WR353 Klein-Attitude

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal mit Fernsehpersonal, der S-Bahn, Fahhrädern, Programmieren, Jülich, dem IS, der PKK, Desertec und dem Wetter.

Ohne Toby ginge es nicht. Hier sein Klingelbeutel.

 

Shownotes
von Quimoniz, daspearlpaiste

Holgi hat Muskelkater — Toby trägt bis 8 Grad kurze Hosen beim Joggen — Kristallklare Wolkenstrukturen im Himmel — Beide konstatieren: Hinterher fühlt es sich Klasse an — "Das Investment zahlt sich aus." (Toby).

Intro

00:04:28

WRINT-Ferngespräche — Steik der GDL — Infrastrukturprivatisierung "Privat vor Staat" — Metronom — App-Wunsch: Zug-Abfahrtänderungen in der Nähe mitteilen — "Twitter ist ein gutes Medium für Support." (Toby) — @telekom_hilft — S-Bahn-Berlin — Jülich — Flughafen Berlin-Tegel (ohne Bahnanschluss) — Ticketkauf mit App der BVG — "Ich bin einer von den Bösen, die Programmieren können." (Toby).

Fahrräder

00:19:43

"Tandem hab' ich auch nicht, das ist wider der Natur." (holgi) — Fahrrad der Firma Klein — "Ich habe ein Klein-Attitude gekauft." (holgi) — Toby will in die Schule und drei mal zwei Stunden Programmieren zeigen — Kommentarschlacht zu WR351 — Java — TeX — Boilerplate-Code — JavaKara — Holgi schlägt vor, man solle eine Datenbank führen zu Themen bei denen alle reflexartig mitreden wollen — Holgi hat mal Open Source betrollt — Ruby — Die Frage des richtigen Texteditors — vi — emacs — "Ich benutze schon seit 10 Jahren vi, aber im wesentlichen weil ich nicht weiss, wie man ihn beendet." (Toby) — Lisp — Toby ist "vi"-Fan — Joe (Texteditor) — Vim (Texteditor) — Nano (Texteditor) — Hour of Code — Mark Zuckerberg — Programmiersprache Scratch — Felix Luz — Die Nebel von Avalon — Serie "Das Rad der Zeit" (mit Figur Luz Terion) — Angry Birds — Plants vs. Zombies.

Jülich

00:34:45

Forschungszentrum Jülich — Resonator-Podcast — "Frog-Pistol" (Elektrische Stimulation) — Die Zukunftsvision: Retina-Implantate — Cochlea-Implantat — Reinraum — Stadthotel Jülich — Autorenlesung durch Sabine Bode — Holgi hatte den Eindruck, dass Lesen nix mehr für Jugendliche ist — FH-Aachen — App "Tinder" — Wistedt — hotornot.com — Coremedia — Xing — Okcupid — "Wir sollten viel mehr von Bumsen reden, wir sind alt." (Holgi) — "Ich bin Super-Monogam." (Toby) — "Mark Zuckerberg weiss, dass ich fremd gehe." (Toby) — Witz: Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug. Sagt die eine: "Die haben bestimmt gedacht, wir seien zwei Typen." Sagt die andere Pilotin: "Und die dachten wir seien Passagiere" — Artikel über Verwendung von Maskulinum und Femininum <>.

Die Nachrichten

00:57:11

Koalition fliegt neue Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane 00:57:13

Medien: Türkei bombardiert Stellungen der PKK 00:57:49

Wüstenstromprojekt Desertec wird in kleinerem Rahmen fortgeführt 01:01:27

Wetter

01:05:54

Bewölkt mit Regen, 15 bis 22 Grad — "Das Wetter: Im Osten und Nordosten noch regnerisch. Sonst überwiegend heiter. Später im Südwesten und der Mitte vereinzelt Schauer. 15 bis 22 Grad. Morgen nur im Nordwesten und an den Alpen trocken, sonst Schauer und Gewitter. 14 bis 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag in der Nordhälfte und im Nordwesten Regen und vereinzelt Gewitter. Sonst meist trocken bei 13 bis 20 Grad." — Outro.

48 Gedanken zu „WR353 Klein-Attitude

  1. doppelfish

    Manche Flugzeuge können rückwärts fahren, indem sie ihre Turbinen auf Umkehrschub stellen, oder ihre Propeller-Blätter entsprechend einstellen. Das nennt sich dann Powerback.

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  2. Juergen

    Ich hab gerade auf der Webseite des Stadthotels gesehen das die einen sogar vom “Hauptbahnhof Jülich” abholen… wer den Bahnhof (oder Jülich überhaupt) kennt wird bei der Bezeichnung heftig lachen 😉

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    1. Kilian

      Jülich hat keine Uni, aber viele Institute der FH Aachen und die RWTH Aachen haben Kooperationen mit dem Forschungszentrum. Wenn man da arbeitet, wohnt man entweder in Aachen oder Köln und pendelt. Deshalb ist in Jülich unter der Woche Abends auch nichts los.

  3. tjuush

    Auch wenn ich mich mutmaßlich des Mitredenwollens schuldig mache:
    Gerade bei so *nix-Usern findet man bisweilen das Ideal, den Recher möglichst nur mit der Tastatur bedienen zu können, ohne zur Maus zu wechseln. Und wenn man seine Tastenkombinationen im Kopf hat und einigermaßen flink tippen kann ist das tatsächlich äußerst effizient, wie generell die Bedienung per Shell für viele Aufgaben, wenn man halt ein gewisses Grundwissen hat. Daher dürften vi und emacs nicht tot zu kriegen sein (obwohl sich modernere Editoren wie Sublime redlich bemühen, GUI und Tastaturbedienbarkeit zu verbinden).

    Das hat also weniger was mit Anachronismus, oder “1337”-sein-wollen zu tun, sondern einfach mit dem Wunsch, schnell und praktisch arbeiten zu können.

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    1. holgi Beitragsautor

      Das ist echt so weit weg von meinem Alltag, dass ich mir das kaum vorstellen kann O_o

    2. Toby

      Stimmt. Verbunden mit der Notwendigkeit, manchmal im Terminal arbeiten zu müssen, wo es keine grafischen Menüs und Apfel-Befehle gibt, kommt hier noch Geschwindigkeit durch Gewöhnung und gleiche Bedienung in allen Umgebungen dazu.

    3. agschaid

      +1
      in meinem Fall ist halt das “Ideal” den Computer möglichst mauslos zu bedienen unter anderem dem Fakt geschuldet, dass ich nun mal beruflich Textdateien bearbeite und ich JEDEN Griff zur Maus als Kontext-Switch und “Mikro Qual” erlebe. Darum benutze ich auch einen Terminal Editor (welchen ist ja wurscht). Die Dinger sind einfach für Tastaturbedienung gebaut. Da geht ALLES mit Tastatur. Aus einem Müssen heraus.
      Anders beim erwähnten Sublime Text in dem FAST alles geht. Aber die paar Tasks für die ich zur Maus greifen muss, nerven mich wieder wahnsinnig 🙂

    4. Christian Berger

      Man kann das glaube ich auch rationaler sehen. Die Maus oder gar Touchscreens sind ein sehr unscharfes Eingabemedium. Man kann da nicht schnell komplexe Eingaben machen. Mit einer Tastatur kann ich einfach mehr Informationen in weniger Zeit eingeben.

      Das kann zum einen zu einem Gefühl wie im Raumschiff Enterprise führen. Sprich ich gebe dem Computer einen Befehl, er “denkt” kurz drüber nach, und gibt mir das Ergebnis.

      Zum anderen sind solche tastaturbedienten Programme auch sehr effizient in der Anwendung. Wenn ich zum Beispiel in vi/vim die nächsten 10 Wörter eines Textes löschen muss, so muss ich die nicht mit der Maus auswählen, oder lange auf der Löschentaste bleiben, sondern ich tippe einfach “10dw” für 10 mal delete word ein. Will ich an das Ende einer Datei, so drücke ich einfach “G” und schon bin ich unten. Will ich also unten an das Ende einer Datei einen Text anfügen, so drücke ich “Go” und ich habe am Ende eine neue Zeile.
      Ja, das muss man mal lernen, aber wenn man das mal kann, spart man sich richtig viel Zeit.

      Übrigens EMACS wurde übrigens für diese Tastatur entwickelt:
      http://en.wikipedia.org/wiki/Space-cadet_keyboard
      Die hat so wichtige Tasten wie “Meta”, “Super” und “Hyper”. Dadurch erklären sich da auch die Tastenkombinationen.

  4. stephie

    Gemäß Deiner vorherrschenden Ansicht über Tinder, dort ginge es NUR ausschließlich um “Beischlaf” muss ich mein vorangegangenes Angebot in einem anderen Kontext leider aber sowas von zurückziehen 😀

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  5. Tatjana

    Zum Thema Tastenkombinationen:

    Bin blind und kann deshalb die Maus nicht bedienen. Ich mache öfter die Erfahrung, dass ich durch die Bedienung per Tastatur schneller als sehende Mitmenschen arbeiten kann. Das ist auch Gewohnheitssache. Ich weiß die nicht alle aus dem Kopf sondern man entwickelt so ne Art haptisches Gedächtnis wie man die Finger bei der Aktion auf den Tasten hatte (wie auf der iPhone-Tastatur).
    Lieben Gruß
    Tatjana

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    1. Marco Bakera

      Das ist ein interessanter Punkt, Tatjana. Blinde werden beim Design von Interfaces häufig wohl nur zu kurz oder gar nicht bedacht. Tastaturen und Textausgabe sind für sie jedoch das A und O.

  6. Robert

    Die beste Methode zum Thema elektronisches Bus ticke hat meiner Meinung nach London mit der Oyster cart. Einfach nur beim Einstieg die Karte an eine bestimmte Markierung halten und dann wird der Fahrpreis automatisch abgebucht. Wen man mehrmals fährt wird automatisch ein preiswertes Tages oder Wochen Ticket abgerechnet. Für Touristen und Einkommens schwache gibt es auch noch eine Prepaid cart.

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    1. Fabian

      Ähnliches gibt es auch in Seoul. Dort heisst das System T-Money. Entweder hat meine eine wiederaufladbare Karte, eine Kreditkarte mit T-money Chip oder via NFC des Smartphones

    2. Fabian

      Zum Thema schlechtes Netz und App für Bahn-/Bus-Tickets: Notfalls einfach bei gutem Netz einen Screenshot vom Fahrschein machen und diesen vorzeigen, wenn die App bei schlechtem Netz hängt. Ich gehe davon aus, dass die Kontrolleure das dann auch akzeptieren, da ja angeblich Name und Gültigkeit auf dem virtuellen Fahrschein vermerkt sind.

    1. Programmine

      Meetup.com ist super um neue Leute kennenzulernen ohne versteckte Sex-Intentionen. Natürlich weiß ich nicht ob es schon eine Lunch-Gruppe für Hamburg gibt und ob es wirklich einfach wäre sowas dauerhaft für kleine Grüppchen zu organisieren, aber um neue Leute kennenzulernen ist es super.

      Dadurch dass es oft auch Themen/Hobby bezogen ist, trifft man sich auf einem gemeinsamen Level über das man reden kann und nicht unangenehm vor sich hin starrend in einem Restaurant. Und aus eigener Erfahrung wird es sehr viel von Leuten genutzt die neu in eine Stadt kommen. Ich hab es in der Vergangenheit vor allem beruflich genutzt, weil es viele IT bezogene Meetups gibt, z.B. Girl Geeks, die auch teilweise in Büros bekannter Firmen stattfinden (in Sydney waren das z.B. Atlassian und Google). Nun bin ich in Zürich und auch hier werde ich mir darrüber einen neuen Freundeskreis aufbauen.

    2. Felix

      Schade,

      Ich komme wenn überhaupt erst um 14 Uhr in Hamburg an. Wäre ich eher da, hätte ich das mit dem Mittagessen sehr gerne gemacht.

  7. Sebastian

    Habe gerade erst die letzte und diese Folge im Doppelpack gehört und da Holger ja etwas verdutzt war wegen Java und ob es sich denn lohnen würde das zu lernen möchte ich dazu nur mal sagen das der von Holger so geliebte “Wave Glider” am GEOMAR von James Gosling und Liquid Robotics entwickelt wurde (http://liquidr.com/technology/waveglider/how-it-works.html). James Gosling ist der Erfinder von Java und die komplette Software des Wave Gliders ist mit der Java ME (Micro Edition) geschrieben. Das Projekt war daher dieses Jahr auch ein Exponat auf der Oracle Java Konferenz “Java One” in San Francisco.

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  8. Mokkel

    Die „Emacs vs. Vi“ oder auch der „editor war” genannt ist ein 40+ Jahre anhaltender Flame-War. Inzwischen haben die akademischen Graubärte weitere Generationen von Graubärten hervorgebracht und so den, man muss schon sagen Hass auf die Gegenseite, weitergegeben. Beim aufgreifen dieses Themas kann man gleich ganze Generationen von Nerds trollen, besonders wenn man die Meinung vertritt beide seinen blöd.

    Holgi, du kannst dir ja mal den einen oder anderen Hacker schnappen und zu der ganzen Geschichte befragen.

    Programmierter kann man besonders gut mit dem Stichwort „XML“ trollen. Einfach mal ein „Das lässt sich doch am besten mit XML lösen“ (oder ähnliches) einwerfen. Ich sage nur Fackeln und Heugabeln.

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    1. Anne

      “Kannste da nicht mal schnell eine Regular Expression für schreiben?”

      “GEH WEG, LASS MICH IN RUHE, ICH HAB KEINE LUST MEHR, HAUT ALLE AB!”

      (Regular Expressions könnten meine Achillesferse sein.)

    2. Donngal

      Immer wenn da Krieg aufkommt werfe ich ein “nano ist sowieso der beste Editor” ein, dann lachen alle über mich und haben sich wieder lieb. Ich weiss dass ich unrecht habe, bin aber noch zu faul um vi oder emacs zu lernen, obwohl ich weiss, dass ich es eigentlich können sollte. Naja, so wars bei LaTex ja auch, jetzt kann ichs und will nicht mehr ohne. Wozu Open Office Text wenn ich LaTex habe?

  9. Dr. Azrael Tod

    Ich verstehe den OS-Witz betreffs Emacs nicht. Für Emacs gibt es doch taugliche Texteditoren: http://www.emacswiki.org/emacs/ViperMode

    @Holgi: “warum will man Shell-Tools nutzen wenn es doch heute übersichtliche GUI gibt?”
    Weil eine niedrige Einstiegshürde halt nicht immer alles ist, vor allem wenn man lange und viel mit Tools arbeiten muss, können “schwierigere” Programme durchaus sinnvoll sein, wenn sie für den geübten mehr Funktion oder schnellere Abläufe ermöglichen.

    andere Themen mit denen man Religionskriege starten kann:
    – Esoterik (“aber die Globuli haben einem Bekannten einer Freundin wirklich geholfen”)
    – Apple (“Die haben das Smartphone erfunden und sind die einzige Firma die gutes Design baut”)
    – Autos (“Ich muss von meinem Dorf jeden Morgen 50km zur Arbeit fahren, das geht nicht ohne eigenen PKW”)
    – Strafrecht/Politik (“Kinderschänder gehören kastriert und Ausländer sollten keine Sozialleistungen bekommen!”)

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    1. Florian

      Bei der Kindererziehung weiß auch jeder alles besser. Aber ich halte mich da raus, ich bin kinderfrei. 😀

  10. jonas

    Ich finde den Informatikunterricht toll Toby! Ich wünschte, soetwas würde häufiger im Alltag eingebracht werden. Ich habe selbst den sog. “Medienführerschein” in Bayern durchgeführt der zwar mehr auf Medienkompetenz etc. gerichtet ist, allerdings werden diese Bereiche (soziale Medien, Informatik, Medienrecht, usw.) in der Bildung sowieso eiskalt ignoriert (da geht Religion vor). Aus dieser Sicht freut es mich um so mehr, dass du hier Erfolg hattest.
    Weiterhin viel Glück.

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  11. tp1024

    Warum wir den IS nicht los werden? Wieso sollten wir?

    Der IS ist toll.

    Aus der Sicht von Syrien kämpft der IS gegen den Irak und damit gegen die USA. Wieso sollte Syrien gegen den IS sein?

    Aus der Sicht der Türkei kämpft der IS gegen die Kurden und schwächt damit die PKK, wieso sollte die Türkei gegen die den IS sein?

    Aus der Sicht der USA kämpft der IS in Syrien und kann in Syrien bekämpft werden. Der Kollateralschaden der dabei entsteht schwächt Syrien (und maximiert wird – eine Erdölraffinerie in Syrien zu bombardieren hilft absolut Null Nix gegen den IS) ). Ohne den IS als Ausrede könnten die USA Syrien nicht bombardieren. Wieso also sollte die USA den IS vernichten wollen?

    Der IS ist das tollste das in der Region seit Jahrzehnten passiert ist.

    (Hier noch ein paar Rettungsringe für die Nichtschwimmer, die im Sarkasmus zu ertrinken drohen.)

    Antworten
    1. tp1024

      Nicht zu vergessen, auch der Iran hat ein Interesse an einem möglichst starken IS, denn er ist jetzt zum wichtigsten Verbündeten der zentralen irakischen Regierung in der Region geworden. (Der IS ist sunnitisch, was früher die Minderheit der Machthaber im Irak auch war. Seit der neuerlichen Invasion der USA besteht die Regierung des Irak nun hauptsächlich aus der schiitischen Mehrheit – was auch die dominierende Glaubensrichtung der Islamischen Republik Iran ist.

      Wem das zu viel Schiiten/Sunniten Kram war, ganz kurzer Leitfaden dazu:

      Schiiten: Iran und 3/4 des Irak.
      Sunniten: (Fast) alle anderen Muslime.

      Ja, das ist ganz böse und grob vereinfacht. Aber im wesentlichen stimmt es.

      P.S.: Übrigens gibt es in meinem Blog nach 2 Jahren überhaupt mal wieder neues. Noch dazu auf Deutsch! Zur Zeit über Sonnenenergie, Kernkraft, Ostasiatische Geschichte, Raumfahrt und Licht aus Nanoröhren.
      http://tp1024.wordpress.com/

    2. sepp

      Welches vom IS unabhängige Motiv haben die USA, Syrien zu bombardieren? Klar, der Ami ist bekanntermaßen böse, dumm und kriegslüstern. Aber wenn man sich anschaut, wie lange sie gezögert haben im syrischen Bürgerkrieg einzugreifen (erinnert sich noch jemand an die “Rote Linie” vom Einsatz chemischer Waffen?), scheint das nicht ganz zu passen.

    3. tp1024

      Die USA sind Verbündete von Israel. Und Israel wollte schon beim letzten Libanonkrieg 2006 (DAS WAR 2006? Mensch bin ich alt geworden.) in Syrien einfallen und hat rhetorisch immer wieder darauf hin gearbeitet.

      Der Syrienkrieg ist im Grunde ja auch nur ein Stellvertreterkrieg zwischen Syrien mit Iranischer und russischer Unterstützung auf der einen Seite (Die Machthaber in Syrien sind Schiiten, daher auch die Verbindung mit dem Iran, das hatte ich oben vergessen.) und Rebellen auf der anderen Seite, die ganz offensichtlich von außen unterstützt werden, da sie sonst schon längst kollabiert wären. Und mir ist noch niemand eingefallen, der außer Israel und den USA die Interessen und Mittel dazu hätten. (Man könnte über das sunnitische Saudi Arabien spekulieren, aber selbst die sind mit den USA verbündet.)

      Daher kommt auch die Motivation Syrien militärisch zu schwächen, da Israel dort (nicht völlig zu unrecht) eine Bedrohung für das eigene Land vermutet (die natürlich bei weitem nicht so groß wäre, hätten sich die Israelis in den letzten 100 Jahren in dieser Gegend nicht wie die Axt im Walde aufgeführt).

      Das zögern der USA ist im wesentlichen ein Resultat der Kriegsmüdigkeit im eigenen Land. Der Anfang des Syrienkriegs fiel ja mit dem Nato-Einsatz in Lybien zusammen, ein Land das jetzt im Bürgerkrieg versinkt, ohne dass sich jemand ernsthaft dafür interessieren würde. Zu der Zeit konnte man also noch nicht sofort in Syrien einrücken, da sonst mit ernsthaftem Widerstand in den USA zu rechnen gewesen wäre, weshalb man sich auf die Unterstützung der Rebellen beschränkt hat.

      Das Resultat dieser Politik hat man jetzt und steht vor einem Scherbenhaufen.

      Die Befürchtung die ich langfristig (über das nächste halbe Jahrhundert oder so) habe, ist dass man durch die fortgesetzte militärische Unterdrückung von ganzen Volksgruppen in dieser Gegend und der immer wiederkehrenden Niederschlagung immer besser und professioneller agierender Widerstandgruppen irgendwann eine äußerst flexibel agierende, anpassungsfähig und militärisch extrem starke Gruppierung wie aus dem Nichts erscheint und die ganze Gegend inklusive Saudi-Arabien erobert und zu einer Bedrohung weit über den Mittleren Osten hinaus wird.

      Denn eines ist völlig klar: Der Einfluss der USA in der Gegend wird immer schwächer (hauptsächlich aus ökonomischen Gründen in den USA) und die ständigen Auseinandersetzungen machen die Staaten dort immer schwächer. An einem bestimmten Punkt wird der ganze Mittlere Osten zumindest anfällig dafür sein, von einer militärischen Gruppierung überrannt zu werden, die mit jedem Staat den sie erobert noch stärker wird. Ob es dazu kommt sei dahin gestellt, aber der Erfolg der ISIS bisher zeigt, dass die Möglichkeit in einigen Jahrzehnten ganz klar gegeben ist.

    4. Christian

      Darüber hinaus hat auch Saudi-Arabien ein gesteigertes Interesse an IS. Exportiert Saudi-Arabien ja doch neben Erdöl seit Jahrzehnten auch die Gottesstaat-Ideologie und radikalen Islamismus in die Welt. Allerdings hat die Saudische Königsfamilie den Vorteil, dass sie uns Erdöl liefert, da stört es dann nicht mehr wenn Frauen unterdrückt werden und Leute das Kaliphat ausrufen

  12. Marco

    Früher war @telekom_hilft wirklich nützlich, hatte dort schon mehrfach schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen, aber heutzutage helfen sie einem auch nicht mehr weiter als wenn man die Hotline anruft. Geht auch schneller. (Vielleicht ist das noch anders, wenn man “berühmt” ist).

    Gerade bei meinem iPhone6 Vertragsdrama erlebt. Nur Vertröstungen, Lügen oder Hinhalteparolen. Wenn’s um den konkreten Fall geht, muss das in ein ein Formular auf einer Webseite tippen und irgendwann auf eine Antwort hoffen (die auch nicht immer kommt). Mit Twittersupport hat das auch nix mehr zu tun.

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  13. Christian

    Der Bahnstreik am WE hat im Übrigen den positiven Effekt, dass ich gezwungenermaßen mal diese neumodischen Fernbusse ausprobieren muss. Die ersten Erfahrungen waren schon mal durchweg positiv.

    Sitzplatzgarantie, kostenloses Internet, Platz für Gepäck, kostenloses Stornieren oder umbuchen bis 15 Minuten vor Fahrtantritt und auch nicht viel langsamer als die Bahn. Wenn jetzt die Fahrt selbst noch halbwegs OK ist dann werde ich wohl zukünftig öfter diesen Service nutzen anstatt mir eine Bahncard 50 und Zugticket zu leisten.

    Ich glaube zwar nicht, dass das die Absicht der GDL war, aber danke trotzdem für diesen denkanstoss.

    Antworten
  14. Christoph

    Zu den Programmiersprachen: Das Problem dabei ist, dass zur Produktivität der verschiedenen Programmiersprachen und Bibliotheken so gut wie keine Evidenz gibt. Somit sind die Diskussionen darüber oft einfach Geschwurbel – ja, ich bin auch Softwareentwickler und ich lasse mich dazu auch manchmal hinreissen. Aber letztlich ist viele eine Geschmacksfrage. Java würde ich trotzdem überdenken 😉 Nicht der Sprache wegen, sondern weil weitere Schritte wegen Classpath-Foo usw. mühsam sind.

    Zum High-End: Im Gegensatz zu den Programmiersprachen sind die technischen und psychokustischen Grundlagen sehr gut erforscht.. Das ist halt eine reine Eso-Szene, die die Wissenschaft einfach ignoriert. Blindtests werden nicht anerkannt. Grundlagenliteratur liest keiner. Selbst eigentlich seriöse Firmen tragen bei der Vermarktung das ihre dazu bei. Schliesslich können die nicht zugeben, dass ein 50 Euro Class-D Verstärker fürs normale Wohnzimmer genauso gut ist wie irgendein glänzendes 10000 Euro Teil.

    Zur Erfnährung/Laufen: Ich hatte da ja auch zum Intervall-Laufen geraten – das hatte für mich gefühlt gut funktioniert. Ob es wirklich so war? Keine Ahnung, ich hätte auch nicht mit anderen diskutiert: Ob das sportphysiologisch Sinnvoll ist, das weiss ich einfach nicht. @Holgi: Wäre mal cool, wenn Du da vielleicht mal ein paar Wissenschaftler bei Wrint oder Resonator (HH München hat doch zumindest Epidemiologie) unterbringen könntest.

    Zu den Editoren: Natürlich lassen sich Emacs und VIM gut bedienen – nur eben nicht selbsterklärend. Es sind eben Werkzeuge für Leute, die den Grossteil ihrer Arbeitszeit in einem Texteditor verbringen. Es sind einfach Profi-Werkzeuge. Warum kein GUI: Nun, zum einen gibt es von beiden Editoren auch GUI Versionen. Aber: Zum einen starten die Terminal-Versionen einfach schneller als die GUI Versionen. Zum zweiten benötige ich keine Maus, denn im Idealfall will ich meine Hände immer in der optimalen Tipposition behalten. Daher navigiert man in Vim z.B. mit den Tasten j,k,l und i statt mit den Cursortasten. Wie gesagt: Es sind bene Profi-Werkzeuge, die sich nur dann lohnen, wenn man den Entsprechenden Lernaufwand irgendwann auch wieder herausbekommt.

    Zu Jülich: Oh, der Offenhäuser. Da sass ich damals in der Fachschaft Mathe, Physik, Info in Aachen als der Berufen wurde.
    Generell sind die meisten Institutsleiter Professoren in Aachen (Ferstkörperphysik, Materialwissenschaften, Neurowissenschaften), einige in Düsseldorf (Plasmaphysik, Neurowissenschaften, Weiche Materie), Bonn (Kernphysik, Geowissenschaften), Köln (Neurowissenschaften, Kernphysik) und jeweils einzelne in Duisburg-Essen und Münster. Der Trend geht aber wie in Karlsruhe zu einer immer stärkeren Anbindung an Aachen (JARA, die meisten neuen Profs werden nach dem Jülicher Modell in Aachen berufen).

    Zu Bahn: Ich war mal ein grosser Bahn-Fan. Inzwischen nicht mehr, ich halte die Bahn für einen gescheiterten Verkehrsträger. Ich bin international viel unterwegs: Nirgendwo funktioniert Bahn gut – es sei denn man baut exklusive Strecken für genau einen Zugtyp (z.B. Shinkansen in Japan). Ansonsten scheint mir das Gesamtsystem Bahn einfach zu fragil zu sein, weil sich ganz langsame bis ganz schnelle Züge das selbe Gleis Teilen müssen. Und ein langsamer Zug belegt solch ein Gleis im Zweifel für x-Kilometer, weil es keine Überhol- oder Ausweichmöglichkeiten gibt. Deswegen glaube ich auch nicht, dass eine Trennung von Trasse und Zügen funktionieren würde. Ein zweites Problem sind aus meiner Sicht die viel zu grossen Einheiten und dadurch langen Takte. Wenn alle 15 Minuten ein kleiner Zug von Berlin nach Köln führe, dann wäre auch eine Verspätung nicht mehr so tragisch. Ich glaube aber nicht, dass das realistisch zu koordinieren ist.

    Zum Drohnenkrieg: Was an Drohnen so besondere sein soll, das verstehe ich nicht. Letztlich gibt es da einen Operator, der auf der Basis von Sensordaten und evtl. Rücksprache einen Feuerbefehl an die Elektronik gibt. Ob der Operator in einem Kampfjet oder einem Hubschrauber oder im Fall der Drohne irgendwo sitzt: Wo ist da der qualitative Unterschied? Ich denke es gibt keinen, das hat doch “Collateral Murder” sehr gut aufgezeigt. Die Drohne hat noch eher den Vorteil, dass sie länger in niedriger Höhe beobachten kann, wall man im Falle eines Angriff auf das Flugzeug nicht noch gleich den Operator (Piloten) mit dem Fluggerät verliert.

    Antworten
  15. Uwe

    Tegel hat nen Ubahnhof den man manchmal besichtigen kann…. Aber davon mal ab:

    Ich bin beruflich sehr oft in fremden Städten unterwegs…. Wie oft sieht man in Restaurants Geschäftsreisende alleine an nem Weizen nippend ins Smartphone starren? Sehr oft…

    Die Idee mit dem Businesstreff für Leute von Auswärts oder so ist gar nicht so schlecht.

    Gruß
    Uwe

    Antworten
  16. Jasmin

    Zu Tinder:
    Eine Kommilitonin von mir schreibt in Ihrem Soziologiemaster gerade darüber. Im Seminar zur Liebessemantik. Besonders an dieser Tinderapp ist die fortschreitende Rationalisierung der Liebe und Emotionalität zu sehen. Man wischt jemanden einfach weg.
    Außerdem wird mit diesem Mechanismus das Konstrukt des “Liebe auf den ersten Blick” genutzt und pervertiert.
    Spannende Sache aus soziologischer Sicht.

    Antworten
  17. Rico

    Zum IS: “einfach wegbomben” kann man die nicht weil da immer kolleteralschaden entsteht der laut den früheren US-General “Das beste rekutierungsmittel für den IS/Terrorismus” ist. Deshalb ist es für den IS wichtig so viele Enthauptungen wie möglich ins Netz zu Stellen um die USA zum Angriff zu provuzieren damit die IS neue Rekuten bekommen.

    Antworten
  18. Nico

    Hallo Holger,
    LMAO – “Klein Attitude” – wie passend 🙂
    Endlich haben 2 bekannte Kleins zueinander gefunden, war seit Jahren überfällig.

    Das ist eins der Kult-MTBs dass Gary Klein von Anfang an im Programm hatte.
    Er war ziemlich der erste, der solch durchdachte MTBs mit dünnwandigen Alu-Rohren und grossem Durchmesser gebaut hat, dadurch trotzdem geringes Gewicht und Steifigkeit. Und wunderschöne Lackierungen. Seit KLEIN in den 90ern an TREK verkauft wurde hat der Kult und Innovations Faktor etwas nachgelassen.
    Wie Du schon sagtest, sind die alten org KLEIN absolute SammlerStücke. Es gibt auch eine richtige MTB-Retro-Szene. Falls Du sogar ein Klein von vor 1995 hast – echte WertAnlage.
    Klein hatte zB den MissionControl erfunden, Vorbau und Lenker sind eine Einheit. Innenverlegte Züge gab es
    meines Wissens auch das erste mal von KLEIN.
    Grade erst gesehen das Klein seit 2009 “defunkt” ist. Schade.

    viel Spass mit dem Schmuckstück und erzähl mal gerne
    was von Deinen Erfahrungen mit dem Bike, ist ja hinten ungefedert
    aber soll sehr steif und leicht sein.

    schöne Grüße, Nico

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Ich bezweifle, dass meins von vor 1995 ist – dazu war es viel zu billig. Mein feuchter Traum ist ja ein gut erhaltenes Dolomiti, aber das bekommt man ja nicht unter 2500,-. Alle meine Räder sind hinten ungefedert (außer mein Trecker, aber der ist nur ein Scherz) und ich begrüße das sehr 😉

  19. Nico

    Quo vadis Trecker-Fahrn ? Immer mehr Jugendliche wenden sich ja leider
    von dem traditionellen Hobby ab…

    Oh ja… Das Dolomiti ist auch eine Schönheit, mit den bunten 90er-Jahre Farben, wusste gar nicht, dass es mal Dolomiti-Eis gab in den Farben.
    Hab zufällig das photo hier mit Gary Klein/Dolomiti gefunden – wohl ein echter Nerd mit genialen Ideen 🙂
    http://fotos.mtb-news.de/p/602542

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