WR359 Messlatte am Arsch

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal mit Arztbesuch, Mobilität, Höflichkeit, Schneidereien, der Ukraine, dem Klima, BER, Hooligans, Fußball und dem Wetter.

Ohne Toby ginge es nicht. Hier seine Klingelbeutel.

 

Shownotes
von mathepauker, tagamemnon

Witze

00:00:00

Paulaner — Hefeweizen — Hooligans (Dieter Nuhr – der sich traut, Witze über Islamisten zu machen)  — Holgi findet, es sollten mehr Witze über Islamisten gemacht werden ("Jede Religion hat das Recht darauf, verarscht zu werden – auch der Islam." (Holgi))  — "Der Islam ist ausschließlich dann tolerant, wenn er keine Macht hat. Und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das so bleibt." (Dieter Nuhr) — Staatsreligion — Homophobie — "Jeder Mensch gehört an den Herd." (Toby) — Frauenwitze — Uhura — Spock — FC St. Pauli — Musikerwitze — Bratsche — Sekunde — Namenswitze.

Hauptstadtflughafen: Bewährungsstrafe für Großmann

00:54:33

(Jochen Großmann)  — Geldauflage — 200-tausend.

Ermittler: Hooligans treibende Kraft bei Unruhen in Köln

00:56:01

(Burkhard Freier)  — Twitterfeminismus — Wanne (War in Köln aber tatsächlich ein VW T5)  — Helene Fischer — Atemlos durch die Nacht — Zecke — Rote Flora — Polizeikessel — Linksautonom — Antifa — Volksseele — Salafisten.

Das Wetter

01:11:42

("Meist freundlich und vielfach sonnig. Im Süden und Südwesten teils zäher Nebel. 7 bis 18 Grad. Morgen, am Dienstag, dem 28. Oktober, kaum Wetteränderung bei ähnlichen Temperaturen. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch im Süden und Osten nach Nebelauflösung verbreitet sonnig, im Westen und Nordwesten dichtere Wolken und etwas Regen. 8 bis 15 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nord- und Ostseeküste: Südwest 5 bis 6, Böen 7 bis 8.") .

75 Gedanken zu „WR359 Messlatte am Arsch

  1. Patrick

    Also aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese Pupillen-Tropfen mindestens eine Stunde ziehen müssen, wenn der Arzt wirklich gründlich gucken möchte.

    Antworten
    1. Christian

      Das stimmt nicht, hab ich an anderer Stelle schon mal gepostet.

      Die Tropfen wirken prinzipiell nach der ersten Gabe und haben auch da schon die volle Wirkung. Zwei Augenärzte haben mir das auch so bestätigt (ich muss das alle seit meiner Geburt alle 6 Monate einmal machen lassen). Die Wirkung hält nur nicht sehr lange an. Zusätzliche Gaben der Tropfen verlängern die Wirkdauer, machen dich als Patienten also ‘planbarer’ da man dich nicht innerhalb von 20 – 30 Minuten nach Gabe auch drannehmen muss.

      Bei meiner jetzigen Augenärztin wird einmal getropft und ich komm dann auch gleich dran. Vorteil für mich ich kann dann auch ein bis zwei Stunden später wieder klar sehen. Bei anderen Ärzten wird man dann dreimal mit Tropfen versorgt und sitzt erstmal ne Stunde im Wartezimmer bis man dran ist.

  2. Dr. ISO

    Moin Toby,

    Singlespeed hat eigentlich auch noch den Vorteil: du hast weniger Verschleißteile. Ich fahre sommers wie winters mit meinem Single-Speed, und bin froh drum, dass ich nicht mein “gutes” Hardtail mit Scheibenbremsen und pipapo kaputt fahren muss.

    Single Speed kannst du auch bei gegenwind fahren – Gegenwind geht dir nämlich immer auf den Sack, egal ob mit oder ohne Schaltung 😀

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    1. Dr. ISO

      Stimmt schon…
      aber vielleicht seid ihr aus’m Norden einfach nix gewöhnt? *grins*

      Man kann sich auch gut windschnittiger machen, indem man das Kinn auf die Lenkerstange auflegt. Allerdings sollte man es vermeiden in dieser Position Bordsteinkanten zu nehmen, da sonst nachfolgende Fahrradfahrer durch Knirschgeräusche beim überfahren von herumliegenden, ausgeschlagenen Zähnen gestört werden.

      Ne, aber im Ernst. Es ist wie alles Gewöhnungssache, bzw. eigene Vorliebe. ich komme gut damit klar mit niedriger Frequenz auch mal kräftiger treten zu müssen, bin allerdings schnell außer Puste wenn ich schnell treten muss. Bei anderen ist das genau anders herum. Dementsprechend sollte man sich auch überlegen, ob man Fixie fahren will oder nicht. Purismus, Sparsamkeit hin oder her, es soll ja keine Qual sein Fahrrad zu fahren.

    2. holgi Beitragsautor

      Jau. Ich bin nämlich einer von den Hochfrequenten. Dann lasse ich die Singlespeeds den Anderen 🙂

    3. Christian

      Das mit dem weniger Verschleiß beim Singlespeed ist so nicht richtig und nicht falsch meiner Meinung nach.
      Klar wird das teure Material geschont, wenn du im Winter mit einem anderen Rad unterwegs bist, würde aber auch wenn du nicht mit singlespeed unterwegs wärest.
      Und alles was mit Antrieb in Verbindung steht, geht fast genauso schnell kaputt. Die Kette hält ggü einer Nabenschaltung nicht länger, eher im Gegenteil da teilweise größere Kräfte auf die Kette verübt werden. Blatt vorne bleibt ähnlich. Hinten muss man vergleichen Einzelritzel im Vergleich zu dem Verschleiß der Kassette.

  3. Pascal

    Mein Winterfahrrad ist ein Singlespeed mit zwei Gängen bzw. einer Sturmey Archer Duomatic. Das ist eine im Hinterrad integrierte Zwei-Gang-Lösung, die man mit den Pedalen bedient. Die Technik ist offenbar schon uralt.
    Das ist echt klasse, weil man Auswahl zwischen einem Gang zum Gas geben hat und einen wenn`s mal steiler wird bzw. Gegenwind hat. Man muss aber nicht schalten und hat auch keine Kabel.
    Ich fahre praktisch jeden Tag mehrere Kilometer Rad und für mich ist das die perfekte Lösung seit Jahren. Und ich wohne in einer doch recht hügeligen Stadt in der Schweiz. Im Sommer fahre ich ein reines leichtes Singlespeed, aber im Winter kann ich so doch etwas besser dosieren. Grade wenn ich eine dickere Jacke anhabe, dass ich nicht ins Schwitzen kommen.

    Es ist sicher nicht jedermanns Sache und man muss sich dran gewöhnen, aber ich würde es mal probefahren, falls es die Möglichkeit gibt. Ich habe es an einem Monza von Bella Ciao montiert und bin wirklich begeistert.

    Antworten
    1. Pascal

      Ja, sie ist frei und ziemlich laut. Ist Geschmackssache, dass sie so laut ist, aber erspart mir oft das Klingeln, wenn ich im Freilauf bin.
      Starr finde ich gerade bergabwärts maximal unkomfortabel.

    2. holgi Beitragsautor

      Lauten Freilauf finde ich geil.

      Jetzt brauche ich bloß noch ein Rad, an das ich die Nabe montieren kann 😀

    3. Pascal

      Dieses Problem kann behoben werden… 🙂
      Zwei Gänge reichen aber echt gut, wenn ich denke, dass ich mal ein Mountain-Bike mit 28 Gängen hatte. Aber da gab`s auch noch die DDR und die D-Mark. Hat sich beides nicht durchgesetzt… 😀

  4. JuergenL

    NRW Innenminister hält den Polizeieinsatz am Sonntag in Köln für einen Erfolg !.
    Passt so schön zum Realitätsabgleich 😉

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    1. flyingtoaster

      Im Nachhinein kann man sagen, dass der Polizeieinsatz ein voller Erfolg gewesen ist.
      NRW hat das Geld für die Anforderung weiterer Kräfte aus anderen Bundesländern gespart, und dennoch die Lage im Grunde immer unter Kontrolle gehabt. Trotzdem konnte man es noch so weit eskalieren lassen, dass die passenden Bilder für die Medien geliefert werden konnten, um mindestens eine Woche dämliche Talkshow zu füllen.
      Was will man mehr?
      Wenn man sich Youtube-Videos von 1.Mai oder Rote Flora – Demos anschaut, dann erscheinen mir die Videos der HoGeSa – Demo doch eher wie ein Kindergeburtstag. Ein paar Leute mit kurzer Zündschnur haben Randale gemacht, aber wer hätte bei eine Hooligan-Demo irgendetwas anderes erwartet.

  5. Pascal

    Dieses Problem kann behoben werden… 🙂
    Zwei Gänge reichen aber echt gut, wenn ich denke, dass ich mal ein Mountain-Bike mit 28 Gängen hatte. Aber da gab`s auch noch die DDR und die D-Mark. Hat sich beides nicht durchgesetzt… 😀

    Antworten
  6. David

    Bei dem “Handschlagproblem” das mir auch gern immer mal wieder unter kommt grinse ich mir hämisch eins … und sage:
    „Ja ja immer diese Sexisten“

    Ist durchaus lustig was danach passiert.

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  7. Martin

    Zum Thema Verspätung bei der Bahn: Ich bin vor knapp 2 Wochen mit dem CRH Hochgeschwindigkeitszug von Peking nach Shanghai, 1200km in 4,5 Stunden gefahren. Die Verspätung dabei betrag ungefähr 4 Minuten. Die Züge auf der Strecke sind zu dieser Zeit im 10 Minuten Takt gefahren und es war sogar eine ICE Baureihe. Es geht also auch anders 😉

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Hat der CRH eigene Trassen oder teilt er sich die Strecke mit Regional- und Güterzügen?

    2. Martin

      Da bin ich mir auch nicht ganz sicher aber laut Wikipedia nur Personverkehr. Die Stecke wurde 2011 zur Entlastung der Betstandsstrecke gebaut. Demtensprechend fahren die Regional und Güterzüge wohl noch auf der alten.

    3. holgi Beitragsautor

      Dann ist es nicht mit der Bahn vergleichbar. Für ein eigenes Hochgeschwindigskeitsnetz fehlt unseren Politikern die Kraft.

  8. Sebastian

    Toby sollte bei der Aufnahme übrigens sein Mikro einmal deutlich aufdrehen. Im Livestream ist Holger um ein Vielfaches lauter und in dieser Folge konnte man an manchen Stellen nun sogar hören, dass Auphonic den Unterschied zwischen beiden nicht mehr komplett ausgleichen konnte.

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  9. Kevin

    Der Bürgermeister hat tatsächlich überhaupt keine richtige Möglichkeit einen Hausarzt in Sprötze anzusiedeln. (Außer Privatärzte)
    Ein “niedergelassener Vertragsarzt”, also ein Arzt der gesetzlich Versicherte behandelt, muss in einem Versorungplan (der Kassenärztlichen Vereinigung) aufgenommen werden und eine Erlaubnis zur Niederlassung in dem jeweiligen Gebiet bekommen.
    Sprich es gibt eine zentrale Bedarfs- und Versorgungsplanung. Gleiches gilt übrigens auch für Krankenhäuser.

    Antworten
  10. j0hn

    Zum Thema warten beim Arzt:

    Ist mir auch letztens beim Augenarzt passiert und habe dann mal ein Gespräch mit den Mitwartenden angefangen. Ergebnis: Der Arzt hat 3 Termine für die selbe Uhrzeit vergeben, kein Wunder dass man da warten muss. Holgi hat schon Recht, ist aus meiner Sicht reines Oligopolgehabe. Kein anderer Wirtschaftszweig kann es sich leisten so mit “Kunden” um zugehen. Mein Hausarzt (3 Min entfernt) vergibt übrigens Waremarken. Fand ich am Anfang etwas komisch, aber ist nen wirklich gutes System.

    Antworten
  11. Benjamin

    Hallo Holgi, hallo Tobi,

    zur Frage, warum die Ukraine für Russland so wichtig ist, wird immer wieder die bedeutung der dortigen Rüstungsindustrie genannt. So sind zum Beispiel der Konstukteur der Weltgrößten Flugzeuge ( Antonow ) und ein Hersteller von Panzern ( Malyshev ) in der Ukraine ansässig.
    In diesem Zusammenhang sind auch zwei Artikel interessant, die in der Deutschen Wikipedia als Quellen zur Rüstungsindustrie in der Ukraine verlinkt sind: Russland sichert seine militärische Zukunf und
    Russland und die Ukraine: Das sowjetische Erbe lockt

    Danke für die interessante Unterhaltung und viele Grüße

    Benny

    Antworten
  12. Sebi

    Aussagen wie “Arschlöcher, die sich vor den Zug werfen” und “suizidale Honks” finde ich jetzt nicht sonderlich gut getroffen. Bei allem Ärger und Unverständnis gegenüber solchen Menschen, aber das kann man auch anders ausdrücken.

    Antworten
    1. j0hn

      Ja, fand ich auch ziemlich assozial die Bemerkung aber dann, dachte ich mir, dass Holgi es nicht so gemeint hat. Ist doch öfters so, dass er ziemlich drastische Worte nutzt.

    2. Donngal

      Wenn man schon auf Grund einer Krankheit den Irrglauben hat, Selbstmord wäre eine Lösung für irgendwas, dann sollte man doch versuchen so rücksichtsvoll zu sein, möglichst wenige Leute damit zu belasten. Ich finde “Vor den Zug werfen” maximal assozial. Und ja, mir ist bewusst, das Menschen mit entsprechenden Krankheiten andere Probleme haben, aber man denkt doch wohl schon bevor man krank wird darüber nach, wie man sich umbringen würde wenn man wollte. Oder mach nur ich das?

    3. donngal

      Naja, die Leute die im zug sitzen werden ja auch durch den suizid belästigt. Da gibt es sich mmethoden die sozial verträglicher sind

    4. Fabio

      Aber der Zynismus ist doch nunmal Holgers Stil, oft. Und zynisch, mehr als ironisch mindestens, war es an der prägnanten Stelle allemal. Finde ich von daher nicht überraschend.

  13. lukas

    Oh ja, ein Rennrad-Wrint mit Reiner waere huebsch (nachdem ich jetzt schon ein paar Jahre seine Rennradfotos anschaue).

    lukas

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  14. framlin

    Zu RB Leipzig:
    Der Unterschied zw. dem “Retortenclub” Bayern und RB Leipzig ist, dass sich die Bayern ihre viele Kohle und damit die guten Spieler durch jahrzehntelang anhaltenden sportlichen Erfolg verdient haben, wohingegen bei RB Leipzig die Millionen – unabhängig vom Sport – einfach so zur Verfügung stehen.
    Da es sich bei RB in “Wirklichkeit” um *einen* Verein mit zwei Mannschaften in zwei Ländern/Ligen handelt, können sie zudem transnationalen Regellücken ausnutzen und Spielertransfers tätigen, die anderen Vereinen nicht möglich sind.

    Mit den Fans hat das aber natürlich nix zu tun.
    Apropo Fans: Die Fans von Austria Salzburg sehen die Übernahme ihres Vereins durch Red Bull eher unentspannt, haben ihren alten Verein mittlerweile neu gegründet und sind seitdem bis in die 2. Liga aufgestiegen.

    Was würden die St. Pauli-Fans wohl sagen, wenn der Totenkopf durch einen Bullen ersetzt würde, wenn die Trikots künftig Rot-Weis werden und wenn die neue Tribüne mit “Carpe diem” – Bannern verziert werden würde?

    Eisern 😉

    Antworten
    1. Konrad

      Also den Sponsoren geht es doch so oder so nicht um den Sport. Ob sie nun einen Verein unterstützen, weil der seit 50 Jahren(?) oftmals dominiert oder weil es in der Region [1] weit und breit keinen erfolgreichen Verein gibt und man so aus der Menge heraussticht, ist doch eigentlich Wumpe, oder? Ich jedenfalls finde keine der beiden Möglichkeiten weniger verwerflich als die andere. 😉

      Und wenn RB Leipzig Regellücken als erster zu nutzen weiß, sind sie halt cleverer als die anderen. 😉

      [1] Damit meine ich nicht nur Leipzig oder Sachsen sondern eigentlich den ganzen Osten…

  15. blindthemwithscience

    Dass die Exekutive die Nazis gewähren lässt, ist eine Form der Öffentlichkeitsarbeit. Deutschland soll unattraktiv bleiben für teure, nutzlose und unliebsame Zuwanderer. Jedenfalls ist das eine Theorie von mir.

    PS: Demokratie ist eine Illusion ;D

    Antworten
    1. flyingtoaster

      Dass die Executive die Hooligans gewähren lies, war ein Ergebnis einer absoluten Fehlplanung.
      Wenn in Berlin oder Hamburg Linksextreme “demonstrieren”, dann ist da das Verhältnis Polizei zu Demonstrant gerne mal 1:1 oder sogar 2:1.
      Hier in Köln hatte man gerade mal 1:4, weil man das Geld für die Anforderung aus anderen Bundesländern sparen wollte.
      Dass Hooligans jeden kleinsten Anlass zur Prügelei gern nutzen hätte im Vorfeld eigentlich klar sein sollte.
      Da eine großartige politische Ausrichtung zu unterstellen halt ich für übertrieben und auch wenig zielführend.

      Da echte Nazis wirklich übles Pack sind, die mit unserer freiheitliche Grundordnung genauso wenig am Hut haben wie Salafisten und andere Extremisten, halte ich es für sehr problematisch alles und jeden, der auch nur leicht von einer gewissen Werteordnung abweicht als Nazi zu bezeichnen.

      Letztlich holt das nur die Nazi in die Mitte der Gesellschaft und beleidigt zudem viele Menschen, die mit der Ideologie (sofern man davon sprechen kann) von Nazis absolut nichts am Hut haben und trotzdem so manche Entwicklung mit Sorgen oder Abneigung betrachten.

    2. blind them with science

      Wie gesagt es ist auch nur eine Theorie von mir, die wenn man mal darüber nachdenkt, so abwegig gar nicht ist…

  16. Joosten

    Hallo Holger,
    “Zecken” ist eindeutig Nazisprech. Das Wort kam ziemlich häufig vor. Muss nicht sein, selbst wenn Du für die Antifa nicht viel übrig hast.
    Gruß J.

    Antworten
    1. Joosten

      Die trotzige Antwort irritiert mich. Allein die Bezeichnung anderen Menschen als Zecken ist im höchsten Maße verachtend. Das habe ich inhaltlich im Podcast nicht so rausgehört.

      Du benutzt den Begriff Zecke für linken Menschen – so wie es Nazis tun. Das ist sogar Wissen der Springer Medien. Zb Die Welt: http://www.welt.de/kultur/article128336389/Die-Zecke-im-Nazi-Mund-ekliger-gehts-nicht.html

      Kommt auch nicht von ungefähr, denn die Nazionalsozialisten verwendeten den Begriff des Parasiten als Volksschädling gegen Juden und alle, die als nicht arisch galt

    2. Sebi

      Oh. Ich bin ein Nazi. Danke, Joosten. War mir nicht klar. War mir immer sicher, dass ich KEIN Nazi bin, aber ich sage Zecken. Bin ich wohl ein Nazi. Meine Frau auch. Und mein Sohn. Der is übrigens ‘ne Zecke.

    3. Joosten

      Ok, Holger möchte sich nicht inhaltlich damit auseinandersetzen. Dann belassen wir es dabei.

      @Sebi: Ich würde nicht behaupten, dass jemand ein Nazi ist, wenn er Linke als Zecken bezeichnet. Wenn ein NIchtlinker aber Nazi-Jargon verwendet, um Linke zu bezeichnen, dann ist das für mich kritikwürdig

      @Romconstruct: Wenn St.Pauli-Fans sich als Zecken bezeichnen, dann gehen sie ironisch mit Verunglimfungen um (“Ihr seid Zecken, asoziale Zecken! Schlaft unter Brücken oder in der Bahnhofsmission!”). Spricht eher für meinen Standpunkt.

    4. Joosten

      @Sebi: Ich würde nicht behaupten, dass jemand ein Nazi ist, wenn er Linke als Zecken bezeichnet. Wenn ein NIchtlinker aber Nazi-Jargon verwendet, um Linke zu bezeichnen, dann ist das für mich kritikwürdig

      @Romconstruct: Wenn St.Pauli-Fans sich als Zecken bezeichnen, dann gehen sie ironisch mit Verunglimfungen um (“Ihr seid Zecken, asoziale Zecken! Schlaft unter Brücken oder in der Bahnhofsmission!”). Spricht eher für meinen Standpunkt.

      Da Holger sich nicht inhaltlich damit auseinandersetzen möchte, soll es damit auch gut sein.

    5. Fabio

      Mhh Holger reagiert bei einigen Position eventuell etwas reflexartig und damit grob undifferenziert, aber hey, wir treiben uns ja hier nicht eindeutig in einer Art des feuilletonistischen Bloggens/Podcastens herum.
      Richtig ist es allerdings, daß bei Ausdrücken deren Begriff nicht per se mit „Nazisprech“ konnotiert ist, aber sicherlich sich (rassistische) Stereotypen im Denken erzeugen und darin hängen bleiben, wenn bestimmte Begriffe oder Weisen der Darstellung einer Gruppe X oder Y in einem bestimmten Kontext und andauernd verwendet werden (wobei Holger doch klug genug wäre bei solcher Verwendung den symbolischen Braten zu riechen, der da in der Röhre schmorrte, sprich, wenn man Bewusstheit darüber hat, dann sollte die Verwendung doch schon mehr Grund dafür besitzen als eine bloße Gegenwehr gegen PC), auch die gesellschaftstheoretischen, auch die zeitlichen Umstände, unter denen sie gesagt/geschrieben wurden, mit in den Blick kommen müssen. Deshalb finde ich die Anmerkung von „Joosten“ auch nicht völlig falsch, aber zugleich von „eindeutig Nazisprech“ zusprechen, kommt nun auch wieder der Weise mit Kanonen auf Spatzen zu schießen gleich.
      Als ich davon hörte, man wolle aus dem Buch „Die kleine Hexe“, der korrekten Sprache wegen, den Ausdruck „Neger“ zensieren, trat bei mir das starke Empören ein (das hat natürlich gute Gründe die zu weit führen). Ich spreche mich also gegen solche unsinnigen Umschreibungen, wie „Pollacken“, „Bimbo“, „Nigger“ usw., in der Literatur ausdrücklich aus.Allerdings berechtigt die Verwendung jener unsäglichen Worte in der Literatur deshalb noch lange nicht die Verwendung im Alltag. Denn dieser Begriff ist rassistisch konnotiert. Da nützen dann auch ethymologische Erklärungen wenig.

      @ Sebi, Bloß kurz zu deinem Statement, auch will ich Dir nicht unterstellen, dass Du recht billig einfach einen Vorwurf (der naiven Bergriffsverwendung) in einen Gegenvorwurf (die Unterstellung man sei ein Nazi „Oh. Ich bin ein Nazi. Danke,…“) umzukehren trachtet. Es hat bloß den Geschmack eines typischen konservativen argumentativen Vorgehens, das ich als nicht ganz lauter empfinde. Etwas gewundert habe ich mich schon. Und das
      @Romconstruct darauf auch noch einsteigt und diese Umkehrung nicht mal bemerkt ( jene Gesänge, “Wir sind Zecken – asoziale Zecken – wir schlafen unter Brücken – oder in der Bahnhofsmission.” über die sich Blogger aus Dortmund sowieso gerne lustig, weil auch mittelalterliche Herren in Jack Wolfskin-Jacken sie anstimmen, machen) macht es mir nicht einsichtlicher.

    6. Romconstruct

      Könnte es sein das hier nur auf Gedeih und Verderb versucht wird aus etwas einen Strick zu drehen?

      Für mich liest sich das alles eher wie:
      – Wenn Afro-Amerikaner sich selbst mit dem ‘N-Wort’ bezeichnen ist das völlig in Ordnung ggf. auch ironisch gemeint. Machen das aber andere ist es natürlich rassistisch.
      – Wenn sich Punks, St. Pauli Fans etc. selber als Zecken bezeichnen und das ggf. auch nur als ironische Anspielung weil sie von anderen Gruppierungen abschätzig so bezeichnet werden, dann ist das in Ordnung. Nimmt jemand anders, in dem Fall Holgi, jedoch das Wort in den Mund dann muss man ihn mit erhobenem Zeigefinger darauf hinweisen das er Nazisprech nutzt?

      Also ich weiß ja nicht…
      Liest sich für mich leider echt eher nach “der Rat der Empörten ist empört”.

      @Fabio:
      Das mit den Bloggern aus Dortmund mit Jack-Wolfksin Jacken musst du mir nochmal erklären.
      Zwar wohne ich in DO und blogge über Outdoor Krams, aber ich habe keine JW Klamotten *g* also bin ich hoffentlich nicht gemeint 😉

      Meine Anmerkung war eher locker und ironisch gemeint, ebenso habe ich auch die Antwort von Sebi verstanden. Sprich auch das was du sagst: nicht sofort alles in eine Topf werfen und mit “Nazisprech” abkanzeln, sondern auch mal den Kontext drum herum sehen warum wieso weshalb etwas gesagt oder auch gesungen wird und welche Intention dahinter steckt.

    7. Fabio

      @ Romconstruct, vorweg bin ich Dir dankbar für diese treffende Phrase über die besagten “mittelalterliche Herren in Jack Wolfskin-Jacken”, die ich in die Klammern gesetzt habe und deren Ursprung (wenn es denn letztlich wirklich dieser auch sein sollte?!) mir nur noch bekannt war aus meinen spontanen Notizen meiner früheren Unterwelt, die so gesehen wirklich nicht mir rein entsprungen sind, klein ist doch die Welt!
      Andererseits differenziert Du zu wenig und hälst die Ebenen nicht auseinander. Es ist eben ein Unterschied, ob ich von den mir erwähnten Stereotyp-Begriffen auf deren kritischen Gehalt reflektiere (liest doch noch mal bitte nach) oder ob ich mich mit speziellen Unterstellungen beschäftige, die jemanden der Nazisprache überführen wollen (sogar einem die Eigenschaft “ein Nazi sein” zu unterstellen wurde hier angesprochen, was weder “Joosten” oder ich auch nur irgendwo ins Feld führten, alleridngs fälschlich genau so gelesen wird) und mich frage, was die Leser oder Holger hier am meisten empört.
      Das: “Weil sie Nazis sind? ” — in deinem Kontext, ist natürlich rein rhetorisch gemeint und implizit liest sich das damit als falsch verstandene und unnötige, so wie von mir im obigen Text angesprochene, Umkehrung.
      Ja, spätestens wenn Du deine Überlegungen mehr nachgehst und sie nicht mehr nur ironisch-locker ausschlagen, wirst Du auch “er-schlauen” könne, dass zwischen dem Empören des reinen Emörenswillen, zum dem hier allgemeinen Gegenstand, und dem erfahrbaren Material, dem konkreten Einzelding, also schlicht den kritischen Ausdrücken wie man sie im Alltäglichen ihrer konnotierten Bedeutung erläuter kann , ein Unterschied besteht.

  17. @CargobikeHH

    Zum Freakpodcast Fahrrad:

    Mir als Freak hat es da schon so einige male den Magen umgedreht, gerade bei Themen die echt Geld ksoten können. Ich fands natürlich viel zu Oberflächlich. Vielleicht kann man ja eine Serei drauß machen, dann evt. auch mit jemandem der nciht nur Rennräder macht 😉

    Kann aber gut nachvollziehen, dass es einigen zu tief war. Ich glaube reine Funktionsanalyse statt Bauteilkunde wär spannender gewesen.

    Fotografie fand ich aber immer spannend ohen Freakhintergrund.

    Antworten
  18. gokzilla

    Danke Tobi , dank Dir habe ich mein Hemd ruiniert. Ich hatte frischen Kaffee getrunken , als der Witz mit “Freddy mehr Curry ” kam musste ich so lachen , das der ganze Kaffee aus meinem Mund herauspustete. Die Kollegen schauten mich alle an und ich stand dämlich da. :-).

    Mir ergeht es wie Tobi in Sachen Hände geben. Komischerweise sind es immer Akademiker die völlig übertrieben gestikulierend mich darauf aufmerksam machen das zuerst meiner Frau die Hand geschüttelt werden muss. Am Anfang war das so unerwartet , das ich dumm da stand und versuchte nicht mehr so schnell anderen Menschen die Hand zu geben. Wenn mir das jetzt passiert sage ich immer, aber bitte wir leben im 21 ten Jahrhundert, Frauen sollten doch gleich berechtigt sein. Dann steht er völlig irritiert da. Harharhar.

    Antworten
  19. Tatjana

    Zum Thema warten beim Arzt:

    Ich musste in den letzten 2 Monaten bei 12 Fachärzten mich untersuchen lassen. Am Längsten habe ich beim Orthopäden gewartet. 2,5 Stunden trotz Termin. Außerdem wollte der noch 10 Euro für einen Befund. Bei allen anderen musste ich nicht zahlen. Sons wär die Listung teuer geworden.

    Antworten
  20. Daniele

    Das Problem des Wartens beim Arzt wäre doch etwas für Tobi, als Informatiker: Ein Add-On/Add-In für eine populäre Artztpaxissoftware bzw. ein eigenständiges Programm, in dem der Arzt die Termine mit jeweiliger geschätzter Dauer angibt. Außerdem können Verzögerungen schnell eingetragen werden und abgeschlossene Termine können abgehakt werden. Der Arztbesucher wird dann per SMS/E-Mail/App benachrichtigt, wie lange es noch dauern wird (evt. mit durchschnittlicher Abweichung aller vergangenen Termine vom Plan eingerechnet). Dann an die Arztpraxen verkaufen. Menschen mit wenig Zeit – wie sie es heute nicht allzu selten geben soll – können so just-in-time in der Arztpraxis sein.
    Das wäre doch was 😉

    Antworten
  21. tp1024

    Im Gegensatz zu den Rechten, haben die Linken ïn Westdeutschland über Jahrzehnte Menschen aus der Politik, der Wirtschaft und nicht zuletzt der Polizei ermordet und waren stolz darauf. Gleichzeitig hat die Linke als ganze diesen Teil ihrer Vergangenheit (namentlich die RAF) nie aufgearbeitet, weil sie glauben, dass sie als “die Guten”(TM) soetwas nicht nötig haben, weil “die Bösen”(TM) ja so viel böser sind.

    Natürlich, wenn man die Zahl der Toten durch Rechte und Linke vergleicht, sind die Rechten “böser” als die Linken.

    Aber wenn es nun unter Polizisten und Politikern die Tendenz gibt, auf Linke härter zu reagieren als auf die Rechten, dann ist das schon aus Selbstschutz verständlich. Genau deswegen beobachtet auch der Verfassungsschutz diese Gruppierungen so genau, denn keine Demokratie kann existieren, in der gewählte Politiker ermordet werden, weil deren Politik einer gewissen Gruppierung nicht passt. Zur Demokratie gehört eben auch, dass der gewählten Regierung die Macht zugestanden wird.

    Ja, ich weiß, dass man von den Rechten in letzter Konsequenz das gleiche erwarten muss. Aber der Terrorismus der Linken ist den 50 oder 60 Jahre alten Politikern heute noch im Gedächtnis. Sie haben ihn selbst erlebt und er wiegt deshalb sehr viel schwerer.

    Das ist auch der Grund, weshalb die Linken heutzutage ein SEHR viel besseres Verhalten an den Tag legen müssten, um gleiche Behandlung erwarten zu können. Das sehen sie aber selbst nicht ein, weil sie sich des Verhaltens ihrer politischen Bewegung in der Vergangenhein nicht bewusst sind und weil sie die Auswirkungen dieses Verhalten bei weitem unteschätzen.

    Stattdessen sehen sie nur, dass der Staat sie anders behandelt. Woraufhin sie glauben, dass der Staat wieder von Faschisten regiert wird. Worauf hin sie glauben, Widerstand gegen den wiederauflebenden Faschismus leisten zu müssen und nun allerorten mit ideologischem Schaum vorm Mund auftreten und die Situation noch schlimmer machen.

    Antworten
    1. David

      >Genau deswegen beobachtet auch der Verfassungsschutz diese Gruppierungen so genau,

      Oder weil “sie” selbst davon betroffen sind/waren. Die RAF war da ja nicht wirklich fein…

      Bei den Rechten sinds doch nur paar Dönerverkäufer oder Asylantenheime, die bedroht werden, gell?
      (Nein das entspricht in keinster Weise meiner Meinung, aber diesen Schluß läßt die unterschiedliche Bewertung von Rechts/Links aber genau zu.)

      Ist etwas zynisch jetzt, aber genau das dachte ich mir damals schon, als die ganzen NSU-Morde zusammengezählt wurden, und ernsthaft noch argumentiert wurde, daß man da keinen Zusammenhang mit einer ausländerfeindlichen Gesinnung finden konnte…

  22. Christian Scherf

    Ich finde ihr liegt falsch, wenn ihr RB Leipzig und andere “bonzen-Vereine” über einen Kamm schert. Der entscheidende Unterschied ist meiner Meinung nach, das es Herrn Matteschitz nicht um den Fussball geht. Es geht einzig und allein darum, seine Marke zu präsentieren. Das ist dann auch gleich der Grund, warum ich mich weigere den Verein “RedBull” zu nennen.
    Ich denke, wenn man bei RB feststellt, das der Plan nicht aufgeht, zieht man sich zurück und in Leipzig gehen wieder die Lampen aus.
    Grüsse!
    Christian

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Als ginge es bei den anderen Erstligavereinen um irgendwas anderes, als ums Geldverdienen…

  23. Andreas Mayer

    Zum Thema Handschlag: Genau diese Abwägung und den nicht vorhandenen Drang Leute bloßzustellen lässt mich auch eine ausgestreckte Männerhand im Zweifel vor der Dame schütteln.

    Antworten
    1. Konrad

      Danke! Ich hab’ mir das Video zwar noch nicht angeschaut, aber ich kenne Friedrich aus seiner Countdown-Sendung zur Bundestagswahl und war recht traurig, dass diese dann auch eingestellt wurde. 🙂

  24. Julian

    Bezüglich Verspätungen.
    Diese Schienenabschnitte kann man für eine gewisse Zeit kaufen, das ist die sogenannte Trasse, also eine bestimmte Zeit auf einer Wegstrecke. Die Preise richten sich nach Strecke, Überholmöglichkeiten, Auslastung, Zugtyp etc. Das ist insofern wichtig, da nicht jeder Zug gleich schnell fährt, manche Züge wichtiger sind als andere und die DB Netz ja schwachsinnigerweise Geld verdienen soll. Außerdem hat tagsüber der Personenverkehr Priorität, nachts Güterverkehr, was sich ebenfalls auf die Preise und die gefahrenen Strecken auswirkt (Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg ist nachts beispielsweise nur für Güterverkehr).
    Es sind nicht immer die Typen, die sich aufs Gleis werfen, die an einer krassen Verspätung Schuld sind, sondern der komplette Rattenschwanz im Bahnbusiness. Das nur auf die Suizidgefährdeten zu schieben ist viel zu kurz gedacht.
    Die Umsteigezeiten, insbesondere in Ballungsräumen und bei S-Bahnen, sind relativ eng (hier im Großraum Mannheim 2 Minuten). Dauert der Umsteigevorgang länger, was zu den Stoßzeiten oder wenn Fahrräder im Spiel sind, gerne mal der Fall ist, kommt es direkt zu einer Verspätung. Problematisch wird es, wenn dann die Trasse verpasst wird, also der Zeitabschnitt auf der Wegstrecke. Denn der nachfolgende pünktliche Zug, der die Trasse zum entsprechenden Zeitpunkt bekommen soll, hat Vorrang. Weil er pünktlich ist und es bleiben soll. Von dem bekommt man aber als Wartender am Bahnsteig nichts mit. Das sind die klassischen “Wir warten darauf, dass Zug XY vorbei ist”-Durchsagen im Zug selbst. Der verspätete Zug muss also irgendwie auf diesen Streckenabschnitt, der für ihn nicht mehr frei ist. Entweder die Trasse ist eh nicht belegt oder ein anderer Zug muss wiederum warten und sich ein paar Minuten Verspätung rauf schaufeln.
    Und das ganze passiert, obwohl technisch alles einwandfrei ist. Dass Weichen abgebaut und Überholstrecken zurückgebaut werden, schränkt die Flexibilität in den Trassen entsprechend ein. Jedes Gleis ist ja eine eigene Trasse. Aber hey, die kosten ja nur Geld. Auf den viel befahrenen Strecken kommt so einiges an Verspätung zusammen und Fernreisezüge fahren meist auf den viel befahrenen Strecken. Da der Fernverkehr auch noch Vorrang vorm Nahverkehr hat, kommt der IC 30 statt 35 Minuten zu spät und die S-Bahn auch nochmal 10, weil der IC ja erst vorbei musste. Wie genau die Priorisierung ist, ist wahrscheinlich Bahninterna. Was auf jeden Fall gilt ist Fernverkehr > Nahverkehr und pünktlich > unpünktlich, wobei Fernverkehr den Nahverkehr sticht, auch wenn dieser pünktlich ist.

    Ich warte nur darauf, dass der Gruber sich vor eine Kamera stellt und sagt: Ihr seid doch selbst Schuld!!1111

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  25. Christoph

    Also leider muss ich sagen, dass ihr zu dem Thema Polizeieinsatz leider sehr medial informiert seid. Euer Podcast ist top und ich höre diesen sehr gerne, aber bezüglich der Geschichte war ich etwas enttäuscht über eure Ansichten.
    Ich bin selber Polizeibeamter in Niedersachsen und war 3 Jahre lang in der Bereitschaftspolizei. Ich will hier jetzt keine “Nazis” verteidigien, aber in den Jahren, waren diese braune Gruppierungen immer friedlich. Man hat sich an Auflagen gehalten. Mal abgesehen von der Gesinnung haben diese Leute einfach nur ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen. Die “Linken” autonomen Volliditon waren diese Leute, die nicht friedlich, sondern mit massiver Gewalt gegen (damit ist dann auch schlicht Gewalt gegen die Exekutive) vorgegangen sind.
    Das hat nichts damit zu tun, dass die Polizei nur auf Linke einschlägt. Diese Ansicht ist leider sehr engstirnig.
    Ich stimme euch zu, dass man im Fall HoGeSa diesem “Abschaum” einhalt gebieten muss, aber leider haben wir hier in Deutschland eine sehr große und ziemlich minderbemittelte Fußballfanszene.
    Das dort halt junge teils perspektivlose Menschen sich anschließen und dann im Falle der IS rechte Tendenzen entwickeln liegt eher an unserer Gesellschaft und der sehr schwachen Judikative und dem Rechtssystem in Deutschland.
    Und zu dem Einsatz in Köln. Bei 4500 gewaltbereiten Menschen und knapp 1300 Polizeibeamten, ist einfach wenig zu machen.
    Und ich sag euch, dass es wenig Spaß macht mit Pflastersteinen oder Flaschen beworfen zu werden. Da ist dann auch Egal oder Rechter oder Linker oder Castor-Aktivist.

    Also das musste mal von meiner Seite aus gesagt werden. Ich erlebe es leider tag täglich, dass die Medien die Polizei ins lächerliche zieht oder einfach nur die Hälfte berichtet und dann die Polizei entsprechend schlecht da steht. Ich kann euch aber sagen, sind wir mal nicht mehr da, geht es euch nicht besser.

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    1. Donngal

      Ich habe den Eintrag erst jetzt gelesen, und da muss ich dann doch noch drauf antworten:

      leider haben wir hier in Deutschland eine sehr große und ziemlich minderbemittelte Fußballfanszene.

      Damit scherst du aber ziemlich viele Leute über einen Kamm. Meine Erfahrungen haben eher gezeigt, dass wir innerhalb der Fussballszene genau wie überall anders einen gewissen Anteil von Idioten haben und sehr sehr viele Menschen, die völlig in Ordnung sind.

      Auch andere Ansichten finde ich eigenartig. Wenn sich 4500 Hooligans treffen, ist doch damit zu rechnen, dass die nicht so friedlich sind wie andere Nazi Demos. Wenn ich schon die Einschätzungen zu Hannover höre, es werden 5000 Hooligans erwartet, davon 800 gewaltbereite… Da frag ich mich doch was mit den andern 4000 ist? Sind das alles Blumenkinderhooligans?

  26. BrEin

    Auch wenn das Thema schon über eine Woche her ist, hier mal eine kleine “Empfehlung” zum Thema linke Demonstranten und rechte Demonstranten.

    Es dauert ungefähr 2 Sekunden um zu erkennen, dass das folgende Video alles andere als neutral ist, obwohl es genau das versucht vorzugaukeln. Auf den HoGeSa-Demos sind schlicht Nazis und solche, die diese Forderungen der Nazis unterstützen. Und das Video ist schlicht auch nur ein Fürsprechen für die Nazis.
    https://www.youtube.com/watch?v=CMWG444YqWE
    Dennoch, wenn man sich mal den “Bericht” über die Demonstration und Gegendemonstration in Hannover anschaut und die Ausschreitungen bewertet, kann man Holgi einfach nur recht geben.

    Holgi sagt zwar, paraphrasiert, die Linken benehmen sich immer daneben und die Rechten benehmen sich nie daneben, mildert man das ab in “in der Regel” und in “in der Regel nicht” stimmt es schon wieder und erklärt auch das Vorgehen der Polizei.

    Auf den Demos hat die Polizei nicht die Aufgabe mordende Nazis oder die Verantwortlichen von Brandanschlägen auf Flüchtlingswohnheimen zu finden, sondern für einen reibungslosen Ablauf der Demonstrationen zu sorgen. Und in diesem schmalen Fokus sind die Linken tatsächlich (in der Regel und verallgemeinert auf alle Linken) schlimmer als die Rechten.

    Hier noch das Video, auf das verwiesen wurde:
    https://www.youtube.com/watch?v=X03zkADWEvk

    Gruß
    BrEin

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