WR740 Quotenkasachen im All

 

Darin: Die alte NullFlorian liest in LeobenChinesen auf dem MarsMulit-Messenger-AstronomieGammablitzePlattentektonik – Buchtipp: Beyond Infinity* – Das GleichheitszeichenFehlende MaterieSexualpartnersucheGeschlossene AugenGroßzügige FrauenCheeseburger-HypotheseVerdunstungskraftwerkeSchmerzhafte MedikamentenpreiseBewegung zur Depressionsvorbeugung

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22 Gedanken zu „WR740 Quotenkasachen im All

  1. Ben

    Schön eine neue Folge der Wissenschaft zu hören, ein bisschen gemein ist aber das die neue Folge Minkorrekt auch heute kam….Podcasttag! 🙂

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  2. njorg

    Zu den Gravitationswellen habe ich noch eine Frage.
    Florian, du sagtest, dass im Grunde nichts die Gravitationswellen blockiert. Nun kann ich mich aber dunkel daran erinnern, dass etwas zu messen, auch oft einen gewissen – wenn auch sehr kleinen – Effekt auf das hat, was man misst. Also die netten Apparaturen, mit denen ich früher im Physikunterricht Volt und Ampere gemessen habe, haben den Stromfluss geringfügig beeinträchtigt. Um Licht wahrzunehmen, müssen meine Sensoren es zu einem gewissen Teil absorbieren und auch Schall wird zu einem kleinen Teil von meinen Ohren (mehr natürlich von meinem gesamten Körper) geschluckt.
    Anders ist es natürlich bei der Messung von Geschwindigkeit, wenn ich ein Objekt von außen betrachte. Da muss ich ja nur das optische Signal mit der Zeit in Relation setzen.

    Sind derartige Effekte auch bei Gravitationswellen mitzubedenken? Ehrlich gesagt kann ich nicht mehr aus dem Gedächtnis rekonstruieren, wie Gravitationswellen nochmal genau gemessen werden, was ja für die Beantwortung der Frage relevant sein dürfte.

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  3. Bruno

    Die so genannten „arabischen Zahlen“ sind eigentlich „indische Zahlen“, die durch das zwischen Europa und eben Indien/China/etc. pendelnde Wander- und Handelsvolk Araber (i.w.S.) übertragen worden sind. Natürlich haben die Zahlsymbole auch dadurch eine Wandlung vollzogen – Fashion, Style und weiß der Geier.
    Die Null als eigenständiges Symbol stammt auch aus Indien, und wurde dort als Punkt geschrieben.
    Viele mathematische Entdeckungen, die wir hier bei uns europäischen Denkern zuordnen, wurden schon viel früher/später/gleichzeitig in anderen Teilen der Welt entdeckt. Ist ja auch klar: Warum sollte logisches Denken in unterschiedlichen Orten zu miteinander unverträglichen Resultaten führen? Wegen mangelndem Informationsflusses und der Sprachbarriere kam das in Europa nie an.

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  4. Marie

    Ich kapiere die Studie über Bewegung und Depressionen nicht. Welcher Mensch bewegt sich weniger as 1 h pro Woche? Schon allein, wenn man sich etwas zum Essen kaufen möchte, bewegt man sich, wenn man Müll rausbringt auch usw.
    Das schaffen doch nur Leute, die jemanden haben, der für sie einfach alles erledigt. Vielleicht Rentner, die nur vom Bett zum Sofa zum Esstisch zum Klo und wieder zum Bett gehen. Oder auch Leute mit körperlichen Krankheiten, die sie bettlägerig machen, Bewegungen verhindern oder große Schmerzen verursachen. In jedem Fall muss jemand da sein, der das Essen einkauft, putzt usw. Diese Person, die diese Tätigkeiten übernimmt, wird doch hoffentlich vermuten können, dass ihr Schützling in eine Depression gekommen ist?

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    1. David

      Das habe ich auch nicht verstanden.
      Und selbst 1h am Tag wäre nicht viel. Ja, CouchPotato mit Pizzaflatrate vielleicht, aber sonst geht das doch gar nicht. Selbst in einem Bürojob bewegt man sich ja etwas – wenig über die 8h verteilt ja – aber in der Summe sollte da auch dann mit Arbeitsweg doch locker 1h rauskommen.
      Oder sie definieren Bewegung anders und meinen dann explizit Sport – also Joggen, oder sonstiges in der Muckibude.
      Klar, der Kalorienverbrauch von 5km Gehen bei 5km/h ist nicht sooo doll, aber auch das ist doch Bewegung…

    2. Marie

      In dem verlinkten Artikel wird Gehen auch genannt. Da steht eher, dass wenn man besonders Schweißtreibendes macht, dann macht es keinen Unterschied bei den Depressionen.

      Wenn ich mir überlege wie wenig 1 bis 2 h Bewegung in einer ganzen Woche ist (schaffe ich bestimmt auch, wenn ich mal nicht aus dem Haus gehe), dann ist es zumindest für mich kein Wunder, dass man eine Krankheit entwickelt wie die Depression. Bewegungsmangel begünstigt doch sowieso viele Krankheiten. Ich vermute man degeneriert dann allgemein. Die Muskulatur baut doch sehr ab, jede Bewegung wird viel anstrengender. Das ist kein spaßiges Leben, wenn man sich weniger als 1 h pro Woche bewegt.

      Wenn man Krankheiten hat, bekommt man doch auch Psychiotherapie damit die betroffenen Stellen in Schwung bleiben oder nach einer schweren Phase geht man in die Reha, da bewegt man sich auch viel.

    3. David-Alex

      Ich kann mir schon vorstellen, dass man das “hinbekommt”. Keine Arbeit, Auto vor der Tür. Alle zwei Tage zum Auto das vorm Haus steht, zum nächsten Supermarkt fahren, 10 Minuten einkaufen, wieder ins Auto und heimfahren. Rest des Tages vorm TV, Computer oder im Bett. Und wer es ganz krass macht lässt sich sein Essen liefern. Alles machbar und wenn ich an meine vergangen Zocker-Tage und LANs mit Freunden erinnere sah das auch nicht anders aus. Und auch mit einer Arbeit – der Weg zum Auto ist oft kurz, dann damit direkt vors Bürogebäude gefahren, 3 Minuten da bis zum Schreibtisch und dann für den Rest des Tages sitzen. Klar, 1 Stunde ist extrem niedrig angesetzt, aber ich gehe schon davon aus, dass einige Leute so ihren Alltag bewältigen – bzw. kenne das auch aus der Arbeit einer geschlossenen Psyschiatrie. Hier gab es auch Depressionspatienten, die regelrecht gezwungen werden mussten, einen 10 Minuten Spaziergang mitzumachen, weil sie es aus ihrem Alltag nicht gewöhnt waren und oft noch von Partnern in ihrer Lethargie umsorgt wurden und denen irgendwann sogar der Gang zur Dusche zu “anstrengend” war.
      Und “Bewegung” würde ich daher auch als explizite Bewegung der Bewegung willen verstehen und nicht nur die 5 Meter bis zum Klo und wieder zurück.

  5. Tarifkenner

    Ich denke auch, eine Stunde Bewegung, z.B. Gehen, pro Woche heißt: einmal eine Stunde Spazierengehen, nicht: jeden Tag knapp 10 Minuten in der Wohnung und im Büro hin und her und zur Tiefgarage gehen.
    Ich hätte aber auch gedacht, dass der Effekt größer ist. Wer sich gar nicht bewegt hat ein 45 Prozent höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken. Das klingt nach viel, bedeutet aber: Statt eines Depressionsrisikos von 6 Prozent hat man eines von 8,7 Prozent. Und ob man eine Stunde pro Woche spazieren geht, also ein Minimalprogramm fährt, oder jeden Tag anderthalb Stunden joggt, also “was für seine Gesundheit tut”, ist für das Depressionsrisiko unerheblich.

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  6. David

    Kleine Kritik: Habe den Eindruck, dass der Part “Neues aus dem Universum” von Mal zu Mal größer wird. In dieser Folge ging es nach 42 Minuten ging es zum ersten Mal um etwas anderes. Mich würde es freuen, wenn es mal wieder etwas mehr Breite gibt!

    Soll natürlich nicht heißen, dass ich Florentins Ausführungen nicht interessant finde oder gar nichts davon hören will, nur 50% der Sendezeit finde ich halt zu viel. Das tolle an WRINT Wissenschaft war doch immer, dass es um aktuelle Entwicklungen aus 100 Themengebieten ging. Gibt ja auch noch Sternengeschichten und andere Formate, in denen dasselbe sowieso noch einmal ausführlicher erklärt wird.

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    1. Jörg

      Dem Stimme ich zu!
      Es ist super spannend was in diesem Weltraum alles passiert und wie ihr das aufbereitet. Etwas mehr weltliches darf aber auch drin sein.

  7. Volker Schreinert

    Zur Frage, ob es negative Zahlen im römischen Zahlensystem gibt: nein, gibt es nicht. Es gibt nicht einmal eine Null…

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  8. Daniel

    Hallo Holgi, Hallo Florian,

    ich bin neu hier und möchte mich zunächst mal für diese großartigen “Gespräche zum Runterladen (vulg. Podcast)” über Wissenschaft bedanken. Höre gerade alle (verfügbaren) Folgen von Anfang an durch (bin gerade Anfang 2015).
    Sollte das Ende dieses Podcasts tatsächlich nahe sein, so fände ich das sehr schade. Denn gerade jetzt scheinen immer mehr Menschen Fakten und Wissenschaft für etwas zu halten an das man “glauben” kann oder halt nicht, je nachdem wie es gerade besser passt ist.
    Vor ca. einer Woche hatte ich ein Gespräch mit jemandem, der tatsächlich der Meinung war (und vielleicht auch immer noch ist), dass (sinngemäß) “das alles mit der Wissenschaft nicht stimmt weil die Realität ja erst in unserem Gehirn zusammengesetzt wird und deshalb alles so ist wie ich es wahrnehme wie es ist und wenn ich es anders wahrnehmen würde wäre es halt anders und deshalb ist die Realität so wie wir sie uns vorstellen und deshalb besteht Wissenschaft auch nur aus Hirngespinsten”.
    Da ich nicht damit gerechnet habe einem fast 60-Jährigen Akademiker(!) mit eben diesen Ansichten erklären zu müssen was denn überhaupt Wissenschaft ist, gestaltete sich die “Entschwurbelung” als eher zäh.
    Leider befürchte ich, dass solche oder ähnliche Situationen und Gespräche in letzter Zeit vielerorts zunehmend häufig geführt wurden und auch wohl noch häufiger geführt werden müssen als es in einer modernen, aufgeklärten und durch Erkenntnis “gereiften” Gesellschaft normal (im Sinne von “Erwartbar”) wäre.
    Deshalb möchte ich euch darum bitten, dass ihr in eurem gewohnt lockeren und verständlichen aber dennoch fachlich korrekten Ton die Frage erörtert (so detailliert wie möglich 🙂

    “Was ist (seriöse) Wissenschaft und wissenschaftliche Erkenntnis?”

    (Ich habe erst vor ein paar Tagen angefangen den Podcast zu hören und habe noch nicht alle Folgen durchgehört (bin gerade bei Anfang 2015 🙂 way to go ..) und weiß nicht ob ihr das nicht vielleicht schon gemacht habt. Wenn dem so ist, so möge Asche auf mein Haupt regnen und jemand mir bitte die Folgennummer/-titel nennen.)

    LG, Daniel

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  9. sternburg

    Zur Frage, ob die Gravitationswellen-Messung einen weiteren Nobelpreis ergeben sollte:

    Wenn ich mir das alles so anhöre, wie ein multinationales Forschungszentrum ein Signal auffängt und dann eine Meldekette in Gang setzt, nach der sich rund um den Planeten Teleskope auf einem bestimmten Punkt am Himmel ausrichten – ich finde, wenn sich hier ein Nobelpreis aufdrängt, dann ist es der Friedensnobelpreis.

    Hätte man auch mal wieder einen würdigen Preisträger. Mit einer tragfähigen, wunderschönen und praktisch gelebten Vision.

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  10. Robert

    Ich hatte auch vor ein paar Tagen schonmal einen Kommentar über die Folgerungen von gleichzeitiger Ankunft der elektromagnetischen Welle und der Gravitationswelle für fundamentale Physik (insbesondere Modifikationen der ART als Alternative zu WIMPs) geschrieben, der ist hier aber nie aufgetaucht. Steckt der vielleicht noch in irgendeiner Moderation fest?

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