäre die Debatte um Diversifizierung. Wieviele Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund sind bei der Polizei? Was ist mit multikultureller Sensibilisität (Afghanistan war da als nicht-deutsches Beispiel sehr interessant). Nicht nur in Berlin gibt es viele Flüchtlinge die beim Umgang mit der Polizei vielleicht keine rechtstaatlichen Prinzipien gewohnt sind oder noch nicht so gut deutsch sprechen. Wie wird damit umgegangen?

    Wie sieht innerhalb der Polizei mit dem Umgang von LGBQTI-Menschen aus. Auch die Frage nach rechtsextremen Tendenzen (in Bayern sind ja mehrere Polizisten als Reichsbürger geoutet worden). Linksextreme Polizisten wird es wahrscheinlich wenig geben, das liegt wohl in der Natur der Sache. Vielleicht hat Oliver ja noch Lust auf ein weiteres Gespräch oder jemand anderes.

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  8. Doris Carannamera

    Zum Thema Fahrradschloss:
    Ich hab mir vor einem Jahr dieses hier gekauft –> https://www.amazon.de/gp/product/B000OYFQZ6/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1
    und kann es nur wärmstens empfehlen

    Hat zwar gemütliche 2,7 kg, ist aber ohne schweres Gerät schlicht und einfach nicht zu knacken (für den kleinen Bruder haben wir eine ganze Flex-Scheibe gebraucht).

    Außerdem hilft es im Zweifel Polizisten beim Abnehmen des Helmes zu helfen wenn ein freundliches „bitte“ nicht ausreichen sollte 😉

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  9. Inside_Man

    Es war ein schöner Podcast,
    am meisten hat mir gefallen das Oliver offensichtlich von seinem Beruf begeistert ist, dadurch macht es auch Spass zuzuhören. Es wurden viele interessante Sachen angesprochen. Auch auf allgegenwärtige Kritik wurde eingegangen, damit war das ganze schön ausgewogen.

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  10. christian von praun

    Ja, das mit den LGBQTI-Menschen ist ein drängendes Problem… betrifft ja immerhin mindenst 0,03 Promille der Bevölkerung…

    Sorry, aber dieses ewige „sich um alle kümmern wollen“ geht mir echt auf den Sack – wenn man die Scheißabkürzung erst noch googeln muss um so mehr.

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    1. morrrk

      Um das mal zu rekapitulieren – eine einzige Person hat in einem Kommentar total freundlich und konstruktiv geäußert, sie hätte das Thema auch noch interessant gefunden. Daraufhin kommt Deine Reaktion, die – naja – aussieht, wie sie aussieht. 😂

  11. Donngal

    0,03 Promille? Dein Ernst? In Deutschland sind es mindestens 7%. Aber man kann auch alles ins lächerliche ziehen und klein reden. Klar.

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    1. christian von praun

      Ja, das ist mein Weg damit umzugehen. Und wenn es 10 oder 20 % wären – kann man nicht mal über irgendein Thema reden ohne das dieser Blödsinn angeschnitten wird?
      Wie ist denn der Prozentsatz der Blonden mit angewachsenen Ohrläppchen bei der Polizei?

      Sehr schöne Sendung übrigens.

    2. David-Alex

      Dein Weg „damit“ – der immer noch vorhanden Diskriminierung von Menschen, die nicht 100% in das konservative Mann-Frau-Hetero-Verständnis hineinpassen – umzugehen, ist es kleinzureden und als „Blödsinn“ abzutun, irgendwelche daherphilosophierten Zahlen in den Raum zu werfen und es mit abstrusen Beispielen relativieren zu wollen? Wow, großartiger Umgang im Bezug auf die Lebenswelt und Probleme deiner Mitmenschen, deren Existenz immer noch durch Diskriminierung im Alltag geprägt ist.
      Wenns dich nicht interessiert, weil es dich nicht betrifft, weil du immer und überall zu 100% der Mehrheit angehörst, nirgends von der Norm abweichst und meinst Themen schon dadurch als irrelevant erklären zu können, wenn du dir die Fachbegriffe und Abkürzungen nicht merken kannst, dann ignorier es einfach. Die paar Minuten in einem 3,5 Stunden Gespräch kann man überhören und gut ist. Oder schreib einen vernünftigen Kommentar, warum du dieses Thema in diesem Podcast unpassend fandest. Aber diese billige Polemik und die Wertung, dass Menschen mit von der Norm abweichenden sexuellen Vorlieben oder geschlechtlichen Merkmalen,nicht thematisiert werden sollen, weils dir „auf den Sack geht“ entbehrt wirklich jeglicher sozialen Ader.

  12. David

    Es kommt eine super Wrint-Folge nach der nächsten – prima.

    Bezüglich Anzeige und so…
    – Bei mir wurde im Haus auch 2x das Fahrrad geklaut, was hinter eine extra Kellergang-Tür (zwischen normalen Treppenhaus und der Keller-Zeile) stand, an einem am Boden festgeschraubten Fahrradständer. Ok, das Schloß daran war ne Luftnummer – und da unten haben sie auch eh alle Zeit der Welt, daß auch ein dickeres Schloß wohl nix geholfen hätte. Jetzt habe ich kein Fahrrad mehr und ich kaufe vorerst auch keins mehr. War zwar immer nur ein Aldi-Rad, aber ärgerlich ist es trotzdem.

    Am Alex habe ich schon zweimal den 2. Teil eines Taschendiebstahls beobachtet, also eine Person gibt einer anderen („Sammler“) eine dicke Brieftasche ohne Blickkontakt und sie ziehen wieder getrennte Wege. Ich hab überlegt, ob ich irgendwas mache… jetzt ist die stationäre Polizeistation auf dem Alex ja vorhanden, vorher stand meist an der Weltzeituhr immer der Kleinbus. Aber ich habs dann doch nicht gemacht – vielleicht hab ich da falsch gehandelt. Meine Angst war eher, daß ich die Polizei dann zum „Sammler“ (war beide Male eine Frau) führe, und das dann beobachtet wird, und ich hinterher von den vielleicht vielen Dieben (nicht den ich beobachtet habe) eins aufs Maul bekomme…

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    1. Hendrik

      Dann sprich doch einfach mal mit den Beamten und frage nach, wie Du dich in Zukunft verhalten sollst und wie Du sie informieren kannst, ohne selbst ein Risiko einzugehen.. die werden da hoffentlich eine Lösung haben 😉

  13. Christian von Praun

    Musst du eine Zeit haben… Soviel Kommentar bin ich echt nicht Wert.
    Ich glaube das Thema kam in der Folge gar nicht vor, ich bezog mich vielmehr auf einen Kommentar. Ich entspreche bestimmt nicht der Norm 🙂 und ja, meine soziale Kompetenz geht gegen Null 😉

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    1. Christian von Praun

      Aber mit Messern kenne ich mich ein wenig aus… Das hier ist ein Auszug aus „Surviving edged weapons“. Das wurde in den fruhen 90ern gedreht und wird zu Recht immer wieder zitiert: https://youtu.be/9BNkOTTRW9o
      Man geht von 21 Fuß aus, vorausgesetzt man hat die Hand schon an der Waffe.

  14. Jörg

    Vielen Dank! Eine super Folge.

    Vielleicht schaffst du es ja mal einen Feuerwehrmann bzw. Sanitäter vors Mikro zu bekommen und über deren Alltag zu plaudern.

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  15. Jaycupp

    Eine der geilsten Sendungen. Ich wohne 100m von der Polizeiwache entfernt und habe sogar mehrere Polizeibeamte im Freundeskreis. Es hat mich gewundert wie wenig ich doch von der Polizei weiß. Kompliment auch an Oliver für seine sehr offenen Antworten.

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  16. micha

    Gute Episode!

    Hier in Stuttgart war mal eine Zeit lang Polizeipräsenz um den Hauptbahnhof angesagt, weil vorher irgend was vorgefallen ist (Treter oder Schubser oder so).
    Da hat man schon ein mulmiges Gefühl, wenn man an den schwarz und mit Helm gekleideten schwer bewaffneten Beamten vorbei gehen muss.
    Von 15:30 bis 7:30 waren sie dann aber regekmäßig nicht mehr da, ich vermute mal Personalmangel oder Einsparung von Zuschlägen.🙄

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  17. Gokzilla

    Sehr schöne Folge. Ich hätte da eine Frage. Eine Freundin arbeitet in einem Supermarkt. Wenn der stille Alarm losgeht, muss sie innerhalb 15 Minuten im Geschaft sein und nachsehen was los ist. Vor einem Jahr brach eine 6 köpfige Gruppe ein und Gott sei Dank waren die schon weg als sie ankam. Sie verpasste die Einbrecher um 2-3 Minuten. Vor zwei Wochen gibg der Alarm wieder los und sie musste um 23:00 nachsehen. Vor Angst bat sie mich mitzukommen und wir gingen gemeinsam zum Supermarkt. Für mich war das natürlich eine willkommmene Abwechslung und gesprächsthema für ein paar Tage. Aber was wäre wenn wir auf eine Bande getroffen wären ?

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    1. Olli

      Wenn in einem Betrieb eine Einbruchs- oder Überfallmeldeanlage (umgangssprachlich Alarmanlage) auslöst, ist das IMMER ein Fall für die Polizei, ersatzweise für ein per Vertrag beauftragtes Sicherheitsunternehmen. Die Alarme laufen i.d.R. auch bei diesen Stellen auf.
      Wenn ein Unternehmen solche Aufgaben auf die Beschäftigten abwälzt, ist das ein Unding. Einbrecher neigen grundsätzlich nicht zur Gewalt. Sind es jedoch mehrere (ggf. organisierte) Täter in einem Gewerbeobjekt, dann kann das aber anders sein, wenn man bei einem stillen Alarm hinzukommt und die Täter sich überrascht fühlen.
      Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dies zu melden (Beriebsrat? Mutterkonzern bei Filialbetrieben?).
      Viel Glück.

  18. gokzilla

    Danke Olli für die Antwort. Ich werde sie mal fragen, warum bei Alarm nicht die Polizei kommt, oder eine zuständige Sicherheitsfirma. Komisch dass ich mich erst seit gestern gefragt habe, ob das normal ist :-).
    Der Konzern Feneberg ist zwar regional aber doch recht bekannt im Allgäu.

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