WR467 NDXOXCHWDRGHDXORVI

 

wrint_wissenschaft_200Diesmal mit einer Ozeankarte, glücklichen Kindern, Pizza Funghi, Tetris, dem Earth Overshoot Day, heißer Supraleitung, einem mysteriösen Schwert, dem Tod des Universums (ist keiner), Vaginalbakterien, Bildern auf Schlagwortsuche, einem Hoverboard, dem achten Kontinent, Herschel, Deutsch in Österreich, der großartigsten Sternenkarte der Welt, dem Mythos “Wespenplage”, der langen Nacht der Astronomie, Galileos Anagrammen, der Doku “Uran und der Mensch“, dem möglichen Vater der Himmelsscheibe von Nebra, Russen auf dem Monde und einem aufblasbaren Weltraumaufzug.

Ohne Florian ginge es nicht. Hier sein Spendenhut.

33 Gedanken zu „WR467 NDXOXCHWDRGHDXORVI

  1. Stefan

    Ist die Idee bei dem aufblasbaren Weltraumlift, dass man sich die Luftreibung in den unteren Schichten der Atmosphäre spart? Die Einsparung an per Rakete zurückzulegender Distanz scheint mir vergleichsweise gering, ebenso die Arbeit gegen das Gravitationspotential. Und auf die passende Umlaufgeschwindigkeit muss man das Raumschiff mit und ohne Lift bringen (durch die Erdrotation bewegt man sich am Startplatz in 20km Höhe zwar ein bisschen schneller als am Boden, aber das dürfte wirklich kein großer Effekt sein).

    Ohne Luftreibung scheint es mir jedenfalls nicht plausibel, dass sich solch ein riesiges Bauwerk lohnen würde.

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    1. sternburg

      In der Sendung wird genau das als möglicher Zweck genannt: In der Höhe spare man sich den größten Teil der Atmosphären-Reibung.

      Hör vielleicht diesen Part nochmal.

  2. Alexander Schäfer

    Zu der “Medikamenten-Hefe”:
    In den Hefen werden Opiate gebildet, Aspirin kann da also schonmal nicht rauskommen, denn das ist kein Opiat 😉
    Bisher können die Hefen Thebain und Hydrocodon bilden, Thebain ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Buprenorphin, Oxycodon, Naloxon, Nalbuphin, Oxymorphon und Etorphin; Hydrocodon wird direkt in Medikamenten verwendet.
    Insofern kommen da also auch jetzt schon sinnvolle Sachen bei raus. Der Plan ist aber, die Hefen weitere Wirkstoffe produzieren zu lassen die man direkt Verwenden kann, um somit die Effizienz zu steigern.
    Das größte Problem ist bisher die Ausbeute, momentan braucht man noch mehrere Tausend Liter der Hefekultur, um eine einzige Dosis herzustellen…das ist auch der Grund dafür, wieso man das nicht einfach so in einer Garage machen kann ^^

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  3. Roland Holms

    bzgl. Doku “Uran und der Mensch”.

    Mir hat diese Doku nicht gefallen, da sie mir zu “youtube”-ish vorkam. (Wahrscheinlich war ich aber nicht in der Zielgruppe)

    Interessanter war eher eine Diskussion zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=Emh60aIXXBQ (Eröffnung der Karlsruhe Science Film Days: Podiumsdiskussion zum Thema Uran) u.a. mit bionerd23.

    Gruß Roland H.

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  4. gustl

    Hallo, wie ist das mit dem Universum und der Energie, also da leuchtet ein Stern, seldet Licht aus und was passiert damit wenn es nirgendwo auftrifft? Also klar wenn das Universum unendlich ausgedehnt ist, dann bleibt die Lichtenergie immer im Universum, aber was wenn nicht? Wird das licht dann irgendwie trotzdem aufgenommen am Rand des Universums damit nichts verlorengeht?
    Und was bezeichnet man als “Sterben”, ist das die Entropievergrößerung bis irgendwann in ganz ferner Zukunft alles gleichverteilt ist? Passiert das garnicht und es gibt am Ende ein paar Neutronensterne? Wieso wäre das energetisch günstig?

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    1. michael

      Meines Wissens nach geht niemand davon aus, dass das Universum, falls es endlich ist, einen Rand hat. Modelle für endliche Universen ohne Rand habe ich schon einige gesehen (z.B. sphärische oder flache Tori), solche mit Rand bisher noch nicht. Und falls es einen Rand gäbe, würde ich eher erwarten, dass Licht daran zurück ins Innere des Universums reflektiert wird (ähnlich wie bei einer Gitarrensaite, wo Wellen an den Enden reflektiert werden).

      Für die ferne Zukuft des Universums gibt es diverse Ideen (siehe z.B. https://en.wikipedia.org/wiki/Ultimate_fate_of_the_universe). Oft spielen darin spekulative Ideen eine wichtige Rolle (z.B. Protonenzerfall), oder zumindest Effekte die noch nicht experimentell bestätigt wurden (z.B. Hawkingstrahlung). Aber ja, nach derzeitigem Wissensstand scheint ein “Wärmetod” am wahrscheinlichsten.

    2. Christoph

      Du musst Dir das Vorstellen wie die Erde: Auf der Erdoberfläche kannst Du auch für immer gradeaus laufen (wie das Licht), Du kommst aber trotzdem nie an einen Rand. Sich das beim Universum vorzustellen ist eben schwierig, weil es in einer Dimension mehr erfolgt und die “Form” eines 4-dimensionalen Raumes schwer.

  5. dev0

    Der Wespenkiller, der alleine bei meiner Wohnung zwei Nester wegmachen musste, hat das durch die milden letzten 2 Winter erklärt. Das ist plausibel. Selbst der meinte, dieses Jahr ist es ziemlich krass. Und der macht das eine ganze Weile.

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  6. Kevin

    Harald Lesch kann schon anspruchsvolles Programm, wenn man sich z.b. die alten alpha centauri folgen ansieht.

    Nur scheinen die Entscheider beim zdf in Ihre Zuschauer nicht soviel Vertrauen zu haben, eine gewisse Informationsdichte zu verarbeiten.

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  7. Helena

    Höre nur ich eine Art anhaltenden Grundton, wenn Florian spricht?
    Klingt bissi wie eine Rückkopplung.
    Sonst prima Folge, danke euch beiden. :*

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  8. Anne

    Tatsächlich meine ich auch mitbekommen habe, dass es dieses Jahr besonders viele Wespen geben soll. Den Begriff “Wespenplage” habe ich also weniger als Sommerlochbuzzword mitbekommen, sondern als Vergleich zu den Vorjahren verstanden.

    Ich hab allerdings nur die Überschriften und Zusammenfassungen gelesen, die darauf hinaus liefen, dass eben bestimmt Wettereinflüsse (heiß, trocken) bewirken, dass Wespen vermehrt auftreten, was wohl in diesem Jahr der Fall sein soll.

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  9. Stephan S

    Danke für den Podcast. Für mich ist dein Podcast geistige Nahrung. Wenn es eine neue Folge gibt muss die gleich runtergeladen werden und angehört werden.
    Stephan

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  10. sternburg

    Eine 20 km Hüpfeburg. Geil.

    Ernsthaft. Schön, dass Ihr Euch das vorstellen könnt, wie man aus aufblasbaren Materialien einen 20 Kilometer hohen Turm baut, der an seiner Spitze Raketenstarts erlaubt. Ich kann mir das nicht vorstellen. Es wäre schön, wenn Ihr dazu noch ein paar Worte fallen lassen könntet. Ich weiß, Ihr seid keine Ingenieure. Aber der feine Herr Freistetter sollte wenigstens etwas Ahnung von Physik haben während ich bloß nutzloser Geisteswissenschaftler bin.

    Da ich dank Florians Ausführungen zu dem Plan mit dem, ähm, Satelliten und dem langen Seil durchaus verstanden zu haben glaube, wie und unter welchen Voraussetzungen dieses Vorhaben umgesetzt werden könnte (und das kam mir vorher mindestens genauso wahnsinnig vor) stelle ich mir etwas mehr Erklärung dazu auch tatsächlich hilfreich vor.

    Ach, und Holgi, Du hast bei deiner Aufzählung der denkbaren Kausalitäten bezüglich der Vaginal-Mikroben eine Möglichkeit vergessen. Es könnte auch einfach so sein, dass bei manchen Frauen ein Umstand (oder mehrere Umstände) vorliegt, der sowohl Frühgeburten als auch diese Mikroben-Art begünstigt, ohne dass zwischen diesen beiden Ergebnissen eine Kausalität besteht. Diese Bemerkung hilft jetzt zwar keinem weiter, aber ich wollte auch mal schlau tun.

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  11. Christine

    Zum Thema Tetris und Ablenkung

    Offenbar funktioniert mein Gehirn genau andersrum. Wenn ich über etwas nachdenken will, um eine Entscheidung zu treffen, dann muss ich teile meine Gehirns anderweitig beschäftigen, sonst klappt das nicht. Ich spiele dann am Computer Solitär oder ähnliches.
    Auch wenn ich konzentriert telefoniere, dann ist immer so ein Pausenspielchen geöffnet, das mein Kopf alleine spielt, während die andere Hirnhälfte sich Details aus dem Gespräch merkt.
    Über meine zurückliegende Beziehungskrise hat mich 0hh1 gebracht.

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  12. Daniel

    In der Folge wurde ein Modell besprochen, nachdem man das Gehirn seines Partners in seinem eigenen abbildet um Verhalten vorherzusehen. Kann mir jemand sagen, was der Name des Buches ist?

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  13. Daniel

    Wow, 6 Minuten für eine Antwort, das dürfte Rekord sein. (Jedenfalls für mich)

    Laut Klappentext könnte es das Buch sein, ich freu mich schon drauf.

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  14. Alexandra

    Ergänzend zum egozentrischen Bias gibt es noch eine Erklärung dafür, warum Eltern von Teenagern ihre Kinder nicht so gut kennen, wie sie glauben. Bis zu einem gewissen Alter ist die Familie eine natürliche Bezugsgruppe, deren Werte man lebt, wo die Verbindungen eng sind und ein Familienurlaub noch denkbar ist. Die Eltern haben viel Gelegenheit, das Kind zu beobachten (alleine und im Spiel mit Freunden). Die Eltern haben sich an den Gedanken gewöhnt, ihr Kind zu kennen (auf empirischer Basis). Im Jugendalter ändert sich aber die Peergroup. Die Jugendlichen verbringen viel mehr Zeit mit Altersgenossen, wo dann ganz andere Werte entwickelt werden, etc. So kommt den Eltern das Forschungsfeld abhanden. Die Lücke wird dann durch Phantasien gefüllt, u.a. indem man von sich auf andere schließt. (Die Mutter wirft der Tochter etwa “Mannstollheit” vor, wenn sie nicht weißt, wo diese sich “rumtreibt”.)

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  15. Moss

    Ach, die Erdbeerzeit ist vorbei? Komisch, ich habe gerade mal wieder vier Stück am Balkon geerntet, und es sind immer noch Blüten dran. 😉

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  16. Horst Greger

    Kurz gefragt, weil ich vermute, es wird nach solanger Zeit nicht gelesen. Ihr spracht über die Himmelsscheibe von Nebra und erwähnt, dass sie im Ursprung als astronomisches Instrument gebaut wurde. Später.als das Wissen verloren ging, wurde es zu einem religösen Dingsbums.
    In dem Zusammenhang musste ich an Hertha von Dechend Thesen denken, die in vielen Bereichen meinte nachweisen zu können, dass viele Mythen ursprünglich Geschichten zur Beschreibung astronomischer Vorgaänge waren. Die Sintflutgeschichte der Bibel könnte erdacht worden sein, um Wissen über den Verlauf der Sterne an die Nachfahren weiterzugeben. Kennt sich einer von euch damit aus? Das wäre doch mal ein tolles Thema.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hertha_von_Dechend
    Gruß
    Horst

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