WR602 Scholastik hilft nicht gegen Metal

 

wrint_heit_2014_200Podcast: Teenagersexbeichte. Außerdem: Die Elitepartner-Frage du jour, Schlachtung, Werbemodels, Freizeit, mündige Bürger, Selbstdarstellung, Aufklärung durch Medien, Weltuntergang, Lesen und Schreiben, Urlaubsziele, Gewitterangst, Fehlschlüsse, das Internet und die Kultur, Utopien und Dystopien, Bilder und Worte, Thomas Bernhard, Podcasthonorarberechnung, Sprachwechsel, Hintergrundrauschen, Vorstellungen, alte Platten, Backwerk, Manieren, Möbel, Servietten, Stimmungen, Gruppen, das Internet, böses Fernsehen, esureL.

82 Gedanken zu „WR602 Scholastik hilft nicht gegen Metal

  1. Anne

    Vor Jahren ist bei einem Gewitter direkt nach einem Blitz mal mein Computer hochgefahren. Kaputtgegangen ist er allerdings nicht. Zumindest kann ich jetzt schon glauben, dass so ein Blitz auch mal in den eigenen Stromkreis „einschlagen“ kann.

    Ausstecken tu ich gelegentlich, wenn das Gewitter wirklich direkt überm Haus ist oder wenn wir länger wegfahren, aber auch dann nur die teuren Geräte. Ob es albern ist, keine Ahnung, aber es macht auch keinen großen Aufwand.

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    1. Otto H.

      Bei mir gab es mal während eines Gewitters eine heftige Stromschwankung, bei der alle Zimmerleuchten kurzzeitig auf die Hälfte ihrer Energieleistung runtergingen. Genau in dem Moment wollte mein PC etwas auf der Festplatte speichern. Die Platte hat es zwar überlebt, aber ein Großteil der Speichersektoren waren waren fortan fehlerhaft.

    2. Phil

      ich kenne noch den Mythos, dass man bei Gewitter nicht in der Badewanne liegen sollte. Aber was da dran ist, keine Ahnung

    3. d

      @Phil (weil kommentare ja nur einmal nested sein können, ugh)
      es gibt eine folge mythbusters zum dem thema „beim duschen vom blitz getötet werden“
      Ich glaube das fazit war, ist relativ schwierig weil blitz immer in den blitzableiter oder ins stromnetz einschlägt, aber sie haben es glaub ich am ende mit viel mühe schon hingekriegt den stromstoss irgendwie durch den dummy in der dusche zu leiten als wirklich kein anderer pfad verfügbar war.

    4. colmans

      Ich hab bisher immer nur gehört, dass Computer durch Blitzschlag über die DSL Leitung beschädigt wurden. Deshalb gibt/gab es für Telekom-Kunden eine Art Versicherung für solche Beschädigungen.

      @ Holgi: Geh‘ mal davon aus, dass es keinen Überspannungsschutz für das Stromnetz bei Dir zu Hause gibt. Die einfache Absicherung im Sicherungskasten reicht da nicht aus.

    1. holgi Beitragsautor

      Ha! Ich habe eine Lösung gefunden \o/

      Allerdings kann ich die erst bei zukünftigen Sendungen anwenden…

  2. buzz-t

    Krass!
    Wenn das nun Eure neue Sende-Frequenz (was für ein wortspiel o_0) ist, dann kann ich das nur begrüßen…

    VIELEN DANK! 🙂

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  3. nurbsi von sirup

    Schon wieder eins mit der Tobor?! Endkrass – aber nicht, dass ihr uns verwöhnt und der übliche Rhythmus dann richtige Qualen verursacht.

    Das beste an der Elitepartnerfrage: die erste Antwort auf den Thread ist (mit Zitat „bin ich da zu engstirnig?“):

    „Ja.“

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  4. simohn

    Ich würd’s begrüssen, wenn im Sendetitel der Titel der Rubrik steht. Also Wrintheit, oder Wissenschaft oder Realitätsabgleich…

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  5. Carl

    ich sage danke , wenn ich es wirklich meine und wenn jemand etwas gutes tut, was nicht seinem job oder dem standard entspricht ich bin behindert . ich müsste mich für jeden scheiß bedanken. auf tolette bringen etc. ich find es schlimm , wenn leute darauf bestehen und spüren lassen das er das gerne häätten. wenn ich jemand um hilfe bitte, der fremd ist ud der die hilfestellung nicht! als job macht , da bedanke ich mich meistens, außer er lässt seine gutmenschlichkeit raushängen.

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    1. Anne

      Ich mache es so wie Alex, ich finde bedanken super. Ich bedanke mich auch bei meinem Mann, wenn er mir abends ein Glas Wein ans Sofa bringt oder ähnliches, eben genau, um zu zeigen, dass ich wahrnehme, wenn jemand etwas für mich tut, vollkommen egal, ob es zum Job gehört oder anderweitig eine Selbstverständlichkeit ist. Es kostet nichts, weder Zeit noch Aufwand.

  6. Pascal

    Zu Thomas Bernhard: Ich würde mal „Holzfällen – eine Erregung“ probieren. Ein Monolog über den Hass auf blasierte Künstler und Selbsthass. Klingt ganz schlimm, ist aber stark an seine tragische Lebensgeschichte gekoppelt. Ein sehr spannender Autor mit einem Leben voller (Theater-)Skandale. Gibt auch einiges auf Youtube.
    Auch seine Rede zum Büchner-Preis ist lesenswert, die findet man auch noch im Netz.

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    1. Tobias

      Holzfällen ist wirklich großartig. Bernhard ist gegen seinen Willen zu einem „künstlerischen Abendessen“ eingeladen, sitzt einsam auf seinem Sessel und regt sich innerlich über die Wiener Bildungsbürger- und Künstlerszene auf, die bei dem Abendessen anwesend ist. Sehr bösartig und gleichzeitig tragisch. Wunderbar. Da viele Charaktere sehr, sehr nah an echten Charakteren orientiert waren, die das Buch nicht so wunderbar fanden, ist es in Österreich zeitweise nach einer „Ehrbeleidigungsklage“ verboten worden.

  7. Rene

    Ich kann ein bisschen Licht ins dunkle bringen was Gewitter und Elektrogeräte angeht und hoffe dabei keinen quatsch zu erzählen, ist ein bisschen her das ich mich damit beschäftigt habe.

    Zum einen sind Blitzschutzmaßnahmen nicht unbedingt in jedem Haus vorhanden, es gibt keine Pflicht so etwas zu installieren. Blitzableiter auf dem Dach haben primär die Funktion das Gebäude an sich zu schützen, da es durch die enorme Energie zu diversen Schäden an der Bausubstanz kommen kann. Es gibt für elektrische Leitungen auch Schutzgeräte, diese sind aber auch nicht vorgeschrieben und man kann sich nicht immer darauf verlassen.
    Ein Blitz hat auch nicht nur Einfluss auf das Objekt, dass direkt getroffen wird. Es entsteht auch ein sehr starkes elektromagnetisches Feld, dass trotz Blitzschutz zu enormen Schäden führen kann. Ich habe mal Bilder eines Hauses gesehen neben dem ein Blitz einschlug. Die elektronischen Geräte und die kompletten Stromleitungen waren hinüber, und zwar mit so einer Wucht dass es einige Wände aufgerissen hat. Eine Playstation lag in vielen kleinen Teilen im Wohnzimmer verstreut. Not funny..

    Es kommt durch die Blitzableiter und Überspannungsschutz zwar nicht mehr ganz so häufig vor, aber wer auf Nummer sicher gehen will ist wirklich gut damit beraten seine Geräte auszustöpseln wenn ein Gewitter kommt. Der Schaden der entstehen kann ist enorm. Ich muss aber gesehen das ich häufig auch nicht die Stecker ziehe

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    1. Leonard

      Bei uns ist mal ein Blitz eingeschlagen. Mehrere Elektrogeräte sind kaputt gegangen und im Obergeschoss flogen die Steckdosen aus den Wänden. Der Teufel steckt aber im Detail: Ein Computer im Erdgeschoss hatte auch eins gewischt bekommen, obwohl alles andere in der Nähe heil geblieben war. Wir könnten anhand der Verschmutzungen rekonstruieren, dass vermutlich das LAN Kabel der Schuldige war, denn das lief eine Strecke gemeinsam mit Stromkabeln, die auf den Dachboden führten und durch die der Blitz seinen Weg gesucht hatte. Wenn man also ausstöpselt, dann auch Netzwerkkabel, Kabel zwischen verschiedenen Geräten, Antennenkabel Telephon und Ethernetkabel usw.

      Wie schon gesagt wurde schützen normale Haushaltssicherungen vor hohen Strömen, die im normalen Netz fließen. Blitze fließen aber mitunter in jedem x-beliebifen Leiter (Heizungs und Wasser installation sind auch aus Kupfer), oder auch mal kurze Strecken durch die Luft.

    2. Stefan

      Der Blitz induziert durch sein elektromagnetisches Feld Spannungen in allen möglichen Leitern (Stromkabel, LAN-Kabel, Telefonleitungen), auch wenn diese selbst keinen Strom führen. Diese Spannungen können die angeschlossenen Geräte zerstören. Dazu muss der Blitz nur in der Nähe einschlagen.

  8. Anne

    Zum Thema: „Warum poste ich auf Instagram?“ Das hat für mich mehrere Gründe.

    Erstens, natürlich, auch irgendwie Selbstdarstellung. Man kann glaube ich schwer behaupten, dass das nicht so wäre. Ich poste ja schon meistens Bilder von Dingen, die ich irgendwie toll finde. Gelegentlich aber auch irgendwelche witzigen Sachen, die mir auffallen oder einfach Bilder, die eine Geschichte erzählen oder zu einer gehören (z.B. von meinem verbundenen Finger nach dem Stabmixerunfall). Das ist für mich einfach eine visuelle Ergänzung zu Twitter.

    Zweitens, was auch die Frage der Öffentlichkeit angeht, ist es doch super, wenn man Dinge mit Leuten teilen kann, die man vielleicht nicht kennt oder nicht so gut kennt, die sich aber trotzdem dafür interessieren oder daran Freude haben. Bei Restaurantbildern denke ich auch, vielleicht ist das für den ein oder anderen ein Grund, auch mal in dieses Restaurant zu gehen. Da man bei Instagram den Leuten ja bewusst folgt, gehe ich eben davon aus, dass sich die Leute, die mir da folgen, schon für irgendeinen Aspekt interessieren werden. Ob das persönlich ist oder weil sie meine Bilder schön finden oder weil sie einen Bezug zu den Motiven haben, ist ja zunächst egal. Das ist vielleicht sogar die angenehmere Version als die Bilder immer nur den Menschen im direkten Umfeld zu zeigen, die sich vielleicht irgendwann nur noch aus Höflichkeit dafür interessieren.

    Drittens ist es auch schön ein Bildertagebuch zu haben. Ich habe letztens Spaßeshalber mal meine Instagramhistorie durchgeklickt und dachte nachher nur, was für ein geiles Leben ich in den letzten Jahren hatte. Auch, wenn es teilweise so ist, wie Alex sagt, also, dass wir uns unser Leben dadurch vielleicht auch schöner denken, wenn’s funktioniert, ist das doch super. Könnte ich natürlich auch offline machen, aber da wäre dann glaube ich die Motivation nicht so vorhanden. Außerdem hilft es, dass der Tagebuchaspekt eher ein Nebeneffekt ist, so dass man die Bilder nicht bewusst genau danach aussieht, sondern eher intuitiv postet.

    Ein letzter Aspekt kann tatsächlich auch die Kreativität sein. Ich folge einigen Accounts, die nur Zeichnungen oder andere kreative Dinge posten. Für jemanden, der sowas macht, ist das einerseits ein gutes Outputmedium und zweitens im Zweifel auch eine Werbemöglichkeit. Und ich find’s hübsch.

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  9. Morgan Schönberger

    Ich habe auch mal bei McDonalds gearbeitet, zusammen mit vielen Leuten die Deutsch als Fremdsprache gelernt haben. Da kam auch auf jedes Danke ein Bitte und auf jedes Bitte ein Danke.
    Das hatte dort aber einen prima Nebeneffekt: Wenn ich durch die Küche gerufen habe „Die Eismaschine auffüllen, bitte“ und kein Danke zurück kam wusste ich, dass das auch niemand gehört hat. Umgekehrt müsste ich mir das auch aneignen, weil sonst die Sachen die mir zugerufen wurden nicht „als gehört markiert“ worden wären.

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  10. Stephan

    Hatte mal ein Fahrrad für jemanden im Haus angenommen. Stellte sich dann raus, das er kurz vorher in den Urlaub gefahren ist und das Paket stand zwei Wochen bei uns in der Wohnung.

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  11. Stefan

    DANKE für den Hinweis auf das Elitepartner-Forum!!! Ich schau da jetzt jeden Tag rein und amüsiere mich köstlich!!! Bitte nehmt das fix auf in die Sendung.

    Zum Thema Blitze: Mangelnder Blitzschutz war für uns ein Umzugsgrund. Es hatte öfters Geräte bei Gewitter zerschossen (Backofen, Telefon, interne und externe Festplatte vom PC) und einmal kam der Blitz sogar im Wohnzimmer aus der Steckdose. War nicht schön. Seitdem stecken wir die wichtigen Geräte (Rechner, TV mit Peripherie usw…) bei nahem Gewitter immer aus, auch wenn wir länger (+2 Tage) wegfahren. Sicher ist sicher und die paar Stecker ziehen ist ja wirklich keine große Arbeit.

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  12. been told

    Großartige Folge mal wieder. Bravo!

    Ein Punkt, den ich etwas anders sehe, war:
    Was diese Bilderserien (wenn Männer posieren müssten wie Frauen) aber stets vergessen ist: die Frauen in den Bildern sind in der Regel ziemlich attraktiv, während die Männer in den Verarschungen in der Regel nicht attraktiv und meist ziemlich übergewichtig sind. Es ist immer noch lustig, aber funktioniert da für mich als sozialkritisches Kommentar nicht mehr.

    Die Fragen waren diesmal auch wirklich außergewöhnlich gut. Oder vielleicht gab es eher außergewöhnlich viele gute Fragen in dieser Sendung… Egal, jedenfalls sehr interessant und unterhaltsam wieder. Top eBayer, gerne wieder!

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  13. Anna

    Als Mitglied des Bildungsbürgertums, Trägerin eines Doktorgrades und leidenschaftliche Heavy Metal Hörerin wollte ich nur kurz anmerken, dass ich nach dieser Sendung nun den elitepodcast ins Leben rufen werde. Benötige noch einen Podcastpartner. Vielleicht gründe ich auch gleich Elitepodcastpartner.de. Fragen aus dem dazugehörigen Forum können dann gerne aufgegriffen werden. *winkt huldvoll*

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  14. Andreas

    Zum Gewitter und Elektrogeräten: Mir ist mal tatsächlich ein Computernetzteil und die Grafikkarte bei einem Gewitter abgeschmiert. Plötzlich ging der Rechner aus und blieb aus.
    Wenn ein Gewitter in unmittelbarer Nähe ist ziehe ich seither immer die Stecker.

    Und für die Leute die das 80er Gefühl auf der Autobahn kennen gibts ein Subreddit. http://www.reddit.com/r/outrun 80er Style, Neonröhren die sich im Regennassen Straßen spiegeln, Schmutz, Autos und diese albernen Lasergitter.

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    1. Dieter Michel

      Der beste Name, der mir bisher für einen Friseursalon
      untergekommen ist, war „Edward’s“. Ich hoffe sehr, der
      Name ist so entstanden, wie ich denke, dass er es ist.
      Den Laden habe ich bei einem Besuch in München gesehen,
      am Weißenburger Platz.

      Dieter

    1. Martin

      Was, ich bin doch nicht der einzige Mensch auf der Welt der diesen Film kennt und schätzt?
      \o/

  15. Björn

    Hallo Alexandra,

    folgende drei Bücher würde ich dir gern von Thomas Bernhard empfehlen, wobei ich persönlich immer wieder zu Nr.1 greife:
    1. Alte Meister (das Scheitern der Kunst)
    2. Der Untergeher (das Scheitern an der Kunst)
    3. Holzfällen (vermutlich am Meisten entertaining, wenn man das bei Bernhard so nennen kann)

    Falls du etwas von ihm liest, erzähl doch mal wie es für dich war 😉

    Viele Grüße

    Björn

    Antworten
    1. Alexandra

      Geil, genau das hab ich!
      Erstmals 1998: Ein creeepy Engelschor raunt mir zu: „Geh nicht weg, geh nicht weg. Bleib hier, bleib hier!“
      In einer unwissenschaftlicheren Zeit als der unseren wäre ich bestimmt Prophetin geworden. 😉

  16. Phil

    oh Gott, danke für’s „debunken“ von AnnenMaySchneidereit 😀
    Erwähnenswert finde ich hier:
    „Pocahontas“
    „Zuhause bist immer nur Du“

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  17. André D.

    Eine kurze Ergänzung zum Podcast „teenagersexbeichte“:

    Einen der Podcaster (Malik Aziz) kann man auch noch in folgenden Podcasts hören:
    – Redebedarf („Laberpodcast“)
    – Sidestream (Einblicke ins Musikgeschäft)
    – [der Weisheit] (von und mit Markus Richter)

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  18. Fabian

    Hallo Alexandra, hallo Holgi,

    danke für eine weitere tolle Folge.

    Ihr habt tatsächlich ein lag von ein und dreiviertel Jahr?
    Wie werdet ihr damit umgehen?
    A) Eine 24h Dauersendung. ^^ Das wäre mir am liebsten. 🙂
    B) Die Frage verwerfen und mit neuen Fragen weitermachen? Das fänd‘ ich nicht toll, 😉
    c) Ihr macht weiter wie bisher? Aber dann dürft Ihr euch nicht beschweren, wenn Fragen mehrmals gestellt werden, da diese ja meist älter sind, als deren Beantwortung. Ich meine, eine Frage die ich heute stelle und erst in 2 Jahren beantwortet wird, könnte in der Zeit von vielen anderen auch gestellt werden. 😉

    Gruß und vielen Dank
    Fabian

    Antworten
    1. David

      Hör dir doch nochmal den kurzen Holgi-Monolog in der Einleitung an, vielleicht auch in etwas langsamerer Geschwindigkeit.

  19. Jochen Wilms

    …. ein Hauptschalter um die komplette Wohnung lahm zu legen… Hab ich 🙂 … ausser der Kühlschrank ist dann alles tot! spart Geld und die Leute staunen und erklären mich für verrückt!

    Grüße und vielen Dank

    Jochen

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  20. Aniong

    Wenn ich versuche, mir die Folgen von sehr hohen Benzinpreise vorzustellen, komme ich aber nicht zu dem Ergebnis, das Holger sich wünscht. Angenommen, wir machen Benzin nun jedes Jahr immer teuerer und gleichen das für die Dorfbewohner sogar aus, damit nur die Städter darunter leiden. Was passiert, ist dass sich zuerst die Geringverdiener kein Auto mehr leisten können, dann irgendwann die Mittelschicht, bis am Ende auf der Straße nur noch die richtig Wohlhabenden übrig bleiben, denen die Spritpreise so oder so komplett egal sein können. Endlich freie Fahrt für reiche SUV-Fahrer, da alle anderen weg von der Straße sind! Kann das wirklich das Ziel sein? Für mich klingt das auf jeden Fall nicht so, dass die Grünen und auch Holger das wirklich zuende gedacht haben. Man scheint wohl zu glauben, dass bei höheren Spritpreisen alle gleichermaßen denken: „Nun denn, das Benzin kommt mir jetzt etwas teuer vor, da kaufe ich mir halt ein schönes Rad“.

    Wenn man will, dass alle Leute weniger Auto fahren und nicht nur die armen, muss man das für alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen unangenehmer machen, indem man z.B. immer größere Teile des Straßennetzes für Radwege und Busspuren abzwackt. Wer dann noch Autofahren will, steht auf der für Autos immer kleiner werdenden Fläche halt mehr im Stau, und zwar egal ob man arm oder reich ist.

    Auch wenn Holger das immer wieder gebetsmühlenartig fordert, halte ich teureres Benzin genau für den falschen Weg, zu weniger Autoverkehr zu gelangen.

    Antworten
    1. Been Told

      Stimmt, das hab ich mir auch gedacht, als ich die Stelle hörte. Die Lösung mit der physischen „Verdrängung“ der Autos ist für mich die einzig sinnvolle. Oder es fällt mir zumindest keine sinnvollere ein.

    2. Duncan

      ich fahre Auto in der Stadt eigentlich nur aus Transportgründen. Und so 30-800kg Material und Werkzeug macht sich halt echt bescheiden mit ÖPNV und Rad. Ich bin sehr für den Weg den ÖPNV so geil und schnell zu machen, dass ich gar nichts anderes benutzen möchte. Derzeit ist man mit Stau auf der Stadtautobahn (Rudolf-Wissel-Brücke) immer noch um eine ganze Stunde schneller quer durch Berlin als mit dem ÖPNV….
      Erster Anfang der Perso reicht als Fahrkarte für den lokalen ÖPNV der Wohnortstadt. Alleine das keine zusätzliche Fahrkarte kaufen müssen animiert zur mehr Nutzung, das Auto ist ja „kostenlos“ das brauchst ja nur 1-2mal die Woche tanken…

    3. Nebsler

      Wenn das Geld einfach so im Steuersäckl verschwindet, schürt das natürlich den Verdacht, dass es für Unfug wie BER, goldene Pissbecken im Kanzleramt, etc verplempert wird.

      Ich finde es sollte gleichmäßig über der gesamten Bevölkerung verrieselt werden, jeder bekommt ein 80-Millionstel überwiesen. Der Bonze mit seinem Dickschiff und übers Wochenende nach London jetten, zahlt halt ein paar Tausender drauf (merkt der aber gar nicht). Der Hartzi und die Rollator-Oma haben so aber ein fettes Weihnachtsgeld (Nein, nicht auf Stütze/Rente anrechnen!). Und Otto-Normal-Mittelschichtler merkt (hoffentlich), dass er sich durch kleine Verhaltensänderungen zwischen „zahl drauf“- und „bekomm was raus“-Zone bewegen kann.

    4. flyingtoaster

      Wenn Menschen komplexe Zusammenhänge verstehen würden, dann würden sie nicht zuerst beim Individualverkehr ansetzen, sondern z.B. beim Schiffsverkehr.
      Ein einziges großes Kreuzfahrschiff stößt über die gleiche Streckenlänge so viele Schadstoffe aus wie 5 Mio. PKW.
      Ich persönlich könnte auch nur schwierig begründen, warum z.B. das Verbrennen von Öl zum Heizen der Wohnung geringer besteuert wird, als zum Transport, wenn man mal die Kosten des Straßenbaus und Instandhaltung abzieht. Ich denke jedes CO2-Molekül ist gleich schädlich, egal ob aus dem Auspuff oder dem Schornstein.
      Außerdem müsste man auch an den Flugverkehr herangehen, dort haben durch das Einbringen in hohe Schichten der Atmosphäre die Schadstoffe tatsächlich einen schädlicheren Effekt.
      Interessanterweise hat eine Umfrage ergeben, dass gerade unter den Wählern der Grünen besonders viele Vielflieger sind.

  21. Christian

    Meine Eltern haben damals ™ zwei Modems (das zweite konnte „schon“ 56k) an Gewitter verloren, beide male über die Telefonleitung. Den Router auszustöpseln könnte sich also durchaus lohnen.

    Antworten
  22. Phil

    da wirft sich mir gerade die Frage auf, was genau läuft bei Internetprovidern eig. immer schief, wenn es Ausfälle wegen Unwetter gibt? Sind das erwähnte „Gewitterprobleme“ oder hat das damit gar nichts zu tun? Lässt sich das überhaupt beantworten? Ich hatte oft den Eindruck, es musste nur mal 2 Tage stark regnen, *zack* is‘ Internet weg. Fand die Vorstellung immer sehr absurd, dass irgendwas absäuft. Aber ebenso wenig kann ich mir vorstellen, dass jedes Mal ein Blitz einschlägt. (Sorry wenn zu doll OT, oder dumm, dachte hier ist evtl. die ein oder andere Person, die sowas weiß)

    LG Phil

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    1. Stefan

      Bei manchen Providern stehen die Server eben im Keller. So ein Keller kann bei anhaltendem Regen halt evtl. vollaufen. Und schon ist Sense mit dem Internet.

  23. Berlitz

    Zu „Bilder sagen mehr als tausend Worte“: Über den Wert der Erfahrung beim Betrachten stimme ich Alexandra voll und ganz zu. Vielleicht liegt man dem Irttum auf, Sinneswahrnehmung sei objektiv (was natürlich nüchtern betrachtet stimmt). Beispiel: ich lese seit über zehn Jahren Manga und meine Sehgewohnheiten sind derart an verschiedene Style und an feinste Unterschiede gewöhnt, dass ich vollkommen andere Dinge „sehe“. Der Unterschied z.B. zwischen einer Zeichnung aus japanischer Feder einem nichtjapanischen Zeichner ist für mich in den meisten Fällen offenkündig, für andere sieht alles gleich aus. Andererseits ist es mir als musikalischer Analphabet fast unmöglich irgendetwas aus klassischer Musik herauszuhören. Mir stellt sich die Frage, ob und inwieferin Hintergrundwissen die Basis für eine objektive Betrachtung darstellt. Vermutlich ist das nur ein unsinniges Gedankenspiel..

    Zu Instagram: Ich habe mit angefangen, auf Instagram Bilder hochzuladen, weil es mir schlicht zu doof war, Alben auf Facebook hochzuladen. Ich finde es angenehmer aus hundert Bildern drei gute auszwählen als einen Ordner mit hundert Bildern auf Facebook hochzustellen. Außerdem bietet Instagram die Möglichkeit, Bilder von den eigenen Hobbies hochzuladen ohne es verteidigen zu müssen. Auf Twitter passiert es oft, dass ich einen Film gut finde, das twittere, und direkt von irgendjemandem zu einer Rechtfertigung gedränkt werde.
    Instagram ist da harmloser. Auf manchen Accounts werden nur Bilder von einem Buch und einer Tasse Cafê hochgeladen, also man teilt eine Fantasie von einem entspannten Nachmittag (der vielleicht im Leben des Users gar nicht stattgefunden hat). Die Gefahr getrollt zu werden ist wesentlich geringer. Und Bestätigung in Form von Herzen/Favs/Likes bekommt man wesentlich einfacher als auf Facebook oder Twitter (auch wenn man nicht eine gewisse Bekanntheit hat).

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  24. Zockerjoe

    Wer Schwierigkeiten hat, sich Krieg vorzustellen, einfach die Anfangssquenz von „Saving Private Ryan“ bewusst gucken und nicht die Augen zu machen. Diese Szenen sind schon sehr nah an der Wahrheit dran.

    Anschließend „Jarhead“, denn nach dem Grauen ist die Langeweile das schlimmste am Krieg.

    Antworten
    1. Patrick

      Ein Film ändert rein gar nichts an der Vorstellung von Krieg bzw. an der Vorstellbarkeit. Man kann sich die Szene immer und immer wieder anschauen, wird aber immer wissen, dass es sich um eine Filmszene handelt. Man kann auch die täglichen Kriegsberichte aus Syrien auf Youtube anschauen. Das macht einem Krieg nicht besser verständlich.

  25. stoechi

    Alexandra: guck dir mal „2012 – Das Ende der Welt“ von Roland Emmerich an, da geht die Welt genau so unter wie du es dir vorstellst

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  26. Wolfgang

    Zu Annenmaykantereit:
    Die Frage ist eigentlich falsch gestellt. Annenmaykantereit sind das perfekte Beispiel für Kommerzialisierung in der Musikindustrie, aber nicht, weil sie kommerzialisiert werden werden, sonder, weil sie es schon worden sind.
    Bei Annenmaykantereit geht die Kommerzialisierung schon jetzt so weit, dass in der offiziellen Darstellung sogar verschwiegen wird, dass das aktuelle Album mit nichten das Debüt der Band ist. Es gibt ein ca. 2013 erschienenes Album von Annenmaykantereit das AMK betitelt ist. Darauf ist nicht nur der Sound deutlich sperriger, weil auch weniger professionell aufgenommen. Es sind darauf auch 50% englischsprachige Lieder, die sehr bluesartig daher kommen. Das alleine ist schon deutliches Anzeichen genug, dass die Plattenfirma die Band _glattgezogen_ hat.

    Antworten
  27. hano

    Hallo Holgi…

    das zum Thema Gewitter schon gesagte hat bisher viel richtiges und wichtiges in sich.
    Ich möchte noch etwas zum „Sicherungskasten“ hierr muss man in zwei Kategorien unterscheiden… dem
    FI-Schutzschalter, er ist der Lebenretter, bei Fehlerstrom durch Feuchtigkeit oder ähnlichem.
    Dann gibt es noch die „üblichen Sicherungen“ diese sichern das Stromnetz nach außen. Das jetzt mal alles so vereinfacht heißt, eigentlich schützt nix standardmäßig vor einem Blitzschlag.

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  28. Feuerwasser

    Ein Veggieday bringt nur nicht mehr soviel, wenn man als Partei bis zum Jahr 2007 eine völlig verfehlte Biosprittpolitik mit voran getrieben- , für seine politischen Ziele ganze Ökosysteme platt gemacht-, Menschen um ihre Existenzen und ihre Leben gebracht hat.

    Grüne denken eben nicht soweit. Diskutieren hilft ihnen auch nicht, die Herausforderung wird denen zu groß, wenn sie sich nicht mehr unreflektiert moralisch überlegen fühlen dürfen.

    Daher breche ich es immer auf eine kurze Antwort runter, wie neulich, wenn ein Grüner im Wahlkampf mich von denen überzeugen will:

    „Nein danke, ich bin gar nicht xxx.“

    [ich habe hier mal den Versuch rauseditiert, eine Legende über die Grünen zu verbreiten. Holger]

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Also, mir wär das Leben ja zu langweilig, wenn ich, vor lauter ideologischer Verbrämung, nichtmal zu simpelsten Gedankenexperimenten in der Lage wäre.

    2. Feuerwasser

      Ginge mir genau so. Gegen den Veggieday habe ich auch nichts gesagt. Keine Frage, dass wir uns ändern müssen.

      Das ändert aber nichts daran, dass die Grünen in ihrer arroganten Dümmlichkeit ernsthaft gefährlich sind wenn sie was zu sagen haben.

      2003 Forderten sie noch im EU Parlament den Biospritt. 2007 haben sie so getan als wäre das nie passiert und waren dagegen. Doch da sind schon zig Menschen verhungert und in Armut geraten. Direkt im kausalem Zusammenhang. Beweis, dass sie eben nicht weiter denken als andere.

    3. Feuerwasser

      … ich verstehe die Menschen auch nicht. Manchmal sagen sie merkwürdige Dinge.

      Du auch Holgi.

      Z.B. dass Merkel noch nie so deine Kanzlerin war, wie in der Flüchtlingsfrage.
      Gleichzeitig bist du gegen die AfD.
      Das ist ein Widerspruch.

      Merkel betreibt AfD-Realpolitik. Nur mit dem Unterschied, dass die Flüchtenden im Mittelmeer absaufen und nicht an der Grenze erschossen werden müssen. Bereits im August sind 1000 Menschen mehr im Mittelmeer abgesoffen als im ganzen Jahr 2015.

      Eine direkte Folge von EU-Politik und der Politik von Merkel. Ebenso strebt die EU nach Abkommen mit afrikanischen Diktatoren, gegen die es internationale Haftbefehle gibt.

      Hauptsache die Flüchtenden landen nicht in unserem Vorgarten.

      Und da lieber Holgi, habe ich lieber eine gut begründete pauschale Ablehnung gegen eine Partei (da kann noch viele Beispiele bringen), als zu solch undurchdachten Äußerungen zu gelangen.

      Merkel betreibt menschenverachtende Politik, so wie die AfD. Menschen müssen jetzt gerade sterben wegen den Entscheidungen, die Merkel aktiv getroffen und vorangetrieben hat.

      Warum ist so eine „deine Kanzlerin“?

      Ich mag dich und noch mehr was du hier tust. Aber manchmal glaube ich denkst du zu wenig nach und wirst das aber gleichzeitig manchen Mitmenschen vor 🙁

    4. Nebsler

      Ich mach einmal die Woche Fleischday. Und alle so: „o_O ich dachte du wärst Vegetarier!?!?“. Ich so: „Nö, Fleisch ist schon ganz schön geil“ und trotzdem mache ich nur ein klitzkleinwenig mehr Umweltschaden als ein Veganist.

    5. JolietJake

      Etwas spät, aber trotzdem.: Ein „Veggie-day“ würde absolut nichts bezüglich der Massentierhaltung ändern. Bereits jetzt exportieren wir grosse Mengen Fleisch, die Selbstversorgungsquote liegt bei 102%, wenn ich richtig erinnere. Was nicht hier nachgefragt wird, isst eben ein Konsument in Osr-Europa.
      Unter anderem deshalb sind Veganismus/Vegetarismus auch solche Irrlichter. Sie bewirken rein garnichts, außer den Konsumenten ein gutes Gefühl zu geben.
      Bessere Haltungsbedingungen schafft man nicht durch Verzicht, sondern gezieltem Konsum.

  29. Feuerwasser

    Einen muss ich noch raushauen:
    Der DDR wurde alle Legitimation abgesprochen, weil sie an der Grenze Menschen erschossen hat. Das geht gar nicht.
    Die EU bringt heute aktiv Menschen an ihrer Grenze um. „Push Back“ Operationen auf dem Mittelmeer, oder auch aktives Beschießen und Rammen von Flüchtlingsbooten hat es geben.

    Aber die EU ist „so ein geiles Projekt“?

    … nein ist sie nicht!

    Wenn Leben und Ermordung!!! nur davon abhängen auf welcher Seite des Zauns man steht, dann ist das kein geiles Projekt. Dann ist das widerlich und mit jeder Faser des Körpers abzulehnen.

    Mit diesen unüberwindlichen Widersprüchen dieser Gesellschaft habe ich jeden Tag aufs neue zu kämpfen.

    Vermutlich bin ich in meinem Denken viel freier als der große Rest. Zumindest bin ich bis jetzt nicht vielen begegnet, die ein Problem mit den Morden der EU haben. Nichts anderes ist das nämlich.

    Und das ist auch kein Demokratiephänomen, nach dem Motto: naja alle sind nie zufrieden und jedem kann man es auch nicht recht machen… NEIN, verdammte Scheiße. Wenn Menschen umgebracht werden, egal ob durch Biospritt, oder wenn Flüchtlingsboote zurück aufs offene Meer geschleppt werden, dann ist das ein Verbrechen und jede relativierende Diskussion darüber ungebührlich! Das sind auch keine kleinen Randprobleme über die man vielleicht mal reden müsste… Das sind grundsätzliche und massive Werteprobleme und ein Werteversagen im Fundament Europas! … Und wenn man die Leute und Parteien kritisiert, die diese toten Menschen mit zu verantworten haben, ist man ideologisch verbrämt?

    Wo bin ich hier eigentlich?

    Und wenn die Medien nicht mehr Lügenpresse genannt werden will, sollten sie vielleicht einfach aufhören zu lügen. Wie wäre das?

    Wenn in der Tagesschau ein ukrainischer Freiheitskämpfer mit SS Symbolen an Gewehr und Helm als „der Gute“ dargestellt wird, dann hat die Tagesschau 1,5 Millionen vergasten jüdischen Kinderleichen einen dampfenden Haufen ins Gesicht gekackt. Wie kann das sein, dass Nazis plötzlich in den deutschen Medien die Guten sind???????

    Warum zeigt die Tagesschau nicht das Video des 12 Jährigen, dem auf der Ladefläche eines Pickups von US unterstützen, moderaten Rebellen bei Aleppo der Kopf abgeschnitten wird? Warum muss man dazu die BBC einschalten????

    Dreck, vorhin war mein Blutdruck noch okay…

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  30. Ansgar

    Hallo Alexandra, ich empfehle „Meine Preise“ von Bernhard. Es ist elegant geschrieben und es trieft vor Ironie und Witz.

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  31. Mario

    Liebe Alexandra, lieber Holgi,
    ich habe drei anliegen.

    1. „pressspan“: holgi, du bist diese episode ziemlich negativ über pressspanmöbel hergezogen und hast sogar gesagt, wenn designermöbel auch nur aus „pressspan“ sind, sind sie automatisch weniger wert und weniger haltbar. ich als tischler möchte dir dazu folgendes sagen: pressspan ist eine art dicke pappe aus zellulose ohne bindemittel und maximal 8mm dick. was du meinst ist eine spanplatte oder flachpressplatte. wie jedes material gibt es dieses in qualitativ hochwertig und minderwertig. die spanplatte ist gegenüber der allgemein abgefeierten vollholzplatte leichter (transport, co2), nutzt den baum besser (verwertungsgrad 40% vollholzplatte zu 80% spanplatte) und die spanplatte bleibt vorallem gerade. man muss als möbelbauer viel über holz wissen um eine platte aus massivholz verzustellen, die sich nicht wellt oder verwindet. und selbst wenn man alle regeln beachtet passiert dieses noch in teilen. eine gute spanplatte, oder sogar mdf-platte (mitteldichte faserplatte googeln) ist hier ein echter segen. vollholz geht meiner meinung nach verschwenderisch mit dem rohstoff holz um, ist ungenauer nach ein paar jahren und teurer. wenn ich heute ein gutes möbelstück bauen möchte, würde ich immer (allgemeine anforderungen) als grundplatte einer MDF oder spanplatte wählen, weil sie grade bleibt und nicht ausbricht beim fräsen. qualität heißt im anschluss, dass das furnier darauf erstens wirklich holz ist und kein kunststoff, und dass es nicht nur 0,5mm stark sondern vielleicht 1 oder 1,5mm stark ist. die kanten können aus 1cm starken vollholzleisten sein und sind dann auch haltbar gegen stöße.

    also, span nicht automatisch minderwertig. vollholz nicht automatisch qualität.

    2. danksagenungen: alexandra ich liebe dich für deine spontane aussage bei 1:35h „riesiger aufgequollener shrimp auf die erdoberfläche pressen.“ shrimp ist die metapher die ich ewig gesucht habe dafür, da mir „alien“ dann doch etwas probleme in gesprächen brachte, wenn es um babies geht.

    3. nochmal danke an alexandra: alles was du bei 1:42 gesagt hast über deine wolfmomente nachts auf einsamen parkplätzen kann ich so fühlen. als du sagtest „an kalten wänden reiben“ habe ich feuchte augen bekommen von deiner einfachen treffenden poesie. es beschreibt genau das gefühl was ich auch oft nachts habe, wenn ich mich absichtlich in meine melancholie reinsteigere.

    liebe grüße und ich hoffe ihr habt noch lange lust auf dieses format!
    mario

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  32. Nebsler

    bei Gewitter soll man ja auch nicht onanieren … mach ich aber trotzdem

    bei einem Bekannten aufm Dorf hat der Blitz in die (auf Holzmasten geführte) Telefonleitung reingebritzelt. Die Überspannung ist dann über den AB und dessen Netzteil in den Stromkreis gekrochen und hat dann das Steuerteil der Heizungsanlage zerrissen.

    Gepriesen seinen Notebooks die ja überwiegend nicht an Kabeln hängen, außer WLAN ist kaputt oder der Akku leer. Und Stromsteckerleisten mit Schalter finde ich eh toll, weil es mich nervt wenn bei vielen Geräten auch im „ausgeschalteten“ Zustand noch 1-2W durchtröpfeln, 24/7. Wobei ich nicht weiss, ob das Schalterchen für blitzinduzierte Überspannungen ein ernsthaftes Hindernis darstellt.

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  33. Matthias

    Ich habe mir eine Zeitlang in meinem Kopfkino die Szene ausgemalt, dass ich mit dem Auto auf der Autobahn in einen Sonnenuntergang fahre, und dabei fett laut das lange Gitarrensolo aus „Yo‘ Mama“ von Frank Zappa in der Stereoanlage läuft. Dachte mir, dass das richtig cool und euphorisierend sein müsste. Dann hab ichs gemacht und es war nicht halb so gut 😐

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  34. Chris

    Hallo Holgi,
    müsst ihr eigentlich immer so viele Fremdwörter benutzen? Mir fällt das besonders bei dem Podcast mit Alexandra Tobor auf.
    Ich sitzte im Auto und denke mit manchmal jetzt wäre ein Duden nicht verkehrt.
    Fällt euch das selber noch auf?

    Schöne Grüße
    Chris

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    1. holgi Beitragsautor

      Nö. Aber ich versuche mal, drauf zu achten. Das ist halt meine normale Ausdrucksweise.

  35. Leif

    Wegen Bands und „das alte Zeug war besser“
    Ich stelle mich mal in die Position der Band.
    Das Debütalbum besteht oft aus Songs, die Jahre vorher geschrieben, vermutlich nochmal umkomponiert und -getextet wurden. Diese Songs sind gewachsen.
    Beim zweiten Album -inzwischen ist man ja unter Plattenvertrag- entscheidet schonmal der Produzent oder das Management, wann die Scheibe raus muss, aber man hat ja sicher noch viele geile Ideen und baut sich einen gebührenden Nachfolger. Aber auch die Kreativität der besten Mucker ist endlich und irgendwann ist man als Band nicht mehr der Mittelpunkt sondern je nach deal nur noch das Zugpferd für den Namen und damit Cash-Cow für die Leute, die Kohle in die Band pumpen.

    Bands wie Linkin Park haben nie irgendwas aus der Hand gegeben, bis 2012 oder so ogar noch persönlich(!) ihre Touren gebucht und verhandelt. Die brauchen dann 4-5-6 Jahre für ne neue Scheibe, halten aber ihren Stil und ihre Qualität ziemlich konstant hoch, werden ggf. sogar NOCH kreativer.

    Das Gegenbeispiel nennt man dann wohl verheizen.

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