WR277 Fokussierhilfe

 

wrint_realitaetsabgleich_2014_200Diesmal mit Venedig, Fußball, Fotografie, Finanzplanung, Autos, der Vorratsdatenspeicherung, Arbeitskampf, Wetten dass, Trampen und dem Wetter.

Ohne Toby klingelt es nicht. Hier sein Gingebeutel.

 

 

Shownotes
von Jeremy, ningwie, capwnd, trackordeon, mathepauker

Intro

00:00:00

Holgi war in der Vorwoche mit Anhang kurz in Venedig — Air Berlin — Holgi hat die Macke, sich ständig die Nase hochzuziehen — Desloratadin ‒ Tobys Mittel gegen Heuschnupfen — Das Venedig Prinzip — Das erste Ghetto (jüdisches Viertel) gab es in Venedig — Gettare — Deutsche Juden sind im 15. Jahrhundert geflohen und waren in Venedig willkommener — "Gleichsam talmudische Anwandlungen" (Holgi) — Holgi hat ungefähr eine halbe Stunde mit mehreren Juden im Ghetto über das Alte Testament gesprochen — "Sie sind schuld, dass ich mir das Alte Testament durchlesen werde!" (Holgi schließlich zu einem der Gesprächspartner) — Holgi sucht nun eine direkt aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzte Version des Alten Testaments — Lutherbibel ("Die Lutherbibel kann man schon mal vergessen." – "Ich studiere ja an der Martin-Luther-Universität, ich muss da vorsichtig sein. Nachher fährt der Heilige Geist in mich und bestraft mich durch Juckreiz." (Toby und Holgi))  — Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg — MINT.

Fotografie

00:09:38

In Venedig war es "grau und matschig", weshalb Holgi dort wenig über Fotografie lernen konnte — Fuji X100 — Holgi hat die Verwendung des Histogramms gelernt — Toby hat eine 1,7 kg schwere DSLR-Kamera — "Ich komm' am Wochenende rum und dann setzt's was, weil du das hast!" (Holgi) — Toby hat einem Bekannten das Fokussieren und den Schärfenbereich erklärt — Am kommenden Freitagabend ist Fotografie das Thema in Holgis Blue Moon (mit Chris Marquardt als Gast) — Toby kann dann nicht anrufen, weil er zu dem Zeitpunkt betrunken aus dem Stadion kommt (FC St. Pauli gegen 1. FC Kaiserslautern) — "Oh Gott, dann rufst du wieder besoffen im Radio an. Ich hab dir gesagt, du darfst das nicht!" (Holgi) — Happy Shooting — Sterngeschichten.

Fußball

00:14:50

Der FC. St. Pauli spielt am 4. Mai in Köln, Toby hat Karten ergattert — Postbus — Fliegen ist ihm zu teuer (wenn auch ein Erlebnis für die Kinder), deshalb Zugfahrt per HKX — "Wir sind ja mit den Kindern da, wir dürfen uns danebenbenehmen und anderen Leuten auf den Sack gehen." (Toby) — "Einmal bitte hier Glutamat für den ganzen Wagen. Und da ist Glutamat teuer." (Toby über China-Bratnudeln im Zug) — Hotel One — Hostel Köln — Toby will in Köln am 3. Mai 2014 ein Hörertreffen veranstalten — Brauhaus — Overkorkt (Christoph Raffelt).

1. Nachricht: Opposition kritisiert Finanzplanung der Bundesregierung

00:19:25

Thomas Oppermann — Holgi findet, es sei jedes Jahr dasselbe Spiel bei der Finanzplanung — Die Linkspartei hat Holgi noch nicht nachhaltig enttäuscht — Auch die CDU hat Holgi noch nicht enttäuscht (Böses, Undemokratisches) — Holgi: Schulden der Bundesrepublik sind egal, solange der Staat nicht überschuldet ist — Eingetretene Prophezeiung von Holgi: Sozialversicherungsbeiträge wurden vor der Krise gesenkt, wodurch während der Krise Gelder fehlten — "Ich muss mich grad mal erden." (Holgi betätigt das aus der Wrinheit mit Nicolas bekannte Glöckchen) — "Was willst du eigentlich handeln, Oppermann?" — Versachlichung — Die Piratenpartei spammt E-Mail-Postfächer von Medienschaffenden mit Pressemitteilungen voll — "Man soll ja nicht Behinderte treten." (Holgi über die Piratenpartei).

3. Nachricht: Bayerischer Innenminister Herrmann fordert schnelle Regelung zur Vorratsdatenspeicherung

00:32:29

(Joachim Herrmann)  — Andrea Voßhoff — "Flugzeuge voller Terroristen fliegen über Deutschland!" (Holgi).

4. Nachricht: "Flashmob"-Aktionen im Arbeitskampf erlaubt

00:34:36

Verdi rief dazu auf, während eines Streiks die Kassen zu verstopfen — Hans-Olaf Henkel — "Man ist kein Aktivist, wenn man mal woanders tankt an einem Tag. Das bewirkt nichts." (Toby) — "Wie, Geheimzahl? Die ist geheim! Die geb ich da nicht ein!" (Toby).

Das Wetter: Im Norden und Osten Regen, sonst trocken, 9 bis 18 Grad

00:38:34

"Immer hat er was." (Holgi, auf ein Loriot-Zitat anspielend).

"Wetten, dass..?" wird eingestellt

00:39:53

Holgi und Toby haben "Wetten, dass..?" mit Markus Lanz noch nicht gesehen — Toby meint, dass "Wetten, dass..?" nur noch eine Werbeveranstaltung für Filme mit US-amerikanischen Schauspielern war — Holgi schlägt vor, die Sendung zu verkleinern und intimer zu gestalten — Joko und Klaas — Frank Elstner (auf Twitter) — Toby dankte Frank Elstner — Frank Elstner ist jünger als Tobys Mutter — "Wetten, dass..?" mit Frank Elstner gehört zu Tobys ersten Fernseherinnerungen ‒ genauso wie die ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck und die Sesamstraße — Domplatte.

Trampen

00:44:25

Toby hat in letzter Zeit wieder häufiger Tramper gesehen, seine Mutter warnte in dem Zusammenhang vor Mitschnackern (= Kidnappern) — Der Kannibale von Rotenburg — "Stimmt. das ist ja auch hier im die Ecke. Also zumindest haben wir ein Rotenburg hier um die Ecke. Es gibt ja noch viel mehr Rotenburge." ‒ "Ja, das ist wie Neustadt. Kennst du einen, kennst du alle." (Toby und Holgi) (Rotenburg (Wümme) — Neustadt — "Wie ist eigentlich der Plural von Mittwoch"? - "Ja, gibt es nicht. Es gibt ja nur einen Mittwoch!" (Toby und Holgi)) .

Verabschiedung

00:46:51

"Nicht ins Outro reden ‒ das ist unprofessionell!" (Holgi) — Outro.

23 Gedanken zu „WR277 Fokussierhilfe

    1. Jochen

      Ich komme erst jetzt dazu zu kommentieren und Du hast das wichtige schon geschrieben: die Buber-Rosenzweig Übersetzung ist für mich auch die allererste Wahl. Ok, bei den Psalmen hat sich Luther schon richtig angestrengt…

    2. Jochen

      Das Alte Testament ist übrigens eine Fundgrube für Unerwartetes (war es zumindest für mich als ich es dann mal gelesen habe) – ein Schmankerl z.B. der Gewaltporno in Hesekiel 23

  1. David

    Wenn ich Holgis Hostel-Empfehlung richtig verstanden habe, muss ich die Kinder vor den Einschlägigen Bars in der Schaafenstraße warnen, da treibt sich “der Schwule” herum. Auch wenn das IRON wirklich gute Cocktails anzubieten hat. Mit dem Brauhaus ist sicherlich die gemütliche Brennerei Edelweiss am Rudolfplatz gemeint, für etwas exotischere Erlebnisse empfehle ich das afrikanische Restaurant “bobotie” ebenfalls in der Schaafenstraße, vom Hostel raus und dann ca 100 Meter nach rechts.

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  2. Rene

    Habe ich an anderer Stelle schon mal erwähnt, aber wenn Du, Holgi Dich für die Bibel interessierst, dann schau mal im Friedrich Weinreb Tonarchiv vorbei. Da gibt es viele Bücher und Vorträge, die zwar nicht ganz billig sind, aber definitiv es Wert sind.
    Ist zwar jetzt nicht das wonach du gefragt hast, aber ich glaube das die Werke von Weinreb noch um einiges interessanter sein dürften, als “nur” eine Übersetzung des alten Testaments. Michael Ende z.B. war und ist sehr Weinreb begeistert und bezeichnete ihn als den letzten echten Kabbalisten.

    Empfohlen sei Dir das Einstiegswerk “Schöpfung im Wort – Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung”

    http://weinreb-tonarchiv.de/Schoepfung-im-Wort

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    1. Morrrk

      Michael Ende z.B. war und ist sehr Weinreb begeistert

      Michael Ende ist seit 1995 leider weder begeistert noch überhaupt.

  3. Exeget

    Hallo Holgi,

    als Exeget kann ich Dir nur die Elberfelder-Bibel empfehlen. Zum einen hält Sie sich eng an den vermuteten Urtext, zum andern ist Sie einigermaßen lesbar. Wenn Du an das ‘look and feel’ des TNK herankommen willst, kannst Du mal in eine Interlinearübersetzung reinschauen. Dort findet sich unter dem hebräischen Text die wörtliche deutsche Übersetzung. Hier http://www.bibleserver.com/start findest Du viele Übersetzungen. Auch die King James Bibel ist interessant (wenn ich sie lese höre ich immer die Stimme von einem Monty Python Typen).

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    1. holgi Beitragsautor

      Auweia! Das wird mir dann bestimmt jetzt auch so gehen, wo Du es gesagt hast 😀

    2. smürf

      Wenn man sich ein wenig mediävistisch betätigt kommt man (leider) nicht um die Lektüre der Bibel herum. In dem Kontext hatte ich mich mal ein wenig bzgl. Bibelübersetzungen erkundigt und ich glaube es kann nicht schaden, wenn man das tut, bevor man eine zu Lektüre-Zwecken wählt.

      Grundsätzlich ist es meines Wissens nach erst einmal so, dass das alte Testament in der Urfassung in (biblischem) Hebräisch (+ etwa Aramäisch= geschrieben ist und das neue in Altgriechisch.

      Bibelübersetzungen können verschiedenen Prinzipien folgen, z.B. sinngetreu oder strukturttreu sein. Auch ist es interessant, die Geschichte einzelner Übersetzungen zu verfolgen. Die genannte Elberfelder-Bi bel war z.B. bei Zeugen Jehovas gängig, bevor diese eine eigene (Neue-Welt-Übersetzung) gebastelt haben und es generell bei “Exegeten” gängig, scheint mir.

      Da ich aber auch höchstens Halbwissen reproduziere, höre ich hier mal auf, und verweise auf den (soweit ich das beurteilen kann ziemlich guten) Wikipedia Artikel:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel%C3%BCbersetzung

      Als ich im Studium wie gesagt notgedrungen auch etwas in die Bibel schauen musste, fand ich Bibelsoftware (z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/The_Sword_Project ) sehr praktisch; sie erlaubt es mehrere Texte prallel zu lesen. Allerdings merkt man auf der Suche nach neuere Übersetzungen schnell, dass auch “das Wort Gottes” urheberrechtlich geschützt ist 😉

  4. gabi

    Holger, tun Dir die Verkäufer leid, weil sie so einen tristen Job haben (wie Du mal in einem vergangenen Podcast gesagt hast)?

    Oder findest Du es wirklich witzig, die mit Kleingeld zu nerven?

    Früher habe ich es selbst gemacht, weil die mich mit ein Cent Münzen zugeschüttet haben, bei all den Artikeln die auf 99 Cent enden. Aber die Verkäufer können da ja nun auch nix für.

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  5. Christian

    Als Theologe empfehle ich dem sprachlich Versierten natürlich auch die Buber-Rosenfeld Übersetzung. Elberfeld, Luther und Co. sind schon viel zu sehr theologisch durchtränkt.

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  6. gentrifythis

    Holgi, nicht die Kreuzberger Grünen Wähler/innen haben den Bezirk teuer gemacht, sondern Immobesitzer*. Und das lief unter “Aufsicht” von Die Linke, die mehrere Jahre im Senat mitregiert hat ohne das Mieten- und Wohnungsproblem in Berlin anzugehen.

    *gut, es mag auch immobesitzende Grünen Wahler/innen geben

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  7. Exeget

    Entgegen Tobis Vermutung hat Luther direkt aus dem Urtext übersetzt. Dazu traf er sich mit einer Arbeitsgruppe täglich (wenn es ging) und sie legten dann los. Luther war im übrigen Alttestamentles was einigermaßen erstaunt, wenn man seinen Antisemitismus in Rechnung zieht.

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  8. ich ich ich

    Ich glaube es ist ein typischer Fehler von christlich sozialisierten Menschen (auch wenn Atheisten), anzunehmen, alle anderen Religionen wären so eine Art andere Variante des gleichen Systems, insbesondere beim Judentum, wo man gerne annimmt, es wäre ‘Christentum 1.0’. Die Entstehungsgeschichte der schriftlichen Tora ist aber komplexer, praktisch ist das moderne Judentum (mit Rabbinern statt Hohepriestern) jünger als das Christentum, und der Kerntext ist nicht so sehr im Mittelpunkt, die Auslegungstexte sind mindestens genauso wichtig. Die Diskussion und Begründung von Regeln ist da viel lebendiger als bei einem reinen, unveränderlichen heiligen Text. Deswegen ist es auch eher fragwürdig hilfreich, sich irgendein angeblich verbindliches ‘Ur-Altes-Testament’ anzuschauen. Wichtig ist die Auslegung.

    (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Talmud)

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  9. Maggi

    Nach den ganzen Religionsbezogenen Kommentaren mal etwas profanes:
    Erst hat einer einen rausgehalten und dann hat der Toby sich einen Tramper eingefangen? Tstststs.
    *feix*

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  10. Doc_Foo

    Danke, sehr entertaining, nur beim perfekt mainstream-simulierten “Wetterbericht” wurde mir sofort sehr schlecht 😉 , weil man sich sofort wie bei einem der Verdummungs-Sender bzw. verkrampft-seriösen Sender fühlt, die man ja grade mit solchen Podcasts VERMEIDEN will.
    Also meinetwegen “Wetter” ruhig weglassen.
    schöne Grüße

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    1. Sven

      Ist das nicht der Witz dabei? Informationen über das aktuelle Wetter aus einem Medium zu beziehen, das dazu gedacht ist, nicht zeitnah konsumiert zu werden, wäre doch maximaler Unfug.

  11. Chris

    Zur Annahme von Münzen in Geschäften (nicht Banken):

    Eine Verordnung des Rates der europäischen Union vom Mai 1998 bezüglich der Einführung des Euro sieht für Deutschland vor, dass bei Euro- und Centmünzen die Annahmepflicht auf maximal 50 Münzen und betragsbezogen auf 100 Euro begrenzt ist. Etwas abweichende Regelungen gibt es dann noch einmal für (Euro-) Gedenkmünzen. http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsmittel#Deutschland (Verordnungstext dort verlinkt)

    Um z.B. eine bestimmte Supermarktkette zu trollen würde es hingegen auch schon genügen, wenn dort eine Hand voll Leute in der Schlange stehen, die alle per “Yapital” (einfach mal googlen …) bezahlen wollen.
    Dabei wird am Kartenterminal der Kasse ein QR-Code angezeigt, die der Kunde mit seinem Smartphone und der zugehörigen App scannt, worauf hin ihm der Zahlbetrag im Handy angezeigt wird, der dort mit PIN bestätigt wird. Dabei kann man sich natürlich größtmöglich dämlich anstellen.
    Die Zahlmethode wird nicht groß kommuniziert, sollte aber an jeder Kasse des Unternehmens verfügbar sein (und funktioniert auch, obwohl die Angestellten davon meist nichts wissen).

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