WR654 Die Wannseekonferenz

 

Am 20. Januar 1942 wurde auf der Wannseekonferenz die Durchführung des Völkermordes an den Juden beschlossen. Matthias von Hellfeld erzählt.

Die passende Ausgabe “Eine Stunde History” läuft am 22. Januar 2017 auf DRadio Wissen.

10 Gedanken zu „WR654 Die Wannseekonferenz

  1. blub

    Ihr habt euch ja lange über euer Unverständnis und die “Banalität des Bösen” ausgelassen.
    Aus irgendeinem Grund halten viele es für unmöglich das jemand privat ganz nett sein kann und trotzdem ansonsten Widerlich.
    Ich halte das auch für Fatal das medial (Spiele/Filme/Bücher) Bösewichte entweder postuliert oder über persönliches Arschlochtum charakterisiert werden. ()Aus dem Grund hassen bei Harry Potter auch mehr leute Umbridge als Voldemort.) So kommt man nie in den unangenehmen Konflikt wirklich mal denken zu müssen. So sparen Geschichtenerzähler es sich aber auch eine haltug zu beziehen dei im enteffekt politisch ist.

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    1. Eric Danielski

      Zur Mimikry Eichmanns, auf die leider viele Menschen hereingefallen sind, hat sich Bettina Stangneth unter dem Titel “Gefährliches Verstehen-Wollen. Adolf Eichmanns Wissen über Urteilskraft und Manipulation” geäußert.

      https://www.youtube.com/watch?v=Xe74W3b7nMM

      Auch zum Themen des Bösen hat sich Stangneth geäußert.

      https://www.youtube.com/watch?v=gTYjvoJvXzk

      Zum Vorgang der Entführung äußert sich Gaby Weber.

      https://www.youtube.com/watch?v=Pq0IFw9ZSeI

  2. Stefan Peter

    Chapeau!

    ich habe in den letzten 30 Jahre _nie_ eine so betroffene Aufarbeitung der NS Vergangenheit Zentraleuropas gehört. Warum haben wir diese Thema nicht einmal in der Schweiz im Geschichtsunterricht behandelt? Ich habe vier mal bei den Römern begonnen und bin nie über die Weimarer Republik heraus gekommen.

    Und auch wenn sich Deutschland heute Vorwürfe macht, so ist aus der Geschichte doch klar, dass Antisemitismus und Pogrome nicht auf Deutschland beschränkt waren/sind.

    Dieser und der entsprechende DRadio Wissen Beitrag müsste meines Erachtens nach Pflichtstoff in allen Schulen Europas sein. Insbesondere heute, weil, wer nicht aus der Geschichte lernt, ist verdammt dazu, sie zu wiederholen.

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  3. hilti

    Holgi spricht mit dem Aufwand, der für die Vernichtung des “lebensunwerten Lebens” (waren ja nicht nur die Juden sondern auch Schwule, Behinderte, Zigeuner) getrieben wurde einen Punkt an, den ich auch nie verstanden hab. Man sollte meinen, dass dafür nach dem Krieg noch genug Zeit gewesen wäre. Schließlich waren sie davon überzeugt den zu gewinnen. Der Zyniker in mir denkt analog zu den Strafbataillonen an Judenbataillone, die man hätte verheizen können. Aber letztlich zeigt es wie irrational die Nazis waren und dass dem totalen Krieg eben nicht alles untergeordnet wurde (weiteres Beispiel wär die Ukraine wo sie als Befreier begrüßt wurden und sich dann da so benehmen, dass sie genaus o wie Stalin gehasst wurden).

    Zu den Bombardierungen. Gegen Ende des Krieges sind den Briten tatsächlich die Städte ausgegangen, weil schon alle großen Ziele zerstört waren und sie haben begonnen auch kleinere Städte anzugreifen. Nach der Kapitulation haben die Allierten zu ihrem eigenen Entsetzen herausgefunden wie wenig die Flächenbombardierungen gebracht haben. Und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass die Bombardierung der Eisenbahnanlagen am effektivsten war. Das wurde gegen Japan noch angewendet.

    Interessant an der Verrohung am Krieg ist wie selektiv das war. Während sie sich im Westen halbwegs zivilisiert die Köpfe eingeschlagen haben wurde im Osten jegliche Zurückhaltung aufgegeben (ich hoffe es ist klar wie ich das meine. Mit den Formulierungen bin ich nicht glücklich). Damit mein ich nicht nur Deutschland-Sowjetunion sondern auch Japan-USA. Die Amis betrachteten die Japanern nicht als gleichwertig sondern wähnten sich als Weiße dem Asiaten überlegen. Das zeigte sich vor allem im Umgang mit Kriegsgefangenen bzw darin ob überhaupt welche gemacht wurden. Wenn der Gegner als minderwertig betrachtet wird führt das offenbar zu Verrohung. Weil ja keine “richtigen” Menschen trifft.

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  4. Eric Danielski

    Die offenbar nicht bekannten Arbeitssklaven, sind die jüdischen Sonderkommandos. Über sie berichtet Gideon Greif unter dem Titel „Die Elendsten unter den Elenden. Das “Sonderkommando” in Auschwitz-Birkenau“.

    https://www.youtube.com/watch?v=RsichTkJ7HA

    Wobei es auch andernorts solche Sonderkommandos gab.

    „”Sonderkommandos” nannte man die Häftlinge in den Konzentrationslagern, die an den Fließbändern des Todes ihre Arbeit taten. Ein neues Buch gibt Auskunft über ihr Überleben. Einer dieser Überlebenden sagte: “Ich hörte auf, ein Mensch zu sein.”“

    http://www.antisemitismus.net/shoah/sonderkommando-1.htm

    https://holocaustcontroversies.blogspot.de/2015/06/the-auschwitz-birkenau-sonderkommando.html

    https://holocaustcontroversies.blogspot.de/2015/01/rebuttal-of-mattogno-on-auschwitz-part.html

    https://holocaustcontroversies.blogspot.de/2015/01/the-contemporary-sonderkommando.html

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