WR345 Fahrräder

 

wrint_2014_zumthema_200Erst seit etwas über einem Jahr fahre ich regelmäßig Fahrrad. Seit Frühjar 2014 hat das Fahrrad mein Auto und mein Motorrad als Alltagsverkehrsmittel weitgehend abgelöst. Ich habe das zum Anlass genommen, mit Christian vom Velohome-Podcast zu reden und so zu tun, als hätte ich Ahnung genug, um fachsimpeln zu können. Glücklicherweise hat Christian genug Ahnung gehabt.

Shownotes
vom grandiosen PattaFeuFeu


 

Sendungsbeginn

00:00:00

Begrüßung und Vorstellung

00:01:18

Velohome.de-Podcast — Christian arbeitet außerdem als Zweiradmechaniker in einer Fahrradwerkstatt.

Komponentenrundgang anhand von Holgis Möhre

00:02:25

Cannondale — Cannondale F300 Hardtail-Mountainbike (Die meisten Fahrradrahmen – insbesondere aus Carbon – werden in einer handvoll von Fabriken in Asien hergestellt und wenn überhaupt nur noch teilweise in Europa oder den USA zusammengeschraubt. (Christian))  — Kohlenstofffaser — Schweißen — Christian sieht Schweißtechnik in Asien gegenüber den USA oder Europa als ebenbürtig an; außer aus Patriotismus müsse kein gesteigerter Wert auf die Rahmenherkunft gelegt werden — "Porsche ist Auto. Wir reden hier doch nicht über Autos!" (Holgi) — Christian besaß noch nie in seinem Leben ein Auto — Carsharing — Car2Go — Flinkster.

Gabel

00:05:25

Fahrradgabel (speziell: Federgabel) — Rock Shox (Fa.: SRAM) — "Federgabelverschwörung" (Holgi) — Holgi vermutet, dass aufgrund der hohen Einzelkosten einer Federgabel ein Fahrrad für 699 Euro, das mit einer solchen Gabel ausgestattet ist, nicht gut sein kann — Christian macht es vom Anwendungsfall abhängig: Bei schlechten Straßen kann eine Federgabel auch am Stadtrad Sinn ergeben.

Gruppe (Schaltkomponenten, Bremse)

00:07:14

Fahrradgangschaltung — Shimano (Hersteller der Deore-Gruppe) — Zahnkranzpaket (Kassette) — Kettenblatt — Umwerfer — Schaltwerk (Fahrrad) — Faltrad — Christian empfiehlt YouTube als gute Quelle für Reparatur-Anleitungen — Innenlager/Tretlager — Fahrradgruppe: Schaltwerk, Umwerfer, Schalthebel, Kassette, Kette, Bremse, Lager, Tretkurbel — Holgi möchte sich aus einem Cannondale F600 Rahmen ein Speedbike zusammenbauen: Ein Kettenblatt, 10-fach Kassette, dünne Reifen mit relativ wenig Profil — Cannondale HeadShok — Preis/Qualitätsabstufung in der Mountainbike-/Trekkinggruppe bei Shimano: XTR, XT, SLX (Mountainbike), LX (Trekkingrad), Deore, Alivio, Acera, Altus, Tourney — Shimano XTR — SRAM XX1/XX/X.0 — Eurobike (Fahrradmesse) — Holgi findet elektrische Gangschaltungen bescheuert, weil sie die Mitnahme einer Stromquelle voraussetzen — London—Edinburgh—London Radrennen — Elektrische Schaltungen benötigen weniger Kraftaufwand und arbeiten schneller. (Christian) — Shimano XT — Campagnolo — Freilauf (Mechanik) — Es gibt viele verschiedene Freilaufkörper, die oftmals untereinander nicht kompatibel sind (Christian) — Rad am Ring (24h Radrennen Nürburgring) — Chris Marquardt (bekannt aus WRINT-Fotografie, Happy Shooting, Tips from the top floor) — "Und da drunter kommt dann noch die Deore. Der Golf. Solide, machst du nichts falsch mit, Ersatzteile sind einfach zu bekommen." (Christian) — Anwendungsübersicht der Shimano-Schaltgruppen — Shimano 105 (Rennrad).

Reifen und Co.

00:22:53

Drehmomentschlüssel — Laufräder zu zentrieren erfordert Erfahrung (Christian) — Zentrierständer — Nippelspanner — "Dann kannst du im Winter nächtelang deine Laufräder zentrieren." (Christian) — Fahrradreifen — Holgi wundert sich darüber, dass in der Stadt auf Asphalt sehr viele Mountainbiker mit grobstolligen Reifen fahren — Rollwiderstand — Bremsschuh — Shimano Dura-Ace — Magura — Fahrradbremse — Laut Christian quietschen Bremsen, weil sie falsch eingestellt sind. — Montageständer — Park Tool Lenker-Haltebügel (Beispiel für Lenkerhalter) — Colnago — Holgi wundert sich, schon mehrfach höhergewichtige Menschen auf Ultraleichtbaurennrädern gesehen zu haben — Specialized S-Works + McLaren Venge — Steifigkeit — Twentyniner (29-Zoll; Englisch) — 650b (27,5 Zoll) — Bikepark — Singletrail (Mountainbiking) — Bike-Rules (Englisch) — "Die Anzahl der Räder, die man zu besitzen hat, ist n+1" (Christian).

Federgabel, Vorbau, Lenker

00:47:33

SR Suntour — Bianchi — Hartje Manufaktur — Rahmenschloss (Fahrradschloss) — Fahrradlenker — Vorbau.

Komfortables Radfahren

01:00:20

Gefederte Sattelstütze — Springstock (Pogo Stick) — Fahrradsattel — Der Sattel als schmerzhafte Spezialwissenschaft — Gepolsterte Fahrradhosen — SQ-Lab GmbH — "Arschmesser" (Christian) — Bei einer Messung wird die Breite der Beckenknochen gemessen (Christian) — "Und wenn du mal einen Sattel hast, wo du das Gefühl hast, 'hier sitz ich gut', also 'das ist das, was ich möchte', dann kauf dir bitte direkt den zweiten und dritten davon und leg ihn hin." (Christian) — Brooks England Fahrradsattelmanufaktur — Fi'zi:k — Arschcreme — Melkfett — Chamois Creme Test.

Satteltasche – Ja/Nein?
01:17:35

Satteltasche — Crumpler Frame Hugger — Fahrradrahmen Aufbau — "Rule 29: No European Posterior Man-Satchels" — Tipp von Christian: Neben den Bremsen beim Kauf besonderes Augenmerk auf Kontaktpunkte zum Rad legen; Hände (Griffe, Handschuhe), Hintern (Sattel, Hose), Füße (Pedale, Schuhe).

Fußkontakt zum Rad

01:23:04

Klickpedale — Shimano Nexus Getriebenabe — "Es reicht nicht, einmal mit Klickpedalen umzufallen, sondern man muss mit jedem Fahrrad, das man hat, damit umfallen." (Holgi) — "Wer sagt, er ist noch nie mit dem Klickpedal umgefallen, der lügt." (Christian) — Schuhplatte (Cleat) — Trainingsrolle — Tretzyklus (Runder Tritt) — Brompton Bicycle — Galoschen (Überschuh) — "Mit guter Kleidung ist alles machbar." (Christian) — Beinlinge — Ärmlinge.

Brille – Ja/Nein?
01:35:35

Von Holgi propagierter Vorteil: Fliegen landen während der Fahrt nicht im Auge.

Helm – Ja/Nein?
01:36:48

"Ich finde, das muss jeder für sich selbst wissen. Also ich fahre ohne Helm." (Holgi) — Helmpflicht für Fahrradfahrer.

E-Bikes

01:38:40

Pedelec (E-Bike) — Copenhagen Wheel (Englisch) — Nordschleife (Nürburgring) — Flughafen Tempelhof — "Ich finde es auch etwas albern, mit Raketenautos im Kreis zu fahren." (Holgi) (Rush – Alles für den Sieg (Kinofilm))  — Shimano Wendepedal PD-M324.

Schnellspanner

01:46:05

"Nötig." (Christian) — Holgi sieht erhöhtes Diebstalpotential, da Schnellspanner auch von Dieben leicht zu lösen sind.

Diebstahlsicherung

01:46:42

Schnellspanner Diebstahlsicherung — Fahrradschloss — "Kannst alles richtig machen, kannst alles falsch machen." (Christian über Fahrradschlösser) — "Je sicherer, umso teurer." (Christian) — ABUS — Strava — Fahrradcomputer — "Kein Schloss hält. Wenn jemand das aufkriegen will, kriegt er das auf. Es ist immer nur die Frage, wie viel Zeit braucht er dafür." (Christian).

Werkzeug, Tools und Gadgets

01:55:10

Flickzeug — Ersatzschläuche — Luftpumpe — Tubeless (Englisch) — Crankbrothers Luftpumpen (Englisch) — Fahrradventil (Ventiladapter Presta/Dunlop/Sclaverand – Autoventil)  — Minitool — Topeak Alien Tools — Werkzeugsets und Minitools Test — Drehmomentschlüssel (besonders bei empfindlichen Carbonteilen) — Eingangrad (Singlespeeder/Fixie).

Fatbikes

02:06:52

Fatbike — Schwalbe Fat Albert — Specialized Fatbikes.

Reifen

02:08:43

"Die größere Breite bedeutet nicht unbedingt ein Mehr an Rollwiderstand." (Christian) — Continental Grand Prix 4000 S II Tubular — Schlauchreifen — L’Eroica — "Schmerz vergeht, Stolz bleibt." (Christian).

Mountainbike

02:14:26

(Full Suspension) Mountainbike.

Werkzeug für unterwegs (Fortsetzung)

02:16:09

"Im alltäglichen Betrieb brauchst du nichts außer einem Faltwerkzeug, mindestens einem Ersatzschlauch (oder Flickzeug) […], eine Pumpe, […] eine kleine Lampe." (Christian) — Tipp von Christian: Schlauch nach Aufpumpen an der Wange entlang führen, um Löcher darin zu bemerken..

Fahrrad im Alltagsbetrieb (StVZO, StVO, Gefährdungen)

02:17:15

("Kein Licht – 500€ Strafe. Was für Licht? Egal." (Holgi als Verbesserungsvorschlag für StVZO))  — Radverkehrsanlage — Kampfradler — Lezyne Femto Drive — Lupine Lightning Systems — Fahrradpolizei — Action-Cam (GoPro und andere) — "IM KAMPF GEGEN DIE AUTOFAHRER ist es wichtig, beleuchtet zu sein." (Holgi).

Rollentrainer

02:36:44

"Auf der Rolle benutzt du eigentlich nicht die gleichen Mäntel, die du draußen fährst, weil der Verschleiß viel höher ist." (Christian) — Rollentrainer — Freie Rolle — Tacx — Elite Cycling — Hövding Airbag for cyclists — Liegerad.

Kaufberatung Komplettrad

02:44:17

Bergamont — Christian rät bei Stadträdern eher von Scheibenbremsen ab, sieht die Notwendigkeit aber bei Mountainbikes und Cross-Rädern — Er sieht außerdem keinen besonderen Nutzen einer Federgabel im Stadtverkehr — "Du erkennst einen guten Händler daran, dass er erstmal im Gespräch mit dir feststellt, was du haben willst. Was du brauchst vor allem auch." (Christian).

Holgis Bastelrad

02:51:10

Ausfallende — Christian empfiehlt: Zur Komplettreinigung soviel Teile wie möglich abschrauben und grundreinigen — Schalthebel — "Es gibt sogar ein sehr schönes Kettenöl, was ein bisschen so riecht wie Saunaaufguss." (Christian).

Kaufberatung Gebrauchtrad

02:57:50

Christian würde bei ebay nur Rahmen kaufen, die allerdings auch nur aus Aluminium oder Stahl, weil ihm die Gefahr eines nicht bemerkten Haarrisses bei Carbon zu hoch ist — Tipp: Gebrauchtmarkt in Fahrradmagazinen und -zeitschriften (Christian) — Viel Zeit für Besichtigung einplanen — "Ein sehr, sehr sauberes Rad, spricht dafür, dass der Besitzer sein Rad gepflegt hat." (Christian) (Auf Seiten- bzw. Höhenschlag der Laufräder achten)  — "Die Frage ist halt auch: Willst du DIESES Rad haben oder willst du EIN Rad haben?" (Christian) — Auf Bremsen achten: Bremsbelagdicke, haben die Bremsen Spiel — Rahmen und Schweißnähte genau betrachten — Auf übermäßige Korrosion achten — Bremsflanken auf Riefen und starke Abnutzung überprüfen — Sind die Speichen genügend gespannt? — Nabenklang überprüfen (unregelmäßige Geräusche, Knarzen, Knirschen) — Schaltung überprüfen — Kettenmesslehre für den Kettenverschleiß nutzen — Lagerspiel des Tretlagers durch Kurbelbewegung überprüfen — Lagerspiel am Steuerkopflager überprüfen — "Das Wichtigste: Wir sollten eigentlich immer nur daran denken, dass wir Spaß am Rad haben." (Christian).

107 Gedanken zu „WR345 Fahrräder

  1. Christian Hoff

    Danke für das freundliche Gespräch, kurze Ergänzung oder Korrektur, bin im Kundensupport, nicht als Mechaniker tätig 😉
    Fragen immer gerne, werde hier auch versuchen zu helfen bzw. darauf eingehen.

    Antworten
    1. Marcel

      Erstmal danke, waren 3 sehr interessante Stunden Podcast. 🙂

      Hätte dann aber auch gleich mal eine “Beratungsfrage”, bin nämlich auf der Suche nach einem passenden Fahrrad.
      Fahre jetzt seit ca 8 Jahren ein Fully von Carver. (Bin übrigens einer der Leute die Holgi (zurecht) auslacht wegen Stollenreifen auf Stadtstraßen. 😀 ) Was neber einem alten Postfahrrad zum Einkaufen und einem Trekking Rad meiner Frau ( auch von Carver ) die einzigsten Bikes sind.

      Problem was ich habe: Das ist in Zukunft mein neuer 22km Arbeitsweg:
      https://dl.dropboxusercontent.com/u/18334592/h%C3%B6henmeter.PNG

      Beschaffenheit: 80% Asphaltiert 20% Feldweg, diese aber übelster Qualität mit sehr viel Schotter und Sand. Problem was ich habe, mit dem Fully macht die Abfahrt ( und auch Bergauf ) auf dem Schotter Spaß, oben auf der Straße komme ich “nicht” von der Stelle. Berater vor Ort meinte dann mal “Trekking Rad!!einself”, also mal das von Frauchen genommen und mich dort beinahe aufs Maul gelegt.

      Ich tendiere zu folgender Lösung: Rad mit “Continental SpeedKing” Mäntel ausrüsten und mir das ganze Schaltwerk auf “mehr endgeschwindigkeit” umbasteln lassen. Aber, was sagt der Fachmann dazu?

    2. Christian Hoff

      Spontan hätte ich gesagt, lässt sich der Feldweg umfahren? Wenn es dir aber Spaß macht, dann schau mal nach Reifen die in der Mitte eine Lauffläche leicht angehoben haben, so dass du auf Asphalt quasi nur darauf fährst und dann im Gelände die Stollenunterstützung hast. Ohne genau das Gelände zu kennen usw. natürlich schwierig, aber das ist die Richtung die ich einschlagen würde.
      Wenn ich wieder in D bin kann ich dir auch ein paar Links raussuchen.

    3. Daniel

      Ich hab da beim Brooks eher praktische Gründe zu berichten.
      Davor hab ich halt auch immer die Gelsättel gefahren die dann entweder durch Sonneneinstrahlung aufplatzen oder auch ständig von irgendeinem Penner eingeritzt wurde. Wenn das aber mal kaputt ist kann man das sind eigentlich nur wegschmeißen.

      Seit ca. 2 Jahren hab ich jetzt so einen Brooks (für 60€ neu gekauft) und mit dem hab ich am Altersrad keine Probleme. Das Rad wohnt auch draußen und wird ab und zu nass, aber das trocknet ja wieder. Ich Pfelge das ding halt nur einmal im jahr und das nur von unten womit das Abfärbproblem auch gelöst wurde.

      @ Holgi
      Freiläufe für Shimano werden unterschieden in
      11 Fach
      8-10 fach
      7 fach
      auf weniger ist immer Adaptierbar, aber anders herum nicht.
      Ich würde übrigends zu 9-fach raten, da das neutlich günsiger ist und länger hält.

    4. Christian Hoff

      @Daniel
      so generell gesagt 9fach hält länger ist etwas schwierig. Da müsste man dann auch schauen, dass man zB ne 105er mit ner 105er vergleicht. Das eine 9fach 105 länger hält als eine 11fach Dura Ace würde ich mal vorsicht anzweifeln. Außerdem wirst du mit 9fach irgendwann Probleme bekommen, Ersatzteile bzw. Verschleißteile zu bekommen. Offiziell supported Shimano 10Jahre, danach hast du keine Garantie, dass es die Komponenten noch gibt.

  2. Daniel

    Klar ist die Rohloff teuer in der Anschaffung – aber die Kosten haben sich bei mir schon nach fünf Jahren amortisiert, weil die Wartungskosten durch geringeren Verschleiß verglichen mit den Kosten einer Kettenschaltung gegen null gehen. Dazu kommt das Gefühl: wenn du einmal eine vernünftige Nabenschaltung (völlig egal, ob Rohloff, Shimano Alfine oder sonst was) gefahren bist, möchtest Du keine krachende Kettenschaltung mehr fahren, die man noch nicht mal im Stand schalten kann 🙂 und da zumindest bei der Rohloff (für andere Fabrikate weiß ich es nicht) die vierzehn Gänge gleichmäßig abgestuft sind, hast Du vom leichtesten Berggang bis zum schwersten High-Speed-Gang eine deutlich größere Bandbreite als bei einer 21-Gang-Kettenschaltung.

    Antworten
  3. steven

    Die Laufradgrößen beim MTB sind etwas unzulänglich erklärt worden.
    29″ bedeutet: Felgen 28″ (gleicher Durchmesser wie bei Rennrädern) da der Gesamtdurchmesser mit dicken MTB-Reifen größer ist, hat man es 29″ genannt
    26″ klassisch wie die Ur-MTBs
    27,5″ (oder 650B) ist die neue Zwischengröße, welche wohl die 26″ ersetzten wird (so wie der Markt gerade aussieht)
    Vorteile kleine Räder: wendig, stabiler/steifer Nachteile: schlechteres Überrollverhalten, weniger Komfort, etwas weniger Traktion
    Vorteile große Räder: Komfort, besseres Überollverhalten, fahrstabiler, mehr Traktion Nachteile: weniger steif, weniger wendig, schwerer

    erfahrbarer Unterschied 26″ zu 29″: deutlich spürbar
    erfahrbarer Unterschied 26″ zu 27,5″: kaum spürbar, viel Marketing

    Antworten
    1. Gero

      Hallo Holgi,
      danke für den Podcast, darauf hab ich schon länger gewartet.
      Ich möchte meinen Senf zur Laufradgröße dazu geben. Heutzutage wird oft angenommen, daß die Bezeichnung 28 Zoll die Felgengröße angibt. Das stimmt aber so nicht ganz.
      Die Größe des Laufrad gibt historisch den Außendurchmesser des Laufrads an, das bedeutet also das der Reifen z.B. einen Außendurchmesser von 28“ oder gerundet 700 mm hat. Früher wurden die Felgen dann je nach Reifenbreite gebaut. Diese Felgen haben dann verschiedene Bezeichnungen erhalten. Um zu wissen welcher Reifen auf welche Felge passt stehen diese Felgengrößen auch mit auf dem Reifen. Zum Beispiel wird auf deinem Trekking-Rad die Bezeichnung 700c auf dem Reifen. Wobei das c dafür steht das die Felge ursprünglich für 39mm hohe Reifen gebaut wurde. Solch eine Felge hat also einen Durchmesser von 622mm. Dies macht deshalb Sinn da früher Stempelbremsen auf den reifen drückten und deshalb ein bestimmtes Maß brauchten. Werden aber darauf andere Reifenbreiten montiert ergibt sich durch die geänderte Höhe des Reifens auch eine andere Laufradgröße. Z.B. fahren Rennräder den selben Felgendurchmesser. Die Laufradgröße ist dann eigentlich nicht mehr 28 Zoll. Dieser Begriff hat sich nur eingebürgert. Umgekehrt verwenden MTB’s auch diese Felgengröße. Mit den sehr breiten Reifen kommt dann ein Außendurchmesser von 29 Zoll zustande.
      Mountainbikes haben klassischer weise 26 Zoll. Der Durchmesser der Felge hat 559 mm. Dieses Maß war aber früher, als die oben beschriebenen französischen Bezeichnungen entstanden, unüblich. Deshalb steht auf MTB-reifen keine französische Notation. Dieser Felgentyp stammt ursprünglich von Amerikanischen Cruisern die es schon mit 2“ breiten Reifen gab. Wie Steven schon ausführte wird seit Jahren ein neues Mountainbike Maß etabliert. Dies ist das 27,5 Zoll Rad. Hierbei wird das klassische 26 Zoll Maß benutzt, was in der französischen Notation 650b heißt. Durch die breiteren Reifen ergeben sich dann die erwähnten 27,5 Zoll.
      Ich persönlich habe beim Mountainbike keine Präferenz was die Laufradgröße anbelangt. Wie Ihr beide schon sagtet: Es kommt auf den Einsatzzweck an. Eines meiner Räder habe ich sogar auf 650B vorn und 26“ hinten umgebaut.

  4. steven

    Ergänzung zu Suntour:

    Stellt Federgabeln für alle namenhaften Hersteller her (Rockshox, Fox, BOS ect.). Der Big Player im Segment.
    Die Gabeln unter ihrem eigenen Namen sind aber eher untere Technologieschiene, dafür günstig.

    Antworten
  5. steven

    Es ist falsch, das Fixies/Bahnräder für die Bahn erfunden wurden. Alle Fahrräder waren in der Anfangszeit “Fixies”. Der Freilauf wurde erst Jahrzehnte später erfunden. Selbst die ersten Tour de France wurden mit starrem Antrieb gefahren.
    Auf der Bahn ist eine starrer Antrieb aus Sicherheitsgründen Vorschrift, ebenso wie Bremsen dort verboten sind. Man stelle sich vor, wie 10 Fahrer dicht hintereinander mit 70km/h um die Bahn kreisen und einer könnte PLÖTZLICH deutlich langsamer werden. Deswegen starrer Antrieb und keine Bremse auf der Bahn!

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Genau genommen kam natürlich der Freilauf erst später dazu und das Fixie wurde nicht für den Bahnradsport erfunden sondern dort lediglich immer weiter genutzt. Übrigens auch im Kunstradfahren oder Kunstradsport, wo es auch zwingend erforderlich ist.
      Ergänzend noch ein schönes Video wo man auch sieht, wie man mit einem Fixie dennoch bremsen kann http://vimeo.com/14930896

    2. steven

      Ja kenne ich, war selbst auch lange mit dem Fixed Bike überland auf Touren unterwegs (allerdings mit Bremse vorn). Bin später dann aber auch auf’s Rennrad umgestiegen, weil einfach schneller und letztlich auch komfortabler.
      Radball ist auch so einer Anwendung für starren Antrieb oder das gerade moderne Bike Polo.

  6. Freibeuter

    Schöner Podcast, der trotz der Länge nicht langweilig wird :-).

    Ein paar Anmerkungen:
    – Es funktionieren mehr Kombinationsmöglichkeiten Kassette/Nabe/Schaltung als man meint. (Fast) nix ist kompatibel stimmt so nicht. Wäre das alles so schlimm würden Laufräder (speziell hintere) nicht einfach mit Freilauf, sondern direkt nur mit der jeweiligen Campa/Shimano/Sram Kassette (also quasi mit Schaltungsherstellerbindung) verkauft werden. Erste Anlaufstelle um sich schlau zu machen ist da die Seite von Sheldon Brown (http://www.sheldonbrown.com/ – nicht abschrecken lassen vom Design!), oder ein entsprechendes Forum.

    – Brooks Sättel sind mitnichten nur zum Angucken und Posen gedacht. Wie mir scheint hat Christian da sehr die Rennradlerbrille auf. Bei Alltags- und Reiseradlern ist ein Brookssattel durchaus eine gern genommene Option. Ich meine Heinz Stücke z.B. (wer ist das? – mal googeln 🙂 ) ist in den letzten Jahrzehnten quasi nur auf Brooks unterwegs gewesen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß Brookssättel für mich auf Fahrrädern mit eher aufrechter Position des Oberkörpers super sind (fahre B66/B67), an einem Rennrad würde ich so etwas nicht haben wollen – auch nicht in schmaler Ausführung.
    Wenn man beim Einfahren des Brooks Schmerzen(!!) hat, dann ist der Sattel falsch – der wird sich nach der Einfahrtzeit dann auch nicht zur Sänfte entwickeln.
    Das “durch die ersten 500km muß man beim Brooks durch” habe ich auch schon mehrfach gehört – das so dramatisch darzustellen ist aber vermutlich wirklich eher Hipster Gequatsche auf Stehparties im Großstadtumfeld.

    – Naben mit Schnellspanner sind schön, aber wie Holgi auch sagte eben Schnellklaunaben. Bei der Gelegenheit hat glaube ich Christian als Vorteil von Schnellspanner genannt, daß man im Pannenfall ein Laufrad schnell ausbauen könne.
    Das ist im Normalfall nicht so wichtig. Eine Panne kann man, wenn man den Schlauch nicht wechselt sondern flickt ohne Ausbau des Rades bewerkstelligen. Das ist keine Hexerei.
    Ich fahre im Alltag häufig eine Gazelle Tour Populair, wenn ich da bei jeder Panne hinten das Hinterrad (und damit den Kettenkasten zumindest teilweise) ausbauen müsste wäre das Rad bei weitem weniger alltagstauglich.

    – Gut, daß ihr das Thema Helmpflicht nur gestreift habt :-). Stimme da mit Holgi überein – der Staat muß nicht für jeden Blödsinn Gesetze machen und Helmtalibans sollen die Schnauze halten und ihre Bekehrversuche drangeben.

    – LED-Lampen auf “Blenden” einstellen ist auch anderen Radfahrern gegenüber Asi. Gilt nicht für Positionslampen, aber alles was Busch und Müller und ähnliche mittlerweile im Angebot haben sollte korrekt eingestellt sein.
    Ich denke selber über dir Montage eines druckluftbetriebenen Nebelhorns für den Winter nach (kein Witz). Gab’s mal mit Druckbehälter für den Trinkflaschenhalter. Wenn mich ein PKW Fahrer schneidet und ich tröte, muß er meinen er hätte einen 40-Tonner im Nacken und vor Schreck an der Seitenscheibe kleben. Strafzettel bringen vermutlich leider nicht viel, der ein oder andere Adrenalinstoß schon.

    – Ihr habt’s ganz kurz angeschnitten – der Podcast war ja eher technisch. Bedeutung des Fuß- und Radverkehrs für die zukünftige innerstädtische Entwicklung. Meines Erachtens ein Mega-Thema für die Zukunft, vielleicht ergibt das mal als Thema für einen folgenden Podcast. Stichworte: Copenhagenization, Shared Space, Intermodale Mobilität, Lebensqualität in verdichteten Räumen etc.

    – Tip: Wer sich motivieren will auch im Winter Rad zu fahren, dem mag der “Winterpokal” helfen.

    Antworten
    1. Christian Hoff

      In der Tat ist das Fahrrad als Bestandteil einer Mobilitätskette ein Riesenthema. Bin ja selbst auch ein Beispiel dafür. Wer einmal in Amsterdam geradelt ist, weiss wir es funktionieren kann.
      In Köln werden jetzt zum Beispiel Schnellradwege gebaut. Personen die 5-10km mit dem Auto zur Arbeit fahren sollen so zum Fahrrad bewegt werden. Aber wie Du es schon sagst, dass Thema ist so erschöpfend, dass man da alleine eine ganze Sendung drüber machen könnte und wir den Fokus ein wenig anders gesetzt hatten.
      Eine Lampe richtig zu justieren ist in der Tat wichtig und richtig. Was B&M da abliefern ist nicht richtig eingestellt wirklich nicht ungefährlich und hat nicht ohne Grund keine STVO Zulassung. Das neue Rücklicht ist da auch ein gutes Beispiel. Aber das ist ja immer ein Thema, auch für Autofahrer. Hier im Urlaub wurde ich auch mehrfach angeblinkt bis ich gerafft habe, dass die Lampen beim Mietwagen einfach falsch justiert waren.

    2. Oliver K.

      Ich denke bereits seit sehr langer Zeit über verschiedenste Dinge nach, die ein Fahrrad in brenzligen Situationen lauter machen. Das Problem ist: Die sind alle nicht zugelassen. Wenn da ein Autofahrer zu nah an mich ran fährt und ich blöke den mit Pressluft von der Straße dürfte die folgende Gerichtsverhandlung und Schadensersatzsprechung sicherlich nachteilig für mich sein. Oder?

    3. holgi Beitragsautor

      Ganz ehrlich: Autofahrer sind das Problem – und wenn Lärm eine Lösung ist, Pfeife ich drauf.

  7. Freibeuter

    Holgi,
    hab’s gerade gefunden – schau mal nach: “Air Zound III”.
    Sobald ich weniger zu tun habe werde ich mal so ein Ding ordern/testen. Laut der Bewertungen ist die Lautstärke zumindest “auf Autoniveau”.

    Antworten
  8. Michael

    Tolle Folge, die ich mir, trotz vollkommenen Desinteresses an Fahrrädern, gut in der Sbahn anhören könnte. Dennoch hoffe ich, dass du dich jetzt hier endlich mal richtig ausgekotzt hast. Denn, absolut nicht böse gemeint, aber dass das Thema Fahrrad von dir in den letzten Monaten über sämtliche Podcasts hinweg geschmiert wurde, war schon teilweise echt irritierend XD

    Antworten
  9. Dr. ISO

    cooler Podcast, danke für die Zeit die ihr euch genommen habt. Der technik-Teil war super, da fehlt mir das wissen um da senf dazuzugeben.
    Thema Helm finde ich aber trotzdem diskutierenswert.
    1. Man muss unterscheiden zwischen Helm tragen und Helmpflicht. Auch ohne Helmpflicht kann Helm tragen sinnvoll sein. Insofern finde ich die Diskussion immer mit dem “Scheiss Gesetzgeber soll sich net einmischen”- zu beginnen /oder beenden, für nicht hilfreich.
    2. Die “studien” sind allesamt nicht hilfreich. Je nachdem was man rausfinden will, findet man auch das raus. Es gibt KEINE empirischen Studien zu dem Thema.
    Alle studien haben das Problem, dass nur Versicherungsfälle einbezogen werden. D.h. Leute die es aufs Hirn schlägt, die aber nicht zum Arzt gehen, weil’s nicht so schlimm war, werden gar nicht erfasst. Trotzdem wäre ein Helm wahrscheinlich besser gewesen, weil man sich so 3 Tage kopfschmerzen gespart hätte…
    Auch der Vergleich mit Kopenhagen oder Amsterdam ist Schmarrn, weil das Verkehrssystem ganz anders ist.

    Ich trage immer Helm, und ich fahre deswegen nicht aggressiver. Weil ich nicht mit nem 180er Puls zur Arbeit will, sondern halbwegs entspannt, und eben an einem Stück.

    Der Punkt ist, nicht alle Unfälle mit dem Rad beinhalten PWK oder LKW; und bei dieser Art Unfälle ist ein Helm sicherlich nützlich.

    Antworten
  10. Christian Hoff

    Ich selbst bin für mich zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen und halte es so, dass ich Stadtrad ohne Rennrad mit Helm fahre. Auch und vor allen Dingen weil die Geschwindigkeiten höher sind.
    Hier – zumindest zu Beginn ein interessanter Artikel, dessen Zahlen ich jetzt mal nicht hinterfrage – und der mich zu dem Schluss kommen lässt, dass Helme auf freiwilliger Basis einen Teil des Problems lösen können, andere Aspekte aber wichtiger zu regeln wären.
    http://www.taz.de/!119980/

    Antworten
    1. Gero

      Hallo Christian,
      ich bin es nochmal. Ich danke natürlich auch dir für den Podtcast. Ich bin erst jetzt auf deinen Velohome-Podcast aufmerksam geworden und finde ihn wirklich gut.
      Die Helmpflicht sehe ich ähnlich wie du. Aber eben nur ähnlich. Pflicht sollte es niemals sein. Zum einen da Reglementierungen manchmal eben nur eine Art der Gängelung ist. Aber ich selbst fahre die 12 km auf Arbeit immer mit Helm. Der Grund dafür ist das ich selbst schon mal einen Unfall mit einem Auto hatte und der Helm danach gespalten war und ich trage in der Regel Skater-Helm. Mein Kopf ist zum Glück immer noch so wie er davor war, was nicht heißen soll das er heil ist 😉

    2. Christian Hoff

      Hi Gero,
      danke fürs Lob und wir freuen uns natürlich über jeden neuen Hörer. Wir sagt auch, dass es nicht mein Podcast ist, wir sind zu dritt und es funktioniert definitiv in beiden Formaten auch nur genau mit Markus und Chris.
      Wir liegen nicht weit außeinander. Auch ich hab bei einem Sturz schon einen Helm geschrottet. Helmpflicht nein, da sind wir einer Meinung.
      Aufs Rennrad steige ich nie ohne, aufs Stadtrad schon, was einerseits inkonsequent ist, andererseits ich da bisher trotz wilder Autofahrer noch nicht in Situationen gekommen bin, wo ich ihn gebraucht hätte. Aber konsequent ist es wie gesagt nicht.

    1. Christian Hoff

      Die Wahrnehmung bei Biachni ist bei mir unfassbar subjektiv. Objektiv würden in meiner Situation sehr viele Argumente für eine andere Marke sprechen. Man pedaliert ja aber auch mit dem Herzen, oder nicht?

  11. steven

    Hongi: Sollte ein weiterer Podcast zum Thema MTB interessant sein, kannst du dich gerne melden.
    Downhill, Enduro, Crosscountry, Allmountain alles kein Thema. Technik sowie Lifestyle und Renngeschehen. Ich bin seit über 20 Jahren dabei. Könnte auch viele Geschichten als Guide erzählen. Alt und jung durch fremdes, schweres Gelände führen und heil wieder Heim bringen.

    Antworten
  12. steven

    Holgi: Sollte ein weiterer Podcast zum Thema MTB interessant sein, kannst du dich gerne melden.
    Downhill, Enduro, Crosscountry, Allmountain alles kein Thema. Technik sowie Lifestyle und Renngeschehen. Ich bin seit über 20 Jahren dabei. Könnte auch viele Geschichten als Guide erzählen. Alt und jung durch fremdes, schweres Gelände führen und heil wieder Heim bringen.

    Antworten
  13. Tobias

    Wenn du Helmträger als Spießer bezeichnest, oder hier in den Kommentaren geäußert wird dass “Helmtalibans [..] die Schnauze halten” sollen hilft das niemandem.

    Das soll nicht bedeuten dass ich die Helmpflicht gut finde, ich finde es auch super dass ich nicht immer einen Helm tragen muss.

    In meiner Erfahrung wird sich aber öfter über Helmträger lustig gemacht, als dass diese versuchen einen nicht-Helmträger zu bekehren. Letzteres habe ich tatsächlich noch nie erlebt.

    Antworten
    1. Tobias

      Na gut vermutlich hast du recht, ich habe mir den entsprechenden Teil nochmal angehört:
      Ab 2:34:55 sagst du in etwa “Wenn jemand mir seine Spießigkeit überhelfen und einen Helm aufschwatzen will…”.
      Ich habe das so interpretiert dass sich die Spießigkeit dadurch äußert dass diese Person ein Helmträger ist, vielmehr meinst du sicherlich dass das Aufschwatzen selbst spießig ist.
      Sorry, ich bin da vielleicht zu emotional rangegangen.

  14. Freibeuter

    Tobias,
    Zitat: “..dass “Helmtalibans [..] die Schnauze halten” sollen hilft das niemandem.”

    Dazu noch eine Anmerkung: Ich besitze und nutze bei gegebenen Anlässen einen Fahrradhelm. Bei anderen Anlässen nicht. Die Freiheit sollen andere und auch ich haben – Gesetze bzw. Leute, die meinen andere sich für ihre Entscheidung rechtfertigen lassen zu müssen sind da einfach überflüssig.
    Das ist mein Punkt.

    Locker bleiben – man kann nicht jeden Satz in einem Kommentar mit Smileys zupflastern, um ihn kompatibel zu machen…

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  15. Urs

    In Sachen gefederte Sattelstütze gibts eigentlich nur eine Wahl: Cane Creek LT, oder wenn das too much ist, die ST. Fahre ich jetzt schon einige Zeit, und die ist einfach grandios. Die ersten zwei Tage fühlt sich die etwas komisch an, weil die dir fast jeden Kieselstein weg federt, aber dann will man nicht mehr ohne.

    Alle diese Teleskop-Federsattelstützen sind nix. Denn, das Sattelrohr steht ja nicht senkrecht, sondern ist immer mehr oder weniger geneigt. Somit drückst du die auch immer nach hinten und nicht nur nach unten, was das Ansprechverhalten deutlich mindert.

    Dazu kannst du bei der Cane Creek (zumindest bei der LT) die Elastomere austauschen um die an dein Gewicht anzupassen. Auch die Vorspannung kann nach belieben eingestellt werden.

    Und ja, die ist richtig teuer, aber jeden Cent wert. Der Schnellspanner sollte man dann aber auch gleich durch eine fixe Schraube ersetzen (eventuell sogar eine Spezialschraube). Sonst ist die Stütze schneller weg als du Arschcreme sagen kannst.

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  16. Gero

    ÜBRIGENS, ich verwende für die Langstreckenrennen immer Gleitcreme aus dem Sexshop. Ist billiger und funktioniert prima. Man(n) sollte aber nicht mit den Teamkollegen einkaufen gehen da die Verkäufer dann einen falschen Eindruck bekommen. Der Kommentar: “Viel Spass Jungs” sollte einem dann zumindest egal sein. (Ehrfahrungswerte)

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  17. Tilman_s

    Tolle Folge, hat viel Spaß gemacht zu zu hören. Nur eine klitzekleine Anmerkung: @Holgi wenn du mit einem Gesprächspartner redest der potentiell mehr Ahnung auf einem Gebiet hat als du, und er will etwas sagen, dann lass ihn doch was sagen. Leider gab es immer wieder die Situation dass Christian mehrfach ansetzen musste, bis er irgendwann das Wort bekam. Falls ihr über Skype telefoniert habt kann es daran gelegen haben, weil Skype leider die Angewohnheit hat den anderen wegzumuten wenn man selbst redet. Wie gesagt, war nicht wirklich schlimm, aber manchmal hätte ich mir etwas mehr Raum für den “Experten” gewünscht 🙂

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    1. Alex

      Ja, leider ist mir das auch schon seit mehreren Folgen aufgefallen: den Gesprächspartner unterbrechen nur um die eigene Meinung/ Geschichte rüberzubringen.

      Das trübt den Hörgenuss beim eigentlich interessanten Thema doch schon arg. Ich hoffe das wird etwas besser.

      🙂

      Ansonsten weiter mit den interessanten Themen/Gesprächsthemen.

  18. benedikt

    Lieber Holgi, bitte trolle keine Radfahrer! Du hast ja keine Ahnung, was Du da anrichten kannst! Die sind auch absolut nicht immunisierbar. Helm, Sattel, Arschkreme, da habt ihr ja drei ganz heiße Eisen angefasst, ganz heiße Eisen…

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  19. Pat

    Helm ist bei mir und meiner besseren Hälfte auch immer ein Thema. Obwohl ich mir vor drei Jahren bei einem Sturz beide Arme gebrochen habe, eine Gehirnerschütterung und eine echt üble Wunde im Gesicht hatte, fahre ich noch heute ohne Helm. Ganz schön dumm eigentlich.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Nö, das ist nicht dumm. Dumm ist, aus einer Position zu argumentieren, in der der Unfall längst passiert ist, ohne dass Du überhaupt losgefahren bist 🙂

    2. Konrad

      @Holgi: Das Argument habe ich schon beim Hören nicht verstanden. Soll man über einen Helm diskutieren, nachdem der Unfall stattgefunden hat oder währenddessen?

      (Ich will dir keinen Helm anquatschen und trage auch selbst keinen, aber dieses “Argument” ist keins.)

  20. Romconstruct

    Sehr schöner Podcast mal wieder.
    Werde auch mal bei Velohome reinhören.

    Aber ich hätte auch mal eine Frage.
    Als ihr über den Kauf eines Stadtrads für Holgis Bekannte geredet habt wurden rel. klar die Punkte rausgestellt die mich auch immer stören, sprich Federgabel, Scheibenbremsen, sonstiger “Schnickschnack”. Ich bin da auch auf dem Standpunkt das man diese Dinge nicht unbedingt braucht und sie eher den Preis des Rades unnötig in die Höhe treiben.

    Nur frage ich mich: wo zum Geier gibt es denn mal ein gutes City-/Trekking Rad im Bereich 600 bis 800€ was insbesondere mal ohne Federgabel daher kommt?

    Irgendwie geht es immer erst in den sehr hohen Preisregionen los mit Rädern ohne Federgabeln.

    Über eine Empfehlung (Marke oder auch direkt ein Rad) würde ich mich freuen. Die Händler hier in der Nähe sind leider nicht so toll und bei einem der größten Händler (Lucky Bike) geht es ab 350€mit den Federgabeln los und scheint nicht mehr enden zu wollen.

    Antworten
    1. Christian Hoff

      wenn du magst meld dich mal über unsere velohome.de Seite per email bei mir. Bin aber erst ab Donnerstag wieder so richtig in Deutschland online und unterwegs.

    2. Freibeuter

      Ein paar Vorschläge:
      Raleigh: Devon 7 oder Devon 8
      Hartje: Catania oder San Remo
      Pepperbikes: Black Pepper Starrgabel (Kettenschaltung) oder Grey Pepper Starrgabel (8-Gang Nexus, Rücktritt)

      Kann zur Qualität nix sagen, außer: das Devon hat ein Bekannter von mir vor 2-3 Jahren im Januar-Abverkauf für unter 500€ gekauft. Da waren dann (2011/12 Modell oder so..) z.B. noch ein recht rustikaler Scheinwerfer vorne mit Funzelbirnchen verbaut, das Rad selber (d.h. Rahmen/Bremsen) waren für den Preis aber wirklich o.k.

  21. Vera

    Tolle Sendung, vielen Dank!

    Eine Frage an Christian (und andere Fahrradprofis) zu Speichen/ Höhen- und Seitenschlag:
    Ich hielt es bis vor einiger Zeit für normal, dass Laufräder alle paar Monate nen Achter haben und neu zentriert werden müssen. Nun habe ich seit knapp 4 Jahren ein (… absurd teures) Rad mit vom kleinen Händler selbst gebauten Laufrädern und die hatten noch nicht einmal nen Achter. Und ich frage mich schon länger, ob das nun Zufall (Glück) ist oder ob es daran liegt, dass die Laufräder beim Bau so gut zentriert und die Speichenspannung so perfekt eingestellt wurden, dass das Rad nicht mehr dauernd aus der Form gerät?

    Das interessiert mich einmal grundsätzlich, aber ich frage mich auch, ob es sich lohnt, Laufräder nicht aus der Massenproduktion zu kaufen, sondern aus der kleinen erfahrenen Werkstatt, weil man durch letzteres häufiges Nachjustieren sparen kann?

    Antworten
    1. Freibeuter

      Vera,
      vielleicht sind meine Erfahrungen für dich interessant (fahre in den letzten 5 Jahren so 8000-9000km/Jahr auf verschiedenen Fahrradtypen, meist Alltagsverkehr):
      Wenn man davon ausgeht, daß ein Laufrad vernünftig eingespeicht ist (kein Schlag, Speichenspannung gleichmäßig und o.k.) dann ergeben sich die Unterschiede eindeutig durch die Qualität der Felge und vielleicht auch in geringerem Maße die Qualität der Speichen. Mit besseren Felgen fängt man sich durch das Material der Felge und die Verarbeitung (z.B. geöste Felgenlöcher ja/nein), sowie die Geometrie des Felgenquerschnitts (einfache Kastenfelge, oder Hohlkammerfelge?) weit weniger häufig einen Schlag ein.

      Wenn man ein teure Felge per Hand einspeicht, dann ist sie durch die verwendeten Materialien einfach besser, nicht unbedingt durch “besseres” Einspeichen. Preiswerte Laufräder werden natürlich immer maschinell eingespeicht – ich hoffe mal da gibt es keine Sklavenarbeiter oder sowas.

      Hier mal ein interessanter Link, wie Einspeichen maschinell funktioniert: http://youtu.be/9h6UCdQ_LVM

      Das Fahrrad in meinem Fuhrpark, das am meisten Zuwendung hinsichtlich Zentrieren braucht ist im übrigen ein Hollandrad. Dieses Rad ist mit eigentlich als besonders robust geltenden Westwood-Felgen ausgestattet.
      Durch die Sitzposition lastet allerdings fast mein ganzes Körpergewicht auf dem Hinterrad, so daß ich je nach Glück alle paar Monate bis 2 Jahre mal nachzentrieren muß.
      Da hätte ich schon lange eine solidere Felge eingespeicht, falls ich die Möglichkeit dazu hätte (ist eine Hollandrad Spezialgröße…)

      Falls man sich ein Laufrad selber baut ist es meines Erachtens sehr wichtig eine gute Felge zu kaufen. Der preisliche Unterschied zwischen schlechten Felgen und ordentlichen Mittelklassefelgen ist gering. Richtig teure Felgen bringen dann meist nur noch vom Gewicht her was – falls man das braucht.

    2. Vera

      Danke, interessant. Dass das Material einen Unterschied macht ist naheliegend, in die Richtung hatte ich bisher aber irgendwie nicht groß gedacht.

      Mit einem Hollandrad (oder sagen wir, einem Damenrad mit sehr Hollandrad-ähnlicher Geometrie) hatte ich bisher auch die größten Probleme hinsichtlich der Laufräder: Da sind immer wieder im Hinterrad Speichen gebrochen. Irgendwann hab ich alle Speichen ersetzen lassen durch dickere – und paar Wochen später wieder ein Bruch. Dann hab ich das Rad verkauft (… nein, keine Sorge, nicht an eine ahnungslose Privatperson, sondern an den Laden, wo ich es auch gekauft hatte). Vielleicht war das einfach eine schlechte Felge. Wahrscheinlich wäre ich besser dran gewesen, statt neuer Speichen ein ganz neues Laufrad zu kaufen – den Tipp hat mir aber keine der verschiedenen Läden und Werkstätten gegeben.

    3. Christian Hoff

      Eigentlich vom Freibeuter schon perfekt erklärt. Besseres Material in Handarbeit führt zumeist zu einem besseren Ergebnis. Auch bei einem Vergleich von 2 Laufrädern schauen, ob es die gleiche Speichenzahlt hat, mehr Speichen mit vernünftiger Spannung führen zu mehr Stabilität, bei natürlich auch mehr Gewicht.

    1. Christian Hoff

      Riemenantriebe sind richtig eingestellt ne feine Sache. Muss aber zugeben, dass das Erfahrungswerte aus 2. Hand sind, habe ich selbst noch nicht gefahren.

  22. Hannes Shei

    Vielen Dank für den Podcast. Hartes bei. Ihr auf Anhieb in die Wrint.de top 10 geschafft.

    Eine Frage an Christian:
    Du erwähntest, dass es mehrer Läden in Koeln gibt, die gerne alte Fahrräder (zB aus den 70-ern) restaurieren. Hättest du eventuell Kontaktdaten? Hätte da vielleicht ein interessantes Projekt.

    Vielen Dank und freue ich auch schon auf die erste Hörprobe deines ‘eigenen’ Podcasts.

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Ich würde es entweder beim Baranowski in Sülz probieren
      Baranowski Fahrräder
      Marsiliusstr. 37, Sülz
      oder bei nem Laden ggü vom Rathenauplatz Richtung Innenstadt linke Seite. Das wären meine ersten Anlaufstellen. Hängt aber auch ein wenig davon ab, was genau passieren soll.

  23. Olaf

    Vielen Dank für den informativen Podcast.
    Wenig gebrauchte Mäntel kann man prima über Kleinanzeigen verschenken und sie so einem sinnvollen Zweck zuführen.
    Ach so, WD-40 ist ziemlich agressiv und spült jede “natürliche” Schmierung aus. Eigentlich ist es nur dazu geeignet festsitzende Schrauben zu lösen. Zum Putzen eignet sich Balistol oder stinknormales Nähmaschinenöl (säurefrei), für Züge Kugellagerfett, Für die Kette Kettenfett (nicht übertreiben) und für Tret- und Steuersatzlager Titanfett. Titanfett ist auch prima für die Montage (Pedale, Kurbel, etc.) geeignet. Bei den Antriebsfetten/ölen darauf achten dass sie biologisch unbedenklich sind da sie von Regen etc. ausgewaschen werden.

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  24. Clemens

    Fahrt doch mit euren Rennrädern in Österreich: Hier dürft ihr nämlich nicht nur auf der Straße fahren, ihr dürft auch zu zweit nebeneinander unterwegs sein … wohlgemerkt nur mit Straßenrennrädern …

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Das ist genau der Punkt. Und bisher war ich – wenn von der Polizei angehalten – zu abgenervt davon eine Diskussion zu beginnen und mich auf das ungewisse Unterfangen einzulassen Einspruch dagegen einzulegen.

  25. Dirk Moebius

    Erst mal Danke fuer diesen langen Podcast – einiges Neues dabei, einige Erleuchtungen.

    Nur ein Hinweis zur Klingel:
    Ich bin in Holland mal mit einem Leihrad der Bahn gefahren, das eine sehr schoene Klingel hatte: spanninga bellen – http://www.dutchbikebits.com/index.php?route=product/product&product_id=113
    Die ist in Berlin ganz wunderbar, weil man sie einerseits einmal “Ping” machen lassen kann (meist reicht das ja), wenn man laenger daran dreht (also mit dem Daumen dran langschrappt), dann wirds ein Klingeln.

    Antworten
  26. Heinz

    Herzlichen Dank für dieses Informative Gespräch. 🙂
    Kommt gerade Recht. Ich will mir gerade ein Fahrrad kaufen.

    Wenn man so im Internet recherchiert, wird allerorts die Rahmenhöhe angesprochen.
    Sie sei sehr (!) wichtig.
    Ihr habt sie aber gar nicht angesprochen.
    Ist sie doch nicht so wichtig?
    Im Nezt gibt es ja einige Seiten, wo man die RH berechnen kann.
    Ich bin auf der Suche nach einem Trekking- oder Mountainbike.
    Warum ist die Rahmenhöhe beim Mountainbike deutlich kleiner als beim Trekkingrad?
    Und generell die Verhältnismässigkeiten der einzelnen Maße auf die man achten muss.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Die Rahmengeometrien sind bei verschiedenen Fahrradtypen verschieden, darum ist die Rahmenhöhe (also die Länge des Sattelrohres) jeweils unterschiedlich – und wichtig, weil Du sonst die Sattelstütze zu weit rausziehen musst oder dich zu weit strecken musst, um an die Pedale oder auf den Boden zu kommen (von deinen Klöten mal ganz zu schweigen, wenn Du mal vorwärts vom Sattel springst).

    2. Olaf

      Die Länge des Oberrohrs ist eigentlich genau so wichtig. Sie bestimmt ob du eher gestreckt oder eher aufrecht auf dem Rad sitzt. Man kann die Sitzposition natürlich nachträglich durch den Vorbau variieren, die grundsätzliche Geometrie sollte aber zu einem passen. Die Rahmenhöhe beim Mountainbike ist üblicherweise niedriger weil man z.Bsp. beim Bergabfahren im Gelände den Sattel absenken möchte um den Hintern dahinter schieben zu können (und damit den Schwerpunkt). Daneben ist ein kleiner Rahmen auch agiler und in sich stabiler. Wenn du z.Bsp. sportlich in unbefestigtem Gelände fahren willst empfiehlt es sich meist eine Rahmengröße kleiner zu wählen, für Touren darfs auch etwas größer sein. Bei vollgefederten Mountainbikes sollte man auch beachten, dass das Rad durch die Federung locker 10cm höher kommt. D.h. hier ist unbedingt auf Schrittfreiheit zu achten …
      Generell findet man die passende Geometrie und Rahmenhöhe aber nur durch Probefahren heraus.

    3. Gero

      Hallo Heinz, also ich denke dass die Rahmengröße sehr wichtig ist. Leider ist das aber eine Geschichte mit vielen Missverständnissen. !) Die richtige Rahmengröße wirst du nur durch Probefahren finden, Und du solltest im Vorfeld wissen was du machen willst. Aber von vorn. Früher wurde bei der Angabe der Rahmengröße immer von der Sattelrohrlänge ausgegangen. Man kann davon ausgehen dass je länger das Sattelrohr ist, um so länger ist das Oberrohr. Das kommt daher, dass früher Rahmen nicht geschweißt wurden. Rahmen wurden gelötet. Dabei wurden Rohre in Muffen eingelötet. Diese Muffen gab es aber nur in gewissen Winkeln. (Also wir man das heute noch vom Klempner kennt. ) Wenn man nur bestimmte Winkel zum Bauen eines Rahmen hat, muß man die Rohrlängen ändern. Am BSP. Rennrad heißt das, dass 73° Sitz – und Steurerroterwinkel üblich waren. Die Rahmenhersteller variierten ihre Rahmen dann bei gleicher Rahmenhöhe die Oberrohrlänge nur um etwa 1cm. Somit konnte man recht leicht ein Fahrrad über die Schrittlänge finden. Nicht das es deswegen weniger Diskussionen die Geometrie gegeben hätte. Es ging eben mehr um den Einsatzzweck. Stadtrad, Rennrad oder Randoneur? Belgische Geometrie oder nicht? Aber das war einmal! Der Einsatzzweck ist auch heute das über was man sich im klaren sein muß. Mit den MTB’s kamen auch kleinere Rahmenhöhen bei längeren Oberrohren. (Thema ,, Klöten”) Im Gelände ist es besser eine geringe Überstandshöhe zu haben. In den 90′ ern waren Oberrohrlängen von 60cm bei 52cm Rahmenhöhe auf einmal erhältlich. Am Anfang orientierte man sich aber noch an Rennrädern. Das Tretlager etwas höher, wegen der Überrollhöhe aber sonst sehr ähnlich. Mit dem vermehrten Aufkommen von Federgabeln waren aber auch abfallende Oberrohre schick. Es wurde auch mehr und mehr geschweißt, Was zur folge hatte das man nicht mehr auf bestimmte Winkel angewiesen war. Deshalb Sprechen MTB-Fahrer auch fast ausschließlich über die Oberrohrlänge, da die bei gleichem Anwendungsgebiet von Hersteller zu Hersteller am ehesten vergleichbar ist. Innerhalb der Mountainbikeszene wird das aber immer noch kontrovers diskutiert. Fährt man lieber Bergab und nimmt dafür in Kauf das man Bergauf langsamer ist, nimmt man lieber ein kurzes Oberrohr. BSP: auf meinem XC-Renner fahre ich 620 mm Oberrohr, bei meinem Streetbike nur 570mm. Dazu kommen noch andere Parameter wie Kettenstrebenlänge , Tretlagerhöhe und nicht zu vergessen Steuerrohrwinkel. Also Probiere Erstmal aus. Am besten auchmal bei einem Freund. Sollte ich noch was erklären sollen ,einfach fragen.

  27. fritsch o mat

    Holgi du bist Schuld mit deiner ewigen Fahradquatscherei das ich jetzt ein Zweitrad besitze (Hatte das mal auf Twitter angekündigt).
    Und zwar ein Fully, ja mit Stollenreifen.
    Das Ding ist mein absolutes Spassrad zum rumheizen und irgendwie auch mal für Touren aus der Stadt zu kommen auf der suche nach geeignetem Gelände.
    So ein Mountainbike hat halt einen grossen Einsatzbereich und da kanns schonmal passieren das man damit auch mal in der Stadt unterwegs ist, deshalb zieht man ja nicht extra neue Reifen auf und nicht jeder hat extra ein Stadtrad dafür.
    Die Alternative wäre ja nur das Bike im Kofferraum oder mit der DB zu seinem Einsatzgebiet zu befördern, also sei doch nicht so streng zu Stollenreifenstadtfahrer 😉

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Mir kann das nicht passieren. Ich habe einen Laufradsatz für die Stadt und einen für Gelände.

  28. Nis

    Das Thema Fahrradschlössel habt ihr ja auch kurz abgehandelt. Wir haben hier jedes Jahr einen Fahrradtag, wo auch die Polizei vertreten ist und über Diebstähle redet.
    Kurze Zusammenfassung: Kein Schloss schützt wirklich, die professionellen Fahrraddiebe arbeiten inzwischen “a la carte”, also auf Bestellung. Aber empfohlen werden die anständigen Bügelschlösser oder die guten Segmentschlösser. Alles andere liegt in der Kategorie “Naja, kannste auch einfach weglassen” oder “Geschenkband”. Interessanterweise sind an der Demonstrationswand alle Schlösser in aufgebrochenem Zustand demonstriert.

    Was aber empfohlen wird, ist eine Personalisierung des Rades. Dabei wird eine individuelle Kennzeichnung in den Rahmen gefräßt, die z.B. aus Initialen und Adresse irgendwie gebaut wird. Es liefert der Polizei eine Möglichkeit z.B. bei Routinekontrollen mal nachzufragen warum “Hans Meier” ein Rad mit Initialen “PS” fährt.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Wobei man es ja sowieso nur gegen Gelegenheitsdiebe sichern will. Alles andere halte ich schon immer für weitgehend sinnlos. Aber danke für den Hinweis – ich wollte mir eh noch ein Bügelschloss kaufen (auch zur Selbstverteidigung geeignet 😉 )

  29. Oliver K.

    Holgi: Welche Klingel hast du denn? Ich habe momentan nämlich so ein Cateye-Single-PLING und hätte gerne etwas, was auffälliger und zugelassen ist.

    Antworten
    1. holgi Beitragsautor

      Keine Ahnung, wie die heisst. So sechs Zentimeter Durchmesser, aus Messing und mit so einem Pling-Feder-Klöppel außen. Die macht aber ein so fieses Geräusch, dass sie sehr wirkungsvoll ist. Davon hatte ich mir im Fahrradladen direkt mehrere gekauft 🙂

  30. christian

    Vielen Dank Holgi, und vielen Dank Christian für den kurzweiligen und überaus interessanten Podcast. Werde jetzt auch mal in den Velohome-Podcast reinhören.

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  31. auberginer/@CargobikeHH

    Ich wollte noch ein paar Dinge anmerken:

    Von Magura gibt und gab es nie Bremsen mit Seilzügen. Die sind immer schon Hydraulisch gewesen. HS22 heute die HS11/HS33 waren alle Hydraulsiche Felgenbremsen. Selbst die HS77 als Rennradbremse bzw. der Randonneurpedant die HS66 sind beie Hydraulisch. Im Unterscheid zu Scheibenbremsen haben die nur ein geschlossenes Hydrauliksystem, moderne SCheibenbremsen haben ein offenes Bremssystem mit Ausgleichsbehältern.

    Ich tippe mal ob des alters und weil er meint die sehen so schick aus (sind sie vielleicht neogelb?) hat er wohl eine HS22 oder HS33 am Rad.

    Zu Holgis verwirrung mit den ganzen bezeichnungen noch eine Anmerkung: Die Shimanoartikelnummer sagt recht viel aus. Wenn man nicht mit 30 Jahre altem Zeug zu tun hat dann zeigt einem die genau auch ohne wissen zu welcher gruppe die gehört die Wertigkeit innerhalb Shimanos an.

    Die ersten beiden Buchstaben beziehen sich aufs Bauteil z.B. FH(Front Hub) oder FC(Forget Crank) für die Vorderradnabe bzw. eine Kurbel/”Tretlagergarnitur” wenn dann eine Dreistellige Nummer folgt wie 730 oder 550 oder soetwas dann gehört das zur MTBgruppe. Eine vierstellige nummer gehört zur Rennradgruppe. Je höher die erste Ziffer der zahl ist desdo höherwertig ist das Bauteil. im Beispiel oben ist die 730 eine XT gruppe und die 550 eine LX.

    Zur Reifenmaßverwirrung trägt vieles bei. Besonders aber Reifen die Größer sind obwohl die Bezwichnung(Zollmaß) sagt sie sind kleiner. Das liegt an historisch gewachsenen verscheidenen Messsystemen. Einige Messen außen am Reifen einige innen eineige in der Mitte.
    WEil wir kein Ellen oder das Englische maßsystem benutzen sollten wir hier auf die genormte Bezeichnung zurückgreifen. Das herkömmliche 26″ ist dann 559mm, die 28″ und die 29″ sind 622mm und die 27″ halt. Das führt zu viel weniger verwirrung als die Zollmaße zu benutzen, weil dann theoretisch alle reifen mit der selben durchmesserbezeichnung auswechselbar sind und es klar macht das 28″ und 29″ das gleiche sind.

    Die Brookssättel haben schon ihre Berechtigung. Mir passen die auch super, gehen mir aber ob des billigen Stahls den sie verwenden zu schnell kaputt. Ich kaufe mir “meinen” Sattel mitlerweile auf Ebay, sonst gibts denn nämlich nirgends mehr….

    In den Shownotes sind die Ventilarten aufgeführt. Das ist leicht verwirrend, es gibt insgesamt vier Ventilarten die noch verwendet werden. Hier in unseren breiten nur 3 (die Italienischen gibts hier fast garnimmer) das sind Presta/französisch/Scleverant Autoventile und Blitzventil/fahrradventil.

    Viel spaß!

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  32. mat

    Tolle WRINT-Ausgabe, prima Gesprächspartner. Der Velohome-Podcast hat einen neuen Hörer gewonnen.

    Zum Thema Kopfhörer: Ich höre auch viel Podcasts auf dem Rad (Musik nur sehr selten, das stört auch eher) und verwende die erwähnten Kopfhörer von Bose (http://www.bose.de/DE/de/home-and-personal-audio/headphones-and-headsets/in-ear-headphones/soundtrue-ie-headphones-apple/). Wie Christian auch schon meinte, nimmt man damit alle Aussengeräusche wahr, da die Teile vor dem Gehörgang sitzen und nicht drauf bzw. drin. Vorteil: man bekommt auf dem Rad oder auch zu Fuß alle Geräusche mit. Nachteil: Oft sind die Umgebungsgeräusche so laut, dass man die Sprecher der Podcasts kaum noch versteht. Ich will die Teile aber nicht mehr missen.

    Zum Thema Scheibenbremsen am Stadtrad: Ich finde einen guten Kompromiss aus der besseren Bremsleistung von Scheibenbremsen und der einfacheren Wartbarkeit von Felgenbremsen sind mechanische Scheibenbremsen. Ein guter Vertreter dieser Gattung kommt von SRAM: https://www.sram.com/de/avid/products/avid-bb7-road-sl-mechanische-scheibenbremse
    Wesentlich einfacher zu Warten bzw. Nachzustellen als Feglenbremsen. Belagwechsel ist ein Kinderspiel und in 2 Minuten erledigt. Ich hab die Dinger am “Jeden Tag”-Rad und will nix anderes mehr haben.

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Hallo Mat,

      genau die Dinger hat auch ein Kollege im Ohr und beschreibt Sie genau wie Du. Er nutzt Sie für Musik und ist schwer begeistert. Ich war/bin genau wg der von Dir beschriebenen Problematik bei Sprechern skeptisch, werde Sie mit Sicherheit aber mal testen.
      Scheibenbremsen ist und bleibt eine zweischneidige Sache. Beim Für und Wider überwiegen bei mir noch die Wider, aber wer weiss… vielleicht überdenke ich dies auch in ein paar Jahren mal, die Dinger werden ja nicht schlechter.

  33. j0hn

    Ich fand den podcast schon intressant aber ich kann diesen “Geartalk” teilweise nicht nachvollziehen. Ich bewege mich mein ganzes Leben schon mit dem Fahrrad fort und hatte auch schon “teure” ( für mich) Fahrräder, meine Scots und Cannondales wurden mir immer geklaut. Seit gebe ich max. 400€ für mein Gefährt aus und kann dieses “Bauhausfahrad” gehate nicht nachvollziehen. Mein aktuelles Fahrrad hat z.b. 299 Euro gekostet und hab jetzt 2k Kilometer runter und komme immer noch von a nach b und es hat sogar eine Federgabel. Und nein da da quitscht, klappert, rostet nichts, man muss es halt pflegen. Ich glaube wenn holgi einen podcast mit einen uhrmacher machen würde, wäre auch jede Uhr unter 500 Euro Schrott. Ich kann auf der einen Seite diesen Nerdtalk schon nachvollziehen, da ich auch sehr technikaffin bin aber es bringt doch nichts wenn ich x tausend euro fahrrad habe wo ich immer ein 6Kg Schloss mitschleppen muss. Wie gesagt, ich habe kein auto und fahre nur Rad und manchmal lache ich mich innerlich kaputt wenn ich diese Freaks sehe (hat hogi gut beschrieben, 6k rennrad und megaplautze). Also gerne noch mal einen radpodcast welcher es weiter herunterbricht, ich habe z.B. mal in Gronigen gelebt, dort gibt es (im Verhältnis) mehr Fahrräder als in Amsterdam und es ist ein ganz anderes Mobilitätsempfinden wenn Fahrräder das “sagen” haben und das Tempo angeben.

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Bei einer Veranstatlung fuhr ich mal ne zeitlang mit jemandem zusammen, der ein Rad fuhr welches deutlich mehr als 10mal so teuer war wie meines. Wir kamen auch über Preis Leistung ins Gespräch und seine Meinung war schlicht. “ich kann mit nem 100€ Rad, mit nem 1000€ Rad und nem 10.000 Rad fahren, wenn es mir mit 10k am meisten Spaß macht, warum soll ich ein anderes nehmen?”
      Klar muss man dafür die finanziellen Möglichkeiten haben, aber wenn der Unterschied zwischen einem schlechten, mittelmäßigen und guten Rad nicht so groß ist, würde ich zu dem mittelmäßigen oder guten neigen.
      Und mir wurden auch schon sehr sehr gebrauchte MTB vor der Haustür weggeklaut, ich würde kein Fahrrad mehr mit einem schlechten Schloss abgeschlossen wo stehen lassen.

    2. holgi Beitragsautor

      Ich habe mir zum Geburtstag ein fabrikneues, langweilig aussehendes Alltags-/Langstreckenrad gekauft. Es macht einen Unterschied, ob man ein 300-Euro Baumarktrad oder ein viermal teureres vom Fahrradhändler fährt. Wie ich finde, macht es sogar einen sehr großen Unterschied.

  34. Thomas

    Frage an den Experten Christian. Ich habe in den letzten Jahren aus unterschiedlichsten Gründen extrem an Gewicht zugelegt und wiege jetzt ca. 170kg. Ich würde gerne wieder Rad fahren. Muss es eins dieser besonderen “XXL-Modelle” z.B. von Kalkhoff sein, oder kann ich auch mein knapp 20 Jahre altes Giant Terrago reaktivieren und brauche ggf. nur stabilere Felgen (auch wenn diese bei vorsichtigen Fahrversuchen nicht zu ächzen begonnen haben)?

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Hi Thomas,
      klingt blöd, aber wie immer hängt es ein wenig von dem Anwendungsfall ab.
      Ich vermute mal, du wirst erst einmal eher auf der Straße unterwegs sein und nicht unbedingt die Alpen rauf und runter wollen oder ins Gelände. Da würde ich schon denken, dass der Rahmen ohne Vorschäden halten könnte (!). Lass definitiv mal die Bremsen prüfen. 180kg bewegte Masse zum stehen zu bringen ist halt auch für Bremsen eine Belastung und du möchtest sicherlich nicht mal wo vor donnern weil die Bremsleistung nicht ausreichen war.
      Laufräder ist die Frage was du drauf hast, wie gut die in Schuss sind und s.o. was du vor hast. Wenn es ein Markenfabrikat ist kannst du durchaus mal beim Hersteller nachfragen, ob die ein Gewichtslimit haben oder nicht. Falls ja würde ich ebenfalls überlegen, ob ein paar hochwertige Laufräder Sinn machen, so dass du mit mehr Freude unterwegs bist. Im Rennradbereich haben viele Hersteller schon keine Gewichtsbeschränkungen mehr auf Ihren Laufrädern, zur Sicherheit nachfragen wird aber nicht schaden.
      Viel Spaß!

  35. chrysophylax

    3 Stunden Fahrrad-Podcast mit holgi – auf den war ich sehr gespannt, hatte aber irgendwie mehr erwartet. Das Ganze war mir vielzuviel Techno-Babble-lastig (wie der Herr Freistätter schon treffend bemerkt hat) und viel zu sehr Sport- und MTB-lastig. holgi nutzt seine Räder überwiegend als Fahrzeug und nicht als Sportgerät – und doch war fast immer vom Mountain-Bike die Rede. Ich habe in letzter Zeit das Gefühl, das MTB bei den Fahrrädern ist das Pendant zum SUV bei Autos: Ja, man kann damit überall fahren, jeder Hersteller versucht die Optik seiner Produkte daran anzugleichen, weil die Dinger gerade hip sind – aber in den meisten Anwendungsfällen ist so ein Ding weder nötig noch sinnvoll.

    Wo blieb in den 3h die Nabenschaltung? Gerade für Alltagsräder und Schlechtwetterräder eine völlig seriöse und dankbare Lösung, bei der auch die Ketten länger halten und nicht ständige geputzt werden müssen wenn man einmal durch Dreck und Regen fuhr.

    Wo blieb generell das Fahrrad als (Nutz-)Fahrzeug und nicht nur als Sportgerät?

    Irgendwie hätte ich weniger Religion und Produktbeweihräucherung erwartet und mehr Richtung “nimm eine beliebige olle Rostmöhre und fang einfach an zu fahren – ja, ein gutes Fahrrad macht mehr Spaß, aber auch mit einer ollen Möhre kann man erstaunlich viel Spaß haben ohne unglaubliches Bohai drumherum”

    Ansonsten hier noch mein eigener Senf zu diversen angesprochenen Punkten:
    – Ich fahre auch mit Airbag statt mit Helm, und seit der einmal zeigen musste was er konnte noch viel begeisterter. Ein Autofahrer hat mich dank tiefstehender Sonne in meinem Rücken einfach übersehen, mit die Vorfahrt genommen und mich richtig schwungvoll über den Haufen gefahren. Das Fahrrad war fast Totalschaden, mir ist außer ein paar blauen Flecken und Kratzern nichts passiert, und der Unfallarzt bei dem ich zur Kontrolle war meinte “Mit Helm wären das 4-6 Wochen Krankenhaus wegen diverser Kopfverletzungen geworden”. Ich schwitze in dem Ding erheblich weniger als unter einem klassischen Helm, dafür muss man auch zugeben: Es sieht schon etwas nerdig aus und ist bequem tragbar nur bei extrem aufrecht sitzenden Radfahrern (“Hollandradfahrern”), weil man sonst die Gaskartusche unangenehm im Nacken spürt.
    – Generell NIE ein Fahrrad ohne Probefahrt kaufen. Weder neu, noch gebraucht. Ich hab mich auf Empfehlungen diverser Bekannten und meines Radhändlers verlassen und nach “Ausmessen” meiner Körpermaße ein Fahrrad aus dem Baukasten-Katalog der Fa. Simplon in Österreich gekauft, die angeblich sehr ordentliche und luxuriöse Fahrräder baut. Als ich das Ding beim Händler abgeholt habe habe ich gedacht, die wollten mich verarschen – selten so unglaublich qualitativ minderwertige und ohne Hirn und Liebe irgendwie zusammengebastelte Brocken gesehen. Mein Fehler: Ich hab nicht die Variante gekauft, die als “Standardmodell” ständig in allen möglichen Radzeitschriften mit Bestnoten getestet wird, sondern eher seltene Ausstattungsoptionen (Scheibenbremsen, Rohloff), die eher lieblos “irgendwie hingefrickelt sind so dass das geht”. Hätte ich das Rad vorher in der Ausstattung so gesehen oder gar probegefahren hätte ich den Laden ausgelacht und wäre heimgegangen. Und in der Tat: Alles, was ich beim Abholen schon als unstabil und lieblos bemängelt habe hat mir inzwischen auch schon Probleme gemacht. Nur die Rohloff ist einfach nur dankbar und jeden cent wert…
    – Davor bin ich jahrelang eine 25 Jahre alte Möhre Pentasport mit Stahlrahmen gefahren und fast ausscließlich Verschleißteile (Sattel, Bremsbeläge, Sattelstützen) aus dem Lebensmittel-Supermarkt. Gerade im Vergleich mit dem neuen Rad: Die waren immer billiger, häufig besser, und nur sehr selten qualitativ schlechter als Markenteile.
    – Gefederte Sattelstützen halten bei mir als Tchibo-Modelle ca. 4500km, als Markenprodukt fürs 3fache Geld 3000km. Ich fahre jetzt auch eine Thudbuster ST und bin damit sehr glücklich. Mit einem 12€-Sattel aus dem Lebensmittelmarkt, der glücklicherweise seit Jahren unverändert gebaut wird meine absolute Traum-Kombi.
    – Klamotten: Vergesst den albenen Rad-Kram aus Plastik mit den bunten Werbeaufdrucken. Man kann völlig problemlos in Alltagsklamotten radeln (wenn man Schutzbleche hat – gelle? Da Rulez sind schon eher peinlich religiös – gar nix für mich), ich mach das auch gerne in Berufsbekleidung. Die ist robust und billig. Von Plastik-Funktionskleidung bin ich komplett weggekommen und zu Merino übergegangen, die müffelt auch GAR NICHT wenn man auf dem Weg zur Arbeit durchgeschwitzt ankommt und man kann sie problemlos den Tag über tragen ohne andere Menschen zu irritieren.

    Vermutlich bin ich einfach nicht Zielgruppe der meisten Hersteller oder des (sportlastigen) Podcasts, ich hab einfach nur Spaß an der frischen Luft und brauche ein Nutzfahrzeug und kein Sportgerät oder Hipster-Spielzeug. Und Nutzfahrzeug-Herstelle sind verdammt selten in der Fahrrad-Branche. Leider.

    Trotzdem danke !

    chrysophylax.de

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    1. holgi Beitragsautor

      Ich hätte mir bei deinem Kommentar auch weniger Religion gewünscht. Trotzdem danke! 😉

    2. chrysophylax.de

      Recht hast du. Der Punkt geht an dich. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal einen Teil2, der etwas mehr Richtung “(Nutz-)Fahrzeug statt Freizeitgerät” geht. Würde mich freuen.

      chrysophylax.de

  36. Hermann

    Hier mal was fürs Auge:
    Futuristische Fahrradbeleuchtung: http://vimeo.com/51042117
    konkurrenzprodukt (nicht ganz so schick) http://vimeo.com/23544972

    den Rest kann man lesen oder auch nicht:

    Schwergewicht auf 26er Herrenrad
    ich wollte auch mal ein Fully kaufen, wiege aber noch 130kg und habe mich gegen das Fully entschieden weil sonst alle komponenten dafür ausgelegt sein müssten.
    Meine Federung sind Rahmen (Stahl statt Alu) und Ballonreifen (Big Apple, Stadtversion von Fat Albert).
    Im Winter (Ganzjahresfahrer ! ) fahre ich Mountainbike-Reifen mit weit auseinanderliegendem Profil.
    So fällt der Schnee wieder auf die Straße und verklebt nicht das Schutzblech. dadurch hat man sowohl genug Traktion als auch Spursicherheit. Von Herstellern werden diese Reifen meist als Matschreifen verkauft.
    so was in der Art.http://www.california-cycle.de/media/images/popup/image_13965_1.jpg
    Redundanz: wichtig ist, das Profil den Dreck rausfallen läßt. Sonst sammelt sich das am Schutzblech.

    Weil ich keinen Bock auf Pflege habe, bin ich jetzt auf Nabenschaltung umgestiegen.
    Weil das Rad ein Nabendynamo hat, fahre ich auch am Tag mit Licht, der Mehraufwand an Treten ist zu vernachlässigen.

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  37. LoboTobi

    Noch ein eine kleine aber in meinen Augen sehr interessante Anmerkung zum Thema Gewichtsreduktion im System: Es ist nicht egal, wo am Fahrrad man das Gewicht einspart, bei den Laufrädern wirkt sich jede Gewichtsreduktion deutlich stärker aus.
    Der Grund liegt darin, dass sich die Laufräder drehen – und um eine Masse auf einer Kreisbahn zu halten, ist immer eine Krafteinwirkung zum Zentrum hin notwendig. Das heißt, wenn die Felge leichter wird, muss weniger Kraft für die Rotation des Laufrades aufgewendet werden, und diese Kraft kommt ja im Endeffekt aus den Muskeln des Fahrers.

    Umgekehrt ist die Gewichtsreduktion dort aber auch kontraproduktiv, denn die Rotation der Laufräder gibt über die Kreiselkräfte dem in Bewegung befindlichen Fahrrad seine Stabilität (der Grund, warum man mit einem stehenden Fahrrad umkippt, mit einem fahrenden aber nicht) – und je weniger Masse rotiert, desto weniger stabilisierende Kreiselkräfte wirken korrigierend ein.

    Um es überspitzt auszudrücken: mit einem Fahrrad mit zu leichten Laufrädern könnte man nicht mehr fahren!

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  38. Rolf

    Interessantes Thema! Die Folge an sich war anscheinend leider nur etwas für totale Freaks. Ich hab nicht viel verstanden, habe keine Ahnung was ein Laufrad ist und will es auch gar nicht wissen. Falls ihr Zeit habt, könnt ihr ja mal noch über eine Sendung für Normalos nachdenken, die nicht an ihren Fahrrädern rumschrauben.

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  39. christian

    Danke für die Rückmeldung. Wenn das schon zu vertieft war, dann besser nie beim velohome podcast reinhören 😉
    Ein Laufrad ist ganz einfach das Vorderrad oder auch Hinterrad deines Fahrrad. Beim Auto würde man Reifen sagen.

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  40. SashMo

    Vielen, vielen Dank für die Sendung. Jetzt weiss ich endlich, welche Art von Fahrrad ich haben möchte! 🙂 Nachdem ich durch einen Unfall zwei Jahre überhaupt kein Rad mehr gefahren bin, hat mich die Lust wieder gepackt. Diesmal fahre ich allerdings MIT Helm (ohne eine Diskussionen/Glaubensfrage anstoßen zu wollen). Eine Helmpflicht ist sowieso keine Lösung. Ich würde mich über eine Fortsetzung der Sendung sehr freuen.

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  41. Ludwig

    Wo ich gerade WR359 (Realitätsabgleich) höre:
    Ich nutze mein Fahrrad als Gebrauchsgegenstand, der täglich funktionieren muss und mache auch schon mal ein zwei Jahre nichts daran, um es dann in die Werkstatt zu geben und:

    Nein, ich fand die Sendung nicht zu nerdig!

    Bitte weiter so. Ohne Anforderung an den Hörer droht es es langweilig zu werden.

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  42. Eugen

    Am Freitag, dem 31 Oktober, findet die Critical Mass Berlin statt. Wie jeden letzten Freitag im Monat geht’s um 20 Uhr am Mariannenplatz los. Bitte mit viel Licht ubd Verkleidung 😉

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  43. Leif

    Danke für den interessanten PC. Ich bin in meiner Jugend viel MTB gefahren und hatte einige Jahre viel Spaß und Leidenschaft entwickelt. Heute fahre ich nur noch selten, aber die ganzen Erläuterungen haben mich in meine Fahr- und Schrauberzeit zurück versetzt.

    Eine Argumentation verstehe ich aber nicht:

    Holgi sagt (zusammengefasst), Radfahrer leben gefährlich und ohne Licht fahren ist dumm.
    Andererseits hält er Helme nur bei Schnellfahrten auf dem Rad für sinnvoll.
    Ich denke, dass es unerheblich ist, wenn mich ein Auto erfasst, ob ich 15Km/h oder 35 Km/h fahre.
    Wie Holgi richtig erkennt, sind das 2 Tonnen Stahl und Kopfverletzungen gehören zweifelsohne zu den gefährlichsten und risikoreichsten überhaupt.

    Die Mutter eines Freundes ist vor einigen Jahren mit ihren Freundinnen an der Weser entlang gefahren. Einer in der Gruppe bremst bei gemäcjlichem Tempo, des Freundes Mutter fährt ihr hinten drauf, beide fallen um und reißen eine neben ihnen fahrende Freundin mit sich.

    Die Mutter meines Freundes schlägt mit dem Kopf auf die Kante des Lenkers, bleibt bewusstlos liegen.
    Eine Woche Koma, 4 Wochen Klinik, heute sporadische Gedächtnisausfälle…
    Ein Helm für 70€ hätte aus diesem Tag noch etwas schönes werden lassen können.

    Ja, vielleicht Einzelfall.
    Aber das sollten Unfälle immer sein.
    Ich verstehe die Unannehmlichkeiten des Radhelmes aber es ist wie mit teuren Ledersätteln:
    Man gewöhnt sich ratz-fatz daran. Und Eitelkeit ist an dieser Stelle maximal fehl am Platz. Wir sprechen von Notfällen…

    Antworten
  44. Marian

    Etwas spät gehört, trotzdem vielen Dank, wieder wat gelernt 🙂

    Muss euch leider bisschen Arroganz oder sowas vorwerfen, und zwar bezüglich der Sache mit den alten Mänteln (wo ihr meintet, alter Mantel, schmeiß weg, kriegste nix mehr für) : Wenn man die Kohle hat und total viel fährt etc, kauft man natürlich lieber neue für 30€, aber das haben nicht alle, also statt die wegzuschmeißen, wenn sie noch gut sind (erst recht die unbenutzten aus deinem Keller, Christian), verschenkt sie doch bitte oder gebt sie in irgendner Fahrradselbsthilfewerkstatt ab, gibts in jeder größeren Stadt…

    Antworten
    1. Christian Hoff

      Du da bin ich bei dir. Ein Schlauch fliegt bei mir in den Müll, wenn er alt und unbenutzbar ist. Weil nach vielen KM kaputt gefahren, oder auch gerne mal schon nach kürzerer Zeit schon kaputt wg. Scherbe oder ähnlichem.
      Einen noch guten Reifen habe ich meiner Erinnerung nach noch nie weggeschmissen, den würde ich eher im engeren Freundeskreis verschenken oder aber – wenn er noch komplett neu ist – im velohome verlosen.

  45. LeSpocky

    Wir haben diesen Podcast auf der Fahrt von und nach Bornholm gehört, wo wir eine Woche lang mit den Fahrrädern unterwegs waren. Viele Sachen waren interessant. 🙂

    Ich fahre einen Brooks Ledersattel und Du hast Dich ganz schon lustig gemacht über Leute, die Ledersättel fahren. Kann ich mit leben, aber in einer Sache muss ich korrigieren: Ledersättel fettet man nicht von oben sondern von unten. D.h. man schmiert natürlich nicht die Sitzfläche mit Fett ein, sondern die rauhe Seite des Leders, auf der man nicht sitzt. Kannst Du natürlich als jemand, die Ledersattelfahrer auslacht, nicht wissen. 😉

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