WR260 Mehr Chinesen als Rheinländer

 

wrint_wissenschaft_200Diesmal mit Florians neuem Buch “Die Neuentdeckung des Himmels“* und reichlich Astronomie, einem Barbarenschatz, der Schönheit mathematischer Formeln, einem Luftreinigungsfahrrad, Kreativität und Unehrlichkeit, doof machenden Umweltgiften, einer anscheinend missverstandenen Verbindung zwischen Aluminium und Alzheimer, Dogshaming, einer Fatwa für Mars-Astronauten, einem toten Claus Fritzsche und dem Remake (Trailer) von Cosmos.

Ohne Florian ginge es nicht. Spendet hier – und kauft seine Bücher!

Die zwei erwähnten historischen Bücher:
The Extraterrestrial Life Debate, 1750 – 1900* und
The Extraterrestrial Life Debate: Antiquity to 1915*

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38 Gedanken zu „WR260 Mehr Chinesen als Rheinländer

  1. Timo Altfelde

    Hab’s grad beim Laufen am Rhein gehört und fand es mal wieder toll, allerdings meinte ich gehört zu haben, dass Deuterium aus 2 Protonen und einem Neutron bestünde. Diese Konfiguration wäre He3, was auch toll fusionieren würde, aber nicht so oft vorkommt. Wenn man es tauscht, passt es aber (2n+1p). 😉

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    1. Folke Kelm

      Ja, da hast du falsch gehört, Deuterium ist ein Wasserstoffisotop mit einem Proton und einem Neutron.

    2. Florian Freistetter

      Ja, da hab ich natürlich was falsches erzählt. Isotope unterscheiden sich durch die Anzahl von Neutronen; nicht Protonen… (Ich Buch hab ich den Fehler aber nicht gemacht 😉 )

    3. Timo Altfelde

      Siehste… jetzt habe ich selbst einen Fehler gemacht. 2n+p ist Trituim… hab mich durch das 2p+n verwirren lassen und nicht daran gedacht, dass das eine n nach dem Tauschen überzählig ist. 😀

      In der Physik ist es keine Kust sich bei Faktenwissen zu verplappern, wenn man sich auf was anderes konzentriert. 😉

      @Folke: 28:30, ne richtig gehört. D ist aber wirklich n+p.

  2. stone1

    Wurde hier etwas verändert oder war’s das letzte Browserupdate, jedenfalls funktioniert das Player-Plugin jetzt auch in Opera.
    Und man sollte eine Vorwarnung wegen der Fahrrad-Schuhband-Laternengeschichte geben, das gibt’s doch nicht, dass sowas wirklich passiert! rofl.

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  3. Hans Wurst

    Der Name “Qb1” ist ja schon cool, aber noch besser wäre natürlich “Ob1” gewesen. 🙂

    Möge die Macht mit Euch sein.

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  4. felix

    @Florian,

    kann es sein, dass du mit dem unsäglichen Zitationsindex den Hirsch-Index meinst?

    Ne frage hab ich auch noch: du hattest die Schneelinie erwähnt, jenseits derer Planeten mehr Material finden, und daher die Planeten weiter “aussen” größer werden. Werden die Planeten weiter außen nicht automatisch größer, weil sie beim Aufräumen ihrer Bahn einfach mehr Fläche überstreichen, da die der Radius größer (die Bahn länger) ist?

    Super Sendung!

    danke
    Felix

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  5. Pascal

    Musste ich jetzt sooo alt werden, um endlich mal festzustellen, dass Krupphusten tatsächlich den Namen von den Kruppwerken stammt?! Huiuiui.
    Die Wikipedia sagt noch was von schottisch croup = Heiserkeit. Mmmmh die Wunderwelt der Etymologie. Ich gehe dem mal auf den Grund.
    Danke für den spannenden Podcast.

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  6. Christoph

    Wieder ein schöne Folge.

    Kurze Anmerkungen zu Holgis “Warum eine Verschwörung annehmen, wenn man es auch mit Dummheit erklären kann”/Fritsche:

    1. Zum einen sehe ich auch da bei Mt. Gox noch die ganz realistische Möglichkeit (hatte Dich da ja auch angetwittert): Vielleicht haben die es wirklich technisch verbockt, finden aber keine Strategie gut damit umzugehen. Das finde ich ebenso plausibel. Aber warten wir da mal ab.

    2. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Fritsche nicht dumm war. Aber auch wie bei Wallach oder Sarazin: Je mehr diese Leute kritisiert werden (selbst empfinden die sich wohl angegriffen), desto tiefer manövrieren sich die Leute dann da rein – oft dann auch mit Glaubensgenossen in sektenartige Strukturen.
    Ich glaube fast, dass es relativ leicht ist, dass man im Leben mal so eine falsche “Ausfahrt” nimmt, aus der mann dann – je nach Charakter – auch nicht mehr rauskommt.

    Ganz aktuell noch mein Lacher der Woche: http://www.spiegel.de/sport/wintersport/sachenbacher-stehle-mentaltrainer-saxinger-und-der-dopingfall-a-955970.html 🙂

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  7. Yogi

    Die Luftverschmutzung in China wird wirklich zum Problem. Heute morgen lass ich, dass die Lungenkrebsrate von 40 auf 100,000 auf 80 auf 100,000 gestiegen ist und die South China Morning Post sagt bei 2025 gäbe es über 1 mio Menschen mit Lungenkrebs.

    Es gibt viele Journalisten in China, die nicht die Wirtschaft oder die Schulden als Problem bezeichnen, sondern die Luftverschmutzung / Umweltverschmutzung als größtes Problem für die Regierung / Partei in China sehen, da die Bevölkerung sich wehren wird.

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  8. BrEin

    Danke wieder für eine tolle Sendung.

    Zum Thema Fritzsche: Es gibt eine tolle Behind-The-Hoax-Sendung vom Hoaxmaster: http://www.hoaxilla.com/behind-the-hoax-006/ .

    Zum Thema Weltraum, von dem jetzt so oft die Rede ist: Das ZDF hat jetzt erstaunlich viele Dokus darüber:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2098824/Satelliten-Spotter
    http://www.zdf.de/ZDFinfo/kosmische-reisen-30216630.html
    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/08f09dee-c131-3898-beea-3efa0cea90b0/20273523
    Auch eines über die Plantenentstehung: http://www.zdf.de/ZDFinfo/das-universum-spektakul%C3%A4re-bilder-aus-den-tiefen-des-kosmos-23064180.html

    Gruß
    Fabian

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  9. Mokkel

    Den Begriff den Florian gesucht hat, als es um Zitationen ging ist der „impact Factor“. Der Faktor zeigt an, wie oft aus der entsprechenden Publikation zitiert wird. Probleme sind das, egal ob es sich um einen Fachartikel oder um was auch immer handelt, gezählt wird. Auch ob eine Schrift zitiert wird weil diese wichtig für das Fachgebiet ist, oder ob diese totaler Quatsch ist und alle sich darauf stürzen, wird nicht beachtet. Es geht nur um die Zahl, wer hat wo, wie viel veröffentlicht.
    Nur die Quantität zählt, nicht die Qualität.
    In den letzten Jahren hat man auch angefangen, andere Arten der Veröffentlichungen mit einzubeziehen (Stichwort Altmetrics). Etwa Blogs und Tweets, die sich auf einen Artikel beziehen. Ob dies nun in einem wissenschaftlichen Kontext passiert oder nicht, ist dabei egal.

    Zum Thema, warum zocken die Verlage die Bibliotheken ab. Besser als Fefe könnte ich es nicht zusammenfassen: http://blog.fefe.de/?ts=b1d13f4b

    Antworten
    1. Florian Freistetter

      Ha! Ja, genau – “impact factor” wollte ich sagen. Citation index ist sowas ähnliches aber nicht das worum es ging. Ja – der impact factor gehört weg; der ist völlig außer Kontrolle geraten und schadet mehr als er nützt.

  10. David

    Als Sozialwissenschaftler möchte ich zu der Auswirkung von Mangan und co auf mathematische Leistungsfähigkeit, Konzentration und co nur kurz einwerfen: Anlage-Umwelt-Dilemma. Was besonders spannend wird, wenn man unter Umwelt vor allen Dingen auch soziale Faktoren wie Erziehungsstil, soziale Herkunft oder Bildung(ssystem) betrachtet. Da bin ich immer erstmal skeptisch, wenn Studien nicht multidisziplinär, also beispielsweise unter Mitarbeit von Psychologen und Soziologen erstellt wurden. Da habe ich immer das Problem, dass erkannte Korrelationen schnell in Kausationen umgedeutet werden.

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  11. Florian Freistetter

    Einen sehr interessanten Text zum Thema “Impact Factor” habe ich gerade hier gefunden. Ist ein Interview mit einem Nobelpreisträger und wirklich lesenswert. http://kingsreview.co.uk/magazine/blog/2014/02/24/how-academia-and-publishing-are-destroying-scientific-innovation-a-conversation-with-sydney-brenner/

    “I think peer review is hindering science. In fact, I think it has become a completely corrupt system. It’s corrupt in many ways, in that scientists and academics have handed over to the editors of these journals the ability to make judgment on science and scientists. There are universities in America, and I’ve heard from many committees, that we won’t consider people’s publications in low impact factor journals.”

    Antworten
    1. Mokkel

      Das Problem der Qualitätssicherung durch „Peer Review“ ist noch eine andere Baustelle. Inzwischen sind viele Forschungsbereiche so hoch spezialisiert, dass Redakteure nicht das Wissen besitzen gute und schlechte Artikel auseinander zuhalten. In vielen Bereichen ist sogar wahrscheinlich, dass sich die Forscher einer Nische alle persönlich kennen. Da hilf es dann auch nicht, dass die Leute die das Review machen, anonym bleiben. Im schlimmsten Fall sind es sogar die eigenen Kollegen, da niemand Anderes gefunden werden kann.

      Auch an deutschen Universitäten, ist die reine Anzahl der Publikationen, zuweilen ein Kriterium wenn es um die Besetzung von Professuren geht.

  12. Mokkel

    Ähm… Holger, ich wundere mich gerade, warum es auf meiner Uhr 13:38 war, als ich den Artikel abgeschickt habe. Die Kommentarfunktion sagt aber 14:38. Irgendeine Einstellung in deinem WordPresssetup, steht wohl auf der falschen Zeitzone. Aber fummle da besser nicht dran rum, ist ja nicht so wichtig.

    Antworten
  13. micha

    Toller Tipp mit dem Cosmos-Remake. Ich habe seinerzeit mein ganzes Wissen aus dem Buch zu Unser Kosmos gezogen. Legendär die Szenen in der Mars-Folge, als ich (damals 10 oder so) halb gespannt neugierig, halb ängstlich zusah, wie der Viking-Lander ganz langsam das erste Bild vom Mars in schmalen Streifen übertrug, und ich befürchtete, dass gleich die Fratze eines hässlichen Marsmonsters erscheinen könnte. Heute regt man sich auf, wenn das Marsauto landet, und der Livestream ruckelt 😉
    Beim Remake bin ich mal gespannt – Neil DeGrasse Tyson (mir bislang unbekannt) scheint ja ganz ähnlich zu ticken wie Carl Sagan. Aber im Trailer bei 3:00 – Raumschiffe mit frisiertem V8-Motorgeräusch? WTF?

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  14. BrEin

    Tödlicher Canabiskonsum!

    Steht überall in der Presse:
    http://www.bild.de/regional/duesseldorf/duesseldorf/die-ersten-hasch-toten-der-welt-34826700.bild.html
    http://www.bild.de/ratgeber/2014/marihuana/wie-schadet-cannabis-dem-herzen-34828056.bild.html
    http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/zum-ersten-mal-cannabis-als-todesursache-nachgewiesen-aid-1.4061016
    http://www.welt.de/vermischtes/article125190490/Wissenschaftler-beweisen-dass-Cannabis-toeten-kann.html
    http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/4338784/konsum-von-cannabis-kann-toedlich-sein.html

    Ist natürlich nur was für den Shice der Woche. 😉
    http://www.piratenpartei-nrw.de/2014/02/28/totgekifft-schauermaerchen-verkaufen-sich-besser-gastbeitrag/
    http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-02/cannabis-kiffen-tod-marihuana-rechtsmedizin/komplettansicht
    http://blogs.taz.de/drogerie/2014/02/28/kann-cannabis-todlich-sein/

    Gruß
    Fabian

    Antworten
  15. BrEin

    Die Jungs vom Podcast Methodisch Inkorrekt! haben mal eine kleine Studie durchgeführt:
    http://methodischinkorrekt.wordpress.com/2014/02/25/methodisch-inkorrekt-folge-20-danziger-goldwasser/

    Sie haben ermittelt, wie viele Treffer von LOL- Varianten (LOOL, LOOOL, usw.) bei einer Googleabfrage erscheinen und diese in einen Chart dargestellt:
    https://twitter.com/Icewalker1974/status/437306131405623296

    Interessant sind die Varianten mit 6, 20, 30 und 42 Os. 😉
    Schöne E-Kurve mit interessanten Abweichungen.

    Gruß
    BrEin

    Antworten
  16. Ramses

    Diesem Podcast hören ja recht viele wissenschaftlich interessierte (vielleicht auch versierte) Menschen zu, warum dann nicht die Fragen veröffentlichen, so dass Hörer Antworten (und natürlich Quellen) zusammentragen können – das müsste dir, Holgi, doch einige Recherchearbeit ersparen? (an die Paper kommen deine Hörer ja scheinbar eh besser ran *Mail*)

    Antworten
    1. Florian Freistetter

      Na ja, das sind ja auch bei weitem noch nicht alle Podcasts. Da gibt es noch so einiges zu hören… Ich werd demnächst wohl selbst mal ne Favoritenliste veröffentlichen.

    2. BrEin

      Oh, ja bitte! Mach!

      Auch wenn ich jetzt schon mein Studium nicht mehr schaffe, da ich nur am Podcast-Hören bin. 😉

      Gruß
      BrEin

  17. Jaloux

    Hallo Holgi, hallo Florian.
    Vor kurzem haben Forscher der University of Notre Dame ein Antibiotikum gefunden, das sich in Mäusen gegen den multiresistenten Keim MRSA als wirksam erwiesen hat: http://news.nd.edu/news/46745-notre-dame-chemists-discover-new-class-of-antibiotics/
    Das ist in sofern interessant, als das multiresistente Keime ein großes Problem im Gesundheitssystem darstellen. Krankheiten, die noch heute leicht zu behandeln sind, können in ein paar Jahren echte Herausforderungen werden http://de.wikipedia.org/wiki/Antibiotikaresistenz
    Zudem sind sie symptomatisch für zwei Dinge: Mangelnde Hygiene und einen unbedarften Umgang mit Antibiotika im klinischen Umfeld.
    Das ganze ist ein spannendes Thema, vielleicht könnt ihr es ja mal beleuchten.
    Macht weiter so!

    Antworten
  18. Leif

    ich möchte noch einmal nachhaken:
    Planeten entdeckt man in erster Linie “indirekt”, also durch den Einfluß der Gravitation des Planeten auf die Sonne und ihrer Reaktion darauf. (Ein leichtes Wackeln, da die Sonne nicht komplett im Zentrum des Kräftegleichgewichtes des Systems Stern-Planet liegt)

    Wenn ich nun mehrere Planeten habe (was wir ja haben) und diese teilweise nicht einmal in der Ekliptik (die Umlaufbahnen auf einer Ebene) liegen, stelle ich mir diese ganzen Wackeler der Sonne schwierig zu extrahieren vor.

    Klar, es gibt mehrere Teilbewegungen, die alle verschiedene Zyklen haben (da ja alle Planeten in unserem System verschiedene Jahresumläufe haben) aber ich meine mal -auch in einem Podcast von Holgi glaube ich (oder war es Raumzeit?!)- gehört zu haben, dass dieser Moment, an dem alle 8 Planeten in einer geraden Linie zur Sonne stehen, nur alle x-hundert Septilliarden Jahre vorkommt und damit faktisch gar nicht, da unser Zentralgestirn ja nur eine Lebensdauer von ca 12 Milliarden Jahre hat und es bisher nur einmal annähernd vorgekommen ist…

    Daraus folgere ich den Schluß, dass die “Wackelbewegungen” der Sonne im Gesamten AUCH nicht zyklisch sind sondern stets unique sind…

    Wie kann ich dann ausschließen, dass diese eine winzige Bewegung nun beispielsweise durch einen einzigen Planeten hervorgerufen wurde und nicht etwa aus der Konstellation zweier anderer Planeten?

    Antworten
    1. BrEin

      @Leif

      Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und gebe mal ein Erklärungsversuch ab, ohne zu wissen wie die Astronomen wirklich vorgehen.

      Das Problem, dass Du genannt hast ist ja letztlich, dass man aus dem “Zappeln” des Sternes nicht mehr genau die einzelnen verschiedenen Ursachen, also die Planeten identifizieren kann.
      Und doch, genau das kann man.
      Jeder Planet hat seine Umlaufzeit und seine Masse.
      (Ich weiß, dass Umlaufzeit und Entfernung korrelieren, aber nicht, ob Umlaufzeit und Masse korrelieren, deshalb betrachte ich sie mal getrennt.)
      Jeder Sonnenumlauf ist also eine Periode. Jede Periode hat eine Dauer= Periodendauer. Und je näher ein Planet an der Sonne ist, bzw. je schwerer er ist, desto größer sind die Auswirkungen an der Sonne, also desto stärker wankt die Sonne. Diese Ablenkung könnte man als Amplitude begreifen.

      Wir haben also eine Periodendauer und eine Amplitude, wir können vereinfacht annehmen, dass das Wackeln wie das Überlagern mehrer Frequenzen wirkt.

      Nun ist man in der Lage, mehrer Frequenzen zu mischen und auch wieder zu trennen. Ein Ton eines Musikstückes (wenn es nicht nur eine Note ist, sondern eher ein Akkord) beinhaltet ja bereits mehr als nur eine Frequenz. Und an einem Equalizer (auf dem Smartphone/Computer oder an der alten Anlage) lassen sich dennoch die verschiedenen Frequenzanteile Darstellen.

      Das Stichwort heißt hier Fouriertransformation.
      Ohne die Theorie ist das schwierig zu erklären, aber Du kannst dir das hier mal ansehen: http://www.falstad.com/fourier/
      Einfach oben ein Signal mit der Maus einzeichnen oder rechts auswählen und unten das Spektrum (die Frequenzanteile) ansehen.

      So, wenn ich jetzt nun weiß, wie viele Frequenzen ich im Wackeln der Sonne sehen, weiß ich, wie viele Planeten darum kreisen.
      (Sehr vereinfacht. Andere Himmelskörper wie Asteroiden außer Acht gelassen, ebenso sind kleine Planeten auch nicht/kaum zu erkennen.)
      Dann sehe ich ja anhand der Frequenzen, wie weit der Planet von der Sonne entfernt ist. Je höher die Frequenz, desto kürzer die Umlaufzeit, desto näher ist der Planet an der Sonne. (Müsste das 3. Kelpersche Gesetz sein.)
      Anhand der Amplitude, also wie weit die Sonne durch diese Frequenz abgelenkt wird, desto größer muss der Planet auf dieser Umlaufbahn sein.

      Wenn ich also die Masse der Sonne kenne und die Umlaufbahnen vereinfacht kreisförmig annehme, dann kann ich aus dem Wackeln die Anzahl der Planeten, deren Umlaufzeit und letztlich deren Masse ermitteln.

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      Dazu muss nochmal erwähnt werden, ich habe keine Ahnung, ob das ein probates Mittel der Astronomie ist. Vielleicht sind es auch so wenige “Frequenzen” die so stark von einander abweichen und die so lange beobachtet werden müssen, so dass es wohl besser ist, die Bewegung durch einen Menschen durch “Draufschauen” auszuwerten zulassen.

      Auch muss man dazu sagen, dass das ja nicht die einzige Methode ist Planeten zu entdecken.
      ____________________________________________________________________________________________

      Dein eigentliches Problem, dass Du beschrieben hattest, ist ja kein astronomisches.
      Das Mischen von Frequenzen (also einzelner Signale) und Zerlegen dieser wird in der E-Technik ständig gemacht.
      Wie erwähnt in der Audiotechnik, um sich zum Beispiel die Höhen oder Tiefen anzuschauen oder zu verändern, in der Nachrichtentechnik, in der Medizintechnik usw. usf.

      In der Applikation kannst Du ja mal alle Frequenzen löschen (Clear) und einzelne Frequenzen unten auswählen. Dann siehst Du oben, wie das gemischte Signal aussieht.
      Und aus dem Gemisch kann man wieder die einzelnen Frequenzen ermitteln.
      (Leider muss ich dazu sagen, dass das nur unter bestimmten Annahmen geht, aber in der Praxis hat man das im Griff.)

      Gruß
      BrEin

    2. Florian Freistetter

      @Leif: BrEin hat das schon ganz richtig erklärt. Verschiedene Planeten erzeugen verschiedene Signale weil sie unterschiedliche Umlaufzeiten haben. Das kann man in einer entsprechenden mathematischen Analyse der Daten trennen.

  19. Leif

    aah… okay. Also war meine Annahme der Fehler, dass man die Einzelbewegungen sehr wohl herausarbeiten und dadurch auf einen Planeten schließen kann. Danke für die ausführlichen Erläuterungen! 😉

    Antworten

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